Donnerstag, 12. September 2013

FIA Formula E Championchip stellt Rennwagen vor

FIA-Präsident Jean Todt und Alejandro Agag, CEO der Formula E Holding, zeigte den mit Spannung erwarteten neuen vollelektrischen Rennwagen Renault SRT-01E am der Tag der Eröffnung der renommierten 65. Internationale Frankfurt Motor Show .
 


Das Fahrzeug wurde durch die Firma Spark Racing Technology unter Leitung von Frederic Vasseur gebaut und soll im Rahmen der ab September 2014 stattfindendn FIA Formula E Championchip eingesetzt werden. Das Monocoque-Chassis wurde von der italienischen Firma Dallara gebaut und hat bereits die FIA Crashtest bestanden. Der Elektromotor, das Getriebe und die Elektrik sind von McLaren Electronics Systems entworfen und gebaut worden.
 


Williams Advanced Engineering, als Teil der Williams-Gruppe, die auch das Williams Formel 1 Team umfasst ist verantwortlich für die Planung und Lieferung der Batterien und des Batterie-Management-Systems. Für die Performence-Optimierung und den Antriebsstrang war Renault Sport Technologies zuständig.

Die 18 Zollreifen wurden von Michelin entwickelt und sollen besonders Langlebig sein und damit den Nachhaltigkeitscharakter der Serie unterstützen.
„Ich gratuliere allen Partnern die an der Entwicklung und Produktion dieses Rennwagens beteiligt waren, sie haben eine phantastische Arbeit geleistet.“ sagte FIA-Präsident Jean Todt.
Das Rennfahrzeug das bereits seit 10 Monaten in der Fertigung ist wird in der ersten Saison von allen 10 Teams mit insgesamt zwanzig Fahrern eingesetzt werden. Zukünftig sollen weitere Hersteller ermutigt werden ein eigenes Fahrzeug zu entwickeln und einzusetzten, da die neie Null-Emmissions-Rennsportserie eine offene Meisterschaft sein soll.

Insgesamt wird die Firma Spark Racing Technology für der erste Saison insgesamt 42 Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Damit stehen jedem Fahrer während des einstündigen Rennens zwei Autos zur Verfügung.
Sir Frank Williams, Gründer und Teamchef von Williams, kommentiert. „Motorsport bewegt sich auf eine grünere Zukunft zu und die FIA Formula E Championship wird eine erstklassige Gelegenheit sein um die neuesten grünen Technologien, die ihren Ursprung im Motorsport hat zur Schau zu stellen. Williams hat eine Geschichte in der Entwicklung hybrider Technologien und wir sind stolz darauf, den Akku und das Batterie-Management-System für die neue Rennserie beigesteuert zu haben.“

Mittwoch, 11. September 2013

DTM Oscherleben - Audi bereit für Endspurt im Titelkampf

  • Mike Rockenfeller kommt als Tabellenführer nach Oschersleben
  • Timo Scheider hat in der Magdeburger Börde schon zweimal gewonnen
  • DTM-Leiter Dieter Gass: „Wollen geschlossene Mannschaftsleistung“
Mike Rockenfeller kommt als Tabellenführer nach Oschersleben
Foto: Audi-Motorsport
 
