Samstag, 5. Juli 2025

IDM Supersport: Kofler auf Pole, Punkte weg bei Geiger!

Andreas Kofler, Yamaha #19
Foto: Jens Hawrda

Titelverteidiger Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) startet in den beiden IDM Supersport-Rennen von der Pole Position. Weitaus bedeutender ist die Tatsache, dass der Meisterschaftsführende Dirk Geiger (MCA Racing) von ganz hinten losfahren muss und ihm nachträglich die Punkte vom ersten Rennen in Most aberkannt wurden.

Andy Kofler verbesserte im zweiten Qualifying sogar noch seine Rundenzeit vom frühen Morgen. Der Österreicher verkündete eine Verbesserung seines Gesundheitszustandes nach dem schweren Sturz, den er auf dem Schleizer Dreieck gehabt hatte. „Es geht mit der Schulter schon wieder etwas besser als zuletzt in Most. Die Knochenmarksentzündung zieht sich halt hin.“

Dirk Geiger hätte einen Tag nach seinem 23. Geburtstag in Partylaune sein müssen, stattdessen sieht sich der Honda-Fahrer mit schwerwiegenden Tatsachen konfrontiert. Die IDM-Techniker stellten fest, dass die Motorverplombung nicht intakt ist. Laut Reglement hat das zur Folge, dass alle Rennen, in dem der Motor eingesetzt wurde, aberkannt werden. In Geigers Fall war es das erste Rennen bei der Veranstaltung im tschechischen Most. Geiger bekommt also 25 Punkte gestrichen. Dass er in Oschersleben von ganz hinten starten muss, hat einen anderen Grund. Das geschieht, weil jetzt mit dem Einsatz eines vierten Motors über das Limit von drei Antrieben hinausgegangen wird.

Teamkollege Julius Caesar Rörig werden alle bisherigen Rennen aberkannt, da er immer noch den ersten Motor verwendet. Hier hat das Team Einspruch gegen die Entscheidung gelegt.

Nach diesem Vorfall geht Andy Kofler als neuer Meisterschaftsführender ins bevorstehende Rennen am heutigen Nachmittag um 15:30 Uhr. Kofler ist um einen Punkt an Geiger vorbeigezogen.

Ergebnis IDM Supersport, Qualifying (Top-Ten)

1. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha

2. Marcel BRENNER (CHE), Ducati

3. Dirk GEIGER (DEU), Honda

4. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati

5. Daniel BLIN (POL), Ducati

6. Melvin VAN DER VOORT (NLD), Ducati

7. Julius Caesar RÖRIG (DEU), Honda

8. Marvin SIEBDRATH (DEU), Yamaha

9. Štěpán ZUDA (CZE), Yamaha

10.Till Benedikt BELCZYKOWSKI (DEU), MV Agusta

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

DTM: Zweite Saison-Pole und neuer Quali-Rekord: Pepper nicht zu stoppen

Zweite Saisonpole für Jordan Pepper, Lamborghini #63
Foto: Jens Hawrda


Jordan Pepper bleibt am Norisring eine Klasse für sich. Der Trainingsschnellste fuhr am Samstagvormittag beim ersten Qualifying auf dem Stadtkurs in Nürnberg mit 48,467 Sekunden erneut Bestzeit. Mit seiner zweiten Saison-Pole stellte der Lamborghini-Pilot vom TGI Team Lamborghini by GRT gleichzeitig einen neuen Quali-Rekord auf. „Ich habe auf meinen schnellen Runden alles gegeben, wir waren als Team maximal motiviert. Ich liebe den Norisring mit seinen Mauern und Leitplanken. Umso schöner ist die Pole-Position für mich“, sagte der Südafrikaner, der in der ersten Startgruppe die Top-Marke erzielte.

Nicki Thiim war im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Abt Sportsline mit 48,566 Sekunden schnellster Fahrer der Gruppe B. Damit geht der Däne um 13:30 Uhr von Platz zwei aus in das siebte DTM-Saisonrennen. „Der Norisring macht mir immer riesigen Spaß! Als Fahrer musst du die Zähne zusammenbeißen und mutig sein. Meine schnellste Runde war nahezu perfekt. Ich freue mich auf das Rennen vor der tollen Kulisse hier in Nürnberg“, erklärte der 36-Jährige.

