Donnerstag, 1. Mai 2025

IDM SBK: Rätsel um Hobelsberger gelöst

Patrick Hobelsberger hier im Vorjahr noch auf BMW unterwegs,
 wird 2025 auf Honda in der IDM Superbike starten
Foto: Jens Hawrda

Auf seinem Facebook-Profil lässt Patrick „Pax“ Hobelsberger seine Fans anhand eines Fotos raten, was er in Zukunft machen wird. Dabei ist es längst raus. Der 28-jährige Bayer bleibt Bestandteil der IDM Superbike. Was neu ist: Hobelsberger fährt jetzt Honda.

In der höchsten deutschen Motorradrennsportklasse bleibt es beim IDM-Vierten des vergangenen Jahres spannend. Am Saisonende verabschiedeten sich das Team GERT56 und Hobelsberger voneinander. Kurz danach verkündete der Fahrer stolz die Unterschrift bei Skach-Kawasaki, um mit dem einzigen Kawasaki-Team, das in der IDM Superbike offiziell vom Importeur unterstützt wird, an den Start zu gehen. Doch im Februar war die geschlossene Ehe schon wieder geplatzt. Skach stellte damals fest, dass sein Team die extremen Anforderungen von Hobelsberger nicht erfüllen kann. Die Trennung erfolgte einvernehmlich. Einen Rosenkrieg gab es nicht.

In den folgenden Wochen orientierte sich der Rennfahrer in alle Richtungen und war sich zwischendurch auch gar nicht sicher, ob die IDM seine Meisterschaft bleibt. Wer Hobelsberger kennt, der wusste aber, da kommt noch was. Es ist eine Honda und damit die zweite Fireblade im Feld neben der von IDM-Vize Florian Alt. Noch ist sie im Aufbau. Der Bayer rödelt wie verrückt, ist „25 Stunden am Tag auf Achse“ und fast vergisst er Luft zu holen, denn vor ihm liegt immer noch eine Menge Arbeit. Deshalb wird der gelernte Zimmerer Hobelsberger aus Landau an der Isar, der Fahrer und gleichzeitig auch Teamchef ist, beim IDM-Auftakt vom 9. bis 11. Mai 2025 in der Motorsport Arena Oschersleben wohl noch fehlen.

Quelle: idm.de


Mittwoch, 30. April 2025

Erfolgreicher Saisonauftakt für Mercedes-AMG auch in der ADAC GT4 Germany

Förderer/Härtling holen zweimal Platz 1 in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Dem Mercedes-AMG Customer Racing Team Schnitzelalm Racing gelang im Rahmenprogramm der DTM ein fabelhafter Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany. Enrico Förderer und Jay Mo Härtling (beide GER) gingen von Platz zwei in das Samstagsrennen und sicherten sich einen überzeugenden Sieg. Am Sonntag fuhren die beiden zunächst auf die Pole-Position, wurden aber um drei Plätze nach hinten versetzt, da sie einen Mitbewerber blockierten. Im Rennen gelang es dem Duo, sich wieder auf Platz eins nach vorne zu kämpfen. Für Enrico Förderer und Jay Mo Härtling waren es die ersten Rennen in der Serie und für den Mercedes-AMG GT4 die ersten Siege in der ADAC GT4 Germany.


Wichtige Punkteausbeute für Mercedes-AMG beim DTM-Auftakt in Oschersleben

  • Jules Gounon fährt im Sonntagsrennen auf Platz zwei
  • Ein Sieg und zwei Podestplätze für Mercedes-AMG beim Saisonstart
  • Mercedes-AMG in der ADAC GT4 Germany ebenfalls erfolgreich

Jules Gounon holt im Sonntagsrennen Platz zwei
Foto: Jens Hawrda

Auch beim zweiten Lauf des DTM-Auftakts in Oschersleben konnte Mercedes-AMG ein starkes Ergebnis erzielen. Im morgendlichen Qualifying sicherte sich DTM-Neuling Jules Gounon (FRA) im Mercedes-AMG GT3 #48 die Pole-Position. Im anschließenden Sonntagsrennen kam erstmals das neue Rennformat mit zwei Pflicht-Boxenstopps zum Einsatz – was für zusätzliche Spannung sorgte. Gounon krönte seine Leistung mit einem starken zweiten Platz und fuhr damit einen weiteren Podesterfolg für Mercedes-AMG ein.

