Dienstag, 5. November 2019

Neues Team von Maxime Martin plant Start in der ADAC GT4 Germany

  • Aston Martin-Werksfahrer Maxime Martin gründet eigenen Rennstall
  • Das Martin Racing Team (MRT) plant Einsatz von zwei Aston Martin Vantage GT4
ADAC GT4 Germany, Martin Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Im ADAC GT Masters hat Maxime Martin bereits als Pilot große Erfolge eingefahren. Nun möchte der Belgier auch als Teamchef punkten. Derzeit gründet der Aston Martin-Werksfahrer seinen eigenen Rennstall, der in der Saison 2020 auch in der ADAC GT4 Germany an den Start gehen soll. „Ich bin mit meiner eigenen Fahrkarriere noch lange nicht fertig, aber ich wollte ein Unternehmen starten, das in die Zukunft wachsen kann. Ich möchte dem Sport, dem ich bereits mein ganzes Leben verbunden bin, etwas zurückgeben“, erklärt Martin, der im ADAC GT Masters in der Vergangenheit zu fünf Siegen fuhr.

Der 33-Jährige ehemalige DTM-Pilot ist seit 2018 Werksfahrer von Aston Martin und wird auch bei seinem Rennstall mit dem britischen Hersteller zusammenarbeiten. Das Martin Racing Team (MRT) plant den Einsatz von zwei Aston Martin Vantage GT4 in der Saison 2020 der ADAC GT4 Germany. „Ich war in die Entwicklung des Kundenfahrzeuges involviert und kenne es somit sehr gut. Der Vantage GT4 gehört zu den Besten überhaupt und ist ein stattliches Rennauto. Da auch Aston Martin als Marke eine Menge Interesse mit sich bringt, ist es insgesamt das perfekte Auto, um zu beginnen“, erklärt Martin die Fahrzeugwahl.

Das Martin Racing Team wird in der Nähe des Brüsseler Flughafens stationiert. Technisch verantwortlich zeichnet sich Thomas Matton, der Maxime Martin bereits elf Jahre als Rennmechaniker begleitet hat. „Insbesondere für junge Piloten und für engagierte Gentlemenfahrer hat der GT-Rennsport und vor allem die GT4-Kategorie zuletzt eine unglaubliche Popularität erlangt. Gemeinsam mit meinem Partner Thomas Matton habe ich die Erfahrung, diese Talente über das Team zu entwickeln“, präzisiert Martin.

Die ADAC GT4 Germany besteht auch 2020 wieder aus sechs Rennwochenenden. Saisonstart ist vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

„DTM Trophy“: ITR schreibt neue Rennserie für seriennahe GT-Fahrzeuge aus

  • Internationale Rennserie im DTM-Rahmenprogramm
  • Jeweils zwei Sprintrennen ohne Fahrertausch pro Veranstaltung
  • Einschreibung ab 6. November 2019 möglich
Wird die "DTM Trophy" ein Konkurrenzprodukt zur "ADAC GT4 Germany" ?
Foto: Jens Hawrda

Der DTM-Vermarkter ITR bringt im kommenden Jahr eine neue Rennserie für seriennahe GT-Fahrzeuge an den Start. Ab der Saison 2020 wird die „DTM Trophy“ regelmäßig im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen. Ähnlich wie in der DTM wird es in der DTM Trophy, die international ausgeschrieben wird, pro Rennwochenende freitags zwei freie Trainings geben sowie am Samstag und Sonntag jeweils ein 20-minütiges Qualifikationstraining und ein Rennen über 30 Minuten.

Zur Teilnahme sind Fahrer und Teams mit seriennahen GT-Rennfahrzeugen der FIA-Gruppen E2-SH und E2-SC aller Hersteller berechtigt. Nahezu jede im Motorsport vertretene Marke verfügt in ihrem Portfolio über ein entsprechendes, zwischen 400 und 500 PS starkes GT-Auto, allen voran die in der DTM vertretenen Hersteller Audi, BMW und Aston Martin, aber auch Marken wie Mercedes-AMG, Porsche, McLaren, Ford, Chevrolet, Lotus, Jaguar, Toyota und Nissan.

