Dienstag, 7. Mai 2024

Die Zusammenfassung vom IDM-Wochenende am Sachsenring

 

Dirk Geiger gelingt im zweiten Rennen als SSP-Rookie mit Platz zwei der Sprung aus Podium 
Foto: IDM, Dino Eisele




IDM Supersport – Rennen 1

Vor dem Start des ersten Rennen des Jahres in der IDM Supersport sah alles danach aus, als würde der Sieg nur über Yamaha gehen. Mit Andreas Kofler, Marvin Siebdrath und Lennox Lehmann standen nämlich drei R6 in der ersten Reihe.

Der Start verlief dann auch noch wie erwartet. Der Trainingsschnellste, Andreas Kofler, bog in Führung liegend in die erste Kurve ein und konnte sich über die nächsten Runden absetzen. Einzig der von Startplatz vier kommende Luca de Vleeschauwer sowie die beiden Daniel Blin und Štěpán Zuda konnten dem Yamaha-Piloten in der Anfangsphase folgen. Sie waren es auch, die den Kampf um den Sieg am Ende nochmals spannend machten.

Štěpán Zuda drehte ab Rennmitte richtig auf, fuhr in Runde neun die schnellste Rennrunde und übernahm in Folge auch die Führung. Seinem Teamkollegen Daniel Blin konnte kurz vor Rennende dann noch Luca de Vleeschauwer auf Rang vier verweisen und machte so das Doppelpodium perfekt. Vizemeister Twan Smits beendete das Rennen nach Startplatz sieben auf Rang fünf.


IDM Supersport – Rennen 2

Die Strecke war zum Start des zweiten Supersport-Rennen zwar noch von feuchten Flecken geprägt, das Rennen wurde aber als Trockenrennen deklariert und alle Fahrer standen auf Slicks in der Startaufstellung. Auch die Supersportler bekamen aber zwei Warm-Up-Runden.

Wie schon in Lauf eins gelang Andreas Kofler von der Pole der perfekte Start und der Österreicher kam in Führung liegend aus Runde eins zurück. Einsetzender Regen führte dann aber zum Abbruch.

Der Restart erfolgte dann mit Quick-Restart-Prozedur und bei vergleichbaren Bedingungen wie im ersten Anlauf. Entsprechend gingen fast alle Fahrer erneut auf Slicks ins Rennen.

Erneut konnte Andreas Kofler den Start souverän gewinnen, Luca de Vleeshauwer bog auf Position zwei liegend in die erste Kurve ein. Während sich Kofler auch im zweiten Anlauf direkt absetzen konnte, wurde der Triumph-Pilot schon in Runde eins von Twan Smits und Dirk Geiger auf Platz vier verwiesen.

Hinter Kofler entwickelte sich im Folgenden ein sehenswerter Kampf um die Plätze zwei und drei, in dem der von Platz 10 gestartete Brite Kyle Smith eine Hauptrolle spielte. Schon im ersten Drittel das auf zehn Runden verkürzten Rennens sprintete der Kawasaki-Pilot bis auf Position zwei nach vorne und konnte sich anfangs auch in den Top 3 halten. 

Ab Rennmitte war es dann der Ducati-Pilot Daniel Blin, der die Flucht nach vorne antrat. Der Pole war zu diesem Zeitpunkt der schnellste Mann auf der Strecke, arbeitete sich bis kurz vor Rennende bis auf Platz drei vor und zog dabei auch Lennox Lehmann und Luca de Vleeschauwer mit in die Top 5.

In einer spannenden letzten Runde versuchte der Pole noch, am auf Platz zwei fahrenden Dirk Geiger vorbeizukommen, geriet aber selbst durch Lennox Lehmann unter Druck und beendete das Rennen vor Lehmann und Luca de Vleeschauwer auf Platz drei.

Die Zusammenfassung vom IDM-Wochenende am Sachsenring

Packende Rennen, begeisterte Fans und eine Kulisse mit Kultstatus – der Auftakt zur IDM-Saison 2024 auf dem Sachsenring hatte alles zu bieten, was man sich von einem Rennsport-Wochenende wünschen kann. Besonders erfreulich: schon an den Trainingstagen pilgerten zahllose Fans ins sächsische Motorsport-Mekka, über das gesamte Wochenende besuchten 15.000 Fans das erste IDM-Event des Jahres.