Für Jules Gounon vom Mercedes-AMG Team MANN-FILTER, der die ikonische "Mamba" pilotiert, verlief der Sonntag nahezu perfekt. Nach einer Aufwärmrunde im Qualifying kehrte er – wie auch die anderen AMG Fahrer – zunächst an die Box zurück. In der zweiten Hälfte der Session dirigierte ihn sein Team dann ideal in den Verkehr, sodass er freie Fahrt für seine schnellste Runde hatte. Im Rennen gewann Gounon zunächst den Start souverän, musste während des ersten Boxenstoppfensters jedoch die Führung abgeben. Beim zweiten Reifenwechsel, den er taktisch klug erst kurz vor Ablauf der Stoppzeit absolvierte, konnte er sich auf Platz zwei vorarbeiten und verteidigte diese Position bis ins Ziel.

Lucas Auer vom Mercedes-AMG Team Landgraf ging als Führender der Meisterschaft in den zweiten Renntag des Wochenendes und qualifizierte sich auf Startplatz acht. Aufgrund seines Sieges am Samstag musste Auer ein Erfolgsgewicht von 20 Kilogramm zuladen. Beim Start hatte er Pech: Auf kalten Reifen kam es in der ersten Runde zu einer Berührung, bei der Maro Engel vom Mercedes-AMG Team Winward Racing kurzzeitig von der Strecke rutschte. Die Rennleitung ordnete daraufhin einen Platztausch zwischen Engel und Auer an. Dadurch verlor Auer drei Positionen, weil zwischen den beiden AMG Fahrern zwischenzeitig bereits zwei Fahrzeuge waren. Sein Team setzte bei den Boxenstopps auf die Undercut-Strategie, wodurch der Österreicher sich letztlich auf Rang zehn zurückkämpfen konnte. Maro Engel überquerte die Ziellinie auf Platz zwölf.

Tom Kalender, der jüngste Fahrer im Feld, absolvierte ein solides erstes DTM-Wochenende. Der 17-Jährige behauptete sich im starken Feld der 24 Piloten und sah an beiden Renntagen die Zielflagge. Am Sonntag erhielt Kalender nach einer Kollision mit Timo Glock eine Strafe von drei Penalty Laps und beendete das Rennen auf Platz 20.

Das nächste DTM-Wochenende findet vom 23. bis 25. Mai auf dem DEKRA Lausitzring in Klettwitz statt. Mercedes-AMG will dort den starken Auftakt fortsetzen und weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln.

Stimmen zum Rennwochenende in Oschersleben

Lucas Auer #22, Mercedes-AMG Team Landgraf

„Insgesamt war es ein sehr gutes Wochenende. Gestern natürlich das Highlight mit dem Sieg, heute lief es etwas ernüchternder. Im Qualifying hätten wir eigentlich deutlich mehr Potenzial gehabt. Mit dem Zusatzgewicht war das Rennen dennoch eine solide Leistung. Die Strafe heute war bitter – ich bin der Letzte, der eine Kollision mit einem Markenkollegen möchte. In der ersten Runde auf kalten Reifen kam es leider zu einer Berührung. Unsere Strategie mit den Undercuts war risikoreich, da das hier auf der Strecke schwer umzusetzen ist – aber es hat gut funktioniert. Jetzt freue ich mich auf den Lausitzring, eine meiner Lieblingsstrecken. Dort habe ich 2015 mein erstes DTM-Rennen gewonnen.“

Jules Gounon #48, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER

„Das war ein tolles Qualifying und ein richtig hartes Rennen heute. Vielen Dank an Mercedes-AMG und das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER – wir mussten den zweiten Platz im Porsche-Sandwich wirklich hart verteidigen. Über das gesamte Wochenende hinweg haben wir intensiv am Set-up gearbeitet, um das Auto so konkurrenzfähig hinzubekommen, wie es heute war. Ich bin sehr happy und froh, dass ich wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln konnte.“

