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Marco Wittmann; BMW M4 GT3 EVO #11 Foto: Jens Hawrda |
Das Samstagsrennen war geprägt von einem starken Regenschauer, der in der Startaufstellung über dem Sachsenring niederging und die erste Rennhälfte zu einer Wasserschlacht machte. Wittmann fuhr im #11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO ein fehlerfreies Rennen und verbesserte sich auf abtrocknender Strecke vom zwölften Startplatz auf Rang sieben. Rast musste sich mit dem 14. Platz begnügen. Bei besserem Wetter am Sonntag war die Ausgangslage zunächst düster, denn Rast und Wittmann kamen im Qualifying nicht über die Positionen 18 und 19 hinaus. Doch im Rennen gelang beiden Herausragendes. Wittmann machte 14 Plätze gut und wurde Fünfter, Rast kam um zwölf Plätze nach vorn und wurde Sechster.
Auch dank der Fehler der Konkurrenz, die durch Unfälle und Strafen viele Punkte liegenließ, haben beide Fahrer vier Rennen vor Saisonende noch realistische Titelchancen. Rast ist mit 21 Punkten Rückstand auf die Spitze Siebter, Wittmann mit 29 Zählern Rückstand Neunter. In der Teamwertung rangiert Schubert Motorsport mit 245 Punkten auf Rang drei. Weiter geht es am 13./14. September auf dem Red Bull Ring (AUT), wo Schubert Motorsport zwei der letzten vier Rennen gewonnen hat.
Stimmen zum Rennwochenende
Torsten Schubert: „Wenn mir vor dem Rennwochenende jemand gesagt hätte, dass unsere Fahrer am Sachsenring keine Punkte in der Meisterschaft auf die Spitze einbüßen, hätte ich das sofort unterschrieben. Von daher können wir mit den Ergebnissen unter den gegebenen Umständen sehr zufrieden sein. Im Sonntagsrennen haben wir auf unterschiedliche Strategien gesetzt. Daher hatte Marco am Ende noch frischere Reifen als René und konnte an ihm vorbeigehen. In der Teamwertung ist das Manthey-Team leider etwas enteilt, aber ich hoffe, dass wir auf einer für uns traditionell starken Strecke wie dem Red Bull Ring die Chance bekommen, Boden gutzumachen.“
Marco Wittmann (R1: 7. Platz, R2: 5. Platz): „Zwei tolle Rennen mit maximaler Schadensbegrenzung. Vor allem am Sonntag war nicht absehbar, dass wir von Startplatz 19 noch bis auf Position fünf nach vorn fahren können. Wir haben eine etwas andere Strategie als viele andere gewählt und sind auf einem gebrauchten Reifensatz gestartet. Daher hatten wir am Ende noch bessere Reifen zur Verfügung als die Konkurrenz. Das Rennen war wild mit vielen Zweikämpfen und Kontakten, aber wir sind super durchgekommen. Leider gelingt es uns im Moment nicht, uns weiter vorne im Feld zu qualifizieren, das macht es in den Rennen natürlich schwer. Aber wir machen als Team und Fahrer keine Fehler, das ist im Vergleich zu unseren Konkurrenten unser Vorteil.“
René Rast (R1: 14. Platz, R2: 6. Platz): „Unsere Punkteausbeute hier am Sachsenring war mit Blick auf die Meisterschaft gut. Vor allem Platz sechs am Sonntag von so weit hinten in der Startaufstellung ist wie ein Sieg. Noch ist im Titelrennen nichts verloren, aber trotzdem war es alles in allem ein schwieriges Rennwochenende für uns. Wir hatten nicht die Pace, um an einen Sieg zu denken, aber das sollte das Ziel sein. Der Kampf um den Titel ist heiß, und es werden Fehler gemacht. Daher heißt es für uns, cool zu bleiben und unseren Job zu machen.“
Quelle: schubert-motorsport.com