Samstag, 22. Mai 2021

IDM Superbike: Marc Moser Schnellster im Freien Training

Foto: Jens Hawrda

Etwas überraschend sichert sich Marc Moser (Yamaha) Platz 1 nach dem Freien Training der IDM Superbike in Oscherseleben. Ilya Mikhalchik (BMW) kam im letzten Turn auf 0,032 Sekunden an ihn heran. Florian Alt (BMW) hatte einen Abstand von 0,299 Sekunden. Als bester Kawasaki-Pilot wurde Valentin Debise auf der neunten Position ermittelt. Honda-Solist Alessandro Polita beendete den Tag als Gesamt-Elfter.

Die weitere Überraschung war der 21jährige Maco Fetz vom Wilbers-BMW-Racing-Team der als Neuzugang mit Platz 8 aufhorchen lies.

„Den dritten Platz von Florian habe ich erwartet“, gab Wilbers erfreut zu und kündigte forsch an: „Da kommt noch mehr.“ Von Fetz dagegen sei er überrascht gewesen, „aber er war sehr konstant, sehr stark und sehr sicher unterwegs. Außerdem hat er tolle Aussagen zum Motorrad machen können.“ Wilbers meint: „Ich habe ihn schon lange als Nachwuchskandidaten auf dem Kieker. Den bringen wir nach vorne.“

Ergebnisse Freies Training (Top-Ten):

1. Marc MOSER (D/Yamaha)

2. Ilya MIKHALCHIK (UKR/BMW)

3. Florian ALT (D/BMW)

4. Bastien MACKELS (BEL/Yamaha)

5. Phillip STEINMAYR (A/Yamaha)

6. Luca GRÜNWALD (D/BMW)

7. Dominic SCHMITTER (CH/Yamaha)

8. Marco FETZ (D/BMW)

9. Valentin DEBISE (F/Kawasaki)

10. Nico THÖNI (A/Kawasaki)

Julian Puffe startet für Lucy Glöckner in der IDM Superbike

Julian Puffe ersetzt Lucy Glöckner bei GERT56
Foto: Jens Hawrda

Lucy Glöckner kann verletzungsbedingt nicht permanent an der IDM teilnehmen und hat deshalb Ihre Nennung an Julian Puffe abgegeben. Die Krumhermersdorferin strebt dennoch einige Wildcard-Einsätze auf der neuen GERT56 BMW M 1000 RR an. Zunächst aber stehen in den kommenden Wochen für die schnellste Superbikerin der Welt zahlreiche Gesundheitschecks auf dem Programm. Glöckner informierte bereits letzte Woche ihr Team und gemeinsam wurde ein Fahrplan für die Zukunft entwickelt. Sie selbst schlug vor, den als Test- und Entwicklungsfahrer und Wildcard-Piloten an Bord des Teams geholten Ex-Vizemeister Julian Puffe als Permanent-Pilot für GERT56 in deren ersten IDM-Saison einzuschreiben.

Damit fährt nun Julian Puffe, der zunächst nur als Testfahrer ins Team kam bei GERT56 die volle IDM Superbike 1000-Saison.

Julian Puffe:

„Lucy und ich, wir sind nicht nur Teamkollegen oder Kontrahenten auf der Strecke, sondern auch gute Freunde – von daher kann ich mich über diese ‚Nachnominierung‘ auf ihren Platz in der IDM Superbike 1000 nicht wirklich freuen. Es macht mich aber stolz, dass dieser Vorschlag auch mit von ihr kam und ich nun doch Punkte für GERT56 sammeln kann. Im Prinzip hat sich damit mit dem Wechsel aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft in die IDM in diesem Team nichts geändert: Wir sind zusammen über 24 Stunden auf dem gleichen Motorrad gesessen, haben immer gemeinsam funktioniert, waren im härtesten Teamsport der Welt eines der besten Teams der Welt und haben gemeinsam Erfolge gefeiert – und schon immer auch in schweren Zeiten zusammen gehalten. Das ist der ‚schöne‘ Aspekt daran, dass dieser familiäre Teamspirit immer noch da ist. Ich wünsche Lucy eine schnelle und baldige Genesung und freue mich schon drauf, wenn sie wieder mit uns vor Ort ist.“

Nach drei Jahren in drei Teams hofft der Thüringer, bei GERT56 auch eine längere Zukunft zu haben. Seine Verpflichtung ist vorerst auf zwei Jahre ausgelegt.

