Mittwoch, 3. August 2022

Maro Engel ist zurück im ADAC GT Masters

  • Mercedes-AMG Performance-Fahrer startet für Mann-Filter Team Landgraf
  • Engel freut sich über Rückkehr in die Deutsche GT-Meisterschaft

Der Mercedes-AMG Performance-Fahrer Maro Engel geht wieder im ADAC GT Masters an den Start
Foto: ADAC-Motorsport

Tolle Nachrichten kurz vor dem vierten Saisonstopp des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring: Maro Engel (Monte Carlo) startet wieder in der Deutschen GT-Meisterschaft. Der Mercedes-AMG Performance-Fahrer wird als neuer Teamkollege von Raffaele Marciello (27/I) für das Mann-Filter Team Landgraf die „Mamba“ mit der Startnummer 48 pilotieren. Engel profitiert dabei von seiner großen Erfahrung. Bereits 50 Rennen absolvierte der 36-Jährige im ADAC GT Masters und beendete die Saison 2020 und 2021 jeweils als Drittplatzierter.

Der gebürtige Münchner ist glücklich über seine Rückkehr in die Deutsche GT-Meisterschaft und hat klare Ziele: „Ich freue mich sehr darauf, Raffaele und das Team zu unterstützen und werde mein Bestes geben, um die Meisterschaftschancen möglichst groß zu gestalten. Wir sind mit dem Team und dem Fahrer Line-up sehr gut aufgestellt mit dem ganz klaren Ziel: Siege einzufahren. Ich freue mich aber auch schon sehr auf die große Mann-Filter Fanbase. Das wird super“, so Engel.

Auch das Schwesterauto kommt auf dem Nürburgring wieder im gelb-grünen Mamba-Design zum Einsatz. Die beiden Youngster Frank Bird (22/GB) und Elias Seppänen (18/FIN) haben mit dem neunten Platz im Sonntagsrennen in Zandvoort ihre ersten Meisterschaftspunkte gesammelt und wollen an das gute Ergebnis anknüpfen.


Interviem mit Frederic Elsner zur zweiten DTM Saisonhälfte

Elsner: „Es wird eine riesige und vor allem ganz sicher hochspannende Show in der zweiten Saisonhälfte der DTM“

Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR:
 "Erwartungen absolut übertroffen" © DTM

  •     Bilanz der ersten Saisonhälfte: „Erwartungen absolut übertroffen“
  •     In der Sommerpause: DTM-Organisation ITR arbeitet am Rennkalender für 2023
  •     Re-Start Ende August am Nürburgring: Hochspannung in der Meisterschaft


Nach acht Rennen in der DTM trennen die Top 5 in der Fahrerwertung gerade mal 29 Punkte, die zweite Saisonhälfte verspricht Hochspannung. Klar, dass Frederic Elsner, als Director Event & Operations für die Organisation der Plattform verantwortlich, es kaum erwarten kann, bis es vom 26. bis 28. August am Nürburgring endlich weitergeht. Im Interview zieht der Österreicher sein Halbzeit-Fazit.

Die DTM ist mit einem Rekord-Starterfeld und sechs Marken in die Saison 2022 gestartet. Beste Voraussetzungen für eine spektakuläre Saison. Wurden Ihre Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen? Wer oder was hat Sie bislang am meisten begeistert?

Frederic Elsner: „Als man die Entwicklung gesehen hat, in welche Richtung es dieses Jahr gehen wird mit Anzahl und Qualität der Fahrer, der Teams und der Hersteller hohe Internationalität, da war schon klar, dass es sehr gut ausschauen wird für die kommende Saison. Trotzdem bleibt dann noch eine Menge Arbeit, um sicherzustellen, dass es dann auch wirklich gutes Racing wird. Aber in der ersten Saisonhälfte sind die Erwartungen absolut übertroffen worden. Was mich persönlich am meisten begeistert: Trotz der extremen Competition – es geht hier um richtig viel – herrscht ein ganz, ganz großer Respekt bei den Fahrern untereinander, aber auch gegenüber der Organisation und der Race Control zum Beispiel. Jeder in seinem Bereich ist Vollprofi, egal, ob Fahrer, Ingenieur, Mechaniker, das merkt man, und dieser große Respekt und der faire Umgang untereinander haben mich fasziniert.“

Basierend auf den Erfahrungen aus der Vorsaison sind einige Änderungen eingeflossen. Als erster Stelle ist der neue Rennleiter Scot Elkins zu nennen, aber auch geänderte Abläufe beispielsweise bei Safety-Car-Phasen und bei Boxenstopps. Wie haben sich die Neuerungen bewährt?

