Montag, 5. August 2019

Saisonhalbzeit beim Dünenspektakel in Zandvoort

  • Kostenloser Zugang zu den Stehplätzen mit dem Gratis-"Dünenticket"
  • Drei Niederländer wollen beim Heimspiel glänzen
  • Halbzeitchampion wird in Zandvoort ermittelt
Foto: Jens Hawrda

Wer wird der Halbzeitchampion im ADAC GT Masters? Zur besten Ferienzeit meldet sich das ADAC GT Masters am kommenden Wochenende (9.-11. August) auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden aus der Sommerpause zurück: Auf dem Dünenkurs im Ferienort an der Nordsee, der im kommenden Jahr auch wieder im Formel-1-Kalender ist, trägt das ADAC GT Masters das vierte von sieben Rennwochenenden aus. Bisher vier verschiedene Saisonsieger von Audi, BMW, Corvette und Porsche versprechen auch für das Gastspiel auf dem selektiven Kurs in den Niederlanden viel Spannung. Die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) im Audi R8 LMS werden von mehr als 30 weiteren GT3-Sportwagen von insgesamt acht Marken herausgefordert, dazu wollen mit Jeroen Bleekemolen, Indy Dontje und Kelvin Snoeks drei Niederländer beim Heimspiel glänzen. SPORT1 überträgt beide Rennen live und in voller Länge. Der Durchgang am Samstag beginnt um 14.45 Uhr, Sonntag startet das Rennen bereits um 13.00 Uhr. Außerdem sind die Rennen online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen. Mit dem kostenlosen "Dünenticket" ist der Zugang zu den Stehplätzen im Außenbereich der Strecke beim ADAC GT Masters in Zandvoort kostenlos. 

Samstag, 3. August 2019

DTM: Das „Dream Race“ wird Wirklichkeit

DTM und SUPER GT geben Details zu gemeinsamen Rennen bekannt


  • Masaaki Bandoh und Gerhard Berger stellen Rahmenbedingungen für das Joint Event im November vor
  • Sprintrennen wie in der DTM, mit Pflicht-Boxenstopps, aber ohne DRS und Push-to-pass
  • Hankook stattet alle Teilnehmer mit den aus der DTM bekannten Einheitsreifen aus
Masaaki Bandoh, Gerhard Berger © GTA 
Im Hinblick auf die erste gemeinsame Rennveranstaltung von DTM und SUPER GT sind weitere Weichenstellungen erfolgt. Bei einer Pressekonferenz am Rande des SUPER-GT-Rennens im japanischen Fuji gaben die Vorsitzenden der beiden Dachorganisationen ITR und GTA, Gerhard Berger und Masaaki Bandoh, am Samstag weitere Rahmenbedingungen für das historische Aufeinandertreffen bekannt. Ganz im japanischen Stil ist der Titel der vom 22. bis 24. November stattfindenden Veranstaltung gehalten: „SUPER GT x DTM Dream Race“.

„Im Namen der ITR und allen in der DTM vertretenen Hersteller möchte ich mich bei Bandoh-san, der GTA und den Verantwortlichen des Fuji Speedway für die kontinuierliche und gute Zusammenarbeit bedanken“, sagte Gerhard Berger, 1. Vorsitzender des ITR e. V. „Unsere Zusammenarbeit funktioniert so gut, weil wir dieselben Werte teilen: Echter, guter Motorsport steht bei uns immer an erster Stelle. Das ist es, was wir unseren Fans sowohl in Europa als auch in Asien bieten möchten.“ In der DTM sind die Marken Aston Martin, Audi und BMW vertreten. In der SUPER-GT-Serie kommen Fahrzeuge von Honda, Nissan und Lexus zum Einsatz.

