Freitag, 5. Juli 2019

DTM: 1. Freies Training am Norisring

Audi-Schow am Norisring - vier Audis in den Top Five

Mike Rockenfeller (Audi), Schnellster im ersten Freien Training am Norisring
Foto: Jens Hawrda
Das erste Freie Training am Norisring wurde von Audi dominiert. Die vier Schnellsten bei diesem ersten Kräftemessen waren Mike Rockenfeller vor Loic Duval, Renè Rast und Nico Müller, wie gesagt alle im Audi. Erst auf Platz fünf folgt mit Philipp Eng der erste BMW-Pilot.

Auf Platz 8 folgt ein weiterer Audi Pilot mit Robin Frijns, vor Bruno Spengler im BMW. Auf Platz 8 landet Jamie Green (Audi) vor dem ersten Aston Martin-Piloten Daniel Juncadella. Auf Platz 10 fährt Marco Wittmann. Paul di Resta im zweiten Aston Martin verpast die Top-Ten knapp auf Platz 11.

Donnerstag, 4. Juli 2019

DTM-Highlight am Norisring

Thunder in the City 


  • Heimspiel für Audi und BMW bei Traditionsveranstaltung in Nürnberg
  • Starkes Programm: von BMW M1 Procar Revival bis Konzert von Mousse T 
  • Prominenter Besuch: Fürst Albert von Monaco erstmals bei der DTM 
DTM Norisring 2018
Foto: dtm.com

In der DTM steht die schnellste Stadtrundfahrt der Welt an: Wenn am Wochenende die Tourenwagen-Serie in Nürnberg die Saisonrennen sieben und acht austrägt, dann kommt es zum ersten Auftritt der neuen, mehr als 600 PS starken Turbo-Autos auf dem nur 2,3 Kilometer kurzen, aber anspruchsvollen Stadtkurs. Mit einer prognostizieren Spitzengeschwindigkeit von 280 km/h wird der DTM-Rundenrekord also fallen. Die 77. Auflage des Norisring Speedweekends lockt mit einem starken Rahmenprogramm nicht nur zahlreiche Fans an – auch hochkarätige Prominente haben sich angesagt. 

Für Audi und BMW ist der Auftritt in Nürnberg gleichermaßen Heimspiel, keine Strecke im DTM-Kalender liegt näher an den Konzernzentralen in Ingolstadt und München. Beide Hersteller setzen auf dem Kurs am Dutzendteich ihr Kopf-an-Kopf-Rennen um die Tabellenspitze fort. Der zweimalige Saisonsieger René Rast (Audi) führt mit 93 Punkten die Tabelle nur zehn Zähler vor Philipp Eng (BMW) an. Hinter dem Schweizer Nico Müller (Audi, 76 Punkte) liegt Lokalmatador Marco Wittmann (BMW, 68 Punkte) auf dem vierten Tabellenrang. 

Lokalmatador Wittmann: „Stressigste Rennen des Jahres“ 

„Für mich ist es zwar das stressigste Rennen des Jahres, aber keinesfalls eine Belastung“, sagt Wittmann, der aus dem benachbarten Fürth stammt und 2018 erstmals an der Noris gewinnen konnte. „Es ist für mich etwas sehr Schönes zu wissen, dass ich von Fans, Familie und Freundeskreis vor Ort die volle Unterstützung habe. Das ist genial und gibt mir eine Motivationsspritze.“   

Neben Wittmann schlagen für Tabellenführer Rast 2019 bereits zwei Siege zu Buche. Der Mann aus Minden tritt am Norisring mit einem geänderten Fahrzeugdesign an. Mit dem Logo des FC Bayern München auf seinem Auto wirbt er für den Audi Cup, das hochklassig besetzte Fußballturnier seines Arbeitgebers Ende Juli. Rasts Markenkollege Jamie Green, der zuletzt im italienischen Misano wegen einer Blinddarmoperation kurzfristig pausieren musste, kehrt in seinen RS 5 DTM zurück.  

