Mittwoch, 5. März 2014

Weltpremiere des neuen Audi RS 5 DTM in Genf

Audi hat auf dem Auto-Salon in Genf erstmals die neue Generation des DTM-Meisterautos präsentiert. Der 2014er Jahrgang des Audi RS 5 DTM wirkt mit seiner nahezu komplett neu entwickelten Aerodynamik deutlich aggressiver und orientiert sich mit optischen Details noch näher an den sportlichen Serienmodellen der RS-Reihe.
Mike Rockenfeller bei der Premiere des neuen Audi RS5 DTM in Genf
Foto: Audi-Motorsport
Die Aufgabe, vor der Audi Sport nach der Saison 2013 stand, war eine echte Herausforderung: Wie macht man das Meisterauto der DTM noch besser? Da das strenge Reglement der Tourenwagenserie nur wenig Spielraum lässt, machten sich die Ingenieure an intensive Detailarbeit. Schon beim ersten Blick auf den jetzt in Genf erstmals öffentlich präsentierten Rennwagen fällt auf: Der neue Audi RS 5 DTM kommt deutlich aggressiver daher. Grund dafür ist die nahezu komplette Neuentwicklung der Aerodynamik.
 
„Neben dem Fahrwerk lag unser Hauptaugenmerk vor allem auf einer verbesserten Aero“, sagt Stefan Aicher, Leiter Konstruktion Fahrzeug bei Audi Sport. An der Front hat der RS 5 jetzt den Wabengrill aus der Serie und eine neue Luftführung zum Motor und zu den Bremsen erhalten. Damit präsentiert sich das Rennauto ab sofort noch näher an den sportlichen Serienmodellen der RS-Reihe.
der neue Audi RS5 DTM ist deutlich aggressiver gestaltet
Foto: Audi-Motorsport
 Ebenfalls deutlich sind die Neuerungen an der Seite: Um die Luftführung entlang der Außenhaut noch effizienter zu gestalten, wurden die Außenspiegel in das Aerodynamik-Konzept eingebunden. Auch die seitliche Aerodynamik zwischen den Vorder- und Hinterrädern zeigt sich mit einem neuen Konzept. Die hinteren Radhäuser sind, anders als im Vorjahr, geschlossen und werden im hinteren Teil jetzt flach. Aicher: „Die Regeln der DTM sind strikt. Deshalb ist von uns absolute Detailarbeit in den engen Grenzen gefragt.“
 
Von außen nicht sichtbar, aber ausschlaggebend für die perfekte Abstimmung auf die jeweilige Rennstrecke: die Arbeiten unter der Kohlefaserhaut des RS 5 DTM. „Wir haben beispielsweise Fahrwerksänderungen an der Vorder- und Hinterachse vorgenommen, von denen wir uns Verbesserungen versprechen“, sagt Aicher, ohne bei diesen und weiteren von außen unsichtbaren Neu- und Weiterentwicklungen näher ins Detail gehen zu wollen.
die Luftführung am Fahrzeug wurde deutlich optimiert
Foto: Audi-Motorsport
„In der Serienentwicklung stehen wir jeden Tag vor der Herausforderung, gute Autos noch besser zu machen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung der AUDI AG. „Für Audi Sport als Teil der Technischen Entwicklung bei Audi gilt das genauso. Die jüngsten Ergebnisse harter Arbeit sind ein komplett neuer R18 e-tron quattro, mit dem wir uns in Le Mans und in der WEC gegen Porsche und Toyota behaupten wollen, und ein weitgehend neuer RS 5 DTM, mit dem wir im harten Wettbewerb gegen BMW und Mercedes-Benz die Nummer eins bleiben wollen. Beides natürlich nicht zum Selbstzweck: Der Motorsport beschleunigt bei Audi die Entwicklung neuer Technologien.“
 