„Wir haben uns wirklich viele Sachen aus dem Vorjahr angeschaut, wo wir schauen wollten, was man besser machen kann, was vielleicht anders mehr Sinn macht. Diese Änderungen haben wir in einer kleinen, aber sehr effizienten Working Group erarbeitet. Ich bin mit jeder dieser Änderungen weitestgehend zufrieden, es hat alles den Effekt erzielt, den wir wollten. Das einzige Thema, das aus Fahrersicht zu uns gekommen ist, ist das Thema Start-Ampel, da werden wir uns anschauen, ob für 2023 etwas geändert werden muss. Ich finde, alle Änderungen haben eingeschlagen und unsere Plattform noch spannender gemacht.“

Bei einem so großen Starterfeld mit den besten GT-Piloten der Welt und einer extremen Ausgeglichenheit nicht zuletzt dank einer fundierten BoP ist es logisch, dass die Rennen ungemein eng zugehen und es auch den einen oder anderen Kontakt gibt. Im Samstagrennen am Norisring kamen nur elf Autos ins Ziel und es gab auch kritische Stimmen. Wie stehen Sie zu diesem Racing? Und welche Schlüsse wurden daraus gezogen, welche Maßnahmen ergriffen?

„Der Samstag am Norisring hatte seine eigenen Gesetze… Es gab am Morgen danach ein ganz klares Statement der Race Control, in dem auf diese Themen eingegangen wurde. Da wurde ganz klar gemacht, wie man sich auf der Strecke zu verhalten hat und mit welchem Blick die Race Control künftig die Themen angehen wird. Wenn man den Sonntag sieht, würde ich sagen, das hat Wirkung gezeigt. Aber auch hier hat man nach dem relativ heftigen Samstag am Sonntag gesehen, dass es alles Profis sind, da hatten wir gutes und faires Racing. Für mich war gut zu sehen: Ein Thema kommt auf, das Thema wird angegangen, das Thema wird gelöst. So hatten die Fans am Sonntag wieder überragendes Racing – wobei ich nicht denke, dass der Samstag für die Fans langweilig war…“ (lacht)

Die meisten Fahrer und auch Teams genießen aktuell die Sommerpause der DTM, bis es Ende August am Nürburgring weitergeht. Womit beschäftigt sich derzeit die DTM-Organisation ITR? Und können Sie schon einen Ausblick auf 2023 geben?

„Wir beschäftigen uns vor allem mit strategischen Themen für 2023 und natürlich auch mit dem Rennkalender. Dieses Thema beleuchten wir aus allen Perspektiven: Fahrersicht, Teamsicht, Herstellersicht, Zuschauersicht, Organisationssicht. Und wir beschäftigen uns mit den Rahmenbedingungen für Fahrer, Teams und Hersteller für die Zukunft, zum Beispiel mit Fragen wie: Wie viele Autos pro Team gibt es künftig? Natürlich beschäftigt uns diese Saison noch sehr, aber wir schauen eben auch jetzt schon darauf, wie wir 2023 für unsere Fans noch besser werden können.“

Das Angebot auf der DTM-Plattform ist riesig und abwechslungsreich, mit der spektakulären DTM an der Spitze, mit ehrgeizigen Talenten in der DTM Trophy, einer lebendigen Historie in der DTM Classic, mit spannenden Rahmenrennen und bis zu zwölf Rennen am Wochenende, dazu das hautnahe DTM-Erlebnis im Fahrerlager. Warum sollten sich Zuschauer und Fans die Rennen der zweiten Saisonhälfte nicht entgehen lassen?

„Ich glaube, die Kombination aus der DTM als mega-lässige, sehr vielseitige Plattform und legendären Rennstrecken wie Nürburgring, Hockenheim, Spa und Spielberg hat schon Einiges zu bieten. Neben der DTM gibt es unsere Plattform-Säulen mit der DTM Trophy und der DTM Classic, hochklassige Rahmenserien wie den BMW M2 Cup, Entertainment im Fan-Village für die ganze Familie – das ist cool und definitiv einen Besuch wert, wie auch schon das Interesse der Zuschauer im Vorfeld beweist. Der Zuspruch ist groß, es wird eine riesige und vor allem ganz sicher hochspannende Show in der zweiten Saisonhälfte. Ich kann es selbst kaum erwarten, bis wir zum Nürburgring aufbrechen und unseren tollen Fans wieder das volle DTM-Paket bieten können.“

Donnerstag, 28. Juli 2022

BMW Festspiele in Schleiz

Doppelsieger von Schleiz: Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda

Die vierte Saisonveranstaltung führte die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) auf die Traditionsrennstrecke von Schleiz – und das Wochenende wurde einmal mehr zu BMW Festspielen. Dreifachsieg in beiden Rennen und sechs beziehungsweise fünf BMW Racer in den Top-10: Das war die Bilanz des Schleiz-Wochenendes.

