Donnerstag, 31. Juli 2025

Preining vorm Grello-Heimspiel: „Habe mit dem Nürburgring eine Rechnung offen“

  •  Porsche-Pilot möchte in der Eifel seine Topform bestätigen
  • „In der DTM kann ich meine Leidenschaft als Rennfahrer ausleben“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 #91
Foto: Jens Hawrda

Mit dem Nürburgring geht es vom 8. bis 10. August in die zweite Saisonhälfte der DTM – und ein Fahrzeug steht dabei besonders im Fokus. Der „Grello“ des Porsche-Werksfahrers Thomas Preining ist in der Eifel ein echter Publikumsliebling und genießt Kultstatus. Das Ziel beim Heimspiel seines Teams Manthey EMA, das in Meuspath direkt neben der Nordschleife zu Hause ist, hat Preining fest im Blick: Angreifen und die DTM-Tabellenspitze erobern. „Meine Vorfreude auf das Wochenende ist riesig! Das komplette Team ist extrem motiviert. Dazu ist es einfach überragend, den ‚Grello‘ auf dem Nürburgring zu fahren und den wahnsinnigen Support der Fans zu spüren“, sagt der Österreicher.

Als Tabellenführer geht Preinings Landsmann Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) in den fünften Saisonstopp. Das Momentum spricht aber klar für Preining: Starke 61 Punkte holte der gebürtige Linzer in den vergangenen drei Rennen, sprang von Tabellenplatz neun bis auf Rang zwei und hat mit nur sieben Zählern Rückstand auf Auer die Spitze klar vor Augen. „In der DTM geht es immer unfassbar eng zu. Ich denke, dass sich im Kampf um den Titel eine Führungsgruppe an der Spitze etablieren wird“, blickt Preining voraus und formuliert auch seine Rolle: „Ich bin überzeugt, dass wir bis zum Schluss zu dieser Gruppe gehören werden, um beim Finale um die Meisterschaft zu fahren.“

Zuletzt begeisterte der 27-Jährige in seinem Porsche 911 GT3 R mit starken Überholmanövern und feierte am Norisring seinen ersten Saisonsieg. „In der DTM“, betont Preining, „kann ich als Rennfahrer meine Leidenschaft auf der Strecke ausleben. Das ist die Art von Racing, die mir am meisten Spaß macht. Natürlich kommt es immer darauf an, was der Rennleiter zulässt. Aber ich denke, innerhalb eines geregelten Rahmens haben wir Fahrer ziemlich viele Freiheiten und es darf Tür an Tür schon ein bisschen Kontakt geben. Genau dafür steht die DTM.“

Auffällig in der Saisonbilanz von Preining: Drei seiner vier Podiumsplätze holte er in den Sonntagsrennen, in denen seit dieser Saison zwei Pflicht-Boxenstopps absolviert werden müssen. „Das neue Rennformat kommt uns natürlich etwas entgegen“, verrät Preining und erklärt: „Ich denke, je mehr Einfluss die Team-Performance wie die Strategie oder die Boxenstopps auf das Resultat nehmen kann, desto besser ist es für uns. Unser gutes Gesamtpaket ist eine große Stärke.“

Sieben DTM-Rennsiege konnte Preining in seiner Karriere bislang verbuchen – in der Eifel soll ein weiteres Top-Ergebnis folgen. „Es ist kein Geheimnis, dass wir mit dem Nürburgring noch eine Rechnung offen haben“, sagt Preining und spielt damit auf das diesjährige ADAC Ravenol 24h Nürburgring an. Die „Grello“-Crew fuhr zwar als Erster durchs Ziel, bekam aber eine Zeitstrafe von 1:40 Minuten aufgerechnet und wurde somit im legendären Langstreckenrennen auf Rang zwei gewertet. Preining blickt voller Motivation auf den DTM-Stopp: „Ich mag die Eifel und natürlich möchte ich am Ende ganz oben auf dem Podium stehen.“


Motorsportvielfalt pur beim ADAC Racing Weekend in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Am 2. und 3. August bringt das ADAC Racing Weekend spannenden Motorsport in die Motorsport Arena Oschersleben. Geboten werden 13 Rennen mit modernen Porsche-Boliden, historischen Formel- und Tourenwagen sowie Kultfahrzeugen wie Trabis und Ladas. Ein Wochenende voller Vielfalt für Motorsportfans, welches durch den Porsche Sports Cup komplettiert wird.

Das ADAC Breitensport Wochenende mit dem ADAC Racing Weekend kehrt vom 2. bis 3. August zurück in die Motorsport Arena Oschersleben. Es ist eine Plattform für Motorsportprofis im Porsche Sports Cup und Hobby-Motorsportler im NATC Sprint oder dem ADAC Historic Cup Ost. Legendäre Rennfahrzeuge aus vergangenen Motorsportepochen gibt es zudem bei der Special Tourenwagen Trophy (STT) zu sehen.

Den Besuchern wird damit abwechslungsreicher Motorsport geboten – vom historischen Formelwagen bis hin zum modernen Porsche. Der Porsche Sport Cup besteht dabei aus drei Markenpokalen: Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und dem Porsche Endurance Challenge Deutschland. Hier kommen Fans der Marke voll auf ihre Kosten!

Beim ADAC Historic Cup Ost werden Rennen im Bereich der Formel-Fahrzeuge und getrennt davon der Tourenwagen ausgefahren. Trabbi, Lada und Co. werden hier im Renntempo um die Strecke bewegt. Das hat Kultcharakter und macht auch als Besucher mit dem Blick von unseren Zuschauertribünen richtig Spaß!

An diesem ersten August-Wochenende werden insgesamt 13 Rennen ausgefahren.

Im Infield der Anlage gibt es als Rahmenprogramm eine Fahrzeugausstellung zu sehen und auch der Zugang zum Fahrerlager für das ein oder andere Benzingespräch ist inklusive.

Next Stop: DTM Nürburgring

Foto: Jens Hawrda

Nach der Sommerpause geht es in die Eifel – der Nürburgring läutet vom 8. bis 10. August die zweite Saisonhälfte der DTM ein. Auf dem Traditionskurs geht die Jagd nach Tabellenführer Lucas Auer in die nächste Runde. Und die könnte kaum spannender sein: Gerade einmal acht Punkte trennen die Top-Fünf der Tabelle.

Mit Manthey EMA (Meuspath) und dem HRT Ford Performance (Drees) treten beim fünften Saisonstopp zwei Teams in ihrem Wohnzimmer an. Während Manthey EMA mit dem beliebten „Grello“ sowie zwei weiteren Porsche 911 GT3 R antritt, bringt die HRT-Mannschaft zwei neue Ford Mustang GT3 an den Start. Auch im Fahrerfeld findet sich mit Tom Kalender ein echter Lokalmatador: Der 17-jährige Westerwälder aus Hamm/Sieg steuert einen Mercedes-AMG GT3 Evo für das ebenfalls in Rheinland-Pfalz beheimatete Mercedes-AMG Team Landgraf.

Die Fans am Nürburgring dürfen sich neben der DTM auf weitere Serien freuen: Die ADAC GT4 Germany geht genauso an den Start wie der Prototype Cup Germany. Rasante Markenpokal-Action bringt der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland in die Eifel. Vollelektrische Renn-Power verspricht zudem der NXT Gen Cup.

Tickets für die DTM auf dem Nürburgring gibt es ab 49 Euro. Auch für die attraktiven Plätze in den Top-Kategorien sind noch Restkarten erhältlich. Ein ultimatives DTM-Erlebnis verspricht die Track Safari, wenn Fans in Busse einsteigen und in einer separaten Session am Freitag ihre Runden über den Nürburgring drehen – während die DTM-Boliden mit rasanten Geschwindigkeiten vorbeirauschen. Wer eine Reise hinter die Kulissen erleben möchte, ist bei der Fan Tour powered by Pirelli genau richtig.

Quelle: dtm.de


Streifzug durch die DTM-Geschichte am Nürburgring

  • Showrunden mit legendäre DTM-Rennern aus 40 Jahren
  • Ex-Champions und DTM-Helden wie Strycek, Mücke und Grohs am Steuer

Foto Jens Hawrda

Kraftvoller Sound, ikonische Silhouetten und der unverwechselbare Geruch von Motorsportgeschichte: Beim DTM-Wochenende vom 8. bis 10. August auf dem Nürburgring erleben die Besucher legendäre DTM-Fahrzeuge bei Demorunden auf der Rennstrecke. Vom BMW M3 und Mercedes-Benz 190E 2.5-16V Evo II über den Opel Calibra V6 bis hin zum Opel Astra V8 Coupé dürfen sich die Fans auf Highlights aus der abwechslungsreichen DTM-Historie freuen.

Foto: Jens Hawrda

Die Vielfalt der eingesetzten Boliden reicht von Gruppe-A-Klassikern über die Ära der Klasse 1 bis hin zu späteren Class-1-Fahrzeugen. Mit dabei sind unter anderem ein Abt Audi TT-R aus dem Jahr 2000, der damals vom Briten James Thompson pilotiert wurde. Dazu gesellen sich mehrere BMW M3 E30 – darunter auch ein Exemplar von Dieter Quester – sowie der Ford Mustang des damaligen Fan-Lieblings Gerd Ruch, ein Mercedes-Benz 190E Evo II von Roland Asch und zwei Opel Astra V8 Coupés, einst gefahren von Peter Dumbreck und Joachim Winkelhock.

