Samstag, 24. Juli 2021

Schweizer Philip Ellis holt seinen ersten DTM-Sieg

  • Nach Müller und Fässler der dritte Schweizer Sieger in der DTM
  • Mit Rang vier verteidigt Kelvin van der Linde die Tabellenführung
  • Gelungene Premiere von Turn 1: Nicht nur Lawson ein Fan der überhöhten Kurve
  • Kein guter Tag für Rennfahrerinnen: Flörsch und Hawkey scheiden aus      

Sieger Philip Ellis (Mercedes AMG) Team WINWARD
Foto: DTM

Bei 30 Grad behielt Philip Ellis einen kühlen Kopf: Der Schweizer feierte auf dem DEKRA Lausitzring seinen ersten Sieg in der DTM. In einem heißen Kampf setzte sich der 28-Jährige aus dem Mercedes-AMG Team WINWARD gegen Auftaktsieger Liam Lawson (NZL) im Red Bull-Ferrari (AF Corse) durch. Als bester Audi-Pilot gelang Ex-Champion Mike Rockenfeller (GER) im Audi von ABT Sportsline als Dritter der Sprung aufs Podium. Rocky´s Teamkollege Kelvin van der Linde (RSA) kreuzte als Vierter die Ziellinie und verteidigte damit vor dem Sonntagsrennen (ab 13:00 live in SAT.1) seine Tabellenführung vor Lawson.

Philip Ellis, der seine erste DTM-Saison bestreitet, ist der dritte Schweizer nach Marcel Fässler und Nico Müller, der sich als Sieger in die ruhmreiche DTM-Statistik eintragen konnte. Zudem bescherte er seinem deutsch-texanischen Team WINWARD den ersten DTM-Sieg und DTM-Rückkehrer Mercedes-AMG den ersten Saisonsieg. „Ich bin total sprachlos. Als ich die Zielflagge sah, konnte ich es einfach nicht glauben, dass ich dieses Rennen gewonnen habe“, sprudelte es aus dem überglücklichen Ellis heraus. „Startplatz neun war nicht die Ausgangssituation, bei der man mit einem Sieg rechnet. Nach dem Safety-Car bin ich sehr gut nach vorne gekommen. Ich bin einfach nur glücklich.“

Zweiter: Liam Lawson (NZL), Red Bull-Ferrari, AF Corse © DTM

Überaus turbulent entwickelte sich das dritte Saisonrennen gleich nach dem Start in der spektakulären Zweier-Formation nach Indy-Vorbild. Es war sehr eng beim Start, und es blieb eng. Mit annähernd Tempo 250 donnerten die GT-Rennwagen durch Turn 1, der überhöhten ersten Kurve – sehr zur Freude der Zuschauer auf den Tribünen, die erstmals wieder zugelassen waren. Zu zweit, zu dritt und sogar zu viert nebeneinander ging es durch die erste Runde. Action gab es vor allem am Ende des Feldes, als mehrere Rennwagen noch in der Startrunde kurz von der Strecke abkamen. Kaum hatte sich der Staub gelegt, krachte es tatsächlich in Turn 1. Esmee Hawkey, die britische Lamborghini-Fahrerin des Dresdner Teams T3 Motorsport, drehte sich ansatzlos und kreiselte nach außen in die Betonmauer. Das Safety-Car rückte für sechs Runden aus, bis der Lamborghini geborgen war. Es war ganz und gar nicht der Tag der Frauen, denn zeitgleich mit Hawkey, die unverletzt blieb, schied auch Sophia Flörsch (GER) aus, als Benzindruck-Probleme ihren ABT-Audi lahmlegten.

Die Premiere von Turn 1 gilt trotz des Zwischenfalls von Hawkey als gelungen. „Turn 1 ist total cool. Im Qualifying hat das schon Spaß gemacht, aber im Rennen noch mehr. Ich bin ein echter Fan von Turn 1“, ließ Liam Lawson keinen Zweifel aufkommen.

Nach der Safety-Car-Phase absolvierten die ersten Fahrer bereits früh den Pflichtreifenwechsel. Nur einer wartete mit dem Reifenwechsel bis zum Schluss und fuhr rundenlang an der Spitze des Feldes: Vize-Meister Nico Müller (SUI) im Rosberg-Audi. Erst in der vorletzten Runde steuerte der Schweizer die Boxengasse an und ließ neue Reifen montieren, um letztlich als 13. außerhalb der Punkteränge ins Ziel zu kommen. Erst als Müller in die Boxengasse abbog, war der Weg frei für Ellis, noch ein paar Führungskilometer zu sammeln.