Tom Kalender #84, Mercedes-AMG Team Landgraf

„Mit meinem ersten DTM-Wochenende bin ich insgesamt zufrieden, auch wenn ich natürlich gerne weiter vorne gelandet wäre. Das Niveau in der DTM ist enorm hoch – drei Zehntelsekunden können im Qualifying schon einen großen Unterschied machen. Das macht die Ausgangslage für das Rennen schwieriger. Meine Rennpace war eigentlich gut, aber hier auf dem Kurs ist Überholen extrem schwer. Die drei Penalty-Laps heute haben wehgetan. In den kommenden vier Wochen heißt es jetzt, vor allem im Qualifying weiter an der Pace zu arbeiten.“


Erfolgreicher Saisonauftakt für Mercedes-AMG in Oschersleben

  • Lucas Auer mit Pole-Position, schnellster Rennrunde und Sieg im ersten Rennen
  • Maro Engel komplettiert das Doppelpodium mit Platz drei
  • Lucas Auer: „Es fühlt sich gut an, wieder zurück zu sein und die Saison mit einem Sieg zu beginnen.“

Von der Pole zum Sieg:Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda

Mercedes-AMG Customer Racing präsentierte sich beim Auftaktrennen der DTM 2025 am Samstag in Oschersleben in starker Form. Im Qualifying am Morgen, das um 9:25 Uhr mit fünf Minuten Verspätung begann, da die Strecke noch gereinigt werden musste, stellte Lucas Auer (AUT) seinen Mercedes-AMG GT3 #22 zunächst auf Startplatz zwei. Aufgrund der nachträglichen Disqualifikation des schnellsten Qualifying-Fahrers rückte Auer kurz vor Rennstart auf die Pole-Position vor. Nach 57:03:179 Minuten gelang dem Österreicher auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs in Oschersleben der erste Sieg der DTM-Saison 2025.

Lucas Auer vom Mercedes-AMG Team Landgraf gelang es, bereits in den ersten 15 Minuten einen Vorsprung von drei Sekunden herauszufahren. Er kontrollierte das Rennen zunächst bis zur Öffnung des Boxenstopp-Fensters souverän von der Spitze aus. Das Team absolvierte den Boxenstopp in 6,3 Sekunden – der schnellste Stopp im Feld der 24 Piloten. Für Auer war es der zehnte Sieg in seinem 156. DTM-Rennen. Auf diesen erneuten Erfolg musste der 30-Jährige 931 Tage warten.

Maro Engel vom Mercedes-AMG Team Winward Racing wurde im Qualifying auf seiner schnellsten Runde im dritten Sektor behindert und qualifizierte sich mit einer Zeit von 1:22,321 Minuten auf Platz fünf. Im Rennen gelang es Engel – nicht zuletzt durch die Strategie eines späten Boxenstopps – sich auf das Podium vorzukämpfen; er beendete das Rennen auf Rang drei.

Jules Gounon vom Mercedes-AMG Team MANN-FILTER ging von der vierten Position aus ins Rennen. Der Franzose, der eine andorranische Fahrerlizenz besitzt, konnte direkt beim Start eine Position gutmachen und kam auf Platz drei liegend als erster AMG Fahrer zum obligatorischen Boxenstopp. Der geplante Undercut Versuch missglückte jedoch. Gounon kam nach dem Reifenwechsel direkt hinter seinem direkten Konkurrenten zurück auf der Strecke. Alle Überholversuche scheiterten und so beendete er das Rennen auf Platz Fünf.

Rookie Tom Kalender geriet im Qualifying auf seiner schnellsten Runde kurz vor Schluss unglücklich in den Verkehr. Somit startete der 17-jährige von Position 17 in sein erstes DTM-Rennen. Diese Platzierung verteidigte der amtierende ADAC GT Masters Meister über die Renndistanz von 55 Minuten plus eine Runde erfolgreich.

