Dienstag, 27. Januar 2015

Drei Fragen an ... Marco Wittmann.

Auch im Jahr 2015 geht die Serie von Ehrungen für Marco Wittmann (DE) nach dem Gewinn seines ersten DTM-Titels 2014 weiter. Am Freitag wurde er im Rahmen der „Gala der Meister“ des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) in Wiesbaden (DE) von DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck (DE) für seinen Erfolg ausgezeichnet. Auch Wittmanns Teamchef Stefan Reinhold (DE) erhielt eine Trophäe. Sein BMW Team RMG hatte sich 2014 Platz eins in der DTM-Teamwertung gesichert.
Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Marco, Sie haben in Wiesbaden eine weitere Ehrung für Ihren Triumph in der DTM-Saison 2014 erhalten. Welcher Pokal bedeutet Ihnen bisher am meisten?
 
Marco Wittmann: „Zunächst einmal hatte ich in Wiesbaden bei der festlichen DMSB-Gala einen tollen Abend. Ich habe viele bekannte Gesichter getroffen, und es war schön, am Ende gemeinsam mit so vielen Champions auf der Bühne zu stehen. Natürlich habe ich mich über jede einzelne Ehrung sehr gefreut, aber die Wahl zum ADAC Motorsportler des Jahres sticht schon ein wenig heraus. Schließlich erhält man eine solche Auszeichnung nicht alle Tage. Es ist fantastisch, sich gegen so viele andere großartige Motorsportler durchzusetzen.“
 
Wie sehr freuen Sie sich darauf, erstmals in Ihrem Ice-Watch BMW M4 DTM mit der Startnummer 1 auf die Strecke zu gehen?
 
Wittmann: „Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder zu testen. Ich hatte nach dem Ende der Saison 2014 zwar sehr viele Termine und war oft unterwegs, aber eben nicht im Rennauto. Ich würde am liebsten schon morgen wieder hinter dem Steuer meines Ice-Watch BMW M4 DTM sitzen. Dass ich mit der Nummer 1 an den Start gehen werde, ist natürlich etwas ganz Spezielles. Diese Nummer zeigt, was ich 2014 geschafft habe, und dass ich in der kommenden Saison der Gejagte sein werde. Auf diese Rolle freue ich mich sehr.“
 
Mit welchen Zielen geht man als amtierender DTM-Champion in die neue Saison?
 
Wittmann: „Wenn man die Startnummer 1 auf dem Auto hat, kann es eigentlich nur ein Saisonziel geben: die Titelverteidigung. Aber wir alle wissen, wie eng es in der DTM zugeht. Unsere Konkurrenten waren schon 2014 extrem stark und haben den Winter sicher genutzt, um sich noch weiter zu steigern. Wir müssen alles geben, um 2015 wieder an der Spitze mitfahren zu können. Denn für Erfolg gibt es in der DTM keine Garantie.“

Montag, 26. Januar 2015

Maximilian Götz startet 2015 für Mercedes-Benz in der DTM

  • Erfolgreicher Aufstieg aus dem AMG Kundensportprogramm in die DTM: Vom Mercedes-Benz SLS AMG GT3 in den Mercedes-AMG C 63 DTM
  • Maximilian Götz: „Mit dem Einstieg in die DTM geht für mich ein Traum in Erfüllung.“
Maximilian Götz erhält ein DTM-Cockpit von Mercedes
Foto: Jens Hawrda
Der amtierende Fahrer-Champion der Blancpain Sprint Series, Maximilian Götz (28, Deutschland), verstärkt ab der Saison 2015 den Fahrerkader von Mercedes-Benz in der DTM. Götz wechselt nach vier erfolgreichen Jahren im AMG Kundensportprogramm aus dem Renn-Flügeltürer in den Mercedes-AMG C 63 DTM.

Der 28-Jährige konnte in der Vergangenheit schon Erfahrung mit einem DTM-Fahrzeug sammeln. Bereits im September 2013 durfte er als Belohnung für seine Erfolge mit dem SLS AMG GT3 eine DTM Mercedes AMG C-Klasse auf dem Lausitzring testen. Im Dezember 2014 gab er bei Testfahrten im spanischen Jerez de la Frontera sein Debüt im Mercedes-AMG C 63 DTM.
Maxi Götz mit seinem alten und seinem neuen Arbeitsgerät
Foto: Mercedes-Motorsport
Zwischen 2011 und 2014 startete Götz bei 82 Rennen in einem Renn-Flügeltürer. Insgesamt erzielte er in diesem Zeitraum zehn Siege, 32 Podestplätze und 60 Top-10-Ergebnisse. In der Saison 2014 gewann er mit dem SLS AMG GT3 den Meistertitel in der Blancpain Sprint Series. Ein Jahr zuvor siegte Götz beim 24-Stundenrennen in Spa-Francorchamps und dem 1.000 Kilometerrennen auf dem Nürburgring. Im Jahr 2012 gewann er die Meisterschaft im ADAC GT Masters.

