Donnerstag, 23. Juni 2022

BMW veteidigt in Imola Tabellenführung in der Fahrerwertung

  • Marco Wittmann fährt in der Hitze von Imola aufs Podium 
  • Sheldon van der Linde verteidigt Führung in der Gesamtwertung

Tabellenführer Sheldon van der Linde (BMW M4)
Foto: Jens Hawrda

Die DTM-Premiere auf dem legendären Kurs in Imola (ITA) am dritten Rennwochenende der Saison war für die BMW M Motorsport Teams ein Erfolg. Marco Wittmann (GER) feierte nach Platz drei am Sonntag für sich selbst und das Walkenhorst Motorsport Team den ersten Podiumsplatz mit dem BMW M4 GT3 in der DTM. Sheldon van der Linde (RSA) fuhr in beiden Rennen in die Punkteränge und verteidigte damit die Gesamtführung in der Fahrerwertung. In der Teamwertung liegt weiterhin Schubert Motorsport an der Spitze. BMW M Werksfahrer Timo Glock (GER) und Ceccato Racing um Teamchef Roberto Ravaglia (ITA) absolvierten einen erfolgreichen Gaststart. 

Marco Wittmann bot am Sonntag eine große Show, als er in der letzten Rennrunde mit einem spektakulären Manöver noch an Lucas Auer (AUT, Mercedes) vorbeiging und sich damit den Podiumsplatz sicherte. Zuvor hatte er mit Platz drei auch sein bestes Qualifying der DTM-Saison absolviert. Bereits im Samstagsrennen war Wittmann als Siebter der bestplatzierte BMW M Motorsport Fahrer.

Sheldon van der Linde ging nach seinem Doppelsieg auf dem Lausitzring (GER) mit 25 Kilogramm Erfolgsballast ins Rennen am Samstag, betrieb als Achter jedoch bestmögliche Schadensbegrenzung. Am Sonntag zeigte er von Startplatz elf ein starkes Rennen und verbesserte sich noch bis auf Position fünf. Dank der insgesamt 14 Punkte an diesem Wochenende behauptete er seine Führung in der Fahrerwertung. Mit 80 Zählern hat er zwölf Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. In der Teamwertung liegt Schubert Motorsport mit 101 Zählern an der Spitze. In Imola steuerte Philipp Eng (AUT) mit einem sehr starken Rennen am Sonntag als Sechster acht Punkte bei. Er überzeugte dabei mit zahlreichen Überholmanövern. Am Samstag hatte Eng als Zwölfter die Punkteränge knapp verpasst. Esteban Muth (BEL) belegte im zweiten BMW M4 GT3 von Walkenhorst Motorsport am Sonntag den 14. Platz, am Samstag war er ausgeschieden.

Einen viel beachteten und nach einem starken Rennen am Sonntag auch erfolgreichen Gaststart absolvierte BMW M Werksfahrer Timo Glock gemeinsam mit dem Ceccato Racing Team, mit dem er 2022 in der Italian GT Championship antritt. Glock ging von Startplatz 18 ins zweite Rennen und arbeitete sich kontinuierlich bis auf Position elf nach vorn. Damit verpasste er ein Top-10-Resultat nur denkbar knapp, was angesichts sehr kurzer Vorbereitungszeit und hochkarätiger Konkurrenz ein großer Erfolg ist. Am Samstag war er nach einer Kollision bereits in der ersten Runde ausgeschieden.  

Stimmen zum DTM-Wochenende in Imola:

Marco Wittmann (#11 BMW M4 GT3, Walkenhorst Motorsport):
 „Was für ein Wochenende! Nach den beiden enttäuschenden Veranstaltungen zum Auftakt der Saison haben wir als Team einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Die Ergebnisse hier in Imola sind daher eine echte Genugtuung. Am Sonntag das erste Podium der Saison in der letzten Rennrunde mit so einem Manöver klarzumachen, war etwas ganz Besonderes. So etwas gelingt einem nicht alle Tage. Ich freue mich sehr über den Push, den uns dieses Wochenende gibt. Genau rechtzeitig zu meinem Heimspiel auf dem Norisring in zwei Wochen.“

