Mittwoch, 13. November 2019

„Dream Race“ von DTM und SUPER GT live im TV und im Stream

  • Neu: DTM startet öffentliche Beta-Phase der neuen, eigenen OTT-Streaming-Plattform
  • Bewährt: SAT.1 überträgt beide Rennen live im deutschsprachigen Raum
  • Global: TV-Stationen weltweit sichern sich Übertragungsrechte des Events in Fuji

"Dream-Race" im Fernsehen bei Sat-1 und im neuen eigenen Streaming-Portal der ITR
Foto: dtm.com
Die DTM nutzt das gemeinsame Rennen mit der japanischen SUPER-GT-Serie in der kommenden Woche für den Start einer neuen digitalen OTT-Plattform für Live-Streaming. DTM-spezifischer „Over-the-top content“ (OTT) ist ab dem sogenannten „SUPER GT x DTM Dream Race“ am 23. und 24. November in Fuji/Japan auf DTM.com kostenlos verfügbar. Aus Fuji werden an beiden Tagen sowohl die Qualifikationstrainings als auch die Rennen live, on demand und in voller Länge mit englischem Kommentar über die neue OTT-Plattform der offiziellen DTM-Website gestreamt.

Im deutschsprachigen Raum wird auch der TV-Sender SAT.1, TV-Partner der DTM, beide Rennen live übertragen. Die Sendungen beginnen jeweils um 6:25 Uhr MEZ. Darüber hinaus wird das „Dream Race“ unter anderem in Japan, Russland, Nordamerika, Malaysia, Indonesien und in den Niederlanden live im TV gezeigt. Die OTT-Plattform Motorsport.TV streamt die Rennen ebenfalls live. Rennstart ist an beiden Tagen um 6:30 Uhr MEZ (14:30 Uhr Ortszeit).

Die Übertragung der Rennveranstaltung auf dem früheren Formel-1-Kurs markiert den Beginn einer öffentlichen Beta-Phase der neuen OTT-Streaming-Plattform der DTM. Nutzer können sich auf der Website registrieren und während der Testphase kostenfrei DTM-Inhalte genießen. So sind bei den Live-Übertragungen aus Fuji neben dem üblichen TV-Bild auch vier Onboard-Kanäle anwählbar – sowohl im Vollbild als auch in individuell anpassbaren Multiscreens. Kommentiert werden die Trainings und Rennen vom langjährigen DTM-Kommentator Dave Richardson in englischer Sprache. Verena Wriedt, ebenfalls seit Jahren Moderatorin des internationalen DTM-Signals, führt durch das Programm.

Streaming-Angebot wird sukzessive erweitert

„Mit einer eigenen OTT-Plattform erweitert die ITR ihr digitales Angebot für DTM-Fans weltweit“, sagt Achim Kostron, Geschäftsführer der DTM-Organisation ITR. „Nach dem Start der öffentlichen Beta-Phase rechtzeitig zum ‚Dream Race‘ werden wir dieses Angebot in den kommenden Monaten sukzessive erweitern.“ So werden künftig ausgewählte Formate zusätzlich und exklusiv für registrierte Nutzer bereitgestellt. In der Saison 2020 sollen neben Livetiming-Screens zudem unter anderem Vor- und Nachberichte zu den Rennen sowie weitere Individualisierungen live und on demand zur Verfügung gestellt werden.

Das „Dream Race“ ist die erste Veranstaltung dieser Art von DTM und SUPER GT. In beiden Serien ist die reguläre Saison 2019 bereits beendet. Das „Dream Race“ ist der bisherige Höhepunkt der Zusammenarbeit der jeweiligen Dachorganisationen ITR und GTA. Aus der SUPER-GT-Serie treten insgesamt 15 Autos von Honda, Lexus und Nissan an. Die DTM entsendet sieben Fahrzeuge von Audi (vier) und BMW (drei) nach Japan.