Die Talentförderung im Motorsport hat Tradition bei Mercedes-Benz. In ihrer Formel 3-Zeit fuhren unter anderem der amtierende Formel 1-Champion Lewis Hamilton (MERCEDES AMG PETRONAS), Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel und der jüngste Sieger der DTM-Geschichte Pascal Wehrlein mit Motoren von Mercedes-Benz. Seit der erfolgreichen Einführung des AMG Kundensportprogramms eröffnen sich auch in diesem Bereich Möglichkeiten einer konsequenten Talentförderung.
Maximilan Götz 2015 DTM Werksfahrer für Mercedes
Foto: Mercedes-Motorsport
Maximilian Götz:
„Der Moment, als ich erfahren habe, dass ich in der kommenden Saison DTM fahren darf, war einer den ich so schnell nicht vergessen werde. Es ist wirklich ein Hammergefühl zu wissen, dass meine Erfolge die ich im Rahmen des AMG Customer Sports Programms in den letzten Jahren mit verschiedenen Teams erzielt habe, von den Motorsportverantwortlichen bei Mercedes-Benz immer aufmerksam verfolgt wurden. Das zeigt auch, dass der Kundensport ein tolles Sprungbrett sein kann und wie hoch die Qualität der Fahrer hier ist. Ein Traum geht für mich in Erfüllung! Ich werde alles tun, um auch in der DTM erfolgreich zu sein. Aber mir ist auch klar, dass ich in der kommenden Saison erst einmal einiges zu lernen habe. Aber jetzt freue ich mich erstmal auf die Tests und die Zusammenarbeit mit dem neuen Team. Alles andere wird sich dann ab Hockenheim zeigen.“

IDM-Kalender 2015 überarbeitet

Foto: Jens Hawrda
Aufgrund von Überschneidungen des IDM-Rennens in Oschesleben und der Moto-Cross-Veranstaltung im Teutschental musste der IDM Termin Oschersleben eine Woche vorverlegt werden um beide Veranstaltungen mit genügend Personal (Streckenposten usw.) ausstatten zu können.

Der Termin in Schleiz wurde ganz gestrichen, da sich die Betreibergesellschaft Schleizer Dreieck mbH dazu entschlossen hat im Jahr 2015 keine Motorsportrundstreckenrennen auf der ältesten Naturrennstrecke Deutschlands stattfinden zu lassen. Wie es mit dem Schleizer Dreieck weitergeht steht damit in den Sternen.

Hier die aktualisierten IDM-Termine 2015:

27.04. - 29.04.2015 Lausitzring - Auftakttraining
 01.05. - 03.05.2015 Lausitzring
 15.05. - 17.05.2015 Circuit Zolder (B)
 29.05. - 31.05.2015 Lausitzring (mit DTM)
 12.06. - 14.06.2015 Oschersleben
 Termin offen Nürburgring
 Termin offen Brünn (CZ)
 07.08. - 09.08.2015 Assen (NL)
 20.08. - 23.08.2015 Oschersleben (German Speedweek)
 25.09. - 27.09.2015 Hockenheimring

Audi Sport TT Cup: 100 Tage bis zum Start

  • Neuer Audi-Markenpokal geht in die entscheidende Phase
  • Vergabe der 18 permanenten Startplätze steht unmittelbar bevor
  • Projektleiter Rolf Michl: „Hätten zwei Starterfelder besetzen können“
Foto: Audi-Motorsport
In exakt 100 Tagen startet im Rahmen des DTM-Auftakts auf dem Hockenheimring das erste Rennen des Audi Sport TT Cup. Das Auswahlverfahren für die 18 permanenten Startplätze des neuen Markenpokals Audi Sport TT Cup ist nahezu abgeschlossen.

 "Wir hatten die Qual der Wahl und hätten aufgrund der hohen Qualität leicht zwei Starterfelder besetzen können", sagt Projektleiter Rolf Michl. "Die hohe Anzahl an weltweiten Bewerbungen ist eine Bestätigung für uns, dass der Audi Sport TT Cup nicht nur national, sondern auch international für große Aufmerksamkeit sorgen wird."

Insgesamt waren 165 Bewerbungen aus 30 Nationen bei der quattro GmbH eingegangen. 18 Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer erhalten nun einen festen Startplatz. Im Anschluss werden vom 2. bis 5. März bei einem Fitness-Camp im Allgäu die physischen Grundlagen für die Rennsaison 2015 geschaffen, ehe es direkt nach Spanien geht: Auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona finden dann die ersten Testfahrten für den Markenpokal statt, der im Rahmen von sechs DTM-Veranstaltungen in Deutschland und Österreich ausgetragen wird.
 
