Sonntag, 23. Mai 2021

Florian Alt holt die Pole in Oschersleben

Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing) holt die Pole in Oschersleben
Foto: Dino Eisele

Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing) holt sich die Pole Position in der IDM Superbike 1000. In allen Trainings und im ersten Qualifying hatte bisher der Yamaha Pilot Marc Moser (Bonovo action by MGM Racing) dominiert. Er ging wohl auch davon aus, das er die Pole hohlen wird und war als das nicht passiert doch sichtlich angefressen.

Alts Teamchef Benny Wilbers: „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Reifen gewählt und Florian ist für seine schnellste Runde auch punktgenau aus der Box gefahren. Wir haben uns ausführlich eine Taktik zurecht gelegt und das hat funktioniert.“ Alt brauchte 1:25,025 min, um die 3,667 Kilometer Streckenlänge zu bewältigen und unterbot damit Mosers bestehende Bestzeit um 0,097 Sekunden.

Eins dürfte bei dieser Konstellation klar sein: Im Rennen der Superbike 1000 in der Motorsport Arena Oschersleben wird es spannend werden. Siegkandidaten gibt es einige: Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW), Valentin Debise (Kawasaki Weber-Motos Racing), Dominic Schmitter (Hess Racing) und Bastien Mackels (Team SWPN) sind mit allen Wassern gewaschen. Dazu hat das Kiefer Racing Team mit Luca Grünwald einen respektablen Einstieg gegeben. „Im Nachhinein war es vielleicht ein Fehler, mit dem harten Reifen ins zweite Qualifying zu gehen, aber es ist alles im grünen Bereich“, so Chef Jochen Kiefer.

Nichts geht bei Vladimir Leonov (Hertrampf MO Yamaha Racing). Statt im vorderen Bereich dümpelt der Mann aus Moskau auf der 14. Position herum. „Ich nehme das voll auf meine Kappe“, gab Teamchef Denis Hertrampf zu. „Vladimir kann überhaupt nichts dafür, das Problem liegt bei uns. Wir haben die Elektronik der Yamaha nicht im Griff. Statt vorwärts sind unsere Bemühungen seit gestern nach hinten losgegangen.“ Hertrampf glaubt, über Nacht noch viel aus dem Motorrad herausholen zu können. „Wenn wir die Yamaha so hinbekommen wie das Bonovo-Team, dann hackt Leonov morgen durchs ganze Feld. Ausgeschlossen ist das nicht.“ Dass Leonov nur auf P14 ist, liegt aber auch daran, dass die geforderten Reifensticker im Training falsch aufgeklebt waren. Aufgrund des Regelverstoßes wurde er nämlich noch drei Plätze zurückgesetzt.

Startaufstellung:

1. Florian ALT (D/BMW)

2. Marc MOSER (D/Yamaha)

3. Ilya MIKHALCHIK (UKR/BMW)

4. Valentin DEBISE (F/Kawasaki)

5. Dominic SCHMITTER (CH/Yamaha)

6. Bastien MACKELS (B/Yamaha)

7. Luca GRÜNWALD (D/BMW)

8. Marco FETZ (D/BMW)

9. Alessandro POLITA (I/Honda)

10. Phillipp STEINMAYR (D/Yamaha)

Samstag, 22. Mai 2021

Marc Moser in Top-Form holt beste Zeit im 1.Qualifying

Marc Moser #32 holt beste Zeit im Qualifying
Foto: Jens Hawrda

Marc Moser bestätigt seine gute Form aus den freien Trainings und fährt auch im ersten Qualifying auf der Yamaha des Teams Bonovo Action by MGM Racing die beste Zeit. Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing) gelang in Q1 die zweitbeste Zeit. Der zweifache IDM-Superbike-Meister Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW) lag zwar kurzzeitig vorn, wurde dann aber aber auf den dritten Rang verwiesen.

„Ich habe irgendwann an der Boxentafel gesehen, was hinter mir abgeht“, erzählte Moser im Anschluss. „Mein Laptimer hat nicht funktioniert. Zuerst wusste ich überhaupt nicht, wo ich stehe.“ Der Frankfurter berichtete, dass er zuerst mit Pirellireifen SC1 auf die Strecke gefahren sei, nachher mit dem SCX. „Damit war ich noch eine Sekunde schneller als gestern.“ Schon im freien Training hatte Moser eindrucksvoll dominiert.

Den Erfolg schreibt er den Fortschritten an der Wheelie Control zu. „Sie hält mich nicht mehr fest, sondern eher zurück. Das Rad hebt noch leicht ab, dann setzt sie ein.“ Auch an sich selbst hat Moser gearbeitet und zwar „an meiner Haltung am Kurvenausgang.“

Für den siegeshungrigen BMW-Konkurrenten Ilya Mikhalchik ist die drittschnellste Trainingszeit überhaupt nicht nach seinem Geschmack. Doch Teamchef Werner Daemen berichtet, dass die ganze Mannschaft nur einmal in Spanien getestet hat: alle vier Fahrer des Teams (Ilya Mikhalchik, Jan Mohr, Pepijn Bijsterbosch, Tim Eby) auf drei Motorrädern. „Wir müssen noch so viel machen.“ Und da wäre auch noch die Quarantäne, wenn Daemen nach Hause fährt. In Belgien muss er zehn Tage ausharren, bevor er wieder loslegen kann.


