Dienstag, 5. August 2025

ADAC Racing-Weekend: Gelungener Start in die zweite Saisonhälfte (Teil 1)

Fabian Dybionka und Etienne Ploenes gewinnen in der Porsche Sprint Challenge GT3. Querschnittsgelähmter Tim Horrell feiert Platz eins in der Porsche Sprint Challenge GT4. Thomas Westarp setzt sich im Zweikampf mit STT-Tabellenführer Kenneth Heyer durch. 

Foto: Jens Hawrda

In der Motorsport Arena Oschersleben begann am vergangenen Wochenende die zweite Saisonhälfte des ADAC Racing Weekend 2025. Beste in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 waren in der Magdeburger Börde Fabian Dybionka und Etienne Ploenes (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)), in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 hatten Tim Horrell und Joep Breedveld (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) die Nase vorne. Mariusz Górecki und Daan Arrow (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) waren in der Porsche Endurance Challenge Deutschland nicht zu stoppen, während Kenneth Heyer (Mercedes AMG GT3) und Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) in der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) je einmal jubelten. Mit Philipp Pippig (BMW M4 GT4 F82) erlebte der Norddeutsche ADAC Börde Tourenwagen Cup (NATC) ebenso einen Doppelsieger wie im ADAC Historic Cup Ost Formel, bei dem Nils-Holger Wilms (Melkus M90) zweimal triumphierte. Schließlich teilten sich Jens Herkommer (Skoda 130 RS) und Lukasz Janiak (Skoda Favorit) die Siege im ADAC Historic Cup Ost Tourenwagen. 

Spannung in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3

Fabian Dybionka, Porsche 911 GT3 Cup 992 #64 siegte in Rennen 1
Foto: Jens Hawrda

Rennen eins der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 wurde erst auf den letzten Metern entschieden. Etienne Ploenes führte den Lauf lange an, doch als ihm ein Fahrfehler unterlief, sah Verfolger Fabian Dybionka seine Chance. Der Pole griff in der letzten Kurve vor der Ziellinie an und zog am Deutschen vorbei. Damit feierte der Teenager seinen zweiten Erfolg in der GT3-Challenge, nachdem er bereits am Red Bull Ring gewinnen konnte. Jan Antoszewski (Porsche 911 GT3 Cup (992)) freute sich über die dritte Stelle, während der als Tabellenführer angereiste Tomasz Magdziarz (Porsche 911 GT3 Cup (992)) nach einer Kollision in der Startrunde frühzeitig ausschied und Platz eins der Fahrerwertung an Dybionka abgeben musste.In Durchgang zwei blieb Ploenes fehlerfrei und brachte den Sieg knapp vor Dybionka ins Ziel. Madgziarz meldete sich mit einem dritten Rang auf den vorderen Positionen zurück. 

Etienne Ploenes, Porsche911 GT3 Cup 992 #11 siegt in Rennen 2
Foto: Jens Hawrda

Querschnittsgelähmter Tim Horrell mit Sieg und hohen Zielen

Tim Horrel,  Porsche Cayman GT4 RS Clubsport 982 #30 siegt in Rennen 1
Foto: Jens Hawrda

In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 jubelte Tim Horrell über seinen ersten großen Erfolg im deutschen Motorsport. Der querschnittsgelähmte US-Amerikaner, der mit einem für seine Bedürfnisse umgebauten Fahrzeug antritt, glänzte schon im Qualifying mit Position zwei und übernahm direkt zu Beginn des Rennens die Spitze. Die konnte er auch beim Restart nach einer Safety-Car-Phase verteidigen und in der Folge immer weiter ausbauen, so dass er die Zielflagge 5,642 Sekunden vor dem zweitplatzierten Leon Bauchmüller (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) und 6,894 Sekunden vor dem Dritten Joep Breedveld sah. Jener Breedveld revanchierte sich am Sonntag und gewann vor Giuseppe Fico (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)). Als Dritter kletterte Julian Jansen (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) auf das Podium; es war sein erster Podestbesuch in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4. 