Ungeschlagen und einmal mehr der „König von Schleiz“ war dabei Markus Reiterberger aus dem Team BCC-alpha-Van Zon-BMW. Der Bayer legte auf seiner BMW M 1000 RR das perfekte Wochenende hin: Trainingsbestzeit, neuer Rundenrekord, Poleposition, Siege in beiden Rennen und beide Male die schnellste Rennrunde.
 
Reiterbergers Fazit: „Was soll ich sagen. Dieses Wochenende war nahezu perfekt! Wir haben es geschafft, jede Session anzuführen und standen auf der Liste immer ganz oben. Einen neuen Rundenrekord gab es auch, und ich konnte den Doppelsieg einfahren. Was will man mehr. Mein Team hat auch dieses Wochenende wieder eine traumhafte Arbeit geleistet. Im Warm-up haben wir noch ein paar Dinge ausprobiert und waren perfekt vorbereitet. In die beiden Rennen bin ich super rein gestartet. Flo (Alt) war zwar immer hartnäckig an mir dran, aber ich konnte ihn beide Male abschütteln und den Sieg nach Hause fahren. Das hat richtig Spaß gemacht und ist ein super Boost für die anstrengenden kommenden Wochen, die vor mir liegen. Mit den ganzen vielen Fans aus der ganzen Welt, die hier nach Schleiz gereist sind, war die Atmosphäre rund um die Rennstrecke einfach unglaublich. Ich kann es nur immer wieder sagen: Schleiz ist geil!“
 
Auch hinter Reiterberger war das Podium in beiden Rennen identisch. Florian Alt aus dem Wilbers-BMW-Racing-Team sicherte sich jeweils den zweiten Platz, zudem fuhr Julian Puffe aus dem Team von GERT56 beide Male als Dritter auf das Treppchen.
 
Im ersten Rennen gingen zudem die Positionen fünf bis sieben an BMW Racer: an Pepijn Bijsterbosch, Kamil Krzemien (beide BCC-alpha-Van Zon-BMW) und an Gaststarter Marc-Reiner Schmidt. In Lauf zwei wurde Bijsterbosch erneut Fünfter, Schmidt kam auf Rang neun ins Ziel.
 
Reiterberger hat als Führender (195 Punkte) seinen Vorsprung weiter ausgebaut. Alt belegt Gesamtrang zwei mit 118 Zählern, Puffe hat sich mit 91 Punkten auf Gesamtrang drei verbessert. Dahinter folgt Toni Finsterbusch (GERT56) mit 77 Punkten als Gesamtvierter.

Erfolgreichen Wochenende für Team BSS-alpha-Van Zon-BMW in Schleiz

Markus Reiterberger #28 vor Florian Alt #66
Foto: Jens Hawrda

Für die Mannschaft um Werner Daemen und Andy Gerlich vom Team BCC-alpha-Van Zon-BMW gehört die Anreise von Belgien ins thüringische Schleiz zwar zu den weiteren Wegen, doch das vierte Rennen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM gehört zu einem der Saisonhöhepunkte. Die IDM Superbike-Piloten Markus Reiterberger (D), Pepijn Bijsterbosch (NL), Jan Mohr (A) und Kamil Krzemien (PL) reisten bei der Aussicht auf mit Tausenden von Fans gefüllten Tribünen entsprechend gut gelaunt an das Schleizer Dreieck.

Markus Reiterberger kann man zweifellos als größten Fan des Schleizer Dreiecks bezeichnen und der Bayer wird nicht müde, bei der Frage nach seiner Lieblingsstrecke seit Jahren mit der Antwort „Schleiz“ für ordentlich Promotion zu sorgen. Die Fans dankten es ihm mit unzähligen Autogrammwünschen und stets kräftigem Szenen-Applaus von den Rängen. Beifall gebührte dem BMW-Pilote auch nach einer weiteren Pole-Position, die sich schon mit Zeiten unter dem Rundenrekord im Freien Training am Freitag abgezeichnet hatte.

