Freitag, 2. Oktober 2015

ADAC GT Masters: News vor dem Finale in Hockenheim

  • Limitierte Zusatztickets für den Zugang zur Startaufstellung
  • Neue Teamkollegen für Assenheimer und Bachler
  • Action für Fans: Autogrammstunde, Pit-Walk, Fan-Boxen, Videowall
  • Neue ADAC TCR Germany stellt sich vor
Foto: Jens Hawrda
Neue Fahrer, viel Action für Fans und die Titelentscheidung in allen drei Wertungen: Das ADAC GT Masters-Finale in Hockenheim bietet am kommenden Wochenende viele Highlights. Hier die aktuelle News vor den beiden titelentscheidenden Finalrennen:

Matchball für Ludwig/Asch:
Hochspannung herrscht beim ADAC GT Masters in Hockenheim schon am Samstag. Die Tabellenführer Luca Ludwig und Sebastian Asch haben am Samstag bereits den ersten Matchball. Verlieren die Mercedes-Benz-Piloten im ersten Lauf nicht mehr als fünf Punkte auf Verfolger Dominik Baumann, ist ihnen der Titel nicht mehr zu nehmen.

Neue Teamchampions:
Eines steht bereits vor dem Finale fest: In der Teamwertung gibt es einen neuen Champion. Welche Mannschaft das beste Team im ADAC GT Masters 2015 ist, entscheidet sich in einem Dreikampf zwischen dem Team Zakspeed, dem BMW Sports Trophy Team Schubert und GW IT Racing Team Schütz Motorsport. Bisher sind alle drei Teams noch ohne Titelgewinn im ADAC GT Masters.

Finale live bei SPORT1:
Die beiden Finalrennen des ADAC GT Masters sind Samstag und Sonntag live und in voller Länge ab 13:00 Uhr bei SPORT1 zu sehen. Online werden die Finalläufe im kostenlosen Livestream auf www.adac.de/motorsport gezeigt . SPORT1 überträgt auch alle drei Finalrennen der ADAC Formel 4 aus Hockenheim am Samstag und Sonntag live

Neuer Teamkollege für Assenheimer:
Patrick Assenheimer startet bei seinem Heimspiel in der Corvette von Callaway Competition mit einem neuen Teamkollegen. Da Diego Alessi am Finalwochenende verhindert ist, springt Andreas Simonsen für den Italiener ein. Simonsen fuhr bei einigen Rennen in diesem Jahr bereits im Mercedes-Benz SLS AMG von HP Racing, seinen Platz dort übernimmt beim Finale DTM-Rekordchampion Bernd Schneider.

Comeback für Engelhart:
Pünktlich zum Finale ist Christian Engelhart zurück im ADAC GT Masters und unterstützt Klaus Bachler im Porsche 911 im Titelkampf. Mit dem Österreicher fuhr Engelhart beim Saisonstart zum Sieg, anschließend startete Bachler mit Philipp Eng und Martin Ragginger. Aufgrund einer Terminüberschneidung von Ragginger kehrt nun Engelhart zurück.

Drei neue BMW-Piloten:
Neben DTM-Star Bruno Spengler debütieren noch zwei weitere Fahrer in Hockenheim in einem BMW Z4. Bei Senkyr Motorsport teilt sich Michael Joos einen BMW mit Lennart Marioneck. Im Z4 des BMW Sports Trophy Team Schubert startet Niklas Mackschin an der Seite von Claudia Hürtgen.

ADAC TCR Germany stellt sich vor:
Im kommenden Jahr geht die ADAC TCR Germany an den Start. Einen Ausblick auf die neue Tourenwagenserie gibt es bereits am Wochenende in Hockenheim. Neben der Greschbachhalle in Fahrerlager sind ein Honda Civic, Subaru Impreza, Seat Leon und Volkswagen Golf aus der neuen Serie ausgestellt.

Grid-Walk-Tickets:
Frühes Aufstehen lohnt sich – am Samstag und Sonntag werden an der Tageskasse in Hockenheim jeweils 100 Zusatztickets für den Zugang der Startaufstellung verkauft. Die streng limitierten Tickets zum Preis von 20 Euro sind ausschliesslich an den Tageskassen erhältlich.

Pit-Walk:
Pflichttermin für Fans ist der Pit-Walk. Am Samstag und Sonntag ist die Boxengasse jeweils von 11:10 bis 11:40 Uhr für Fans geöffnet. Für Fans neben der Autogrammstunde „Meet the Drivers“ (Samstag, ab 15:30 Uhr vor der Greschbachhalle im Fahrer) eine gute Gelegenheit mit den Stars und den Supersportwagen aus dem ADAC GT Masters auf Tuchfühlung zu gehen.

Volle Action:
Fans auf der Südtribüne verpassen am Wochenende keine Sekunde Rennaction. Gegenüber der Südtribüne werden die Rennen auf einer großen Videowall übertragen.

Ganz nah dran:
Einen tiefen Einblick in die „Liga der Supersportwagen“ bekommen Fans in Hockenheim in den „Fanboxen“. In zwei eigens dafür reservierten Boxen haben Besucher einen ungehinderten Blick in die Boxengasse und können den Teams in den angrenzenden Boxen bei der Arbeit zusehen. Die beiden „Fanboxen“ in Hockenheim sind zwischen den Boxen von RWT Racing und kfzteile24 MS RACING sowie zwischen Senkyr Motorsport und GW IT Racing Team Schütz Motorsport. Der Zugang zu den Fanboxen ist kostenlos.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Showdown in Hockenheim: Dreikampf um ADAC GT Masters-Titel

  • Mercedes-Benz-, BMW- und Porsche-Fahrer kämpfen um den Titel
  • Titelentscheidungen in allen drei Wertungen fallen am Finalwochenende
  • ADAC GT Masters-Premiere für Ex-DTM-Champion Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Zwei Heißsporne aus Österreich kämpfen mit Söhnen von zwei deutschen Rennfahrerlegenden um den Titel im ADAC GT Masters: So lautet die Ausgangslage vor dem spannenden Finale der „Liga der Supersportwagen“ am Wochenende (2. bis 4. Oktober) in Hockenheim. Vor dem Finale liegen Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/Team Zakspeed) im Mercedes-Benz SLS AMG mit 31 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze vor Verfolger Dominik Baumann (22, A/BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4. Der Österreicher bekommt von BMW im Titelkampf prominente Verstärkung. Da Stamm-Teammkollege Jens Klingmann (26, Leimen) das Finale aufgrund einer Terminüberschneidung auslassen muß, unterstützt Ex-DTM-Champion Bruno Spengler (32, CA) Baumann in Hockenheim. Mit Außenseiterchance kommt Klaus Bachler (24, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche 911 zum Finale. Der Tabellendritte hat 37 Punkte Rückstand und will mit Unterstützung von Martin Ragginger (27, A) die Fahrerwertung noch zu seinen Gunsten drehen. In den beiden Finalrennen werden für die Siege insgesamt noch 50 Punkte vergeben. Spannung herrscht vor dem Finale auch noch in der Team- und Gentlemen-Wertung, die ebenfalls erst in Hockenheim entschieden werden. SPORT1 überträgt die beiden Finalrennen aus Hockenheim am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live und in voller Länge.

Asch will ADAC GT Masters-Geschichte schreiben


Asch könnte in Hockenheim ADAC GT Masters-Geschichte schreiben. Der Champion von 2012 hat die Chance, als erster Fahrer zwei Mal die Fahrerwertung des ADAC GT Masters zu gewinnen. „Unser Vorsprung ist mit 31 Punkten solide, aber zuletzt in Zandvoort haben wir gesehen, wie schnell man einen Vorsprung auch wieder verlieren kann“, sagt der Sohn von Tourenwagenlegende Roland Asch. „In Hockenheim kann noch alles passieren, es kann sich noch schnell drehen. 2012 habe ich den Titel in einem dramatischen Finale gewonnen, damals waren wir vor dem letzten Rennwochenende Dritte.“

Ludwig teilt die Meinung seines Teamkollegen und ist aber ebenso fest entschlossen, den Titel in Hockenheim einzufahren. „Wir haben die Saison geprägt und mit uns wird man auch beim Finale rechnen müssen. Von der Papierform sieht es gut aus und im vergangenen Jahr hatte ich in Hockenheim mit einer Pole und langer Führung einen guten Auftritt. Ich will diesen Titel unbedingt.“

Baumann kennt die Situation des Verfolgers vor dem Finale nur zu gut. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatte er vor dem Finale Titelchancen und nimmt die Situation daher gelassen. Baumann: „Ich versuche vor dem Finale entspannt zu bleiben. Realistisch gesehen ist es nicht einfach diesen großen Vorsprung aufzuholen, denn der Mercedes-Benz wird in Hockenheim schnell sein.“ An der Seite von Baumann gibt DTM-Star Spengler sein Debüt im ADAC GT Masters. Erstmals startet mit dem Kanadier ein aktiver DTM-Pilot in der „Liga der Supersportwagen“.

