Donnerstag, 9. Oktober 2025

IDM Supersport: Siebdrath mit Wildcard auf Honda zur WM

Erster Ausritt auf der Honda für Marvin Siebdrath.
In zweieinhalb Wochen fährt er damit in der Supersport-WM
Foto: Stefan Schmidt

Nur einen Tag nach dem großen IDM-Finale in Hockenheim ging es für Supersportler Marvin Siebdrath weiter – im neuen Team, auf einem neuen Motorrad, in neuer schwarzer Leder-Montur. Der Sachse fuhr im badischen Motodrom zum ersten Mal die Honda von MCA Racing und steht auch gleich vor dem ersten Wildcard-Einsatz seines Lebens in der Supersport-Weltmeisterschaft.

Mit zwei Podiumsplätzen im Laufe des Jahres, darunter dem Sieg in Most, hat sich Marvin Siebdrath als Gesamt-Siebter der IDM Supersport vom Team Yamalube Motorsport Kofler verabschiedet. Seine Zukunft heißt ab sofort Honda. Der Wechsel war schon vor dem Finale beschlossene Sache.

Beim ersten Test am vergangenen Montag war der 21-jährige Siebdrath äußerst angenehm überrascht von seinem neuen Arbeitsgerät und meinte: „Das hat mir alles sehr gut gefallen.“ Die CBR 600 RR wurde für ihn leicht modifiziert. Sitzbank, Lenker und Fußrasten mussten verändert werden. Siebdrath ist knapp 15 Zentimeter größer als Dirk Geiger, sein Vorgänger im Team MCA Racing.

Siebdrath steht vor dem ersten WM-Lauf in seiner Karriere

Dann kam die Sensation des Tages: Siebdrath wird vom 17. bis 19. Oktober in Spanien seine Premiere in der Supersport-Weltmeisterschaft zu geben. Der Wildenfelser wird dann zwar erst zum zweiten Mal auf der Honda sitzen, doch Teamchef Stefan Schmidt ist optimistisch, dass Siebdrath seinen Job auf und neben der Rennstrecke erledigen wird. Das heißt unter anderem: Das Team soll zusammenwachsen und jeder Kilometer mehr Erfahrung auf dem Motorrad bringen. Für den Neuzugang kam alles völlig überraschend und er will in Jerez alle Chancen nutzen, „denn wer weiß, wann es die nächste Möglichkeit für eine Wildcard gibt.“

Trotz aller Freude – ein Wermutstropfen bleibt. Ein Wildcard-Einsatz war auch für Siebdraths Teamkollegen Julius Caesar Rörig vorgesehen. Doch daraus wird nichts. Der Junior des Teamchefs stürzte im IDM-Finale von Hockenheim beim Angriff auf den siebten Platz in der SACHS-Kurve. Dabei brach er sich das Schlüsselbein.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

DTM-Meistergala in Hockenheim: Pokale für Fahrer, Teams und Hersteller

Night of the Champions 2025, Hockenheim: Maro Engel, Ayhancan Güven, Lucas Auer, Thomas Voss (v.l.n.r.)
Foto: ADAC-Motorsport

Mit der „Night of the Champions“ fand die DTM-Saison 2025 am Abend des Finalsonntags ihren feierlichen Abschluss. Im Porsche Experience Center am Hockenheimring Baden-Württemberg erhielt der neue Champion Ayhancan Güven bei der offiziellen Preisverleihung den Meisterpokal. Erstmals in der über 40-jährigen Geschichte der DTM geht die Trophäe damit in die Türkei. Vizemeister wurde Mercedes-AMG-Fahrer Lucas Auer vor seinem Markenkollegen Maro Engel. ProSieben-Moderator Matthias Killing führte bei der Gala durchs Programm.