Aston Martin optimistisch vor Premiere am Norisring

Neuling Aston Martin hat die Zeit zwischen Misano und Norisring für Testfahrten genutzt. Zwei Tage hatte das Team R-Motorsport, das die vier Aston Martin Vantage DTM einsetzt, noch im Kontingent. „Wir haben einige Fortschritte gemacht,“ sagt Rookie-Fahrer Ferdinand von Habsburg (AUT). „Ich hoffe, dass wir ein weiteres Stück näher an die Konkurrenz gerückt sind, denn ich möchte im Rennen mehr mit ihnen kämpfen.“

Von Habsburg wird am Wochenende nicht der einzige Adlige zwischen Dutzendteich und Zeppelinfeld sein. Neben Ex-DTM-Fahrer und BMW-Markenbotschafter Prinz Leopold von Bayern hat sich auch Fürst Albert von Monaco für den Norisring angekündigt. Das Oberhaupt des Fürstentums kommt auf Einladung von DTM-Chef Gerhard Berger ins „fränkische Monaco“, wie der Stadtkurs in Anlehnung an die Formel-1-Strecke an der Côte d'Azur auch genannt wird. Weitere Prominente auf der Gästeliste: Model Lena Gercke, Ex-Fußball-Profi Giovane Elber und der deutsche Skistar Thomas Dreßen, der 2018 die berühmte Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel gewann.

Rahmenprogramm mit historischen Rennwagen und Konzert von Mousse T

Der Norisring bietet zudem die Bühne für ein rekordverdächtiges Rahmenprogramm. Neben dem beliebten Porsche Carrera Cup Deutschland sowie der W Series, der neue Formel-Rennserie für Frauen, bilden historische Rennfahrzeuge den sportlichen Rahmen. Bei den Tourenwagen Classics fahren Renntourenwagen der 80er- und 90er-Jahre gegeneinander. Einen einzigartigen Auftritt bietet das BMW M1 Procar Revival. 39 Jahre nach dem letzten Procar-Rennen am Norisring kehren 14 Exemplare des atemberaubenden Sportwagens nach Nürnberg zurück. Bei den Highspeed-Demorunden sitzen unter anderem die ehemaligen Formel-1-Fahrer Hans-Joachim Stuck (GER), Marc Surer (SUI) und Jan Lammers (NED) am Steuer – die drei Fahrer, die im Juni 1980 im Procar-Rennen die ersten drei Plätze belegten. 

Für musikalische Unterhaltung im Fan Village sorgt am Samstagabend der international bekannte DJ Mousse T. Der deutsch-türkische Musikproduzent hatte 1998 mit seiner Hitsingle „Horny“ den ersten großen Erfolg. Ein Jahr später schaffte er mit dem Song „Sex Bomb“, den er exklusiv für Tom Jones schrieb, auch den internationalen Durchbruch als Songwriter. Zu dem Konzert (Beginn: 18:30 Uhr) haben alle Inhaber eines gültigen Tickets freien Eintritt.  

Ticket-Vorverkauf auf DTM.com

Tickets für das Rennwochenende in Nürnberg sind über die offizielle Website DTM.com/tickets und bei der DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20€/Anruf inkl. MwSt aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) erhältlich. Die Hotline ist montags bis freitags sowie am Rennwochenende auch samstags und sonntags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr geschaltet. SAT.1 berichtet am Samstag und Sonntag jeweils ab 13:00 Uhr live aus Nürnberg. SPORT1 zeigt am Sonntagabend ab 22.30 Uhr die Höhepunkte des DTM-Wochenendes.

Stimmen der Aston Martin Piloten vor dem Rennwochenende am Norisring

Jake Dennis:
„Der Norisring ist für die enorme Stimmung unter den Fans bekannt. Es ist einfach unglaublich, wie viele Menschen zu diesem Rennen pilgern. Die Strecke selbst ist mit ihren langen Geraden und sehr wenigen Kurven absolut einzigartig im Rennkalender. Der Norisring ist ein echter Stadtkurs. Es gibt keinerlei Raum für Fehler. Wenn du nur den kleinsten Fehler begehst, landest du sofort in der Mauer. Deshalb ist diese Strecke so klasse. Jede Qualifying-Runde ist komplett am Limit und auf diesem kurzen Kurs kann ein Zehntel über drei Startreihen entscheiden. Meine bislang beste Erinnerung an den Norisring stammt wahrscheinlich aus der Saison 2015, als ich in der Formel 3 auf die Pole Position gefahren bin. Wir hatten an diesem Wochenende eindeutig nicht das beste Auto, aber mit einer perfekten Runde konnte ich mir mit einem Tausendstel Vorsprung die Pole sichern. In diesem Jahr habe ich mir eine ähnliche Runde vorgenommen. Damit wäre ich dann echt zufrieden, haha!“


