Dienstag, 12. September 2023

Mercedes-AMG Customer Racing mit erfolgreichem Wochenende am Sachsenring

  •  Luca Stolz holt am Samstag die Pole-Position und fährt im ersten Rennen zum Sieg
  •  Zudem Platz zwei im Sonntagsrennen für den Mercedes-AMG Performance Fahrer
  •  Salman Owega und Elias Seppänen erneut im ADAC GT Masters siegreich

Luca Stotz - Platz 1 am Samstag, Platz 2 am Sonntag
Foto: Jens Hawrda

Ein Sieg und ein zweiter Platz lautet die erfolgreiche Bilanz von Mercedes-AMG Customer Racing beim sechsten Rennwochenende der DTM-Saison 2023 auf dem Sachsenring. Beim Comeback der Rennserie auf der Traditionsstrecke bei Hohenstein-Ernstthal nach 21 Jahren Pause, gelang AMG Performance Fahrer Luca Stolz in beiden Wertungsläufen der Sprung auf das Siegertreppchen. Der Deutsche und das Mercedes-AMG Team HRT haben bei sommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad an beiden Renntagen erneut den starken Speed des Mercedes-AMG GT3 unter Beweis gestellt. In der Gesamtwertung hat sich Luca Stolz mit einer fast optimalen Ausbeute von 49 Punkten bis in die Top 5 nach vorne gearbeitet.

DTM-Rennen 1: Luca Stolz holt den zweiten Saisonerfolg für Mercedes-AMG

Im ersten Rennen am Samstag war Luca Stolz eine Klasse für sich. Er sicherte sich mit seinem Mercedes-AMG GT3 mit der #4 am Vormittag die Pole-Position und damit drei Bonuspunkte für die Gesamtwertung. Im Rennen kontrollierte Luca Stolz vom Start weg das Geschehen und baute sich schnell ein Zeitpolster auf. Auch von einer frühen Safety-Car-Phase wegen Trümmerteilen auf der Strecke ließ sich der 27-Jährige nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem Restart setzte er sich erneut rasch von seinen Verfolgern ab. Die Strategie des Mercedes-AMG Teams HRT mit einem frühen Reifenwechsel erwies sich ebenfalls als goldrichtig. Souverän krönte Luca Stolz die hervorragende Teamleistung und fuhr den Sieg mit 2,7 Sekunden Vorsprung sicher nach Hause. Für ihn ist es der zweite DTM-Erfolg überhaupt, für Mercedes-AMG Customer Racing der zweite Sieg in diesem Jahr. In den ersten zehn Saisonrennen stand Luca Stolz schon zweimal als Dritter auf dem Siegertreppchen.

Mit den Plätzen 13 und 14 sammelten auch Stolz‘ Teamkollege Arjun Maini (IND) und Jusuf Owega (GER) vom Mercedes-AMG Team BWT wertvolle Punkte. David Schumacher (GER) kam im Fahrzeug #27 des Mercedes-AMG Team WINWARD auf Position 17 ins Ziel. Die beiden Mercedes-AMG Performance Fahrer Lucas Auer (AUT) und Maro Engel (GER) schieden im Samstagsrennen vorzeitig aus.

DTM-Rennen 2: Fast perfektes Wochenende für Luca Stolz

Auch am Sonntag präsentierte sich Luca Stolz in Topform. Diesmal steuerte er seinen Mercedes-AMG GT3  im Qualifying am Vormittag auf den dritten Startplatz. Im Rennen arbeitete er sich gleich nach dem Start auf die zweite Position vor - trotz 20 Kilogramm Erfolgsballast durch den Laufsieg vom Vortag. Diese Platzierung behauptete Luca Stolz auch, nachdem das Rennen wegen eines Startcrashs abgebrochen und neu gestartet werden musste. In den insgesamt 46 Runden hielt Luca Stolz nicht nur den hochsommerlichen Temperaturen, sondern auch dem enormen Druck der Konkurrenz stand.