Jener Breedveld siegte in Rennen 2
Foto: Jens Hawrda

Für Horrell lief es im zweiten Lauf nicht perfekt, er musste in der ersten Runde einer Kollision ausweichen und fand sich am Ende des Feldes wieder. Trotzdem zeigte er eine kämpferisch starke Leistung, die ihn bis auf Rang fünf nach vorne brachte. „Unser Auto ist hier wirklich gut“, lobte er sein Team. Überhaupt ist er sehr glücklich bei W&S Motorsport: „Sie lieben die Herausforderung, die mein Auto mit den Hand-Bedienelementen auch dem Team bietet und sie stehen voll dahinter. Deshalb war für mich im Winter immer klar, dass ich weiterhin bei W&S fahren möchte.“ Horrell möchte zeigen, dass auch querschnittsgelähmte Motorsportler hohe Ziele erreichen können. „Ich möchte im Fahrerlager als schneller Rivale betrachtet werden, nicht als derjenige, der in einem Rollstuhl sitzt. Ich möchte mich als Rennfahrer Schritt für Schritt weiterentwickeln; mein nächstes Ziel ist es, in der ADAC GT4 Germany oder GT4 Europe anzutreten und natürlich auch zu gewinnen.“

Auch Regen kann Mariusz Górecki und Daan Arrow nicht bremsen

Mariusz Górecki und Daan Arrow, Porsche 911 GT3 Cup 992 #69
siegen im Rennen der 
Porsche Endurance Challenge Deutschland 
Foto: Jens Hawrda

In der Porsche Endurance Challenge Deutschland wurden die Teilnehmer durch einsetzenden Regen vor zusätzliche Herausforderungen gestellt. Am besten kamen damit Mariusz Górecki und Daan Arrow zurecht, die den Zielstrich als erste kreuzten. Levin Gelf und Jannes Fittje (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) verdrängten in der zweiten Rennhälfte das Duo Jakub Twaróg / Karol Kret (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) von Position zwei. Bester Vertreter der GT4-Klasse, die den 60-minütigen Endurance-Lauf gemeinsam mit den GT3-Piloten bestreiten, waren Florian Bauer und Manuel Lauck vor Alleinstarter Joep Breedveld (alle Porsche Cayman GT4 RS Clubsport 982).

Quelle: adac-Motorsport


Montag, 4. August 2025

Quartett jagt DTM-Spitzenreiter Auer auf dem Nürburgring

  • Österreicher Auer führt vor seinem Landsmann Thomas Preining
  • Top-Fünf der Tabelle nur durch acht Zähler voneinander getrennt
  • DTM-Geschichte und Truck Go-and-Stop im Rahmenprogramm

Alle jagen Halbzeitmeister Lucas Auer im Mercedes #22
Foto:Jens Hawrda

Hochspannung der DTM vor dem Highlight in der Eifel: Wenn die DTM vom 8. bis 10. August auf dem Nürburgring startet, sitzen die Verfolger dem Spitzenreiter Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) im Nacken. Der Österreicher liegt im Mercedes-AMG seit dem dritten Saisonrennen ununterbrochen in Führung, doch die Konkurrenz holte zuletzt deutlich auf. Vor den beiden Rennen auf der actionreichen Sprintstrecke des Nürburgrings liegen die Top-Fünf in der Meisterschaft nur durch acht Punkte getrennt. Tickets gibt es ab 49 Euro unter dtm.com, Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt in Begleitung eines Erwachsenen. ProSieben zeigt beide DTM-Rennen live im TV und berichtet am Samstag sowie am Sonntag ab 13 Uhr vom Nürburgring. Im kostenlosen Stream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei Joyn, ServusTV ON und dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 9 und 10 von 16

Streckenlänge: 3.629 Meter

Layout: Elf Kurven (sieben Rechts-, vier Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren

Sieger 2024, Rennen 1: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2)

Sieger 2024, Rennen 2: Sheldon van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3)

Fünfkampf an der Spitze

Mercedes-AMG-Pilot Auer glänzte vor allem zu Saisonbeginn mit zwei Siegen in den ersten drei Rennen. Danach sammelte der 30-Jährige zwar fleißig Punkte, Top-Platzierungen blieben allerdings aus. „Die DTM ist sehr ausgeglichen, an der Spitze geht es eng zu. Das Wichtigste bei unseren Sprintrennen ist es, sich im Qualifying vorne zu platzieren“, verrät der Tabellenführer. „Entscheidend ist, den maximalen Speed aus dem Fahrzeug herauszuholen. Dazu gehört auch am Nürburgring ein perfektes Setup, außerdem musst du als Fahrer die Reifen im Griff haben.” Mann der Stunde ist jedoch sein Landsmann Thomas Preining (Manthey EMA): Der 27-Jährige holte im Porsche 911 GT3 R starke 61 Zähler aus den letzten drei Rennen. Preining begeisterte mit spektakulären Überholmanövern auf der Strecke und möchte seinen Höhenflug beim „Grello“-Heimspiel fortsetzen.