Jahr für Jahr bestreitet Audi zwei Wettläufe gegen die Zeit: einen auf der Rennstrecke und einen in den Büros von Audi Sport in Ingolstadt und Neckarsulm. Denn wenn die DTM im Frühjahr in Hockenheim den Saisonauftakt feiert, beginnen die Ingenieure mit der Arbeit an dem Rennauto für das folgende Jahr. Die Geburtsstunde des „RC3“, wie der 2014er-Jahrgang des Audi RS 5 DTM intern bezeichnet wird, liegt also im Mai des vergangenen Jahres. „Wir beginnen mit ersten grundsätzlichen Gedanken aller Abteilungen, bevor die Aerodynamik in einem kontinuierlichen Prozess entwickelt wird“, sagt Stefan Aicher, Leiter Konstruktion Fahrzeug bei Audi Sport. „Ziel ist es, die Basis des neuen Autos im alten Jahr fertig zu haben. Danach folgt Detailarbeit.“
die Arbeit am neuen Audi RS5 DTM begann in Mai 2013
Foto: Audi-Motorsport
Bevor Mike Rockenfeller mit der Startnummer „1“ und seine Kollegen am 4. Mai in Hockenheim in die Saison starten, stehen noch zwei offizielle Testfahrten in Budapest und auf dem Hockenheimring auf dem Programm.

Dienstag, 4. März 2014

DTM BMW-Piloten trainieren für den Erfolg

Bruno Spengler: "Stimmung ist super"
Foto: Jens Hawrda
In dieser Woche standen für die BMW DTM-Piloten Trainingseinheiten der besonderen Art auf dem Programm. Diesmal ging es allerdings nicht darum, den BMW M4 DTM für den ersten Renneinsatz am 4. Mai in Hockenheim (DE) vorzubereiten. Stattdessen stand allein die Fitness der Fahrer selbst im Vordergrund. In zwei Gruppen begaben sich die DTM-Piloten in die Hände von Dr. Riccardo Ceccarelli (IT) und seinem Team von Formula Medicine. In Viareggio (IT) absolvierten sie umfangreiche medizinische Untersuchungen und speziell auf die Bedürfnisse von Rennfahrern zugeschnittene Trainingsaufgaben und Übungen. Bei Outdoor-Aktivitäten wie Tennis, Fußball oder Klettern kam auch der Spaß für die DTM-Stars nicht zu kurz. „Wir hatten bei Doc Ceccarelli wie immer eine tolle Zeit“, sagt Bruno Spengler (CA). „Ich finde es großartig, dass wir vor dem Saisonstart noch einmal richtig durchgecheckt werden. So weiß man genau, wo man sich noch im Detail verbessern kann. Und natürlich hat es auch riesigen Spaß gemacht, mit den anderen Jungs Zeit zu verbringen. Die Stimmung unter uns Fahrern ist super, und wir fiebern alle dem ersten Rennen entgegen.“

Montag, 3. März 2014

Der BMW M4 DTM ist bereit für den Endspurt in der Saisonvorbereitung (Teil 2)

Aerodynamik:

In der DTM spielt die Aerodynamik eine entscheidende Rolle. Deshalb verwendeten die Ingenieure von BMW Motorsport besonders viel Zeit auf Themen wie Luftwiderstand und Luftführung. Wie beim Serienmodell senken die Air Curtains an der Front auch beim BMW M4 DTM den Luftwiderstand. Sich verengende Luftkanäle beschleunigen dabei den durch die Frontschürze einströmenden Fahrtwind, führen ihn gezielt an den Rädern vorbei und verringern die Luftturbulenzen im Bereich der Radhäuser. Neu am BMW M4 DTM ist zudem eine Platte entlang des Seitenkanals, die dem Rennwagen noch mehr Kontur verleiht. Der markante Einzug in der Dachmitte verringert die Stirnfläche des BMW M4 DTM und senkt den Luftwiderstand weiter. Aufgrund der flacher verlaufenden Heckscheibe wird der Heckflügel optimal angeströmt. Ein besonderes Detail sind schon beim Serienmodell die markanten Außenspiegel im Doppelfußdesign. Auch die Spiegel des BMW M4 DTM wurden für den Einsatz auf der Rennstrecke aerodynamisch optimiert, so dass sie die effiziente Führung des Luftstroms in Richtung Heck ideal unterstützen.