Mit dem achten Saisonlauf geht der DTM-Titelkampf endgültig in die heiße Phase. Audi-Pilot Mike Rockenfeller reist mit einem Vorsprung von 35 Punkten nach Oschersleben (13. bis 15. September). Die Mannschaft aus Ingolstadt und Neckarsulm setzt im Endspurt der Saison auf eine starke Teamleistung.
Mike Rockenfeller und seine Markenkollegen haben beste Erinnerungen an den 3,696 Kilometer langen Kurs nahe Magdeburg – allen voran Timo Scheider. 13 Rennen hat er insgesamt in Oschersleben bestritten und hält damit die Bestmarke im aktuellen Starterfeld. Das Rennen in Oschersleben gewann Scheider in seinen beiden Meisterjahren 2008 und 2009. Mattias Ekström hat sich 2011 in die Siegerliste eingetragen und Mike Rockenfeller feierte dort im Mai 2007 bei seinem zweiten Rennen seinen ersten DTM-Podiumsplatz überhaupt.
Jetzt kommt der 29 Jahre alte Deutsche als Tabellenführer nach Oschersleben. Die Vorzeichen sind gut: „Rocky“ hat 35 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Christian Vietoris, maximal 75 Zähler sind noch zu holen. Punktet Rockenfeller auch im achten Rennen in Folge, kann er sich für die verbleibenden zwei Rennen in Zandvoort und Hockenheim eine optimale Ausgangsposition verschaffen.
Der Kurs in Oschersleben gehört seit dem Comeback der DTM im Jahr 2000 zum Kalender der Serie und hat schon oft für spannende Rennen gesorgt. Berühmt-berüchtigt ist die enge Links-rechts-Kombination am Ende der Start-Ziel-Geraden, die für hautenge Manöver sorgt. Für den Einsatz des „Drag Reduction System“ (DRS), mit dem die Fahrer den Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flach stellen, bietet sich neben der Zielgeraden auch die Gegengerade an. Ideal für die Fans: Von mehreren Tribünen können sie das gesamte Infield überblicken und verpassen keine Aktion der DTM-Akteure.
So lief es im Vorjahr: Audi ohne Rennglück

Nach dem souveränen Dreifachsieg beim vorangegangenen Lauf in Zandvoort belegte Audi in Oschersleben nach viel Pech in der Startrunde die Plätze sechs, acht, neun und zehn. Vor 71.000 Zuschauern war Mike Rockenfeller auf Rang sechs der bestplatzierte Audi-Pilot. Mattias Ekström blieb am Start stehen und fiel vom fünften auf den 19. Platz zurück. Anschließend war er zeitweise der schnellste Fahrer im Feld, machte Platz um Platz gut und arbeitete sich in die Punkteränge nach vorn. Am Ende belegte Ekström Rang acht. Filipe Albuquerque holte als Neunter zwei Punkte. Ein Punkt für Platz zehn blieb Timo Scheider.


im Vorjahr lief es nicht so gut für Audi es siegte BMW mit Bruno Spengler, der später auch Meister wurde
Foto: DTM-Media

Alle Oschersleben-Sieger seit 2001
2001 Marcel Fässler (Mercedes-Benz)
2004 Tom Kristensen (Audi)
2005 Gary Paffett (Mercedes-Benz)
2006 Tom Kristensen (Audi)
2007 Gary Paffett (Mercedes-Benz)
2008 Timo Scheider (Audi)
2009 Timo Scheider (Audi)
2010 Paul Di Resta (Mercedes-Benz)
2011 Mattias Ekström (Audi)
2012 Bruno Spengler (BMW)

 
 

Supersport 600 Sachsenring – Kevin Wahr nicht zu schlagen

1.     Rennen

Der Trainingsschnellste Kevin Wahr (Yamaha), gewnn den Start und konnte sich in Folge schnell vom  Feld absetzen. Mit einem Vorsprung von mehr als zwölf Sekunden fuhr er als Erster über die Zielgerade und gewann somit das erste Rennen der Supersport 600-Klasse am Sonnabend.

Für den bisherigen Tabellenzweiten, den Piloten des Kawasaki Schnock Teams, Roman Stamm wurde es in der letzten Runde noch einmal eng. Mit weniger als einer hundertstel Sekunde Vorsprung rettete er sich vor Luca Grünwald (Yamaha) ins Ziel.

Luca Grünwald fuhr nach einem verpatzten Start aber noch die Rundenbestzeit und konnte kurz vor Schluss noch Markenkollege Stefan Kerschbaumer auf Rang vier verweisen.