Paul Di Resta mag den Norisring
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta:
„Ich liebe es, dass der Norisring so kurz ist. Der Streckenverlauf mag mit den beiden Haarnadeln und den Esses einfach aussehen, aber der Kurs ist trotzdem technisch sehr anspruchsvoll. Es ist beinahe unmöglich, eine perfekte Runde zu fahren, da die vielen Bodenwellen das Anbremsen ganz besonders vor den Haarnadeln unheimlich schwierig machen. Man darf wirklich keine Zeit liegen lassen, da im Qualifying Tausendstelsekunden über deine Platzierung entscheiden können. Ich bin bei diesem Rennen schon auf das Podium gefahren, aber ich konnte in der DTM noch nie ganz oben stehen. Mein bislang einziger Sieg in den Straßen von Nürnberg ist mir 2006 in der Formel 3 gelungen.“

Ferdinand von Habsburg:
„Der Norisring ist eine überraschend physische Strecke und sehr intensiv. Äußerste Perfektion ist gefragt und jede Kurve hat ihren eigenen Charakter. Das muss man respektieren, um schnell zu sein. Die Strecke muss man gut verstehen, denn um die Probleme herum zu fahren, ist dort nicht möglich. Dieser Stadtkurs stellt total andere Anforderungen als konventionelle Strecken, das muss man in kürzester Zeit verinnerlichen, um dort schnell zu sein. Mein schwierigstes Rennen erlebte ich 2017 im zweiten Formel-3-Rennen, das ich mit einer gebrochenen rechten Hand nach einem Unfall am Vortag zu Ende fuhr und dabei sogar um einen Podiumsplatz kämpfte.“

Daniel Juncadella:
„Auf dem Norisring gefallen mir vor allen Dingen die engen Rad-an-Rad-Zweikämpfe auf dieser kurzen Strecke sowie die fantastische Atmosphäre am Rennwochenende. Es ist immer das am besten besuchte Rennen des Jahres und die Tribünen sind stets prall gefüllt. Die größte Herausforderung für uns Fahrer, ist, die richtigen Bremspunkte zu finden. Am Ende der langen Geraden ist es extrem schwierig, so spät wie möglich zu bremsen, da man dabei immer versuchen muss, den Bodenwellen auszuweichen. Wenn einem das gelingt, macht man Rundenzeit gut. Auf diesem Kurs ist es entscheidend, die Bremsperformance voll auszunutzen. Mein schönstes Erlebnis auf dem Norisring war bislang meine erste DTM Pole Position, die ich im Vorjahr dort einfahren konnte. Daran werde ich mich immer erinnern. Das war ein absolutes Highlight für mich. Es war großartig, dass mir das gerade auf dem Norisring vor so einem riesigen Publikum gelungen ist.“

Mittwoch, 3. Juli 2019

Aston Martin Vantage DTM vor Debüt auf dem Norisring

  • Die neue DTM-Fahrzeuggeneration wird auf dem engen Stadtkurs voraussichtlich Topspeeds von mehr als 265 km/h und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 185 km/h erreichen
  • Zwischen den DTM-Wochenenden in Misano und auf dem Norisring absolvierte R-Motorsport zwei Testtage in Vallelunga, um an der Verbesserung der Performance und Zuverlässigkeit zu arbeiten
  • Paul Di Resta, Ferdinand von Habsburg und Daniel Juncadella nehmen im Rahmen des Rennwochenendes ihre neuen Aston Martin Vantage Dienstfahrzeuge in Empfang
  • Dr. Florian Kamelger: „Die DTM-Rennen in Nürnberg haben wegen der großen Zuschauerkulisse stets eine tolle Atmosphäre und es wäre besonders schön, den Fans dort eine gute Leistung zu zeigen und wieder Punkte-Resultate einzufahren.“
Der Aston Martin Vantage DTM fährt erstmals am Norisring
Foto: Jens Hawrda

Eine fantastische Kulisse, hohe Temperaturen sowie ein anspruchsvoller Stadtkurs, der jeden Fehler sofort bestraft: Am kommenden Wochenende erwartet R-Motorsport auf dem Norisring eine echte Herausforderung.