Audi e-tron FE06 sind auf dem Weg nach Riad

  • Rennautos, Ersatzteile und Overalls: zehn Tonnen kostbare Formel-E-Fracht
  • Saisonauftakt am 22. und 23. November in Diriyah (Saudi-Arabien)
  • Audi Sport ABT Schaeffler startet mit Daniel Abt und Lucas di Grassi
Die Audi e-tron FE06 werden für die Reise nach Riad verpackt
Foto: Audi-Motorsport

Jetzt wird es ernst: Gut zwei Wochen vor dem ersten Rennen der neuen Formel-E-Saison haben insgesamt zehn Container und Boxen des Teams Audi Sport ABT Schaeffler Deutschland verlassen und sind auf dem Weg nach Saudi-Arabien, wo am 22. und 23. November die ersten beiden Rennen ausgetragen werden.

Zwei komplette Audi e-tron FE06, jede Menge Ersatzteile und Ausrüstung von Karosserieteilen bis hin zum Putzmittel sowie alle Utensilien, die Daniel Abt und Lucas di Grassi benötigen, befinden sich in der insgesamt rund zehn Tonnen schweren Fracht. Logistikexperte DHL hat die Kisten am Standort des Teams in Kempten abgeholt und zum Stuttgarter Flughafen gebracht. Von dort geht es direkt in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad. Am 19. November um 9 Uhr morgens dürfen die Frachtboxen dann in der Boxengasse von den Teams geöffnet werden.

Es ist eine lange Reise, auf die sich die kostbare Ladung macht: Nach den ersten beiden Rennen geht es direkt weiter nach Chile und von dort von Rennen zu Rennen. Erst nach dem Finale der Formel E im kommenden Juli in London kehren die Kisten wieder zurück nach Kempten. Arbeiten an den Rennautos sind während der Saison deshalb nur in den Boxen der Rennstrecken möglich – ein Unikum im internationalen Motorsport und eine besondere Herausforderung an Mechaniker, Ingenieure und Logistiker der zwölf Teams. 

Daniel Abt und Lucas di Grassi haben ihre Reisetaschen sorgfältig gepackt und dem Team übergeben. Inhalt: jeweils zwei Rennoveralls, zwei Paar Handschuhe, zwei Paar Schuhe, drei Sätze feuerfeste Unterwäsche, Teamkleidung sowie das individuell angepasste Kopfhörersystem für den Funkverkehr während des Rennens gehören zum Standard. Bei Daniel Abt darf außerdem eine Dose Haarspray nicht fehlen, Lucas di Grassi hat ein Springseil für Konzentrationsübungen vor den Rennen dabei.

Die beiden Läufe in Diriyah sind die Rennen Nummer 59 und 60 in der noch jungen Formel-E-Geschichte. Audi Sport ABT Schaeffler ist das einzige Team, das alle mit demselben Fahrerduo bestritten hat, und mit 12 Siegen, 40 Podiumsplätzen sowie je einem Fahrer- und Teamtitel die erfolgreichste Mannschaft im Feld. 

Freitag, 8. November 2019

Erste Reaktionen zu ITR Plänen mit neuer Tourenwagenserie

Foto: Jens Hawrda
Ende Oktober hatte der DTM - Vermarkter ITR bekannt gegeben im nächsten Jahr im  Rahmen der DTM eine Meisterschaft für seriennahme GT-Fahrzeuge ins leben rufen zu wollen.

Das Format beider Serien unterscheidet sich deutlich. Während die ADAC GT4 Germany zwei Rennen pro Wochenende über je eine Stunde mit Fahrerwechsel absolviert, ist die DTM Trophy auf einen Piloten pro Fahrzeug zugeschnitten. Die neue Meisterschaft absolviert zwei halbstündige Rennen an jedem Rennwochenende. Dazu sind in der ADAC GT4 Germany nur Piloten mit Bronze- und Silbereinstufung zugelassen. In der DTM Trophy kann jeder Fahrer starten, der internationale D-Lizenz besitzt.

Nun gib es erste Reaktionen aus der Welt des Motorsports dazu.

Kurz nach Bekanntgabe der Pläne hatte sich bereits der ADAC geäußert der die exklusiv Lizenz für eine Rennserie mit GT4 Fahrzeugen in Deutschland besitzt.

„Wir haben die Ankündigung der ITR zur Kenntnis genommen. Exklusiver Rechtehalter für die Ausrichtung einer Rennserie mit GT4-Fahrzeugen in Deutschland ist der ADAC e.V. Wir werden uns die Fakten gemeinsam mit unserem Partner SRO anschauen und diese bewerten“ so ein ADAC-Sprecher auf eine Anfrage der Internetplattform "GT-Place.com".