Nach dem Start ins erste Rennen musste Reiterberger erst seinem Dauerkonkurrenten Florian Alt den Vortritt lassen. Doch schon nach wenigen Runden hatte er genug gesehen, schnappte sich den BMW-Kollegen und machte sich von der Spitze weg aus dem Staub. Nach 18 Runden bei hochsommerlichen Temperaturen freute sich Reiti mit seiner Crew über den ersten Sieg des Tages. «Es war ein geiler Zweikampf die ersten paar Runden», sagt Reiterberger. «Ich konnte die ersten Runden nicht so attackieren wie Flo, der hat richtig reingehalten. Da haben wir uns schön gebattelt. Aber ich habe gewusst, ich kann die Runden bis zum Ende durchziehen. Das Wochenende läuft gut, das Bike ist perfekt. Das Team hat es mir so gut hingestellt, dass ich einfach von Anfang bis Ende gut fahren konnte. Übrigens mit einer ganz anderen Abstimmung als sonst, aber es funktioniert genauso, oder sogar besser. Dafür danke ans Team und auch Danke an die ganzen Fans.»

Im zweiten Rennen musste Reiterberger als Sieger aus Lauf 1 von der neunten Startposition losfahren. Aber wie schon bei den vorangegangenen IDM-Wochenenden zog der BMW-Pilot vom Start weg durch und setzte sich auch in Schleiz nach kurzer Zeit an die Spitze. Da war er aber nicht allein und seine Konkurrenten machten es ihm schwerer als am Vormittag. Doch am Ende fuhr Reiterberger erneut als Erster über die Ziellinie und bescherte damit seinem Team den 100. Sieg in seiner Geschichte. «Es ist meine Lieblingsstrecke, das Bike ist perfekt und ich wusste, ich habe eine gute Pace», lautet Reiterbergers Zusammenfassung. «Ich musste ziemlich lange und ziemlich viel kämpfen, damit ich eine Lücke schaffe. Aber ich konnte die Runden konstant bis zum Schluss durchfahren. Es war zwar mehr Schlupf am Hinterrad, aber es hat gereicht. Wieder mal ein unvergessliches Wochenende in Schleiz, Danke an alle, die gekommen sind und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.»

Pepijn Bijesterbosch
Foto: Jens Hawrda

Pepijn Bijsterbosch war nach seinem durch eine Erkältung geprägtes IDM-Wochenende in Most voller Tatendrang nach Schleiz gereist. Im Qualifying gelang dem Niederländer die siebschnellste Zeit mit seiner bisher persönlichen Bestzeit auf dem anspruchsvollen Kurs.

Im ersten Rennen konnte sich Bijsterbosch erfolgreich in der Verfolgergruppe halten, wo es bis auf die letzten Meter bei heißen Temperaturen auch auf der Strecke im Kampf um die Positionen mehr als heiß herging. Beim Sturz zweier Kollegen vor ihm blieb Bijsterbosch unbeschadet und freute sich im Ziel über den fünften Platz. Durch das in der IDM angewandte Reverse-Grid-Verfahren fand sich Bijsterbosch für den zweiten Lauf in der ersten Startreihe wieder. Erneut erbeutete er im Rennen den fünften Rang.

«Im ersten Rennen habe ich den Anschluss an die Gruppe knapp verpasst», beschreibt er seinen Arbeitstag, «und konnte in der Schlussphase von einigen Stürzen profitieren. Im zweiten Rennen war das Tempo besser, aber ich habe in der ersten Runde viele Plätze verloren, als ich eingeklemmt war und einen Fehler gemacht habe. Danach war ich in der Lage, einen angemessenen Abstand zum dritten Fahrer zu halten. Mit einem besseren Start hätten wir um das Podium kämpfen können.» Mit einem ordentlichen Punktepaket und gewachsenem Selbstvertrauen konnte Bijsterbosch die Heimreise antreten und seinen Blick in Richtung Assen lenken, wo er beim nächsten IDM-Lauf gerne noch ein wenig weitervorne im Ziel landen würde.