„Das ‚Dream Race‘ im November markiert einen weiteren Meilenstein in der Partnerschaft von GTA und ITR“, fuhr Berger fort. „2017 haben wir in Hockenheim und in Motegi die ersten gemeinsamen Demorunden von SUPER GT- und DTM-Fahrzeugen gesehen. Im vergangenen Jahr haben wir unser gemeinsames Technisches Reglement vorgestellt. Und in diesem Jahr werden wir erstmals Rennen miteinander austragen. Einen Vorgeschmack wird das DTM-Saisonfinale in Hockenheim bieten, wenn wir die drei Gaststarter von Honda, Nissan und Lexus willkommen heißen. Das ‚Dream Race‘ in Fuji wird dann der krönende Abschluss des Motorsport-Jahres 2019.“

„Die GTA ist mit der ITR seit 2010 über die Einführung gemeinsamer technischer Regularien in Gesprächen gewesen“, sagte Masaaki Bandoh, Vorsitzender des SUPER-GT-Dachverbandes GTA. „Es war ein langer und steiniger Weg, aber dank der gemeinsamen Anstrengungen waren wir in der Lage, 2017 in Hockenheim eine Demonstrationsfahrt durchzuführen, um den Menschen ‚CLASS 1‘ und SUPER GT näherzubringen. Sowohl die GTA als auch die ITR haben kontinuierlich zusammengearbeitet, um das ‚CLASS 1‘-Reglement zu erstellen. Auf Basis der gemeinsamen Überzeugung, dass das gleiche technische Reglement sowohl in Europa als auch in Asien etabliert werden kann, haben wir dann die Planungen vertieft und die Gespräche fortgeführt, um einheitliche Regularien einzuführen und Kosten zu reduzieren.“

„Wir sind sehr erfreut, dass wir eine auf dem ‚CLASS 1‘-Reglement basierende Rennveranstaltung in Japan ausrichten können“, fuhr Bandoh fort. „Wir möchten uns beim ITR-Vorsitzenden Berger und den Herstellern von Herzen bedanken. Es ist nun unser Anliegen, das gemeinsame technische Reglement weiterzuentwickeln, um die Unterstützung und das Verständnis von so vielen Herstellern wie möglich zu gewinnen.“

Die wichtigsten Fakten zum „Dream Race“ im Überblick:
  • Es werden zwei gleich lange Rennen über 55 Minuten plus eine Runde ausgetragen – eines am Samstag und eines am Sonntag. Gibt es eine Safety-Car-Phase, kann das Rennen, wie in der DTM, um bis zu drei Runden verlängert werden.
  • Wie in der DTM muss jeder Teilnehmer einen Pflicht-Boxenstopp absolvieren, bei dem alle vier Räder getauscht werden.
  • Nachtanken oder Fahrerwechsel sind untersagt.
  • Alle Teilnehmer starten auf den aus der DTM bekannten 2019er-Einheitsreifen „Ventus Race“ von Hankook.
  • Die in der DTM genutzten Systeme DRS (Drag Reduction System) und Push-to-pass kommen beim „Dream Race“ nicht zum Einsatz.
  • Zum Rahmenprogramm zählt ein Sprintrennen mit den Fahrzeugen der GT300-Kategorie der SUPER GT, der „kleinen Klasse“ mit GT3-Autos.
  • Der 4,563 Kilometer lange Fuji Speedway ist stets fester Bestandteil des SUPER-GT-Rennkalenders und war zuletzt in den Jahren 2007 und 2008 Schauplatz des japanischen Formel-1-Grand-Prix’.

Das SUPER-GT-Rennwochenende in Fuji markierte zudem den Beginn der heißen Vorbereitungsphase für das „Dream Race“. So begann am Samstag der offizielle Ticket-Vorverkauf in Japan. Ebenso wurde der Titelsponsor der Veranstaltung vorgestellt: AUTOBACS SEVEN betreibt eine der größten Ladenketten für Automobil-Teile und -Zubehör in Asien sowie Frankreich und ist bereits seit 22 Jahren Titelsponsor der SUPER GT. Weitere Sponsoren des „Dream Race“, die bislang feststehen, sind das Auktionshaus BHJ sowie Reifenlieferant Hankook.