Nun hat sich auch der SRO-Gründer und weltweiter Rechteinhaber der GT3 und GT4 Rennserien zu dem Vorgang geäußert. Gegenüber "Motorsport-Aktuell" sagte der Franzose: „Das kann man nur als unfreundlichen Akt gegenüber dem ADAC werten. Warum sollten GT-Teams im Rahmenprogramm fahren, wenn sie anderswo Hauptdarsteller sind?“

Auch erste Reaktionen von Seiten der Teams gibt es bereits, diese sehen die Sache genauso. Für sie stellt sich die Frage weshalb Sie in die neue Serie wechseln sollten, wenn Sie dort nur Auffüller des Rahmenprogramms sind.

Fakt ist, die DTM versucht krampfhaft Ihr jämmerliches Rahmenprogramm für die Fans attraktiver zu machen und so mehr Zuschauer anzulocken, denn bisher gibt es an den DTM Rennwochenenden außer der DTM nur relativ uninteressanten Motorsport, neben der Werbeveranstaltung DTM mit auch nur 18 Fahrzeugen und viel Politik im Hintergrund.

Es bleibt bei diesem Thema spannend, interessant wird sein, ob die ITR es schafft, bei den bisher geäußerten Meinungen zur neuen Serie, überhaupt ein entsprechendes Starterfeld zu finden.

Donnerstag, 7. November 2019

DTM: Kurzinterview mit Gerhard Berger

Berger: „Wir denken zwei Schritte weiter“

Gerhard Berger
Foto: dtm.com
Mit einer spektakulären Konzeptstudie für Rennfahrzeuge mit Elektroantrieb richtet die ITR, Vermarkter der Tourenwagen-Serie DTM, den Blick in die Zukunft des Motorsports. ITR-Vorsitzender Gerhard Berger erklärt im Interview die Hintergründe.

Herr Berger, die ITR hat eine Studie für Tourenwagen mit Elektroantrieb vorgestellt. Ist das ein Ausblick auf die DTM der Zukunft?

„Zunächst einmal sehen wir die Studie als eine mögliche Erweiterung des Angebots der ITR für das Programm auf der DTM-Plattform an. Wir haben die Kompetenz, Veranstaltungen zu organisieren, Rennserien auszuschreiben und auszutragen. Die langjährige Erfahrung bei der Gestaltung eines Technischen Reglements im Zusammenspiel mit Herstellern, Technologiepartnern für Entwicklung und Produktion von Bauteilen sowie den zuständigen Motorsport-Behörden hat die ITR auch.“

Die ITR arbeitet an einem Konzept zur Hybridisierung der derzeitigen DTM-Fahrerzeuge mit Vierzylinder-Turbomotoren. Jüngst wurde ein Pilotprojekt zur Verwendung von Kraftstoffen mit hohem erneuerbarem Anteil vorgestellt. Warum geht die ITR jetzt auch noch mit einer Elektrostudie an die Öffentlichkeit?

„Bei der ITR arbeiten wir an mehreren Bausteinen für nachhaltigere Technologien. Dabei denken wir auch mal zwei Schritte weiter. Wer die Zukunft des Motorsports gestalten will, muss den Blick weit nach vorn richten. Und dabei müssen wir den Entwicklungen in der Serienautomobil-Welt aufgeschlossen gegenüberstehen. Auf den Motorsport bezogen heißt das: Hybrid oder Elektro sind zwar hier und da bereits in Teilen realisiert, aber ein wirklich neues, mitreißendes Konzept, hat in meinen Augen bislang gefehlt. Und neben Millionen Motorsport-Fans weltweit gibt es nun einmal auch eine große Zahl an Automobilkonzernen und Zulieferern, mit denen wir im Austausch sind und die sich gerne stärker im Motorsport engagieren würden. All denen bieten wir jetzt etwas Neues.“

Als Fan der Elektromobilität sind Sie nicht gerade bekannt. Sie haben sich in den zurückliegenden Monaten teils kritisch über die Formel E geäußert. Was ist bei der nun von der ITR vorgelegten Konzeptstudie anders?