Während Kelvin van der Linde Vierter wurde, kam sein Bruder Sheldon zwar als Dritter ins Ziel, wurde aber nach einer Zeitstrafe wegen eines Boxenstopp-Vergehens lediglich als Neunter gewertet. Dabei hatte er das Rennen von Startplatz eins aufgenommen und das Rennen zunächst souverän angeführt. Im Qualifying am Samstagmorgen hatten die südafrikanischen Brüder für ein Novum in der langen DTM-Historie gesorgt: Niemals zuvor eroberte ein Brüderpaar gemeinsam die erste Startreihe. Sheldon van der Linde im BMW von ROWE Racing verwies seinen älteren Bruder Kelvin im Audi von ABT Sportsline hauchdünn um 27 Tausendstelsekunden auf die zweite Position. Im zweiten ABT-Audi erkämpfte Mike Rockenfeller (GER) schon im Qualifying Rang drei vor Esteban Muth (BEL) im Lamborghini von T3 Motorsport, Lawson sowie dem Inder Arjun Maini im bestplatzierten Mercedes-AMG (Team GetSpeed). Somit waren fünf Marken in den ersten drei Startreihen vertreten.

Das Samstag-Rennen endete mit einer ungewöhnlich hohen Ausfallquote von sechs Autos, darunter vier Mercedes. Die Zeit für die Mechaniker ist knapp, denn nur einmal schlafen und schon startet die DTM in die nächste Runde: das vierte Saisonrennen, welches wie immer um 13:30 Uhr gestartet wird (live in SAT.1 ab 13:00).


DTM Qualifying 1: van der Linde Brüder in Startreihe 1

Startreihe 1 für die van der Linde Brüder
Foto: dtm.com

Sie wohnen zusammen, und an diesem Samstagmorgen fuhren sie, wie so oft, gemeinsam zur Rennstrecke. Heute Mittag stehen sie zusammen in der ersten Startreihe zum ersten DTM-Rennen am DEKRA Lausitzring (Start 13.30 Uhr, live in SAT.1 ab 13.00 Uhr): die beiden van der Linde-Brüder. Damit ist das Novum perfekt: Erstmals bildet ein Brüderpaar in der Traditionsserie die erste Startreihe.

Im Zeittraining für das Samstagsrennen fuhr Sheldon van der Linde im ROWE Racing-BMW mit 1:30,537 Minuten die Bestzeit und sicherte sich damit die Pole-Position, Bruder Kelvin van der Linde kam im ABT-Sportsline-Audi nur 0,027 Sekunden dahinter auf Startplatz zwei. Fünf Marken sind auf den ersten drei Startreihen vertreten.

Nach den ersten Runs führte Monza-Auftaktsieger Liam Lawson (NZL) im AF-Corse-Ferrari mit einer Zeit von 1:30,817 Minuten die Rangliste an, vor den beiden Mercedes-AMG-Fahrern Arjun Maini (IND, Team GetSpeed) und Philip Ellis (SUI, Team WINWARD) sowie Mike Rockenfeller (GER, Team ABT Sportsline) als schnellstem Audi-Fahrer.

In der Schlussphase konnten viele Fahrer ihre jeweiligen Rundenzeiten verbessern und dementsprechend gab es viele Verschiebungen im Tableau. Einige Zeit sah es nach einer Audi-Doppelspitze mit Kelvin van der Linde und Mike Rockenfeller aus, aber dann unterbot Sheldon van der Linde noch die Zeit seines Bruders und sicherte sich zum ersten Mal in dieser Saison und zum zweiten Mal in seiner Karriere nach dem Sonntagsrennen in Zolder 2019 die Pole-Position.

"Wir haben es geschafft! Ich bin komplett aus dem Häuschen! Die erste Pole für ROWE Racing in der DTM! Ich freue mich sehr! Gestern Abend lag ich im Bett und dachte mir, dass ich auf die Pole fahren könnte ... Im zweiten Anlauf haben wir alles richtig gemacht. Im Rennen wird es sicherlich nicht einfach, aber wir werden versuchen, keine Fehler zu machen und den Sieg nach Hause zu fahren, das ist unser Ziel", so Sheldon, der jüngere der van der Linde-Brüder.