Lorenzo Zanetti gewinnt das erste Superbike-Rennen für Ducati 
Foto: IDM, Dino Eisele


IDM Superbike – Rennen 1

Nach optimalen Bedingungen an den ersten beiden Tagen startete das erste Superbike-Rennen der Saison auf nassem Asphalt. Aufgrund der fehlenden Trainingsmöglichkeiten mit Regenreifen erhielten die Fahrer zwei Warm-Up Laps, um sich auf die Bedingungen einstellen zu können. Der Rennstart und die erste Runde verliefen dann entsprechend turbulent. Patrick Hobelsberger, der am Vortag noch mit einem neuen IDM Rundenrekord vor Florian Alt und Ilya Mikhalchik auf die Pole gestürmt war, kam am schlechtestens aus Reihe eins weg. Mikhalchik konnte zwar nach sehr gutem Start in Führung liegend in die erste Kurve einbiegen, am Kurvenausgang waren es dann aber Max Kofler und Florian Alt, die an der Spitze des Feldes lagen.

Während Mikhalchik anschließend durch das Feld zurückgereicht wurde und das Rennen nur auf Platz 14 beendete, lief es für Superbike-Aufsteiger Thomas Gradinger noch schlechter. Der R1-Pilot stürzte in Turn elf und wurde im Kiesbett noch vom ebenfalls gestürzten IDM-Rookie Johann Flamann getroffen.

Florian Alt und GERT56-Fahrer Toni Finsterbusch setzten sich im Folgenden an der Spitze leicht ab. Dahinter konnte sich der ehemalige Supersport-WM-Pilot Max Kofler auf Platz drei lange den Attacken von Patrick Hobelsberger und Colin Velthuizen erwehren, musste sich dann Hobelsberger aber doch beugen. Nicht ganz so gut lief es für den Niederländer. Nach einem Dreikampf mit Patrick Hobelsberger und Lorenzo Zanetti ging Velthuizen zur Rennmitte zu Boden und feuerte sein Einsatzgerät vom RR Socia Racing Team mit so viel Nachdruck ins Kiesbett, dass die BMW M 1000 RR über die Streckabsperrung flog und völlig zerstört wurde. 

Im letzten Renndrittel war es dann Lorenzo Zanetti, der das Geschehen dominierte. Der IDM-Neuzugang vom Team Triple M Racing überholte den auf Platz vier liegenden Max Kofler und startet drei Runden vor Schluss die Aufholjagd aufs Führungsduo Alt/Finsterbusch. Im vorletzten Umlauf ging der amtierende italienische Superbike-Meister Ende Start-Ziel erst an Finsterbusch vorbei und schnappte sich im Omega die Führung von Florian Alt. Auch Toni Finsterbusch drückte sich am Ende von Runde 16 noch an Florian Alt vorbei und beendet das Rennen vor dem Honda-Piloten auf Position zwei. Aufgrund eines nicht funktionierenden Regenlichtes wurde der amtierende Meister nach Rennende auf Position sechs zurückversetzt. Hauptprofiteur war Patrick Hobelsberger, der statt Florian Alt 16 Punkte für Platz drei einstreichen konnte. Die Yamaha-Piloten Max Kofler und Leon Orgis komplettierten vor Florian Alt die Top 5.

IDM Superbike – Rennen 2

Bei nun guten Bedingungen glückte Patrick Hobelsberger im zweiten Anlauf der Start deutlich besser, der BMW-Pilot ging in Kurve eins jedoch weit und Florian Alt konnte sich abermals an die Spitze setzen. Auch der Sieger aus dem ersten Lauf, Lorenzo Zanetti, kam diesmal besser in Schwung und lag am Ende von Runde eins schon hinter Ilya Mikhalchik auf Position vier.

In den folgenden Runden ging Patrick Hobelsberger Ende Start-Ziel mehrfach am in Führung liegenden Florian Alt vorbei, der Honda-Pilot konnte aber jede Attacke kontern. Zu Beginn des zweiten Renndrittels war es dann Hobelsberger selbst, der unter Druck geriet. Während seine Teamkollegen Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig auf den Plätzen fünf und sechs zu diesem Zeitpunkt ein ungefährdetes Rennen fuhren, wurde Hobelsberger von Ilya Mikhalchik in einen Zweikampf verwickelt. Zeitgleich kämpften mit Luca Grünwald, Jan Mohr, Leandro Mercado, Balint Kovac und Max Kofler gleich fünf Fahrer um Platz sieben.

Während Patrick Hobelsberger zu Beginn der zweiten Rennhälfte erneut in den Angriffsmodus schaltet, wieder an Ilya Mikhalchik vorbeigeht und die Verfolgung von Florian Alt aufnimmt, beginnt für den auf Platz sieben liegenden IDM-Rückkehrer Luca Grünwald der schwierige Teil des Rennens. Der BMW-Pilot vom neu formierten BCC-Alpha-Ilmberger Carbon Racing Team, wird erst von Jan Mohr überholt und muss dann auch Tati Mercado ziehen lassen. Kurz vor Rennende geht der Bayer dann auch noch zu Boden.

Besser lief es zu diesem Zeitpunkt für Patrick Hobelsberger. In einer extrem spannenden Schlussphase geht Hobelsberger nach einem fairen Zweikampf am amtierenden Meister vorbei und gab die Führung im Anschluss auch nicht mehr her. Lorenzo Zanetti, der sich in der zweiten Rennhälfe von Platz sieben bis an die Spitzgruppe vorgearbeitet hatte, startete im letzten Umlauf auch noch eine Attacke auf Ilya Mikhalchik, am Ende reichte es hinter dem Ukrainer und vor Toni Finsterbusch aber nur für den undankbaren vierten Platz.


Sonntag, 5. Mai 2024

IDM-Saisonstart auf dem Sachsenring

Foto: Jens Hawrda

Das Warten hat ein Ende. Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) startet am kommenden Wochenende in die neue Saison. Sieben Veranstaltungen stehen auf dem Terminkalender. Beginn ist vom 3. bis 5. Mai 2024 auf dem Sachsenring. Mit Fahrern aus aller Welt, zwei Läufen zur FIM Sidecar-WM sowie auch diversen Nachwuchsklassen im Programm garantiert Deutschlands höchste Motorradrennsportserie eine unterhaltsame Show.

Wenn in Deutschlands Rennsporthauptstadt Hohenstein-Ernstthal der Asphalt bebt, dann ist die IDM vor Ort. Beim Auftakt der Serie wird sich zeigen, wie erfolgreich die Vorbereitungen der letzten Monate letztlich gewesen sind.

In der Superbike-Klasse kehrt Florian Alt als Titelverteidiger auf Honda zurück. Der 28-jährige aus Engelskirchen hatte die Marke im Finale von Hockenheim nach 13 Jahren wieder zum ganz großen Erfolg geführt. In diesem Jahr ist die Leistungsdichte in der Top-Klasse nochmals zusammengerückt und über 30 Fahrer haben sich angemeldet. Unter ihnen sind die Aushängeschilder wie Ilya Mikhalchik (UKR/BMW), Patrick Hobelsberger (D/BMW), Toni Finsterbusch (D/BMW) und Leandro Mercado (ARG/Kawasaki). Wie wird sich der aktuelle italienische Meister Lorenzo Zanetti dazwischen schlagen? Es wird spannend, denn mit dem 36-Jährigen kehrt auch Ducati ins Geschehen zurück. Die Superbikes haben über 200 PS und sind je nach Strecke mehr als 300 km/h schnell. Für Max Enderlein sind sie ein Neuanfang. Der gebürtige Hohenstein-Ernstthaler hat drei Supersport-Titel in der Tasche und sich im vergangenen Jahr meist als Teamchef betätigt, nur der Drang selbst wieder zu fahren, war doch größer als gedacht. Der 27-jährige Yamaha-Fahrer geht mit dem Aufstieg in die Top-Klasse gleich in die Vollen. Mit Kevin Orgis aus Arnsdorf ist der nächste Sachse zu den Superbikes gewechselt. Der 24-jährige Pro Superstock 1000 Cup-Gewinner des vergangenen Jahres hat es besonders spannend gemacht. Seine Saisonvorbereitung geriet nämlich komplett durcheinander, als er sich im Winter beim Bouldern in der Halle beim Abstürzen das rechte Handgelenk brach. „Doch das wird schon alles funktionieren“, ist der BMW-Fahrer optimistisch. Fakt ist: es gibt viele gestandene Männer in der Klasse und eine Handvoll enthusiastischer Aufsteiger. Die Karten werden voraussichtlich völlig neu gemischt.