Als Dritter mit 37 Punkten will Bachler die Fahrerwertung in Hockenheim noch drehen. Das dieses Vorhaben nicht unmöglich ist, bewies sein Team GW IT Racing Schütz Motorsport zuletzt im vergangenen Jahr, als die Mannschaft aus dem nahen Bobenheim-Roxheim mit 37 Punkten Rückstand in das Finalwochenende startete und auf Titelkurs lag, ehe ein missglückter Boxenstopp die Titelträume beendete.

Nicht nur der Dreikampf zwischen den Mercedes-Benz, BMW und Porsche sorgt für Spannung in Hockenheim. Bentley brennt nach guter Leistung in der zweiten Saisonhälfte ebenso auf einen weiteren Sieg wie die starken Audi-Teams kfzteile24 MS RACING, C.Abt Racing und YACO Racing, die drei von zuletzt sechs Läufen gewannen. Angreifen wollen auch die Hockenheim-Doppelsieger aus 2014, Lokalmatador Andreas Wirth (30, Heidelberg) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition). Die Corvette-Piloten sind noch ohne Saisonsieg und wollen beim Heimspiel von Callaway ihre Corvette würdig verabschieden. Die Corvette wird in der Saison 2016 von dem neuen Modell C7 abgelöst, das beim ADAC GT Masters in Hockenheim seine Weltpremiere feiert.

Enger Dreikampf in der Team- und Gentlemen-Wertung

Spannend ist beim Finale in Hockenheim nicht nur der Kampf um die Fahrerwertung: Eng ist auch noch in der Teammeisterschaft. Vor dem Finale liegt das Team Zakspeed an der Spitze, nur zwölf Punkte dahinter liegt das BMW Sports Trophy Team Schubert. Das GW IT Racing Team Schütz Motorsport hat mit 38 Punkten Rückstand noch theoretische Chancen auf den Teamtitel.

Um die Krone in der Gentlemen-Wertung kämpfen vier Titelkandidaten auf Supersportwagen drei verschiedener Hersteller. Der Kampf ist noch enger als ganz an der Spitze. Mit seinem Doppelsieg in Zandvoort hat Andreas Weishaupt (42. Ulm/C.Abt Racing) im Audi R8 mit den Tabellenführer Dominic Jöst (37, Absteinach)/Florian Scholze (42, München/beide MRS GT-Racing) im Nissan GT-R an der Spitze gleichgezogen. Remo Lips (32, CH/RWT Racing Team), der in seiner Corvette nur knapp neun Punkte Rückstand hat, hofft ebenfalls noch auf den Titel.

Reifenmanagement spielt große Rolle im Titelkampf

Zum Finale in Hockenheim kann auch Exklusivreifenpartner Pirelli auf eine gelungene Debütsaison im ADAC GT Masters zurückblicken. „Hockenheim kennen wir natürlich nicht zuletzt aus der Formel 1 gut“, sagt Anna Playford, Pirelli Trackside Engineer. „Der technisch anspruchsvolle Kurs bietet schnelle sowie enge, winklige Kurven, zudem schnelle Geraden und einige harte Bremspunkte, bei denen die Reifen extrem beansprucht werden. Der Asphalt ist relativ glatt und bei voraussichtlich milden Wetterbedingungen gehen wir von einem geringen Verschleiß aus.“

Ausblick auf 2016: Neue Supersportwagen und ADAC TCR Germany

Fans bekommen in Hockenheim schon einmal einen Ausblick auf die Saison 2016, wenn zahlreiche neue Supersportwagen ihre Premiere feiern. Im Fahrerlager von Hockenheim sind der neue Audi R8 LMS, BMW M6 GT3, Mercedes-AMG GT3 und Porsche 911 GT3 R sowie nach der Weltpremiere am Samstag auch die Corvette C7 GT3-R ausgestellt. Dazu gibt es einen Ausblick auf die neue ADAC TCR Germany, die ab 2016 im Rahmen des ADAC GT Masters an den Start geht.

ADAC Formel 4-Titel wird auch in Hockenheim entschieden

Hockenheim bringt nicht nur die Titelentscheidung im ADAC GT Master, auch die ADAC Formel 4 sucht in Hockenheim ihren ersten Champion. Dazu sorgen noch die GT- und Tourenwagen der Spezial Tourenwagen Trophy (STT), die Markenpokal-Renner des Renault Clio Cup Central Europe und die Nachwuchsasse der Formel Renault 2.0 NEC für viel Rennaction am Samstag und am Sonntag.

Mittwoch, 30. September 2015

Nachgefragt bei … Miguel Molina

Mit Pole-Position, schnellster Rennrunde und seinem ersten DTM-Sieg erlebte Miguel Molina einen Traumtag am Nürburgring. Der Katalane im Interview.
Miguel Molina feiert seinen Sieg
Foto: Audi-Motorsport
Miguel Molina, Sieger des DTM-Rennens am Nürburgring – wie klingt das?

Das klingt fantastisch. In der DTM zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes, denn es ist eine hochprofessionelle und stark besetzte Rennserie. Ich habe lange für diesen Moment gearbeitet, immer an mich geglaubt und nicht aufgegeben. Das alles macht diesen Tag so schön, dass ich ihn sicher nicht vergessen werde.

Sie haben mit den Tränen bei der Zieldurchfahrt Ihre Gefühle nicht versteckt. Was ist Ihnen in diesen Sekunden durch den Kopf gegangen?

Die Zieldurchfahrt war eine riesige Erleichterung. „Du hast es geschafft, du hast es endlich geschafft“ – das habe ich mir immer wieder gesagt. Ich habe dabei aber nicht nur an mich gedacht, sondern an die vielen Menschen um mich herum, die mich unterstützt haben: Audi, mein Team, meine Familie und natürlich auch die Fans. Der Pokal gehört jedem von ihnen ein bisschen.

In drei Wochen geht es nach Hockenheim. Dort können Sie jetzt eigentlich ganz befreit hinfahren, oder?

Genau andersherum: Wenn man einmal einen Sieg erreicht hat, dann möchte man immer mehr. Aber diesen Druck mag ich sehr, denn er gehört zu meinem Job als professioneller Rennfahrer einfach dazu. Ich freue mich auf Hockenheim: Die Strecke liegt mir und ich bin dort immer gut zurechtgekommen. Warum also nicht auch dieses Jahr?

Und davor: Eine große Party zu Hause?

Ich werde auf jeden Fall ein großes Abendessen mit meinen Leuten organisieren, wo wir den Sieg ein wenig feiern. Danach ein bisschen Relaxen und dann volle Konzentration auf das Finale. Wir haben noch einiges vor am Wochenende in Hockenheim.

DTM: Stimmen der Mercedes Piloten zum 16. Rennen

Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland) 2. Platz:
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich fühlte mich das gesamte Wochenende über sehr wohl im Auto. Leider habe ich gestern im Qualifying einen Fehler gemacht. Wir hatten schon gestern ein starkes Auto, konnten es jedoch nicht zeigen. Heute lief es hingegen gut. Allerdings war es Miguel Molinas Tag. Glückwunsch zu seinem ersten Sieg. Nach diesem Ergebnis gehen wir optimistisch zum Finale nach Hockenheim.“

Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland) 5. Platz:
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: gooix Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich hatte auch in diesem Rennen wieder einen super Start. Mit meinen Starts bin ich an diesem Wochenende sehr zufrieden. Ich habe jedes Mal Positionen gutgemacht. Meine erste Runde war ebenfalls gut. Danach hatte ich einen coolen Zweikampf mit Augusto, der sehr viel Spaß gemacht hat. Er ist immer sehr fair und deswegen wusste ich, dass alles hart, aber fair ablaufen würde. Genauso ist es auch gekommen. Ärgerlich war, dass ich beim Boxenstopp drei Positionen verloren habe. Aber letztlich war das heute eine super Teamleistung.“

Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland) 6. Platz:
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das war ein super Rennen. Schon das Warm-Up und das Qualifying heute Morgen verliefen gut. Im Rennen hatte ich dann einen guten Start und konnte eine Position gewinnen. Dann lag ich hinter Pascal, den ich mit einem guten Boxenstopp überholt habe. Danach hatte ich einen sehr guten Speed und bin erst einmal ein einsames Rennen gefahren. Gegen Ende kam Pascal immer näher. In so einer Situation muss man den Gedanken „One Team, one Vision“ einfach im Hinterkopf haben. Nachdem er mich überholt hatte, musste ich mich gegen Rockenfeller wehren, was mir gelungen ist. Mit Platz sechs bin ich zufrieden. Zwei gute Rennergebnisse auf dem Nürburgring bedeuten für mich ein tolles Wochenende.“
Daniel Juncadella
Foto: Mercedes-Motorsport
Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien) 10. Platz:
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Mein Start und meine erste Runde waren sehr gut. Dann überholte ich Glock in Kurve neun und er lenkte in mich hinein. Dabei zerstörte er meine rechte Seite. Trotzdem konnte ich danach Max und Augusto überholen, weil sie gegeneinander kämpften. Somit lag ich vor dem Boxenstopp auf Platz sechs. Als ich auf Blomqvist aufholte, verlor ich wegen der Schäden am Auto leider an Grip. Gegen Ende hatte ich auch ein bisschen Schwierigkeiten mit meinen Bremsen. Ich gab alles und versuchte, noch in den Punkten zu bleiben. Es war ein harter Kampf gegen all die Jungs, aber es ist mir gelungen, noch einen Punkt mitzunehmen.“

Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland) 14. Platz:
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das war ein schwieriges Wochenende, das dritte hintereinander. Eine Chance haben wir in dieser Saison noch beim Finale in Hockenheim. Dort wollen wir noch einmal angreifen. Ich hoffe, dass ich dann zum Saisonabschluss noch einmal punkten kann.“

Lucas Auer (21 Jahre, Österreich) 19. Platz:
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: BWT Mercedes-AMG C 63 DTM
„Mein Start war okay, ebenso die erste Runde. Ich bin gut durchgekommen. Aber bevor es richtig losging, musste ich an die Box, weil mein Getriebe zu hohe Temperaturen hatte. Danach bin ich mein eigenes Rennen gefahren und konnte einige Dinge ausprobieren.“

Gary Paffett (34 Jahre, England) ausgefallen:
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Wir hatten am Vormittag einen Motorschaden. Deswegen mussten wir den Motor wechseln. Das war viel Arbeit in einer kurzen Zeitspanne. Die Jungs haben großartig gearbeitet, um das Auto wieder zusammenzubauen. Aber danach fehlte uns auf den Geraden einfach die Power. Wir wissen noch nicht, woran das gelegen hat.“

Robert Wickens (26 Jahre, Kanada) ausgefallen:
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich qualifizierte mich als Siebter und rechnete mir für das Rennen einiges aus. Leider wurde ich dann aber in der ersten Kurve getroffen. Ich fuhr in der Mitte der Strecke, als mir jemand in die Seite fuhr und damit mein Rennen ruinierte. Das war es. Mein Jahr schien zuletzt besser zu werden, jetzt ist es aber wieder wie zuvor. Mein Fokus liegt jetzt auf Hockenheim.“

Jan Bühn wird Deutscher Supersport-Meister

Das Finale zur Internationalen Deutschen Motorradstraßenmeisterschaft in der Supersportklasse war an Spannung kaum zu überbieten.
Lokalmatador Jan Bühn (Kronau/Yamaha) feiert den Meistertitel in der Supersport-Klasse mit
seinem Vater Harald (links) sowie Teamchef Diego Romero
Foto: Hermann Rüger
Der 24-jährige Jan Bühn aus dem badischen Kronau hatte vor den letzten zwei Läufen acht Punkte Rückstand auf den Suzuki-Piloten Tatu Lauslehto aus Finnland. Auf dem 3,692 km langen Hockenheimring fuhr Jan Bühn die zweitschnellste Zeit und startete damit als einziger Pilot bei allen Saisonrennen aus der ersten Startreihe. Lauslehto ging als Achter in das Rennen über 17 Runden, die Bestzeit im Training holte sich Gaststarter Kevin Wahr (Nagold/Yamaha), der 2013 Deutscher Meister in der Supersport-Kategorie war.
 
