Montag, 15. Februar 2021

Erhart und Kaffer wechseln zu Rutronik Racing by TECE

  •  Duo teilt sich erneut einen Audi R8 LMS
  •  Elia Erhart: „Von der Zusammenarbeit mit Rutronik Racing verspreche ich mir viel“
  •  Dritte Saison für Rutronik Racing im ADAC GT Masters

 

Kaffer und Erhart bilden seit vier Jahren ein Team
Foto: ADAC-Motorsport


Neues Umfeld für Elia Erhart (32/Röttenbach) und Pierre Kaffer (44/Schlieren) im ADAC GT Masters: Der letztjährige Sieger der Pirelli-Trophy-Wertung und der Audi-Sport-Pilot starten 2021 in der Deutschen GT-Meisterschaft erstmals für Rutronik Racing by TECE. Dies gab das Duo am Sonntag in der neuesten Ausgabe von PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk bekannt. Das ADAC GT Masters trägt vom 14.–16. Mai in Oschersleben seinen Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge vom neuen TV-Partner NITRO übertragen.

Erhart und Kaffer sind eine eingespielte Mannschaft. 2021 bestreiten sie bereits ihre vierte Saison in Folge in einem Audi R8 LMS. In der Saison 2018 holten sie auf dem Sachsenring einen Sieg. Dabei gelang ihnen ein ganz besonderer Coup: Sie gewannen vom 26. Startplatz aus. Keinem anderen Siegerduo gelang im ADAC GT Masters bisher eine größere Aufholjagd.

„Die Vorfreude ist unglaublich groß. Von der neuen Zusammenarbeit mit Rutronik Racing verspreche ich mir persönlich unheimlich viel. Die Mannschaft von Teamchef Fabian Plentz ist 2019 ins ADAC GT Masters eingestiegen und hat seitdem wirklich beeindruckende Erfolge erzielt“, sagt Elia Erhart. „Es freut mich sehr, dass uns unsere Wege nun zusammengeführt haben. Bedanken möchte ich mich allerdings auch recht herzlich beim Team Car Collection für die vergangenen beiden Jahre, durch die wir uns unglaublich weiterentwickelt haben.“

Auch Pierre Kaffer fiebert dem neuen Projekt entgegen: „Zunächst einmal freue ich mich sehr darüber, dass ich mir auch 2021 wieder einen Audi R8 LMS zusammen mit Elia im ADAC GT Masters teilen werde. Mit Rutronik Racing by TECE und vielen tollen Partnern an unserer Seite sehe ich uns hier wirklich sehr gut aufgestellt, um die gesteckten Saisonziele zu erreichen. Das ist einerseits die Verteidigung unseres Meistertitels in der Pirelli-Trophy-Wertung, andererseits aber auch der regelmäßige Vorstoß in die Punkteränge des Gesamtklassements.“

„Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass wir auch 2021 wieder eine unglaubliche Leistungsdichte im ADAC GT Masters erleben werden“, so Teamchef Fabian Plentz. „Nichtsdestotrotz stellen wir uns wieder mit zwei Audi R8 LMS dieser großen Herausforderung. Auf die Zusammenarbeit mit Elia und Pierre freue ich mich wirklich sehr. Wir hatten in den vergangenen Wochen sehr angenehme Gespräche und waren uns schnell über das gemeinsame Engagement in der Saison 2021 einig. Die Besetzung des zweiten Fahrzeuges können wir leider erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben, ebenso wie das genaue Design der beiden Audi R8 LMS.“

Rutronik Racing startet seit 2019 im ADAC GT Masters und hat sich schnell als eines der erfolgreichsten Teams etabliert. Gleich im Debütjahr gewann der Rennstall mit Patric Niederhauser (29/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA) die Fahrerwertung sowie die Teammeisterschaft. Auch im vergangenen Jahr kämpfte Rutronik Racing bis zum Finale in Oschersleben um den Titelgewinn.