Kelvin van der Linde startet als Zweitschnellster neben seinem Bruder aus der ersten Reihe, dahinter folgt sein Teamkollege Mike Rockenfeller auf Rang drei. Ebenfalls stark: der Belgier Esteban Muth im Lamborghini von T3 Motorsport auf Startplatz vier – eine tolle Ausgangsposition beim Heimrennen des Dresdener Teams. Liam Lawson startet als Fünfter, dahinter Arjun Maini, Alex Albon (THA, Ferrari, AF Corse), Timo Glock (GER, BMW, ROWE Racing) und die beiden Mercedes-Fahrer Philip Ellis und Maximilian Buhk (GER, Team Mücke Motorsport).

Quelle: dtm.com

Freitag, 23. Juli 2021

HRT-Pilot Vincent Abril vom DTM-Event in Monza disqualifiziert

Nachfolgend informiert der Automobilclub von Deutschland (AvD), der für die sportliche Organisation der DTM verantwortlich ist, über eine sportrechtliche Entscheidung zum Auftakt der DTM 2021 vom 18. bis 20. Juni in Monza.

Die Sportkommissare der DTM haben am Freitag auf dem Lausitzring nachträglich Vincent Abril vom Haupt Racing Team vom ersten DTM-Event der Saison 2021 in Monza disqualifiziert. Er verliert damit sowohl seinen ersten Platz im Qualifying 1 und den zweiten Rang im Rennen 1 am Samstag sowie Platz sechs im Qualifying 2 und den elften Rang im Rennen 2 am Sonntag. Abril büßt dadurch alle beim Saisonstart in Italien gewonnenen 21 Meisterschaftspunkte ein. Die in Monza hinter Vincent Abril platzierten Piloten rücken in den Ergebnislisten auf.

Der Grund für den Ausschluss war, dass eine nach dem Qualifying 1 entnommene Benzinprobe aus dem #5 Mercedes-Benz AMG GT3 nicht der für den Saisonauftakt in Monza hinterlegten Referenzprobe des an die Teams ausgegebenen Kraftstoffs entsprach. Das ergab eine nachträgliche Analyse der Benzinprobe in einem Referenzlabor und stellte einen Verstoß gegen das DTM‑Reglement 2021, Artikel 45.5 dar. Das Team hat eine Stunde Zeit, gegen die Entscheidung der Sportkommissare Berufung einzulegen, sollte HRT davon Gebrauch machen, bleibt es bei einem schwebenden Verfahren.


Freies Training Lausitzring

Kampf um Tausendstel in der Steilkurve: Sheldon van der Linde hauchdünn vor Alex Albon

  • Vier Marken in den Top 5: BMW, Ferrari, Mercedes-AMG und Audi
  • Red Bull Junior Liam Lawson: „Mir gefällt Turn 1 sehr!“
  • DTM Trophy: Brite Ben Green Schnellster in der Nachwuchsserie
  • Samstag: DTM startet um 13:30 Uhr – ab 13:00 live in SAT.1

Tagesschnellster am Freitag bei der DTM auf dem Lausitzring:
Sheldon van der Linde (RSA), BMW, ROWE Racing © DTM


Mit Highspeed ans Limit: Immer mutiger wurden die Fahrerinnen und Fahrer in der überhöhten ersten Kurve des DEKRA Lausitzring, die mit knapp 250 km/h durchfahren wird. Am Ende des Tages trennten nur zwei Tausendstelsekunden den Südafrikaner Sheldon van der Linde im BMW von ROWE Racing und Red Bull Formel-1-Pilot Alex Albon (THA) im Ferrari von AF Corse. Während die herausfordernde erste Kurve der 4,562 Kilometer langen Rennstrecke für faszinierende Action sorgt, bringen die erstmals zugelassenen Zuschauer am Wochenende die einzigartige Fan-Atmosphäre zurück. Karten können noch im DTM-Ticket-Shop unter tickets.dtm.com sowie unter der DTM-Ticket-Hotline 01806 991166 bestellt werden. Tageskassen sind nicht geöffnet.

Im zweiten Freien Training erzielte Sheldon van der Linde eine Zeit von 1:31,221 Minuten. Damit ließ er Alex Albon im AF-Corse-Ferrari um die Winzigkeit von zwei Tausendstelsekunden hinter sich. Lucas Auer (AUT, Mercedes-AMG, Team Winward) beendete das Training als Drittschnellster, vor seinem indischen Markenkollegen Arjun Maini (Mercedes-AMG, Team GetSpeed), der zuvor Schnellster im ersten Freien Training gewesen war. Mit Mike Rockenfeller (GER) im Audi des Teams ABT Sportsline auf Rang fünf waren vier Marken auf den ersten fünf Positionen vertreten. „Mit meiner Runde bin ich sehr, sehr zufrieden. Natürlich ist es noch früh, aber ich wusste, dass unser Auto für dieses Wochenende stark sein würde“, berichtet Sheldon van der Linde. „Jetzt hoffe ich nur, dass wir im Zeittraining und im Rennen daran anknüpfen können.“

Arjun Maini (IND), Mercedes-AMG, Team GetSpeed © DTM                  

Der Freitag stand zum größten Teil im Zeichen des Kennenlernens von Turn 1, der überhöhten ersten Kurve des Lausitzrings, die von der DTM und den Rahmenserien an diesem Wochenende erstmals befahren wird. Für DTM und DTM Trophy stand am frühen Vormittag ein zusätzliches Training auf dem Programm.

Aus der Pressekonferenz: Turn 1 sorgt für Begeisterung

In der Pressekonferenz am Freitag, im Pressezentrum auf dem DEKRA Lausitzring sowie über Zoom im Internet, berichteten mit Maximilian Buhk, Timo Glock, Liam Lawson und Nico Müller vier Fahrer aktuell über ihre ersten Erfahrungen zur überhöhten ersten Kurve. „Es fühlt sich komplett anders an, ist jedes Mal eine große Herausforderung, dort das Auto am Limit zu fahren“, stellte DTM-Vizemeister Nico Müller fest. Monza-Sieger Liam Lawson sagte: „Mir gefällt Turn 1 sehr! Man sieht, wie viele Fahrer verschiedene Linien ausprobieren. Es macht Spaß, es ist jedes Mal ein tolles Gefühl, wenn es geklappt hat.“ Timo Glock bestätigte: „Das ist wirklich eine spezielle Kurve. Es ist gut für die Show!“ Maximilian Buhk bilanzierte: „Ich hätte gedacht, dass die Kurve einfacher wäre, ist sie aber nicht. Das Auto bewegt sich, da werden wir viel Action haben.“

Timo Glock sprach auch über sein Engagement für die Hilfsaktion #WirfuerdieEifel, bei der sich seit vergangener Woche viele aus dem Motorsport für die Betroffenen der Flutkatastrophe in der Region im Ahrtal unweit des Nürburgrings einsetzen. „Maro Engel und Timo Scheider haben die Aktion gestartet und da haben sich viele von uns angeschlossen. Es ist nur selbstverständlich, dass wir den Menschen in der Region helfen.“

DTM Trophy: Ben Green mit Bestzeit ins Wochenende

Tagesschnellster der DTM Trophy war der Brite Ben Green im BMW von Teams FK Performance Motorsport, der im ersten Training eine Zeit von 1:41,133 Minuten fuhr. Ihm folgten seine beiden Teamkollegen Moritz Löhner (GER) und Yann Zimmer (SUI). Neueinsteiger Florian Janits fuhr im KTM des Teams True Racing by Reiter Engineering auf Anhieb auf Rang vier. Der Österreicher war später am Nachmittag Schnellster im zweiten Freien Training (1:42,118 Minuten), da aber die Zeiten in der Session insgesamt langsamer waren als jene am Vormittag, galt die Zeit von Green aus dem ersten Training auch als schnellste Zeit des Tages.

DTM Lausitzring: Stimmen vor dem DTM Wochenende

Die DTM  geht am DEKRA Lausitzring in die zweite Runde © DTM


Kelvin van der Linde (RSA) Audi, ABT Sportsline

„Natürlich habe ich nach dem Sieg in Monza viele Reaktionen erhalten. Der Sieg war sehr wichtig für mich, denn es ist ja bekannt, wie sehr ich mir diesen Erfolg gewünscht habe. Es war schön, dass wir jetzt nach Monza eine Pause hatten, da habe ich das Ergebnis noch mehr genießen können.

