Montag, 24. Juli 2023

IDM Superbike: Florian Alt siegt erstmals in Schleiz

Erster Sieg in Schleiz für Florian Alt
Foto: Jens Hawrda

Startreihe eins teilten sich Ilya Mikhalchik,  Leandro Mercado aus Argentinien und Florian Alt. Mikhalchik hat auf dem Schleizer Dreieck fünf Mal in sechs Rennen gewonnen und nach seiner Gala-Vorstellung im Qualifying sah auch diesmal alles danach aus.

Doch Mikhalchik konnte seine Pole nicht in einen guten Start umsetzen und landete nach Kurve 1 irgendwo im Mittelfeld.  Dafür tachte Hannes Soomer aus Reihe 2 gestartet in der führenden Position  vor Alt auf und bildete mit diesem  nach der ersten Runde das Honda-Doppel-Duo. Mercado hängte sich an die Honda's dran hinter ihm Mackels, Finsterbusch und Mikhalchik.

Nach wenigen Runden begann sich das Feld langsam auseinander zu ziehen. An der Spitze bildeten Soomer, Alt und Mercado das Führungs-Trio. 

Mikhalchik #17 versucht Mackels # 91 zu überhohlen, das geht schief ...
Foto: Jens Hawrda

Mikhalchik kämpfte sich nach dem Mißgeschick am Start nach vorn.  In der sechsten Runde überholt er Finsterbusch und will in selber Art und Weise auch noch Mackels greifen, doch diesmal geht er schief. Mikhalchik rappelt mit der BMW über den Acker, kann das Motorrad aber abfangen, reiht sich als Zwölfter wieder ein und kann seine Aufholjagd von vorne anfangen. Aus der ganzen Hakelei zwischen Mikhalchik und Mackels profitiert Finsterbusch, der auf den vierten Rang vorbeischießt. 

und Mikhalchik muss in die Wiese
Foto: Jens Hawrda

In Runde 12 musste sich Mercado dem Angriff von Finsterbusch beugen. Ähnlich ging es auch Soomer und der neue Führende hieß Florian Alt. Für ihn wäre es der erste Schleizer Superbike-Sieg. Mackels blieb dezent im Hintergrund auf Platz 5. Doch im ersten Sektor von Runde 14 strauchelte Mackels, Sturz für den Belgier.

Nach 18 Runden steht Florian Alt erstmals als Sieger von Schleiz fest. Es ist ein Befreiungsschlag für den 27-Jährigen. „Das Team hat unglaublich viel am Motorrad geändert, damit alles passt, aber die letzten Runden waren auch körperlich sehr anstrengend.“ Übrigens: Schleiz ist die zweite Heimat von Florian Alt. Seine Freundin Kim stammt aus der Rennstadt, die ihre Helden frenetisch feiert. Nach den Rennen werden die Fahrer in der Auslaufrunde abgeklatscht. Es ist ein Freudenfest, was hier gefeiert wird auf vollen Tribünen und Zuschauerplätzen. Und Alt hat vor diesem Publikum seinen Vorsprung in der Gesamtwertung noch weiter ausgebaut.

Toni Finsterbusch wird Zweiter. „Letztes Jahr lag ich unten in der Seng“, blickt er zurück, „die ersten Runden am Freitag waren für mich auch sehr emotional.“ Der Leipziger schüttelte immer wieder den Kopf und konnte kaum glauben, was soeben passiert war.


IDM Superbike, Rennen 1 Schleiz (Top-Five)

1. Florian ALT (DEU), Honda
2. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW
3. Hannes SOOMER (EST), Honda
4. Leandro MERCADO (ARG), Kawasaki
5. Ilya MIKHALCHIK (UKR), BMW


IDM Sidecar: Sattler/Schmidt siegen im Sprintrennen

Sattler / Schmidt #35 siegen im Sprintrennen am Samstag
Foto: Jens Hawrda


Das Sprintrennen der Seitenwagen-Meisterschaft in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Schleiz feierte am Ende Josef Sattler und Luca Schmidt (Team Bonovo Action Team/LCR Yamaha) als Sieger. Das Duo sicherte sich zuvor in den Qualifyings die Pole Position für das Rennen und behielt von Anfang bis Ende souverän die Führung in ihren Händen. „Wir sind völlig zufrieden mit unserer Leistung an diesem Wochenende und freuen uns, vor den vielen Zuschauern gewonnen zu haben“, sagte Josef Sattler im Anschluss des Rennens. Gespannt sei er jedoch, wie sich das morgige Rennen entwickle, da sich Vincent und Ted Peugeot heute stark aufgelegt zeigten.