Schrey/Piana starten auch 2021 wieder in der ADAC GT4 Germany

  •  Vizemeister teilen sich erneut einen BMW M4 GT4
  •  Klares Ziel ist der Gewinn des Meistertitels
  •  Hofor Racing by Bonk Motorsport plant auch 2021 mit zwei Fahrzeugen


Erfolgreiche Piloten: Gabriele Piana (li.) und Michael Schrey
Foto: ADAC-Motorsport
 

Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA) treten auch 2021 wieder in der ADAC GT4 Germany an. Wie in der Vorsaison pilotiert das Duo einen BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport. „Es gibt für uns keinen Grund, die beiden auszutauschen. Gabriele und Michael haben 2020 in der ADAC GT4 Germany eine herausragende Leistung gezeigt. Als Team harmonieren sie sehr gut. Sie ergänzen sich perfekt und treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Und davon einmal abgesehen, passt es auch menschlich zwischen ihnen und dem Team“, erklärt Teamchef Michael Bonk.

Schrey und Piana hatten 2020 weite Teile der ADAC GT4 Germany-Saison mitgeprägt und den Vizemeistertitel in der Fahrerwertung eingefahren. Sportlicher Höhepunkt war dabei der souveräne Laufsieg im Samstagsrennen in der Motorsport Arena Oschersleben. „2021 stelle ich unter das Motto 'Jetzt erst recht'“, so Bonk weiter. „Wir wollen uns wieder der Konkurrenz stellen und richtig angreifen. Der Titel ist ganz klar das Ziel. Darauf arbeiten wir hin.“

„Wir haben in der vergangenen Saison gezeigt, wozu wir fähig sind und was wir leisten können. Deswegen muss es unser Ziel sein, 2021 den Titel einzufahren“, ist auch Schrey hochmotiviert. „Ich freue mich schon sehr auf die anstehende Saison in der ADAC GT4 Germany. Das ADAC-Wochenend-Paket hat großes Renommee. Auch die Serie an sich finde ich phantastisch. Deswegen kann ich den Saisonstart schon gar nicht mehr abwarten.“

„Für uns als deutschsprachiges Team ist es wichtig, dass wir an einer deutschen Rennserie teilnehmen“, fügt Bonk einen weiteren Grund für das Engagement in der ADAC GT4 Germany an. „Deutsche Rennserien haben international immer einen hohen Stellenwert. Außerdem ist das Format top.“ Hofor Racing by Bonk Motorsport ist ein Zusammenschluss von Hofor Racing aus der Schweiz und Bonk Motorsport aus Westfalen. „Circa 90 Prozent des operativen Renngeschäfts läuft von unserem Stammsitz in Münster aus. Hier sind beispielsweise auch die Rennautos stationiert“, erläutert Bonk.

Von der Qualität des Rennstalls ist auch Michael Schrey begeistert. „Unsere Verbindung besteht mittlerweile seit fast einem Jahrzehnt. Uns vereinen nicht nur Freundschaften sondern auch Titel. Das schweißt natürlich zusammen. Somit kommt für mich auch kein Team-Wechsel in Frage.“

Wie bereits 2019 und 2020 möchte Hofor Racing by Bonk Motorsport auch in der anstehenden Saison wieder mit zwei Fahrzeugen in der ADAC GT4 Germany antreten. „Für das zweite Auto sind wir derzeit in intensiven und interessanten Gesprächen. Wir sind zuversichtlich, final entschieden ist aber noch nichts“, verrät Bonk. „Für uns gilt eine klare Maxime: Als Team wollen wir in jedem Rennen den besten BMW stellen. Gabriele und Michael sind dabei die absolute Referenz. Von ihrer Erfahrung können dann auch die Piloten des zweiten Fahrzeuges profitieren. In Bezug auf Abstimmungsdaten arbeiten wir im Team absolut offen.“

Wimmer Werk Motorsport startet mit Cupra und Audi

  •  Max und Felix Wimmer setzen vier Fahrzeuge ein
  •  Max Wimmer: „Wir wollen mit allen vier Auto das Maximum herausholen“
  •  Das Team aus Österreich war bereits 2020 bei zwei Gaststarts dabei