Foto: Jens Hawrda

Bewegt werden die Fahrzeuge von echten DTM-Legenden: Harald Grohs greift ins Lenkrad von einem seiner ehemaligen BMW M3, auch Stefan Mücke (Mercedes-Benz C-Klasse) sowie der erste DTM-Champion Volker Strycek nehmen an den Demonstrationsfahrten teil. Letzterer steuert einen legendären Opel Calibra V6 4x4 aus der Saison 1994. Mit einem Ford Sierra Cosworth von 1987 nimmt Ex-ADAC GT Masters-Champion Sebastian Asch an den Demorunden teil.

Foto: Jens Hawrda

Die Showrunden finden über das gesamte Wochenende hinweg zu mehreren Zeitpunkten statt und sorgen für Gänsehaut-Momente auf dem Eifelkurs. Für die Fans bietet sich eine einmalige Gelegenheit, legendäre Fahrzeuge und prägende Persönlichkeiten der Serie noch einmal live zu erleben – mit Originalsound, typischer Lackierung und jeder Menge Emotion.


Donnerstag, 24. Juli 2025

Prototype Cup Germany: Barth und Dirickx: Knoten geplatzt

Seit dem Auftritt des Prototype Cup Germany auf dem Dekra Lausitzring haben Maxim Dirickx (21/BEL) und Sven Barth (44/Eberbach, beide Aust Motorsport) Geschmack am Podest gefunden; in drei der vergangenen vier Rennen eroberten sie einen Platz in den Top 3. 

Der bunte Aust-Ligier mit Maxim Dirickx und Sven Barth am Steuer 
Foto: ADAC-Motorsport

Die Saison 2025 begann mit dem Heimspiel des Belgiers Maxim Dirickx in Spa-Francorchamps, bei dem er eigentlich glänzen wollte. Doch am Ende blieben ihm und seinem Partner Sven Barth nur die Positionen fünf und sieben. Auch in Hockenheim reichte es noch nicht für den angestrebten Podestrang. „Zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung bei uns nicht gerade gut, weil wir uns mehr erhofft hatten. Ich habe mich dann mal intensiv mit Maxim unterhalten, denn wir beide mussten vor allem den Kopf frei bekommen“, erzählt Barth. Dirickx stößt in dasselbe Horn. „Ich habe mir bis Hockenheim viel Druck gemacht. Seit dem Lausitzring versuche ich die Rennen als Spaß zu betrachten und schon läuft es besser. Es war am Ende wirklich reine Kopfsache.“ Barth kann sich gut vorstellen, dass ein Youngster wie Dirickx sich zu viel Druck gemacht hat. „Maxim kam 2024 direkt aus dem Kartsport, da ist der Sprung in einen LMP3 extrem groß. Natürlich wird er nicht in einen LMP3 einsteigen und alles gewinnen, zumal das Feld im Prototype Cup Germany stark besetzt war und noch immer ist. Ich denke, dass er damit erstmal klarkommen musste, zunächst keine Top-Resultate zu erzielen, denn er kannte auch aus dem Kartsport vor allen den Erfolg.“

Neben dem mentalen Aspekt glauben beide Fahrer, dass es auch eine gewisse Zeit benötigte, damit alle Rädchen im Team perfekt ineinandergreifen. „Unser Auto ist im Vergleich zum Saisonbeginn besser geworden und unsere Abstimmungen sind ebenfalls optimaler geworden. Fahrer, Team, Ingenieure, Mechaniker, alle sind nun besser aufeinander eingestellt als noch zu Beginn der Saison.“ Ebenfalls wichtig: Beide fühlen sich wohl bei Aust Motorsport. „Unser Teamchef Frank Aust ist ein Chef, mit dem man über alles reden kann. Und er hat von Anfang an an mich geglaubt. Außerdem ist positiv, dass wir nur ein Auto einsetzen, in das die volle Konzentration aller Beteiligten fließt“, so der Belgier.

Nachdem sie am Lausitzring zweimal Zweite wurden und auf dem Norisring, auf dem Barth und Dirickx Rookies waren, einmal Position drei holten, schielen sie nun sogar auf die Gesamtwertung. „Das Konrad-Duo Danny Soufi und Pavel Lefterov ist wahrscheinlich schon zu weit enteilt, aber Platz zwei in der Gesamtwertung ist für uns absolut möglich. Und ich möchte Junior-Champion werden“, verrät Dirickx seine Ziele. Barth betrachtet diese als realistisch. „Am Anfang war Maxim noch etwas hinter mir, aber mittlerweile muss ich mich schon fast strecken, um mit ihm mitzuhalten. Und das ist auch gut so, denn Maxim hat als junger Kerl seine Karriere noch vor sich. Dass wir beide nun ähnlich schnell sind, macht uns als Duo auf jeden Fall noch stärker.“

Quelle: adac-motorsport.de


Mittwoch, 23. Juli 2025

ADAC GT-Masters: Die Halbzeitmeister Wiebelhaus und Owega im Interview

  • Ford-Duo holte ersten Sieg für neuen Ford Mustang in Europa
  • Wiebelhaus und Owega liegen auch in „Road to DTM“-Wertung vorn
  • Die Ford Performance-Junioren über die Entwicklung des Mustang

Salman Owega (li.) und Finn Wiebelhaus nach ihrem Sieg am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Pausengong mit Paukenschlag. Im letzten Rennen vor der Sommerpause des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring fuhren Salman Owega (20/Köln) und Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/beide Haupt Racing Team) ihren ersten Saisonsieg ein. Es war der Premieren-Erfolg des Ford Mustang GT3 in der Nachwuchsliga des ADAC und in ganz Europa. Nach diesem Sieg liegt das Duo mit 98 Punkten auf Platz eins der Fahrermeisterschaft und kann sich über den inoffiziellen Titel ‚Halbzeitmeister‘ freuen.

Herzlichen Glückwunsch zur Halbzeitmeisterschaft. Was bedeutet euch dieser Erfolg?

Finn Wiebelhaus: Sehr viel. Wir hatten diese Saison bereits einen Ausfall und dass wir trotzdem in der Tabelle ganz oben stehen, ist eine starke Teamleistung. Wir lernen aktuell an jedem Wochenende so viel über das Auto und hoffen, dass wir im weiteren Verlauf der Saison dieses Wissen einsetzen und damit noch stärker werden können.

Salman Owega: Es schadet natürlich nicht, nach der Halbzeit vorne zu sein. Aber wie der Name schon sagt, kommt nochmal die gleiche Anzahl an Rennen auf uns zu, in denen nochmal genauso viel passieren kann. Von daher dürfen wir uns auf keinen Fall zu früh freuen.

Foto: Jens Hawrda

Ihr seid in der vergangenen Saison bereits Teamkollegen gewesen, teilt euch 2025 aber erstmals das Auto im ADAC GT Masters. Wie harmoniert ihr auf persönlicher und fahrerischer Ebene?

Finn Wiebelhaus: Salman ist der angenehmste Teamkollege, den ich in meiner bisherigen Karriere hatte. Wir sind im gleichen Alter, haben auch privat schon etwas unternommen und sind im Winter ein paar Rennen zusammen gefahren. Wir helfen uns gegenseitig, beispielsweise teilen wir uns die Reifen in den Rennen gut ein. Keiner von uns versucht unbedingt, die schnellste Runde zu fahren, sondern über Konstanz nach vorne zu kommen und dem anderen das Auto gut zu übergeben.

Salman Owega: Finn und ich haben die gleichen Ziele und dieselbe Einstellung im Motorsport. Wir wollen beide immer weiter nach vorne und geben dafür 100 Prozent. Auch was das Setup angeht, liegen unsere Wünsche sehr nah beieinander und wir harmonieren sehr gut.

Ihr seid trotz des Herstellerwechsels von Mercedes-AMG auf Ford beide HRT treu geblieben. Wie wichtig ist euch das Team im Hintergrund?

Finn Wiebelhaus: Das Umfeld ist auf jeden Fall entscheidend. Wenn es nicht passt und man sich nicht wohlfühlt, kommt keine Performance heraus. Mir ist es sehr wichtig, eine Bindung mit dem Team aufzubauen. Ich habe im Winter auch viel mit ihnen zusammengearbeitet, den Ford getestet und schnell die Entscheidung getroffen, mit dem Team weiterzumachen. Der Ford Mustang war natürlich eine Umstellung für das ganze Team, aber wir ziehen alle an einem Strang, um das Auto richtig konkurrenzfähig zu machen. Wir haben schon recht früh die Fahrerpaarung festgelegt und mir war klar, dass es mit diesem Konzept nur eine gute Saison werden kann.

Salman Owega: Es ist nicht einfach, den Hersteller zu wechseln. Aber das Team und Ford geben alles, um nach oben zu kommen und die Umstände zu schaffen, in denen das gelingt. Es ist mir eine Ehre, an einem solchen Programm teilhaben zu dürfen. Wir wollen gemeinsam mit HRT und Ford das Auto weiterentwickeln und später natürlich auch die Erfolge einfahren.