Die genaue Anzahl der am „Dream Race“ teilnehmenden Fahrzeuge sowie die von den Herstellern nominierten Fahrer werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Freitag, 2. August 2019

Vorsprung in der DTM: mit TFSI-Power an der Spitze

  • Audi nach zehn Rennen Spitzenreiter aller drei Meisterschaften
  • Neuer Audi RS 5 DTM mit starker Zwischenbilanz
  • Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Rennen sind superspannend“

Der Audi RS 5 DTM scheint das Maß der Dinge in der aktuellen DTM-Saison
Foto: Jens Hawrda
Nach den ersten fünf Veranstaltungen der DTM-Saison 2019 stehen zwei Dinge fest: Die neuen Class-1-Rennwagen mit ihren über 610 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotoren sind Garant für packenden Motorsport. Und Audi hat mit dem RS 5 DTM aktuell einen Vorsprung auf die Konkurrenz in allen drei Meisterschaften.


„Der Schritt von den alten V8-Saugmotoren zu den modernen, hocheffizienten Vierzylinder-Turbomotoren hat sich für alle Beteiligten gelohnt“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir fahren nun Rennen mit einem Motorenkonzept, wie es bei Audi weltweit in vielen Serienmodellen und Leistungsstufen im Einsatz ist. Die Rennen sind superspannend und zum Teil unberechenbar. Unsere Fahrer schwärmen von den neuen Turbomotoren und auch das Feedback der Fans ist positiv. Dass Audi und BMW mit ihren neu entwickelten Rennwagen auf Anhieb so eng zusammenliegen, spricht für das Class-1-Reglement. Und Aston Martin hat als Späteinsteiger in sehr kurzer Zeit schon vielversprechende Ergebnisse erzielt.“

Nach zehn von achtzehn Saisonrennen ist Audi Spitzenreiter aller drei Meisterschaften. In der Fahrerwertung hat Tabellenführer René Rast 22 Punkte Vorsprung auf seinen Markenkollegen Nico Müller und 40 auf den besten BMW-Fahrer Marco Wittmann. In der Teamwertung führt das Audi Sport Team Rosberg vor dem Audi Sport Team Abt Sportsline, das Audi Sport Team Phoenix folgt auf Platz vier. Besonders groß ist der Vorsprung in der Herstellerwertung: Mit 576 Punkten liegt Audi deutlich vor BMW (406) und Aston Martin (37).

„Wir können mit der ersten Saisonhälfte sehr zufrieden sein“, sagt Andreas Roos, Projektleiter DTM bei Audi. „Vor allem, wenn wir sehen, wo wir aktuell in der Herstellerwertung stehen. Das ist ein guter Indikator für die Entwicklung und zeigt, dass wir ein sehr gutes Auto gebaut haben.“

Audi hat als erster Automobilhersteller bereits 2001 bei den 24 Stunden von Le Mans erfolgreich die Turboaufladung mit einer Benzindirekteinspritzung kombiniert und die TFSI-Technologie kurz darauf bei seinen Serienmodellen eingeführt. Heute ist die Benzindirekteinspritzung bei Audi in der Serie Standard bei allen Turbomotoren und ein wichtiges Instrument, den Flottenverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren.

Von der langjährigen Erfahrung mit der TFSI-Technologie profitieren nun auch die DTM-Piloten, deren Bilanz nach den ersten zehn Saisonrennen eindrucksvoll ist: fünf Siege, fünf Pole-Positions, sechs schnellste Runden und zwanzig von dreißig möglichen Podiumsplatzierungen gehen auf das Konto des intern „RC8“ bezeichneten Audi RS 5 DTM. Bei sieben der zehn Rennen startete mindestens ein Audi-Pilot aus der ersten Reihe, acht von zehn Rennen hat Audi in diesem Jahr angeführt. Alle sechs Audi-Werksfahrer liegen unter den besten neun der Fahrerwertung. Alle sechs standen schon mindestens einmal auf dem Podium.