Wimmer Werk Motorsport startet mit vier Fahrzeugen in der ADAC TCR Germany
Foto: ADAC-Motorsport
 

 Spannende Nachrichten aus Österreich: Das Team Wimmer Werk Motorsport geht in diesem Jahr mit gleich vier Fahrzeugen in der ADAC TCR Germany an den Start. Das österreichische Team, geführt von den Brüdern Felix und Max Wimmer, setzt drei Cupra Leon Competicion TCR und einen Audi RS3 LMS ein und sorgt somit für noch mehr Markenvielfalt in der ADAC TCR Germany. Die sechste Saison der Tourenwagenserie des ADAC beginnt vom 14. bis 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben.

„Wir freuen uns auf die Herausforderung und wollen mit allen vier Autos das Maximum herausholen“, sagt Teamchef Max Wimmer: „Die beiden Gaststarts 2020 haben gezeigt, dass wir uns in der ADAC TCR Germany wohlfühlen und uns dort beweisen wollen.“

Drei Starter für die Trophywertung und ein Meisterfahrer
Wimmer Werk Motorsport war bereits 2020 bei zwei Gaststarts in der ADAC TCR Germany dabei: In Hockenheim und beim „Heimrennen“ auf dem Red Bull Ring. Damals setzte das Team erstmals überhaupt den neuen Cupra ein, doch mittlerweile hat man zahlreiche weitere Erkenntnisse gewonnen, so Wimmer: „Wir haben viel ausprobiert, das Auto in der Zeit viel besser kennengelernt und konnten die ‚Kinderkrankheiten‘ ablegen.“

Als Fahrer der Cupra sind Günter Benninger (60, Österreich) und Christian Voithofer (43, Österreich) fix dabei. Mit einem weiteren Piloten sei man in guten Gesprächen, den Audi wird Peter Gross (57, Österreich) steuern. „Der Fahrer, mit dem wir noch sprechen, soll perspektivisch um die Meisterschaft oder zumindest die Spitze mitfahren“, sagt Max Wimmer: „Mit den drei anderen gilt der volle Fokus der Trophy-Wertung.“

Termine ADAC TCR Germany 2021 (Änderungen vorbehalten)

 
14.05. – 16.05.2021    Motorsport Arena Oschersleben
11.06. – 13.06.2021    Red Bull Ring (A)
06.08. – 08.08.2021    Nürburgring
10.09. – 12.09.2021    DEKRA Lausitzring
17.09. – 19.09.2021    Hockenheimring Baden-Württemberg
01.10. – 03.10.2021    Sachsenring
22.10. – 24.10.2021    Hockenheimring Baden-Württemberg

Freitag, 5. Februar 2021

Team Zakspeed mit zwei Mercedes-AMG in der ADAC GT4 Germany

  •  Rennstall aus Niederzissen baut Programm in der ADAC GT4 Germany weiter aus
  •  Team Zakspeed setzt weiterhin auf Mercedes-AMG GT4
  •  Das GT4-Engagement dient als Sprungbrett ins ADAC GT Masters

Zakspeed ist 2021 in der ADAC GT4 dabei

Wenn vom 14. bis 16. Mai die Saison 2021 der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben beginnt, wird auch das Team Zakspeed wieder am Start stehen. Neben dem Einsatz von zwei Mercedes-AMG GT3 im ADAC GT Masters plant das Traditionsteam ein erweitertes Programm in der ADAC GT4 Germany. „Wir möchten mit mindestens zwei Fahrzeugen in der ADAC GT4 Germany antreten“, erläutert Teammanager Philipp Zakowski. „Aufgrund von Corona ist derzeit natürlich nicht alles komplett absehbar. Aber zwei Fahrzeuge sind aktuell der Plan. Wir arbeiten gerade sogar an einem dritten Auto.“