Beschreibt bitte das Fahrverhalten des Mustangs und wo seine Stärken bzw. das Entwicklungspotenzial liegen?

Salman Owega: Er hat einen sehr großen Motor, der sich nicht nur gut anhört, sondern auch ordentlich Vortrieb hat. Das schadet sicherlich nicht. Er ist sehr massiv, laut und wirkt brachial, was vor allem den Fans sehr gut gefällt.

Finn Wiebelhaus: Wir haben einen langen Radstand und arbeiten aus verschiedenen Gründen noch an unserer Performance in manchen Kurven. Auf schnelleren Strecken mit mehr Highspeed liegt der Mustang schon recht gut. Wir stecken mitten in der Entwicklungsarbeit und sicher fährt er sich noch nicht wie ein voll entwickeltes Auto, aber wir sind am Anfang des ganzen Projektes.

Welche Vorteile ergeben sich dadurch für euch auf lange Sicht?

Finn Wiebelhaus: Wir können die Entwicklung und das Setup des Autos auf unseren Fahrstil abstimmen. Wenn ein anderer Pilot ins Auto steigt, muss er sich mehr adaptieren als wir. Auch für unsere fahrerische Entwicklung ist es sehr wichtig. Die Gespräche mit den Ingenieuren helfen, genau zu verstehen, welche Handlung welche Wirkung erzielt, was uns zu kompletteren Rennfahrern macht.

Wir hatten bereits das positive Echo der Fans thematisiert. Wo merkt ihr das als Fahrer besonders?

Salman Owega: Tatsächlich in den sozialen Medien. Die Leute interessieren sich sehr für Bilder, Videos und alles drumherum. Es ist neu, dass ein amerikanisches Auto auch im ADAC GT Masters oder der DTM fährt und sich recht gut etabliert hat. Als ich im vergangenen Jahr die ersten Bilder von meinem jetzigen Auto gesehen habe, hat es mir persönlich auch sehr gut gefallen, deshalb kann ich die Fans sehr gut verstehen.

In der zweiten Saisonhälfte geht es noch auf den Salzburgring, den Red Bull Ring und nach Hockenheim. Wie seht ihr eure Chancen auf diesen Strecken?

Finn Wiebelhaus: Der Red Bull Ring sollte von seiner Streckencharakteristik mit vielen Geraden natürlich nicht schlecht für unser Auto sein. Wiederum haben wir am Nürburgring gezeigt, dass es auf Strecken, die ihm tendenziell nicht so gut liegen, auch performen kann. Das macht uns zuversichtlich für alle noch anstehenden Rennstrecken.

Ihr seid aktuell Erster und Zweiter in der „Road-to-DTM“-Wertung. Wie wichtig ist euch diese Aufstiegsmöglichkeit innerhalb der ADAC-Plattform?

Salman Owega: Das ist auf jeden Fall eine gute Chance für junge Fahrer, die zuvor nicht so viele Möglichkeiten hatten. Ich bin froh, dass der ADAC diese zusätzliche Förderung ins Leben gerufen hat. Sie hilft dem Sieger weiter und bietet ein Stück mehr Aufmerksamkeit. Für eine ganze DTM-Saison bedarf es aber natürlich noch weiterer Unterstützung von anderen Seiten.

Ihr seid beide ‚Ford GT3 Performance Junioren‘. Was beinhaltet diese Rolle?

Finn Wiebelhaus: Wir helfen dem Team und stehen immer zur Verfügung, was beispielsweise Themen wie ABS oder Traktionskontrolle angeht. Wir dürfen auch die Richtung mitbestimmen, in die das Auto auf elektronischer Seite weiterentwickelt wird. Ich bin sehr stolz darauf, direkt in das Programm einer so großen Marke aufgenommen worden zu sein, die erst wieder nach Europa zurückkommt. Es ist erst mein zweites Jahr im GT3-Sport und ich habe hart dafür gekämpft. Mein großes Ziel ist es, Werksfahrer zu werden und ich gebe alles, dass es klappt.

Salman Owega: Ich bin auch sehr glücklich, in dieser Position sein zu dürfen. Ich bin damit meinem großen Ziel, eines Tages offizieller Werksfahrer zu werden, einen großen Schritt nähergekommen.


Montag, 21. Juli 2025

IDM Sportbike: Triumph Germany Racing mit ERC noch stärker

Oliver Svendsen ist zur Sommerpause Meisterschaftsführender
Foto: Jens Hawrda

Nach den vielen Fragen um das Triumph Germany Racing Team gibt es nun eine weitere Bestätigung, dass es weitergeht. Die Motorsportmarke ERC steigt ein.

Vor genau einem Monat am 19. Juni 2025 hatte das Amtsgericht Lingen (Ems) im Zuge eines von Denis Hertrampf eingereichten Insolvenzantragsverfahrens über das Vermögen der Hertrampf Racing GmbH bestimmt. Das IDM Sportbike-Projekt mit Oliver Svendsen und Anton Södergren war vom Insolvenzantrag nicht betroffen. In der Sommerpause präsentiert sich das Triumph Germany Racing Team sogar stärker als zuvor. Es erhält ab sofort logistische und technische Unterstützung vom ERC-Team.

Die Zusammenarbeit soll die sportliche Leistungsfähigkeit des Teams weiter stärken und eine nachhaltige Entwicklung im professionellen Motorradsport fördern. Mit dem Einstieg von ERC wird Triumph Germany Racing in Schlüsselbereichen wie Logistik, Technik und Struktur professionell aufgestellt. „Die Kooperation mit ERC gibt uns die Möglichkeit, unsere sportlichen Ziele mit noch mehr Nachdruck zu verfolgen“, sagt Denis Hertrampf, Teamchef und Inhaber von Triumph Germany Racing. „Diese Unterstützung ermöglicht uns, auf professioneller Ebene weiter zu wachsen und unser Team strategisch in Richtung Zukunft auszurichten.“ Gemeinsam soll die Basis für langfristige Erfolge geschaffen werden – auf nationaler wie auf internationaler Ebene.

Der Däne Oliver Svendsen hat das Triumph Germany Racing Team in der Sportbike-Klasse als Meisterschaftsführender in die Sommerpause der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft geführt. Dem 21-Jährigen gelangen bereits fünf Siege. Sein Vorsprung in der Gesamtwertung beträgt 40 Punkte auf den Zweitplatzierten Petr Svoboda (Aprilia). Triumph-Teamkollege Anton Södergren aus Schweden ist Tabellen-Zwölfter.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


Freitag, 18. Juli 2025

FK Performance: Die BMW-Spezialisten aus dem Norden

Der Rennstall aus Bremen tritt in der Saison 2025 mit drei BMW M4 GT4 in der ADAC GT4 Germany an. In der Tabelle liegt FK Performance Motorsport aktuell auf Platz zwei. Der Titel ist das große Saisonziel.

Besler/Piana, BMW M4 GT4 #21
Foto: Jens Hawrda

FK Performance Motorsport zählt zu den größten Teams in der ADAC GT4 Germany. Der Rennstall von Fabian Finck und Martin Kaemena setzt in der Saison 2025 drei BMW M4 GT4 ein. Darüber hinaus startet die Mannschaft aus Bremen mit der GT3-Version des BMW im ADAC GT Masters. „Die DTM-Plattform ist für Nachwuchspiloten klasse. Sie bekommen hier einen guten Weg für ihre Karriere aufgezeigt“, erklärt Fabian Finck die Hintergründe für das Großaufgebot. „Dazu kommt, dass wir unsere Fahrzeuge auf verschiedenen attraktiven Rennstrecken einsetzen können.“

In der ADAC GT4 Germany ist FK Performance Motorsport seit 2023 unterwegs. In dieser Zeit konnten bereits mehrere Podiumsplatzierungen eingefahren werden. Zuletzt auf dem Norisring fuhren Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR) zweimal auf Platz zwei. Und auch die beiden anderen BMW von Niels Tröger (22/Dresden) und Andreas Jochimsen (27/DNK) sowie von Joseph Ellerine (21/ZAF) und Benjamin Sylvestersson (18/FIN) sind flott unterwegs.