Das französische Vater-Sohn-Gespann erreichte den zweiten Platz im Ziel, nachdem sie sich lange Zeit an Enrico Wirth und Werner Leon Lüttke (Zweirad Wirth/LCR Yamaha) die Zähne ausbissen. Peugeot versuchte mehrmals, ein Überholmanöver zu setzen, doch Wirth wusste dies geschickt abzuwehren und die Türen zu schließen. Schließlich gelang es den Franzosen in Runde sieben zu überholen, und von da an waren sie nicht mehr aufzuhalten. „Unser Start verlief nicht so gut, weshalb wir um einen Platz zurückfielen. Doch wir konnten uns allmählich vorarbeiten und freuen uns über diesen zweiten Platz“, resümierte Vincent Peugeot. Im Gegensatz zu seinem Vater, der in der Vergangenheit bereits mehrmals auf dem Schleizer Dreieck fuhr, war es für Sohnemann Vincent das erste Mal.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit der Strecke, mit der Lennard Göttlich laut eigener Aussage einfach nicht warm wurde, eroberten die Göttlich/Krieg den dritten Platz. Dem jungen Gespannteam (Team Bonovo Action Team/LCR Yamaha) gelang es, in der vorletzten Runde ebenfalls an den Gaststartern Wirth/Lüttke vorbeizuziehen und bereiteten damit einer bestimmten Person ganz besonders große Freude. „Ich brauchte ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutti, deshalb war ein Podiumsplatz heute Pflicht“, erklärte Lennard Göttlich mit einem Augenzwinkern.

Ergebnis IDM Sidecar, Sprintrennen (Top-Five):

1.  Josef SATTLER/Luca SCHMIDT (DEU)
2.  Ted PEUGEOT/Vincent PEUGEOT (FRA)
3.  Lennard GÖTTLICH/Lukas KRIEG (DEU)
4.  Enrico WIRTH/Werner Leon LÜTTKE (DEU)
5.  Peter KIMESWENGER/Ondrej SEDLACEK (DEU/CZE)

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann

IDM SSP 300 Rennen 1: Sieg für Phillip Tonn

Phillip Tonn siegt in Rennen 1 der Supersport 300 am Samstag in Schleiz
Foto: Jens Hawrda

Das erste Rennen der Supersport 300 der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) gewann nach einem packenden Kampf um den Sieg der KTM-Pilot Phillip Tonn (Freudenberg KTM-Paligo Racing). Zuvor musste das Rennen jedoch wegen eines Unfalls abgebrochen werden und wurde dann über eine verkürzte Distanz von sieben Runden neu gestartet. Im Rennfinale war es schwer den Überblick zu behalten, denn in einer Gruppe von elf Piloten konnte jeder den Sieg holen ein Favorit auf den Sieg war bis zur Ziellinie nicht erkennen.

Keine drei Runden dauerte der erste Ansatz des Rennens, als plötzlich die rote Flagge geschwenkt wurde und das Rennen vorzeitig abgebrochen werden musste. Grund dafür war der Sturz des jungen Mitja Borgelt (Yamaha bLU cRU IDM by Kiefer Racing), der sich am Bein verletzte und mit einem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Zum Zeitpunkt des Abbruchs führte Walid Khan (Freudenberg KTM-Paligo Racing) das Rennen an. Inigo Iglesias (Füsport – RT Motorsports by SKM – Kawasaki) war Zweiter.

