Montag, 9. Mai 2016

DTM: Timo Glock nachträglich disqualifiziert

Timo Glock nach dem rennen disqualifiziert
Foto: Jens Hawrda
Runde vier Stunden nachdem Timo Glock seinen zweiten Platz im Sonntagsrennen feiern konnte, wurde der ehemalige Formel-1 Pilot disqualifiziert. Bei der technischen Nachuntersuchung wurde an seinem BMW M4 DTM ein Verstoß gegen Artikel 3.7 (Maßgenauigkeit des Konturverlaufs) des technischen Reglements festgestellt. Die Position des Heckdeckels an Glocks Fahrzeug entsprach nicht den Vorgaben, er war letztendlich 1,923 Millimeter außerhalb der Toleranz.

Es geht halt nicht nur auf der Strecke um tausendstel Sekunden, sondern neben der Strecke um Milimeter. Das ist Schade, aber das Regelement muss eingehalten werden. Letztlich spiegelt die Diqualifikation aber in keinster Weise die sportliche Leistung von Timo Glock wieder. Für die Fans ist es auch Schade, das es immer wieder vorkommt, das das Klassement, welches sie nach dem Rennen sehen, Stunden später ein anderes ist. 

Hinter Sieger Paul Di Resta (Mercedes-Benz) folgen so Augusto Farfus und Maxime Martin (beide BMW) auf den Plätzen zwei und drei.

Superbike*IDM: Erster Sieg für Marvin Fritz (Yamaha)

erster Superbikesieg für Marvin Fritz
Foto: Jens Hawrda
Auf dem Nürburgring ging es zum zweiten Mal in dieser Saison in die Superpole. Während am Freitag und im ersten Quali noch stets Mathieu Gines die Nase vorne hatte, war es im Abschlusstraining IDM Superbike-Neueinsteiger Marvin Fritz, der sich noch auf den letzten Metern am Franzosen vorbei schob. Luca Grünwald und Max Neukirchner rutschten mit ihrer Vormittagszeit in die Superpole, sie konnten im Abschlusstraining nicht mehr zulegen.
Neukirchner war im zweiten Quali gestürzt und seine Yamaha war ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Damit gingen zum ersten Lauf auf dem Nürburgring Mathieu Gines (BMW), Marvin Fritz (Yamaha) und Jan Halbich (Honda) aus der ersten Startreihe ins Rennen.

Marvin Fritz beendete die erste Runde als Führender, dahinter Gines und Max Neukirchner, aber bereits bereits eine Runde später übernahm Gines die Führung und setzte sich etwas ab.
Die Führung büßte er aber wieder ein, da er für einen Frühstart eine Durchfahrtsstrafe erhielt. Damit übernahm Marvin Fritz (Yamaha) die Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich auch Max Neukirchner von Startplatz neun auf Platz drei vorgekämpft.

Schließlich siegte Marvin Fritz vor Max Neukirchner und Florian Alt (alle Yamaha). Gines wurde im Superbikefeld schließlich noch Fünfter.

Sonntag, 8. Mai 2016

DTM Paul Di Resta setzt Pole in Sieg um

Erster Saisonsieg für das Mercedes-AMG DTM Team beim Heimrennen in Hockenheim: Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) gewann den zweiten Saisonlauf der DTM vor 78.500 Zuschauern am Wochenende. Für den Meister von 2010 waren es der siebte Sieg und der 25. Podestplatz in seiner DTM-Karriere.
nach Pole der Sieg für Paul Di Resta
Foto: Mercedes-Motorsport
Gary Paffett (EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM) startete von Position drei und lag nach seinem Boxenstopp in Schlagdistanz zum Führenden Paul Di Resta. Der Champion des Jahres 2005 erhielt jedoch eine Durchfahrtsstrafe für ein „Unsafe Release“ bei seinem Boxenstopp. Dadurch fiel er aus den Top-10 heraus und verlor seine Chance auf einen Zweikampf gegen Di Resta sowie einen möglichen Podestplatz. Danach kämpfte sich Paffett mit einer starken Leistung wieder bis auf Platz fünf nach vorne.
 
Statt Paffett durften jedoch die beiden BMW-Piloten Timo Glock und Augusto Farfus Champagner versprühen. „Es war ein extrem schweres und langes Rennen. Umso glückliche bin ich, dass alles gut gegangen ist“, sagte ein erleichterter Glock, der nach seinem frühen Ausfall am Samstag den fünften Podiumsplatz seiner DTM-Karriere feierte. „Ich habe gar nicht gedacht, dass ich an Augusto noch rankommen könnte. Als er dann vor mir war, hatte ich einen Schuss – und der hat gesessen.“
 
Trotz dieser Aktion war auch Farfus mit seiner Platzierung hochzufrieden. „Natürlich fahre ich, um ganz oben zu stehen. Aber heute war die Zeit dafür noch nicht reif. Timo hat einfach einen vorzüglichen Job gemacht, das Team BMW kann sehr stolz sein“, sagte Farfus. „Am ersten Rennwochenende einen dritten Platz zu holen ist großartig. Ein hervorragender Start – aber in Zukunft möchte ich noch zwei Stufen höher klettern.“ Hinter Farfus komplettierten Martin (Platz 4), Tom Blomqvist (Platz 7), Marco Wittmann (Platz 9) und Martin Tomczyk (Platz 10) ein starkes BMW-Mannschaftsergebnis.
 