Sheldon van der Linde (#31 BMW M4 GT3, Schubert Motorsport):
„Das Wochenende ist besser gelaufen, als wir es im Vorfeld erwartet hatten. Vor allem am Samstag habe ich aufgrund des Erfolgsballasts nie damit gerechnet, in die Punkteränge fahren zu können. Entsprechend positiv überrascht war ich über Platz acht. Am Sonntag ist es mit Platz fünf noch besser gelaufen, auch wenn ich kurz nach dem Start ein Problem hatte und für einen Moment dachte, das Rennen wäre gelaufen. Danach habe ich aber einige gute Überholmanöver und Zweikämpfe mit meinen BMW M Motorsport Kollegen gehabt. In der Fahrerwertung habe ich meine Führung behauptet, das ist die Hauptsache.“

Timo Glock (#50 BMW M4 GT3, Ceccato Racing):
„Ich hatte an diesem Wochenende sehr viel Spaß und habe mein Mini-Comeback in der DTM wirklich genossen. Unsere fehlende Erfahrung hat sich vor allem in den Qualifyings gezeigt, in denen wir einfach nicht das Optimum aus den für uns neuen Reifen herausholen können. Dazu bräuchten wir mehr Testzeit. Mein Rennen am Samstag war schnell gelaufen. Am Sonntag hatte ich eine starke Pace und einen guten Start. Leider ist dann beim Boxenstopp einiges schiefgelaufen, was mich viele Positionen und letztlich das Top-10-Ergebnis gekostet hat. Das ist schon etwas ärgerlich. Aber für Ceccato Racing war es wichtig, einmal zu sehen, wie das Niveau in der DTM ist. Vielen Dank an das Team, BMW M Motorsport und die ITR um Gerhard Berger für die großartige Unterstützung bei diesem Gaststart. Ich würde mich über eine Wiederholung freuen.“


Zwei Doppelsiege für Team ABT Sportsline in der DTM

Übernahme Tabellenführung für Audi in der Markenwertung

Ricardo Feller (Audi R8 LMS)
Foto: Jens Hawrda

Saisonbestleistung in Imola: Zwei Doppelsiege an einem DTM-Wochenende – das ist in dieser Saison noch keiner anderen Marke gelungen. Damit hat Audi die Tabellenführung in der Markenwertung übernommen und einen Rückstand von 33 Punkten in 52 Zähler Vorsprung verwandelt. Der dreimalige Champion René Rast gewann am dritten Rennwochenende für das Team ABT Sportsline das erste Rennen von der Pole-Position. Es war bereits sein 25. Einzelsieg in der DTM, doch sein erster am Steuer des Kundensport-Rennwagens Audi R8 LMS. Dahinter folgte sein Audi Sport-Fahrerkollege Nico Müller nach 33 Runden mit 3,8 Sekunden Rückstand. Im zweiten Rennen macht mit Ricardo Feller ein vielversprechender Nachwuchsfahrer von Audi Sport auf sich aufmerksam. Dem 22 Jahre alten Schweizer, der seine DTM-Debütsaison erlebt, gelang von der Pole-Position in einem turbulenten Rennen für ABT Sportsline sein erster DTM-Sieg. Bemerkenswert: Über Nacht mussten alle sechs Audi R8 LMS im Feld nach einer Anpassung der „Balance of Performance“ (BoP) 25 Kilogramm Ballastgewicht zuladen. Erneut komplettierte das Team Rosberg einen Doppelerfolg von Audi. Privatier Dev Gore kam in einer Safety-Car-Phase sehr früh zum taktisch klugen Boxenstopp. Am Ende erreichte er mit Platz zwei als erster Amerikaner ein Podiumsergebnis in der DTM. Sein Teamkollege Nico Müller ist als Tabellendritter aktuell bester Audi-Pilot in der Meisterschaftswertung.