Der Traditionskurs in Nürnberg gilt als einer der absoluten Höhepunkte jeder DTM-Saison. Dabei sorgt aber nicht nur die einzigartige Atmosphäre für ein besonderes Rennwochenende. Auch der Straßenkurs selbst stellt die Fahrer und Teams vor eine ganz besonders knifflige Aufgabe.

Der Streckenverlauf mag mit seinen langen Geraden, den beiden Spitzkehren sowie seiner insgesamt geringen Kurvenanzahl simpel aussehen, aber die rund 47 Sekunden Rundenzeit haben es wahrlich in sich. Auf den Geraden erreichen die neuen DTM-Fahrzeuge voraussichtlich Geschwindigkeiten von mehr als 265 km/h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen den Nürnberger Leitplanken und Mauern beträgt 185 km/h.

Während die schnellste Kurve mit 102 km/h durchfahren wird, passieren die Piloten die Grundig-Haarnadelkurve mit gerade einmal 52 km/h. Beim Anbremsen der Grundig-Kehre sind die Fahrer auf einem Bremsweg von 175 Metern Belastungen von bis zu 2,5 G ausgesetzt.

Auch aus strategischer Sicht stellt der Norisring eine besondere Herausforderung dar. So ist eine Zwei-Stopp-Strategie möglich, wenn auch nicht ganz optimal. Ein Fragezeichen schwebt noch über dem Reifenabbau, der aufgrund der neuen Turbo-Aggregate noch schwer vorherzusagen ist. Normalerweise liegt dieser auf dem Norisring jedoch eher auf der niedrigeren Seite. Die Fahrer verlieren bei einem Boxenstopp um die 40 Sekunden.

Für drei der vier Piloten von R-Motorsport beginnt das Rennwochenende mit einem besonders erfreulichen Moment: zwischen den beiden Freien Trainings (13:00 Uhr & 16:15 Uhr, Live-Stream auf ran.de) nehmen Paul Di Resta, Ferdinand von Habsburg und Daniel Juncadella am Freitag in der Zeit zwischen 15:15 und 15:30 Uhr vor der Team-Hospitality ihre neuen Dienstfahrzeuge vom Typ Aston Martin Vantage in Empfang. Jake Dennis ist bereits seit einigen Wochen im Besitz seines neuen Dienstautos der britischen Luxus-Sportwagenmarke.

Am Samstag und Sonntag sitzt das Fahrer-Quartett dann wieder in den vier Aston Martin Vantage DTM Boliden. Los geht es wie immer mit den beiden Qualifyings (Sa: 10:25 Uhr, So: 10:35 Uhr, jeweils live auf ran.de), gefolgt von den zwei Rennen (Sa & So: jeweils 13:30 Uhr, live auf SAT.1).

Interview mit dem Misano-Sieger vor dem Audi-Heimspiel in Nürnberg

Nico Müller: „Ich habe mich auf dem Norisring schon immer wohlgefühlt“

Nico Müller
Foto: Jens Hawrda

Nach seinem Sieg beim DTM-Rennen in Misano hat Nico Müller eine Menge erlebt. Der Schweizer im Interview vor dem Audi-Heimspiel auf dem Norisring (Samstag und Sonntag jeweils ab 13 Uhr live auf SAT.1).

Wie hast du den zweiten Sieg in der DTM gefeiert?
Am Sonntagabend gab es in der Audi-Hospitality ein Get-together. Es war schön, mit dem ganzen Team und auch Audi-übergreifend auf das gute Wochenende anzustoßen. Danach bin ich mit meiner Crew, den Mechanikern und Ingenieuren, noch etwas an der Adriaküste weitergezogen. Dort kann man so einen Erfolg gut feiern. Das hat uns weiter zusammengeschweißt und noch mehr motiviert, das möglichst bald zu wiederholen.

Wie viele WhatsApp-Nachrichten hast du nach dem Sieg bekommen?
Es gab tatsächlich sehr viele Glückwünsche. Es ist schön zu sehen, dass die Leute mitfiebern und an solchen Erfolgen gerne teilhaben. Auch von langjährigen Wegbegleitern und wichtigen Personen in meiner Karriere wie unserem ehemaligen Chef Dr. Wolfgang Ullrich gab es Nachrichten – darüber freut man sich natürlich.