Die BMW ist Puffe nicht neu, auch wenn es sich nicht mehr wie vor zwei Jahren um die S 1000 RR, sondern um die M 1000 RR handelt. In den freien Trainings pendelte er zwischen den Plätzen 14 und 15. „Wir sind ganz frisch auf WP als Fahrwerkshersteller umgestiegen und hatten in den bisherigen Tests wenig Zeit für irgendwelche Einstellungen. Wir müssen das hier in Oschersleben erledigen.“

Donnerstag, 20. Mai 2021

Stimmen der EGS-aplpha-Van Zon Piloten zum Rennwochenende in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

 Ilya Mikhalchik, # 37:

Ich freue mich auf die ersten Rennen der Saison. Glücklicherweise starten wir nicht so spät wie letztes Jahr und es scheint auch, als könnten wir die restliche Saison  vollständig fahren. Das ist gut! Ich freue mich darüber. Letztes Jahr war es eine sehr kurze Saison und wir hatten nicht so viele Möglichkeiten. In den letzten Wochen habe ich mich mit einer Vielzahl von  Trainingsmöglichkeiten sehr intensiv auf die Saison vorbereitet und bin bereit. Viele Fahrer der IDM-Startaufstellung haben im Winter viel getestet, auch auf einigen Strecken, auf denen wir dieses Jahr antreten werden. Wir hatten auch zwei wirklich gute Tests mit dem Team in Spanien. Wir haben weiter an der BMW M 1000 RR gearbeitet, um das Motorrad an die Spitze zu bringen, und ich habe die Arbeit wirklich genossen. Jetzt freue ich mich auf den Saisonstart in Oschersleben und wünsche uns allen gute Rennen. 

Pepijn Bijsterbosch, # 55:

Meine Erwartungen für die neue Saison sind sehr hoch. Mein Ziel ist es, um Podestplätze zu kämpfen. Die Konkurrenz wird mit Sicherheit hart sein. Es gibt viele starke Fahrer, einschließlich meiner Teamkollegen. Ich erwarte harte Kämpfe in Oschersleben und für den Rest der Saison. Ich fühle mich gut auf die Saison vorbereitet und hatte letzte Woche nur einen kleinen Test auf dem Circuit Zolder. Alles lief super. Ich bin bereit und freue mich darauf, endlich anfangen zu können zu arbeiten. 

Jan Mohr, # 5:

In den letzten zehn Wochen, insbesondere aber in den letzten drei Wochen, habe ich sehr intensiv  ungefähr 25 Stunden pro Woche hart trainiert. Ich habe mich auch mental auf die erste Runde vorbereitet, zum Beispiel mit Visualisierungstraining. Ich habe den Track im Detail auswendig gelernt und wichtige Prozesse durchlaufen, um optimal vorbereitet zu sein. Ich kann die anderen Fahrer noch nicht so gut beurteilen, aber ich bin mir sicher, dass das Level sehr hoch sein wird. Mein klares Ziel ist natürlich mein Bestes zu geben und dann werden wir sehen, wo ich bin. Ich möchte eindeutig Teil des Kampfes um die Spitzenpositionen sein und werde versuchen, mich dort zu behaupten. Das muss aber Schritt für Schritt gehen. Ich denke, wir sind sehr gut positioniert. Für mich ist Ilya eindeutig der Titelfavorit! Wenn Sie den Titel wollen, müssen Sie ihn überwinden. Pepijn wird aber auch um das Podium kämpfen. Im Allgemeinen sind meine Teamkollegen sehr fit und in guter Verfassung, besonders Tim. Er trainiert sehr hart. Ich freue mich auf mein neues Team und die Saison und kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. 

Tim Eby, # 17:

Ich kann jetzt kaum beurteilen, wie viel die anderen Fahrer der Meisterschaft über den Winter getestet haben. Leider habe ich selbst nicht so viel Trainingserfahrung und das wird sich bemerkbar machen. Es ist eine Schande, aber leider gab es keinen anderen Weg. Trotzdem fühle ich mich gut vorbereitet und freue mich sehr auf den Saisonstart. Ich werde einfach versuchen, die Zeit zu genießen, schnell zu fahren und Spaß zu haben. Das ist meine Priorität. Wir werden sehen, was von dort aus möglich ist. Das Wetter ist nicht so wichtig. Es soll nächstes Wochenende regnen. Aber letztes Jahr habe ich in Oschersleben sechs Stunden lang an einem Langstreckenrennen im Regen teilgenommen und ich denke, dass ich auch darauf gut vorbereitet bin. Ich werde versuchen, mich zu verbessern und zu lernen, und dann werden wir sehen, was passiert. 


EGS-alpha-Van Zon-BMW Team startet in Oschersleben in die IDM Saison 2021

Ein Titelkandidat für 2021  Ilya Mikhalchik
Foto: Jens Hawrda

Kommendes Wochenende geht es endlich wieder los. Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) startet in der Motorsport Arena Oschersleben in Deutschland in die neue Saison. Nach der ersatzlosen Absage der ersten beiden Events im IDM-Kalender freuen sich die Teams und Fahrer endlich darauf, ihre ersten Kilometer in der Meisterschaft auf der legendären Strecke zu fahren, die üblicherweise als Austragungsort der sogenannten deutschen Speedweek bekannt ist . In diesem Jahr wird das IDM das Event auf der 3,6 km langen Rennstrecke bestreiten, jedoch ohne die Langstrecken-Weltmeisterschaft.