Stimmen zum Rennen 1 in Oschersleben

Lucas Auer #22, Mercedes-AMG Team Landgraf Motorsport

„Es fühlt sich sehr gut an, wieder zurück zu sein und die DTM-Saison mit einem Sieg zu beginnen. Es war relativ hart, die Führung zu verteidigen. Ich hatte zwar eine gute Pace, bin dann aber auf Überrundete aufgelaufen und beim Boxenstopp enger herausgekommen, als ich eigentlich wollte. Mein Team hat heute einen super Job gemacht. “

 Maro Engel #24, Mercedes-AMG Team Winward Racing

„Das war definitiv kein einfaches Rennen heute. Die Pace war zwar hoch, dennoch hatte ich etwas damit zu kämpfen, das Auto in die richtige Balance zu bekommen. Trotzdem war es ein sehr guter Saisonauftakt, und ich bin sehr glücklich über das Podium – das ist ein tolles Resultat und eine wichtige Basis für die Saison.“


Dienstag, 29. April 2025

Starke Comebacks von Rast und Wittmann – Schubert Motorsport sammelt beim Heimspiel wertvolle Punkte

Rast #33 vor Wittmann #11, beide BMW
Foto: Jens Hawrda


Solider Start für den BMW M4 GT3 EVO und Schubert Motorsport in die DTM-Saison 2025. Beim Heimspiel für das Team in Oschersleben (GER) fuhr René Rast (GER) im #33 RoboMarkets BMW M4 GT3 EVO als Fünfter im Sonntagsrennen das beste Resultat des Wochenendes ein. Marco Wittmann (GER) zeigte im #11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO konstant starke Leistungen und sammelte mit den Plätzen acht am Samstag und sechs am Sonntag viele wertvolle Punkte.

 
Auf dem engen Kurs in der Motorsport Arena beeindruckten Rast und Wittmann vor allem am Sonntag mit starken Aufholjagden. Das Streckenlayout kommt den Stärken des BMW M4 GT3 EVO nicht entgegen, und entsprechend schwer taten sich beide Fahrer im Qualifying. Rast startete Rennen zwei von Position 15 und lag dank eines sehr starken ersten Boxenstopps zwischenzeitlich sogar auf Podiumskurs. Beim neu eingeführten zweiten Pflichtstopp fiel er dann jedoch wieder etwas zurück und wurde am Ende Fünfter. Am Samstag war Rast aufgrund eines technischen Problems ausgeschieden.

Wittmann gelang in beiden Rennen eine Aufholjagd. Am Samstag startete er von Platz zehn und wurde Achter, am Sonntag machte er es noch besser und schob sich dank ebenfalls starker Boxenstopps seiner Crew um sieben Plätze von 13 auf sechs nach vorn. Mit 18 Zählern verlässt Wittmann die erste Station der DTM-Saison auf Rang sieben in der Fahrerwertung, Rast ist mit elf Punkten Zwölfter. Schubert Motorsport liegt als Titelverteidiger in der Teamwertung nach zwei von 16 Rennen mit 29 Punkten auf Platz fünf.

Stimmen zum Rennwochenende

René Rast (#33 RoboMarkets BMW M4 GT3 EVO, R1: Ausfall, R2: 5. Platz): „Mit der Aufholjagd auf Platz fünf am Sonntag bin ich sehr happy. Wir hatten eine starke Pace im Auto und sind durch einen großartigen ersten Boxenstopp weit nach vorn gekommen. Dass es dann beim zweiten Stopp ein kleines Problem gab, ist überhaupt nicht schlimm, denn die Jungs machen generell immer einen fantastischen Job. Ich bin mit dem Rennergebnis trotzdem sehr zufrieden. Leider hatten wir am Samstag noch keine Pace und dazu noch ein kleines technisches Problem. Das ist natürlich schade und sorgt dafür, dass ich insgesamt auf ein durchwachsenes Wochenende zurückblicke. Es wäre schön, wenn wir bei den nächsten Rennen von Beginn des Wochenendes an die Möglichkeit hätten, mit den anderen auf Augenhöhe zu kämpfen, und nicht erst am Sonntag.“


Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO, R1: 8. Platz, R2: 6. Platz): „Mit den Ergebnissen an diesem Wochenende können wir sehr zufrieden sein. Wenn man bedenkt, dass Oschersleben nicht die Paradestrecke für unser Auto ist, und sieht, von wo wir gestartet sind, bin ich mit den Plätzen acht und sechs sehr happy. Leider habe ich am Sonntag in der Startphase einige Positionen verloren und lag schon sehr weit hinten. Dank guter Strategie und großartiger Boxenstopps der Jungs konnte ich mich aber noch sehr gut zurückkämpfen.“