„Unser Ziel ist natürlich der Titel. Alle drei Fahrzeuge sind stark besetzt“, zeigt Finck auf. „Piana/Besler sind sehr erfahren und haben beide schon Meisterschaften gewonnen. Tröger/Jochimsen haben bereits letztes Jahr ihre Qualitäten aufgezeigt und Ellerine/Sylvestersson sind ebenfalls eine extrem schnelle Kombination. Wir sind in der ADAC GT4 Germany angetreten, um kontinuierlich mit um das Podium zu fahren. Wir werden alles dafür tun, um den Titel 2025 einfahren zu können.“

Dafür hat sich FK Performance Motorsport breit aufgestellt. Bei einem ADAC GT4 Germany-Rennwochenende tritt die Mannschaft beispielsweise mit rund 18 Personen auf. So ist eine verlässliche Betreuung der drei M4 GT4 gewährleistet. Dabei baut man auf einen großen und nachhaltig gewachsenen Erfahrungsschatz auf. Denn das Team wurde bereits vor über zehn Jahren gegründet. „Fabian und ich kennen uns schon sehr lange. Wir fuhren gemeinsam Rennen auf der Nordschleife. Daraus hat sich eine Freundschaft entwickelt“, blickt Finck auf die Anfänge zurück. „2013 wurde das Team FK Performance Motorsport schließlich gegründet, wobei F und K für unsere beiden Nachnamen Finck und Kaemena stehen.“

Seit dieser Zeit haben sich die Einsatzgebiete von FK Performance Motorsport immer weiter vergrößert - und das Team hat sich in der Szene fest etabliert. „Fahrer und Partner schauen sicherlich auf die Erfolge des Teams, die wir ja nicht nur in der ADAC GT4 Germany zeigen, sondern auch in anderen Serien, wie beispielsweise auf der Nordschleife oder im ADAC GT Masters. Wir versuchen, überall das Maximale herauszuholen. Ich denke, das wird gesehen und sicherlich auch wertgeschätzt“, gibt Finck einen Erklärungsansatz für die Attraktivität seines Teams. „Dazu kommt, dass wir ein sehr familiäres Umfeld bieten, was insbesondere unsere jungen Piloten schätzen. Außerdem bieten wir natürlich auch die Aufstiegschance in den GT3-Sport wie ins ADAC GT Masters.“

Beim Blick auf die Fahrzeugflotte von FK Performance Motorsport fällt auf, dass diese mittlerweile komplett aus BMW-Modellen besteht. „Wir hatten zu Beginn auch mit einer anderen Marke gearbeitet. Doch irgendwann hatten wir entschieden, dass es am meisten Sinn ergibt, sich auf einen Hersteller zu konzentrieren – und das war dann eben BMW“, detailliert Finck. „Tatsächlich haben die meisten von uns einen BMW-Background. Wir kennen die Ansprechpartner in München sehr gut. Zudem bietet BMW genau die Bandbreite an Fahrzeugen, die wir abbilden wollen. Wir fühlen uns bei BMW wohl.“

Quelle: adac-motorsport.de


Donnerstag, 17. Juli 2025

IDM Supersport: Melvin van der Voort verlässt das Ducati-Team Wixx Racing

Malvin van der Voort trennt sich vom Ducati Team Wixx Racing
Foto: Jens Hawrda

Die Sommerpause in der IDM Supersport beginnt mit einer schwerwiegenden Entscheidung von Melvin van der Voort. Der 19-jährige Ducati-Fahrer aus den Niederlanden hat beschlossen, seine Zusammenarbeit mit dem Track & Trades Wixx Racing Team mit sofortiger Wirkung zu beenden. Die Trennung erfolgte in beiderseitigem Einvernehmen heißt es von Seiten des Teams.

Van der Voort hatte 2025 nach einem Jahr in Spanien sein Comeback in der IDM Supersport gegeben, die er 2023 als Meister verlassen hatte. Auf der Ducati Panigale V2 stellten sich beim momentan Gesamt-Siebten vom Track & Trades Wixx Racing Team die erhofften Erfolge bisher nicht ein.

Die Entscheidung, die Zusammenarbeit zu beenden, wurde laut Teambericht nach einer intensiven Zeit getroffen, in der unter anderem der schwere Sturz beim letzten Rennen in Oschersleben ein Wendepunkt war. Die Folgen sollen dazu geführt haben, dass eine verantwortungsvolle Fortsetzung der IDM-Saison finanziell nicht mehr möglich sei.

Nach nur vier Rennwochenenden ist das Abenteuer von „Mella“ mit dem Team aus Harskamp somit vorzeitig zu Ende. Den aus Ede stammenden Van der Voort bewegen gemischte Gefühle. Wie es mit seiner Rennkarriere weitergeht, ist unklar. Am kommenden Sonntag wird er 20 Jahre alt und er hofft: Wo sich eine Tür schließt, wird sich eine andere öffnen.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Sportbike: WSC Racing Team mit Micky Winkler zurück in der IDM

Felix Kauertz, Aprilia RS660 #37 startet nicht mehr für WSC-Racing
Foto: Jens Hawrda

Nach dem Saisonauftakt in der neuen Sportbike-Klasse war die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft für WSC-Racing by Aprilia auch schon wieder vorbei. Das Team aus Neuss am Rhein und Fahrer Felix Kauertz gingen getrennte Wege. Es soll nicht beim Intermezzo bleiben. Das Team kehrt nach der IDM-Sommerpause zurück – mit Micky Winkler auf der Aprilia RS 660.

Die ungewollte Pause in der IDM Sportbike ist beendet. Mit Micky Winkler hat kein Unbekannter bei Teamchef Roland Matthes unterschrieben. Der 23-jährige Thüringer aus Schleiz begann seine Rennsportkarriere im Alter von acht Jahren. Dass er frei ist für Einsätze, ist einem Übergangsjahr geschuldet, in dem sich der bisherige IDM-Supersportfahrer neu aufstellen will. Aus Budgetgründen wollte er nur an ausgewählten Rennen in der Pro Superstock-Klasse teilnehmen.

In der IDM Sportbike in die zweite Saisonhälfte zu fahren, rückt Winkler wieder ins Rampenlicht. Nach zweitägigen Testfahrten auf dem Hockenheimring zeigt sich Teamchef Roland Matthes von seinem neuen Fahrer sehr angetan: „Mickys professionelle und ruhige Art haben mich wirklich begeistert. Er ist systematisch an den Test herangegangen und konnte sehr konkrete Aussagen zu allen Veränderungen am Motorrad machen. Zudem war Micky fürs erste Mal schon sehr schnell. Wir sind wirklich gespannt auf das gemeinsame Debüt in Assen!“

Micky Winkler wird noch zwei der letzten drei IDM-Veranstaltungen 2025 für das Team WSC-Racing by Aprilia bestreiten und zwar in Assen/NL (15.-17.08.2025) und beim Finale am Hockenheimring (26.-28.09.2025).

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


Mittwoch, 16. Juli 2025

Nach Premieren-Sieg des Ford-Mustang: Ulrich Fritz im Interview

Owega/Wiebelhaus, Ford Mustang GT3 #1
Foto: Jens Hawrda

Das Haupt Racing Team feierte im ADAC GT Masters auf dem Nürburgring durch Salman Owega und Finn Wiebelhaus seinen ersten Gesamtsieg mit dem Ford Mustang GT3. Ihre Teamkollegen Max Reis und David Schumacher machten mit dem zweiten Rang den Doppelerfolg perfekt. Auch in beiden Qualifyings des Wochenendes fuhren die beiden Mustangs in die erste Startreihe. HRT-Geschäftsführer Ulrich Fritz resümiert das bisher beste Teamergebnis von HRT in dieser Saison und gibt einen Ausblick auf die kommenden Wochen.

Herr Fritz, herzlichen Glückwunsch zum ersten Sieg mit dem Ford Mustang GT3. Wie ordnen Sie diesen Premierenerfolg für das Haupt Racing Team ein?

„Zunächst einmal sind wir alle sehr glücklich, dass wir mit dem Ford Mustang GT3 nun endlich den ersten Sieg einfahren konnten. Dazu noch der Doppelsieg mit Max und David auf dem zweiten Rang. Einfach unglaublich. Das Resultat hat sich aber ein wenig abgezeichnet. In den letzten Wochen hatten wir mit dem Mustang einen echten Aufwärtstrend zu verzeichnen. Zunächst kam der Klassensieg und ein sehr guter vierter Gesamtrang bei den ADAC Ravenol 24h Nürburgring. In der DTM fuhr Arjun Maini auf dem Norisring das bisher beste Saisonergebnis ein. Nun der erste Sieg im ADAC GT Masters, der gleichzeitig den Premierensieg des Ford Mustang GT3 in Europa darstellt. Ein verdienter Erfolg für das ganze Team und für Ford Performance.“

Kalus/Reis Ford Mustang GT3 #3
Foto: Jens Hawrda

Es ist das erste Jahr mit dem Ford Mustang GT3. Wie läuft die Entwicklungsarbeit?

„Alle arbeiten hart daran, jede Zehntelsekunde aus dem Auto herauszuholen. Wir verstehen das Fahrzeug jeden Tag ein wenig besser. Jedes Rennfahrzeug hat seine eigene Dynamik. Im Vergleich zu den Vorjahren müssen wir uns die Daten bei jedem Rennen und jedem Test erst erarbeiten – eine Aufgabe, bei der uns Ford Performance sehr gut unterstützt. Alle im Team sind hochmotiviert, uns weiter nach vorne zu bringen. Der Erfolg im ADAC GT Masters gibt uns sicherlich einen weiteren Schub, um hoffentlich weitere Siege einzufahren.“

Am Samstagmorgen gab es noch eine kurzfristige Änderung im Fahreraufgebot, als Niklas Kalus durch David Schumacher ersetzt wurde. Wie kam es dazu?