Einer der Jäger von Spitzenreiter Auer ist Thomas Reining im Porsche 911 GT3 #91
Foto: Jens Hawrda

Hinter den beiden Österreichern liegen drei Fahrer fast gleichauf in unmittelbarer Schlagdistanz zur Spitze. Lamborghini-Pilot Jordan Pepper (TGI Team Lamborghini by GRT) ist punktgleich mit Preining Dritter und feierte am Norisring seinen ersten DTM-Sieg. Der Südafrikaner ist vor allem im Qualifying hellwach: Mit zehn Zählern holte er im Zeittraining mehr Punkte als jeder andere Fahrer. Hinter Pepper folgt der ehemalige Formel-1-Pilot Jack Aitken (Emil Frey Racing). Der Brite hat in diesem Jahr im Ferrari 296 GT3 Speed mit Konstanz kombiniert und ist Vierter. Punktgleich auf Position fünf lauert der erfahrene Maro Engel (Mercedes-AMG Team Winward Racing) im Mercedes-AMG GT3, der strategisch clever agiert. Sechs der acht Rennen beendete der Routinier in den Top-Fünf.

Das Team HRT Fard Performance hat sein Heimrennen am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda
Ford-Heimspiel in der Eifel

HRT Ford Performance kommt in der Comeback-Saison von Ford mit Rückenwind zum Heimrennen. Der Rennstall vom Nürburgring setzt zwei Ford Mustang GT3 ein, Arjun Maini (IND) gelang zuletzt am Norisring mit Platz fünf das beste DTM-Ergebnis im neuen US-Rennwagen. „Der Norisring war ein echtes Highlight. Diesen Aufwärtstrend wollen wir in der zweiten Saisonhälfte fortsetzen. Der Nürburgring ist fürs Team und für mich ein Heimspiel. Wir wollen den Fans eine tolle Show bieten“, sagt Maini, der in Troisdorf zwischen Bonn und Köln lebt.

Starke Rahmenserien und DTM-Zeitreise

Die Zuschauer erleben am Nürburgring neben der DTM weitere rasante Rennaction. Im Rahmenprogramm starten die ADAC GT4 Germany, der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, der vollelektrische NXT Gen Cup sowie der Prototype Cup Germany.

Auch Motorsport-Nostalgiker kommen in der Eifel voll auf ihre Kosten: Kultautos wie ein Abt Audi TT-R aus dem Jahr 2000, mehrere BMW M3 E30 oder ein Mercedes-Benz 190E Evo II drehen über das komplette Wochenende hinweg Demorunden um den Nürburgring. Im Cockpit sitzen DTM-Helden wie Stefan Mücke, Volker Strycek und Harald Grohs. Bereits am Freitag können die Besucher bei der Track Safari selbst Renn-Feeling erleben. In Bussen geht es in einer eigenen Session gleichzeitig mit den DTM-Fahrzeugen auf die Strecke.

Dazu wird auf dem Nürburgring beim Wettbewerb „DTM-Trucks Go and Stop“ der „DTM Trucker of the Year“ gesucht. Dabei müssen die Zugmaschinen am Samstagabend ab 18.45 Uhr auf der Start-Ziel-Geraden beschleunigen, um am Ende der Haupttribüne maximal exakt zu bremsen. Beste Unterhaltung gibt es auch abseits der Strecke: Partyschlager-Star Peter Wackel tritt am Samstagabend um 18 Uhr in der DTM Fan Zone auf.

