Mittwoch, 18. September 2013

Nachgefragt bei … Jamie Green

Jamie Green vor dem Start zum DTM-Rennen in Oschersleben
Foto: Audi-Motorsport
Wie fühlt es sich an, das erste Mal in einem Audi-Overall auf dem Podium zu stehen?

„Auf dem Podium zu stehen, ist immer fantastisch – schließlich sind wir deshalb hier. In der Zusammenarbeit mit Audi ist es für mich so etwas wie ein Meilenstein und ein wichtiger Etappensieg auf dem Weg zu meinem nächsten Ziel. Und das ist der erste Sieg für Audi.“

Sie haben immer gesagt, Sie lernen bei Audi an jedem Rennwochenende dazu. War das jetzt der nächste große Schritt, um endgültig anzukommen?
„Definitiv. Mein RS 5 DTM, mein Renningenieur, die ganze Mannschaft und ich haben uns inzwischen richtig aneinander gewöhnt. Da wir nur zwei Tage pro Rennen haben, dauert das einfach seine Zeit. Oschersleben war ein gutes Beispiel für ein reibungsloses Wochenende: Wir hatten ein gutes Qualifying und haben auch im Rennen einen guten Speed gehabt. Das macht Lust auf mehr.“

War der Start heute so etwas wie die Schlüsselstelle des Rennens?
„Wenn man zurückblickt, war der Start heute sicherlich mit entscheidend. Mein Start war in Ordnung, aber vor der ersten engen Kurve war ich Seite an Seite mit Augusto Farfus und wollte nicht zuviel Risiko eingehen. Denn es ging heute nicht nur um einen möglichen Sieg für mich, sondern auch um wichtige Punkte für Mike (Rockenfeller). Also habe ich mich dazu entschieden, nicht zu hart zu attackieren, das Auto heil zu lassen und ihn lieber im Rennen ein bisschen zu jagen.“

Jetzt geht es nach Zandvoort und dann zum Finale. Was erwarten Sie?
„Ich mag diese heiße Phase der Saison. Ich persönlich fühle mich sehr wohl, habe gute Erinnerungen an beide Strecken und möchte noch mehr erreichen. Zandvoort und Hockenheim sollten unserem Auto liegen. Und natürlich wird es an der Spitze jetzt richtig spannend und wir alle haben auch ein Auge bei Mike (Rockenfeller) im Kampf um den Titel.“

Dienstag, 17. September 2013

DTM - Unternehmen Titelverteidigung für Bruno Spengler beendet

Mit dem Rennen am Sonntag in Oschersleben ist die Titelverteidingung in diesem Jahr für Bruno Spengler nicht mehr möglich. Bereits nach dem Qualifiying, welches er auf dem ersten Startplatz beendete, wurde er aufgrund eines vertauschten Reifens auf Startplatz sechs rückversetzt.
 
Im Rennen lief es dann, nach einem hervorragenden Start, vermutlich durch Setup-Probleme nicht gut. Bruno Spengler konnte mit der Spitze nicht mithalten und verlor Platz um Platz. Auf Platz sechs liegend kollidierte er schließlich mit Robert Wickens (Mercedes) und schied aus.
 
Das war aber noch nicht das Ende des schwarzen Wochenendes für Bruno Spengler, die Rennkommisare gaben ihm die Schuld an der Kollision mit Wickens und bestraften ihn mit einer Rückversetzung um zwei Startplätze beim nächsten Rennen am 29.09.2013 in Zandvoort.