„Niklas Kalus, der als Stammfahrer auf der #3 sitzt, hat sich am Freitagabend beim Track Walk verletzt und konnte das Rennwochenende leider nicht fortsetzen. Das ist natürlich sehr unglücklich. Dankenswerterweise ist David spontan eingesprungen, um das Team und seinen Fahrerkollegen Max Reis zu unterstützen. Er hat den weiten Weg auf sich genommen und kam erst recht kurzfristig vor dem Start des ersten Rennens am Nürburgring an. David musste quasi kalt ins Auto steigen. Nach ein paar Runden war die Pace da und das Ergebnis an diesem Wochenende zeigt, dass er ein erfahrener und schneller Fahrer auf dem Ford Mustang GT3 ist. Wir wünschen auch Niklas eine schnelle Genesung, dass er bald ins Cockpit zurückkehren kann.“

Cecotto / Fetzer, Ford Mustang GT3 #2
Foto: Jens Hawrda

Wie sieht das weitere Programm in den nächsten Wochen aus? Könnt ihr euch in der Sommerpause etwas erholen?

„Nein, die Sommerpause fällt sehr kurz aus. In den nächsten Wochen stehen für uns sehr viele Rennen auf dem Programm, unter anderem in der DTM, wo wir auch wieder auf dem Nürburgring zu Gast sind. Wir möchten natürlich das Momentum nutzen. Jeder im Team hat nun gesehen, dass der Ford Mustang GT3 siegfähig ist. Das gesamte Team und die Fahrer werden alles dafür tun, um gute Ergebnisse einzufahren.“

Quelle: adac-motorsport.de


Dienstag, 15. Juli 2025

IDM Supersport: Van der Voort erlebt ein steiniges Comeback

Melvin van der Voort, Ducati Panigale V2 #20, Team Wixx Racing
Foto: Jens Hawrda

Vor zwei Jahren wurde Melvin van der Voort Meister in der Supersportklasse. Mit diesem Erfolg in der Tasche verließ er die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM). Der Niederländer suchte in Spanien sein Glück, aber nach einem Jahr kehrte er in die IDM zurück. Das Comeback erweist sich als schwierig.

Jede Menge neue Konkurrenz und eine völlig neue Motorradmarke warteten auf Melvin van der Voort bei seiner Rückkehr. Von den sieben Siegen, die er vor zwei Jahren auf Yamaha holte, ist er noch weit entfernt. Van der Voort wird in anderthalb Wochen 20 Jahre alt, ist mittlerweile auf Ducati umgestiegen und hat schwer zu kämpfen.

Melvin van der Voort
Foto: Jens Hawrda

In die IDM-Sommerpause ist der Niederländer als Gesamt-Siebter mit 66 Meisterschaftspunkten gefahren. Beim letzten Rennen in Oschersleben holte er 11 Punkte – genauso viel wie beim Saison-Auftakt im Mai an gleicher Stelle. In der Magdeburger Börde erlebte das Track & Trades Wixx Racing Team vor einer Woche eine Berg- und Talfahrt mit deutlicher Steilkurve, aber auch mit erheblichen Rückschlägen. Van der Voort machte am Freitag und Samstag gute Fortschritte, musste aber am Sonntag nach einem schweren Sturz im zweiten Rennen sein Wochenende vorzeitig beenden.

Am Samstag stand das übliche volle Programm in der IDM Supersport auf der Tagesordnung: zwei Qualifikationsläufe und und das erste Rennen. Dem Ducati Panigale V2-Fahrer gelang es, sich in beiden Trainings zu verbessern und sich mit einer sechsten Zeit in die zweite Startreihe zu stellen. Im ersten Rennen fuhr er lange Zeit kurz hinter der Spitzengruppe, konnte aber keinen Angriff starten. Am Ende wurde er im Samstagsrennen den fünften Platz. Das war ein deutlicher Schritt nach vorne. Die Erleichterung war dem 19-Jährigen anzusehen und er tankte eine große Portion Selbstvertrauen.

Logischerweise begann der Sonntag mit voller Motivation. In den ersten Runden des zweiten Rennens kam Van der Voort besser mit dem Motorrad zurecht als sonst und schien ein deutlich entspannteres Gefühl zur Ducati aufzubauen. Er fuhr direkt hinter der Spitzengruppe, stürzte aber in der dritten Runde aus dem Geschehen. Das Motorrad erlitt etliche Verletzungen. Van der Voort kam glimpflich davon.

„Es ist ziemlich klar, dass wir – vor allem ich – im Moment eine Pechsträhne haben“, zuckt er mit den Schultern. „Endlich hatte ich im zweiten Rennen ein gutes Gefühl auf dem Motorrad und es hat gemacht, was ich wollte. Ja, es hätte ein schöner Abschluss des Wochenendes werden können. Leider ist es anders gekommen.“

Wenn die IDM am 15. August aus der Sommerpause zurückkehrt, wird im niederländischen Assen gefahren. In der „Cathedral of Speed“ sind die Holländer traditionell immer stark.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


Montag, 14. Juli 2025

ADAC GT-Masters: Debütsieg für den Ford Mustang GT3 im ADAC GT Masters

  • Owega/Wiebelhaus und Reis/Schumacher mit Doppelsieg für das Haupt Racing Team
  • Fach/Schwarzer gewinnen mit Fach Auto Tech den Pro-AM Cup am Nürburgring
  • Owega/Wiebelhaus übernehmen Tabellenführung und sind Halbzeitmeister

Owega/Wiebelhaus Ford Mustang GT3 #1
Foto: Jens Hawrda

Salman Owega (20/Köln)/Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/beide Haupt Racing Team) haben das zweite Rennen im Rahmen des ADAC Truck-GP gewonnen und damit den ersten Sieg für den Ford Mustang GT3 im ADAC GT Masters erzielt. Die beiden Piloten des Haupt Racing Teams lagen am Ende des 80-minütigen Endurance-Rennens im Ziel 0,412 Sekunden vor ihren Teamkollegen Max Reis (18/Ramstein)/David Schumacher (23/DEU). „Es ist unglaublich, ein Teil von diesem Erfolg zu sein. Der erste Ford-Sieg im ADAC GT Masters und dazu meine Pole-Position – ein perfekter Tag“, freute sich Finn Wiebelhaus, der auch die „Road-to-DTM“-Wertung am Nürburgring für sich entschied. „David hat in der vorletzten Runde einen kleinen Fehler gemacht und ich wusste, jetzt oder nie. Schon zuvor hätte es Möglichkeiten gegeben, aber ich wollte auf keinen Fall den Doppelsieg fürs Team riskieren.“ Sein Teamkollege Owega fügte hinzu: „Ich könnte nicht glücklicher sein. Ich bin dem Team und Ford sehr dankbar, dass sie diesen Erfolg möglich gemacht haben. Als Finn hinter David auf die Strecke kam, wusste ich, dass es gegen Ende sehr eng werden würde. Finn hat in diesem Duell einen top Job gemacht, aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so angespannt war.“ Die Vortagessieger Alexander Fach (23/CHE)/Alexander Schwarzer (36/DEU/beide Fach Auto Tech) komplettierten im Porsche 911 GT3 R das Podium und feierten damit auch den Sieg im Pro-AM Cup. Insgesamt 134.000 Fans pilgerten am Wochenende zum ADAC Truck GP an den Nürburgring und sahen auch die Rennen des ADAC GT Masters.

Polesetter Wiebelhaus ging direkt nach dem Start in Führung und auch nach dem Wechsel auf Owega blieb das Ford-Duo klar vorne, während ihre Teamkollegen Schumacher/Reis durch eine Strafe für einen zu kurzen Boxenstopp etwas an Boden verloren. Doch auch der Halt an der Box von Wiebelhaus/Owega lief nicht reibungslos und so kamen sie nach dem letzten Stopp hinter ihren Teamkollegen auf die Strecke zurück. Ein rundenlanges Duell zwischen Wiebelhaus und Schumacher begann, das schließlich kurz vor Ende Wiebelhaus mit einem starken Manöver in Kurve zwei für sich entschied. „Ich bin sehr zufrieden, wie das Wochenende gelaufen ist. Ohne die Strafe hätten wir sogar Platz eins geholt“, freute sich Schumacher. „Der Kampf bis zur letzten Runde war nicht schlecht, zumal ich auf älteren Reifen unterwegs war als Finn.“

Die Aufholjagd des Rennens zeigten Fach/Schwarzer im Porsche, die nur auf dem 14. Platz gestartet waren. Starke Rundenzeiten, einige Zwischenfälle anderer Autos und zwei für Pro-Am-Teams regelbedingt kürzere Boxenstopps brachten das Duo nach dem letzten Stopp sogar in Führung. Mit älteren Reifen kämpfte Schwarzer gegen die beiden herannahenden Ford, musste sich am Ende aber mit Rang drei zufriedengeben. „Der dritte Platz heute fühlt sich an wie ein Sieg. Wir haben uns auch dieses Podium verdient, zumal wir mit den Erfolgsballast unseres gestrigen Sieges unterwegs waren“, strahlte Fach. „Der Reifenabbau im mittleren Stint war recht hoch und ich dachte, es könnte schwierig für Alexander werden, aber er hat das super gelöst. Ein Wahnsinns-Wochenende für uns.“

Tim Zimmermann (28/Langenargen)/Leyton Fourie (19/RSA/FK Performance Motorsport) lieferten sich sehenswerte Duelle und kamen nach dem zweiten Stopp auf Rang vier zurück auf die Strecke. Zimmermann ließ im BMW M4 GT3 Evo nicht locker und arbeitete sich Sekunde um Sekunde an Schwarzer heran, überquerte die Ziellinie letztlich jedoch mit 0,169 Sekunden Rückstand als Vierter. Die Top-5 wurden von Nico Hantke (21/Hürth)/Denis Bulatov (26/beide Scherer Sport PHX) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 komplettiert. Die BMW-Piloten Eduardo Coseteng (21/PHL)/Julian Hanses (27/Hilden/FK Performance Motorsport) wurden Sechste vor Finn Zulauf (20/Königsstein)/Simon Connor Primm (20/Großschirma/Paul Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2. Dahinter folgten Jannes Fittje (25/Langenhain)/Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen/SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3 sowie der dritte Ford mit Dennis Fetzer (24/Gießen)/Jonathan Cecotto (25/VEN/Haupt Racing Team). Die Top-10 komplettierten Carrie Schreiner (26/Völklingen)/Alain Valente (28/CHE/ beide Land-Motorsport) im Audi.

Wiebelhaus und Owega Halbzeitmeister

Mit ihrem Sieg am Nürburgring übernahmen Owega/Wiebelhaus die Führung in der Fahrer-Meisterschaft und sind nach drei absolvierten Rennwochenenden die Halbzeitmeister des ADAC GT Masters. Das Ford-Duo liegt mit 98 Punkten an der Spitze, 13 Zähler dahinter folgen Fourie/Zimmermann im BMW. Die bisherigen Tabellenführer Leo Pichler (23/AT)/Simon Birch (18/DNK/beide Razoon – more than racing) wurden nach einem unverschuldeten Zwischenfall ans Ende des Feldes gespült und kamen nicht über Rang 15 hinaus.

Nach der ersten Saisonhälfte wartet nun eine längere Sommerpause auf die Pilotinnen und Piloten des ADAC GT Masters. Weiter geht es vom 5. bis 7. September mit dem Debüt der GT3-Nachwuchsliga des ADAC auf dem Salzburgring. Es wird das erste Gastspiel vor den Toren der Mozartstadt und die Vorfreude auf die 4,255 km lange Strecke ist bei Teilnehmern uns Fans groß.


Sonntag, 13. Juli 2025

ADAC GT-Masters: Wiebelhaus stellt Mustang auf Pole für zweites Nürburgring-Rennen

Finn Wiebelhaus, Ford Mustang GT3 #1 holt Pole für`s Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/Haupt Racing Team) hat sich mit 1:25.294 Minuten die Pole-Position für das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring gesichert. In seinem Ford Mustang GT3 war er 0,126 Sekunden schneller als HRT-Teamkollege David Schumacher, der die erste Startreihe für Ford komplettierte. 

„Wir hatten ein wirklich gutes Qualifying und es hat Spaß gemacht“, strahlte Wiebelhaus nach seiner Debüt-Pole im ADAC GT Masters. „Das Team hat eine super Strategieentscheidung getroffen, die schnellste Runde bis ganz zum Ende hinauszuzögern. Die Runde davor war auch schon gut, aber leider von Verkehr beeinträchtigt. Ich kann es kaum erwarten, heute Nachmittag von Startplatz eins ins Rennen zu gehen. Ich hoffe, ich kann das Rennen mit meiner Pace und freier Fahrt in unsere Richtung lenken, dann werden wir sehen, welchen Einfluss wir mit unserer Strategie nehmen können.“

Bei Sonne und 15 Grad waren es zuerst Simon Connor Primm (20/Großschirma/Paul Motorsport) mit dem Lamborghini-Huracán GT3 Evo2 und Jannes Fittje (25/Langenhain/SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3, die die Zeiten vorgaben. Sie sortierten sich letztlich auf den Startplätzen acht und neun ein. In den letzten Minuten des Qualifyings drehten die Ford und die BMW nochmals richtig auf. Schumacher, der an diesem Wochenende den verletzten Niklas Kalus bei HRT ersetzt, sicherte sich in seinem letzten Umlauf die zweitschnellste Zeit. Dahinter folgten drei BMW M4 GT3 Evo mit Lokalmatador Sandro Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport) und den beiden FK Performance Motorsport-Piloten Tim Zimmermann (28/Langenargen) und Julian Hanses (27/Hilden).

Das zweite Endurance-Rennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring über 80 Minuten findet um 16:10 Uhr statt und beinhaltet zwei Boxenstopps inklusive Fahrertausch und einem vorgeschriebenen Reifenwechsel. 

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 12. Juli 2025

ADAC GT-Masters: Porsche-Team Fach Auto Tech feiert Debütsieg

Pro-AM-Duo Alexander Fach/Alexander Schwarzer gewinnen überlegen auf dem Nürburgring. Ford und Lamborghini liefern sich Duell um Platz zwei und drei. Taktikgeprägtes Endurance-Rennen sorgt für Spannung.

Alexander Fach und Alexander Schwarzer feierten ihren Debütsieg ausgelassen
Foto: ADAC-Motorsport

Alexander Fach (23/CHE) und Alexander Schwarzer (36/DEU) haben sensationell in ihrem Porsche 911 GT3 R den ersten Lauf des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring im Rahmen des ADAC Truck GP gewonnen. Das Pro-AM-Duo von Fach Auto Tech setzte sich im 80-minütigen Endurance-Lauf mit 15,560 Sekunden Vorsprung gegen die Konkurrenz durch. „Endlich! Wir haben uns diesen Sieg wirklich verdient, nachdem wir durch unsere harte Arbeit stetig Schritte nach vorne gemacht haben“, jubelte Fach. „Das Rennen ist nicht für uns gelaufen, sondern wir haben es zu unserem gemacht und dank unserer Performance gewonnen. Am Ende meines ersten Stints habe ich durch ein paar freie Runden den Grundstein für unseren späteren Sieg gelegt. Als ich wieder ins Auto gestiegen bin, wollte ich nichts von Platzierungen wissen und habe mich auf mich selbst konzentriert. Fünf Runden nach dem finalen Stopp hat mir das Team gesagt, dass ich elf Sekunden Vorsprung habe. Von diesem Moment an wusste ich, dass ich diesen Sieg nicht mehr hergeben werde.“ 

Fach/Schwarzer, Porsche 911 GT3 R
Foto: Jens Hawrda

Teamkollege Schwarzer fügte hinzu: „Ich kann es immer noch nicht glauben. Es war ein so großartiges Rennen und das Auto war unglaublich. Ich kam raus aus der Box, war fokussiert und wusste, wo ich besser werden musste. Ich habe mich immer nur auf die Spitze konzentriert und das hat funktioniert.“ Das Podium komplettierten Salman Owega (20/Köln)/Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 und die Lamborghini-Piloten Finn Zulauf (20/Königsstein)/Simon Connor Primm (20/Großschirma/Paul Motorsport). Schwarzer/Fach gewannen zudem die Pro-AM-Wertung.

Zu Beginn des Rennens entwickelte sich ein Zweikampf der beiden Mustangs an der Spitze, den Owega für sich entschied. Fach machte direkt eine Position gut und lag auf Rang drei. Nachdem Owega durch eine Strafe auf Rang sieben zurückfiel, lagen Max Reis (18/Ramstein/Haupt Racing Team) und Fach an der Spitze. In Runde zehn bog schließlich Reis zum langen Boxenstopp inklusive Reifenwechsel ab, während Fach vier weitere Runden fuhr. Teamkollege Schwarzer verließ die Box nach dem für Pro-AM-Teams regelbedingt verkürzten Boxenstopp schließlich 11,4 Sekunden vor Primm und Wiebelhaus, die ebenfalls ihren Stopp ohne Reifenwechsel absolviert hatten. Beide Verfolger schlossen konstant auf den Führenden Porsche auf, fanden aber keine Überholmöglichkeit. „Wir lagen auf Rang zwei, konnten dem Ford sogar etwas wegfahren und die Lücke nach vorne zügig schließen“, erklärte der drittplatzierte Primm. „Das Auto war top, aber in der verwirbelten Luft hatten wir keine Chance und auf der Geraden Schwierigkeiten, überhaupt dranzubleiben. Damit haben wir auch den Vorsprung, den wir uns gegenüber den Autos mit dem langen Stopp aufgebaut hatten, wieder verloren. Eigentlich war unser Rennen gut und fehlerfrei, aber dass ich am Porsche nicht vorbeigekommen bin, ärgert mich.“

Im hinteren Feld spielten sich nach der ersten Boxenstopp-Phase ebenfalls rennentscheidende Szenen ab. David Schumacher (23/DEU/Haupt Racing Team) im Mustang auf Rang neun war der erste Pilot, der bereits den langen Stopp hinter sich gebracht hatte. Der 23-Jährige war kurzfristig am Morgen zum Nürburgring gereist, um den verletzten Niklas Kalus (20/Duisburg) an der Seite von Reis zu ersetzen. Ohne zuvor eine Runde im Auto gesessen zu haben, stieg Schumacher ein, machte Zeit auf die Spitze gut und überholte während eines Manövers sogar zwei Autos gleichzeitig. „Ich habe heute Morgen den Anruf erhalten, ich soll doch bitte zum Nürburgring kommen und das Cockpit von Niklas übernehmen. Also bin ich sieben Stunden im Auto hergefahren und hatte quasi ein doppeltes Endurance-Rennen“, so Schumacher, der sich zudem mit 1:26.564 Minuten die schnellste Rennrunde sicherte. Nach dem Stopp verließ Teamkollege Reis die Box auf Rang zwei hinter dem Fach-Porsche, musste sich in der weiteren Folge aber gegen Owega und den Lamborghini von Zulauf auf neuen Reifen geschlagen geben. „Ich konnte die Pace am Ende gut mitgehen und Max noch überholen“, sagte Owega nach Rang zwei. „Mir ist am Start ein kleiner Fehler unterlaufen, der am Ende auf das Ergebnis aber keine Auswirkungen hatte. Finn hat im mittleren Stint mit den Reifen gut hausgehalten, aber der Porsche war heute außer Reichweite. Wir haben wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt und darauf liegt unser Fokus.“

Die Top-6 wurden von den Tabellenführern Leo Pichler (23/AT)/Simon Birch (18/DNK/beide Razoon – more than racing) im Porsche 911 GT3 R sowie den Lokalmatadoren Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/beide Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo komplettiert. Dahinter sortierten sich ihre Markenkollegen Tim Zimmermann (28/Langenargen)/Leyton Fourie (19/RSA/beide FK Performance Motorsport) vor Jonas Karklys (36/LIT)/Emil Gjerdrum (18/NOR/beide Liqui Moly Team Engstler by GRT) ein. Nach zahlreichen, teils rundenlangen Duellen mussten sich die Audi-Piloten Nico Hantke (21/Hürth)/Denis Bulatov (26) beim Heimrennen ihres Teams Scherer Sport PHX schließlich mit Rang neun begnügen. Die Top-10 wurden von Jannes Fittje (25/Langenhain)/Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) komplettiert.


ADAC GT-Masters: Max Reis sichert sich Pole-Position für das Samstagsrennen

Max Reis, Ford Mustang GT3 #3 holt die Pole für`s Samstagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Max Reis (18/Ramstein) hat sich im Ford Mustang GT3 die Pole-Position für das erste Rennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring gesichert. In 1:25.364 Minuten setzte der Pilot des Haupt Racing Teams die schnellste Runde – die zweite Pole-Position seiner Karriere. „Die Performance war super. Ich war selbst etwas überrascht, da wir gestern ein paar Schwierigkeiten hatten und die Fahrzeit im zweiten Training limitiert war“, erklärte der Polesetter.

Kurzfristiger Start von David Schumacher im ADAC GT Masters 

Die Pole-Position war nicht die einzige Überraschung für Reis, denn er wird sich kurzfristig das Cockpit mit David Schumacher (23/DEU) teilen. Schumacher war 2024 bereits für HRT im ADAC GT Masters an den Start gegangen und hatte mit Salman Owega beide Rennen auf dem Nürburgring gewonnen – damals allerdings noch im Mercedes-AMG GT3. Schumacher ersetzt Stammpilot Niklas Kalus, der sich am Freitag eine Verletzung zuzog und das restliche Wochenende pausieren muss. „Es ist sehr schade, dass sich mein Teamkollege verletzt hat. Das hat mir natürlich auch Sorgen bereitet, was ich im Auto zum Glück komplett ausblenden konnte“, so Reis. „Für David und mich wird es auf jeden Fall schwierig, so schnell zusammenzufinden. Glücklicherweise hat er viel Erfahrung, kennt das Auto und das Team und vielleicht kann ich davon auch profitieren. Wir wollen im Rennen auf jeden Fall aufs Podium fahren.“

Den zweiten Startplatz für das anstehende Endurance-Rennen sicherte sich Reis‘ Teamkollege Salman Owega (20/Köln). Er war bei rund 15 Grad und sonnigen Verhältnissen mit seinem Ford Mustang GT3 nur 66 Tausendstel-Sekunden langsamer. Platz drei ging an Lokalmatador Juliano Holzem aus Polch. Der 21-Jährige Schubert Motorsport-Pilot lag mit seinem BMW M4 GT3 Evo wiederum nur 0,003 Sekunden vor Alexander Fach (23/CHE/Fach Auto Tech) mit dem Porsche 911 GT3 R. Die Top-5 wurden von Finn Zulauf (20/Königsstein/Paul Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 komplettiert. Insgesamt präsentierte sich das Feld des ADAC GT Masters konkurrenzfähig. Die Top-5 lagen innerhalb einer Zehntelsekunde und alle Fahrerinnen und Fahrer wurden von nur 1.096 Sekunden getrennt.

Das erste Rennen des ADAC GT Masters findet am Samstag um 16:10 Uhr statt.

Quelle: adac-motorsport.de


Freitag, 11. Juli 2025

ADAC GT-Masters: Wiebelhaus setzt die Trainings-Bestzeit am Nürburgring

#1 Salman Owega / Finn Wiebelhaus / Haupt Racing Team / Ford Mustang GT3
Foto: ADAC-Motorsport

Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/Haupt Racing Team) hat sich am Freitag mit 1:26.305 Minuten die Tagesbestzeit des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring gesichert. Im Ford Mustang GT3 war er 0,098 Sekunden schneller als Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen/SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3. „Das Auto fühlt sich sehr gut an. Wir haben in den Testsessions gute Schritte in die richtige Richtung gemacht“, freute sich Wiebelhaus. „Die Runde war echt top. Wir sind eine Qualifying-Simulation gefahren und es hat super funktioniert. Wir hoffen, am Wochenende möglichst weit oben auf dem Treppchen zu stehen, um wichtige Punkte zu sammeln und in der Meisterschaft nochmal Boden gutmachen zu können.“

Die beiden Trainingssessions fanden bei rund 16 Grad und größtenteils bewölktem Himmel statt. Wiskirchen setzte die schnellste Rundenzeit im ersten Training und lag mit seiner Zeit von 1:26.403 Minuten in der Endabrechnung auf Rang zwei hinter Wiebelhaus. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat“, sagte Wiskirchen. „Wir haben ein paar Dinge ausprobiert und stehen für das Qualifying am Samstag gut da. Selbst für den Fall, dass es im Rennen regnen sollte, sind wir gut aussortiert.“

Die Top-3 wurden von Nico Hantke (21/Hürth/Scherer Sport PHX) komplettiert. Der Audi-Pilot fuhr seine schnellste Runde in der Vormittagssession und sortierte sich damit vor Leo Pichler (23/AT/Razoon – more than racing) ein. Der Tabellenführer wurde im Porsche 911 GT3 R Vierter. Die Top-5 komplettierte Juliano Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo.

Damit unterbrach lediglich Pichler die Dominanz der Lokalmatadoren auf dem Nürburgring. Denn mit dem Haupt Racing Team aus Drees, Wiskirchen aus Euskirchen, Hantke aus Hürth mit dem Scherer Sport PHX Audi aus Meuspath und den Holzem-Brüdern aus Polch stammten vier Teilnehmer innerhalb der Top-5 aus der unmittelbaren Umgebung.

Quelle: ADAC-Motorsport

Prototype Cup Germany: Fahrerlager-Radar vom Norisring

Was uns bei den Saisonrennen sieben und acht des Prototype Cup Germany auf dem Norisring sonst noch aufgefallen ist.

#2 Konrad Motorsport / Danny Soufi / Pavel Lefterov
Foto: ADAC-Motorsport

Alter Bekannter bei Gebhardt Intralogistics Motorsport 

Frank Jelinski war am Norisring als Driver-Coach im Team von Fritz Gebhardt tätig. Der heute 67-jährige stand bereits 1985 in Diensten des Sinsheimer Rennstalls, als er deren eigenes Gruppe-C-Auto, den Gebhardt JC853 steuerte. Und der Mann, der als Fahrer half, Brun Motorsport zum Team-Weltmeister in der Sportwagen-WM 1986 zu machen, hat auch seine eigene Norisring-Vergangenheit: 1989 gewann er auf einem Porsche 962 von Joest Racing in Nürnberg den ADAC Supercup, das letzte Sportwagenrennen am Norisring, bis der Prototype Cup Germany 2023 den fränkischen Stadtkurs in seinen Kalender aufnahm. Sein damaliger Chefmechaniker: Karl Jennings, heute Teammanager bei Gebhardt Intralogistics Motorsport. So schließt sich der Kreis.

Neue Paarung im Prototype Cup Germany

Im Michelin Le Mans Cup teilen sie sich bereits ein Fahrzeug, auf dem Norisring feierten Valentino Catalano (19/Westheim) und Oscar Tunjo (29/COL, beide Badischer Motorsport Club) nun auch ihre Premiere als Duo im Prototype Cup Germany. Da beide Spitzenpiloten in der LMP3 sind, war das Ziel klar: Der Sieg sollte her. Das ist den beiden dann am Samstag bereits gelungen. Am Sonntag legten sie einen zweiten Platz nach, waren aber trotzdem zufrieden. „Es war ein tolles Wochenende, wir waren in allen Sessions außer im letzten Rennen ganz vorne“, war Catalano glücklich. Und er zeichnete sich noch durch besondere Fairness aus: „Oscar und ich haben nicht alle Läufe im Prototype Cup Germany absolviert, das Konrad-Duo, das im Rennen vor uns lag, aber schon. Außerdem sind Danny Soufi und Pavel Lefterov gerade Tabellenführer, sie kämpfen um den Titel. Und deshalb wollte ich keinen riskanten Angriff auf sie starten, denn ich wollte auf keinen Fall riskieren, dass sie aus dem Rennen gerissen werden.“

Neues Design und gleich ganz vorne

Der LMP3 von Catalano und Tunjo glänzte in neuem Design, die Hauptfarbe ist nun gelb. Warum die Wahl gerade auf diese Farbe fiel, das konnte Teamchef Fritz Gebhardt einfach erklären: „Ich habe mal geschaut, welche Farbe selten vorkommt und musste feststellen, dass Gelb in unserem Feld komplett fehlt.“ Also wurde das Fahrzeug gelb und konnte in dieser auffälligen Farbgebung auch sportlich auf Anhieb überzeugen.