Güvens Team Manthey EMA hatte gleich mehrfach Grund zur Freude: Der Rennstall aus Meuspath sicherte sich auch den Sieg in der Teamwertung. Nicolas Raeder (Geschäftsführer Manthey Racing GmbH) nahm bei der Abschlussgala den Pokal von Thomas Voss (ADAC Motorsportchef) entgegen. Als bester Youngster wurde zudem Morris Schuring geehrt. Der Niederländer vom Manthey Junior Team gewann den „Rookie of the Year“-Titel.

Zum Herstellermeister der abgelaufenen DTM-Saison kürte sich Mercedes-AMG. Die Marke mit dem Stern holte den Titel bereits zum 16. Mal nach Affalterbach. Christoph Sagemüller (Leiter Mercedes-AMG Motorsport) erhielt dafür bei der „Night of the Champions“ die Siegertrophäe. Auch bei den Reifenwechseln glänzte Mercedes-AMG: Niemand wechselte die Pirelli-Reifen so schnell wie das Mercedes-AMG Team Winward Racing, das damit die „Pitstop Challenge presented by IG Europe“ für sich entschied. In neun der 16 Rennen gelang der Mannschaft der schnellste Boxenstopp – darunter am Norisring mit 5,652 Sekunden auch der beste der Saison.


Ayhancan Güven – der DTM-Champion 2025 im Porträt

  • Porsche-Pilot feiert nach historischem Manöver größten Erfolg seiner Karriere
  • Vom Simracing mit den Formel-1-Stars Verstappen und Norris zum DTM-Titel

Ayhancan Güven freut sich über seinen ersten DTM-Titel
Foto: ADAC-Motorsport

Mutig, entschlossen und kompromisslos – so erkämpfte sich Ayhancan Güven von Manthey EMA in diesem Jahr den DTM-Titel. Mit einem denkwürdigen Überholmanöver wenige Meter vor dem Ziel holte sich der Porsche-Pilot auf dem Hockenheimring den Sieg und damit die DTM-Krone. „Dieser Titel bedeutet mir alles, für so einen Erfolg habe ich mein ganzes Leben gearbeitet. Als kleiner Junge hätte ich mir niemals vorstellen können, eines Tages DTM-Champion zu sein“, sagte Güven, der als erster DTM-Gesamtsieger aus der Türkei Motorsportgeschichte schrieb, nach der Pokalübergabe.

Schon beim Auftakt in Oschersleben ließ er keine Zweifel an seinen Ambitionen. Mit seinem ersten DTM-Sieg überhaupt setzte Güven gleich zu Saisonbeginn ein Ausrufezeichen. „Der Sieg hat sich unglaublich angefühlt. Nach dem Rennen war ich noch voller Adrenalin und konnte in der Nacht lange gar nicht einschlafen“, erinnert er sich. Es sollte der Beginn einer Saison werden, in welcher der 27-Jährige seinen Ruf als kompromissloser Kämpfer festigte. Denn nur ein einziges Mal ging Güven aus der ersten Startreihe in ein Rennen. Stattdessen musste er sich seine Erfolge auf der Strecke hart erarbeiten. Der gebürtige Istanbuler überholte, riskierte, kalkulierte – und bewies dabei stets Übersicht. Am Ende stehen beeindruckende fünf Siege in seiner Bilanz. Das gelang in der GT3-Ära der DTM zuvor niemandem.

Beim Finale in Hockenheim brachte Güven alle seine Stärken auf den Punkt. „Für mich war vor dem Rennen klar, dass ich im Auto auf keinen Fall irgendwelche Tabellenkonstellationen hochrechne. Ich wollte unbedingt den Sieg, um damit die Meisterschaft zu holen“, erklärt er. Als Marco Wittmann in der letzten Runde an Güven vorbeiging, drohte der Titeltraum auf dramatische Art zu platzen. „Mein Ingenieur sagte mir per Funk ‚Du musst gewinnen!‘ genau in dem Moment, als Wittmann mich überholte. Kurz darauf sah ich eine kleine Lücke und wusste, dass das meine letzte Chance ist.“ Güven konterte mit einem der spektakulärsten Manöver der DTM-Geschichte – danach folgte grenzenloser Jubel.