Die Rennleitung gab grünes Licht für einen Restart, verkürzte jedoch das Rennen von elf auf sieben Runden. Walid Khan setzte sich wieder an die Spitze und übernahm mehrere Runden das Führungszepter. Allerdings kämpfte sich Inigo Iglesias nach einem schlechten Start wieder nach vorn und machte dem KTM-Piloten von hinten Druck. Mit allen Mitteln versuchte der Spanier gegen das KTM-Quartett, bestehend aus Khan, Lennox Lehmann, Philipp Tonn und Dustin Schneider (alle Freudenberg KTM-Paligo Racing), welches ihn umgab, anzukämpfen. Doch gegen die orange Übermacht hatte Iglesias kaum eine Chance. Schließlich waren es Phillip Tonn und Lennox Lehmann, die sich in der letzten Runde ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Jede noch so winzige Chance zu einer Attacke gegen den Gegner versuchten die beiden im Kampf um den Sieg zu verwerten, bei dem schließlich Tonn als Gewinner hervorging. “Die letzte Runde war wirklich hardcore”, sagte der 17-Jährige im Anschluss des Rennens. Für den Mattstedter war es nicht nur das erste Rennen auf dem Schleizer Dreieck. Es war zugleich sein erster Podiumsplatz und Sieg in der IDM, als auch der erste Einsatz auf seiner brandneuen KTM RC 390 R.

Grund zum Ärgern hatte Lennox Lehmann keinen. Zwar verpasste er haarscharf den Sieg, doch die Freude über einen spannenden Rennverlauf ganz nach seinem Geschmack überwog. “Philipp war richtig stark und hatte mir an einigen Stellen keine Luft mehr gelassen, um gegenhalten zu können”, schilderte Lehmann das Duell zwischen ihm und seinem Teamkollegen. “Das Rennen hat mir richtig Spaß gemacht”, so der Dresdner weiter.

Dritter wurde am Ende Inigo Iglesias. Trotz ausgefahrenen Ellbogen gab er sich zumindest in diesem Lauf gegenüber den KTMs geschlagen. “Das war heute eines dieser Rennen, in denen es besser für mich war, den Kopf einzuschalten und nicht zu viel zu riskieren”, sagte Iglesias beim Interview vor der Siegerehrung. Als aktuell führender in der Meisterschaft ginge es ihm vor allem darum, Punkte zu sammeln. “Morgen steht schließlich noch ein weiterer Lauf an, der gewonnen werden will”, meinte der WM-Pilot von 2021.

Walid Khan kam als Vierter über die Ziellinie, gefolgt von Dustin Schneider mit Rang fünf.

Ergebnis SSP 300 Schleiz, Rennen 1 (Top-Five):

1.  Phillip TONN (DEU/KTM) 

2. Lennox LEHMANN (DEU/KTM) 

3. Inigo IGLESIAS (ESP/Kawasaki) 

4. Walid KHAN (NLD/KTM)

5. Dustin SCHNEIDER (DEU/KTM)

Quelle: idm.de /Rowena Hinzmann


Dienstag, 18. Juli 2023

IDM zum Anfassen im Jubiläumsjahr des Schleizer Dreiecks

Foto: Jens Hawrda

Wenn die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) vom 21. bis 23. Juli 2023 ihre Zelte auf dem Schleizer Dreieck aufschlägt, ist Feststimmung angesagt. Einerseits feiert Deutschlands höchste Motorradstraßenmeisterschaft ihr diesjähriges Bergfest, andererseits ist der Auftritt der sportliche Höhepunkt im 100. Jubiläumsjahr der legendären Naturrennstrecke. Das Programm, das den Gästen geboten wird, ist üppig.

 
In der Königsklasse IDM Superbike reist Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) als Spitzenreiter ans Schleizer Dreieck. Er führt die Wertung auf Honda an und hat die Marke nach langer Durststrecke wieder zum Titelanwärter gemacht. Alts Vorsprung ist mittlerweile so groß, dass er trotz seines Fehlens auf dem Red Bull Ring als hochgehandelter Titelkandidat gilt. Denn um den 26-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen rankt sich eine Besonderheit. Er ist auch in der FIM Endurance World Championship verpflichtet, mit der es zu einer Terminüberschneidung mit der IDM kommt, und in diesem Fall hat die WM Vorrang. Alt wird also auf dem Schleizer Dreieck versuchen, noch so viel Punkte wie möglich ins Trockene zu bringen, sprich gewinnen. Gegner sind vor allem Hannes Soomer (Enemat Enos Motorsport) und Ilya Mikhalchik (BCC ALPHA VAN ZON BMW RACING). Der Ukrainer und dreifache Meister hat vor zwei Jahren hier den ersten Lauf gewonnen und will daran anknüpfen. Hannes Sommer ist aber derjenige, der für Nervenkitzel sorgt. Denn der Rookie aus Estland liefert sich schon lange einen Schlagabtausch mit den Spitzenfahrern. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann er sich den ersten Sieg in der IDM holt. BMW, Honda, Kawasaki und Yamaha kämpfen in der IDM Superbike um die Ehre und das Prestige mit über 200 PS und 300 km/h.
 