Herausforderndes Wetter, großartiger Motorsport – das ADAC Racing Weekend in Oschersleben

Porsche GT3 Rennen
Foto: Jens Hawrda

Wechselhaftes Wetter stellte am gesamten Rennwochenende Fahrer und Helfer vor große Herausforderungen. Immer wieder sorgten Regen, Ölspuren und Zwischenfälle für Unterbrechungen und erschwerte Bedingungen. Dennoch boten die Serien des Breitensports packendes Racing und starke Leistungen. Zuschauer vor Ort und vor dem Live-Stream erlebten spannende Duelle, Emotionen und Motorsport mit Leidenschaft.

NATC
Foto: Jens Hawrda

Am vergangenen Wochenende fand in der Motorsport Arena Oschersleben das ADAC Racing Weekend statt. Nach den Trainings und Qualifyings am Freitag und Samstag eröffnete die Special Tourenwagen Trophy (STT) mit 19 Fahrzeugen das Rennwochenende, das insgesamt 13 Rennen umfasste. Nach einer Unterbrechung ging es im Regen weiter, was viele Fahrer vor Herausforderungen stellte. Auch die Porsche Sprint Challenge Deutschland startete auf nasser Strecke. Tim Horrell, ein querschnittsgelähmter US-Pilot siegte souverän trotz Safetycar-Phase.

Großes Starterfelder in den NATC Rennen
Foto: Jens Hawrda

Im NATC-Abendrennen traten 38 Fahrzeuge an und boten trotz Gelbphase für tolle Rennszenen. 

ADAC Histocic Cup Ost
Foto: Jens Hawrda

Am Sonntag begeisterte die historische Rennserie des ADAC Historic Cup Ost mit packenden Szenen und nostalgischem Sound. Im zweiten Lauf der Porsche Sprint Challenge kam es früh zu Kollisionen und einem Safetycar-Einsatz. Bei der GT3-Klasse führte ein Unfall in der ersten Kurve ebenfalls zu einer Unterbrechung. „Ein Dank geht an dieser Stelle auch an die vielen offiziellen Einsatzkräfte hinter den Kulissen, von den Sportwarten über die Abschleppwagenfahrer, bis hin zu den verschiedenen Dienstleistern, welche so ein Event überhaupt möglich machen.“, betonten die Veranstalter.

Spannende Rennen im STT
Foto: Jens Hawrda

Einsetzender Regen machte das STT-Rennen erneut zu einer Herausforderung. Das zweite NATC-Rennen musste wegen einer Ölspur für fast eine Stunde unterbrochen werden. Nach dem Re-Start holte Philipp Pippig den Sieg vor Rafael Kraus und Falko Seifert.

ADAC Historic Cup Ost
Foto: Jens Hawrda

Den Abschluss bildeten die finalen Läufe des ADAC Historic Cup Ost. „Es war ein gelungenes Rennwochenende, welches eine Basis für den Breitensport und damit den Motorsport-Nachwuchs bietet. Wir freuen uns, dass wir mit Unterstützung des ADAC so ein Konzept präsentieren könnten“, fassen die Organisatoren das Wochenende zusammen.


Freitag, 1. August 2025

ADAC Racing Weekend zu Gast in Oschersleben

Spezial Tourenwagen Trophy
Foto: Jens Hawrda

Zweite Saisonhälfte beginnt für die Porsche-Serien und die STT. NATC und ADAC Historic Cup Ost erstmals beim ADAC Racing Weekend 2025. Alle Rennen werden im kostenlosen YouTube-Livestream übertragen.

ADAC Historic Cup Ost
Foto: Jens Hawrda

Nachdem vor drei Wochen die Premiere des ADAC Racing Weekend auf dem Red Bull Ring gefeiert wurde, kehrt die Breitensport-Plattform des ADAC am kommenden Wochenende (2. und 3. August) wieder nach Deutschland zurück. Am Samstag und Sonntag ist die Motorsport Arena Oschersleben Schauplatz des vierten ADAC Racing Weekend des Jahres 2025. Neben den Porsche-Serien Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3, Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 und Porsche Endurance Challenge Deutschland sowie der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) wollen in der Magdeburger Börde auch der Norddeutsche ADAC Börde Tourenwagen Cup (NATC) und der ADAC Historic Cup Ost mit ihren Tourenwagen und Formelfahrzeugen spannenden Motosport bieten. Alle Rennen werden wie immer live gestreamt; der Stream auf youtube.com/adacmotorsports startet am Samstag um 15:20 Uhr mit dem ersten Lauf der STT und am Sonntag um 10:10 Uhr, wenn Rennen eins des ADAC Historic Cup Ost Tourenwagen beginnt. 