Direkt nach dem Überqueren der Ziellinie fiel Güven seinem Vater Hakan in die Arme. „Seit über 20 Jahren unterstützt er mich mit großer Hingabe. Mein Debütsieg in Oschersleben war für uns beide schon ein ganz besonderer Moment, aber dieser Titel übertrifft alles.“ Güvens Karriereweg verlief alles andere als gewöhnlich. Mit fünf Jahren saß er erstmals im Kart, gefördert von seinem Vater, der selbst Amateurrennfahrer war. Als Zwölfjähriger wechselte Güven ins Simracing und trat im weltweit größten Esports-Team mit den heutigen Formel-1-Stars Max Verstappen und Lando Norris an. „Beim Simracing habe ich eine Menge gelernt, aber die Erfahrung im echten Auto ist durch nichts zu ersetzen“, sagt er. Mit 17 kehrte der Youngster in den realen Motorsport zurück, gewann nationale Rennen in der Türkei und schaffte den Sprung in den internationalen GT-Sport. Sein Aufstieg verlief rasant: 2018 entschied er sowohl den Porsche Carrera Cup Benelux als auch den in Frankreich für sich. Seine Debütsaison im Porsche Mobil 1 Supercup im Rahmen der Formel 1 schloss Güven als Vizemeister und Rookie-Champion ab. 2021 folgte die Beförderung zum Porsche-Vertragsfahrer. Über Einsätze im internationalen GT3-Sport wie dem ADAC GT Masters gelang ihm der Sprung in die DTM. Mit dem Titel hat er nun den bisher größten Erfolg seiner Karriere erreicht.

Für den türkischen Rennsport ist Güven ist ein Aushängeschild. „Wir entwickeln gerade eine neue, großartige Motorsportkultur in der Türkei. Ich bin stolz darauf, der Erste zu sein, der diese Begeisterung auslöst“, sagt Güven, der in seiner Heimat unzählige Anhänger hat. Unter seinen Fans ist auch ein prominenter Topsportler: Mit dem zweifachen Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlıoğlu verbindet Güven sogar eine enge Freundschaft. Der künftige MotoGP-Pilot gratulierte ihm unmittelbar nach dem Titel-Thriller per Videoanruf. „Ayhancan und ich kennen uns seit über zehn Jahren. Er hat mich schon öfter bei Rennen besucht und auch gemeinsam mit mir trainiert“, erzählte der BMW Motorrad Werksfahrer, als er bei der DTM am Nürburgring seinen Landsmann live vor Ort supportete.

Wer Ayhancan Güven erlebt, merkt schnell: In seinem Porsche 911 GT3 R ist er ein kompromissloser Racer, abseits der Rennstrecke dagegen ein Familienmensch durch und durch. Neben seinem Vater unterstützt ihn auch seine ältere Schwester, die als ausgebildete Psychologin für seine mentale Stärke sorgt. Ihr Mann ist Fitness-Coach und trainiert regelmäßig mit Güven. Seinen Ausgleich sucht er in anderen Sportarten. Als leidenschaftlicher Basketball-Fan zeigte er bei einem DTM-Medienevent 2023 mit dem Bundesligisten Niners Chemnitz, dass er auch mit dem Basketball zielsicher ist. Gemeinsam mit Center-Spieler Kevin Yebo und dem damaligen Chemnitzer-Kapitän Jonas Richter warf der Rennfahrer Körbe – und wusste durchaus zu überzeugen. Auch privat ist Güven im Glück: Im Juli verlobte er sich mit seiner langjährigen Freundin Lara, die ihn seit vielen Jahren zu Rennen begleitet.

Mit seinem DTM-Titel hat Ayhancan Güven nicht nur Motorsportgeschichte geschrieben, sondern auch bewiesen, dass sich mit Leidenschaft und Entschlossenheit selbst die größten Kindheitsträume erfüllen lassen – und die Historie der DTM dank eines epischen Schlussakts um ein außergewöhnliches Kapitel bereichert.