Als Fahrzeugmodell setzt Zakspeed weiterhin auf den Mercedes-AMG GT4. Die Fahrer hat das Team intern bereits größtenteils fixiert und wird das Aufgebot in den kommenden Wochen veröffentlichen. „Unser Saisonziel für die ADAC GT4 Germany ist klar definiert“, so Zakowski weiter. „Wir möchten 2021 mit um den Titel fahren und außerdem auch den Nachwuchs fördern.“

Zakspeed stieg 2020 zur dritten Saisonstation auf dem Sachsenring in die ADAC GT4 Germany ein. Am Steuer des blau-weißen Mercedes-AMG GT4 teilten sich Jan Marschalkowski (18/Inning) und Hendrik Still (33/Kempenich) die Arbeit. Dieses Duo hatte die ersten beiden Rennwochenenden noch für ein anderes Team bestritten. Das Engagement war gleich von Erfolg gekrönt. Marschalkowski/Still konnten das Samstagsrennen auf dem 3,645 Kilometer langen Kurs in Hohenstein-Ernstthal gewinnen. Am Saisonende wurde Marschalkowski zudem Junior-Champion der ADAC GT4 Germany.

„Natürlich gibt es immer Dinge zu verbessern, aber grundsätzlich fühlen wir uns in der ADAC GT4 Germany richtig wohl. Es ist eine super Serie, insbesondere für junge Piloten, die in den GT3-Sport aufsteigen wollen“, erklärt Zakowski. „Und da wir schon seit fast einem Jahrzehnt im ADAC GT Masters unterwegs sind, macht die ADAC GT4 Germany für uns als Team natürlich auch logistisch absolut Sinn. Aus diesem Grund haben wir uns auch bewusst gegen andere Serien entschieden.“


IDM plant 2021 mit neun Rennwochenenden

 

Foto: Jens Hawrda

Die Starterfelder für die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) 2021 entwickeln sich bestens: „Allein in der IDM Superbike rechne ich mit rund 30 internationalen Fahrern“, berichtet Serienmanager Normann Broy. Auch nach dem Aufstieg von IDM-Champion Jonas Folger in die Superbike-Weltmeisterschaft zeichnet sich bereits knapp drei Monate vor dem Saisonstart in der IDM Superbike 1000 das stärkste Fahrerfeld seit langem ab. Der Saisonauftakt ist vom 30. April bis zum 2. Mai 2021 auf dem Lausitzring angesetzt. Die IDM wird vom Special-Interest-Medienhaus Motor Presse Stuttgart veranstaltet und vermarktet.

Wenn es nach dem zweifachen IDM-Superbike-Champion Ilya Mikhalchik (UKR) geht, dann könnte die Meisterschaftssaison sofort starten. Der 25-jährige BMW-Fahrer hat den dritten IDM-Titel fest im Visier. „Ich bin hungrig, nachdem ich im vergangenen Jahr Zweiter geworden bin“, sagt der Ukrainer, der seinen dritten IDM-Titel nach 2018 und 2019 gewinnen will. Der Vizemeister bleibt dem EGS-alpha-Van Zon-BMW Team (BEL) von Meistermacher Werner Daemen treu.

Neben seinem IDM-Engagement gehört der Ukrainer auch zu Daemens Fahrertrio in der Langstreckenweltmeisterschaft. Im Fokus 2021 wird allerdings sein IDM-Titel stehen. „Dafür habe ich in den letzten Wochen sehr hart trainiert, denn das Level in der IDM ist stark gestiegen.“ Daran hat auch sein Team einen ordentlichen Anteil: Daemen setzt gleich vier BMW S 1000 RR ein. Neben Mikhalchik und Tim Eby (Blumberg) treten der Niederländer Pepijn Bijsterbosch (NLD) und der 22 Jahre alte Youngster Jan Mohr (AUT) für das werksunterstützte BMW-Team an.