BMW M4 DTM gegenüber dem Serien M4 noch einmal aerodynamisch optimiert
Foto: BMW-Motorsport

Leichtbau:

Schon das BMW M4 Coupé ist ein Paradebeispiel für intelligenten Leichtbau. Der Hochleistungssportler bringt es auf ein Leergewicht von 1.497 Kilogramm – das sind 80 Kilogramm weniger als noch bei seinem Vorgänger. Diese Gewichtsersparnis wirkt sich positiv auf die Fahrdynamik und den Verbrauch aus. Möglich wurde dies durch den weitreichenden Einsatz von leichten Materialien wie kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) und Aluminium. Im Rennsport ist die Verwendung von Carbon ebenfalls weit verbreitet. Nahezu die komplette Karosserie des BMW M4 DTM besteht aus diesem ultraleichten und verwindungssteifen Werkstoff. Die Gewichtsersparnis und die damit verbundene Absenkung des Schwerpunkts sind maßgeblich für die Performance des Fahrzeugs auf der Rennstrecke. Das Gewicht des BMW M4 DTM inklusive Fahrer liegt bei 1.110 Kilogramm.

eine Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff sorgt für weitere Gewichtsoptimierung
Foto: BMW-Motorsport

Sicherheit:

Wie das BMW M4 Coupé bietet auch die Rennversion ein Höchstmaß an Sicherheit. Über 50 der insgesamt mehr als 5.000 Teile, aus denen sich der BMW M4 DTM zusammensetzt, sind Einheitskomponenten, die in allen DTM-Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Eines davon ist das Kohlefaser-Monocoque, das in Sachen Sicherheit im Motorsport Maßstäbe setzt. Mit integriertem Tank, einem Stahlüberrollkäfig sowie zusätzlichen Crashelementen schützt es den Fahrer bei einem Unfall wirkungsvoll. Auch Bauteile wie Getriebe, Kupplung, Dämpfer und Heckflügel sind in allen DTM-Rennwagen baugleich. So ist auch sichergestellt, dass die Entwicklungskosten im Rahmen bleiben.

Motor:

Der BMW P66 Motor im BMW M4 DTM leistet mit den vom technischen Reglement definierten Luftmengenbegrenzern ca. 480 PS. Er setzt sich aus 800 verschiedenen Komponenten zusammen und besteht aus 3.900 Einzelteilen. Beim Design des DTM-Antriebs macht sich BMW Motorsport das technologische Know-how der BMW Group gleich in vielerlei Hinsicht zu Nutze. Die an das BMW Werk Landshut (DE) angeschlossene High-Tech-Gießerei steuert wie auch bei der Fertigung des Sechszylinder-Reihenmotors für das BMW M4 Coupé die großen Gussteile wie Zylinderkopf und Kurbelgehäuse bei. Die Bearbeitung der Gussteile, ihre Beschichtung sowie die nötige Wärmebehandlung erfolgen bei den entsprechenden Fachabteilungen in München. Der BMW V8 für die DTM ist Sprinter und Dauerläufer zugleich. So bewältigt der BMW M4 DTM die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in etwa drei Sekunden. Den acht BMW Fahrzeugen stehen lediglich zehn Motoren für die gesamte Saison zur Verfügung. Zuverlässigkeit ist somit eine entscheidende Grundvoraussetzung für den Erfolg.
der V8-Motor für die DTM leistet ca. 480 PS
Foto: BMW-Motorsport

Die Kraftübertragung erfolgt über ein sequenzielles Sechs-Gang-Sportgetriebe mit pneumatischer Betätigung via Schaltwippen am Lenkrad. Das Getriebe zählt zu den Einheitskomponenten, die von allen DTM-Herstellern verwendet werden. Es verfügt über elf Vorgelege-Übersetzungen, mit denen die Ingenieure und Fahrer beim Set-up auf die jeweilige Strecke und die Motorencharakteristik reagieren können.

Lenkrad:

Zusätzliche Statusanzeigen und eine individuelle Anordnung der Bedienelemente machen die Bedienung des Lenkrads im neuen BMW M4 DTM für den Fahrer noch komfortabler. Die einzelnen Knöpfe können je nach Wunsch des Piloten belegt werden. Wie beim Rennwagen lassen sich die Gänge auch beim BMW M4 Coupé je nach Ausstattung mittels Schaltwippen am Lenkrad wechseln.
das Lenkrad wurde weiter optimiert
Foto: BMW-Motorsport
Licht:

Sowohl im BMW M4 DTM als auch beim Serienmodell BMW M4 Coupé können sich die Fahrer auf die Leistungsfähigkeit moderner LED-Scheinwerfer verlassen. Der Einsatz von Leuchtdioden (LED = Light Emitting Diodes) spart nicht nur Energie. Dank der deutlich kürzeren Reaktionszeit gegenüber herkömmlichen Glühlampen weiß der folgende Pilot früher, wenn ein Fahrer vor ihm verzögert. Und auf der Rennstrecke kommt es auf jeden Sekundenbruchteil an. Das von LEDs erzeugte Licht kommt zudem dem Sonnenlicht sehr nahe und ist damit für das Auge besonders angenehm.
 
