Mittwoch, 11. September 2013

Supersport 600 Sachsenring – Kevin Wahr nicht zu schlagen

1.     Rennen

Der Trainingsschnellste Kevin Wahr (Yamaha), gewnn den Start und konnte sich in Folge schnell vom  Feld absetzen. Mit einem Vorsprung von mehr als zwölf Sekunden fuhr er als Erster über die Zielgerade und gewann somit das erste Rennen der Supersport 600-Klasse am Sonnabend.

Für den bisherigen Tabellenzweiten, den Piloten des Kawasaki Schnock Teams, Roman Stamm wurde es in der letzten Runde noch einmal eng. Mit weniger als einer hundertstel Sekunde Vorsprung rettete er sich vor Luca Grünwald (Yamaha) ins Ziel.

Luca Grünwald fuhr nach einem verpatzten Start aber noch die Rundenbestzeit und konnte kurz vor Schluss noch Markenkollege Stefan Kerschbaumer auf Rang vier verweisen.

Kevin Wahr (vorn) und Roman Stamm dominierten beide Supersport 600 Läufe
Foto: Jens Hawrda

2. Rennen
Wie bereits im ersten Rennen der Supersportler fuhren Kevin Wahr (Yamaha) und Roman Stamm (Kawasaki) dem Rest des Feldes davon und lieferten sich ein einsames Rennen an der Spitze. Mit knapp zwei Sekunden Vorsprung entschied Wahr das Rennen für sich und holte sich den ersten Platz auf dem Podium. Stamm, der im ersten Rennen noch zu kämpfen hatte, konnte mit einem überarbeiteten Fahrwerk im heutigen zweiten Rennen Wahrs Zeiten mithalten. Durch kleinere Fehler in den letzten Runden musste er sich jedoch mit einem zweiten Platz zufrieden geben.

Jan Bühn (Yamaha) konnte sich im Laufe des Rennens immer weiter auf die beiden führenden aufschließen und landete mit einem Rückstand von nur drei hundertstel Sekunden auf Platz drei.  

Dann dauerte es schon gute vier Sekunden bis auch Markenkollege Luca Grünwald die schwarz/weiße Flagge. Stefan Kerschbaumer (ebenfalls Yamaha) kam als Fünfter ins Ziel.

Leon Bovee, der als Fünfter startete, fiel nach einem kurzweiligen Offroad-Ausritt auf den letzten Platz zurück und konnte schlussendlich nur noch als Dreizehnter das Rennen beenden.

Rennergebnis Sachsenring 1.Lauf (Top-Five):

1. Kevin Wahr (Yamaha YZF-R6),
2. Romann Stamm (Kawasaki ZX-6R),
3. Luca Grünwad (Yamaha YZF-R6),
4. Stefan Kerschbaumer (Yamaha YZF-R6),
5. Jed Metcher (Suzuki GSX-R600).

Rennergebnisse Sachsenring 2. Lauf (Top-Five):
 
1. Kevin Wahr (Yamaha YZF-R6),
2. Romann Stamm (Kawasaki ZX-6R),
3. Jan Bühn (Yamaha YZF-R6),
4. Luca Grünwald (Yamaha YZF-R6),
5. Stefan Kerschbaumer (Yamaha YZF-R6).

Dienstag, 10. September 2013

Superbike IDM Sachsenring - Martin Bauer war das Maß der Dinge

1.     Rennen:

Markus Reiterberger (BMW) versuchte es, aber er konnte den Angriffen Martin Bauers nicht viel entgegensetzen. Martin Bauer fuhr mit der Ducati Panigale des neufomierten 3C-Racing Teams den Sieg heraus. Das wird vor allem Dario Giuseppetti gefreut haben, schließlich ist das neue Team um ihn herum und für sein Comeback formiert worden.


Dario Giuseppetti war als
Gast am Sachsenring
Foto:Jens Hawrda

Martin Bauer wird für das Ducati Team die drei letzten Saisonveranstaltungen bestreiten und trägt so zur Vorbereitung der Saison 2014 für Dario Giuseppetti bei. Michael Ranseder (Honda) wurde Dritter.
 
Titelverteidiger Erwan Nigon (BMW) konnte in die Punktevergabe am Sachsenring nicht eingreifen, da er sich beim samstäglichen Abschlusstraining den Fuß brach.

Im ersten Lauf gab es bereits nach der ersten Rund eine fast einstündige Unterbrechung. Joshua Day (HPC-Power Suzuki Racing) ging der Motor hoch, so dass der Lauf sofort abgebrochen und dan mit auf 15 Runden verkürzter Distanz neu gestartet wurde.
 


zweiter Lauf: Martin Bauer vor Max Neukirchner (beide Ducati)
Foto: Jens Hawrda

2. Rennen:

Auch das zweite Rennen endete mit einem Sieg für Martin Bauer obwohl Max Neukirchner die Ziellienie als erster überquerte. Neukirchner der in diesem Jahr die Superbike-WM bestreitet war als Gaststarter in der gemeinsam mit der Superbike gestarteten Superstock 1000-Klasse unterwegs. Die beiden Klassen werden zwar gemeinsam gestartet, aber getrennt gewertet.
Neukirchner blieb als Startmöglichkeit nur Superstock-Klasse, da seine Superbikes bereits auf dem Weg zum nächsten WM-Lauf nach Istanbul waren.

