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| Ohne Rennsport geht in der Familie Beinlich nichts. Auch in schweren Zeiten halten alle zusammen. Fotos: Dino Eisele |
So hatte sich Chris Beinlich das EURO MOTO-Roll-out in Oschersleben nicht vorgestellt. Der 30-jährige Privatfahrer aus Pößneck schwenkte bereits nach seiner ersten Runde im freien Training mit der Superbike-BMW wieder in die Box ein – eigentlich nur, um eine Fahrwerkseinstellung zu ändern. Doch dann entdeckte sein Mechaniker noch etwas ganz anderes. Im Hinterreifen steckte eine Schraube.
„So etwas ist mir noch nie passiert“, erzählt der Sachse immer noch ungläubig. Für die finanziell ohnehin knapp aufgestellte BRT-Mannschaft hätte der ungeplante Reifentausch ein echter Rückschlag werden können.
Doch dann zeigte sich die EURO MOTO von ihrer besten Seite. Serienmanager Maximilian Graf von Saurma-Jeltsch bekam das Malheur mit und organisierte kurzerhand bei Pirelli einen neuen Hinterreifen. Dank der spontanen Unterstützung konnte Beinlich, der erst seine zweite Saison in der Superbike-Klasse bestreitet, im zweiten freien Training wieder auf der Strecke sein. Manchmal entscheidet im Motorsport nicht nur die Rundenzeit – sondern auch eine helfende Hand in der Boxengasse.
Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek
