Donnerstag, 13. März 2014

Audi zeigt neuen Look für DTM-Champion

Kein anderes Auto hat das Bild der DTM in den vergangenen Jahren so bestimmt wie der gelb-grüne Audi. Jetzt zeigt die Marke erstmals das Design des neuen Schaeffler Audi RS 5 DTM mit der Startnummer 1, mit dem Champion Mike Rockenfeller 2014 seinen Titel verteidigen will.
Mike Rockenfellers Arbeitsgerät für die Saison 2014
Foto: Audi-Motorsport
2011 Martin Tomczyk und 2013 Mike Rockenfeller: In der jüngsten Vergangenheit gingen gleich zwei Titel an Audi und den Rennwagen in den gelb-grünen Farben der Schaeffler-Gruppe. Geht es nach dem amtierenden Champion, kann sich die Erfolgsserie in der populärsten internationalen Tourenwagenserie gern fortsetzen. „Wenn das Auto so schnell ist, wie es aussieht, dann haben wir gute Chancen“, sagt Rockenfeller über seinen neuen Audi RS 5 DTM.


Eine neu entwickelte Aerodynamik und zahlreiche Detailverbesserungen unter der Kohlefaserhaut zeichnen die neue Generation des Rennautos aus, das vergangene Woche auf dem Auto-Salon in Genf sein Debüt als Weltpremiere gab. Mit dem Schaeffler Audi RS 5 DTM zeigt Audi das erste von insgesamt acht Designs, mit denen die Marke 2014 in der DTM startet. Während die Grundfarben auf „Rockys“ Auto erhalten bleiben, hat der etwa 460 PS (340 kW) starke Tourenwagen eine nochmals dynamischere Linienführung erhalten.
beeindruckende Heckansicht
Foto: Audi-Motorsport

„Ich war schon begeistert, als ich die ersten Entwürfe gesehen habe. Aber im Original sieht das Auto noch beeindruckender aus“, sagt Mike Rockenfeller, der seinen RS 5 DTM am Vorabend der Audi-Jahrespressekonferenz den Gästen präsentierte. „Ich freue mich riesig auf meine erste DTM-Saison mit der Nummer 1 auf dem Auto und kann die nächsten Testfahrten kaum abwarten.“
Schaeffler Audi RS 5 nochmals dynamischere Linienführung
Foto: Audi-Motorsport

Der Zeitplan bis zum Saisonauftakt in Hockenheim am 4. Mai steht: Anfang März war die Homologation des Audi RS 5 DTM. Vom 31. März bis zum 3. April testet der DTM-Zirkus auf dem Hungaroring in Budapest, auf dem die Serie in diesem Jahr ihr Comeback gibt. Auf dem Hockenheimring folgt vom 14. bis 17. April die Generalprobe für das erste Rennen. Die acht Fahrer um die drei DTM-Champions Mike Rockenfeller, Mattias Ekström und Timo Scheider haben sich zudem bei einem einwöchigen Teambuilding- und Fitnesscamp auf die neue Saison eingeschworen, die bei Audi ganz unter dem Motto „Titelverteidigung“ steht.

Mittwoch, 12. März 2014

Mercedes-Benz startet 2014 mit sieben Fahrzeugen in der DTM (Teil 2)


Zwei DTM-Champions auf Titeljagd

Mit Paul Di Resta kehrt der DTM-Meister des Jahres 2010 in die international populärste Tourenwagenrennserie zurück. Der Schotte startet nach drei Formel 1-Saisons mit Sahara Force India-Mercedes wieder für Mercedes-Benz in der DTM. „Seit meinem letzten DTM-Rennen in Schanghai 2010 hat sich viel verändert, aber eines ist unverändert geblieben: Mein großer Hunger auf Erfolge“, sagt Di Resta. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der gesamten Mercedes-Benz DTM-Mannschaft, mit der ich nun wieder auf Titeljagd gehen möchte.“ 
Paul Di Resta startet nach drei Jahren Formel 1 für seinen alten Arbeitgeber Mercedes
Foto: Mercedes-Motorsport
 
Neben Gary Paffett ist Di Resta einer von zwei DTM-Champions im Fahrerkader von Mercedes-Benz. Paffett, DTM-Meister des Jahres 2005, ist zudem mit 20 DTM-Siegen der siegreichste aktive Fahrer in der DTM. „Ich bin heiß auf die neue Saison“, sagt Paffett. „Die Saisonvorbereitung ist für uns bisher gut verlaufen. Jetzt kann ich das Auftaktrennen in Hockenheim kaum noch erwarten, um nach dem langen Winter endlich wieder um Siege zu kämpfen.“ 

Gary Paffett siegreichster DTM-Fahrer will 2014 wieder um den Titel kämpfen
Foto: Jens Hawrda

Neu in der DTM-Mannschaft von Mercedes-Benz ist der erste russische Formel 1-Fahrer Vitaly Petrov, der in dieser Saison auch der erste DTM-Pilot seines Landes wird. „Mir ist bewusst, dass eine steile Lernkurve vor mir liegt, aber ich liebe Herausforderungen und stelle mich dieser gerne“, sagt Petrov. „Bei meinem ersten Test konnte ich ein Gefühl für das Auto bekommen, was für mich sehr wichtig ist, um meine Stärken ausspielen zu können.“ 

Vitaly Petrov ehemaliger Formel 1 Fahrer bestreitet seine erste DTM-Saison für Mercedes
Foto: Mercedes-Motorsport

„Unser DTM-Kader für die Saison 2014 ist eine gute Mischung aus erfahrenen DTM-Champions wie Gary und Paul sowie aufstrebenden DTM-Fahrern wie unseren Mercedes-Junioren“, sagte Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff. „Wir haben in der vergangenen Saison unsere Erwartungen ganz klar nicht erfüllt. Umso mehr haben wir uns für die neue Saison vorgenommen. Mit zwei DTM-Champions, zwei Formel 1-Piloten und einer Reihe großer DTM-erprobter Talente wollen wir in diesem Jahr wieder mehr Rennsiege einfahren und schlussendlich auch den Titel holen.“ 


Roberto Merhi 2014 weiter im Kader, aber nur als Testfahrer
Foto: Jens Hawrda

Die DTM-Mannschaft von Mercedes-Benz komplettiert in der Saison 2014 der letztjährige DTM-Fahrer Roberto Merhi. Der Spanier wird die sieben Einsatzfahrer als Testpilot bei der Entwicklungsarbeit mit dem DTM Mercedes AMG C-Coupé unterstützen. Die Vorbereitung auf das DTM-Jubiläumsjahr – 30 Jahre nach der Gründung der Tourenwagenserie – endet mit den beiden viertägigen ITR-Testfahrten in Budapest (31.03.-03.04.) und Hockenheim (14.-17.04.). Gut zwei Wochen danach findet an gleicher Stelle auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (03.-04.05.) der erste Saisonlauf statt.

Dienstag, 11. März 2014

Heute 30 Jahre DTM: Der Startschuss fiel in Zolder

11. März 1984, Zolder, Belgien: 70 Kilometer nordwestlich von Aachen beginnt eine neue Ära im Motorsport. Beim traditionsreichen Bergischen Löwen stehen 24 Tourenwagen verschiedenster Größen am Start. Es ist das erste Rennen der neu geschaffenen Deutschen Produktionswagen-Meisterschaft, aus der zwei Jahre später die DTM hervorgehen wird. „Wir sind damals alle sehr aufgeregt nach Zolder gefahren. Ein großes Starterfeld mit klangvollen Namen, und ich war mit dabei“, erinnert sich Volker Strycek, der in einem BMW 635 CSi auf Anhieb den dritten Platz herausfährt und den Grundstein zu einer höchst erfolgreichen Saison legt. Am Ende des Jahres wird Strycek der erste Champion der DTM-Geschichte – dank seiner Konstanz sogar ohne einen einzigen Laufsieg.

der Grundstein für die moderne DTM liegt im Jahr 1984
Foto. Jens Hawrda
 
Die neue Rennserie trat in die Fußstapfen der renommierten Deutschen Rennsport-Meisterschaft, in der noch mit Sportwagen gefahren wurde. In der späteren DTM waren es seriennahe Gruppe-A-Fahrzeuge, noch dazu in verschiedenen Leistungsstufen. Ein ausgeklügeltes Handicap-Reglement mit Zusatzgewichten und Restriktionen bei den Reifenbreiten sollte dafür sorgen, dass große und kleine Fahrzeuge gleiche Chancen haben. „Allen Beteiligten wurde schnell klar, dass die Idee der klassenlosen Gesellschaft recht gut funktioniert“, sagt Strycek: „Es entstand schnell eine Situation wie in der heutigen DTM: enges Feld, hohe Leistungsdichte, viele Autos. Die neue Serie war auf Anhieb faszinierend und enorm spannend.“
 
24 Fahrzeuge waren es beim ersten Rennen in Zolder. Noch im Laufe der ersten Saison wuchs das Starterfeld auf 40 Autos und 16 verschiedene Typen an. Im Alfa Romeo GTV6, den BMW-Modellen 323i und 635 CSi, dem Chevrolet Camaro, dem Ford Mustang, dem Rover Vitesse und dem Volvo 240 Turbo gab es gleich sieben Tourenwagen, die Siege holten.
Hans-Joachim Stuck mit seinem Audi V8 quattro (DTM 1991)
Foto: Audi-Motorsport
Den Auftakt prägen in Zolder noch die BMW 635 CSi. Lange Zeit führt der ehemalige Formel-1-Pilot und spätere Le-Mans-Sieger und DTM-Champion Hans-Joachim Stuck das Rennen an, bis er zwei Runden vor Schluss ein Vorderrad verliert. Vom Pech des heutigen DMSB-Präsidenten profitiert Markenkollege Harald Grohs, der sich bei einem BMW-Vierfacherfolg vor Udo Schneider den Premierensieg holt. Strycek wird nach einer Klasse-Aufholjagd Dritter. „Ich kam ja aus dem Renault-5-Pokal und das Arbeitsgerät und das Umfeld waren für mich völlig neu. Dazu bin ich dann noch umgedreht worden und weit zurückgefallen“, sagt Strycek: „Danach noch aufs Podium zu fahren, war für mich eine Riesensache – noch dazu im direkten Duell mit Rennfahrergrößen, die ich bis dahin nur angehimmelt hatte.“
 
Strycek war sofort infiziert „von dieser Droge Rennsport“ – und vor allem von der DTM, die er in verschiedenen Positionen – vom Rennfahrer über den Projektleiter bis zum späteren Opel-Sportchef – mehr als zwei Jahrzehnte lang begleitete. „Jede Epoche der DTM, die ich erlebt habe, hat neue Herausforderungen gebracht, neue Spannungsfelder und technologische Neuerungen“, sagt Strycek: „Ich bin immer noch ein Fan der DTM. Für mich ist sie die Formel 1 der Tourenwagen, Spitzensport auf allerhöchstem Niveau.“
 
Der Premiere in Zolder folgten bis heute 401 weitere Rennen; nach Volker Strycek gab es 18 weitere Champions – von Rekordsieger Bernd Schneider mit fünf Titeln bis zum aktuellen Champion Mike Rockenfeller. Auch in ihrer Jubiläumssaison, die am 4. Mai auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg beginnt, sorgt die DTM noch für Premieren: Zum ersten Mal in ihrer jetzt 30-jährigen Geschichte werden 2014 gleich sieben Champions in der Startaufstellung stehen – neben Mike Rockenfeller dessen Audi-Kollegen Mattias Ekström (Schweden) und Timo Scheider, Martin Tomczyk und der Kanadier Bruno Spengler (beide BMW) sowie die Briten Gary Paffett und Paul Di Resta (beide Mercedes-Benz).
 
 
 

 

Montag, 10. März 2014

Mercedes-Benz startet 2014 mit sieben Fahrzeugen in der DTM (Teil 1)


Der Mercedes-Benz Fahrerkader für die DTM-Saison 2014 ist komplett: Neben den DTM-Champions Gary Paffett und Paul Di Resta gehen in dieser Saison der frühere Formel 1-Pilot Vitaly Petrov sowie die letztjährigen Mercedes-Benz DTM-Piloten Daniel Juncadella, Christian Vietoris, Pascal Wehrlein und Robert Wickens für die Marke mit dem Stern in der DTM an den Start.

Beim Fitnesstraining im österreichischen Seefeld bereiteten sich alle sieben Fahrer eines DTM Mercedes AMG C-Coupés auf den Saisonstart am 4. Mai in Hockenheim vor. Im Fitnesscamp in Seefeld arbeitete die Mannschaft am letzten Feinschliff für die anstehenden Testfahrten und den Saisonstart in Hockenheim.

 
Saisonvorbereitung in Seefeld
Foto: Mercedes-Motorsport
 
 
Junge Wilde werden erwachsen
Vier Fahrer, denen in den vergangenen Jahren als Mercedes-Junioren der Sprung in die DTM gelang, sind auch in dieser Saison wieder für Mercedes-Benz am Start. Christian Vietoris beginnt am 4. Mai in Hockenheim bereits seine vierte DTM-Saison. Im vergangenen Jahr belegte Vietoris mit 77 Punkten den vierten Platz in der Gesamtwertung und war damit bestplatzierter Mercedes-Benz Pilot. „Ich habe im vergangenen Jahr mein persönliches Ziel einer Top-5-Platzierung klar erreicht“, sagt Vietoris. „Dabei stand ich vier Mal auf dem Podium, aber leider noch nie ganz oben. Das würde ich in diesem Jahr sehr gerne ändern. Daran werden mein Team und ich mit Volldampf arbeiten.“
 
Robert Wickens ist einer von drei DTM-Siegern im Fahrerkader. Der Kanadier gewann im Vorjahr beim Rennen auf dem Nürburgring sein erstes DTM-Rennen. „Mein Ziel für die vergangene Saison war es, konstant zu punkten und vielleicht sogar auf das Podium zu fahren – das habe ich mit drei Podestplätzen und meinem ersten DTM-Sieg sogar übertroffen“, sagt Wickens, der 2013 in der Gesamtwertung Platz fünf belegte. „Auf diesen Ergebnissen möchte ich 2014 aufbauen und mich weiter steigern. Am Nürburgring bin ich definitiv auf den Geschmack gekommen.“ 
Robert Wickens, 2013 drei Podestplätze, will 2014 mehr
Foto: Jens Hawrda
 
Vor einm Jahr debütierte Pascal Wehrlein als jüngster Fahrer der Geschichte in der DTM. Auch in diesem Jahr gehört der 19-jährige Mercedes-Junior zum Fahrerkader der Marke mit dem Stern. „Meine Debütsaison im vergangenen Jahr war in Ordnung, aber in dieser Saison möchte ich noch einen drauflegen und mich weiter steigern“, sagt Wehrlein, der 2013 drei Mal in die Punkteränge fuhr. „In diesem Jahr möchte ich regelmäßig punkten und vielleicht gelingt mir im Laufe der Saison ja auch die eine oder andere Überraschung.“ 
 
Wie Wehrlein startet auch Daniel Juncadella in seine zweite DTM-Saison. Sofern es sein Engagement in der DTM erlaubt, sammelt der Spanier außerdem Erfahrung als Testfahrer bei Sahara Force India-Mercedes in der Formel 1. „Die DTM hat für mich aber eindeutig Priorität“, betont Juncadella, der in seiner Debütsaison 2013 mit 21 Punkten den 16. Platz belegte. „Mein Ziel ist es, mich bis zum Saisonstart perfekt vorzubereiten, um in diesem Jahr meinen ersten Podestplatz in der DTM zu holen oder vielleicht sogar ein Rennen zu gewinnen.“
 

 

Sonntag, 9. März 2014

Nachgefragt bei ... Filipe Albuquerque

Filipe Albuquerque
Foto: Jens Hawrda

Sie sind aus der DTM in das LMP-Programm von Audi gewechselt. Was fasziniert Sie am meisten an den Langstreckenrennen und am Audi R18 e-tron quattro?

Es gibt zwei große Unterschiede: Das Auto erzeugt deutlich mehr Abtrieb und damit eine höhere Bodenhaftung als ein DTM-Tourenwagen. Und der größte Unterschied insgesamt ist das Ausmaß an Technologie. Es geht darum, die Technik unseres Audi R18 e-tron quattro in allen Situationen so zu nutzen, dass wir als Fahrer optimal unterstützt werden. Der R18 e-tron quattro fährt heute schon mit Technologien, die bei Audi in der Zukunft auch ihren Weg in die Serie finden könnten. Dafür steht Audi seit mehr als 30 Jahren. Wenn die Technik für die Kunden verfügbar ist, haben wir als Rennfahrer einen kleinen Beitrag dazu geleistet.

In dieser Woche ist verkündet worden, dass Sie die European Le Mans Series für das Team Jota Sport bestreiten werden, um sich auf die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC vorzubereiten. Was erwarten Sie in der ELMS?
Ich freue mich über diese Kooperation. Es ist eine Win-win-Situation. Ich will dem Team Jota helfen, um Einzelsiege und um den Titel zu kämpfen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie zu den besten ELMS-Teams zählt. Für mich persönlich geht es darum, meinen Fahrstil an Sportwagen anzupassen und mich gut durch den Verkehr zu bewegen. Bei den Sportwagen sind im Unterschied zur DTM verschiedene Rennwagenklassen in einem Feld unterwegs, Überholvorgänge sind die Regel. Man muss ein sehr gutes Gefühl für den Verkehr entwickeln, um nicht zu viel Zeit zu verlieren und effizient mit dem Kraftstoff umzugehen.

Ihre Saison hat bereits im Januar in der Tudor United SportsCar Championship begonnen. In Daytona sind Sie Fünfter Ihrer Klasse geworden. Am 15. März steht Sebring im Programm. Bei Flying Lizard fahren Sie mit Seth Neiman, Dion von Moltke und Alessandro Latif. Was wollen Sie in Florida im Audi R8 LMS erreichen?
Wir wollen aufs Podium fahren. Vielleicht können wir sogar ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Aber ganz ehrlich: Ein Ergebnis bei diesem schwierigen 12-Stunden-Rennen kann man überhaupt nicht vorhersagen. Die Strecke ist neu für mich und sie gilt in der Rennsportwelt als einzigartig. Ich fliege am Dienstag nach Amerika und freue mich schon sehr darauf.