Nach dem Sieg in Misano ging es gleich weiter nach Neuburg, wo du Fußballstar Thomas Müller Fahrstunden gegeben hast. Müller hoch zwei, sozusagen ...
Thomas Müller zu treffen war ein absolutes Highlight. Er ist ein total cooler Typ, völlig am Boden geblieben und sehr entspannt. Er hat sich auch hinter dem Lenkrad gut angestellt. Ein Rennauto wie den Audi R8 LMS GT4 am Limit zu bewegen, ist ja nicht so einfach. Er hat sich schnell getraut das Auto zu pushen und hatte viel Spaß dabei. Für mich war es eine Ehre, ihm ein bisschen Fahrkünste mit auf den Weg zu geben, ihn etwas zu coachen und bei einer Taxifahrt im Audi RS 5 DTM auch einen kleinen Vorgeschmack auf die DTM zu geben. Es war für uns beide ein richtig toller Tag.

Interessierst du dich für Fußball? Bald findet in München ja auch wieder der Audi Cup statt.
Ich bin zugegebenermaßen nicht der größte Fußballfan und auch kein besonders talentierter Fußballer. Aber ab und zu verfolge ich schon, was da passiert. Diese Sportart genießt ein so großes Interesse, dass man da gar nicht drum herumkommt. In meiner Heimat haben die Berner Young Boys gerade einen guten Lauf. Sie haben die Szene in der Schweiz im Griff, worüber ich mich sehr freue. Ich hatte auch schon die Gelegenheit, den FC Bayern München in der Allianz Arena live zu sehen. Die Stimmung, die da herrscht, diese Leidenschaft für den Club, das ist absolut der Oberhammer. In Deutschland ist das jedes Jahr die Mannschaft, die es zu schlagen gilt. Davor kann man als Sportler nur den Hut ziehen.

Zurück zur DTM. Am Wochenende steht der Norisring auf dem Programm.
Auf den Norisring freue ich mich extrem. Das ist eine Strecke, an die ich sehr viele schöne Erinnerungen habe. Dort habe ich 2016 mein erstes DTM-Rennen gewonnen. Aber auch 2018 waren wir da Audi-intern stark unterwegs. Ich habe mich auf dem Norisring schon immer wohlgefühlt. Ich mag Stadtkurse generell und gehe mit einem guten Gefühl dorthin. Ich bin top motiviert und gut vorbereitet.

Der Norisring ist nur 2,3 Kilometer lang, was macht ihn trotzdem so schwierig?
Es gibt in der Tat nur vier Kurven. Das Layout sieht einfach aus. Aber wir fahren dort auf sonst öffentlichen Straßen. Es gibt viele kleine versteckte Herausforderungen. Die Strecke ist ziemlich uneben. Der Belag verändert sich von Jahr zu Jahr, wir müssen die Strecke jedes Mal neu lernen. Und anders als auf normalen Rennstrecken muss man sich von unten Schritt für Schritt ans Limit herantasten, denn zwischen den Mauern und Leitplanken kommt dich jeder kleine Fehler teuer zu stehen. Und die Abstände sind minimal. Am Norisring geht es um Hundertstel.

Zwischen den beiden DTM-Rennen in Misano und am Norisring warst du beim E-Prix in Bern. Wie hast du das Formel-E-Rennen in deiner Heimatstadt erlebt?
Der Renntag beim E-Prix in Bern war absolut genial. Das Zuschauerinteresse war riesig. Der Support, den ich gespürt habe, obwohl ich gar nicht gefahren bin, war cool. Ich glaube, ich hatte noch nie eine so lange und intensive Autogrammstunde. Es ist schön zu sehen, dass die Leute in meiner Heimat diese Leidenschaft teilen.

Für die Formel E hast du sogar auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring verzichtet.
Es war extrem komisch, nach fünf Jahren erstmals nicht am Start zu stehen. Es ist meiner Meinung nach das härteste 24-Stunden-Rennen der Welt. Dass Audi Sport dort immer wieder gewinnt, ist absolute Oberklasse. Gratulation! Ich hoffe, ich kann in Zukunft auch wieder selbst am Start stehen und um den Sieg kämpfen.

Was rechnest du dir für den Norisring aus?
Im letzten Jahr war BMW dort sehr stark und das werden sie vermutlich auch dieses Jahr sein. Aber natürlich wissen wir nicht, wo wir am Norisring im Vergleich zu Aston Martin stehen. Wir müssen uns auf uns konzentrieren und wieder einen top Job machen. Dann sehe ich keinen Grund, warum wir nicht erneut um die ganz großen Punkte kämpfen sollten.