Aber auch das zweite BMW-Topteam in der IDM stockt auf. Neben seinem Stammfahrer, dem Ex 125er-Meister Florian Alt (Wiehl), gibt Fahrwerksspezialist Benny Wilbers (Nordhorn) dem IDM-Superbike-Talent Marco Fetz (Kleinbreitenbronn) eine Chance. Der 21-jährige Franke steigt damit nach seiner SBK-Debütsaison von einer Suzuki auf eine BMW um. Die ohnehin schon starke BMW-Fraktion erhält mit Langstrecken-WM-Umsteiger GERT54 (Pirna) zusätzliche Schlagkraft. Das Team aus Sachsen setzt wie zuletzt in der WM auf die Le-Mans-Stocksport-Sieger Toni Finsterbusch (Hohenossig) und Lucy Glöckner (Zschopau), die somit beide ihr IDM-Comeback feiern.

Auch Yamaha ist in der IDM Superbike 2021 stark vertreten. Mit dem ehrgeizigen Eidgenossen Dominic Schmitter (CHE) macht sich der letztjährige IDM-Dritte auf die Verfolgung der starken BMW-Fahrer, angeführt von Ilya Mikhalchik und Florian Alt. Wie beide Mitstreiter hält auch Schmitter seinem Team die Treue und bestreitet die zweite Saison auf einer YZF R1-M der Equipe von Konrad Hess. Der 26-jährige Yamaha-Pilot war im Vorjahr der einzige Fahrer, der Überflieger Jonas Folger eine Pole Position abluchsen konnte und im Rennen mit nur fünf Sekunden Rückstand hinter dem Ex-MotoGP-Piloten ins Ziel kam. Ein Grund für Schmitters Selbstbewusstsein, wenn er sagt: „Natürlich macht mich das zum Titelkandidaten.“ Das Meisterteam Bonovo action/MGM Racing vertraut in der IDM weiter auf die Dienste von Marc Moser (Dieburg) und holt Philipp Steinmayr (AUT) als Teamkollegen dazu.

Auch Kawasaki weitet das Engagement aus. Das Team von Emil Weber setztab jetzt nicht nur eine, sondern zwei Ninja ZX10-RR ein: Valentin Debise (FRA) folgt auf seinen Landsmann Erwan Nigon und mit Nico Thöni (AUT) steigt der erste Gesamtsieger des Pro Superstock Cups in die IDM-Königklasse auf. Viel Arbeit in die neue Honda CBR 1000 RR-R „Fireblade“ hat Teamchef Jens Holzhauer (Wittenberge) über den Winter investiert. Wie viele Motorräder er einsetzen wird, steht noch nicht fest. Bestätigt ist bislang nur Publikumsliebling Alessandro Polita (ITA).

Nach dem offiziellen IDM-Ausstieg von Suzuki bleibt von den ehemaligen Teams wahrscheinlich nur die Mannschaft von Denis Hertrampf (Nordhorn) in der IDM. Der Motorradhändler könnte die Saison mit einer anderen Marke bestreiten, denn sein Unternehmen ist breit aufgestellt. Das neue IDM-Starterfeld bei den Superbikes verspricht große Klasse und spannende Rennen, die wie 2020 per Livestream übertragen werden sollen.

Aber nicht nur in der IDM-Königsklasse zeichnet sich ein Spitzenfeld ab. Auch in der IDM Supersport 600 wird die Luft an der Spitze nochmals dünner. Zwar steht noch nicht fest, wo Vorjahresmeister Luca Grünwald fährt. Aber mit dem aus Kroatien stammenden Vizemeister Martin Vugrinec (Bochum) auf Yamaha bewirbt sich ein äußerst erfolgshungriger Fahrer um die Nachfolge. Dazu kommt mit dem zweifachen IDM-Meister Max Enderlein (Hohenstein-Ernstthal) und seinem neuen Teamkollegen Jan-Ole Jähnig (Altenberg) eine neue, extrem starke Fahrerpaarung, die ebenfalls auf Yamaha setzt. Die beiden Ex-Freudenberg-Piloten haben ein eigenes Team gegründet.

