Sonntag, 11. August 2019

DTM: Stimmen der BMW-Piloten nach dem ersten Rennen in Brands Hatch

Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann:
„Für mich war es wieder ein perfekter Samstag. Pole, Sieg und volle Punktzahl – das ist grandios und eher eine Seltenheit. Heute ging es bei den Bedingungen zwischen nass und trocken schon im Qualifying darum, einfach das Beste daraus zu machen. Auch kurz vor dem Rennstart regnete es wieder leicht. Aber wir haben die Nerven bewahrt und den richtigen Job gemacht. Wir konnten einen Vorsprung herausfahren, diesen dann verwalten und den Sieg holen. Ich bin überglücklich.“

Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler:
„Wir hatten heute im Qualifying schon ein bisschen mit der Balance des Autos zu kämpfen. Das hat mich viel Zeit gekostet. Im Rennen hatten wir ein ähnliches Problem. Deshalb ging es einfach nicht weiter nach vorne. Herzlichen Glückwunsch an Marco Wittmann. Jetzt hoffen wir auf einen besseren Tag morgen.“

Timo Glock:
„Was soll ich sagen. Es soll einfach nicht sein. Ich hatte eigentlich einen guten Start, dann hat es links und rechts gescheppert. Mein Auto war auf der rechten Seite stark beschädigt, von da an konnte ich nichts mehr machen. Es ist momentan einfach nur frustrierend, dass immer irgendwas ist und es einfach nicht zusammenläuft. Jetzt müssen wir einmal mehr hoffen, dass es morgen besser wird.“

Philipp Eng
Foto: Jens Hawrda
Philipp Eng:
„Wir haben gute Punkte gesammelt, aber in der Fahrerwertung trotzdem Federn lassen müssen. Ich bin mit der zweiten Rennhälfte sehr zufrieden, mit der ersten nicht ganz. Da habe ich mich nicht wirklich wohlgefühlt. Dann war ich in einem guten Rhythmus. Unsere Strategie war in jedem Fall richtig, die zweite Rennhälfte super. Glückwunsch an Marco Wittmann zum Sieg. Nach der Poleposition war das die volle Punktzahl für ihn heute. Ich hoffe, das gelingt mir morgen auch.“

Joel Eriksson:
„Natürlich ist es extrem schade, dass ich das Rennen nicht starten konnte. Aber so etwas kann im Rennsport leider passieren. Jetzt geht es darum, dass das Auto für das Rennen am Sonntag wieder perfekt vorbereitet ist. Dann greifen wir wieder an.“

Sheldon van der Linde:
„Es fühlt sich sehr gut an, zurück in den Punkten zu sein. Vier Punkte für Platz acht sind gut. Es war bisher ein hartes Wochenende, aber das Qualifying lief ganz gut. Ich bin hier zuvor noch nie gefahren, und die Strecke ist nicht gerade einfach. Mein Start war nicht gut, und ich bin bis auf Platz zehn zurückgefallen, konnte mich schließlich aber noch bis auf Rang acht vorkämpfen. Ich bin optimistisch für morgen, weil das Auto gut läuft.“

Marco Wittmann feiert in Brands Hatch seinen vierten Saisonsieg für BMW

Drei BMW M4 DTM in den Top-Ten

Marco Wittmann (BMW) holt in Brans Hatch vierten Saisonsieg
Foto: Jens Hawrda
Vierte Poleposition und vierter Sieg der Saison: Marco Wittmann (GER) hat im Samstagsrennen in Brands Hatch (GBR) an seine herausragenden Leistungen in Assen (NED) angeknüpft und in seinem Schaeffler BMW M4 DTM den sechsten Saisonerfolg für BMW M Motorsport eingefahren. Wittmann machte dank der 28 Punkte Boden auf die Spitze in der Fahrerwertung gut. Mit 146 Punkten hat Wittmann als Dritter noch 32 Punkte Rückstand auf den Führenden René Rast (GER, Audi), der das Rennen auf Platz zwei beendete. 

