Donnerstag, 15. August 2019

500. Rennen: DTM feiert am Lausitzring besonderes Jubiläum

  • 500 Rennen in 35 Jahren: Die DTM ist die beliebteste Tourenwagen-Rennserie Europas
  • Gerhard Berger: „Meilenstein in der Erfolgsgeschichte DTM“
  • Legenden wie Bernd Schneider, Klaus Ludwig oder Hans-Joachim Stuck feierten in der DTM Titel und Triumphe

Foto: dtm.com
Die DTM feiert ein besonderes Jubiläum: Am Sonntag, 25. August, wird die beliebteste Tourenwagen-Rennserie Europas auf dem Lausitzring das 500. Rennen ihrer Geschichte austragen. Die DTM ist somit eine der traditionsreichsten Rennserien weltweit, die seit ihrem Start 1984 an bislang 342 Veranstaltungswochenenden 498 Rennen ausgetragen hat. Bei der DTM-Veranstaltung in der Lausitz (23.–25. August) stehen wie gewohnt zwei Rennen auf dem Programm – eines am Samstag und eines am Sonntag (Start jeweils 13:30 Uhr).

Dass die 500er-Marke ausgerechnet am Lausitzring geknackt wird, ist durchaus passend. Eigentümerin des Lausitzrings ist die international führende Expertenorganisation DEKRA, die wiederum in diesem Jahr ein spezielles Jubiläum feiert: die seit 30 Jahren bestehende Partnerschaft mit der DTM, die zu den längsten im weltweiten Motorsport gehört. Außerdem ist die östlichste Rennstrecke Deutschlands seit 20 Jahren fester Bestandteil des DTM-Kalenders. Seit 2000 wurden 23 Rennen auf dem „modernsten Traditionskurs“ der DTM ausgetragen.

Von Zolder bis nach Fuji

Das Kürzel DTM hat sich in 35 Jahren zu einem international bekannten Markenzeichen entwickelt. Was 1984 unter dem Namen „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“ ihren Anfang nahm, ist heute eine weltweit bekannte Rennserie, mit attraktiven und abwechslungsreichen Motorsport-Veranstaltungen in Deutschland, Europa – und auch bald erneut in Asien: Am 23./24. November steht im japanischen Fuji das „Dream Race“ auf dem Programm, wo Fahrzeuge der SUPER-GT-Rennserie und der DTM in zwei nach DTM-Format ausgetragenen Rennen gegeneinander antreten.

„Laut. Nah. Dran.“, lautet das Motto der DTM. Aber die DTM ist mehr als „nur“ Motorsport. Heute bieten die Rennwochenenden auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm in familienfreundlicher Festival-Atmosphäre mit Autogrammstunden der Stars, Gewinnspielen, Livekonzerten und Einblicken hinter die Kulissen der DTM. Zudem wird die DTM derzeit in 30 Ländern live im TV übertragen und kann im Rest der Welt über die offiziellen Livestreams auf DTM.com, YouTube und in der mobilen DTM-App verfolgt werden.

Erfolgsgeschichte DTM begann 1984

Die Erfolgsgeschichte der DTM begann weit vor dem digitalen Zeitalter am 11. März 1984 auf dem Circuit Zolder mit dem Sieg von Harald Grohs (GER) in einem BMW 635 CSi. Einige interessante Zahlen und Fakten aus (fast) 500 DTM-Rennen:

  • Die erste Saison endete gleich mit einem Kuriosum: BMW-Fahrer Volker Strycek (GER) gewann die Fahrer-Meisterschaft, ohne ein einziges Rennen gewonnen zu haben.
  • Die meisten Fahrertitel, nämlich fünf, sammelte Bernd Schneider (GER). Die zweitmeisten Titel gingen an Klaus Ludwig (GER), der drei Mal DTM-Champion wurde.
  • Schneider und Ludwig führen auch drei weitere DTM-Statistiken an: die meisten Rennsiege (Schneider 43, Ludwig 37), die meisten Punkte (Ludwig 1.823,5, Schneider 1.808,5) und die meisten Starts (Schneider 236, Ludwig 219).
  • Beide Fahrer bestritten jeweils große Teile ihrer Karrieren für Mercedes-Benz, das mit 195 Siegen auch die erfolgreichste Marke in der DTM-Geschichte ist. Audi kommt auf 108 Siege, BMW hat bislang 87 Siege gefeiert.
  • Stichwort Fahrer: Ein Blick in die Starterlisten der DTM offenbart das „Who is Who“ des Motorsports. Neben Schneider und Ludwig kam in der DTM auch in Hans-Joachim Stuck eine weitere deutsche Motorsport-Legende zu Meisterehren.
  • Mit Ellen Lohr (GER), Annette Meeuvissen (GER), Susie Wolff (GBR), Vanina Ickx (BEL), Katherine Legge (GBR), Rahel Frey (SUI), Beate Nodes (GER), Mercedes Stermitz (AUT), Lella Lombardi (ITA), Henny Hemmes (NED) und Traudl Klink (GER) starteten elf Frauen in der DTM. Lohr war mit 144 Starts und einem Rennsieg (Hockenheim 1992) am erfolgreichsten.
  • Für Giancarlo Fisichella (ITA), Alexander Wurz (AUT), Jan Magnussen (DEN), Paul Di Resta (GBR), Pascal Wehrlein (GER), Christijan Albers (NED) und Esteban Ocon (FRA) diente die DTM ebenfalls als Sprungbrett in die Formel 1. Dario Franchitti (GBR) reifte nach seiner DTM-Zeit in Nordamerika als viermaliger IndyCar-Champion und dreimaliger Sieger der 500 Meilen von Indianapolis zum absoluten Superstar.
  • Die ehemaligen Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (FIN) und Keke Rosberg (FIN) feierten nach ihrer Zeit in der „Königsklasse des Motorsports“ in der DTM Erfolge – ebenso wie die Grand-Prix-Sieger David Coulthard (GBR), Ralf Schumacher (GER), Heinz-Harald Frentzen (GER), Alessandro Nannini (ITA) und Jean Alesi (FRA). Und „Mr. Le Mans“, der neunmalige Sieger der 24 Stunden von Le Mans, Tom Kristensen (DEN), zählte zwischen 2004 und 2009 zur absoluten Spitzenklasse der DTM.
  • Auch die Liste der DTM-Gaststarter kann sich sehen lassen: Ein gewisser Michael Schumacher (GER) gab 1990 und 1991 mehrere Gastspiele in der DTM. Juan-Pablo Montoya (COL) gewann u.a. die IndyCar-Meisterschaft, zweimal die 500 Meilen von Indianapolis sowie sieben Formel-1-Grand-Prix‘. Christian Fittipaldi (BRA), Neffe des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi (BRA) und Onkel des aktuellen DTM-Fahrers Pietro Fittipaldi (BRA), gab ebenso 1996 ein Gastspiel. Im vergangenen Jahr saß der sechsmalige Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier (FRA) in Spielberg am Steuer eines Mercedes-AMG C63 DTM, in diesem Jahr startete MotoGP-Star Andrea Dovizioso (ITA) auf seiner Heimstrecke in Misano Adriatico in einem Audi RS5 DTM. Unvergessen ist auch der Gaststart von Alessandro Zanardi (ITA) in einem speziell angepassten BMW M4 DTM vor einem Jahr an selber Stelle.
  • Übrigens: Auch Gerhard Berger (AUT), seit 2017 Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR, absolvierte einst einen Gaststart in der DTM. 1985 wurde Berger in einem BMW 635 CSi des Schnitzer-Teams beim Rennen in Zolder Achter.
  • Zu den weiteren Sportgrößen, die Rennen in der DTM bestritten, gehören u.a. Ski-Legende Franz Klammer (AUT), der viermalige Le-Mans-Sieger Yannick Dalmas (FRA) und die Rallye-Weltmeister Walter Röhrl (GER) und Markku Alén (FIN).
  • Auf 38 verschiedenen Rennstrecken hat die DTM seit 1984 Station gemacht. Spitzenreiter ist hier der Hockenheimring (93), vor dem Nürburgring (80) und dem Norisring (46). Mit dem 500. Rennen am Lausitzring rückt die Rennstrecke in Brandenburg mit 25 Rennen auf den vierten Platz der ewigen Statistik vor.