Eine tadellose Leistung zeigten auch die drei Mercedes-AMG Junior Fahrer Arjun Maini, Jusuf Owega und David Schumacher. Sie überstanden die Scharmützel am Start unbeschadet und überzeugten anschließend mit konstant schnellen Rundenzeiten. Am Ende überquerte das Trio die Ziellinie auf den Plätzen sieben, neun und elf und sammelte damit reichlich Punkte. Lucas Auer bewies im Sonntagsrennen auf dem Sachsenring enormen Kampfgeist und beendete das Rennen trotz einiger Zwischenfälle und Strafen auf Platz 15. Damit sammelte der Pilot des Mercedes-AMG Team WINWARD den letzten Punkt. AMG Markenbotschafter Maro Engel war im Qualifying als Siebter zweitbester Mercedes-AMG Pilot, schied aber als unschuldiges Opfer des Startunfalls bereits nach einer Runde aus.


Owega/Seppänen mit Doppelsieg am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda


ADAC GT Masters: Saisonsiege Nummer drei und vier für Salman Owega und Elias Seppänen

Noch erfolgreicher als Luca Stolz war ein Mercedes-AMG Duo im ADAC GT Masters. Im Rahmenprogramm der DTM gewannen Salman Owega (GER) und Elias Seppänen (FIN) beide Wertungsläufe auf dem Sachsenring. Am Samstag sicherte sich Owega im Mercedes-AMG GT3 #48 von Landgraf Motorsport die Pole-Position und legte damit den Grundstein für einen dominanten Erfolg. Das zweite Rennen am Sonntag gewann das Duo von Startplatz drei. Durch den Doppelsieg liegen Owega und Seppänen nun auch in der Gesamtwertung komfortabel in Führung. Das Haupt Racing Team brachte in beiden Läufen einen weiteren Mercedes-AMG GT3 auf das Podium. Im ersten Rennen fuhren Maximilian Götz (GER)/Petru Umbrarescu (ROU) auf Rang drei, im zweiten Rennen wurden ihre Teamkollegen Ralf Aron (EST)/Alain Valente (SUI) Dritte.


Stimmen zum Rennwochenende am Sachsenring

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team HRT #4
„Das war ein super Wochenende für uns, es hat einfach alles gepasst. Entscheidend waren die beiden Qualifyings mit der Pole-Position am Samstag und Platz drei am Sonntag. Der Sieg am Samstag ist einfach super emotional für mich. Es macht im Moment richtig Spaß. Hoffentlich können wir diesen Schwung mit auf den Red-Bull-Ring nehmen. Wir haben gute Punkte geholt und konnten auch am Sonntag mit dem Erfolgsballast eine gute Leistung zeigen. Jetzt gilt es, sich auf die letzten vier Rennen zu konzentrieren, um dort wieder aufs Podium zu fahren.”

Elias Seppänen, Landgraf Motorsport #48
„Es war schon am Samstag ein sehr gutes Rennen für uns. Nach der Pole-Position hat Salman das Rennen bis zum Boxenstopp angeführt. Er hat das Auto mit einem guten Abstand zu den Verfolgern übergeben und ich konnte den Vorsprung sogar noch ausbauen. Das Safety Car machte es am Ende noch einmal spannend. Aber zum Glück ist mir ein guter Restart gelungen und ich konnte das Auto auf Platz eins nach Hause bringen. Das ganze Team hat an diesem Wochenende einen wirklich guten Job gemacht, vielen Dank dafür! Der Mercedes-AMG GT3 lief hervorragend und es hat einfach alles gepasst. Es ist auch schön, die Meisterschaft anzuführen. Hoffentlich bleibt das bis zum Ende so.“


Montag, 11. September 2023

Ricardo Feller verliert dritten Platz im zweiten DTM-Rennen am Sachsenring

Ricardo Feller
Foto: Jens Hawrda

Schade, Ricardo Feller verliert nachträglich seinen dritten Platz vom Sonntagsrennen am Sachsenring und damit verliert ABT Sportsleine auch sein 250. DTM-Podium.

Wegen eine Kollision mit dem Ferrari-Piloten Jack Aitken wurde Ricardo Feller nachträglich mit einer 5 Sekunden Zeitstrafe belegt. Der ehemalige ADAC GT-Masters Meister (2021) verlor dadurch seinen Podestplatz und rutschte auf Platz sieben zurück. Jack Aitken (Emil Frey Racing) fiel in Folge der Kollision aus. Die dritte Position erbte damit Franck Perera im Lamborghini Huracan GT3 (SSR Performance).