Max Neukirchner (Ducati Panigale) vor dem Start zum zweiten Rennen
Foto: Jens Hawrda
Der Tscheche Matej Smrz beendete seine Saison am Sachsenring vorzeitig. Der Yamaha-Fahrer zählte zu Beginn der Saison zu den Titelfavoriten, doch nach mehreren Stürzen - der letzte war vor einer Woche bei seinem Wild Card-Auftritt bei der Superbike-WM auf dem Nürburgring - hatte er sich immer mehr die rechte Hand lädiert. Weil er im ersten Superbike-Rennen kein richtiges Gefühl in der Hand verspürte und immer weiter zurückfiel, zog er jetzt den Schluss-Strich: Smrz lässt seine Hand nach bereits jahrelangen Problemen operieren.
 


Foto: Jens Hawrda

Ergebnisse 1. Rennen (Top-Five):


1. Martin Bauer   Ducati 1199 Panigale,
2. Markus Reiterberger BMW S 1000 RR,
3. Michael Ranseder Honda CBR 1000 RR,
4. Damian Cudlin BMW S 1000 RR,
5. Freddy Foray Honda CBR 1000 RR.
 


Martin Bauer konnte zufrieden sein, zwei Siege war das mögliche Maximalergebnis
Foto: Jens Hawrda

Ergebnisse 2. Rennen (Top-Five):
 
1. Martin Bauer Ducati 1199 Panigale,
2. Markus Reiterberger BMW S 1000 RR,
3. Michael Ranseder Honda CBR 1000 RR,
4. Freddy Foray Honda CBR 1000 RR,
5. Gareth Jones Yamaha YZF-R1.





DTM - Nachgefragt bei … Timo Scheider

Timo Scheider
Foto:Jans Hawrda
Mit welchen Gedanken reisen Sie am Wochenende nach Oschersleben?

Oschersleben ist für mich eine Strecke mit ganz besonderen Erinnerungen. Den Tag meines ersten DTM-Sieges dort im Jahr 2008 werde ich nie vergessen – damals fiel nach all den Jahren eine große Last von meinen Schultern. Im selben Jahr habe ich den Titel geholt und auch 2009 habe ich erst in Oschersleben gewonnen und bin dann Meister geworden. Der Wohlfühlfaktor ist dort also extrem hoch.


Wie haben Sie die Sommerpause verbracht?
Ich habe versucht, die Akkus so gut wie möglich aufzuladen, was gut funktioniert hat. Ein sehr schönes Erlebnis war ein Tag, den ich gemeinsam mit meinem Ingenieur und meinen Mechanikern auf einem Boot auf dem Bodensee verbracht habe. Mit einem gemeinsamen Sprung ins Wasser haben wir zum Abschluss eines tollen Nachmittages unsere momentane Pechsträhne ertränkt.
 
Wie wichtig ist Ihnen der Begriff Teamwork?
Wenn ich eines in meinen fast eineinhalb Jahrzehnten DTM gelernt habe: Es geht nur gemeinsam. Das sagt sich immer leicht, wenn man oben steht, ist aber noch viel entscheidender, wenn es mal nicht so läuft. Ich habe schon beides erleben dürfen und weiß deshalb, wie schön es ist, wenn man nach einer Durststrecke wieder erfolgreich ist. Meine Jungs und ich sind topmotiviert, dort wieder hinzukommen. Wir wollen in den drei letzten Saisonrennen zeigen, was wir drauf haben.

Als Warm-up für den Endspurt der Saison haben Sie an diesem Wochenende ein 24-Stunden-Radrennen auf der Nürburgring-Nordschleife absolviert. Wie fühlen sich die Beine an?
Das werde ich wohl erst morgen genau beantworten können, aber zum Glück habe ich in den letzten Wochen hart trainiert. Aber es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und diente ja vor allem einem guten Zweck: Ich bin für die „Stunde des Herzens“ am Start gewesen, einer Organisation, die sich für benachteiligte Kinder einsetzt und die ich seit langem gern unterstütze. Wir waren dort mit mehreren Jungs im Einsatz und konnten viel Geld für Kinder einfahren, die Hilfe dringend nötig haben.