Zu den bislang 498 Rennen zählen im Übrigen auch alle 36 Rennen der ITC, als 1995 und 1996 unter dem Dach des Automobil-Weltverbands FIA als „International Touring Car Series“ bzw. „International Touring Car Championship“ Rennen mit DTM-Fahrzeugen ausgetragen wurden, die zehn Rennen des ITR-Gold-Cups (1991, 1993, 1994), das DTM-Einladungsrennen in Schanghai 2004, sowie die drei gestarteten, aber nach Abbrüchen nicht gewerteten Rennen auf dem Salzburgring (1988) und der Berliner Avus (1995). Die 2000 auf dem Lausitzring wegen starken Regens letztlich abgesagten Rennen zählen hingegen nicht dazu, ebenso wie die DTM-Veranstaltungen im Olympiastadion München (2011, 2012).

Mittwoch, 14. August 2019

Titelkampf im ADAC GT Masters geht auf dem Nürburgring in die nächste Runde

  • Audi-Duo Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde sind Tabellenführer
  • Zahlreiche Lokalmatadore wollen beim Heimspiel glänzen
  • Erstes Live-Event der ADAC GT Masters Esports Championship 

Foto: Jens Hawrda
Es geht Schlag auf Schlag im ADAC GT Masters: Nur eine Woche nach dem Lauf in Zandvoort steht am kommenden Wochenende (16.-18. August) der Lauf auf dem Nürburgring an. Bei nur noch drei ausstehenden Rennwochenenden geht der Titelkampf in die entscheidende Phase. Auf dem Kurs in der Eifel will die Konkurrenz den Punktevorsprung der frisch gekrönten Halbzeitmeister Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) verkleinern. SPORT1 überträgt beide Rennen live und in voller Länge. Der Durchgang am Samstag beginnt um 14.45 Uhr, Sonntag ist der Start um 13.05 Uhr. Außerdem sind die Rennen online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Mit dem Lauf in der Eifel beginnt der Schlussspurt in der "Liga der Supersportwagen". Die aktuellen Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde hatten zuletzt in Zandvoort mit insgesamt acht eingefahrenen Punkten ihr bisher schwächstes Wochenende der Saison. Da ihre härtesten Rivalen, die dreimaligen Saisonsieger Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) mit ihrer Corvette C7 GT3-R in den Niederlanden jedoch zwei Nuller verbuchten, vergrößerten die Halbzeitmeister ihr Punktepolster auf die Tabellenzweiten sogar auf 18 Zähler (108:90). "Für die Rennen auf dem Nürburgring habe ich große Hoffnungen", sagt Niederhauser. "Die Performance aller Autos dürfte dort sehr eng zusammen liegen. Ich hatte dort in den letzten Jahren einige gute Wochenenden, auch in meinem ersten Jahr im ADAC GT Masters, als ich ebenfalls einen Audi gefahren habe. Deshalb glaube ich, dass wir wieder ein besseres Wochenende erleben werden als noch in Zandvoort."

Nach einem starken Rennwochenende in Zandvoort mit einer Pole-Position und einem zweiten Platz kommt Christopher Mies (30) als Gesamtdritter und damit bestplatzierter Lokalmatador zum Nürburgring. Auch er startet mit Audi - der Marke, die von den vergangenen acht Rennen des ADAC GT Masters auf dem "Ring" fünf gewonnen hat. 2016 siegte dabei der Heiligenhauser, am Jahresende sicherte er sich die Meisterschaft. "Ich freue mich auf das Wochenende", so Mies, der sich einen R8 LMS mit Max Hofer (20/A) teilt. "Der Nürburgring ist meine Heimstrecke. Nirgendwo anders bin ich so viele Rennen gefahren wie dort. Wir möchten den Schwung vom vergangenen Wochenende mitnehmen und möglichst viele Punkte sammeln. Eigentlich sollte uns die Strecke entgegenkommen, aber im ADAC GT Masters ist es immer sehr schwierig, eine Vorhersage zu machen. Ich hoffe, dass das Wetter gut wird, damit die Fans ein schönes Rennwochenende haben werden."