Der Kanadier Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM) fuhr nach seinem zweiten Platz aus dem ersten Rennen am Samstag auch am Sonntag in die Punkteränge. Er überquerte die Ziellinie nach 37 Runden als Sechster. Nico Müller, der am Samstag mit Rang drei seinen ersten Podiumsplatz feierte, beendete das Sonntagsrennen als bester Audi-Pilot auf dem achten Platz.
 

DTM: Paul Di Resta (Mercedes) holt Pole fürs zweite Rennen

Pole für Paul Di Resta (Mercedes) im zweiten Rennen
Foto: Mercedes-Motorsport
Die große Überraschung im Zeittraining zum zweiten Rennen: Die ersten vier Startreihen teilen sich die BMW-Fahrer jeweils mit einem Fahrer von Mercedes-Benz. Neben Paul Di Resta, der die Bestzeit mit 1:34,060 Minuten bereits früh im Qualifyings setzte, steht im zweiten DTM-Saisonrennen Augusto Farfus in der ersten Startreihe auf Platz zwei. Dahinter teilen sich Gary Paffett und Maxime Martin die zweite Reihe. Damit zeigte sich vor allem BMW ganz stark.

Für Audi hingegen, gestern noch die großen Favoriten, lief es  heute nicht so gut. Nach dem Sieg von Edoardo Mortara im Samstagsrennen und Platz drei von Nico Müller wird es für die Ingolstädter heute schwer, denn der bestplatzierte Audi-Pilot ist Jamie Green auf Startplatz elf.

Samstag, 7. Mai 2016

DTM: Edoardo Mortara (Audi) erster DTM-Sieger 2016

Edoardo Mortara (Audi) siegt im ersten Saisonrennen
Foto: DTM-Media
Edoardo Mortara heißt der erste Sieger der DTM-Saison 2016. Der Italiener aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline behielt beim hitzigen Saisonauftakt der DTM einen kühlen Kopf und bescherte Audi Sport den sechsten DTM-Triumph in Folge auf dem Hockenheimring. Der Audi RS 5 DTM bleibt in der DTM das Auto, das es zu schlagen gilt. Mit vier Autos auf den ersten fünf Startplätzen hatte sich Audi Sport bereits im Zeittraining eine optimale Ausgangsposition für das erste Rennen des Jahres erarbeitet. Youngster Nico Müller glänzte im Playboy Audi RS 5 DTM mit der ersten Pole-Position seiner jungen Karriere und einem ungewöhnlich großen Vorsprung von mehr als zwei Zehntelsekunden. Edoardo Mortara im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM sorgte dafür, dass zwei Audi-Piloten aus der ersten Reihe starteten.
 
Bei Temperaturen um 28 °C ging es vor allem die Anfangsphase des Rennens heiß her: In bester Tourenwagen-Manier wurde um jede Position gekämpft – nicht immer ohne Blessuren. Von den 24 gestarteten Fahrzeugen sahen nach 25 Runden 16 die Zielflagge. Zu den prominentesten Ausfällen gehören Timo Scheider und Timo Glock, für die das Rennen bereits nach der ersten (Scheider) und zweiten (Glock) Runde vorzeitig beendet war. Auch für Mike Rockenfeller, der sein 100. DTM-Rennen fuhr, war der Auftakt vorzeitig vorbei.
 
Die Vorentscheidung fiel dann bereits auf den ersten Metern: Während Mortara auf der Innenseite ein optimaler Start gelang, kam Müller nicht ganz perfekt von der Linie weg. Der Schweizer fiel zunächst auf Platz zwei und später hinter Robert Wickens (Mercedes-Benz) auf den dritten Rang zurück, den er bis ins Ziel verteidigte und damit sein Saisonziel – das erste Podium in der DTM – schon im ersten Rennen des Jahres erreichte.
 
Edoardo Mortara gelang es, sich an der Spitze gleich etwas abzusetzen und seinen Vorsprung trotz mehrerer Gelbphasen in einem hektischen Rennen auf etwas mehr als zwei Sekunden auszubauen. Anschließend kontrollierte er das Tempo und fuhr souverän seinen insgesamt vierten DTM-Sieg nach Hause. „Ein Traumergebnis“, sagte der Audi-Pilot. „Ich freue mich sehr für das ganze Team und meinen neuen Renningenieur Nicola Palarchi. Ich bin gesundheitlich etwas angeschlagen. Umso toller ist dieser Erfolg. Mein Audi RS 5 DTM war heute einfach perfekt.“
 
Mit Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM) auf Platz neun und Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM) auf Platz zehn sammelten alle vier Piloten des Audi Sport Team Abt Sportsline am Samstag Punkte. Ekström und Molina waren fast das ganze Rennen über in wilde Positionskämpfe verwickelt, bei denen vor allem Ekströms Auto stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.