Neben Wittmann schafften auch Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) als Sechster und Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) als Achter den Sprung in die Punkteränge. Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) und Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) kamen auf den Plätzen zwölf und 13 ins Ziel. Glock wurde direkt am Start unverschuldet in eine Kollision mit Daniel Juncadella (ESP) und Jake Dennis (GBR, beide Aston Martin) verwickelt und fiel dadurch ans Ende des Feldes zurück.

Joel Eriksson (SWE) konnte das Rennen aufgrund technischer Probleme an seinem CATL BMW M4 DTM nicht aufnehmen. Die BMW Motorsport Ingenieure und das Team versuchten noch, das Problem rechtzeitig zu lösen, doch am Ende reichte die Zeit bis zum Start nicht aus.

Max Hesse feiert seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany

  • Der Hyundai-Pilot triumphiert vor Mike Halder und Harald Proczyk
  • Antti Buri bleibt vorn und ist Halbzeitchampion der ADAC TCR Germany
  • Im Sonntagsrennen geht Gaststarter Lance David Arnold von der Pole Position ins Rennen

Podium vom Samstag in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport
Premierenerfolg für Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler): Der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot hat in Zandvoort seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany gefeiert. In einem hochspannenden Rennen setzte sich Hesse im Hyundai i30 N TCR vor Mike Halder (23, Meßkirch, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR und Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) im Hyundai durch. Halbzeitchampion der ADAC TCR Germany ist jedoch Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing). Dem Finnen genügte dazu der fünfte Platz. 

Hesse jubelte ausgelassen und strahlte. "Ich bin super, super happy. Endlich der erste Sieg. Dafür haben wir sehr hart gearbeitet. Die Strecke war extrem schwierig zu fahren. Man musste extrem vorsichtig sein", sagte der 18-Jährige, der vom siebten Startplatz bis an die Spitze gestürmt war: "Das Duell am Ende mit Mike war hart, aber es ist gut ausgegangen. Ich denke, es ist alles fair gewesen. Wir hatten eine super Pace, sonst wären wir nicht von sieben bis nach vorne gefahren. Daher glaube ich, dass wir der verdiente Sieger sind." 

In der Gesamtwertung verbesserte sich Hesse auf den dritten Rang, er hat nun 215 Zähler auf dem Konto. Zur Halbzeit ganz vorne ist Antti Buri (234 Punkte) vor Proczyk (229). Halder (214) lauert als Vierter. 

Im Rennen wurde Dominik Fugel (22, Chemnitz, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) Vierter vor Buri, Junior Bradley Burns (18, Großbritannien, Pyro Motorsport) im Honda und Gaststarter Lance David Arnold (33, Duisburg, Hyundai Team Engstler) im VIP Auto. Die beiden Hyundai-Fahrer Theo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler) und Lukas Niedertscheider (24, Österreich, HP Racing International) sowie Junior Rene Kircher (19, Hünfeld, racing one) im Audi RS3 LMS komplettierten die Top Ten. 

Im ersten Rennen nach der zweimonatigen Sommerpause ging es von Beginn an zur Sache. Der von der Pole Position gestartete Fugel behauptete seine Führung zunächst, dahinter folgten Halder und Proczyk. Nachdem sich Mitchell Cheah (21, Malaysia, VW Team Oettinger) mit seinem VW Golf GTI TCR von der Strecke gedreht hatte, wurde das Rennen kurz für Reparaturarbeiten an der Streckenbegrenzung unterbrochen. 

Nach dem Restart eroberte Proczyk zunächst den zweiten Platz von Halder und dann auch den ersten von Fugel. Beim Duell mit dem Chemnitzer war es jedoch zu einer Berührung gekommen. Die Rennleitung entschied daraufhin, dass Proczyk und Fugel die Plätze tauschen müssen - Proczyk fiel dadurch auf Rang vier hinter dem nun in Führung liegenden Halder, Hesse und Fugel zurück. 