Technische Daten BMW M4 DTM:

Chassis:
CFK- Monocoque mit integrierter Tank und Stahlüberrollstruktur; CFK- Crashelemente seitlich; CFK- Crashelemente vorne und hinten
Länge/Breite/Höhe: 4.775 mm/1.950 mm/ca. 1.200 mm

Tankinhalt: 
120 Liter

Motor:
90° V8-Saugmotor, 4 Ventile pro Zylinder, reglementbedingte Luftmengenbegrenzung auf 2 x 28,0mm

Hubraum:  
4.000 ccm

Leistung:
ca. 480 PS (mit Luftmengenbegrenzer per Reglement)
Max. Drehmoment: ca. 500 Nm

Motorsteuerung:
Motorelektronik Bosch MS 5.1, zentrales Display

Getriebe:
sequenzielles 6-Gang-Sportgetriebe, mit pneumatischer Betätigung über Schaltwippen am Lenkrad; 4-Scheiben-ZF Sachs-CFK-Kupplung; einstellbares Lamellen-Sperrdifferenzial

Vorderachse/Hinterachse:
Doppelquerlenker-Achse mit Druckstreben und 6-fach verstellbaren Stoßdämpfern; H&R Schraubenfedern

Bremsen:
hydraulische Zweikreisbremsanlage; Monoblock-Bremssättel aus Leichtmetall; innenbelüftete Kohlefaser-Bremsscheiben vorne und hinten; Bremskraftverteilung vom Fahrer stufenlos einstellbar; elektromagnetisches Startventil

Räder:
Schmiedefelgen aus Aluminium; 18" x 12" vorn, 18" x 13" hinten

Reifen:
Hankook; vorne: 300-680-18, hinten: 320-710-18

Sonntag, 2. März 2014

Der BMW M4 DTM ist bereit für den Endspurt in der Saisonvorbereitung (Teil 1)



mit dem neuen BMW M4 DTM will BMW den Titel holen
Foto: BMW-Motorsport 
Mit der Abgabe der Unterlagen für die Aerodynamik-Homologation der 2014er DTM-Fahrzeuge an den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) geht auch für BMW Motorsport eine arbeitsreiche und zugleich spannende Phase zu Ende. In den vergangenen Wochen und Monaten lief die Entwicklung des BMW M4 DTM, mit dem die BMW Fahrer ab dieser Saison in der DTM an den Start gehen werden, auf Hochtouren. Seit heute sind nun wesentliche Bereiche des neuen Fahrzeugs nicht mehr veränderbar, so dass ein neuer Abschnitt der Vorbereitungen auf den Saisonstart in Hockenheim (DE) am 4. Mai beginnt. Bei den bevorstehenden Tests wird es vor allem darum gehen, das neue Gesamtpaket im Detail weiter zu optimieren und das Potenzial des BMW M4 DTM voll ausschöpfen zu lernen.
Rennversion des BMW M4 DTM im Vergleich zur Serie
Foto.BMW-Motorsport
Im Streckeneinsatz wird sich das neue Fahrzeug bei den offiziellen ITR-Testfahrten in Budapest (HU, 31. März-3. April) und anschließend beim Testabschluss in Hockenheim (DE, 14.-17. April) der Öffentlichkeit präsentieren. Wie im vergangenen Jahr werden die BMW Motorsport Fans bei der offiziellen Präsentation aller acht BMW M4 DTM in der Münchener BMW Welt am 25. April auf die neue Saison eingestimmt.