„Ich glaube, es wird einige Rennen geben, in denen die Entscheidung erst in der letzten Runde in der letzten Kurve fällt“, sagt Serienmanager Normann Broy, als er über die Starterliste für den Sachsenring schaut. Der Kampf zwischen den Marken befindet sich dabei ohnehin seit Jahren auf absolutem Spitzenniveau. Nun liegt die Messlatte noch höher. 2024 beteiligen sich so viele Hersteller wie noch nie an der Meisterschaft. An Bord sind: BMW, Ducati, Honda, Kawasaki, Yamaha, KTM, Triumph, MV Agusta.

Wie bei den Superbikes ist auch in der etwas kleineren Supersport-Klasse das Feld deutlich angewachsen. Dort ist unter anderem Lennox Lehmann aus Dresden am Start. Da der letztjährige Titelgewinner Melvin van der Voort nicht mehr dabei sein wird und die Entscheidungen an der Spitze ohnehin schon hauchdünn waren, dürfte sich der Kampf um Siege jetzt noch zuspitzen. Außerdem geht es in der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 und diversen Cup-Klassen zur Sache. Was die starke Lobby an Sidecar-Enthusiasten in der Region besonders freuen wird, ist, dass auch zwei WM-Läufe auf der deutschen Grand-Prix-Strecke ausgetragen werden und mit Markus Schlosser/Luca Schmidt ein deutschsprachiges Team die Wertung angeführt. Die Sidecar-WM hatte ihren Auftakt bereits vor zwei Wochen in Frankreich.

Dienstag, 30. April 2024

Piana/Schrey fahren zum Doppelsieg beim Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany in Oschersleben

  •     Perfekte Punkteausbeute für die Champions von 2021
  •     Zwei Porsche von AVIA W&S Motorsport ebenfalls auf dem Podium
  •     Max Kronberg mit zweiten Trophy-Sieg

Sie dominierten das Wochenende in der ADAC GT4 Germany
Michael Schrey und Gabriele Piana
Foto: Jens Hawrda

Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) waren die großen Dominatoren beim Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Das BMW M4 GT4-Duo gewann nach Lauf eins am Samstag auch das Sonntagsrennen auf der Rennstrecke bei Magdeburg. Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (19/CZE, beide AVIA W&S Motorsport) fuhren in einem spannenden und äußerst actionreichen Rennen im Porsche 718 Cayman GT4 auf Platz zwei. Ihre Teamkollegen Max Kronberg (37/Singapur) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) komplettierten das Podium. Durch die beiden souverän heraus gefahrenen Siege machten Schrey/Piana den ersten Schritt auf dem Weg zu ihrem großen Saisonziel – dem Fahrer-Titel in der ADAC GT4 Germany. Gutes Omen dafür: Bereits in ihrem Meister-Jahr 2021 starteten sie mit einem Doppelsieg in Oschersleben in die Saison.


Das Sonntagsrennen begann zunächst Tim Reiter (25/Stuttgart) im zweiten BMW von Hofor Racing by Bonk Motorsport von der Pole-Position aus. Der schnelle Youngster gewann auch den Start und behielt die Führung. Seine Freude darüber währte aber nur kurz. Denn nach rund acht Minuten musste er das Rennen mit einem Schaden im Bereich der vorderen rechten Radaufhängung aufgeben. Somit übernahm Porsche-Pilot Zulauf die Spitze vor Michael Schrey im BMW. Diese beiden blieben im ersten Rennabschnitt dicht beieinander und setzten sich zudem auch etwas vom Rest des Feldes ab.

Gegen Rennmitte gab es dann einen Unfall des Mercedes-AMG GT4 von Michal Makeš (24/CZE, CV Performance Group), der für eine Rennunterbrechung mit der roten Flagge sorgte. Zuvor fanden die Fahrerwechsel statt, sodass beim Re-Start mit den jeweiligen Teamkollegen im Cockpit das Feld wieder eng zusammen war. Zulaufs Partner Josef Knopp führte das Rennen vor Gabriele Piana an, der von Schrey übernommen hatte. Der Italiener machte mit dem Porsche-Piloten jedoch kurzen Prozess und sicherte sich schon nach wenigen Kurven die Spitze. Bis hin zum Rennende baute Piana den Lead auf knapp zwölf Sekunden aus und machte den Sieg perfekt.