In der Folge entwickelte sich ein packendes Rennen mit vielen Zweikämpfen. Die beiden Hyundai-Piloten Hesse und Proczyk versuchten alles, um die jeweils vor ihnen fahrenden Honda von Halder und Fugel zu überholen. In der Schlussphase war Hesse dann nah genug dran, um zum Überholmanöver gegen Halder anzusetzen. Er zog vorbei, Halder jedoch touchierte Hesse wenig später und übernahm wieder die Führung für wenige Meter. Allerdings ließ Halder seinen Rivalen dann wieder passieren, um einer möglichen Strafe durch die Rennleitung zuvorzukommen. Am Ende brachte Hesse seinen Sieg ins Ziel. Auch Halder und Proczyk ließen sich ihre Plätze auf dem Podium nicht mehr nehmen. 

Im zweiten Rennen am Sonntag (16.05 Uhr) wird Gaststarter Lance David Arnold auf der Pole Position stehen. Dahinter starten Rene Kircher und Max Hesse. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV. Online sind die Läufe im Livestream auf SPORT1.de und adac.de/motorsport sowie auf dem Facebook-Kanal der ADAC TCR Germany und unter youtube.com/adac zu sehen. 

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Mike Halder (Zweiter, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen): "Ich war in der Situation in der Zwickmühle. Weil es um die Meisterschaft geht, habe ich Max wieder Platz gemacht. Ich wollte keine Doppelstrafe riskieren, aber insgesamt waren es vier Punkte zu wenig. Ich habe mich entschieden, auf Nummer sicher zu gehen. Morgen werde ich wieder alles geben."

Harald Prozcyk (Dritter, HP Racing International): "Es war ein enges, ein geiles Rennen, alles war fair. Dass sich Dominik Fugel nicht überholen lässt, ist ganz normal. Er hat mir im letzten Moment die Tür zugemacht. Wir haben uns dann leicht berührt, aber es ist keinem etwas passiert. Daher ist die Strafe sehr ärgerlich." 

Bradley Burns (Sieger Honda Rookie Challenge, Pyro Motorsport): "Wir hatten ein gutes Qualifying, das ich wirklich genossen habe. Im Rennen hatten wir Setup-Probleme. Aber so ist es nun mal. Ich hoffe, wir können bis morgen ein paar Veränderungen vornehmen und dann ein besseres Rennen abliefern. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir es morgen besser machen werden."

Stimmen der Aston Martin Piloten zu Rennen 1 in Brands Hatch

Daniel Juncadella
„Ich hatte einen sehr guten Start, habe dann aber eine Durchfahrtsstrafe erhalten. Dadurch war das Rennen für mich so gut wie gelaufen. Positiv ist, dass ich eine gute Pace hatte. Wir haben hart dafür gearbeitet und es ist schade, dass wir am Ende nur Platz zehn belegt haben. Ohne die Strafe wäre definitiv mehr drin gewesen, vielleicht sogar eine Platzierung in den Top-5.“ 

Paul Di Resta  mit 14 Führungsrunden in Brands Hatch
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta
„Heute war ein Rennen, bei dem leider einiges schiefgegangen ist. Zunächst bin ich mir sicher, dass ich keinen Frühstart hingelegt habe. Es war toll, 14 Runden lang mit einem Aston Martin Vantage DTM vor meinen britischen Landsleuten in Führung zu liegen. Leider spürte ich gegen Rennende einen totalen Leistungsverlust. Deshalb habe ich das Auto sicherheitshalber an der Box abgestellt. Obwohl wir hier noch einmal ein Zuverlässigkeitsproblem hatten, wissen wir doch, dass es aufwärts geht. Für uns ist jedes Rennen ein Test und wir haben heute gezeigt, dass wir immer besser aufgestellt sind und Schritt für Schritt nach vorne kommen.“ 