Auch das neue Kundenteam WRT Team Audi Sport beweist die Leistungsfähigkeit des neuen Audi RS 5 DTM: Es holte schon bei sechs Rennen Punkte und startete mit Rookie Jonathan Aberdein bereits zweimal aus der ersten Reihe.

„Es ist schwierig zu sagen, wo unsere Stärken liegen“, sagt Andreas Roos. „Aus meiner Sicht ist das Gesamtpaket sehr gut. Da gehört der Motor genauso dazu wie die Aerodynamik, das Fahrwerk und das gesamte Fahrzeug. Als wir in die Saison gestartet sind, war die Entwicklung in puncto Haltbarkeit noch nicht ganz abgeschlossen. Doch mittlerweile haben wir alles ziemlich gut aussortiert.“

Tabellenführer René Rast sieht die Konstanz als größte Stärke: „Wir waren bisher auf jeder Strecke konkurrenzfähig. Seit Zolder stand ich in jedem Rennen in der ersten oder zweiten Startreihe – das zeigt, dass wir konstant schnell sind. Wie erwartet ist das Reifenmanagement wegen der höheren Motorleistung in diesem Jahr wichtiger geworden. Das ist abhängig von der Strecken- und der Außentemperatur. Den einen oder anderen Faktor kennen wir noch nicht. Das gilt es bei den nächsten Rennen besser zu verstehen.“

Dann klappt es vielleicht auch mit dem ersten Doppelsieg der neuen Turbo-Ära. „Bisher haben wir jedes Wochenende einmal BMW und einmal Audi als Sieger gesehen“, sagt Andreas Roos. „Wir würden gerne einmal Samstag und Sonntag gewinnen. Aber in der DTM kann an einem Wochenende einfach alles passieren. Das macht es so spannend.“

Mittwoch, 31. Juli 2019

Rallyestar Thierry Neuville startet in der ADAC TCR Germany

  • Der viermalige Vizeweltmeister fährt das VIP Auto des Hyundai Team Engstler
  • Neuville: ADAC TCR Germany als Teil der Vorbereitung auf die ADAC Rallye Deutschland
  • Der Belgier selbstbewusst: "Könnte für eine Überraschung sorgen" 

Thierry Neuville starten als Gast in der TCR Germany
Foto: ADAC-Motorsport
Prominenter Gaststarter in der ADAC TCR Germany: Rallyestar Thierry Neuville (31, Belgien) wird beim Rennwochenende auf dem Nürburgring (16. bis 18. August) das VIP Auto des Hyundai Team Engstler fahren. Für sein Gastspiel auf der Rundstrecke im Hyundai i30 N TCR hat sich der 31-Jährige einiges vorgenommen. "Ich freue mich auf dieser Herausforderung. Und ich denke, wir könnten für eine Überraschung sorgen. Ich hoffe zudem, dass ich etwas von der Rundstrecke mitnehmen kann, das mir bei den Asphaltrallyes helfen wird", sagt Neuville, der am darauffolgenden Wochenende bei der ADAC Rallye Deutschland im Saarland und den umliegenden Regionen starten wird. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, online sind die Läufe auf der Facebookseite der ADAC TCR Germany, auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen. 

Der viermalige Rallye-Vizeweltmeister überlässt nichts dem Zufall und bereitet sich intensiv vor. "Ich habe bereits jetzt nach meinen ersten Testrunden ein gutes Gefühl im Hyundai i30 N TCR, aber am Donnerstag vor dem Lauf auf dem Nürburgring werden wir dort noch einmal testen", sagt der Belgier: "Dann wird mich auch FIA-WTCR-Champion Gabriele Tarquini, der den Hyundai i30 N TCR mitentwickelt hat, unterstützen." Neuville weiß aber auch, dass "die anderen Fahrer in der ADAC TCR Germany alle Tourenwagen-Spezialisten" sind und es daher "schwierig wird, dort vorne mitzufahren".

Im 350 PS starken Hyundai i30 N TCR will sich der Belgier bestmöglich verkaufen. Ende Juli hatte er bereits einen ersten Test auf dem Nürburgring absolviert, dabei stand ihm Luca Engstler, der Vizemeister der ADAC TCR Germany 2018, zur Seite und gab ihm Tipps und Tricks. Anders als bei einem Rallyelauf geht es auf der Rundstrecke vor allem darum, "die immer wiederkehrenden Bremspunkte zu treffen", sagt Neuville: "Das ist eine große Herausforderung, auf die ich mich freue."

Thierry Neuville ist einer der aktuell besten Rallyefahrer und der erfolgreichste Pilot von Hyundai Motorsport in der Rallye-WM. Insgesamt hat er bisher elf WM-Läufe gewonnen, in dieser Saison triumphierte er auf Korsika und in Argentinien. Aktuell liegt er auf dem dritten WM-Rang, sieben Zähler hinter der Tabellenspitze.

Geboren wurde Neuville am 16. Juni 1988 in Sankt Vith, nur rund 15 Kilometer vom Grand-Prix-Kurs in Spa-Francorchamps entfernt. Entsprechend früh war er mit dem Motorsportvirus infiziert. "Als ich Kind war, sind wir oft nach Spa zur Formel 1 oder zum 24-Stunden-Rennen gefahren", erinnert sich Neuville. "Aber mir hat schon damals der Rallyesport mehr zugesagt. Wenn wir zu Rallyes gefahren sind, war meine Aufregung immer größer, weil es dort mehr Action gab. Ich wollte daher immer mal eine Rallye bestreiten."

Für Neuville geht es nach seinem TCR-Gastspiel Schlag auf Schlag weiter. Bereits in der Woche nach dem Nürburgring startet er bei der ADAC Rallye Deutschland (22. bis 25. August). Rund um den Bostalsee im Saarland, in den Moselweinbergen und auf den legendären Prüfungen des Truppenübungsplatzes Baumholder tritt der 31-Jährige beim deutschen WM-Lauf wieder im Hyundai i20 Coupe WRC an.

"Der Tourenwagen ist deutlich näher am Serienauto als das World Rally Car, das viel extremer ist", so Neuville zu den Unterschieden zwischen seinem Rallye-Wagen und dem TCR-Fahrzeug. "Aber beide Fahrzeuge machen sehr viel Spaß zu fahren und sind in ihrer Kategorie Gewinnerfahrzeuge. Das WRC hat Allradantrieb mit einem verstellbaren Mitteldifferenzial, rund 400 PS und eine speziellere Aerodynamik, während der Hyundai i30 N TCR weniger Leistung hat und ein Fronttriebler ist. Außerdem ist das Rallyeauto dafür entwickelt worden, dass es auf den unterschiedlichsten Belägen schnell ist - egal ob Schotter, Schnee oder Asphalt. Daher ist es ganz anders konzipiert als das Rundstreckenauto."

Jan Bühn fährt beim ersten Superbike-Lauf in Schleiz als Dritter auf das Podium

Jan Bühn  #45 vor Pepijn Bijsterboschh # 55
Foto: Jens Hawrda
Bei seinem erst dritten Rennen in dieser Saison fährt Jan Bühn aus dem badischen Kronau als Dritter in Schleiz auf das Podium. Der 28-jährige BMW-Pilot kam bei der fünften Veranstaltung zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf der 3,805 km langen Naturrennstrecke gleich bei den freien Trainings am Freitag sehr gut zurecht und war zweimal Zweiter sowie einmal Dritter. Auch im ersten Zeittraining konnte Jan Bühn seine Zeit nochmals verbessern und war mit nur 0,016 Sekunden Rückstand auf den drittplatzierten Marc Moser (Dieburg/Yamaha) Vierter. Im zweiten Qualifying am Mittag konnten sich die meisten Fahrer wegen den hohen Temperaturen nicht mehr verbessern und der Badener ging als Vierter aus der zweiten Startreihe in die Rennen. 