Ein weiterer "Local Hero", der sein Heimspiel bereits gewinnen konnte, ist Frank Stippler aus dem nahe gelegenen Bad Münstereifel. Der Vorjahressieger hofft, erneut mit Partner Filip Salaquarda (35/CZ) im Audi R8 LMS vom Team ISR vorn dabei sein. Der 44-Jährige hat vor wenigen Wochen bereits einen Erfolg auf dem Nürburgring gefeiert: Zusammen mit Pierre Kaffer (42/Schlieren, Dries Vanthoor (21/B) und Frédéric Vervisch (33/B) - ebenfalls alle ADAC GT Masters-Piloten - gewann er Ende Juni das ADAC Total 24h Rennen. "Ich fahre immer gerne zum Nürburgring. Denn es ist meine Heimstrecke", so Stippler. "Ich fühle mich dort heimisch und wohl. Im vergangenen Jahr haben wir dort ganz gut ausgesehen. Wir haben in diesem Jahr etwas mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen, daher hoffe ich, dass in der Eifel der Knoten platzt."

Auch Luca Ludwig (30/Alfter), der in der Nähe von Bonn lebt, stand am Nürburgring schon ganz oben auf dem Podest. "Es kommen viele Freunde und Fans, daher ist die Erwartungshaltung hoch", sagt der Meister von 2015. "Auf dem Kurs kommt es weniger auf die Aerodynamik als auf die Mechanik an. Wie bei jedem anderen Kurs muss man es in den entscheidenden Situationen auf den Punkt treffen. Das ist uns bisher leider nicht immer geglückt. Es wäre schön, wenn wir zwei saubere Rennen haben und nachher sagen können: Wir haben alles gegeben und alles rausgeholt."

Neben den zahlreichen Fahrern gibt es mehrere Teams, die ihren Sitz im Umland des Nürburgrings haben. Dazu zählt die Traditionsmannschaft Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing aus Niederzissen, die zwei Mercedes-AMG an den Start bringt. Ebenfalls auf einen Heimvorteil hofft Propeak Performance. Die Mannschaft aus Wiesemscheid startet 2019 erstmals im ADAC GT Masters und setzt den neuen Aston Martin Vantage GT3 ein - unter anderem für Rekordsieger Daniel Keilwitz (29/Villingen). Als Gaststarter mit dabei ist das Team Toksport WRT aus Quiddelbach, das bei seiner ADAC GT Masters-Premiere in Zandvoort mit Platz fünf von Luca Stolz (24/Brachbach) und Maro Engel (33/Monte Carlo) am Sonntag für Aufsehen sorgte. Ein Heimrennen hat auch Iron Force Racing aus Erkelenz mit dem Porsche 911 GT3 R.

Neben dem ADAC GT Masters bieten am Wochenende auch die neue ADAC GT4 Germany, die ADAC TCR Germany, die ADAC Formel 4 sowie der Porsche Carrera Cup Deutschland reichlich Motorsport-Action. Beim Pitwalk (Samstag, 17.10-18.00 Uhr und Sonntag, 10.30-11.15 Uhr) können die Zuschauer zudem in der Boxengasse hinter die Kulissen der Rennställe des ADAC GT Masters blicken. Autogrammsammler kommen beim Meet the Drivers vor der ADAC Hospitality auf ihre Kosten (Samstag, ab 10.30 Uhr).