Ergebnis 1. Qualifying IDM SBK 1000 (Top-Ten):

1. Marc MOSER (D/Yamaha)

2. Florian ALT (D/BMW)

3. Ilya MIKHALCHIK (UKR/BMW)

4. Valentin DEBISE (F/Kawasaki)

5. Dominic SCHMITTER (CH/Yamaha)

6. Bastien MACKELS (B/Yamaha)

7. Luca GRÜNWALD (D/BMW)

8. Marco FETZ (D/BMW)

9. Alessandro POLITA (I/Honda)

10. Phillipp STEINMAYR (D/Yamaha)

IDM Superbike: Marc Moser Schnellster im Freien Training

Foto: Jens Hawrda

Etwas überraschend sichert sich Marc Moser (Yamaha) Platz 1 nach dem Freien Training der IDM Superbike in Oscherseleben. Ilya Mikhalchik (BMW) kam im letzten Turn auf 0,032 Sekunden an ihn heran. Florian Alt (BMW) hatte einen Abstand von 0,299 Sekunden. Als bester Kawasaki-Pilot wurde Valentin Debise auf der neunten Position ermittelt. Honda-Solist Alessandro Polita beendete den Tag als Gesamt-Elfter.

Die weitere Überraschung war der 21jährige Maco Fetz vom Wilbers-BMW-Racing-Team der als Neuzugang mit Platz 8 aufhorchen lies.

„Den dritten Platz von Florian habe ich erwartet“, gab Wilbers erfreut zu und kündigte forsch an: „Da kommt noch mehr.“ Von Fetz dagegen sei er überrascht gewesen, „aber er war sehr konstant, sehr stark und sehr sicher unterwegs. Außerdem hat er tolle Aussagen zum Motorrad machen können.“ Wilbers meint: „Ich habe ihn schon lange als Nachwuchskandidaten auf dem Kieker. Den bringen wir nach vorne.“

Ergebnisse Freies Training (Top-Ten):

1. Marc MOSER (D/Yamaha)

2. Ilya MIKHALCHIK (UKR/BMW)

3. Florian ALT (D/BMW)

4. Bastien MACKELS (BEL/Yamaha)

5. Phillip STEINMAYR (A/Yamaha)

6. Luca GRÜNWALD (D/BMW)

7. Dominic SCHMITTER (CH/Yamaha)

8. Marco FETZ (D/BMW)

9. Valentin DEBISE (F/Kawasaki)

10. Nico THÖNI (A/Kawasaki)

Julian Puffe startet für Lucy Glöckner in der IDM Superbike

Julian Puffe ersetzt Lucy Glöckner bei GERT56
Foto: Jens Hawrda

Lucy Glöckner kann verletzungsbedingt nicht permanent an der IDM teilnehmen und hat deshalb Ihre Nennung an Julian Puffe abgegeben. Die Krumhermersdorferin strebt dennoch einige Wildcard-Einsätze auf der neuen GERT56 BMW M 1000 RR an. Zunächst aber stehen in den kommenden Wochen für die schnellste Superbikerin der Welt zahlreiche Gesundheitschecks auf dem Programm. Glöckner informierte bereits letzte Woche ihr Team und gemeinsam wurde ein Fahrplan für die Zukunft entwickelt. Sie selbst schlug vor, den als Test- und Entwicklungsfahrer und Wildcard-Piloten an Bord des Teams geholten Ex-Vizemeister Julian Puffe als Permanent-Pilot für GERT56 in deren ersten IDM-Saison einzuschreiben.

Damit fährt nun Julian Puffe, der zunächst nur als Testfahrer ins Team kam bei GERT56 die volle IDM Superbike 1000-Saison.

Julian Puffe:

„Lucy und ich, wir sind nicht nur Teamkollegen oder Kontrahenten auf der Strecke, sondern auch gute Freunde – von daher kann ich mich über diese ‚Nachnominierung‘ auf ihren Platz in der IDM Superbike 1000 nicht wirklich freuen. Es macht mich aber stolz, dass dieser Vorschlag auch mit von ihr kam und ich nun doch Punkte für GERT56 sammeln kann. Im Prinzip hat sich damit mit dem Wechsel aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft in die IDM in diesem Team nichts geändert: Wir sind zusammen über 24 Stunden auf dem gleichen Motorrad gesessen, haben immer gemeinsam funktioniert, waren im härtesten Teamsport der Welt eines der besten Teams der Welt und haben gemeinsam Erfolge gefeiert – und schon immer auch in schweren Zeiten zusammen gehalten. Das ist der ‚schöne‘ Aspekt daran, dass dieser familiäre Teamspirit immer noch da ist. Ich wünsche Lucy eine schnelle und baldige Genesung und freue mich schon drauf, wenn sie wieder mit uns vor Ort ist.“

Nach drei Jahren in drei Teams hofft der Thüringer, bei GERT56 auch eine längere Zukunft zu haben. Seine Verpflichtung ist vorerst auf zwei Jahre ausgelegt.

Die BMW ist Puffe nicht neu, auch wenn es sich nicht mehr wie vor zwei Jahren um die S 1000 RR, sondern um die M 1000 RR handelt. In den freien Trainings pendelte er zwischen den Plätzen 14 und 15. „Wir sind ganz frisch auf WP als Fahrwerkshersteller umgestiegen und hatten in den bisherigen Tests wenig Zeit für irgendwelche Einstellungen. Wir müssen das hier in Oschersleben erledigen.“

Donnerstag, 20. Mai 2021

Stimmen der EGS-aplpha-Van Zon Piloten zum Rennwochenende in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

 Ilya Mikhalchik, # 37:

Ich freue mich auf die ersten Rennen der Saison. Glücklicherweise starten wir nicht so spät wie letztes Jahr und es scheint auch, als könnten wir die restliche Saison  vollständig fahren. Das ist gut! Ich freue mich darüber. Letztes Jahr war es eine sehr kurze Saison und wir hatten nicht so viele Möglichkeiten. In den letzten Wochen habe ich mich mit einer Vielzahl von  Trainingsmöglichkeiten sehr intensiv auf die Saison vorbereitet und bin bereit. Viele Fahrer der IDM-Startaufstellung haben im Winter viel getestet, auch auf einigen Strecken, auf denen wir dieses Jahr antreten werden. Wir hatten auch zwei wirklich gute Tests mit dem Team in Spanien. Wir haben weiter an der BMW M 1000 RR gearbeitet, um das Motorrad an die Spitze zu bringen, und ich habe die Arbeit wirklich genossen. Jetzt freue ich mich auf den Saisonstart in Oschersleben und wünsche uns allen gute Rennen. 

Pepijn Bijsterbosch, # 55:

Meine Erwartungen für die neue Saison sind sehr hoch. Mein Ziel ist es, um Podestplätze zu kämpfen. Die Konkurrenz wird mit Sicherheit hart sein. Es gibt viele starke Fahrer, einschließlich meiner Teamkollegen. Ich erwarte harte Kämpfe in Oschersleben und für den Rest der Saison. Ich fühle mich gut auf die Saison vorbereitet und hatte letzte Woche nur einen kleinen Test auf dem Circuit Zolder. Alles lief super. Ich bin bereit und freue mich darauf, endlich anfangen zu können zu arbeiten. 

Jan Mohr, # 5:

In den letzten zehn Wochen, insbesondere aber in den letzten drei Wochen, habe ich sehr intensiv  ungefähr 25 Stunden pro Woche hart trainiert. Ich habe mich auch mental auf die erste Runde vorbereitet, zum Beispiel mit Visualisierungstraining. Ich habe den Track im Detail auswendig gelernt und wichtige Prozesse durchlaufen, um optimal vorbereitet zu sein. Ich kann die anderen Fahrer noch nicht so gut beurteilen, aber ich bin mir sicher, dass das Level sehr hoch sein wird. Mein klares Ziel ist natürlich mein Bestes zu geben und dann werden wir sehen, wo ich bin. Ich möchte eindeutig Teil des Kampfes um die Spitzenpositionen sein und werde versuchen, mich dort zu behaupten. Das muss aber Schritt für Schritt gehen. Ich denke, wir sind sehr gut positioniert. Für mich ist Ilya eindeutig der Titelfavorit! Wenn Sie den Titel wollen, müssen Sie ihn überwinden. Pepijn wird aber auch um das Podium kämpfen. Im Allgemeinen sind meine Teamkollegen sehr fit und in guter Verfassung, besonders Tim. Er trainiert sehr hart. Ich freue mich auf mein neues Team und die Saison und kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. 

Tim Eby, # 17:

Ich kann jetzt kaum beurteilen, wie viel die anderen Fahrer der Meisterschaft über den Winter getestet haben. Leider habe ich selbst nicht so viel Trainingserfahrung und das wird sich bemerkbar machen. Es ist eine Schande, aber leider gab es keinen anderen Weg. Trotzdem fühle ich mich gut vorbereitet und freue mich sehr auf den Saisonstart. Ich werde einfach versuchen, die Zeit zu genießen, schnell zu fahren und Spaß zu haben. Das ist meine Priorität. Wir werden sehen, was von dort aus möglich ist. Das Wetter ist nicht so wichtig. Es soll nächstes Wochenende regnen. Aber letztes Jahr habe ich in Oschersleben sechs Stunden lang an einem Langstreckenrennen im Regen teilgenommen und ich denke, dass ich auch darauf gut vorbereitet bin. Ich werde versuchen, mich zu verbessern und zu lernen, und dann werden wir sehen, was passiert.