„Ich habe immer gesagt, dass die Formel E als Marketingplattform ihre Berechtigung hat und dass ich das Engagement vieler Konzerne dort verstehen kann. Meine Kritik war auf den Motorsport gerichtet, weil ich die Autos für zu langsam halte und die Fahrweise sehr stark durch Strategie und Energiemanagement bestimmt ist. Das wäre bei den Fahrzeugen, die die ITR in der Konzeptstudie vorgestellt hat, völlig anders. Hier sprechen wir von leistungsstarken Fahrmaschinen, die – ebenso wie die DTM – spektakuläres Rad-an-Rad-Racing ermöglichen. Ein weiterer Vorteil: Diese Autos haben einen direkten optischen Bezug zu Autos, die beim Händler stehen. Mit anderen Worten: Hiermit sollte sich auch der Fan identifizieren können.“

Wie realistisch ist es, dass die ITR aus dieser Studie Wirklichkeit werden lässt?

„Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst natürlich von der technischen Machbarkeit – das prüfen wir intensiv und dafür benötigen wie die Expertise von Spezialisten aus Bereichen, mit denen die ITR bislang nichts zu tun hatte, zum Beispiel Batterie- oder auch Roboterhersteller, wenn man an die ambitionierte und bahnbrechende Technologie bei den Boxenstopps denkt. Dann spielt natürlich die Finanzierung der Entwicklung eine große Rolle.“

Können Sie mehr zu den Kosten sagen?

„Noch nicht im Detail, dafür ist es zu früh. Wie auch in der DTM müssen bei einem solchen Technologieprojekt die Kosten unter Kontrolle gehalten werden. Das geht nur, wenn weite Teile der Entwicklung zentral gesteuert werden und wesentliche technische Komponenten des späteren Rennfahrzeugs wie Elektroantrieb mit E-Motoren, Leistungselektronik und Batterie (BEV) oder Brennstoffzelle standardisiert sind. Wir haben bereits in der DTM ein effizientes Einheitsbauteile-Konzept und können das daher ganz gut beurteilen.“

DTM-Vermarkter ITR stellt Vision für eine revolutionäre Elektro-Rennserie vor

  • Modulares System: E-Antrieb mit wahlweise Batterie oder Brennstoffzelle
    Vollautomatische Boxenstopps: Roboter wechseln Batterie und Reifen
  • Rekordverdächtig: Autos mit einheitlichen Antrieben und bis zu 1.000 PS
ITR plant E-Rennserie mit Tourenwagen bis 1000 PS
Bild: ITR

Mit einer spektakulären Konzeptstudie für Rennfahrzeuge mit Elektroantrieb richtet die ITR, Vermarkter der Tourenwagen-Serie DTM, den Blick in die Zukunft des Motorsports. Der Entwurf ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig und geht weit über gegenwärtig existierende Rennserien mit Elektrofahrzeugen hinaus. So werden die Elektromotoren der Rennfahrzeug-Studien auf zwei verschiedene Arten mit Energie versorgt: entweder über eine Batterie oder über eine Brennstoffzelle, die Wasserstoff in elektrische Energie wandelt.
Eine Weltneuheit sieht die Vision von einer zukünftigen Rennserie auch für die Boxenstopps vor: Industrieroboter würden nicht nur die Räder automatisch wechseln, sondern auch die im Fahrzeugunterboden befindliche Batterie oder den Wasserstofftank – je nach Energiespeicher. Der Entwurf sieht extrem leistungsstarke Tourenwagen vor, in denen die Fahrer kurzzeitig bis zu 1.000 PS Leistung abrufen können. Angesichts dieser Power wären bei einem 30- bis 40-minütigen Rennen ein Wechsel von Batterie oder Wasserstofftank notwendig. Ein von der ITR verbreitetes Video zeigt Animationen der E-Rennfahrzeuge und der Boxenstopps.

Der Plan: Rennen im Rahmenprogramm der DTM

„Dies ist ein ebenso mutiges wie innovatives Konzept“, sagt Gerhard Berger, Vorsitzender der ITR. „Wer die Zukunft des Motorsports gestalten und auch mit alternativen Antrieben Racing bieten will, das die Fans begeistert, muss den Blick weiter nach vorn richten. Und dass Hersteller, die sich im Motorsport engagieren wollen, ihr Augenmerk zunehmend auf alternative Antriebskonzepte legen, ist augenscheinlich.“ Seit der Saison 2019 kommen in der DTM Fahrzeuge mit effizienten Vierzylinder-Hochleistungsmotoren mit mehr als 600 PS zum Einsatz.