Tomasz Magdziarz und Joep Breedveld wollen Spitze verteidigen

In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 gibt es nach der ersten Saisonhälfte jeweils einen bestimmenden Piloten. In der GT3-Klasse heißt dieser Tomasz Magdziarz (Porsche 911 GT3 Cup (992)), der nach einem starken Saisonstart auf dem Red Bull Ring allerdings erstmals in diesem Jahr das Podest verpasste. Mit Fabian Dybionka und Etienne Ploenes (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) hat er zwei Verfolger, die beide bereits ein Rennen gewinnen konnten und in Oschersleben weiter Jagd auf den Polen machen wollen. In der GT4 hat Joep Breedveld (Porsche Cayman GT4 RS CS (982)) das Geschehen fest im Griff, er hat bereits 45,4 Punkte mehr gesammelt als Giuseppe Fico Fico (Porsche Cayman GT4 RS CS (982)). Auf dem Red Bull Ring war der Niederländer zweimal nicht zu schlagen und hat nun drei Triumphe auf seinem Konto. 

Spannung in der Porsche Endurance Challenge Deutschland

Die Besonderheit der Porsche Endurance Challenge Deutschland ist, dass GT3- und GT4-Renner gegeneinander fahren; sie werden in ihren Klassen gewertet, aber auch in einer Gesamtwertung zusammengefasst. In diesem Gesamtklassement hat GT3-Mann Lukas Ertl (Porsche 911 GT3 Cup (992)) die Nase knapp vor dem GT4-Duo Leon Bauchmüller / Mads K. Ljungberg (beide Porsche Cayman GT4 RS CS (982)), der Unterschied beträgt gerade einmal 0,4 Zähler. Auch Manuel Lauck sowie das Duo Peter Lobeck / Peter Terting (alle Porsche Cayman GT4 RS CS (982)) liegen mit einem Rückstand von 4,4 Punkten (Lauck) sowie 7,4 Zählern (Lobeck / Terting) in Schlagdistanz zum Tabellenführer.

Kann Rückkehrer Michael Golz Kenneth Heyer und Stefan Wieninger ärgern?

In der STT hat sich nach sechs Rennen ein Zweikampf Kenneth Heyer (Mercedes AMG GT3) gegen Stefan Wieninger (Audi R8 GT3 Evo II) herauskristallisiert; Heyer rangiert aktuell knapp vor seinem Rivalen. Überraschender Dritter der Fahrerwertung ist Roger Vögeli, der mit seinem Opel Astra TCR in der schwächeren Klasse 5 startet und bisher alle Läufe des Jahres 2025 auf einem Podium seiner Klasse beendet hat. In Oschersleben bekommt der Schweizer nun einen weiteren Kontrahenten, denn Roland Hertner wechselt vom Lamborghini Huracan GT3 Evo in einen Hyundai TCR i30 und rückt damit in die Klasse 5. Zurück im Feld der STT ist Michael Golz, der beim Auftakt in Hockenheim noch Rang zwei belegte, dann aber die Auftritte auf dem Nürburgring und auf dem Red Bull Ring ausließ.

Bunte Fahrzeugvielfalt im NATC

Seit Beginn der ADAC Racing Weekends ist der NATC in unregelmäßigen Abständen Teil dieser Plattform – so auch am kommenden Wochenende. Der Cup ist eine Breitensportserie, die ihren Ursprung in der Motorsport Arena Oschersleben hat und in der sich eine Vielfalt verschiedener Fahrzeuge tummelt. Der aktuelle Tabellenführer Daniel Nadelstumpf vertraut beispielsweise auf einen Renault Clio 4 Cup, während sein erster Verfolger Hans-Heinrich Ernst einen Opel Manta pilotiert. Philipp Pippig, zurzeit Dritter der Gesamtwertung, steuert einen BMW M4 GT4 F82. Aber auch ein Aston Martin Vantage GT4, den Thilo Goos mitbringt oder ein Suzuki Swift, den Samatha Saremba bewegt, befindet sich im bunt gemixten Starterfeld.

Lebendige Motorsport-Geschichte des Ostens

Auch fast schon traditionell kommen die Tourenwagen und die Formelfahrzeuge des ADAC Historic Cup Ost immer wieder gerne zu den ADAC Racing Weekends. Auch für diese beiden Rennserien wird nun die zweite Saisonhälfte eingeläutet. Bei den Tourenwagen liegt Jens Herkommer (Skoda 130 RS) an erster Stelle des Gesamtrankings, gefolgt von Nico Unbehaun (Lada Samara 2108) und Dieter Hoffmann (Lada Samara 2108). Die Formelautos werden auf zwei Klassen aufgeteilt; in der Klasse bis 1300 ccm führt Jens Kaute (Melkus MT77) vor Detlef Schulze (Tark-Kavor Estonia 21-M), in der Klasse bis 1600 ccm wird Nils-Holger Wilms (Melkus M90) als Erster vor Tobias Worm (Melkus-Taßler MT77-3) notiert. 

Das Rennwochenende in der Magdeburger Börde fängt am Samstag um 8:00 Uhr mit dem freien Training des ADAC Historic Cup Ost Tourenwagen an; den ersten Tag beschließt Lauf eine des NATC, der um 18:25 Uhr abgewinkt werden soll. Auch am Sonntag erfolgt der Startschuss wieder um 8:00 Uhr mit dem Qualifying der Porsche Endurance Challenge Deutschland. Den Abschluss bildet Rennen zwei des ADAC Historic Cup Ost Formel mit seinem Zieleinlauf um 17:30 Uhr.

Quelle: ADAC-Motorsport.de


IDM Superbike: HRP-Concession kommen vorerst nicht zum Einsatz

Florian Alt, Honda CBR 1000 RR #66
Foto: Jens Hawrda

Die Concession Parts liegen ungetestet in der Honda-Kiste und dort werden sie vermutlich auch bleiben. Florian Alt ist als Meisterschaftsführender der IDM Superbike in die Sommerpause gegangen, doch nachgelegt wird anders. Zumindest hofft das HRP-Teamchef Jens Holzhauer.

Drei Punkte trennen Flo Alt von seinem Verfolger Lukas Tulovic. Nach dessen Durchmarsch in Oschersleben, wobei er das erste Rennen mit 3,916 Sekunden und das zweite mit 4,227 Sekunden Vorsprung gewann, ist es für Jens Holzhauer nur eine Frage der Zeit, wann der Bayer die Tabellenführung übernimmt. „Ducati ist nicht zu schlagen, jedenfalls nicht aus eigener Kraft“, meint er völlig trocken, „das ist genau wie vor 14 Jahren mit KTM. Da ist keiner rangekommen.“

Eigentlich wollte Holzhauer nach der Sommerpause Concession Parts in der Honda CBR 1000 RR-R einsetzen, um Alt noch mehr Rückenwind zu geben. Dazu zählt die viel zitierte Gabelbrücke. Außerdem sollte das Motorrad mit anderen Felgen, beziehungsweise den WM-Rädern wie Toprak Razgatlioglu sie in der Superbike-WM verwendet, bestückt werden. „Aber wir sind zu nichts gekommen. Es ist Urlaubszeit. Zwei Mitarbeiter sind seit längerer Zeit krank. Was wir gemacht haben, war den Lkw komplett auszuräumen, alles von rechts auf links zu drehen und die Felgen reinigen.“

Das klingt nicht nach großen Fortschritten. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“, hebt Holzhauer die Schultern, „wir müssen gucken, dass Flo noch eine Kohle draufpackt. Ein paar Ideen habe ich noch.“ Der Wittenberger wäre nicht er selbst, wenn er keine Einfälle mehr hätte. Zum Beispiel: „Wir haben ein paar Sachen, die noch nie abgearbeitet worden sind. Es gibt noch Teile aus der Zeit, als Alex Polita bei uns im Team war – wie ein anderes Umlenkhebelsystem.“

Die nächste IDM-Runde findet vom 15. bis 17. August 2025 in Assen statt. Vorher testet das HRP-Team mit Florian Alt in Hockenheim. Vielleicht geht ja doch mehr als gedacht.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek