Dienstag, 3. November 2015

Miguel Molina bestreitet 24 Stunden Hamburg

Miguel Molina bestreitet auch dieses Jahr die 24h von Hamburg
Foto: Audi-Motorsport
Abstecher zur Rallye Spanien, Triathlon-Teilnahme, Halloween-Party, Besuch bei den Audi Awards in Barcelona: Miguel Molina wurde es seit dem DTM-Finale in Hockenheim nicht langweilig. Und am Wochenende des 14./15. November steht für den spanischen Audi-Werksfahrer ein weiterer Sondereinsatz auf dem Programm: Mit einem Audi R8 LMS im Maßstab 1:24 bestreitet er zum zweiten Mal die 24 Stunden Hamburg für Slotcars. Einer seiner Teamkollegen ist der fünfmalige Le-Mans-Sieger Frank Biela. „Nach Platz zwei im Vorjahr kann unser Ziel in diesem Jahr nur der Sieg sein“, so Molina. „Aber die Konkurrenz ist stark.“

Montag, 26. Oktober 2015

DTM: BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt im Interview

Die DTM-Saison 2015 ist Geschichte – und BMW konnte beim großen Finale in Hockenheim (DE) die nötigen Punkte sammeln, um sich den hart umkämpften Herstellertitel zu sichern. Mit fünf Siegen, 19 Podestplätzen und sieben Polepositions sorgten die acht BMW DTM-Piloten im Saisonverlauf für zahlreiche Highlights. Im Interview spricht BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt über die vergangenen 18 Rennen, die Bedeutung des Herstellertitels für BMW und die für ihn persönlich herausragenden Momente der Saison.
BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt
Foto: BMW-Motorsport
Herr Marquardt, BMW ist der erfolgreichste Hersteller der DTM-Saison 2015. Wie stolz sind Sie auf Ihre Mannschaft?

Jens Marquardt: „Natürlich bin ich sehr stolz auf jeden Einzelnen – ganz gleich ob bei BMW Motorsport oder in unseren vier Teams. Für uns ist der Herstellertitel von großer Bedeutung. Trotz schwieriger Bedingungen haben wir uns erneut gegen unsere direkten Wettbewerber aus dem Premium-Segment durchgesetzt und gezeigt, dass man im Motorsport für seinen Kampfgeist belohnt wird. Zu Beginn der Saison hatte es aus unterschiedlichen Gründen nicht unbedingt danach ausgesehen, dass wir ein erfolgreiches DTM-Jahr haben würden. Dann konnten wir uns aber steigern und den Rückstand auf unsere Konkurrenten aufholen. Das war eine echte Energieleistung.“

Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Marquardt: „Das waren eindeutig unsere Geschlossenheit und unsere Effizienz. Wenn sich uns die Chance geboten hat, an einem Rennwochenende Top-Ergebnisse einzufahren, dann haben wir sie eiskalt genutzt – und das nicht nur mit einem oder zwei Fahrern, sondern als gesamte Mannschaft. Nur so war es möglich, einen historischen Erfolg wie den Siebenfachsieg in Zandvoort zu feiern. Genau das war vor der Saison unser Ziel: Unser Gesamtpaket sollte möglichst vielen Fahrern die Möglichkeit geben, um Siege zu kämpfen. Das hat wunderbar funktioniert – und uns den Herstellertitel eingebracht.“

Fünf verschiedene Sieger im BMW M4 DTM, das hat es seit dem DTM-Comeback 2012 noch nicht gegeben...

Marquardt: „Ganz richtig. Und das zeigt, auf welch hohem Niveau und wie ausgeglichen unsere Piloten in dieser Saison unterwegs gewesen sind. Marco Wittmann, Timo Glock, António Félix da Costa, Maxime Martin und unser Rookie Tom Blomqvist: Sie alle haben sich ihre Siege mit fehlerfreien Leistungen absolut verdient. Bruno Spengler und Augusto Farfus haben zahlreiche Podestplätze gesammelt. Martin Tomczyk hatte mehr als einmal Pech, konnte jedoch einmal mehr mit großem Kämpferherz für einige besondere Momente sorgen. Ich bin mit unseren Fahrern in dieser Saison rundum zufrieden.“

Sieben Titel in vier Jahren: Was ist das Rezept für eine solche Konstanz?

Marquardt: „Es ist in der Tat so, dass wir bisher in jedem Jahr nach unserem Comeback 2012 mindestens einen Titel erringen konnten. Diese Konstanz zeigt einfach, wie gut und hart alle Beteiligten an diesem Projekt arbeiten. Die DTM ist so hart umkämpft, dass man nicht erwarten kann, in jedem Rennen ganz oben zu stehen. Vielmehr muss man alle noch so kleinen Stellschrauben im Blick behalten und optimieren, um dann, wenn sich die Gelegenheit bietet, maximale Punkte zu sammeln. Das ist uns seit 2012 regelmäßig sehr gut gelungen.“

Die Saison bot auch zahlreiche kontroverse Szenen. Wie haben Sie diese Momente wahrgenommen?

Marquardt: „Das stimmt, 2015 haben die Zuschauer in der DTM besonders viel Action erlebt – und dabei wurde in bestimmten Situationen in punkto Sportlichkeit und Fairness der Bogen überspannt. Ich bin glücklich darüber, dass wir dabei eher in der Zuschauerrolle zu finden waren. Wir haben den Fans spannenden und fairen Rennsport geboten. Jeder Fahrer hat für seine eigenen Erfolge gekämpft – und in der Summe hat uns diese Herangehensweise den Herstellertitel eingebracht.“

Freitag, 23. Oktober 2015

DTM: Daniel Juncadella: Mit dem TEAM SPORT FOR GOOD zum Ironman 2016 nach Hawaii

  • Daniel Juncadella (PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM) neuestes Mitglied im TEAM SPORT FOR GOOD
  • Gemeinsame Vorbereitung mit Triathlet Timo Bracht auf die Ironman Weltmeisterschaft 2016 auf Hawaii
  • Mercedes-Benz ist in der Saison 2015 Automobilpartner für das Triathlon TEAM SPORT FOR GOOD
  • Athleten bekommen V-Klasse Fahrzeuge für Training und Wettbewerbe gestellt und gehen mit dem Stern auf dem Trikot an den Start
  • TEAM SPORT FOR GOOD unterstützt die Laureus Sport for Good Stiftung
Daniel Juncadella
Foto: Mercedes-Motorsport

Mercedes-AMG DTM-Pilot Daniel Juncadella (PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM) ist seit dem DTM-Finale in Hockenheim stolzes Mitglied des TEAM SPORT FOR GOOD. Im Rahmen des letzten Rennwochenendes der Saison 2015 überreichte der Triathlet Timo Bracht dem Spanier in dessen Box symbolisch ein Team-Trikot und nahm ihn damit in seine Mannschaft auf.

Der DTM-Pilot und Hobby-Triathlet geht künftig bei seinen Wettkämpfen im Namen des TEAM SPORT FOR GOOD an den Start und wird mit diesem Fundraising- und Social Media-Aktionen durchführen. Juncadellas Ziel ist es, sich gemeinsam mit Bracht auf einen Start bei der Ironman Weltmeisterschaft 2016 auf Hawaii vorzubereiten.

Das TEAM SPORT FOR GOOD rund um den 9-fachen Ironmansieger Timo Bracht unterstützt die Laureus Sport for Good Stiftung, die mit Hilfe des Sports soziale Probleme bekämpft und benachteiligten Kindern und Jugendlichen hilft. Das Profiteam betreibt über gezielte Aktionen Fundraising für einen guten Zweck. Mercedes-Benz ist Automobilpartner des Teams und unterstützt die Athleten unter anderem mit neuen V-Klasse Fahrzeugen. Auch Juncadellas Mercedes-AMG DTM-Teamkollege Gary Paffett unterstützt die Laureus Sport for Good Stiftung seit dieser Saison als Botschafter.

Dienstag, 20. Oktober 2015

DTM: Nachgefragt bei … Jamie Green

Nach Siegen ist Jamie Green mit vier Erfolgen der erfolgreichste Pilot im Fahrerfeld der DTM-Saison 2015. Der Vize-Champion im Interview.
Jamie Green gewinnt letztes Saisonrennen
Foto: Audi-Motorsport
Eine Frage können nur Sie beantworten: Wie fühlt es sich an, beim letzten Rennen der Saison als Sieger über die Ziellinie zu fahren, begleitet von einem großen Feuerwerk?

Jamie Green: Das Finale zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes. So viele Zuschauer im Motodrom, Raketen und Böller, dann die karierte Flagge – das gibt es bei keinem anderen Rennen. Für diese Momente lebe ich als Rennfahrer. Das Foto wird auf jeden Fall in einen Rahmen kommen und einen schönen Platz bei mir finden.

2015 war Ihr erfolgreichstes Jahr, seit Sie in der DTM sind. Was war in dieser Saison anders oder besonders?

Jamie Green: Es ist kein einzelner Faktor. Audi, das Auto, das Team Rosberg – all diese Bausteine waren in diesem Jahr ein nahezu perfektes Paket. Einen speziellen Punkt zu nennen würde der Sache nicht gerecht werden. Also kein Zauber, sondern gute Leute und harte Arbeit.
Jamie Green vier Saisonsiege und Vizemeister 2015
Foto: Jens Hawrda
Sie haben vier Rennen gewonnen, so viele wie kein anderer Pilot im Feld. Wie hart ist es, am Ende trotzdem „nur“ Vizemeister zu sein?

Jamie Green: So denke ich nicht, auch wenn das bei zehn Siegen für Audi vielleicht naheliegt. Ich analysiere immer Rennen für Rennen und frage mich: Habe ich einen guten Job gemacht? War es mein Fehler, dass ich nicht mehr Punkte geholt habe? Was ist schiefgelaufen?

Und wie fällt die Analyse aus?

Jamie Green: Fast schon ein bisschen komisch, wenn es nicht so hart wäre: Die technischen Schwierigkeiten an meinem Auto kamen nur, wenn ich vorn dabei war. Mein Getriebe ging nicht kaputt, als ich im Regen irgendwo hinten herumgerutscht bin, sondern als ich im Trockenen geführt habe. Als ich im Mai beim zweiten Rennen in Hockenheim auf Platz 17 gestartet bin, hat meine Feststellbremse funktioniert – aber nicht, als ich am Nürburgring auf Platz drei stand.

Wie sehen die nächsten Wochen des Vizemeisters aus?

Jamie Green: Wir verbringen erst eine Woche nach England, weil mein Sohn noch eine Woche Ferien hat. Dann geht es zurück nach Monaco, wenn die Schule wieder startet. Natürlich werde ich ein bisschen zur Ruhe kommen, aber dann wird der Trainingsplan aufgestellt und es geht ab Mitte November auf dem Fahrrad durch die Berge. Ich möchte nächstes Jahr noch stärker zurückkommen.

DTM: Zanardi mit Spengler im BMW M4 DTM Renntaxi unterwegs

Ungewohnte Rolle für BMW DTM-Werksfahrer Bruno Spengler (CA): Zu Beginn des DTM-Rennwochenendes auf dem Hockenheimring (DE) nahm er nicht hinter dem Steuer, sondern auf dem Beifahrersitz Platz. Am Freitag war Spengler Passagier im BMW M4 DTM Renntaxi, pilotiert von BMW Werksfahrer Alessandro Zanardi (IT). Die beiden sind ein eingespieltes Team, seit sie in diesem Jahr gemeinsam mit Timo Glock (DE) bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BE) angetreten sind.
Bruno Spengler als Beifahrer bei Alessandro Zanardi
Foto: BMW-Motorsport
„Es hat riesigen Spaß gemacht. Zunächst war es komisch, nicht selbst zu fahren. In den ersten Kurven habe ich instinktiv mitgebremst. Aber ich hatte vollstes Vertrauen in Alex. Er hat richtig Gas gegeben, und als ich ausgestiegen bin, hatte ich ein breites Lächeln im Gesicht. Für mich als Rennfahrer war es mal etwas ganz anderes, aber ein wirklich tolles Erlebnis“, sagte Spengler.
Alessandro Zanardi fuhr in Hockenheim das BMW-Renntaxi
Foto: BMW-Motorsport
Auch Zanardi hatte bei den gemeinsamen Runden viel Spaß. „Ich kenne die Strecke zwar aus der Vergangenheit, doch ich musste mich erst wieder damit vertraut machen. Zudem waren die Reifen am Anfang noch kalt. Deshalb konnte ich nicht sofort voll attackieren und Bruno nicht so viel Angst einjagen, wie ich mir vorgenommen hatte“, meinte Zanardi. „Als wir das erste Mal auf die Spitzkehre zufuhren, konnte ich sehen, wie Bruno auf seiner Seite nach einem Bremspedal suchte. Ich kann mir vorstellen, dass es für einen Rennfahrer schwierig ist, einfach passiv daneben zu sitzen und die Dinge nicht selbst kontrollieren zu können. Doch dann wurde er zunehmend entspannter und wir hatten beide großen Spaß. Es war toll, mit dem Renntaxi auf die Strecke zu gehen. Ich habe in meiner Karriere schon viele Rennwagen gefahren, aber der BMW M4 DTM ist wirklich fantastisch und eines der Fahrzeuge, das im Cockpit am meisten Spaß macht. Es war großartig.“ Zanardi pilotierte im Verlauf des Wochenendes außerdem zahlreiche Gäste und Medienvertreter.