Knopp musste Platz zwei noch gegen den anstürmenden Teamkollegen Max Kronberg verteidigen, setzte sich aber durch und sicherte sich und Zulauf zudem den Sieg in der Juniorwertung. Auch Kronberg hatte doppelten Grund zur Freude - er gewann, wie bereits am Vortag, die Trophywertung. Hinter den drei erstplatzierten Fahrzeugen ging es im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany noch mehr zur Sache. Die Porsche-Markenkollegen Simon Birch (17/DNK) und Denny Berndt (19/Berlin, beide Razoon - more than Racing), die das Rennen lediglich von der 22. Position aus begannen, fuhren sehenswert bis auf Platz vier nach vorne. Rang fünf erzielten nach einem Überholmanöver in der Schlussphase Leyton Fourie (18/ZAF) und Max Rosam (19/Taunusstein, beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW vor deren Teamkollegen Joseph Warhurst (18/GBR) und Tom Edgar (19/GBR, beide FK Performance Motorsport) sowie Philip Wiskirchen (19/Euskirchen) und Markus Eichele (43/Schwäbisch Gmünd, beide ME Motorsport, ebenfalls BMW).

Mit dem M4 GT4 von Mohan Ritson (21/GBR) und Gianni van de Craats (18/NLD, beide FK Performance Motorsport) ging Platz acht ebenfalls an einen BMW. Die Porsche-Duos Ferdinand Winter (20/Grafenrheinfeld) und Ivan Ekelchik (27, beide Wimmer Werk Motorsport) sowie Tano Neumann (49/BGR) und Alon Gabbay (20/ISR, beide AVIA W&S Motorsport) komplettierten die Top zehn.

Stimmen nach dem Rennen

Gabriele Piana – Sieger für Hofor Racing by Bonk Motorsport
„Zwei Siege beim Saisonauftakt – besser geht es nicht. Wir sind natürlich sehr zufrieden. Wenn das Auto gut ist, dann pushe ich und spiele keine Spielchen. Denn ich denke, es wäre der Konkurrenz gegenüber respektlos, nicht Vollgas zu fahren. Ich gebe immer einhundert Prozent und dieses Wochenende hat einfach alles geklappt.“

Michael Schrey – Sieger für Hofor Racing by Bonk Motorsport
„Das war ein perfekter Beginn in die Saison. Doch wie bereits mehrfach erwähnt, ist diese noch lang. Team und Fahrer haben alle einen super Job gemacht. Es war heute wieder ein perfektes Rennen für uns. Mein Start war gut. Ich hatte mich in meinem Stint etwas zurückgehalten, um für Gabriele die Reifen zu schonen.“

Finn Zulauf – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport
„Wir hatten bereits gestern eine sehr gute Pace und auch heute morgen eine starke Qualifikation. Als ich im Rennen die Führung übernommen hatte, kam ich gut zurecht. Doch auch Michael Schrey hinter mir war sehr schnell unterwegs. Somit konnte ich nicht wegfahren. Also habe ich die Reifen für meinen Teamkollegen Josef geschont. Er hat das Auto dann super nachhause gefahren. Es war ein tolles Einstandswochenende mit guter Punkteausbeute.“

Josef Knopp – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport
„Ich hatte mich heute etwas schwer getan und eventuell die Reifen etwas zu hart rangenommen. Aber mit Platz zwei hier auf diesem Niveau bin ich sehr zufrieden. Insgesamt gesehen fahren wir glücklich nachhause.“

Hendrik Still – Platz drei für AVIA W&S Motorsport
„Das Podium ist einfach unglaublich. Nach meinem Stint hatte ich damit nicht mehr gerechnet. Ich denke, ich habe das Auto auf Platz fünf übergeben. Aber unfassbar, was Max dann noch hinter dem Lenkrad gezaubert hat.“

Max Kronberg – Platz drei für AVIA W&S Motorsport
„Das Wochenende begann für uns eher schlecht. Somit hatte ich nicht erwartet, am Ende auf das Podium zu kommen. Ich bin jetzt einfach nur noch super glücklich. Das Ergebnis ist ein toller Abschluss des Wochenendes. An das Podium könnte mich wirklich gewöhnen. Doch das zu erreichen, ist hier in der ADAC GT4 Germany extrem hart.“

Seppänen/Kalender krönen starkes Wochenende mit Sieg und Tabellenführung

  •  Tom Kalender und Elias Seppänen erzielten beim Auftakt zwei Podiumserfolge
  •  Kapfinger-Zwillinge bejubeln Bronzerang nach furioser Aufholjagd
  •  42.000 Zuschauer sahen am Wochenende spannenden Motorsport