Für das EGS-alpha-Van Zon-BMW Team ist es das erste offizielle Event mit allen vier Fahrern in dieser Saison. Ilya Mikhalchik (UKR), Tim Eby (GER), Pepijn Bijsterbosch (NED) und Jan Mohr (AUT) konnten sich im Winter in zwei Tests in Spanien vorbereiten. Abgesehen von einem kleinen Test mit Bijsterbosch auf dem Circuit Zolder haben seitdem keine Test's stattgefunden. Die Vorfreude ist groß, dass das erweiterte Team um Teammanager Werner Daemen endlich zum ersten Event zusammenkommt.

Die Erwartungen an die Saison sind hoch und die Hoffnung ruht auf dem zweifachen deutschen Meister Ilya Mikhalchik, der sich in den vergangenen Wochen intensiv auf den Start mit dem neuen BMW M 1000 RR aus dem bayerischen Motorenwerk vorbereitet hat. Aber auch Pepijn Bijsterbosch und der Newcomer Jan Mohr sind klare Kandidaten für Podestplätze. Tim Eby wird sich an Bord der BMW S 1000 RR verbessern, zum Glück ohne Verletzungen in diesem Jahr und so fit wie nie zuvor. Das Team von EGS-alpha-Van Zon-BMW blickt daher mit hohen Erwartungen und Zuversicht in die neue Saison.


Mittwoch, 19. Mai 2021

DTM: Mercedes-AMG Team HRT testet am Nürburgring

 Zusätzliche Testfahrten für ehrgeizige Ziele

  • Haupt Racing Team: Erst im Juni 2020 gegründet, zählt HRT bereits zum Favoritenkreis
  • Drei DTM-Kapitel in 30 Jahren: Rennfahrer bei Audi und Opel, jetzt Teambesitzer
  • Zwei Mercedes-AMG GT3 für DTM-Rückkehrer Maximilian Götz und Vincent Abril

Maximilian Götz (GER), Mercedes-AMG Team HRT © DTM / Hoch Zwei

Ehrgeizige Ziele, emsige Vorbereitungen: Auf dem Nürburgring hat sich das Haupt Racing Team am Mittwoch weiter auf seine Premiere in der DTM beim Auftakt vom 18. bis 20. Juni in Monza eingeschossen. Mit zusätzlichen Testfahrten in der Eifel sollen die umfassenden Pläne von Teambesitzer Hubert Haupt ein Stück mehr Wirklichkeit werden. „Unser Ziel ist es, dass wir uns möglichst rasch unter den Top-Teams etablieren“, sagt der Münchner Unternehmer im ausführlichen Interview mit dem Webportal DTM.com.

Dabei hatte das Mercedes-AMG Team HRT mit DTM-Rückkehrer Maximilian Götz (GER) und dem Monegassen Vincent Abril bereits mit eindrucksvollen Bestzeiten bei den offiziellen DTM-Testfahrten in Hockenheim und auf dem Lausitzring auf sich aufmerksam gemacht. „Als Unternehmer und Teambesitzer schaue ich aber nicht nur auf die erste Saison, sondern denke langfristig“, erklärt Hubert Haupt, der sein eigenes Team erst im Juni 2020 gründete und an dessen Standort direkt am Nürburgring demnächst eine hochmoderne Race Base entsteht. „HRT soll sich in den kommenden Jahren zum Referenzteam im internationalen GT-Sport entwickeln und sich dabei als Motorsport-Unternehmen noch breiter aufstellen.“ Dabei spielt die DTM eine zentrale Rolle: „Für mich steht die DTM vor allem für Professionalität. Die hohe Leistungsdichte der Teams und Fahrer, das kompakte Format der Rennen, das große Engagement der Hersteller, die erfolgreiche Historie, die internationale Popularität – das alles vereint die DTM wie kaum eine andere Motorsport-Serie.“

Hubert Haupt schreibt bereits sein drittes Kapitel in der Traditionsrennserie: Vor 30 Jahren, 1991 und 1992, kam er als junger Audi-Werksfahrer in die DTM. Vor 20 Jahren bestritt er die DTM-Saison 2001 mit Opel. Jetzt, 2021, kehrt er mit dem eigenen Haupt Racing Team in die DTM zurück, dieses Mal – in erster Linie – als Teambesitzer. In erster Linie deshalb, weil Hubert Haupt, der als Rennfahrer vor allem bei Langstreckenrennen unverändert erfolgreich ist, auch einen Einsatz als Fahrer in der DTM im Visier hat. „Ein persönlicher Gaststart ist in der Planung“, bestätigt er im Interview mit DTM.com.