Kevin Wahr (vorn) und Roman Stamm dominierten beide Supersport 600 Läufe
Foto: Jens Hawrda

2. Rennen
Wie bereits im ersten Rennen der Supersportler fuhren Kevin Wahr (Yamaha) und Roman Stamm (Kawasaki) dem Rest des Feldes davon und lieferten sich ein einsames Rennen an der Spitze. Mit knapp zwei Sekunden Vorsprung entschied Wahr das Rennen für sich und holte sich den ersten Platz auf dem Podium. Stamm, der im ersten Rennen noch zu kämpfen hatte, konnte mit einem überarbeiteten Fahrwerk im heutigen zweiten Rennen Wahrs Zeiten mithalten. Durch kleinere Fehler in den letzten Runden musste er sich jedoch mit einem zweiten Platz zufrieden geben.

Jan Bühn (Yamaha) konnte sich im Laufe des Rennens immer weiter auf die beiden führenden aufschließen und landete mit einem Rückstand von nur drei hundertstel Sekunden auf Platz drei.  

Dann dauerte es schon gute vier Sekunden bis auch Markenkollege Luca Grünwald die schwarz/weiße Flagge. Stefan Kerschbaumer (ebenfalls Yamaha) kam als Fünfter ins Ziel.

Leon Bovee, der als Fünfter startete, fiel nach einem kurzweiligen Offroad-Ausritt auf den letzten Platz zurück und konnte schlussendlich nur noch als Dreizehnter das Rennen beenden.

Rennergebnis Sachsenring 1.Lauf (Top-Five):

1. Kevin Wahr (Yamaha YZF-R6),
2. Romann Stamm (Kawasaki ZX-6R),
3. Luca Grünwad (Yamaha YZF-R6),
4. Stefan Kerschbaumer (Yamaha YZF-R6),
5. Jed Metcher (Suzuki GSX-R600).

Rennergebnisse Sachsenring 2. Lauf (Top-Five):
 
1. Kevin Wahr (Yamaha YZF-R6),
2. Romann Stamm (Kawasaki ZX-6R),
3. Jan Bühn (Yamaha YZF-R6),
4. Luca Grünwald (Yamaha YZF-R6),
5. Stefan Kerschbaumer (Yamaha YZF-R6).

Dienstag, 10. September 2013

Superbike IDM Sachsenring - Martin Bauer war das Maß der Dinge

1.     Rennen:

Markus Reiterberger (BMW) versuchte es, aber er konnte den Angriffen Martin Bauers nicht viel entgegensetzen. Martin Bauer fuhr mit der Ducati Panigale des neufomierten 3C-Racing Teams den Sieg heraus. Das wird vor allem Dario Giuseppetti gefreut haben, schließlich ist das neue Team um ihn herum und für sein Comeback formiert worden.


Dario Giuseppetti war als
Gast am Sachsenring
Foto:Jens Hawrda

Martin Bauer wird für das Ducati Team die drei letzten Saisonveranstaltungen bestreiten und trägt so zur Vorbereitung der Saison 2014 für Dario Giuseppetti bei. Michael Ranseder (Honda) wurde Dritter.
 
Titelverteidiger Erwan Nigon (BMW) konnte in die Punktevergabe am Sachsenring nicht eingreifen, da er sich beim samstäglichen Abschlusstraining den Fuß brach.

Im ersten Lauf gab es bereits nach der ersten Rund eine fast einstündige Unterbrechung. Joshua Day (HPC-Power Suzuki Racing) ging der Motor hoch, so dass der Lauf sofort abgebrochen und dan mit auf 15 Runden verkürzter Distanz neu gestartet wurde.
 


zweiter Lauf: Martin Bauer vor Max Neukirchner (beide Ducati)
Foto: Jens Hawrda

2. Rennen:

Auch das zweite Rennen endete mit einem Sieg für Martin Bauer obwohl Max Neukirchner die Ziellienie als erster überquerte. Neukirchner der in diesem Jahr die Superbike-WM bestreitet war als Gaststarter in der gemeinsam mit der Superbike gestarteten Superstock 1000-Klasse unterwegs. Die beiden Klassen werden zwar gemeinsam gestartet, aber getrennt gewertet.
Neukirchner blieb als Startmöglichkeit nur Superstock-Klasse, da seine Superbikes bereits auf dem Weg zum nächsten WM-Lauf nach Istanbul waren.

Max Neukirchner (Ducati Panigale) vor dem Start zum zweiten Rennen
Foto: Jens Hawrda
Der Tscheche Matej Smrz beendete seine Saison am Sachsenring vorzeitig. Der Yamaha-Fahrer zählte zu Beginn der Saison zu den Titelfavoriten, doch nach mehreren Stürzen - der letzte war vor einer Woche bei seinem Wild Card-Auftritt bei der Superbike-WM auf dem Nürburgring - hatte er sich immer mehr die rechte Hand lädiert. Weil er im ersten Superbike-Rennen kein richtiges Gefühl in der Hand verspürte und immer weiter zurückfiel, zog er jetzt den Schluss-Strich: Smrz lässt seine Hand nach bereits jahrelangen Problemen operieren.
 


Foto: Jens Hawrda

Ergebnisse 1. Rennen (Top-Five):


1. Martin Bauer   Ducati 1199 Panigale,
2. Markus Reiterberger BMW S 1000 RR,
3. Michael Ranseder Honda CBR 1000 RR,
4. Damian Cudlin BMW S 1000 RR,
5. Freddy Foray Honda CBR 1000 RR.
 


Martin Bauer konnte zufrieden sein, zwei Siege war das mögliche Maximalergebnis
Foto: Jens Hawrda

Ergebnisse 2. Rennen (Top-Five):
 
1. Martin Bauer Ducati 1199 Panigale,
2. Markus Reiterberger BMW S 1000 RR,
3. Michael Ranseder Honda CBR 1000 RR,
4. Freddy Foray Honda CBR 1000 RR,
5. Gareth Jones Yamaha YZF-R1.





DTM - Nachgefragt bei … Timo Scheider

Timo Scheider
Foto:Jans Hawrda
Mit welchen Gedanken reisen Sie am Wochenende nach Oschersleben?

Oschersleben ist für mich eine Strecke mit ganz besonderen Erinnerungen. Den Tag meines ersten DTM-Sieges dort im Jahr 2008 werde ich nie vergessen – damals fiel nach all den Jahren eine große Last von meinen Schultern. Im selben Jahr habe ich den Titel geholt und auch 2009 habe ich erst in Oschersleben gewonnen und bin dann Meister geworden. Der Wohlfühlfaktor ist dort also extrem hoch.


Wie haben Sie die Sommerpause verbracht?
Ich habe versucht, die Akkus so gut wie möglich aufzuladen, was gut funktioniert hat. Ein sehr schönes Erlebnis war ein Tag, den ich gemeinsam mit meinem Ingenieur und meinen Mechanikern auf einem Boot auf dem Bodensee verbracht habe. Mit einem gemeinsamen Sprung ins Wasser haben wir zum Abschluss eines tollen Nachmittages unsere momentane Pechsträhne ertränkt.
 
Wie wichtig ist Ihnen der Begriff Teamwork?
Wenn ich eines in meinen fast eineinhalb Jahrzehnten DTM gelernt habe: Es geht nur gemeinsam. Das sagt sich immer leicht, wenn man oben steht, ist aber noch viel entscheidender, wenn es mal nicht so läuft. Ich habe schon beides erleben dürfen und weiß deshalb, wie schön es ist, wenn man nach einer Durststrecke wieder erfolgreich ist. Meine Jungs und ich sind topmotiviert, dort wieder hinzukommen. Wir wollen in den drei letzten Saisonrennen zeigen, was wir drauf haben.

Als Warm-up für den Endspurt der Saison haben Sie an diesem Wochenende ein 24-Stunden-Radrennen auf der Nürburgring-Nordschleife absolviert. Wie fühlen sich die Beine an?
Das werde ich wohl erst morgen genau beantworten können, aber zum Glück habe ich in den letzten Wochen hart trainiert. Aber es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und diente ja vor allem einem guten Zweck: Ich bin für die „Stunde des Herzens“ am Start gewesen, einer Organisation, die sich für benachteiligte Kinder einsetzt und die ich seit langem gern unterstütze. Wir waren dort mit mehreren Jungs im Einsatz und konnten viel Geld für Kinder einfahren, die Hilfe dringend nötig haben.