Lokalmatador Jan Bühn gewann am Samstag beim ersten Rennen den Start und ging vor Kevin Wahr in die erste Kurve, doch dann übernahm Wahr die Führung. Jan Bühn lag bis zur 7. Runde auf dem zweiten Platz und führte eine Gruppe von sechs Fahrern an. Gegen Ende des Rennens hatte Jan Bühn nicht mehr so ein gutes Gefühl für das Vorderrad und ließ die Gegner passieren, da in der Gruppe vier Gaststarter waren, die keine Meisterschaftspunkte erhalten. Die letzten Runden kam der Meisterschaftsführende Tatu Lauslehto immer näher heran und überholte Jan Bühn drei Runden vor Schluss. Die beiden Titelkontrahenten überholten sich gegenseitig, doch Jan Bühn konnte in der letzten Runde erneut an seinem Widersacher vorbeiziehen und belegte mit nur 0,194 Sekunden vor Lauslehto den sechsten Rang im Ziel. In der IDM-Punktewertung war es der zweite Platz und damit verkürzte der Yamaha-Pilot vom Räth-Romero-Team den Vorsprung auf nur noch vier Zähler vor dem entscheidenden Rennen am Sonntag.
 
Der zweite Lauf fand bei strahlendem Sonnenschein vor 14.000 Zuschauern statt. Vom Start weg setzte sich Kevin Wahr vor Jan Bühn an die Spitze. Wie im ersten Lauf führte Jan Bühn die Verfolgergruppe bis zur 12. Runde an und ging kein Risiko ein. Kevin Wahr feierte mit 4,143 vor dem Österreicher Marco Nekvasil (Kawasaki) einen Doppelerfolg. Mit dem fünften Platz wurde Jan Bühn erneut Zweiter in der IDM-Wertung, damit waren nun beide Piloten mit 275 Zählern punktgleich. Da beide vier Rennen gewannen entschieden die zweiten Plätze zu Gunsten von Jan Bühn. Bühn wurde sechsmal Zweiter, Lauslehto nur zweimal.
 
Nach der Zieldurchfahrt strahlte Jan Bühn: „Ich kann es noch gar nicht glauben, die letzten Runden wurden immer länger. Wir haben gegenüber dem ersten Rennen noch etwas vorne an der Gabel geändert, ich hatte dadurch mehr Gefühl für das Vorderrad. Da mein Motorrad wie eine Bombe ging konnte ich Tatu am Samstag in der letzten Runde nach der Parabolika überholen, dies war das entscheidende Überholmanöver.  Zuerst möchte ich mich bei meiner Familie und beim ganzen Team von Diego Romero bedanken. Sie haben mich super informiert, ich bin wegen den Gaststartern kein Risiko eingegangen. Ich habe dann das Tempo herausgenommen, weil ich wusste dass ich nur vor  Lauslehto ins Ziel kommen muss. Ich hatte konstant fünf Sekunden Vorsprung auf ihn. Schade, dass mein Förderer Georg Räth nicht dabei sein konnte, ihm gebührt großer Dank. Auch bei Yamaha und Pirelli sowie allen meinen Sponsoren bedanke ich mich für die Unterstützung. Ich war dieses Jahr zweimal in der IDM-Punktewertung vorne, zuerst nach dem Auftaktsieg am Samstag auf dem Lausitzring und jetzt nach dem Finale; das ist am wichtigsten. Ich glaube in der Geschichte der Motorrad-DM gab es dies noch nie, dass zwei Fahrer punktgleich waren und dann die zweiten Plätze entscheiden mussten, da wir beide vier Rennen gewonnen haben. Ich bin bei zehn von 15 Läufen vor Tatu ins Ziel gekommen, er hat mir fair gratuliert. Es ist auch super, dass hier beim Heimrennen in Hockenheim alle meine Freunde und Bekannten bei der Titelentscheidung dabei sein konnten, wir waren fast 100 Leute und konnten schön feiern. Der Titel bleibt in Baden-Württemberg, nach Kevin Wahr bin ich nun Nachfolger von meinem ehemaligen Teamkollegen Marvin Fritz. Wir wohnen ja alle nicht so weit auseinander. Abends kam noch mein Mechaniker vom Vorjahr aus der spanischen CEV-Meisterschaft mit dem letztjährigen Superbike-Meister Xavie Forés in unserer Box vorbei.“
 
Dieser Gastbeitrag wurde vom Michael Sonnick zur Verfügung gestellt.