Erstes Live-Event der ADAC GT Masters Esports Championship


Fans des virtuellen Motorsports können sich am Nürburgring auf eine besondere Premiere freuen. Am Samstag wird im RaceRoom Café im Ringboulevard am Nürburgring das erste von vier Live-Events der neuen ADAC GT Masters Esports Championship ausgetragen. Die acht permanenten Starter und vier Wildcard-Teilnehmer treten dabei in einem 40-minütigen Rennen gegeneinander an. Das SimRacing-Event wird live auf der Facebook-Seite des ADAC GT Masters sowie auf dem YouTube-Kanal und dem Twitch-Kanal von RaceRoom übertragen. SPORT1 und der Pay-TV-Sender eSPORTS1 berichten ebenfalls ausführlich.

Stimmen der BMW-Piloten nach dem Sonntagsrennen in Brands Hatch

Philipp Eng
Foto: Jens Hawrda
Philipp Eng:
„Angesichts unserer Startposition war das ein sehr gutes Rennen. Ich war mit dem Paket in beiden Stints sehr zufrieden, besonders in der ersten. Im zweiten Stint kam ich einfach nicht an Loic Duval vorbei. Ab einem bestimmten Punkt verschwand der Vorteil der frischen Reifen. Trotzdem ist es immer noch ein gutes Ergebnis. “ 

Joel Eriksson:
„Wir mussten heute wegen eines technischen Problems in den Ruhestand gehen. Ich denke die Elektronik ist ausgefallen. Ich konnte nichts dagegen tun. Das ist Rennsport. Wir müssen konzentriert bleiben und uns auf die bevorstehenden Herausforderungen konzentrieren. “

Sheldon van der Linde:
„Der siebente Platz klingt vielleicht nicht so gut, aber man muss sich überlegen, wo wir angefangen haben - nämlich den dreizehnten. Das Qualifying war hart. Ich bin froh, dass ich es an diesem Wochenende geschafft habe, in beiden Rennen die Punkte zu holen. Wir haben einen guten Rhythmus gefunden und gewöhnen uns immer mehr an die DTM. Ich freue mich jetzt auf den Lausitzring. “

Marco Wittmann:
„Wir haben im Qualifying schlecht angefangen. Im Vergleich zu Audi hatten wir kein Tempo. Es ist offensichtlich ein großes Handicap, wenn Sie acht Audis auf den ersten acht Plätzen in der Startaufstellung haben. Das Rennen war im Grunde eine ähnliche Geschichte. Sie konnten uns decken, egal für welche Strategie wir uns entschieden haben. Mein zweiter Stopp war definitiv ein Fehler. Wir rannten bis dahin auf dem sechsten Platz und mussten uns am Ende mit dem zehnten zufrieden geben. Wir konnten die verlorene Zeit nicht aufholen. Es war einen Versuch wert, aber wir haben viele Punkte verpasst. Das ist enttäuschend. "

Bruno Spengler:
„Das Auto war heute etwas besser als gestern. Unser Fokus lag mehr auf dem Rennen als auf dem Qualifying. Das hat auch geklappt. Wir hatten ein gutes Tempo und eine aggressive Strategie. Leider hatte ich ein Motorproblem und musste in der Garage parken. Das ist frustrierend, denn wir hätten uns ein Endergebnis ansehen können. Wir müssen das Wochenende analysieren und versuchen, als Team noch stärker zurückzukehren. “

Timo Glock:
„Wir hatten eigentlich ein sehr gutes Tempo, aber leider blieb ich im Verkehr stecken. Dann entschieden wir uns für einen neuen Reifensatz und hoffen auf ein Safety-Car. Dies war jedoch leider nicht der Fall. Es war ein weiteres Wochenende, das nicht so verlief, wie wir es uns erhofft hatten. “

Montag, 12. August 2019

DTM: War das Stallorder bei Audi ???

Foto: Jens Hawrda
Rundenlang lag Nico Müller im Rennen am Sonntag hinter seinem Teamkollegen Rene Rast, in der Schlussphase betrug der Rückstand teilweise 0,3 Sekunden. Trotz das Müller noch genügen DRS und Push to Pass Möglichkeiten hatte, setze er keine ein. Komisch bei einem Rückstand von 0,3 Sekunden müsste es doch möglich sein  mit DRS und Push to Pass einen Angriff zu versuchen, aber Nico Müller versuchte es nicht einmal. Es tut mir leid, aber das riecht sehr nach Stallorder. Das war kein freies Racing, wie es und Audi verkaufen will dazu sah das bei Nico Müller zu sehr nach "ich könnte aber ich darf nicht" aus.