„Schon vor dem Abschied des BMW M3 DTM Ende der vergangenen Saison hat sich unser Entwicklungsteam in München intensiv mit dem Fahrzeug für 2014 beschäftigt“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Ein neues Fahrzeug für den Renneinsatz in der DTM vorzubereiten, ist eine große Herausforderung. In kaum einer anderen Serie ist die Aerodynamik so wichtig. Jedes noch so kleine Detail kann den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage ausmachen. Und diese Detailarbeit der Ingenieure zeigt sich auf den ersten Blick – von der langgezogenen Motorhaube mit seiner stark nach unten gezogenen Frontpartie über die aerodynamisch optimierten Außenspiegel bis hin zum für den BMW M4 charakteristischen Einzug in der Dachmitte.“
der neue BMW M4 DTM wirkt optisch schon sehr aggressiv
Foto: BMW-Motorsport
Marquardt weiter: „Für mich ist der BMW M4 DTM ein absolutes Highlight: Er sieht ebenso wie sein Bruder aus der Serie fantastisch aus, die ersten Eindrücke bei unseren Tests waren zudem positiv. Anders als noch bei der Entwicklung des BMW M3 DTM für unser DTM-Comeback 2012 konnten wir diesmal auf einen Erfahrungsschatz aus den beiden vergangenen Saisons zurückgreifen. Trotzdem liegt noch ein langer Weg vor uns – denn auch die Konkurrenz entwickelt ihre Fahrzeuge weiter. Es gilt, das neue Auto Schritt für Schritt ans Limit heranzuführen, damit wir unseren starken und erfahrenen Konkurrenten in Hockenheim auch mit dem BMW M4 DTM aus dem Stand auf Augenhöhe gegenübertreten können. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen wird. Jeder DTM-Fan kann sich jetzt schon auf das erste Kräftemessen am 4. Mai in Hockenheim freuen: Dann erst werden wir sehen, wie konkurrenzfähig der BMW M4 DTM ist.“
 
In einer Pressemitteilung vom 01. März stellte BMW das neue Wettbewerbsfahrzeug für die DTM der Öffentlichkeit vor.  Wir werden Euch in zwei Teilen das Fahrzeug näher bringen. Hier und heute der erste Teil:
 
Entwicklung:

Bereits lange vor Beginn der DTM-Saison 2013 begannen die BMW Motorsport Ingenieure damit, sich mit 2014 und der Entwicklung des neuen BMW M4 DTM zu beschäftigen. Am 22. April – also 13 Tage vor dem Saisonauftakt 2013 in Hockenheim (DE) – feierte das erste Modell seine Windkanal-Premiere im Aero Lab der BMW Group. Während sie die aerodynamische Erprobung weiterführten, widmeten sich die Experten in München (DE) ab Sommer auch der Gestaltung des Fahrwerks. Im Dezember 2013 kamen die neuen Komponenten erstmals auf der Strecke zum Einsatz, damals noch im BMW M3 DTM. Noch vor dem Jahreswechsel wurden die endgültigen Teile für das Chassis des BMW M4 DTM in Produktion gegeben, so dass die BMW Teams im Januar und Februar die ersten Modelle des neuen Fahrzeugs aufbauen konnten.300 Tage nach dem ersten Test im Windkanal ging der BMW M4 DTM am 11. Februar 2014 zur Jungfernfahrt in Monteblanco (ES) auf die Strecke.
Die Serienversion des BMW M4 Coupé bot BMW Motorsport eine perfekte Basis für die Entwicklung des DTM-Rennwagens. Das verwundert kaum, schließlich lautete das oberste Ziel der Ingenieure der BMW M GmbH, beim BMW M4 Coupé eine robuste Rennstreckentauglichkeit zu erreichen. Unter anderem die beiden DTM-Piloten Bruno Spengler (CA) und Timo Glock (DE) trugen im Rahmen von Abstimmungsfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife (DE) selbst dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. „Es macht mich stolz, einen Beitrag zum Feintuning geleistet zu haben“, sagt Spengler. „Das Fahrwerk des BMW M4 Coupé ist sehr sportlich abgestimmt, das Feedback von der Vorderachse ist extrem direkt, der Grip an der Hinterachse ist phänomenal. Dieser Wagen ist die ideale Basis für unser Einsatzfahrzeug in der DTM.“
BMW M4 DTM
Foto: BMW-Motorsport
 
Produktion:

Im Münchener BMW Stammwerk war 1991 das vorerst letzte BMW M Automobil gebaut worden, ehe die Produktion ins BMW Werk Regensburg (DE) wechselte. Nach fast 23 Jahren kehrte die Fertigung nun in das Stammwerk zurück – und nur einige Meter entfernt tüfteln die BMW Motorsport Ingenieure an der Rennversion des Fahrzeugs. Aber auch die BMW Werke in Regensburg und Dingolfing (DE) waren an der Entwicklung des BMW M4 DTM beteiligt. Unter anderem konnten die knapp einen Kilometer langen Einfahrbahnen der modernen Fertigungsstätten für aerodynamische Untersuchungen genutzt werden. Wo sich sonst alle BMW M Fahrzeuge einer eingehenden Qualitätskontrolle unterziehen, war auch das DTM-Auto für 2014 während der Entwicklungsphase unterwegs.
 