Mittwoch, 22. Juni 2022

Ex-Vizeweltmeister Leon Haslam startet für Kawasaki in Most

Ex-Superbike-Vizeweltmeister Leon Haslam startet für Kawasaki in Most
Foto: © Kawasaki

Die Sensation ist perfekt. Ex-Superbike-Vizeweltmeister Leon Haslam hat sich mit dem Kawasaki Weber-Motos Team geeinigt und fährt in Most das IDM-Superbike des verletzten Bastien Mackels. 

Wenn die IDM vom 24. bis 26. Juni 2022 im tschechischen Most gastiert, kommt es auch zum oft zitierten Vergleich zwischen der IDM und dem Level in der Britischen Superbike-Meisterschaft BSB. Haslam ist aktuell nämlich nach über 300 Rennen, fünf Siegen und einem Vize-WM-Titel zurück zu den British Superbikes gewechselt. 2018 hatte er die heimische Serie gewonnen.

Nun ist er zuversichtlich, die Kawasaki Ninja ZX 10-RR auf die Siegerstraße zurück zu bringen und mit den Grünen seinen zweiten Titel zu holen. 

Haslam ist ebenso ein eingefleischter Fan der FIM Endurance Championship. 2019 gewann er mit Jonathan Rea und Toprak Razgatlioglu das legendäre 8-Stunden-Rennen in Suzuka. 2022 versucht der Brite diesen Triumph mit Jonathan Rea und Alex Lowes zu wiederholen.

„Wir sind alle sehr froh, dass wir mit der großen Hilfe und Unterstützung von Kawasaki Deutschland in kurzer Zeit einen so hochkarätigen Ersatz für Bastien finden konnten“, sagt Teamchef Emil Weber. „Leon kennt das Motorrad sehr gut und wird mit all seiner Erfahrung und seinem Können das Starterfeld noch stärker machen. Bastien wünschen wir, dass er schnell wieder fit wird.“ 

Bastian Mackels hatte sich Ende Mai beim ersten Training zum IDM-Lauf in Oschersleben einen komplizierten Fußbruch zugezogen.


Vorschau IDM Most

Ein buntes Programm mit Stars und Überraschungen 

Foto: Jens Hawrda

Wenn die internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) vom 24. bis 26. Juni 2022 in Most gastiert, wird den Motorsportfans eine volle Packung an Spannung serviert. Fahrer in acht Klassen müssen auf der 4,21 km langen Rennstrecke in Tschechien zwei Mutpassagen sowie neun Links- und 12 Rechtskurven bewältigen. Hat Florian Alt hier in der Königsklasse IDM Superbike die Möglichkeit, den Punktevorsprung des großen Titelfavoriten Markus Reiterberger schmelzen zu lassen?

Die Rennstrecke in Most, die sich nur unweit der deutschen Grenze in Sachsen befindet, gilt als Geheimtipp für Fans, die besonders nah am Geschehen sein wollen. Die Tribünen lassen den uneingeschränkten Blick auf die Schlüsselstellen zu. Der Zugang ins Fahrerlager und damit der direkte Kontakt mit den Fahrern und Teams ist beim Kauf eines Eintrittstickets für die Veranstaltung inbegriffen. 

In der Königsklasse IDM Superbike liegt Spannung in der Luft. Markus Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW) hat drei von bisher vier ausgetragenen Rennen gewonnen und sich in der Gesamtwertung bereits ein Punktepolster verschafft. Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing) scheint der Einzige zu sein, der den Bayern einbremsen könnte. Die beiden Markenkollegen kämpfen auf Augenhöhe. Eine ernste Gefahr für den Spitzenreiter stellt Alt aber noch nicht dar, denn der 26-Jährige verließ den Saisonauftakt auf dem Lausitzring wegen technischen Problemen am Motorrad ohne einen einzigen Punkt. Um eine Chance zu haben, den 28-jährigen Reiterberger in der Tabelle einzuholen, darf ihm kein Fehler passieren. 

Spannend wird die Angelegenheit zusätzlich durch die Anwesenheit von Yamaha-Fahrer Vladimir Leonov (Hertrampf Mo Yamaha Racing Team), der als bester Nicht-BMW-Fahrer in der Lage ist, in die Entscheidung um den Meisterschaftstitel einzugreifen. 