Parallel zur Startplatzvergabe läuft gerade die Erprobung und finale Feinabstimmung des 228 kW (310 PS) starken Audi TT cup sowie der Aufbau der weiteren Rennautos, die die quattro GmbH bei allen Rennen einsetzen wird. So garantiert das Unternehmen maximale Chancengleichheit.

Reifenpartner des Audi Sport TT Cup ist das koreanische Unternehmen Hankook. Die ersten Serienpartner stehen ebenso bereits fest. Hinter den Kulissen wird gerade ein attraktives Fernseh- und Medienpaket für den neuen Markenpokal geschnürt.

Auch die Gespräche mit möglichen Gastfahrern haben begonnen. Sechs Cockpits sind dabei für Motorsport-Legenden, Prominente und Medienvertreter fest reserviert. "Auch hier ist das Interesse riesengroß", freut sich Rolf Michl. "Bis zum Auftakt in Hockenheim haben wir alle Hände voll zu tun - die 100 Tage werden daher sicher wie im Flug vergehen."


Termine Audi Sport TT Cup 2015:


 01. - 03.05. Hockenheim (D)
 26. - 28.06. Norisring (D)
 31.07. - 02.08. Red Bull Ring (A)
 11. - 13.09. Oschersleben (D)
 25. - 27.09. Nürburgring (D)
 16. - 18.10. Hockenheim (D)

Sonntag, 25. Januar 2015

Markus Winkelhock - Im dritten Anlauf ganz nach oben?

Palmen, Sonne und ein Langstrecken-Klassiker: Wenn Audi-Pilot Markus Winkelhock über die 24 Stunden von Daytona spricht, die er am kommenden Wochenende mit einem Audi R8 LMS des Audi-Kundenteams Flying Lizard Motorsports in Angriff nimmt, leuchten seine Augen. „Daytona ist ein faszinierendes Rennen“, schwärmt der 34-jährige Schwabe.
Markus Winkelhock
Foto: Jens Hawrda
Die 5,73 Kilometer lange Strecke unweit der breiten Sandstrände Floridas ist einer seiner Lieblingskurse. Seit 1962 werden in Daytona Sportwagen-Rennen ausgetragen, die Geschichte ist spürbar. „Die Atmosphäre ist toll. Wenn man durch den Tunnel ins Infield kommt, sieht man die Fans am Lagerfeuer sitzen. Fahrerisch sind die Steilkurven im Oval sehr speziell, wir bleiben dort lange Zeit auf dem Gas. Der rechte Hinterreifen wird dabei extrem belastet. Das Infield ist sehr wellig und nicht so topfeben wie die Strecken in Europa – ein toller Mix und eine echte fahrerische Herausforderung“, so der Deutsche, der 2014 mit Audi die 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa gewann.
 
 Im Januar ist die Dunkelphase in Daytona länger als bei den 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Spa oder auf dem Nürburgring. Und meist bleibt das Geschehen bis zuletzt spannend: „Im US-Rennsport hat man die Möglichkeit, sich durch die Safety-Car-Phasen zurückzurunden. Die Abstände bleiben daher gering. Man muss sich Mühe geben, in der letzten Stunde in der Spitzengruppe zu sein, denn bis zuletzt wird wie in einem Sprintrennen um den Sieg gekämpft.“
 
Bereits zweimal startete Winkelhock auf der Rennstrecke eine Autostunde nördlich der Vergnügungsparks in Orlando, beide Male erlebte er dort eine Achterbahn der Gefühle: 2013 hatte der Schwabe den Sieg vor Augen, als er 200 Meter vor der Ziellinie im Benzinpoker ohne Treibstoff ausrollte und seine Audi-Markenkollegen den ersten GT-Sieg des R8 LMS in Daytona feierten. „2014 wurden wir zunächst Sieger, weil unsere Gegner eine Strafe erhielten. Am Ende wurde die Strafe zurück genommen und wir belegten dann leider doch nur Platz zwei“, erinnert er sich.
 
Im dritten Anlauf will Markus Winkelhock ganz oben aufs Podium. „Ich hoffe dieses Mal auf den Sieg“, sagt der Deutsche, der sich das Cockpit seines Audi R8 LMS im Team von Flying Lizard Motorsports mit den Japanern Tomonobu Fujii, Satoshi Hoshino und dem US-Amerikaner Robert Thorne teilt. „Für meine Teamkollegen ist es zwar der erste Einsatz mit dem R8 LMS in Daytona. Die Testfahrten verliefen jedoch vielversprechend.“