Um für sportlich faire Verhältnisse zu sorgen, ermittelt die ITR vor Saisonbeginn die Spezifikationen aller teilnehmenden Fahrzeugtypen, auf deren Basis die grundsätzliche Einstufung der unterschiedlichen Modelle vorgenommen wird. Die aus vielen GT-Kategorien bekannte „Balance of Performance“ (BoP) soll die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte berücksichtigen und für ein möglichst ausgeglichenes Starterfeld sorgen.

„Attraktives Paket für ambitionierte Nachwuchsfahrer und renommierte Profis“

„Mit der DTM Trophy schnüren wir ein attraktives Paket für ambitionierte Nachwuchsfahrer und renommierte Profis gleichermaßen“, sagt ITR-Geschäftsführer Achim Kostron. „Die Klassen für seriennahe GT-Fahrzeuge mit ihrer großen Markenvielfalt sind hierfür besonders geeignet. Diese Fahrzeugklasse bietet erschwinglichen sowie attraktiven Motorsport und ist deshalb sowohl bei Fahrerinnen und Fahrern als auch bei Fans äußerst beliebt.“

In der DTM Trophy wird es drei Wertungen geben: eine Fahrer-, eine Team- und eine Junior-Wertung für Fahrer und Fahrerinnen unter 22 Jahren (Geburtsjahrgang 1998 oder jünger). Fahrereinstufungen, wie sie in vielen anderen GT-Serien üblich sind, wird es in der DTM Trophy nicht geben. Voraussetzung ist mindestens eine internationale D-Lizenz. Die Punktevergabe wird in der DTM Trophy genauso sein wie in der DTM: Es gibt Zähler für die zehn Bestplatzierten eines Rennens, wobei der Sieger 25 Punkte erhält und es für Platz zehn einen Punkt gibt. Darüber hinaus werden in der Qualifikation Punkte für die drei Bestplatzierten vergeben – nach dem Schema 3-2-1.

Alle Rennwochenenden in Deutschland im Kalender

Die Einschreibungsphase für die neue DTM Trophy beginnt am 6. November 2019 und endet am 11. März 2020. Die Einschreibegebühr beträgt 27.000 Euro zzgl. USt. pro Teilnehmer. In ihrer Debütsaison wird die DTM Trophy an sieben Rennwochenenden im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen: Zolder (24.–26. April), Lausitzring (15.–17. Mai), Anderstorp (12.–14. Juni), Norisring (10.–12. Juli), Assen (4.–6. September), Nürburgring (11.–13. September) und Hockenheimring (2.–4. Oktober).

Bereits Anfang Oktober hatte die ITR bekanntgegeben, dass neben der W Series in der kommenden Saison der DMV GT & Touring Car Cup (DMV GTC) im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen wird. Der DMV GTC ist eine in Deutschland etablierte Rennserie für Kundensport-Teams. Zugelassen sind hier Rennfahrzeuge der Kategorien GT3, Porsche Carrera Cup und Lamborghini Huracan Super Trofeo, die in einem Feld starten und getrennt gewertet werden.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Die Zusammenarbeit zwischen R-Motorsport und HWA in der DTM ist beendet

  • Beendigung des gemeinsamen DTM-Engagements von R-Motorsport und der HWA AG beschlossen
  • Dr. Florian Kamelger: „Wir wollen uns unter diesen veränderten Vorzeichen in Abstimmung mit Aston Martin für 2020 neu orientieren.“

R-Motorsport trennt sich von seinen DTM-Partner  HWA  AG
Foto: Jens Hawrda

Die AF Racing AG gab heute bekannt, dass die Zusammenarbeit mit der HWA AG in der DTM in beiderseitigem Einvernehmen ab sofort beendet wird.

Nach dem Ende der DTM-Saison 2019 gehen die AF Racing AG und die HWA AG im Motorsport in Zukunft getrennte Wege. Aston Martin wird R-Motorsport jedoch weiterhin beim lizenzierten Einsatz der Vantage DTM-Rennwagen und in weiterer Folge auch von Fahrzeugen nach dem „Class 1“-Reglement unterstützen. Wie sich das Motorsport-Programm von R-Motorsport im kommenden Jahr darstellt wird das Team in absehbarer Zukunft bekanntgeben.

Stimmen der Verantwortlichen:

Dr. Florian Kamelger
Bedauerlicherweise haben wir für die weitere Zusammenarbeit mit der HWA AG keinen Konsens hinsichtlich der Durchführung unseres DTM-Engagements finden ko?nnen, so dass uns in letzter Konsequenz nur eine Beendigung der gemeinsamen DTM-Teilnahme mit HWA mit dem Fokus in die Zukunft bleibt. Wir planen aber unser DTM-Engagement auch nach dem Ende unserer Zusammenarbeit mit HWA fortzusetzen und werden uns dafür unter anderen Vorzeichen in Abstimmung mit Aston Martin 2020 neu orientieren.

Dr. Andy Palmer, President and Group CEO Aston Martin Lagonda
Aston Martin wird auch weiterhin das DTM-Programm von R-Motorsport mit dem Vantage DTM-Rennwagen und deren weitergehende Pläne einer Teilnahme an Rennserien unterstützen, die nach dem ‚Class 1‘-Reglement ausgetragen werden, wie die Super GT in Japan und in Asien.

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Fabian Vettel: "Würde gerne dort bleiben, wo ich bin"

  • Vettel über Höhen und Tiefen in der ADAC GT Masters-Debütsaison
  • Dritter Platz in Zandvoort als Saisonhighlight
Fabian Vettel
Foto: Jens Hawrda

Er war der prominenteste Newcomer im ADAC GT Masters 2019: Fabian Vettel (20/Heppenheim, Mann-Filter Team HTP), jüngerer Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel (31/Heppenheim) trat im Mercedes-AMG GT3 gemeinsam mit Philip Ellis (26/GB) an. Die erste Saison im ADAC GT Masters hat Vettel auf Anhieb überzeugt: "Es ist eine megaenge und -professionelle Serie. Wenn man sich dort beweisen kann, kann man sich überall im GT3-Sport behaupten."

Ohne wirkliche Karterfahrung und nach nur zwei Saisons in Markenpokalen bestritt Fabian Vettel seine erste Saison im GT3-Sportwagen. Vettel und Ellis erlebten eine Saison mit Höhen und Tiefen. Highlight war ganz klar der dritte Rang im Sonntagsrennen in Zandvoort, in Most sprang zudem ein zweiter Platz in der Pirelli-Junior-Wertung heraus. Sportlich fällt das Fazit von Vettel zweigeteilt aus. "Ich ziehe ein durchwachsenes Fazit. Anfangs hatten wir viel Pech und sind nicht in Fahrt gekommen. Ich habe mich selbst schwergetan, meinen Rhythmus zu finden, vor allem was das Qualifying angeht. Da muss man vorne stehen, sonst macht man im Rennen auch keinen Stich mehr - vor allem auf Strecken, wo man nicht gut überholen kann."

Vor allem das Reifenmanagement war für Vettel anfangs eine Herausforderung: "Es ist nicht einfach, den Peak der Reifen zu spüren und dann das Maximale herauszuholen. Das war für mich etwas ganz Neues. Denn in einem GT3-Auto hat man nur eine oder maximal zwei schnelle Runden, in denen man es auf den Punkt bringen muss. Oft ist die zweite auch gar nicht mehr so schnell, da die Reifen dann schon etwas abgebaut haben. Wir haben während der Saison viele Sachen ausprobiert, und ich habe dabei viel gelernt."

Tiefpunkt war für den Heppenheimer ausgerechnet sein Heimspiel in Hockenheim: "Wir hatten dort hohe Erwartungen und rechneten uns einiges aus. Doch dann war das Wochenende nach der Kollision im ersten Rennen schon am Samstag beendet. Das Auto konnte für den Sonntag nicht mehr repariert werden. Wir hatten aber auch gute Momente. Zandvoort mit Gesamtplatz drei war nicht schlecht. Wir haben immer wieder gesehen, dass wir es können. Manchmal haben wir uns aber schwergetan. Ich denke aber, das gehört im ersten Jahr im GT3-Sport dazu. Ich konnte sehr viel lernen, vor allem durch die schlechten Momente. Jetzt muss ich es in den nächsten Jahren besser machen."

Seine Erfahrung aus diesem Jahr will er 2020 nutzen: "Mein Ziel ist es, weiterhin den Mercedes-AMG GT3 zu fahren. Ich habe erst vor drei Jahren mit Motorsport angefangen und bisher jedes Jahr etwas anderes gemacht. Deswegen hoffe ich auf Kontinuität, um dann das Maximum herausholen zu können. Ich mache auf jeden Fall im GT3-Sport weiter und würde mich freuen, wenn ich dort bleiben kann, wo ich jetzt bin. Aber mal sehen. Bei der endgültigen Entscheidung spielen viele Faktoren eine Rolle."

Dienstag, 22. Oktober 2019

Audi-Mitarbeiter in Ingolstadt feiern DTM-Champion René Rast und Erfolge im GT-Sport

  • Siegreiche Rennwagen fahren durch die Produktionshallen im Werk Ingolstadt
  • René Rast, Frank Stippler und Dries Vanthoor begeistert empfangen

René Rast,  Audi Sport RS 5 DTM #33 (Audi Sport Team Rosberg)
Foto: Audi-Motorsport
Mit einer einzigartigen Aktion haben die Mitarbeiter am Audi-Standort Ingolstadt am Mittwoch den dreifachen Titelgewinn von Audi in der DTM 2019 und die Erfolge von Audi Sport customer racing im GT-Sport gefeiert: Zum ersten Mal überhaupt fuhren dabei Rennwagen durch die Produktionshallen im Werk Ingolstadt.

„Das war auch für mich ein ganz besonderer Tag“, sagte DTM-Champion René Rast nach seiner Fahrt mit dem in der DTM siegreichen Audi RS 5 DTM. „Die Mitarbeiter waren begeistert, standen dicht an dicht, haben Fahnen geschwenkt, uns bejubelt und angefeuert – das war echt beeindruckend.“

Flankiert wurde Rast von den Siegerwagen des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring und des 10-Stunden-Rennens in Suzuka. Am Steuer der beiden Audi R8 LMS GT3 saßen Frank Stippler und Dries Vanthoor. „Ich war heute zum ersten Mal im Werk Ingolstadt“, sagte Vanthoor. „Mit den drei Siegerautos vor den Audi-Mitarbeitern zu fahren war richtig schön.“ Frank Stippler sprach von „einer sehr großen Ehre“. „Das wunderschöne Wetter passte perfekt zur erfolgreichen Saison 2019 – in der DTM wie im GT-Sport. Es hat Spaß gemacht, den Leuten, die das ganze Jahr so hart für Audi arbeiten, etwas zurückzugeben.“ 

Achim Heinfling, Werkleiter Audi-Standort Ingolstadt, sagte: „Während der Saison haben 40.000 Mitarbeiter in der ganzen Region mitgefiebert. Es ist wunderbar, dass unsere erfolgreichen Motorsportler uns heute besucht haben. Sie gehören alle zur Audi-Familie. Gerade nach einer so erfolgreichen Saison sind alle sehr stolz darauf, was die Jungs für die Marke Audi in der Öffentlichkeit leisten.“