Auf den Plätzen drei und vier folgen Thierry Vermeulen im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing sowie Porsche-Werksfahrer Thomas Preining. Maro Engel vom Mercedes-AMG Team Winward Racing nimmt den Samstagslauf als Fünfter in Angriff nehmen. Neben ihm steht Aston-Martin-Pilot Nicolas Baert vom Team Comtoyou Racing in der dritten Startreihe und bestätigte damit die starke Leistung des belgischen Teams aus dem Freien Training.

Die Gruppe A ging am Samstag um 9:15 Uhr bei Temperaturen von 20 Grad Celsius auf die 2,162 Kilometer lange Strecke. Von Beginn an dominierte Pepper, fuhr eine Top-Runde nach der anderen und machte kurz vor Schluss der 20-minütigen Session den neuen Qualifikationsrekord klar. Fünf Minuten später gingen die zwölf Fahrer der Gruppe B auf Zeitenjagd. Thiim kam als Schnellster allerdings nicht näher als knapp eine Zehntelsekunde an die Rundenzeit von Pepper heran.

Am Norisring werden die Qualifyings wegen des großen Starterfeldes in jeweils zwei Gruppen ausgetragen. Als insgesamt schnellster Fahrer der Qualifikation steht Pepper am Samstag auf der Pole-Position, neben ihm geht Thiim als Erster der anderen Gruppe von Rang zwei aus ins Rennen. Vermeulen als zweitschnellster Fahrer der Gruppe des Pole-Setters ist Dritter, mit Preining auf Position vier wird wieder zu der anderen Gruppe gewechselt. Die Startreihenfolge ergibt sich bis auf den Pole-Setter nicht nur aus den gefahrenen Zeiten, sondern den Positionen nach den Zeittrainings.

Startaufstellung Qualifying, 7. Saisonlauf, Norisring (Top-Five)

1. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT)

2. Nicki Thiim (DK/Abt Sportsline)

3. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing)

4. Thomas Preining (A/Manthey EMA)

5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing)

Quelle: idm.de

IDM Superbike: Concession Parts für Alt mit einem Haken

Florian Alt mit neuen Teilen in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW) führt auf BMW die Meisterschaft bei den Superbikes an. Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) ist auf Honda Gesamt-Zweiter. Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) war heute Schnellster im Superpole Pre Practice. Außerdem ist er Dritter in der Tabelle. Und schließlich wäre da auch noch Toni Finsterbusch (GERT56 By RS Speedbikes), der nur einen Punkt hinter Tulovic liegt. Enger im Titelkampf geht es kaum. Florian Alt hofft für sich auf eine Reserve.

„Wir werden zum ersten Mal Concession Parts einsetzen“, erklärt HRP-Teamchef Jens Holzhauer bei der vierten IDM-Runde des Jahres und zählt dabei die viel zitierte Gabelbrücke für die Honda auf. Außerdem soll das Motorrad mit anderen Felgen, beziehungsweise den WM-Rädern wie Toprak Razgatlioglu sie in der Superbike-WM verwendet, bestückt werden. Aber: Die ganzen Komponenten, zu denen auch die von Honda gelieferten Leistungsteile gehören, kommen frühestens bei den nächsten Rennen Ende August in Assen zum Tragen.

„Wir können erst nach der Sommerpause nachlegen“, bestätigt Holzhauer und erklärt, „vor uns liegt viel Prüfstandsarbeit, die Zeit in Anspruch nimmt.“ Florian Alt hat vor zwei Jahren den Titel für Honda in der höchsten deutschen Motorradklasse gewonnen. In diesem Jahr begann die Saison mit einem Ausfall. In Schleiz und in Most holte Alt je einen Sieg und einen zweiten Platz. „Hier steht noch keiner fest“, schüttelt Holzhauer in punkto Titelrennen den Kopf, „erst nach dem zweiten Rennen beim Finale in Hockenheim ist Schluss.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Freitag, 4. Juli 2025

IDM Superbike: Tulovic verliert auf der Ducati keine Zeit

Die Jagd ist eröffnet. Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) ist in Oschersleben in die zweite Saisonhalbzeit eingebogen. Es ist die vierte von insgesamt sieben Veranstaltungen in Deutschlands höchster Motorradserie, die zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Magdeburger Börde gastiert. Im Superpole Pre Practice der IDM Superbike kam es am heutigen Freitag zum ersten Schlagabtausch. Gegen Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) war wieder kein Kraut gewachsen.