Jacob Erlbacher und das Podest-Pech

Jacob Erlbacher (24/Böblingen, Gebhardt Intralogistics Motorsport) ist seit Beginn der Rennserie im Jahr 2022 Teil des Prototype Cup Germany, auch wenn er nicht alle Rennen bestritten hat. Und er kann durchaus als einer der Pechvögel der deutschen LMP3-Serie betrachtet werden, denn ein Podium hatte er bisher – teilweise unverschuldet – noch nicht feiern können. Am vergangenen Samstag war er dann auf dem Weg zu seinem ersten Podest. Er übergab den Duqueine als Zweiter an seinen Partner Jérémy Siffert (21/SUI, Gebhardt Intralogistics Motorsport), der sich wenig später drehte und ausschied. „Dass ich damit Jacobs möglichen ersten Podestplatz weggeworfen habe, das tut mir ehrlich sehr leid“, war der Schweizer betroffen. Einen Tag später sicherten sie sich Position vier. 

Thomas Ambiel wieder mit Jörg Müller vereint

Bei Rinaldi Racing war man perfekt auf die Hitze vorbereitet, denn Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing) brachte einen kleinen Pool mit. Aber auch sportlich gab es Neuigkeiten, denn Jörg Müller war nach seinem Einsatz in Hockenheim zurück als Renningenieur im Team Rinaldi Racing. „Mit Jörg macht es einfach Spaß, er macht den Job wirklich gut“, ist Ambiel begeistert. 

Chassis-Duell: Duqueine dieses Mal mit mehr Erfolg

Auch in Nürnberg hieß es auf Chassis-Seite wieder Ligier gegen Duqueine. Und dieses Mal hatte die Duqueine-Fraktion fast immer die Nase vorne. Für die ersten Plätze in beiden freien Trainings, in beiden Qualifyings und im ersten Rennen sorgten ausschließlich Tunjo und Catalano. Doch schon im zweiten Qualifying erwies sich der beste Ligier als nahezu ebenbürtig, denn Pavel Lefterov (27/BUL, Konrad Motorsport) umrundete die Piste in Nürnberg gerade einmal 0,003 Sekunden langsamer als Duqueine-Mann Tunjo. Und im zweiten Lauf war der Ligier von Lefterov und Danny Soufi (21/USA, Konrad Motorsport) dann auch erstmals an diesem Wochenende ganz vorne. 

Übersicht über die Wertungen

Die Juniorwertung ging am Norisring zweimal an Catalano, Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst) und Maksymilian Angelard (17/POL, beide BWT Mücke Motorsport) bleiben aber Tabellenführer dieser Kategorie. In der Trophywertung teilten sich Ambiel und Michael Herich (47/Brühl, Gebhardt Intralogistics Motorsport) die Siege untereinander auf; jeder gewann einmal die Wertung für Bronze-Piloten. Ambiel behält so die Spitze dieses Klassements. Und in der Teamwertung rangiert Konrad Motorsport nach vier Rennwochenenden vor BWT Mücke Motorsport.

Quelle: ADAC-Motorsport

Prototype Cup Germany: Konrad-Duo holt sich Sonntagsieg am Norisring

  • Danny Soufi und Pavel Lefterov gewinnen zum vierten Mal in dieser Saison
  • Valentino Catalano und Oscar Tunjo erstmals am Norisring 2025 geschlagen
  • Michael Herich in der Trophy ganz vorne

Danny Soufi (links) und Pavel Lefterov (rechts) bei der Siegerehrung
Foto: ADAC-Motorsport

Danny Soufi (21/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport) triumphierten im zweiten Lauf des Prototype Cup Germany auf dem Norisring. Hinter dem Konrad-Duo mussten sich Valentino Catalano (19/Westheim) und Oscar Tunjo (29/COL, beide Badischer Motorsport Club) mit Rang zwei zufriedengeben, Maxim Dirickx (21/BEL) und Sven Barth (44/Eberbach, beide Aust Motorsport) jubelten vom letzten verbliebenen Podestplatz. Lefterov legte den Grundstein zum Triumph am Start, als er seinen Rivalen Tunjo überholte und die Führung bis zum Boxenstopp nicht mehr aus seinen Händen gab. „Es war ein guter Beginn. Dann habe ich einfach versucht, Oscar hinter mir zu halten und keine Fehler zu machen.“ Soufi, der den zweiten Stint fuhr, vollendente die Arbeit von Lefterov. „Pavel hat einen tollen Job gemacht, denn eigentlich war es nur am Start ohne großes Risiko möglich, die Spitze zu übernehmen. Ich hatte in meinem Stint etwas Probleme mit den Bremsen, aber alles in allem lief es ganz gut.“ Die US-amerikanisch-bulgarische Paarung festigte mit ihrem vierten Saisonsieg ihren ersten Platz in der Fahrerwertung der deutschen LMP3-Serie.

Der Lauf begann bei bedecktem Wetter, die Temperaturen waren nicht ganz so hoch wie an den vorangegangenen beiden Tagen. Obwohl Lefterov schon früh im Rennen die Führung an sich riss, konnte er seinen Verfolger Tunjo nie abschütteln. Nachdem alle obligatorischen Boxenstopps erledigt waren, ließ sich Soufi, der Lefterovs Ligier übernahm, einen Vorsprung von rund dreieinhalb Sekunden gutschreiben. Doch Catalano, der nun statt Tunjo den Gebhardt-Duqueine steuerte, holte Stück für Stück auf und beide machten es bis zur Zielflagge spannend. Schlussendlich kreuzte Soufi den Zielstrich 0,305 Sekunden vor Catalano.

Auch hinter den beiden vorderen Positionen wurde guter LMP3-Sport geboten. Dirickx kämpfte sich entschlossen an Maksymilian Angelard (17/POL, BWT Mücke Motorsport) vorbei, als er seinen dritten Podestplatz in seiner noch jungen Prototype-Karriere vor sich sah. Und auch danach blieb der junge Belgier konzentriert und belohnte sich sowie seinen Partner Barth mit einem dritten Rang. Jacob Erlbacher (24/Böblingen) und Jérémy Siffert (21/SUI, beide Gebhardt Intralogistics Motorsport) hingehen verpassten ihr erstes Podest im Prototype Cup Germany als Vierte knapp, während Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst, BWT Mücke Motorsport) und Angelard sich mit der fünften Stelle zufriedengeben mussten. Dennoch bleibt das deutsch-polnische Duo in der Gesamtwertung Zweiter, doch Barth und Dirickx nähern sich mit großen Schritten. Im Duell um die Krone in der Trophy-Wertung hatte Michael Herich (47/Brühl, Gebhardt Intralogistics Motorsport) auf dem Norisring die Nase vorne. Er sicherte sich zusammen mit Alexzander Kristiansson (25/SWE, Gebhardt Intralogistics Motorsport) Rang sechs, sein Trophy-Rivale Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing) erreichte die Ziellinie als Siebter.

Oscar Tunjo (Zweiter): „Am Start war Pavel schneller und ich wollte ihm die Tür nicht zuhauen. Auf diesem zweiten Platz sind wir dann bis zum Ende geblieben. Trotzdem bin ich stolz auf das Team, denn wir haben außer Rennen zwei alle Sessions an diesem Wochenende auf der ersten Position beendet.“

Valentino Catalano (Zweiter): „Das Auto war heute wirklich gut, ich konnte Gas geben und den Rückstand, den ich nach dem Boxenhalt auf Danny hatte, zufahren. Ich wollte aber kein großes Risiko eingehen, um eventuell den ersten Platz zu holen. Denn im Gegensatz zu uns kämpfen Danny und Pavel um den Titel und ich wollte nicht riskieren, sie aus dem Rennen zu reißen.“

Sven Barth (Dritter): „Ich konnte zu Beginn vom Ausfall von Mattias Bjerre Jakobsen profitieren und habe das Auto auf Rang vier an Maxim übergeben. Er ist dann eine fehlerfreie Leistung gezeigt, so dass wir nun unseren dritten Podestplatz in den vergangenen vier Rennen feiern können.“

Maxim Dirickx (Dritter): „Ich habe zu Beginn meines Stints gesehen, dass Maksymilian Angelard vor mir lag und Jacob Erlbacher hinter mir. Ich wusste, ich muss schnell an Maksymilian vorbei und das ist mir auch gelungen. Der Abstand zu Valentino war dann zu groß, um noch weiter nach vorne zu kommen. Aber ich freue mich, dass wir in den vergangenen zwei Rennwochenenden eine ziemlich konstante Leistung abrufen konnten.“