Ferdinand von Habsburg
„Die Pace war stark und ich konnte mich gut mit der Spitzengruppe vergleichen, hinter denen ich aus der Box gekommen bin. Im Rennverlauf konnte ich sogar einige von ihnen überholen. Das zeigt, dass der Speed vorhanden ist. Leider gab es ein Problem bei meinem ersten Boxenstopp, aber ich bin mir sicher, dass wir das bis morgen lösen können.“

Jake Dennis
„Das Rennen war für mich schon nach wenigen Metern vorbei. Ich hatte nicht den besten Start. Meine Räder drehten ein wenig durch und dann hat mich Timo Glock von links getroffen. Dadurch bin ich in der Mauer gelandet und das Auto war leider zu beschädigt, um weiter zu fahren. Davon abgesehen hatte der Tag gut begonnen und unsere Pace scheint im Vergleich zu den letzten beiden Rennen besser zu sein. Jetzt müssen wir das Auto über Nacht reparieren und morgen gestärkt zurückschlagen.“

Daniel Juncadella bei der Heimpremiere des Aston Martin Vantage DTM in den Punkten

  • Heimdebüt für den Aston Martin Vantage DTM in Brands Hatch: Daniel Juncadella sichert sich Platz zehn
  • Daniel Juncadella: „Positiv ist, dass ich eine gute Pace hatte. Wir haben hart dafür gearbeitet und es ist schade, dass wir am Ende nur Platz zehn belegt haben.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Nach den Qualifying-Plätzen vier und sieben haben wir uns für das Rennen weit mehr ausgerechnet als auf Rang zehn ins Ziel zu kommen. Alles in allem ein Rennen mit Höhen, aber leider auch mit einem enttäuschenden Ausgang.“

Daniel Juncadella holt Punkte beim Heimrennen von Aston Martin
Foto: Jens Hawrda
Ereignisreiches Rennen in Brands Hatch: Erstes Punkteergebnis für den Aston Martin Vantage DTM auf britischem Boden. 

Beim Heimrennen von Aston Martin in Brands Hatch starteten zum ersten Mal in der noch jungen DTM-Geschichte des Teams drei Fahrer aus dem R-Motorsport Quartett aus den Top-10 der Startaufstellung.

Daniel Juncadella (28, Spanien) erlebte ein ereignisreiches Rennen, das er aus den Top-10 in Angriff nahm. Bereits am Start kam es zu einer Berührung mit einem anderen Fahrzeug, für die er eine Durchfahrtsstrafe erhielt. In Runde 17 fuhr Juncadella zum zweiten Mal an die Box, diesmal für seinen Pflichtreifenwechsel. In der zweiten Rennhälfte kämpfte er sich Schritt für Schritt wieder nach vorne und sicherte sich im Schlussspurt den zehnten Platz.

Ferdinand von Habsburg (22, Österreich) kam als einer der ersten Fahrer in Runde neun zu seinem Pflichtboxenstopp herein. Nach 28 Runden legte er einen weiteren Boxenstopp ein, kurz vor Rennende schied er mit einem technischen Defekt aus, wurde aber noch auf Position 15 gewertet.

Paul Di Resta (33, Großbritannien) ging von Position vier ins Rennen und übernahm direkt am Start die Führung. Diese behielt er bis Runde 16, als er zu seinem Pflichtstopp hereinkam und in diesem Zuge in Folge einer Stewards-Entscheidung auch eine 5-Sekunden-Zeitstrafe absaß. Danach kam Di Resta außerhalb der Punkteränge auf die Strecke zurück und kämpfte sich in den verbleibenden Runden wieder bis auf Platz sieben nach vorne. Kurz vor Rennende musste er sein Auto mit einem technischen Problem in der Box abstellen.

Jake Dennis (24, Großbritannien) qualifizierte sich bei seinem Heimrennen als Siebter, wurde dann am Start jedoch ohne eigenes Verschulden in Folge einer Kettenreaktion von einem Konkurrenten in die Boxenmauer gedrückt. Sein Auto war danach zu stark beschädigt, um das Rennen fortzusetzen.