In der IDM Supersport versucht Kawasaki-Fahrer Luca de Vleeschauwer (Kawasaki Weber Motos Racing) weiter die Yamaha-Armada mit Twan Smits (Team Apreco), Melvin van der Voort (Team SWPN) und Andreas Kofler (M32 Racing) zu knacken. De Vleeschauwer ist jetzt Gesamt-Vierter und schrappte bisher drei Mal am Siegerpodest vorbei. Ändert sich das in Schleiz? In den Top Ten ist viel Bewegung. Die Abstände der Fahrer in der Tabelle sind gering. Die Marke Triumph ist vertreten und auch Christoph Beinlich (Vitori BRT) als Lokalmatador. Mit ein bisschen Glück kann der 27-Jährige aus Pößneck auf seiner Heimstrecke gleich mehrere Plätze gutmachen.
 
In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 entscheiden oft Tausendstelsekunden über Sieg und Niederlage im stärksten Feld der Meisterschaft. Die spannenden Rennen sind nichts für schwache Nerven. Der Spanier Inigo Iglesias (Füsport - RT Motorsports by SKM - Kawasaki) liefert sich ein Kopf-an-Kopf Duell mit dem Niederländer Walid Khan (Freudenberg KTM-PALIGO Racing), belagert im Windschatten vom Teamkollegen Dustin Schneider aus Dresden. Wie eng es in der Klasse zugeht zeigt, dass es in den sechs bisherigen Rennen vier verschiedene Sieger gegeben hat.
 
Ein Sahnehäubchen im Zeitplan ist die traditionelle Rückkehr der IDM Sidecar auf das Schleizer Dreieck mit einem Sprint- und einem Hauptrennen.
 
Das ist immer noch nicht alles. Im Rahmenprogramm der IDM starten diverse Cups. Den Zuschauer erwartet die ganze Bandbreite an hochkarätigem Spitzensport bis hin zu den Talentschmieden der Zukunft.
 
Und dabei bleibt die IDM auch weiterhin eine Serie zum Anfassen. Im Kauf eines Eintrittstickets ist automatisch der freie Zutritt zum Fahrerlager enthalten, in dem die Autogrammjäger voll auf ihre Kosten kommen. Worauf also noch warten? Die Eintrittspreise liegen zwischen 25,00 Euro für das Tagesticket am Samstag bis 45,00 Euro für die Karte für das ganze Wochenende.

Montag, 17. Juli 2023

Nach Rekord-Pole im Grasser-Lamborghini: Hites und Mapelli krönen perfekten Sonntag mit dem ersten Saisonsieg

  •     Sieg-Premiere für den Lamborghini Huracán GT3 Evo2 im ADAC GT Masters
  •     Finn Gehrsitz und Sven Müller sind Halbzeitmeister
  •     ADAC GT Masters begeistert über 130.000 Besucher beim ADAC Truck Grand Prix

Der Chilene Benjamin Hites (links) und der italienische Lamborghini-Werksfahrer
Marco Mapelli (rechts) gewannen das sechste Saisonrennen
Foto: ADAC-Motorsport


Spannung bis zum Schluss im sechsten Saisonrennen des ADAC GT Masters: Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I) jubelten am Nürburgring über ihren ersten Saison-Erfolg. Am Vormittag schaffte Mapelli die 50. Pole-Position für Lamborghini in der seit 2007 bestehenden GT-Serie. Nun gelang dem Duo des GRT Grasser-Racing-Teams auch der Debüt-Sieg für den Lamborghini Huracán GT3 Evo2 im ADAC GT Masters. „Es hat sich einfach unglaublich angefühlt, nachdem ich als Erster die Ziellinie überquerte. Ich musste direkt an meine Familie in Chile denken. Platz eins war aber ein ganz schön hartes Stück Arbeit. Der BMW hinter mir kam immer näher und ich musste alles geben. Ich bin froh, dass es am Ende reichte“, sagte Hites. Mit dem 24-jährigen Hites nahm erstmals ein Fahrer aus Chile den Siegerpokal im ADAC GT Masters in Empfang. Auf dem zweiten Platz kamen Sandro Holzem (Polch) und DTM-Pilot Marco Wittmann (Fürth/beide Project 1) im BMW M4 GT3 ins Ziel. Mit Rang drei komplettierten Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion) das Podium. Das Duo führt mit dem Porsche 911 GT3 R zur Saisonhalbzeit die Meisterschaft an.