Gute Besserung an Jan Mohr
Foto: Jens Hawrda

Jan Mohr war voller Tatendrang ans Schleizer Dreieck gereist und setzte diesen in den beiden Qualifyings auch gleich in zählbare Ergebnisse um. Wie zu erwarten war, hatten die beiden Titelaspiranten und Schleiz-Kenner Markus Reiterberger und Florian Alt das Trainings-Zepter in der Hand. Doch auf Platz 3 brachte sich für das erste Rennen gleich Mohr in eine gute Ausgangsposition. «Ich will versuchen», verriet er in der Startaufstellung, «möglichst lange an den beiden vor mir dranzubleiben und meine Position dann zu halten.» Doch soweit sollte es dann leider nicht kommen. In der letzten Runde wurde bis auf die letzte Rille um jeden Meter Strecke gekämpft. Im Ziel fuhr dann Julian Puffe allein als Dritter über die Ziellinie. Mohr und Toni Finsterbusch waren in der „Seng“, der schnellsten Stelle des Kurses, abgeflogen.

Mohr wurde in die Klinik nach Zwickau gebracht, wo er sich am Tag nach dem Sturz weiterführenden Untersuchungen, unter anderem einem MRT, unterziehen muss, um eine genaue Diagnose stellen zu können. «Er fühlt sich natürlich nicht besonders», weiß sein Teamchef Werner Daemen nach einem Gespräch mit Mohr. «Nach den Untersuchungen wissen wir mehr. Das warten wir jetzt noch ab.»


Kamil Krzemien
Foto: Jens Hawrda

Kamil Krzemien agierte am Schleiz-Wochenende ähnlich wie auch bei den vorangegangenen IDM-Läufen. Er steigerte sich von Trainingssitzung zu Trainingssitzung, war aber mit Startplatz 14 verständlicherweise nicht ganz so zufrieden.

Im Rennen konnte der Pole dann wie immer noch eine Schippe drauflegen. Nach einer guten Startphase hielt sich der Nachwuchsmann gekonnt im Verfolgerfeld und feierte nach der Zieldurchfahrt seinen verdienten sechsten Platz. Doch damit nicht genug. Durch das in der IDM angewandte Reverse-Grid-Verfahren fand sich der junge Pole für den zweiten Lauf plötzlich in der ersten Startreihe wieder. Ein Ausblick, den Krzemien gerne öfter genießen würde. Auch sein Start war einer aus der oberen Kategorie und er konnte sich in der ersten Kurve gleich in die Spitzengruppe einreihen. Doch die Freude währte nicht lange.

«Ja ein super Start und eine super Renne-Pace», schwärmt Krzemien. «Doch dann bekam ich ein technisches Problem. Mein Motorrad ging kurz aus. Ich musste rechts ranfahren, anhalten und das Motorrad neu starten.» Als Letzter kam der Pole zurück auf die Strecke und hetzte dem Feld mit flotten Rundenzeiten hinterher. Bis aus Platz 14 kämpfte er sich nach vorne und sicherte sich trotz des ungeplanten Zwischenstopps weitere Meisterschaftspunkte. Beim Auslesen der Daten wurden die Techniker rasch fündig. «Es gab ein Problem bei der Benzinzufuhr und den Injektoren», so Daemen.

Vom 12. bis 14. August 2022 treffen sich die Fahrer des Teams BCC-alpha-Van Zon-BMW wieder. Die IDM geht auf der niederländischen Grand Prix-Strecke von Assen in die fünfte Runde.

Interesse an ADAC GT4 Germany steigt weiter

 Zahlreiche Neuzugänge für den Nürburgring

  •     Prosport Racing, Overdrive Racing und CV Performance Group bauen ihr  Engagement aus
  •     Schnitzelalm Racing bestätigt weitere Fahrerpaarung

Foto: Jens Hawrda


Wenn die ADAC GT4 Germany vom 5. bis 7. August auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte startet, wächst das Feld weiter an. Mehr als 30 GT4-Sportwagen werden in der Eifel erwartet, fünf Fahrzeuge mehr als zuletzt in Zandvoort werden in den beiden Rennen auf der Sprintstrecke des Nürburgrings starten. Tickets für den Auftritt auf dem Nürburgring gibt es online unter adac.de/motorsport. Die Rennen der ADAC GT4 Germany können zudem im Livestream auf der reichweitenstarken Plattform sport.de sowie auf adac.de/motorsport verfolgt werden.