Perfektes Wochenende für Seppänen/Kalender in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda


Es war ein nahezu perfektes Wochenende für Landgraf Motorsport: Nachdem Elias Seppänen (FIN) und Tom Kalender (Hamm/Sieg) bereits am Samstag in ihrem Mercedes-AMG GT3 in der Motorsport Arena Oschersleben mit Rang zwei auf das Podium fuhren, ging es im zweiten Rennen noch am Sonntag noch eine Stufe weiter nach oben. „Ein unglaubliches Wochenende! Mein erster Rennstart in einem GT3-Fahrzeug und dann direkt ein Sieg. Es hätte nicht besser laufen können“, sagte Kalender, nun der jüngste Rennsieger aller Zeiten im ADAC GT Masters. Seppänen freute sich ebenfalls über den erfolgreichen Saisonstart: „Tom hat sich schnell an die Bedingungen in der Serie gewöhnt und einen super Job abgeliefert. Ich bin sehr glücklich und kann die nächsten Rennen kaum erwarten.“ Auf dem zweiten Platz kam der Mercedes-AMG von Finn Wiebelhaus (Obertshausen) und Jannes Fittje (Langenhain/beide Haupt Racing Team) vor Michael und Johannes Kapfinger (beide Passau) im Porsche 911 GT3 R vom Team Joos by Twin Busch ins Ziel.


Zu Beginn des zweiten Saisonlaufs erwischte der Pole-Setter David Schumacher (Salzburg) einen glänzenden Start und hielt die Verfolger hinter sich. Bis zur Rennmitte verwaltete er die Spitzenposition, musste jedoch seinen Mercedes-AMG GT3 vor den Augen seines Teamkollegen Salman Owega (Köln/beide Haupt Racing Team) an der Box frühzeitig mit einem technischen Problem abstellen. Durch einen perfekt umgesetzten Boxenstopp übernahm der Landgraf-Mercedes-AMG von Seppänen und Kalender die Führung und brachte diese ins Ziel. Wiebelhaus, der zusammen mit Fittje Platz zwei belegte, ließ seiner Freude freien Lauf: „Vor dieser eindrucksvollen Kulisse das Podium zu erreichen, ist ein unglaubliches Erlebnis. Die Atmosphäre an der Strecke war großartig.“ Mit einer furiosen Aufholjagd beeindruckten die Kapfinger-Zwillinge, die sich von Startplatz zehn auf den dritten Rang nach vorne kämpften. Auf der vierten Position fanden sich die Vortagessieger Maxime Oosten (NL) und Leon Köhler (Erlenbach am Main) im BMW M4 GT3 von FK Performance wieder.

Platz fünf sicherten sich Benjamin Hites (CHL) und Tim Zimmermann (Langenargen) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom Grasser-Racing-Team vor dem Ferrari 296 GT3 von Jean-Luc D´Auria (CH) und Alain Valente (CH/beide Emil Frey Racing). Als Siebter überquerten Mike David Ortmann (Ahrensfelde) und Denis Bulatov (Köln) im Aston Martin Vantage GT3 von Walkenhorst Motorsport die Ziellinie. Dahinter beendeten Alexander Schwarzer (D) und Alexander Fach (CHE/beide Fach Auto Tech) mit ihrem Porsche 911 GT3 R den Wertungslauf. Der achte Platz bedeutete zugleich auch der Sieg in der Pro-Am-Wertung. Auf dem neunten Rang gingen Max Reis (Ramstein) und Kwanda Mokoena (ZA) vom Haupt Racing Team im Mercedes-AMG GT3 vor dem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Simon Connor Primm (Großschirma) und Jonas Greif (Coswig/beide Paul Motorsport) in die Wertung ein.

Während des Auftaktwochenendes in Oschersleben sorgten die Piloten des ADAC GT Masters für zwei großartige Rennen vor 42.000 Zuschauern. An der Spitze der Fahrermeisterschaft stehen nach zwei Saisonläufen Seppänen und Kalender mit 48 Punkten vor Oosten und Köhler mit 41 Zählern. Auch in der Road to DTM-Wertung liegen Seppänen und Kalender vorne. Weiter geht es für die Piloten im ADAC GT Masters vom 7. bis 9. Juni auf dem Circuit Zandvoort. Die zweite Veranstaltung findet auf dem Dünenkurs an der niederländischen Nordseeküste im Rahmen der DTM statt.