Lucas Tulovic, Ducati Panigale V4R #3
Foto: Jens Hawrda

Tulovic und Alt fackeln nicht lange

Die schnellsten Rundenzeiten in der 30-Minuten-Session kamen wie am Fließband. Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) setzte seine Bestmarke mit 1:24,370 min schon im zweiten Umlauf. Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes) folgte mit einer halben Sekunde Rückstand auf der zweiten Position hinter dem einzigen Honda-Fahrer im Feld. In der vierten Runde erwischte Tulo auf der Ducati Panigale V4R seine beste Runde: Sie brachte ihn an die Spitze der Wertung. Mit einer Zeit von 1:24,332 min trennten ihn nur 0,038 Sekunden von Florian Alt, der nun Zweiter war. Finsterbusch ließ sich nicht mehr vom dritten Platz abbringen.

Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW), der als Führender in der Meisterschaft nach Oschersleben gereist ist, lag erst auf dem siebten Rang, bis ihm in der zehnten Runde der Sprung von zwei Plätzen nach vorn gelang. Damit positionierte er sich unmittelbar hinter seinem Teamkollegen Leandro Mercado. In der Zeit vom zweiten Freien Training bis zum Superpole Pre Practice war an der BMW M 1000 RR von Soomer das Federbein modifiziert worden.

Nachwuchs kommt immer besser in Schwung

Im Superpole Pre-Practice qualifizierten sich heute die schnellsten zwölf Fahrer für die Superpole 2, in der morgen die vordersten Startpositionen für die beiden Rennen am Sonntag ausgefahren werden.

Darunter sind auch wieder die Brüder Kevin #44 und Leon Orgis #45 (ORM Racing) aus dem sächsischen Arnsdorf. Beide müssen die Zähne zusammenbeißen. Kevin hat noch an seinem Sturz aus dem zweiten Rennen vor zwei Wochen in Most zu knabbern. Er hat sich eine Sehne in der Schulter angerissen. Alles, was im Winkel über 90 Grad hinausgeht, kann er nicht machen.

Leon Orgis war vor einem Jahr noch Testfahrer bei Yamaha, dann machte das Familien-Team komplett wieder gemeinsame Sache. Vater René hat jedoch nichts übereilt und Vorsicht walten lassen. Der 25-jährige Kevin bekam eine nagelneue BMW, während sein gebrauchtes Motorrad an den zwei Jahre jüngeren Leon weitergegeben wurde. „Wenn das Paket stimmt und wir wie jetzt schon ein paar Daten aus dem ersten Oschersleben-Einsatz haben, dann ist er schneller als ich“, hat Leon zur Kenntnis genommen. Ihm fehlen dafür ein paar PS.

Max Schmidt (BCC Racing) aus Wuppertal gelang heute zum ersten Mal der Direkteinzug in die Superpole 2, ohne einen Umweg über die Superpole 1 machen zu müssen, in der sich weitere drei Fahrer für die Superpole 2 qualifizieren zu können. „Das ist schon wesentlich entspannter als sonst, aber eigentlich wollten wir das immer schaffen.“ Dem 22-jährigen Schmidt ist jetzt ein Startplatz in den ersten fünf Reihen garantiert.

Ergebnis Superpole Pre-Practice

  1. Lukas TULOVIC (Ducati), 
  2. Florian ALT (Honda), 
  3. Toni FINSTERBUSCH (BMW), 
  4. Leandro MERCADO (BMW), 
  5. Hannes SOOMER (BMW), 
  6. Kevin ORGIS (BMW), 
  7. Lorenzo ZANETTI (Ducati), 
  8. Leon ORGIS (BMW), 
  9. Jan-Ole JÄHNIG (BMW), 
  10. Maximilian KOFLER (Yamaha), 
  11. Milan MERCKELBAGH (BMW), 
  12. Max SCHMIDT (BMW).