Montag, 16. September 2013

Alessi/Keilwitz gewinnen auf Corvette 100. ADAC GT Masters-Rennen

Diego Alessi und Daniel Keilwitz (Callaway Competition) haben in ihrer Corvette auf dem Slovakia Ring das 100. Rennen des ADAC GT Masters gewonnen. Die beiden Corvette-Piloten eroberten durch ihren fünften Saisonsieg nach einem packenden Rennen in der Slowakei vor 8.200 Zuschauern (am Wochenende) die Tabellenführung zurück und liegen vor dem Finale in Hockenheim mit 14 Punkten Vorsprung an der Spitze der Fahrerwertung. Christopher Mies und René Rast (Prosperia C. Abt Racing) wahrten ihre Titelchancen mit Platz zwei im Audi R8 ebenso wie ADAC GT Masters-Titelverteidiger Maximilian Götz und Maximilian Buhk (Polarweiss Racing), die im Mercedes-Benz SLS AMG Dritte wurden.

fünfter Saisonsieg und Tabellenführung für Alessi/Keilwitz am Slovakia Ring
Foto: ADAC-Motorsport
"Der Sieg hier kam sehr unerwartet", jubelte Keilwitz. "Schon im vergangenen Jahr sind wir als Tabellenführer ins Finale gestartet, haben aber den Titel knapp verpasst. Ich hoffe, dass wir es in diesem Jahr schaffen, auch nach dem letzten Rennen an der Tabellenspitze zu liegen."
 
Den Grundstein zum Sieg legte Keilwitz mit einem Bilderbuchstart. Von Startposition zehn aus katapultierte sich der Corvette-Pilot gefolgt von Buhk im Mercedes-Benz noch vor der ersten Kurve über die Außenbahn an die Spitze. Durch einen kleinen Fehler von Keilwitz in der Startrunde konnte Buhk dann für wenige Kurven die Führung übernehmen, bevor der Corvette-Pilot konterte und wieder vorn lag. Von dem Moment an ließ sich Keilwitz ebenso wie Teamkollege Alessi nach dem Fahrerwechsel die Führung nicht mehr nehmen.
 
Dabei proftierten die Corvette-Piloten auch vom Pech von Rast/Mies im Audi. Kurz vor dem Fahrerwechsel reduzierte Rast im drittplatzierten Audi mit einer Reihe von Bestzeiten seinen Rückstand auf die Spitzenreiter Keilwitz und Buhk. Durch ein Problem beim Anlassen des Audi nach dem Fahrerwechsel auf Teamkollege Mies gingen aber sechs Sekunden und damit die Chance auf die Führung für das Audi-Duo verloren. Mies ging nach dem Fahrerwechsel knapp hinter Alessi als Zweiter wieder auf die Strecke und brachte seinen Audi 1,747 Sekunden hinter der siegreichen Corvette ins Ziel.
 
"Beim Start habe ich den perfekten Moment erwischt und ich hatte auch etwas Glück, denn die Vorderen sind nicht besonders gut gestartet", erklärte Keilwitz. "Ich war komplett überrascht, vor der ersten Kurve in Führung zu liegen. Im Rennen heute war es deutlich wärmer als an den beiden vergangenen Tagen, das Auto war deutlich besser zu fahren als zuvor."
 
"Ich muss mich bei Daniel bedanken, denn ohne seinen tollen Start hätten wir heute nicht siegen können", so Alessi. "Wir sind mit einer aggressiven Strategie ins das Rennen gegangen, ich hätte aber nicht mehr als Platz fünf oder sechs erwartet. Über unseren Speed im Rennen war ich überrascht, denn in den vergangenen Tagen haben wir uns hier sehr schwer getan."
 
Buhk und Götz sahen die Zielflagge als Dritte und liegen gemeinsam mit Robert Renauer ( Tonino powered by Herberth Motorsport), der im Porsche 911 mit Martin Ragginger Siebter wurde, vor dem Finale in Hockenheim punktgleich in der Fahrerwertung auf Rang zwei. Maximilian Sandritter und Jörg Müller  (PIXUM Team Schubert) fuhren im BMW Z4 GT3 vor dem von der Pole Position gestarteten Audi-Duo Christer Jöns (25, Ingelheim) und Markus Winkelhock (33, Berglen-Steinach / Prosperia C. Abt Racing) als Vierte ins Ziel.
 