Optimale Bedingungen für ein Motorsport-Fest in der Eifel: Am Sonntagnachmittag gingen die Piloten des ADAC GT Masters bei Sonnenschein und 21 Grad Celsius an den Start. Auf den vollgepackten Tribünen erfreuten sich am Wochenende über 130.000 Besucher des ADAC Truck Grand Prix an mitreißendem Racing im ADAC GT Masters. Pole-Setter Mapelli bog als Führender in die erste Kurve der 3,629 Kilometer langen Traditionsstrecke ab. Bis zum Pflichtboxenstopp blieb Mapelli hellwach und ließ sich von Wittmanns Druck nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem späten Fahrerwechsel fuhr Hites den ersten Saisonsieg für den Rennstall von Gottfried Grasser aus Österreich ein.

Platz zwei hinter den Siegern belegten Holzem und Wittmann. Das BMW-Duo lieferte sich über die komplette 60-minütige Renndistanz ein spannendes Duell mit der Besatzung des Grasser-Lamborghinis. „Toll, dass wir mit dem zweiten Platz nach Hause fahren. Im ersten Rennabschnitt versuchte ich, durch schnelle Rundenzeiten den Abstand zum Lamborghini vor mir zu verringern. Für den Sieg reichte es zwar nicht ganz, aber mit diesem erfolgreichen Wochenende können wir beim ersten Einsatz im ADAC GT Masters super leben“, analysierte der zweimalige DTM-Champion Wittmann. Mit dem dritten Rang sammelten Müller sowie ADAC Stiftung Sport Förderpilot Gehrsitz wichtige Punkte für die Meisterschaft und sie liegen in der Tabelle nun auf Rang eins. „Nach dem schwierigen Samstag ist das Podium eine echte Erleichterung für uns. Am Start hatte ich ein faires Duell mit Marco, das war Motorsport auf höchstem Niveau. Es ist schön, die Meisterschaft jetzt zur Halbzeit anzuführen. In der zweiten Saisonhälfte wollen wir weiter fleißig Punkte einfahren. Das wird bis zum letzten Rennen der Schlüssel zum Erfolg sein“, erklärte Müller. Den vierten Platz sicherten sich die beiden Porsche-Piloten Tim Zimmermann (Langenargen) und Jaxon Evans (NZ/beide Huber Racing).

Mit Platz fünf belohnte sich Schnitzelalm Racing für einen starken Gastauftritt im ADAC GT Masters. Colin Caresani (NL) und Marcel Marchewicz (Schwetzingen) pilotierten den Mercedes-AMG GT3 von Rang acht in die Top-Fünf. Auf Platz sechs sahen Eduardo Coseteng (PHL) und Ben Green (GB/beide Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 die Zielflagge. Siebter wurde das Lamborghini-Duo Maximilian Paul (Dresden) und Simon Connor Primm (Großschirma/beide Paul Motorsport). Als achtbeste Fahrerpaarung ordneten sich die Mercedes-AMG-Fahrer und Samstagssieger Salman Owega (Köln) sowie Elias Seppänen (FIN) von Landgraf Motorsport ein. Auf dem neunten Platz beendeten Kim-Luis Schramm (Meuspath) und Neil Verhagen (USA/beide FK Performance Motorsport) mit ihrem BMW M4 GT3 das Rennen. Den verbliebenen Top-Ten-Platz holten sich Alain Valente (CHE) und Ralf Aron (EST) im Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams.

Nach dem sechsten Saisonrennen am Nürburgring legt das ADAC GT Masters eine Sommerpause ein. Vom 8. bis 10. September findet am Sachsenring auf der reichweitenstarken DTM-Plattform der vierte Tourstopp statt. Anschließend trägt die traditionsreiche GT-Serie des ADAC am Red Bull Ring in Österreich ihr einziges Auslandsgastspiel aus.