Darüber hinaus wurde ein klimafreundlicheres Hochleistungsbenzin bereits getestet. Und der nächste Baustein für zukünftige, nachhaltige Antriebstechnologien in der DTM ist schon in Arbeit: Die ITR hat gemeinsam mit den in der DTM engagierten Herstellern und weiteren Entwicklungspartnern ein tragfähiges Lastenheft für die Einführung eines Hybridsystems auf Basis der derzeitigen Zwei-Liter-Turbomotoren erstellt. Ziel ist es, dass die Hybridtechnologie 2022 in der DTM eingeführt wird.
ITR sieht in Elektroserie die Zukunft
Bild: ITR

Eine Serie für Elektro-Rennfahrzeuge würde im Rahmenprogramm der DTM an den Start gehen. Die Vision sieht Einheitsfahrzeuge vor, bei denen der Elektroantrieb mit E-Motoren, Leistungselektronik und Batterie (BEV) oder Brennstoffzelle weitestgehend standardisiert wäre. In den kommenden Monaten wird die ITR die Arbeit an einer detaillierten Machbarkeitsstudie fortsetzen. Bei einem solchen Technologieprojekt müssen die Kosten unter Kontrolle gehalten werden. Das geht nur, wenn weite Teile der Entwicklung zentral gesteuert werden und wesentliche technische Komponenten des späteren Rennfahrzeugs vereinheitlicht sind.

Imposante Leistungsdaten ermöglichen deutlich mehr als 300 km/h

Gleichwohl sollte eine solche Rennserie für Hersteller interessant sein, denn die Fahrzeuge können im markentypischen Erscheinungsbild ihrer Modelle auftreten. Bislang gibt es keine Rennserie mit vollelektrischen Fahrzeugen, die dies ermöglicht. Die Leistungsdaten der Studie sind imposant: Leistungsspitzen von bis zu 1.000 PS ermöglichen Höchstgeschwindigkeiten von deutlich mehr als 300 km/h.
Wechsel der Batterie oder des Wasserstofftankes soll durch Roboter erfolgen
Bild: ITR
Derartige Fahrleistungen erfordern höchste Sicherheitsstandards für Fahrer, Batterie und Wasserstofftank. Bei der Fahrersicherheit würde man auf die Erfahrungen mit der bewährten Kohlefaser-Sicherheitszelle der DTM-Fahrzeuge aufbauen. Für Wechselbatterie und -Wasserstofftank würde eine im Monocoque des Fahrzeugs integrierte Box zum Crash- und Feuerschutz entwickelt werden.

Die DTM bietet eine starke Plattform für den Anlauf eines solchen Projekts

Eine Umsetzung des Projekts hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Der technischen Machbarkeit, der Finanzierung der Entwicklung sowie dem Interesse von Fans, Herstellern, Teams und Sponsoren an einer solchen Serie. Mit professionellen DTM-Veranstaltungen auf Top-Rennstrecken in Deutschland sowie in weiteren europäischen Kernmärkten, einem breiten Publikum sowie einer internationalen TV-Vermarktung hat die ITR für den Anlauf einer solchen Serie eine starke Plattform.
Auch der Reifenwechsel erfolgt durch Industrieroboter
Bild: ITR
Die vorgestellte Vision stellt einen Quantensprung im Motorsport dar, der große technische und organisatorische Herausforderungen, aber auch Chancen mit sich bringt. Der heute skizzierte Rennserie fungierte für Hersteller gleichermaßen als Prüffeld und Entwicklungsbeschleuniger für Technologien mit Relevanz für Serienautos. Berger fügt an: „Die DTM ist eine professionelle, internationale Motorsport-Plattform für Fahrzeuge mit Bezug zu Serienmodellen. Sie existiert seit mehr als 30 Jahren, erfreut sich großer Beliebtheit und verfügt über ein starkes Erbe. Mit diesem Konzept wollen wir zeigen, dass wir aufgeschlossen in die Zukunft blicken und am Motorsport von morgen arbeiten.“