Elf Fahrer mit Titelchancen gehen ins Finale in Hockenheim
 
Beim Finale in Hockenheim kämpfen insgesamt elf Fahrer auf Supersportwagen von Corvette, Mercedes-Benz, Porsche, BMW und Audi noch um den Titel. Rechnerische Titelchancen haben auch noch Claudia Hürtgen und Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert) im BMW Z4, die am Sonntag Pech hatten und nach einem Ausrutscher und einer Zeitstrafe nach einem Vergehen beim Boxenstopp als Zehnte noch einen Punkt einfuhren. Eine theoretische Titelchance haben auch noch Simon Knap und Jeroen den Boer (DB Motorsport), die im BMW Z4 das Rennen am Samstag auf dem Slovakia Ring gewannen und am Sonntag Achte wurden.

Rennergebnis 2. Lauf Slovakia Ring (Top-Five):

1. Alessi/Keilwitz, Corvette 206.R GT3,
2. Mies/Rast, Audi R8 LMS Ultra,
3. Götz/Buhk, Mercedes Benz SLS AMG GT3,
4. Sandritter/Müller, BMW Z4 GT3,
5. Jöns/Winkelhock, Audi R8 LMS Ultra.


 

GT-Masters Slovakia Ring - Brillanter Sieg im Regen für Knap/den Boer (BMW)

Simon Knap und Jeroen den Boer (DB Motorsport) haben im BMW Z4 das Premierenrennen des ADAC GT Masters auf dem Slovakia Ring in der Slowakei gewonnen. Die beiden Niederländer siegten bei schwierigen Witterungsbedingungen auf nasser Strecke mit 9,274 Sekunden Vorsprung auf Christer Jöns und Markus Winkelhock (Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8. Claudia Hürtgen und Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert) eroberten im BMW Z4 in einem Fotofinish auf der Ziellinie den dritten Rang.

siegen souverän am Slovakia Ring Siomon Knap und Jeroen den Boer (BMW)
Foto: ADAC-Motorsport
"Nachdem ich unseren BMW von Simon (Knap) für die zweite Rennhälfte übernommen habe, konnte ich gleich zwei Sekunden schneller fahren als meine Verfolger“, sagte den Boer nach dem zweiten ADAC GT Masters-Sieg des niederländischen Teams. „Zum Schluss habe ich dann auf Sicherheit gesetzt und noch etwas Tempo rausgemmen."
 
Das erste Rennen des ADAC GT Masters in der Slowakei wurde nach starken Regenfällen am Vormittag aus Sicherheitsgründen hinter dem Safety-Car gestartet und nach drei Runden freigegeben. Polesetter Frank Kechele (Lambda Performance) übernahm im Ford GT auf regenasser Strecke die Führung, geriet aber sofort unter Druck von Knap. Sieben Runden folgte der Niederländer dem Ford GT, bevor er Kechele in der zehnten Runde überholte und sich an der Spitze sofort absetzte.Bis zum Fahrerwechsel baute Knap den Vorsprung auf fünf Sekunden aus. Nach dem Pflichtboxenstopp setzte den Boer dann die starke und fehlerlose Fahrt fort und lag zwischenzeitlich mit 15,2 Sekunden Vorsprung an der Spitze, bevor er Tempo rausnahm und souverän zum ersten Saisonsieg fuhr.
 
„Im Regen war das Auto heute absolut perfekt, so gut wie hier war der BMW in der gesamten Saison auf nasser Strecke noch nie“, jubelte den Boer nach dem Sieg. „Zum Schluss, als die Strecke etwas abtrocknete, war es dann etwas schwieriger. Aber mein Vorsprung war groß genug.“
 
Hart umkämpft waren die beiden weiteren Podiumsplätze. Winkelhock setzte sich in einem packenden Duell gegen Maximilian Buhk (Polarweiss Racing) im Mercedes-Benz SLS AMG durch und übernahm Rang zwei. In einem Fotofinish auf der Ziellinie mussten sich Buhk und Teamkollege Maximilian Götz auch noch dem BMW von Hürtgen/Baumann beugen.
 
Ergebnis 1. Lauf Slovakia Ring (Top-Five):
 
1. Simon Knap/Jeroen den Boer (DB Motorsport-BMW Z4 GT3),
2. Christer Jöns/Markus Winkelhock (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
3. Claudia Hürtgen/Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3),
4.
Maximilian Götz/Maximilian Buhk (Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
5. Christopher Mies/René Rast (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra).
 