DTM: Lamborghini mit Pep: Jordan Pepper startet stark ins Norisring-Wochenende

Der Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps mit dem Grasser Racing Team hat Jordan Pepper (ZA) beflügelt. Der Lamborghini-Pilot fuhr am Freitag auf dem Norisring mit 48,857 Sekunden die schnellste Trainingsrunde und unterbot als einziger Fahrer die 49-Sekunden-Schallmauer.

Jordan Pepper legt vor
Foto: Jens Hawrda

„Nach meinem Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Spa gehe ich mit viel Rückenwind in das Norisring-Wochenende. Zuletzt bin ich hier vor elf Jahren im VW Scirocco Cup gefahren und habe sogar die Pole-Position geholt. Der Norisring ist einzigartig, ich mag diese engen und riskanten Situationen entlang der Mauern, bei denen man extrem fokussiert sein muss“, sagte der Südafrikaner vom TGI Team Lamborghini by GRT nach dem Auftakt zum vierten DTM-Stopp.

Gilles Magnus (B) sorgte im Aston Martin Vantage GT3 von Comtoyou Racing für die Überraschung des Tages: Mit einem Rückstand von nur 0,161 Sekunden belegte der DTM-Neueinsteiger nach den beiden Trainingseinheiten Platz zwei. Ebenfalls stark präsentierte sich Thierry Vermeulen (NL), der den Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing auf Position drei steuerte. Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A) wurde im Neunelfer von Manthey EMA Vierter.

Die fünftbeste Zeit gelang Maximilian Paul (Dresden) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Paul Motorsport. Der 25-Jährige hatte mit 49,468 Sekunden die Top-Marke im ersten Freien Training gesetzt, das wesentlich langsamer als die zweite Session am Nachmittag war. „Der Norisring ist eine coole Strecke, aber als Stadtkurs sehr speziell“, sagte Paul und erklärte: „Es gibt viele Bodenwellen, harte Bremszonen und starke Rotationen in den langsamen Kurven. Da braucht man Feingefühl und ein passendes Setup. Ich freue mich auf das Wochenende. Hier ist die Atmosphäre mit den vielen Fans einmalig, das sollte jeder mal erleben.“

Die Fahrer starteten wesentlich aggressiver in das zweite Freie Training am Freitagnachmittag als in die Vormittags-Session. Auf dem 2,162 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg wurde die 50-Sekunden-Marke schon nach wenigen Runden geknackt. Acht Minuten vor Schluss erzielte Pepper die Bestzeit und war einen Umlauf später mit 48,898 Sekunden nur unwesentlich langsamer. Magnus und Vermeulen sicherten sich kurz vor Ende des zweiten Freien Trainings Platz zwei und drei, Paul machte die Top-Fünf in der letzten Sekunde klar.

Die Qualifyings werden am Norisring wegen des großen Starterfeldes in zwei Gruppen ausgetragen. Auf Basis der Zeiten in den beiden Trainings-Sessions legen die Fahrer auf den ungeraden Plätzen am Samstag ab 9:15 Uhr vor. Die Piloten auf den geraden Positionen folgen um 9:40 Uhr. Am Sonntag gehen die Gruppen in umgekehrter Reihenfolge auf die 20-minütige Zeitenjagd.

Qualifying-Gruppe 1

Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT)

Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing)

Maximilian Paul (D/Paul Motorsport)

Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance)

Ricardo Feller (CH/Land-Motorsport)

René Rast (D/Schubert Motorsport)

Timo Glock (D/Dörr Motorsport)

Luca Engstler (D/TGI Team Lamborghini by GRT)

Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing)

Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter)

Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport)

Morris Schuring (NL/Manthey Junior Team)


Qualifying-Gruppe 2

Gilles Magnus (B/Comtoyou Racing)

Thomas Preining (A/Manthey EMA)

Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing)

Nicolas Baert (B/Comtoyou Racing)

Nicki Thiim (DK/Abt Sportsline)

Mirko Bortolotti (I/Abt Sportsline)

Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf)

Tom Kalender (D/Mercedes-AMG Team Landgraf)

Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA)

Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)

Fabio Scherer (CH/HRT Ford Performance)

Ben Green (GB/Emil Frey Racing)


Quelle: dtm.com