Was soll das, seit Ihr jetzt schon kurz nach Saisonhalbzeit dabei das Fell zu verteilen. Solche Fahrprozessionen wie in der Schlussphase des Rennens am Sonntag in Brand Hatch sind langweilig und der Rennsportfan fühlt sich irgendwann verarscht, das will keiner sehen. Schon gar nicht wenn es hinterher als konservative Strategie, wie im Fall von Nico Müller, verkauft wird.

Klar ist das irgendwann gegen Ende der Saison jeder Hersteller einen Piloten hat, der mehr unterstützt wird um Ihn in der Meisterschaft maximal zu pushen, aber das was Audi in Brands Hatch gemacht hat, sechs Rennen vor Saisonende, was soll das ? Das dann noch als Racing zu verkaufen ist lächerlich, dann bleibt doch bitte bei der Wahrheit und sagt was es war, jetzt schon kurz nach Saisonhalbzeit - Stallorder.

Zwei Aston Martin am Sonntag in Brands Hatch in den Top-Ten

  • Daniel Juncadella und Jake Dennis belegen beim Heimrennen von Aston Martin in Brands Hatch die Plätze acht und neun
  • Daniel Juncadella: „Heute war ein sehr guter Sonntag. Meine Pace war sehr gut und P8 ist ein gutes Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können.“
  • Jake Dennis: „Alles in allem war es ein positives Rennen für mich. Uns ist zwischen dem Qualifying und dem Rennen ein großer Schritt gelungen. Insgesamt bin ich also zufrieden.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Mit den Punkterängen acht und neun haben wir das heute Mögliche erreicht. Unsere Rundenzeiten zeigten, dass wir weiter Fortschritte gemacht haben, was uns beim Heimrennen von Aston Martin in England besonders freut.“
Jake Dennis
Foto: Jens Hawrda

Doppelte Punkteankunft für den Aston Martin Vantage DTM in Brands Hatch: Daniel Juncadella und Jake Dennis im Ziel nur 5,2 respektive 6,1 Sekunden hinter dem Sieger René Rast.

Beim zweiten Heimrennen des Teams an diesem Wochenende in Brands Hatch erzielte R-Motorsport die nächsten beiden Punkteresultate mit dem Aston Martin Vantage DTM auf britischem Boden.

Bereits am Samstag fuhr Daniel Juncadella (28, Spanien) ein Top-10-Ergebnis ein. Am Sonntag ließ er im zweiten Rennen auf dem britischen Traditionskurs mit Platz acht ein weiteres folgen. Juncadella ging von Platz zehn ins Rennen und legte in Runde 13 seinen Pflichtboxenstopp ein.

Direkt hinter Juncadella belegte sein Teamkollege Jake Dennis (24, Großbritannien) den neunten Platz und komplettierte damit die doppelte Punkteankunft für das Team. Der Brite verbesserte sich im Verlauf seines Heimrennens um acht Positionen. Seinen Reifenwechsel legte er gegen Rennmitte in Runde 20 ein.

Ferdinand von Habsburg (22, Österreich) verpasste eine weitere Punkteplatzierung als Elfter knapp. Der Österreicher kam in Runde 23 zu einem späten Boxenstopp herein und machte im Rennverlauf insgesamt sieben Plätze im Vergleich zu seiner Startposition gut.

Paul Di Resta (33, Großbritannien) führte das Rennen vor seinem Pflichtstopp in Runde 23 für kurze Zeit an, fiel dann jedoch in Folge eines Missverständnisses bei seinem Boxenstopp aus den Top-10 heraus und beendete das Rennen auf Rang 14.

Vom Heimrennen in Brands Hatch geht es für den DTM-Tross weiter in die Lausitz. Dort findet vom 23. bis 25. August auf dem Lausitzring das siebte Rennwochenende in dieser Saison statt.