 
 




 

Sonntag, 15. September 2013

DTM Oschersleben - zweiter Saisonsieg für Augusto Farfus

zweiter Saisonsieg für Augusto Farfus
Foto: BMW-Motorsport
Der Kampf um die DTM-Krone ist nur noch ein Fall für zwei. Der Brasilianer Augusto Farfus (BMW) gewinnt in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben das 400. Rennen der DTM-Geschichte vor dem Gesamführenden Mike Rockenfeller und Jamie Green (beide Audi). Nach Fehlern der Konkurrenz kann damit nur noch der 30-jährige Farfus Rockenfeller den Titel 2013 streitig machen. Der aktuelle DTM-Champion Bruno Spengler (BMW), Christian Vietoris und Robert Wickens (beide Mercedes-Benz) beendeten den Lauf ohne Punkte und sind damit vor den letzten beiden Saisonläufen aus dem Titelrennen. Insgesamt 70.500 Fans verfolgten das Rennwochenende in der Magdeburger Börde.
 
Vor dem nächsten Lauf in Zandvoort am 29. September führt Rockenfeller mit 124 Punkten deutlich vor Farfus, der 91 Zähler hat. Selbst bei einem weiteren Erfolg des BMW-Piloten auf dem niederländischen Dünenkurswürde „Rocky“ ein zweiter Platz genügen, um zum ersten Mal DTM-Champion zu werden.

Für Farfus war es nach seinem Auftakterfolg in Hockenheim der zweite Saisonsieg. „Der Schlüssel zum Glück war mein super Start. Ich überholte direkt Jamie Green und war vorn. Die Stopps waren ebenfalls perfekt. Ich bin überglücklich. Wir haben noch eine mathematische Chance auf den Gesamtsieg – und darum kämpfen wir“, sagte der Brasilianer.

Rockenfeller war auch mit Platz zwei zufrieden. „Augusto fuhr heute in einer anderen Liga“, sagte er: „Natürlich will ich den DTM-Titel gewinnen, am liebsten schon in Zandvoort. Aber wenn das nicht klappt, warte ich auch gerne bis Hockenheim.“ Zu der Kollision zwischen den Verfolgern Spengler und Wickens in Runde 38, nach der die beiden Kanadier ihre Fahrzeuge abstellen mussten, sagte der Gesamtführende: „Jeder weiß, dass man das Rennen beenden muss, wenn man Punkte mitnehmen will.“

Nachdem Green das Startduell gegen Farfus verloren hatte, musste er nur noch Rockenfeller vorbeiziehen lassen. Der dritte Platz ist das bisher beste Ergebnis des Briten seit dem Wechsel zu Audi vor Beginn dieser Saison. „Ich musste lange auf dieses Resultat warten und bin sehr sehr glücklich“, erklärte Green. Beeindruckend war das Mannschaftsergebnis der Ingolstädter: Insgesamt acht Audi fuhren in Oschersleben in die Top-Ten.

Bester Mercedes-Benz-Pilot war Gary Paffett. Der Brite startete in seinem 100. DTM-Rennen von Platz zwölf und arbeitete sich bis auf Rang sechs vor. „Eigentlich bin ich mit dem Rennen gar nicht so unzufrieden. Die Konkurrenz war stark, aber nicht unschlagbar. Man kann sagen, dass ich mein Rennen eigentlich im Qualifying verloren habe“, erklärte der DTM-Champion von 2005. Die Hoffnungen seines Markenkollegen Christian Vietoris auf den Gesamtsieg waren ebenfalls bereits nach dem Qualifying am Samstag auf ein Minimum geschrumpft. Vietoris begann das Rennen als 20. und sah als 18. die Zielflagge.

Rennergebnis Oschersleben (Top-Five):

1. Augusto Farfus   BMW M3 DTM,
2. Mike Rockenfeller   Audi RS5 DTM,
3. Jamie Green   Audi RS5 DTM,
4. Filipe Albuquerque   Audi RS5 DTM,
5. Timo Scheider   Audi RS5 DTM.