Dienstag, 5. August 2025

ADAC Racing-Weekend: Gelungener Start in die zweite Saisonhälfte (Teil 2)

Kenneth Heyer, Mercedes AMG GT3 #99 siegt i Rennen 1 der STT
Foto: Jens Hawrda

Erster STT-Sieg in diesem Jahr für Thomas Westarp

Im ersten Lauf der STT konnten sich Kenneth Heyer und Stefan Wieninger (Audi R8 LMS GT3 Evo II) schnell vom Feld absetzen. Auch eine Unterbrechung, um den im Kiesbett gestrandeten Mini R53 Cooper S von Kira Gerspacher zu bergen, sowie ein kurzer Regenschauer konnte insbesondere Heyer nicht stoppen. Der Tabellenführer der STT siegte letztendlich mit einem Vorsprung von knapp einer Sekunde vor dem Duo Pierre Lemmerz / Alexander Kroker (beide Audi R8 LMS GT3), Rang drei ging an Michael Golz (Lamborghini Huracan GT3 Evo). Wieninger, in der Fahrerwertung erster Verfolger von Heyer, erreichte letztendlich Platz vier. Einen Tag später musste Heyer sich Thomas Westarp geschlagen geben, der sich im direkten Duell durchsetzen konnte. Beim obligatorischen Boxenstopp zog er an Heyer vorbei und konnte einen zunächst erfolgreichen Angriff des Mercedes-Piloten kurz vor Rennende ebenso erfolgreich kontern. Golz reihte sich abermals als Dritter ein.

Philipp Pippig holt sich beide NATC-Sprints

Der NATC trug in der Motorsport Arena Oschersleben zwei 20-minütige Sprints aus. Im ersten Durchgang setzte sich Falko Seifert (BMW M4) nach dem Start an die Spitze und baute seinen Vorsprung immer weiter aus. Letztendlich wurde er als Erster abgewinkt. Doch weil er in einer Full-Course-Yellow-Phase zu schnell fuhr, bekam er eine Zeitstrafe, die ihn auf Position 16 zurückwarf. Somit erbte Philipp Pippig den Triumph vor Erik Bänecke (BMW M4 GT4 F82) und Oliver Rüsch (BMW M3). Sprint zwei wurde wegen einer großen Ölspur nach gut fünf Rennminuten mit der roten Flagge unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Pippig die Nase vorne, gefolgt von Hannes Kraus (Porsche Cayman GT4 RS) und Seifert. Nach dem Restart änderte sich an dieser Reihenfolge nichts mehr, Pippig durfte in Oschersleben somit einen Doppelsieg bejubeln.

Niels-Holger Wilms
Foto: Jens Hawrda

Nils-Holger Wilms in beiden Rennen vor Nick Koitsch

Im ADAC Historic Cup Ost Formel wurde Nils-Holger Wilms seiner Favoritenrolle gerecht. Zu Beginn von Heat eins hielt er die erste Position und ließ sich auch nicht in einen Fehler treiben, als Nick Koitsch (Estonia 25) ihm in engem Abstand folgte. Bis zum Ziel hatte Wilms sich dann aber einen Vorsprung von über zwölf Sekunden auf Koitsch erarbeitet; Tobias Worm (Melkus-Taßler MT77-3) freute sich über den dritten Platz. Lauf zwei lebte ebenfalls vom Duell Wilms gegen Koitsch. Wilms führte nach dem Start, wurde dann aber noch vor einer Full-Course-Yellow-Phase von Koitsch überholt. Beim Restart war Wilms wacher, musste kurz vor Rennende aber einen Angriff hinnehmen. Koitsch berührte dabei seinen Rivalen, beide drehten sich, konnten aber weiterfahren und Wilms siegte. Für Koitsch blieb der zweite Rang vor Worm.

Jens Herkommer
Foto: Jens Hawrda

Skoda-Doppeltriumph durch Jens Herkommer und Lukasz Janiak

Spannend gestaltete sich auch Lauf eins des ADAC Historic Cup Ost Tourenwagen. Am Start schob sich Jens Herkommer von Rang zwei kommend in Führung und konnte sich schnell einen Vorsprung von einigen Sekunden aufbauen. Doch nach einer FCY-Phase, die wegen des Ausfalls von Mario Mühle (Skoda 130 LR) ausgerufen wurde, näherte sich Verfolger Dieter Hoffmann (Lada Samara) immer mehr dem Leader. Schließlich rettete Skoda-Pilot Herkommer seinen Sieg mit einem Vorsprung von etwas weniger als einer halben Sekunde vor Hoffmann und Nico Unbehaun (Lada Samara 2108). Den zweiten Durchgang dominierte dann Lukasz Janiak, der Verfolger Herkommer keine Chance ließ. Unbehaun wiederholt seinen dritten Platz vom ersten Heat.