Ich freue mich auf Turn 1, bin schon einige Runden im Simulator gefahren. Es ist toll, dass wir teilweise im Trioval fahren, schließlich bin ich großer NASCAR-Fan. Vielleicht geht die Kurve gerade so voll, aber sicherlich noch nicht im ersten Freien Training. Man braucht auf jeden Fall eine gehörige Portion Mut dazu.

Die kommenden Wochen werden intensiv, mit den DTM-Rennen auf dem Lausitzring und in Zolder und dazwischen das 24-Stunden-Rennen von Spa. Aber ich bin es gewohnt, viel zu fahren. Das macht mir nichts aus.“

Sheldon van der Linde (RSA) BMW, ROWE Racing

„Dass Kelvin schon so früh seinen ersten Sieg einfahren würde, kam für mich nicht wirklich überraschend, denn ich weiß ja, was er kann, und er war in Monza auf Anhieb schnell.

Für uns ist der Lausitzring von der Charakteristik her wohl die Strecke, auf der wir mit BMW die besten Chancen auf einen möglichen Sieg haben. Daher freue ich mich besonders auf dieses Wochenende. Turn 1 wird sicherlich eine tolle Herausforderung, das ist nichts für schwache Nerven!“

Maximilian Götz (GER), Mercedes-AMG, Mercedes-AMG Team HRT

„Ich fahre immer sehr gerne auf dem Lausitzring, und nun mit Turn 1 wird das noch mal ein besonderes Kapitel. Beim Test lief es super für uns, das macht mich auch für dieses Wochenende recht zuversichtlich. Natürlich bedeutet die Einbindung von Turn 1 nicht, dass die Ergebnisse vom Test jetzt wertlos sind. Nur der erste Sektor ist anders, der Rest der Streckenführung ist ja gleich.

Dass die Zuschauer wieder da sind, ist toll. Mein Fanclub kommt aus Österreich angereist, und auch sonst weiß ich schon von vielen, dass sie mit dabei sein werden. Die Tribüne auf dem Lausitzring ist gigantisch, es ist ein toller Anblick, wenn da die Fans sitzen.“

Jens Feucht (GER), Teamchef T3 Motorsport

„Dass wir bereits in Monza so gut abschneiden würden, haben wir vielleicht gehofft, aber nicht unbedingt erwartet. Es ist toll, dass wir jetzt auf dem Lausitzring unser Heimrennen bestreiten können.

Das Ziel unseres Teams, das im November 2018 gegründet wurde, ist die Förderung von jungen Talenten im Motorsport. Daher arbeiten auch alle ehrenamtlich, die Einnahmen werden direkt in die Unterstützung der Fahrer gesteckt.

Für uns ist die DTM die schönste Serie, in der wir jemals gefahren sind, alles hochprofessionell. Von daher planen wir auch langfristig: Wir wollen über mehrere Jahre in der DTM dabei sein.“

Peter Mücke (GER), Teamchef Mücke Motorsport

„Die DTM hat das höchste Niveau im internationalen Tourenwagen- und GT-Sport. Daher war es für uns wichtig, wieder dahin zukommen. Wir fühlen uns wohl, es ist alles hochprofessionell. Und der entscheidende Punkt ist, dass es einen Fahrer pro Auto gibt, so dass dieser seine Qualitäten zeigen kann. Das ist etwas, was in anderen internationalen Serien fehlt, wenn man sich zu zweit ein Auto teilen muss.

Für uns war der Sieg auf dem Lausitzring mit Lucas Auer 2016 der größte Erfolg unseres Teams, das größte, was man als Privatteam erreichen kann. Der Lausitzring ist nah an Berlin, von da kommen viele Menschen am Wochenende.

Die Professionalität in der DTM ist gleich geblieben, ebenso die Qualität im Fahrerfeld, auch durch das Engagement der Hersteller. Das Niveau ist unfassbar hoch.

Was es bedeutet, durch eine Steilkurve zu fahren, konnte ich am vergangenen Wochenende selbst feststellen, als ich in Zandvoort gefahren bin. Es war faszinierend, welche Kräfte da auf einen Fahrer wirken. Alle müssen sich am Lausitzring auf diese neue Situation einstellen. Das gehört aber auch zur DTM dazu, dass man sich schnell anpasst.“