Neu in der Klasse, aber nicht unbekannt, ist das Team FÜSPORT RT Motorsports by SKM Kawasaki. Bisher engagierte es sich ausschließlich in der 300er-Klasse für den Nachwuchs. Jetzt geht es zusätzlich eine Stufe nach oben. Mit dem Niederländer Rob Hartog (NLD) und Dino Iozzo (ZAF) haben sich die Chefs Rob Vennegoor und Frank Krekeler zwei besonders schnelle Fahrer gesichert. Bei Bonovo action/MGM Racing soll auf Yamaha mit dem WM-erfahrenen Patrick Hobelsberger (AUT) und wie schon 2020 mit Milan Merckelbagh (NLD) gepunktet werden. Bei Hess Racing startet Marcel Brenner (CHE). Technisch werden die Motorräder der 600er-Klassen wie auch in der Supersport 300 ab dieser Saison auf Slickreifen von Ausrüster PIRELLI umgestellt. Diese Reifen werden auch in der Weltmeisterschaft gefahren.

Auch in der IDM-Nachwuchsklasse Supersport 300 rückt die Konkurrenz noch enger zusammen. Das Team von Michael und Carsten Freudenberg (Bischofswerda) setzt auf die schnellen KTMs mit Titelverteidiger Lennox Lehmann (Dresden), Dirk Geiger (Mannheim) und dem WM-Piloten Victor Steeman (NLD). Nach seinem einjährigen Ausflug in die leistungsstärkere IDM Supersport 600 ist der 20-jährige Holländer zum sächsischen KTM-Team zurückgekehrt. Als Neuzugang komplettiert der 16 Jahre alte Leo Rammerstorfer (AUT) das Fahrerquartett. Bei FÜSPORT RT Motorsports by SKM Kawasaki sind Marvin Siebdrath (Wildenfels), Luca de Vleeschauwer (BEL) und Jorke Erwig (Gescher) gesetzt. Die Entscheidung für den vierten Fahrerplatz ist ebenso noch offen wie auch der Nachfolger für die Kawasaki des Australiers Harry Khoury bei Benjan Racing (NLD), der in die WM aufsteigt.

Neben der IDM-Nachwuchsklasse entwickelt sich die IDM auch sonst weiter zu der Bühne für den Motorradnachwuchs. Der erstmals in Deutschland ausgetragene Yamaha R3 bLU cRU Cup wird vier Mal im Rahmen der IDM antreten. Der Northern Talent Cup (NTC) ist drei Mal dabei und der ebenfalls auf KTM R4C ausgetragene Austrian Talent Cup wird seinen Finallauf am IDM-Wochenende auf dem Red Bull Ring bestreiten.

Bei den Rahmenrennen sind weiter der Twin Cup und der Pro Superstock Cup an Bord. Im Twin Cup sind trotz des Suzuki-Ausstiegs aus der IDM Motorräder der Marke weiter zugelassen. Außerdem bleiben die IDM Sidecar-Meisterschaften im Programm. Noch offen ist, bei welchen Veranstaltungen die Gespanne starten. Der IDM-Saisonauftakt mit allen Meisterschaftsklassen ist vom 30. April bis 2. Mai auf dem Lausitzring geplant.

IDM-Termine 2021 im Überblick

30.04. - 02.05.            Eurospeedway Lausitzring
07.05. - 09.05.            ADAC Sachsenring Classic (IDM Superbike 1000)
20.05. - 23.05.            Speedweek Oschersleben (IDM SBK 1000, SSP/SST 600, SSP 300)
11.06. - 13.06.            Autodrom Most (CZE)
16.07. - 18.07.            Truck Grand Prix Nürburgring (IDM Superbike 1000)
23.07. - 25.07.            Schleizer Dreieck
13.07. - 15.08.            TT Circuit Assen (NLD)
27.08. - 29.08.            Red Bull Ring (AUT)
24.09. - 26.09.            Hockenheimring