Design:

Das BMW M4 Coupé und der BMW M4 DTM stehen tief geduckt und breit auf dem Asphalt. Mit seinen starken Konturen unterstreicht das Design schon im Stand die Leistungsfähigkeit der beiden Brüder. Charakteristische Designelemente wie die modern interpretierten Doppelscheinwerfer oder die markante Doppelstegniere lassen die Fahrzeuge eindeutig als BMW M Automobile erkennen. Ebenso charakteristisch ist der Powerdome auf der Motorhaube. Auch in der Seitenansicht setzt sich der kraftvolle Eindruck der Front fort. Die für das BMW M4 Coupé typischen Proportionen wie die lange Motorhaube, ein langer Radstand, das zurückversetzte Greenhouse und ein kurzer Frontüberhang bildeten die Basis für die flache und aerodynamisch vorteilhafte Silhouette des BMW M4 DTM.
 
Teil 2 könnt Ihr morgen hier lesen.
 
 

Samstag, 1. März 2014

Vitaly Petrov startet für Mercedes-Benz in der DTM


Vitaly Petrov startet 2014 für Mercedes in der DTM
Vitaly Petrov (29, Russland) schreibt erneut russische Motorsport-Geschichte: Der erste Formel 1-Pilot seines Landes wird in der kommenden DTM-Saison auch erster russischer DTM-Fahrer. Dies gaben der 29-jährige St. Petersburger und Mercedes-Benz am Freitag, 28. Februar 2014 auf einer Pressekonferenz im Gebäude des russischen Staatsfernsehsenders Russia 2 bekannt.

Petrov gibt sein Renndebüt am Steuer eines DTM Mercedes AMG C-Coupés beim DTM-Saisonauftakt am 4. Mai in Hockenheim. Exakt 100 Tage vor seinem ersten DTM-Rennen absolvierte der frühere Formel 1-Fahrer am 23. Januar mit Mercedes-Benz seinen ersten DTM-Test im portugiesischen Portimao. Bereits im vergangenen Jahr fuhr Petrov ein Mercedes-Benz DTM-Renntaxi beim Moscow City Race rund um den Roten Platz und bei der DTM-Premiere auf dem Moscow Raceway.

Petrov belegte in der Saison 2009 den zweiten Platz in der GP2-Gesamtwertung und stieg im Jahr darauf als Einsatzfahrer in die Formel 1 auf. Dort startete er bei 57 Grands Prix für Renault, Lotus Renault GP und Caterham. Zwischen 2010 und 2012 erzielte Petrov insgesamt 64 WM-Punkte und stand beim Saisonauftakt in Melbourne 2011 als Dritter auf dem Podium. 
 
Vitaly Petrov:

"Die DTM ist eine großartige Rennserie und ich bin sehr glücklich, dass mir Mercedes-Benz die Chance gibt, mich in der DTM mit den besten Tourenwagenfahrern der Welt zu messen. Mir ist bewusst, dass eine steile Lernkurve vor mir liegt, aber ich liebe Herausforderungen und stelle mich dieser gerne. Bei meinem ersten Test in Portimao konnte ich erste Erfahrungen bei der Arbeit mit dem Team sammeln und ein Gefühl für das Auto bekommen, was für mich sehr wichtig ist, um meine Stärken ausspielen zu können. Der Motorsport wird in Russland immer beliebter - im vergangenen Jahr debütierte die DTM auf dem Moscow Raceway und in diesem Jahr gastiert die Formel 1 erstmals in Sotschi. Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft viele russische Rennfahrer in verschiedenen Serien erleben werden und hoffe, dass ich in der DTM meinen Teil dazu beitragen kann, unseren Sport in meinem Heimatland noch bekannter zu machen." 

 
Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef:

"Vitaly hatte in Portimao einen erfolgreichen Test in unserem DTM Mercedes AMG C-Coupé und ich bin mir sicher, dass er ein wertvolles Teammitglied sein wird. Vitaly ist ein großartiger Sportsmann und Vertreter seines Landes, der sein Können unter anderem schon mit einem Podestplatz in der Formel 1 bewiesen hat. Er ist für unsere Marke Mercedes-Benz insbesondere für den russischen Markt eine Bereicherung. Jetzt bin ich gespannt, wie er sich in der DTM entwickeln wird."