Mercedes-AMG-Piloten Owega und Seppänen feiern ihren zweiten Sieg in Folge

  •  Vierter Saisonerfolg für Tabellenführer Salman Owega und Elias Seppänen
  •  Hites behauptet im Grasser-Lamborghini in mitreißender Schlussphase Platz zwei
  •  Alain Valente und Ralf Aron stehen zum zweiten Mal auf dem Podium

Owega/Seppänen feiern Doppelsieg am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda


Doppelpack für Salman Owega (Köln) und Elias Seppänen (FIN): Das Mercedes-AMG-Duo von Landgraf Motorsport triumphierte im achten Saisonrennen des ADAC GT Masters und jubelte am Sonntag über den zweiten Sieg am Sachsenring hintereinander. „Ich bin überglücklich mit den beiden Erfolgen und der Ausbeute an diesem Wochenende. Bisher habe ich die Siege immer an der Boxenmauer erlebt. Jetzt durfte ich zum ersten Mal selber über die Ziellinie fahren, das war ein tolles Gefühl. Gegen Ende des Rennens kämpfte ich mit Vibrationen am Auto, das hat mich beunruhigt. Durch meinen Renningenieur am Funk bin ich aber cool geblieben und ging kein großes Risiko mehr ein“, erklärte Owega. Platz zwei belegten Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I/beide GRT Grasser-Racing-Team) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2. Den dritten Platz sicherten sich Alain Valente (CH) und Ralf Aron (EST/beide Haupt Racing Team) mit einem weiteren Mercedes-AMG GT3.

Die Zuschauer entlang der 3,645 Kilometer langen Berg- und Talbahn in Hohenstein-Ernstthal verfolgten am Sonntagnachmittag bei sommerlichen Temperaturen von 28 Grad Celsius ein spannendes Rennen. Maximilian Götz (Uffenheim/Haupt Racing Team) startete von der Pole-Position. Beim Start verteidigte der Mercedes-AMG-Performance-Fahrer seine Position und setzte sich schnell vom internationalen Fahrerfeld ab. Teamkollege Petru Umbrarescu (RO) übernahm nach etwas mehr als der Rennhalbzeit in Führung liegend das Steuer. Allerdings erhielt er seitens der Rennleitung aufgrund eines Vergehens beim Pflichtboxenstopp eine Durchfahrtsstrafe. Dadurch rückte Owega auf den ersten Platz und stemmte mit Seppänen zum vierten Mal in der aktuellen ADAC GT Masters-Saison die Siegerpokale in die Höhe.

Im Kampf um Platz zwei lieferten sich Hites und Valente in den letzten Runden des 60-minütigen Sprintrennens ein packendes Duell. Nürburgring-Sieger Hites behielt die Oberhand und überquerte etwas mehr als drei Zehntelsekunden vor Valente die Ziellinie. „Ich erlebte eine regelrechte Zitterpartie. Meine Hinterreifen bereiteten mir Probleme und bauten im Rennverlauf immer mehr ab. Deshalb entschied ich mich für eine konservative Herangehensweise und habe die Curbs gemieden. Ich bin erleichtert, dass es für Platz zwei gereicht hat“, sagte Hites. Mit Rang drei gelang Valente und Aron der zweite Podiums-Erfolg nach dem fünften Saisonrennen am Nürburgring. „Beim Start sind wir von Platz zwei auf Rang fünf zurückgefallen. Wir trafen die Entscheidung, früh die Box anzusteuern und einen Undercut zu machen. Später schaltete das Auto bei einem Überholmanöver plötzlich in den neutralen Gang und ich verlor wieder Plätze. Davon ließ ich mich nicht aus der Ruhe bringen und konnte mit Platz drei das Maximum herausholen“, fasste Valente zusammen.

Auf dem vierten Platz beendeten Eduardo Coseteng (PHL) und Ben Green (GBR) im Schubert-BMW das Rennen. Die Top Fünf komplettierten mit ihrem besten Ergebnis im ADAC GT Masters die beiden Litauer Jonas Gelžinis und Jonas Karklys (beide NordPass by Juta Racing) im Audi R8 LMS GT3 Evo2. Platz sechs ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Umbrarescu und Götz. Als Siebter sah Jannes Fittje (Huber Motorsport) die Zielflagge. Der Langenhainer teilt sich das Cockpit des Porsche 911 GT3 R mit Nico Menzel (Kelberg). Achter wurden Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion). Das Porsche-Duo lag zwischenzeitlich auf Rang zwei, fiel jedoch nach einem Reifenschaden und einem zusätzlichen Boxenstopp zurück.

Vom 22. bis 24. September absolviert das ADAC GT Masters am Red Bull Ring in Österreich seinen einzigen Auslandsstopp in dieser Saison. Anschließend zieht es die traditionsreiche GT-Serie vom 20. bis 22. Oktober für das Saisonfinale an den Hockenheimring Baden-Württemberg. Beide Events finden auf der reichweitenstarken DTM-Plattform statt. Durch den Doppelerfolg am Sachsenring verschafften sich die Meisterschaftsführenden Owega und Seppänen ein Polster von 31 Zählern auf Gehrsitz und Müller.


Sonntag, 10. September 2023

Dritter Saisonsieg und wieder Spitzenreiter: Mirko Bortolotti jubelt am Sachsenring

  • Pole-Setter überzeugt am Sonntag mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg
  • Samstagsgewinner Luca Stolz beendet als Zweiter starkes Wochenende
  • 42.000 Besucher erleben DTM-Comeback am Sachsenring nach 21 Jahren

Mirko Bortolotti holt nach Pole am Sachsenring seinen dritten Saisonsieg
Foto: Jens Hawrda

Mirko Bortolotti (I) hat am Sonntag auf dem Sachsenring die Tabellenführung in der DTM zurückerobert. Der Lamborghini-Pilot von SSR Performance blieb auch nach einem Rennabbruch in Runde eins wegen einer Kollision mehrerer Fahrzeuge cool und gewann den zwölften Meisterschaftslauf mit einem Vorsprung von 1,541 Sekunden. „Das war einer der emotionalsten Siege meiner Karriere. Jack Aitken hat beim Start direkt probiert, an mir vorbeizukommen. Dass ich in der Situation die Führung verteidigen konnte, war extrem wichtig. Leider gibt es nur noch vier Rennen in dieser Saison. In meiner aktuellen Form würde ich gern noch 20 weitere fahren“, sagte Bortolotti. Hinter dem Italiener sicherte sich Samstagssieger Luca Stolz (Brachbach) im Mercedes-AMG GT3 nach 46 Runden den zweiten Platz. Als Dritter fuhr Ricardo Feller (CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 über die Ziellinie, erhielt wegen des Verursachens einer Kollision allerdings nachträglich eine Zeitstrafe von fünf Sekunden. Damit rückte Bortolottis Teamkollege Franck Perera (F) auf Platz drei vor. Das Comeback der populären Rennserie auf dem Sachsenring nach 21 Jahren erlebten 42.000 Besucher, die bei sonnigem Spätsommerwetter drei Tage lang spannenden Motorsport sahen.

Keyfacts, Sachsenring, Saisonrennen 12 von 16

Streckenlänge: 3.645 Meter

Wetter: 29 Grad Celsius, sonnig

Pole-Position:Mirko Bortolotti (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #92), 1:17,366 Minuten

Sieger: Mirko Bortolotti (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #92)

Schnellste Rennrunde: Ricardo Feller (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #7), 1:19,072 Minuten


Der zwölfte DTM-Lauf war am Sonntag erst zwei Minuten alt, als er nach einem Zusammenprall mehrerer Fahrzeuge wieder unterbrochen werden musste. Es dauerte mehr als 20 Minuten, ehe die Fahrer hinter dem Safety-Car das Rennen wiederaufnehmen konnten. Pole-Setter Bortolotti kontrollierte das Feld auch nach dem Re-Start von der Spitze aus, hinter ihm folgten Stolz, Ferrari-Pilot Jack Aitken (GB), Perera sowie Feller auf den Plätzen zwei bis fünf.

Gleich zu Beginn des Boxenstopp-Fensters absolvierten alle Top-Fahrer ihre Reifenwechsel. Bortolotti behauptete souverän seine Führung. Dahinter wurde Aitken zunächst von Stolz und dann von Feller, der vor Perera auf die Strecke gefahren war, überholt. Der Zweikampf zwischen dem Briten und dem Schweizer hatte einen Reifenschaden beim Boliden von Aitken zur Folge, der seinen Ferrari kurz danach abstellen musste. Für dieses Manöver kassierte Feller im Nachgang des Rennens seine Zeitstrafe. Eine Schrecksekunde gab es beim Team SSR Performance, als Bortolotti fallenden Öldruck meldete. Doch der 33-Jährige gab seine Führung nicht mehr ab, feierte am dritten Wochenende den dritten Saison-Sieg in Folge und übernahm damit wieder die Führung in der Gesamtwertung der DTM. Hinter den Top-Drei wurde Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A) Vierter und fiel damit in der Gesamtwertung auf Platz zwei zurück.

Thierry Vermeulen (NL) zeigte im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing erneut ein starkes Rennen und belegte Rang fünf. Feller fand sich durch die Rückversetzung auf dem sechsten Platz wieder. Hinter ihm feierte Mercedes-AMG-Fahrer Arjun Maini (IND) als Siebter seine erste Top-Ten-Platzierung in dieser Saison. Bester BMW-Pilot war René Rast (Bregenz), der wie am Samstag Kampfgeist zeigte und sich vom 15. auf den achten Rang verbesserte. Patric Niederhauser (CH) wurde im Audi R8 LMS GT3 Evo2 Neunter, Mercedes-AMG-Pilot Jusuf Owega (Köln) beendete den zwölften DTM-Lauf auf Position zehn.

Stimmen nach dem Rennen

Luca Stolz: „Ich habe noch nicht die richtigen Worte, um dieses Wochenende zu beschreiben. Es ist einfach mega, dass wir nach dem dritten Platz am Lausitzring unsere Form bestätigen konnten. Durch den Erfolgsballast war mir klar, dass es schwierig wird, in der Spitzengruppe zu bleiben. Bei der Boxenausfahrt gegen Jack Aitken und auch einige Male gegen Ricardo Feller musste ich alles geben, um mich zu verteidigen.“

Ergebnis, 2. Rennen, Sachsenring

1. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance)

2. Luca Stolz (D/Mercedes-AMG Team HRT), +1,541 Sekunden

3. Franck Perera (F/SSR Performance), +2,637 Sekunden

4. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +4,744 Sekunden

5. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +5,285 Sekunden

Samstag, 9. September 2023

Aston Martin-Duo Ortmann/Sasse feiert auf dem Sachsenring dritten Saisonsieg

  • Ortmann/Sasse bauen Tabellenführung weiter aus
  • Mit Aston Martin, Porsche und BMW drei Marken auf dem Podium
  • Marat Khayrov fährt mit Platz vier zum Trophy-Sieg

Ortmann/Sasse #1 siegen am Samstag am Sachsenring
und bauen Tabellenführung aus
Foto: Jens Hawrda

Die amtierenden Champions und aktuellen Tabellenführer Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) gewinnen das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring und bauen mit ihrem dritten Saisonsieg den Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. In einem intensiven und taktisch geprägten Rennen auf der 3,645 Kilometer langen Strecke bei Chemnitz fahren David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (24/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche zu Platz zwei. Das Podium komplettieren nach einer starken Aufholjagd Tim Reiter (24/Ostfildern) und Leon Wassertheurer (21/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4. „Zuallererst möchte ich dem Team danken, das uns ein unfassbar gutes Auto hingestellt hat“, jubelte Ortmann auf dem Podium. „Wir haben die Sommerpause gut genutzt und sind jetzt einfach nur überglücklich über den nächsten Saisonsieg.“

Das Rennen hatte zunächst aber David Jahn von der Pole-Position aus begonnen. Der Porsche-Pilot setzte sich nach dem Rennstart auch gleich ein wenig an der Spitze ab. Ihm folgten Markenkollege Nicolaj Møller Madsen (30/DNK, Wimmer Werk Motorsport) und Ortmann auf den Rängen zwei und drei. Nach rund fünf Rennminuten konnte Ortmann dann aber bereits den Dänen im Porsche überholen. Nach und nach konnte Ortmann dann den Abstand zum führenden Jahn verkürzen. Als er letztendlich aufgeschlossen hatte, kämpften beide über viele Runden sehenswert um die Spitze – sehr zum Gefallen der zahlreichen Zuschauer an der Strecke.

Ein Führungswechsel fand jedoch nicht statt und so entschied der Prosport Racing-Kommandostand, Ortmann früh zum Fahrertausch auf Sasse in die Boxengasse zu beordern. Der Taktik-Kniff ging auf, denn als Jahns Teamkollege Fittje nach dem eigenen Stopp wieder auf die Strecke abbog, konnte Sasse direkt am Porsche vorbeifahren. Sasse und Fittje hatten im zweiten Rennabschnitt schließlich einen Respektabstand, sodass sich die Reihung bis zum Fallen der schwarzweiß karierten Flagge nicht mehr änderte.

Platz drei ging an den BMW von Tim Reiter und Leon Wassertheurer, die erstmals überhaupt auf dem Podium der ADAC GT4 Germany standen. Das Duo bot eine starke Aufholjagd. Wassertheurer hatte das Rennen lediglich von der 13. Position aus begonnen. In der ersten Rennhälfte konnte er sich bereits auf den neunte Rang vorarbeiten. Partner Reiter machte im zweiten Stint dann die Champagner-Dusche auf dem Podium perfekt. Vierte wurden die Hofor Racing by Bonk Motorsport-Teamkollegen Marat Khayrov (36/KGZ) und Gabriele Piana (36/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport), was für Khayrov auch den Triumph in der Trophy-Wertung bedeutete. Auch Piana hatte im zweiten Rennabschnitt eine fulminante Aufholjagd unternommen.

Rang fünf holte das Porsche-Duo Nathan Schaap (17/NLD) und Alexander Hartvig (20/DNK, beide Allied-Racing), die zudem auch die Junior-Wertung für sich entschieden. Nicolaj Møller Madsen und Ivan Ekelchik (26/ARM) belegten die sechste Position vor den Porsche-Markenkollegen Max Kronberg (36/Berlin) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) und Rodrigo Almeida (19/MOZ) und Josef Knopp (19/CZE, beide BWT Mücke Motorsport) im besten Mercedes-AMG GT4. Platz neun ging an Mohan Ritson (21/GBR) und Tom Wood (21/GBR, beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Die Top Zehn komplettierten Patrick Steinmetz (22/Nittel) und Ferdinand Winter (19/Grafenrheinfeld, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG.

Mike David Ortmann – Sieger für Prosport Racing

„Der Sieg ist natürlich klasse. In meinen Stint ging es richtig zur Sache. Die letzten zwanzig Rennminuten habe ich eigentlich nur noch gebetet, dass wir ohne Probleme ins Ziel kommen. Das ist gelungen. Das Team und auch Hugo haben alle einen super Job gemacht. Der Sachsenring ist einfach eine tolle Strecke, wir kommen immer wieder gerne.“

Hugo Sasse – Sieger für Prosport Racing

„Wir sind mega happy. Es war nicht einfach, doch wir hatten eine super Strategie, in dem wir früh zum Boxenstopp kamen. Das ist letztendlich aufgegangen. Auf eine ähnliche Weise gewannen wir hier bereits letztes Jahr. Am Ende hatte ich ein paar Vibrationen am Auto und wollte das Rennen nur noch nach Hause bringen.“

David Jahn – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Mein Start war super. Ich konnte mich dann gleich ein wenig absetzen. Ich wusste aber, dass es schwer werden würde, sobald der Aston Martin am Porsche hinter mir vorbeifährt. So war es dann auch. Mich konnte er jedoch nicht mehr überholen. Jannes hatte im zweiten Abschnitt toll gearbeitet, in dem er am Aston Martin dran blieb und den zweiten Platz absicherte.“

Jannes Fittje– Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Wir freuen uns über den zweiten Platz. Es war natürlich schade, die Führung bei der Boxenausfahrt zu verlieren. Aus eigener Kraft waren wir heute aber nicht schnell genug, um mit dem Aston Martin mitzuhalten. Somit habe ich mich darauf konzentriert, die Reifen zu managen, da ich einen Reifenschaden vermeiden wollte. Platz zwei hilft uns im Titelrennen aber dennoch nicht weiter.“

Leon Wassertheurer – Platz drei für Hofor Racing by Bonk Motorsport

„Der dritte Platz war absolut unerwartet, insofern ist unsere Stimmung gerade unbeschreiblich gut. Unsere Ingenieure hatte super Arbeit geleistet, denn wir hatten den richtigen Luftdruck. Auch mein Teamkollege Tim machte in der zweiten Rennhälfte einen grandiosen Job.“

Tim Reiter – Platz drei für Hofor Racing by Bonk Motorsport

„Ich muss das Ergebnis erst einmal realisieren. Es ist mein erstes Podium in der ADAC GT4 Germany, worüber ich einfach nur glücklich bin. Ich möchte mich beim Team und Leon bedanken. Ich wusste zunächst gar nicht auf welcher Position ich lag, da der Funk nicht funktionierte. Ich erfuhr vom Podium eigentlich erst, als ich die 003 auf der Windschutzscheibe sah. Das war dann einfach nur unfassbar schön.“