Jan hatte einen guten Start und lag hinter Julian Puffe auf dem zweiten Platz, doch dann wurde er vom Trainingsschnellsten Ilya Mikhalchik überholt. Die zwei Teamkollegen setzten sich ab und in der 13. Runde ging der Ukrainer an Puffe vorbei und feierte mit 1,357 Sekunden Vorsprung seinen fünften Saisonsieg. Jan Bühn hatte als Dritter beim 85. Internationalen Schleizer Dreieckrennen einen Rückstand von 14,128 Sekunden auf den Sieger und konnte sich knapp vor dem Niederländer Pepijn Bijsterbosch (BMW) durchsetzen. Nach dem Rennen war Jan Bühn überglücklich: „Es ist ein tolles Gefühl nach fast zwei Jahren wieder auf dem Podium zu stehen, das letzte Mal war es beim IDM-Finale in Hockenheim 2017. 

Auch für unser neues EGS-Team ist es super, nach Dominik Vincon dritten Platz in Zolder/Belgien ist es das zweite Podium für unser junges Team. Vielen Dank an das ganze EGS-Team, wir haben erneut einen super Job gemacht. Hier in Schleiz ist es schön auf dem Podium zu stehen, es sind immer sehr viele Zuschauer da. Vielen Dank auch an meinen Physio Heiko Peterlein, der mich hier am Wochenende in Schleiz betreut hat.“ 

Da sich die Startaufstellung für das zweite Rennen ändert, ging Jan Bühn als Siebter aus der dritten Startreihe ins Rennen. Erneut hatte der Supersport-Meister von 2015 einen guten Start und lag auf dem vierten Rang, doch dann viel er Runde um Runde zurück und holte am Ende mit dem elften Platz fünf Punkte. Mit dem Sieg im zweiten Lauf feierte Mikhalchik seinen ersten Doppelsieg in dieser Saison und bereits den sechsten Erfolg. Zweiter mit nur 0,663 Sekunden Rückstand wurde Lokalmatador Julian Puffe sowie Bijsterbosch. Jan Bühn hatte als Elfter einen Rückstand von 37,125 Sekunden auf den Sieger. "Der Start war erneut super, aber ich habe nach ein paar Runden gleich gemerkt, dass die Kraft und auch das Gefühl in der rechten Hand nachlässt. Ich war körperlich am Limit und habe dann einige Plätze verloren. Danach habe ich das Rennen nur noch verwaltet und wollte noch ein paar Punkte mitnehmen. Die Hand war durch die ganzen Anstrengungen überlastet und wurde dann auch dick. Ich bin jetzt bei ca. 80 % und hoffe, dass ich bei den letzten zwei Veranstaltungen in Assen (8. September) und bei meinem Heimrennen in Hockenheim am 29. September ganz fit bin. Die Hand wird aber von Tag zu Tag besser, zu Hause gehe ich auch gleich wieder zur Physio", sagte der Badener. 

Pech hatte sein 25-jähriger Teamkollegen vom EGS-Moto-Racing Team Tim Eby aus Blumberg, der wegen Rückenschmerzen auf beide Rennen am Sonntag verzichtete. Eby war bei der letzten Veranstaltung auf dem Nürburgring gestürzt und konnte in Schleiz jeweils nur ein paar Runden im Training fahren. „Da die Schmerzen am Sonntag zu stark waren, habe ich auf den Start verzichtet. Ich werde mich diese Woche nochmals beim Arzt durchchecken lassen“, meinte der enttäuschte Schwarzwälder. Sehr gefreut hat sich auch Sponsor Robert Eby: "Ich freue mich riesig, daß Jan trotz seiner schweren Verletzung gleich im dritten Rennen auf das Podium fährt. Er hat für das EGS-Team so viel Zeit und Kraft investiert und jetzt wurde er für den ganzen Aufwand belohnt. Leider konnte Tim wegen den Rückenschmerzen nicht starten."

Text: Michael Sonnick