Freitag, 6. September 2013

IDM-Superbike am Sachsenring wartet mit Überraschungen auf

  • Stefan Bradl kommt zur Autogrammstunde
  • Superbike-WM-Pilot Max Neukirchner als Gaststarter
  • Martin Bauer mit Ducati Panigale leistet Entwicklungsarbeit für neues Team um Dario Giuseppetti
 
Am komenden Wochenende wird die deutsche Motorradmeisterschaft zum zehnten Mal in Folge auf dem Grand-Prix-Kurs in Sachsen gastieren. Ein hochkarätiges Fahrerfeld wird für spannende Rennen in allen Klassen sorgen.

So wird zum Beispiel der deutsche Suberbike-WM Pilot Max Neukirchner als Gaststarter in der Superbike IDM mit einer Ducati Panigale am Start stehen. Als ein weiterer alter Bekannter wird Martin Bauer am Start stehen. Er wird mit dem neu formierten Team 3C-Racing powered by 3C-Carbon die drei nochausstehenden Saisonrennen (Sachsenring, Hockenheim, Lausitzring) ebenfalls mit einer Ducati Panigale bestreiten. Martin Bauer leistet damit wertvolle Unterstützung für das neue Team, das ursprünglich auf ein Comeback des im Frühjahr gestürzten Dario Giuseppetti gehofft hatte. Nun leistet Martin Bauer unter dem Motto „Martin für Dario“ Entwicklungshilfe für das Team um im Jahr 2014, dann hoffentlich mit dem vollständig genesenen Dario Giuseppetti, konkurenzfähig zu sein.

Ein weiteres Highlight des Wochenendes wird der Besuch des deutschen MotoGP Fahrers Stefan Bradl am Sonntag am Sachsenring sein. Der Honda-Pilot und Moto2-Weltmeister, der Mitt Juli beim deutschen Grand-Prix auf demSachsenring einige Runden das Feld der MotoGP anführte und dann einen starken vierten Platz herausfuhr wird ab 15.15 Uhr gemeinsam mit dem Streckensprecher das Superbike-Rennen live aus der Sprecherkabine des Sachsenrings kommentieren. Vorher wird Stefan Bradl um 14.00 Uhr in der Honda Hospitality (Fahrerlager 1) für ein kurzes Interview und eine Autogrammstunde zur Verfügung stehen.

Mittwoch, 4. September 2013

DTM - Nachgefragt bei Lucas di Grassi

Foto: Audi-Motorsport

Sie kamen direkt vom Red Bull Ring in Österreich zum WEC-Lauf nach São Paulo. Wie ist Ihr erster DTM-Test verlaufen?

Das war eine großartige Erfahrung, für die ich Audi sehr dankbar bin. Ich war zum ersten Mal auf dem Red Bull Ring. Der RS 5 DTM ist ein faszinierendes Auto. Ich habe mich schon nach kurzer Zeit wie Zuhause gefühlt. Es dauerte nicht lange, um sich an das Limit heranzutasten. Die DTM ist eine Serie auf höchstem Niveau und der RS 5 DTM verlangt natürlich eine spezielle Fahrtechnik. Schade, dass uns das ständig wechselnde Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Der Vergleich von Zeiten ist kaum aussagekräftig. Dennoch war der Test eine überaus positive Erfahrung.




In Ihrer Karriere sind Sie mit Formel-Fahrzeugen groß geworden, seit einem Jahr fahren Sie rtwagen. Wie fühlt sich im Vergleich dazu ein DTM-Rennwagen an?
 

Ich glaube, es gibt weltweit keine Tourenwagen-Klasse, die einem LMP-Sportwagen so ähnlich ist wie der DTM-Rennwagen. Der RS 5 DTM erzeugt viel Abtrieb und ist auch relativ leicht. Absolut erstaunlich ist sein Bremsvermögen. Dank der Carbonbremsen und des Abtriebs kann man sehr spät bremsen und das Auto bleibt stabil. Es war schön zu sehen, dass Mattias Ekström und ich grundsätzlich die gleichen Ansichten zu dem Auto teilen. Unsere Fahrtechniken und die Rückmeldungen an die Ingenieure waren sehr ähnlich.
 
Liegt Ihre Zukunft in der DTM?
Nein, denn einer der Gründe für meinen Einsatz bestand darin, dass bei Tests auch Rookies zugelassen sind – und im DTM-Auto bin ich natürlich ein Rookie. Ich habe mit Audi einen mittelfristigen Vertrag und ich identifiziere mich voll und ganz mit dem LMP-Programm, für das ich auch im nächsten Jahr bereits eingeplant bin. Ich hoffe, ich konnte mit der Kombination aus meiner Formel-1- und LMP-Erfahrung und mit meinem Feedback den DTM-Kollegen ein ganz kleines bisschen helfen – auch wenn jeder weiß, dass im DTM-Programm von Audi exzellente Fahrer und hervorragendes Personal unter Vertrag sind, die auch ohne mich sehr genau wissen, was sie tun.