Und was passiert aus der Richtung von Honda? Hier ist es aufgrund der Verletzung von Luca Grünwald zu einer äußerst prominenten Verpflichtung gekommen. Der italienische Superbike-WM-Star Leandro Mercado fährt in Most die Honda CBR 1000 RR-R des Teams Holzhauer Racing Promotion. Bei Kawasaki läuft die Suche nach einem brillanten Ersatz für den verletzten Bastien Mackels. Die IDM Superbike fährt 2022 auf einem Spitzenlevel. Nicht zuletzt haben die BMW-Fahrer Toni Finsterbusch, Jan Mohr, Julian Puffe und Pepijn Bjsterbosch schlagende Argumente in der Hand.

In der IDM Supersport hat bisher Max Enderlein (M32 Racing, Yamaha) jedes Rennen gewonnen. Er führt die Gesamtwertung mit 100 Punkten vor dem Österreicher Andreas Kofler (Kawasaki Schnock Team Motorex), der 40 Punkte Rückstand hat an. Ihm wiederum folgt mit Luca de Vleeschauwer (Kawasaki Weber-Motos Racing) ein absoluter Rookie in der Klasse. Dabei hätte Enderlein seinen größten Konkurrenten im eigenen Team haben sollen, doch Jan-Ole Jähnig ist bisher nicht in Fahrt gekommen. Der 21-Jährige aus Altenburg in Thüringen wirkt gerade nicht entspannt, bleibt aber optimistisch. Vor einer Woche hat er die neue Streckenbeschaffenheit in Most bei Testfahrten bereits erkundet. Zwischen der Zielgeraden und der ersten Schikane und noch weiteren Metern wurde der Belag erneuert.

In der spannenden Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 geht es beim Zieleinlauf nicht selten um Tausendstelsekunden. So dicht wie die Fahrer ankommen, so dicht geht es auch an der Tabellenspitze zu. Der Österreicher Leo Rammerstorfer (Freudenberg KTM-Paligo Racing) führt mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung auf den Deutschen Marvin Siebdrath (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki). In Most spielt zudem Supersport 300-WM-Fahrer Lennox Lehmann aus Dresden wieder mit. Er wird in dieser Saison alle IDM-Rennen, die sich nicht mit den WM-Läufen überschneiden, bestreiten. Das wird spannend.

Ein Dauerbrenner in Tschechien und in der naheliegenden Umgebung des Sachsenrings, ist die Sidecar-Klasse, die vom Multi-Weltmeister Tim Reeves und seinem Beifahrer Kevin Rousseau angeführt wird. Das britisch-französische Team ist gerade erst von TT auf der Isle on Man zurückgekehrt. In Most werden sie durch das deutsche Gespann mit Josef Sattler/Luca Schmidt den größten Druck bekommen. 

Im Autodrom Most geht es am Wochenende Schlag auf Schlag. Ein Programmpunkt jagt den nächsten, wobei auch der Yamaha R3 bLU cRU Cup, der Austrian Junior Cup, der Twin Cup und der Pro Superstock Cup für beste Unterhaltung sorgen. 

Dienstag, 21. Juni 2022

Zandvoort: Die ADAC GT4 Germany sucht den Halbzeitmeister 2022

  •  Lokalmatador und Tabellenführer Indy Dontje will den Heimsieg
  •  Beide Rennen im Livestream auf der reichweitenstarken Plattform sport.de

Foto: Jens Hawrda

Das dritte Rennwochenende 2022 der ADAC GT4 Germany steht ganz im Zeichen von Vollgas-Action in den niederländischen Nordseedünen. Auf der 2020 umfangreich renovierten Rennstrecke von Zandvoort mit ihren einzigartigen Steilkurven sucht die ADAC-Serie vom 24. bis 26. Juni den Halbzeit-Champion. Beste Chancen auf diesen inoffiziellen Titel haben die aktuellen Tabellenführer Indy Dontje (29/NLD) und Phil Dörr (21/Butzbach, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin Vantage GT4 sowie die amtierenden Meister Michael Schrey (39/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4. Tickets für das Motorsport-Spektakel an der Nordseeküste gibt es online unter adac.de/motorsport. Die Rennen der ADAC GT4 Germany können zudem im Livestream auf der reichweitenstarken Plattform sport.de sowie auf adac.de/motorsport verfolgt werden.


Tabellenführer Indy Dontje hat die kürzeste Anreise nach Zandvoort. Der frühere ADAC GT Masters-Pilot wohnt in Amsterdam und muss nur rund 30 Minuten zur Rennstrecke fahren. „Ich werde jedoch nicht zuhause schlafen, sondern zusammen mit dem Team vor Ort übernachten. Mir ist es wichtig, dass ich am Rennwochenende im Motorsport-Umfeld bleibe“, erklärt Dontje, der gemeinsam mit Phil Dörr 70 Meisterschaftspunkte auf dem Konto hat. „Mein Heimrennen will ich auf jeden Fall gewinnen und meinen Freunden, die mich besuchen wollen, eine tolle Show bieten. Das Layout der Strecke sollte unserem Aston Martin liegen. Insgesamt wollen wir so viele Punkte wie möglich holen, um die Tabellenführung zu verteidigen und den Halbzeit-Titel einzufahren. Das bedeutet, dass wir mit Köpfchen fahren müssen. Tatsächlich habe ich auf der umgebauten Strecke von Zandvoort noch kein einziges Rennen bestritten.“

Mit ordentlich Rückenwind kommt das BMW-Duo Schrey/Piana nach Zandvoort. Die aktuellen Champions haben zuletzt auf dem Red Bull Ring beide Läufe gewonnen und den Rückstand in der Tabelle auf neun Punkte verkürzt. „Der nächste Doppelsieg ist das klare Ziel. Wir fahren immer an die Rennstrecke, um zu gewinnen“, stellt Piana klar. „Die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist jedoch hochkarätig. Aston Martin und Mercedes-AMG schätze ich in Zandvoort stark ein. Ich sehe zwei Top-Fünf-Platzierungen als realistisch an. Zandvoort ist immer eine Reise wert. Ich werde rund um das Rennwochenende auch viel mit dem Rennrad unterwegs sein. Die umgebaute Strecke macht zwar Spaß, doch das alte Layout fand ich um einiges besser. Der erste Sektor und die letzte Kurve sind nun viel zu einfach. Zum Glück ist die Kuppe oben bei Scheivlak geblieben, wie sie war. Dort ist insbesondere im GT4 viel Bewegung im Auto. Das ist eine super Stelle.“

BeNeLux-Flair bringen auch Tom Kieffer (47/Lux) und Christian Kosch (45/Lux, beide Allied-Racing) mit nach Zandvoort. Die beiden Porsche 718 Cayman GT4 RS CS-Piloten sind amtierende Meister der Trophy-Wertung. 2021 begannen sie in Zandvoort eine Siegesserie, die bis zum Saisonfinale anhielt. Dementsprechend gut gelaunt reisen die beiden Gentleman an die Nordseeküste. „Ziel Nummer eins 2022 ist natürlich die Titelverteidigung“, so Kieffer. „Wir wollen dieses Jahr aber auch regelmäßig in den Top Zehn der Gesamtwertung fahren. Dementsprechend haben wir uns detailliert auf Zandvoort vorbereitet. Die Strecke gefällt mir sehr gut, vor allem die älteren Teile bergauf mit den Kuppen. Durch den vielen Sand gilt es zudem, auf der sauberen Ideallinie zu bleiben. Der Porsche sollte in Zandvoort gut funktionieren. Aber alle Hersteller liegen in der ADAC GT4 Germany sehr eng zusammen. Deswegen wird es spannend zugehen.“

Zum ohnehin schon starken Feld der ADAC GT4 Germany kommen ab dem Rennwochenende von Zandvoort noch die beiden Aston Martin Vantage GT4 vom Team Speed Monkeys hinzu. Der Rennstall aus Essen absolvierte 2021 bereits zwei Gaststarts und baut das Engagement in der Serie nun deutlich aus.