Prosport Racing bringt einen dritten Aston Martin Vantage GT4 an den Start. Das britische Fahrzeug wird von Leon Wassertheurer und Donar Munding pilotiert. Wassertheurer startete bereits 2021 in der ADAC GT4 Germany und konnte auf dem Hockenheimring in einem KTM einen Laufsieg feiern. Die Saison 2022 begann er auf einem Porsche. Mit dem Wechsel auf den Aston Martin sitzt er nun bereits im dritten GT4-Fabrikat. Munding startet parallel auch im vom ADAC organisierten Prototype Cup Germany. Auf dem Nürburgring konnte er Mitte Juli einen zweiten Platz einfahren und liegt auch in der Tabelle der neuen LMP3-Meisterschaft auf den Silberrang.

„Beide Piloten haben enormes Potential“, freut sich Prosport-Teamchef Christoph Esser. „Wir möchten den zwei Youngstern auf ihrem motorsportlichen Ausbildungsweg weiterhelfen. Die Einsätze sind auch mit Hinblick auf die kommende Saison.“ Nach dem Rennen auf dem Nürburgring werden Wassertheurer/Munding auch die Rennwochenende auf dem Sachsenring und dem Hockenheimring bestreiten.

Auf einen dritten Porsche 718 Cayman GT4 in der ADAC GT4 Germany setzt Overdrive Racing. Der Rennstall aus Bulgarien vertraut dabei auf die Fahrerpaarung Aleks Stefanov und André Bruckmann. Für den Bulgaren Stefanov ist es eine Rückkehr in die ADAC GT4 Germany. Er gab bereits 2020 auf dem Sachsenring in einem Porsche Gas.

„Das Schöne ist, dass wir keine speziellen sportlichen Erwartungen haben. Somit können wir ohne Druck ins Rennwochenende gehen“, erklärt Teammanager Aleksandar Tsvetkov. „Nach seinem Gaststart 2020 freut sich Aleks sehr, wieder in der ADAC GT4 Germany dabei zu sein. André ist ebenfalls ein ausgezeichneter Rennfahrer. Er fährt schon einige Zeit in Porsche-Rennwagen.“ Overdrive Racing möchte den dritten Porsche auch beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring an den Start bringen. Für das Rennwochenende auf dem Sachsenring befindet sich das Team für das dritte Auto in der Planungsphase.

Die zur Saison 2022 in die ADAC GT4 Germany eingestiegene CV Performance Group wird einen dritten Mercedes-AMG GT4 zum Heimspiel an den Nürburgring bringen. Hier sitzen Phillippe Denes und Philipp Gogollok im Cockpit. Denes, der in Kalifornien wohnt und mit ukrainischer Rennlizenz startet, war bereits für den Rennstall aus Niederzissen im Rahmen des ADAC Racing Weekend unterwegs. Gogollok steigt aus dem Kartsport auf.

„Ich freue mich, nun mit drei Fahrzeugen in der ADAC GT4 Germany anzutreten. Philipp Gogollok kommt aus unserer eigenen Kart-Nachwuchsförderung. Phillippe Denes ist ein international erfahrener Pilot. Wir peilen gute Plätze im Mittelfeld an“, so Teamchef Christian Voss. „Wir möchten mit dem dritten Auto auch zum Finale auf dem Hockenheimring kommen. Hierfür steht ein Pilot bereits fest.“

Zusätzlich zu den drei Gaststartern wird es auf dem Nürburgring auch eine Rückkehr in die ADAC GT4 Germany geben. Schnitzelalm Racing hatte das Rennwochenende in Zandvoort zuletzt ausgelassen - greift nun aber wieder voll an. Bereits seit einigen Tagen ist klar, dass Marcel Marchewicz und Marek Böckmann sich einen Mercedes-AMG GT4 teilen werden. Den Schwesterwagen bewegen am Nürburgring Yves Volte und Roland Froese.

„Wir pflegen mit beiden Piloten bereits einen recht langen Kontakt. Yves kennen wir schon seit 2019, als er mit Marcel Marchewicz das Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring bestritt. Roland fuhr für uns bereits auf der Nordschleife“, beschreibt Teamchef Thomas Angerer die Fahrerkombination. „Beide möchten die Serie näher kennenlernen - auch mit Hinblick auf die kommende Saison.“

Schnitzelalm Racing plant, die restlichen Rennen 2022 der ADAC GT4 Germany mit zwei Mercedes-AMG zu bestreiten. Während die Kombination Marchewicz/Böckmann gesetzt ist, soll das andere Auto mit unterschiedlichen Piloten bestückt werden. „Unser Ziel ist es, die entsprechenden Rennfahrer genau kennenzulernen, um dann zu überlegen, wie ein Programm für 2023 aussehen könnte“, so Angerer weiter.