Dienstag, 7. Oktober 2025

ADAC GT4 Germany 2026 mit Saisonstart auf dem Red Bull Ring

  • Sechs Rennwochenenden im Rahmen der DTM
  • Tickets ab sofort im Vorverkauf erhältlich
  • Drittes Jahr für Programm „Road to DTM“ als Sprungbrett in GT3-Sport

Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany geht 2026 in ihre achte Saison und tritt zu sechs Events auf der reichweitenstarken DTM-Plattform an. Erstmals startet die Serie auf dem spektakulären Red Bull Ring in die Saison - und somit vor atemberaubender Bergkulisse. Im dritten Jahr fortgesetzt wird das Programm „Road to DTM“, über das Nachwuchspiloten der Schritt ins ADAC GT Masters erleichtert wird. Tickets für die ADAC GT4 Germany 2026 gibt es ab sofort ab 49 Euro auf dtm.com.

Der Kalender der ADAC GT4 Germany ist erneut vielfältig. Ob Highspeed-Rennstecke, Stadtkurs, Berg- und Talbahn oder Traditionsevent – die Sportwagen-Serie des ADAC präsentiert sich auch 2026 abwechslungsreich. Nach dem Saisonstart beim einzigen Auslandsgastspiel auf dem Red Bull Ring in Österreich und dem Highlight auf dem Norisring in Nürnberg, reist die Serie direkt zur nördlichsten Rennstrecke Deutschlands. In der Motorsport Arena Oschersleben tritt die ADAC GT4 Germany Ende Juli erstmals zur besten Ferienzeit inmitten des Hochsommers an. Mitte August beginnt auf dem traditionsreichen Nürburgring die zweite Saisonhälfte. Die entscheidende Phase im Titelkampf wird im September auf dem Sachsenring bei Chemnitz eingeläutet. Das Saisonfinale bestreitet die ADAC GT4 Germany vom 9. bis 11. Oktober 2026 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.

Die ADAC GT4 Germany tankt seit 2025 einen nachhaltigen vollsynthetischen Kraftstoff, daran hält die Serie auch im kommenden Jahr fest. Die Reifen von Exklusivausrüster Pirelli enthalten eine FSC-zertifizierte Naturkautschukkomponente aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Als Sprungbrett in den GT3-Sport zählt eine fundierte Nachwuchsförderung zum Konzept der Serie. So gewann der 2024er-Champion Finn Zulauf über die Road to DTM eine Förderung in das ADAC GT Masters 2025. Das Nachwuchskonzept geht 2026 ins dritte Jahr und bietet den Fahrer-Champions der ADAC GT4 Germany erneut eine Förderung für das ADAC GT Masters 2027.

Termine ADAC GT4 Germany 2026 (Änderungen vorbehalten)

24.04. bis 26.04.2026    Red Bull Ring (A) presented by VKB-Bank

03.07. bis 05.07.2026 Norisring

24.07. bis 26.07.2026 Motorsport Arena Oschersleben

14.08. bis 16.08.2026 Nürburgring

11.09. bis 13.09.2026 Sachsenring

09.10. bis 11.10.2026 Hockenheimring Baden-Württemberg


Enrico Förderer und Jay Mo Härtling: Die neuen Champions der ADAC GT4 Germany im Portrait

  • Piloten von SR Motorsport by Schnitzelalm führten die Tabelle von Saisonbeginn an
  • Förderer/Härtling gewannen vier Läufe
  • Auch der Titel in der Junior-Wertung ging an die Mercedes-AMG-Fahrer

Eingeschworene Truppe: Großer Jubel bei SR Motorsport by Schnitzelalm
Foto: ADAC-Motorsport

Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel) haben es geschafft. Die SR Motorsport by Schnitzelalm-Piloten krönten sich in einem spannenden Finale auf dem Hockenheimring zum Champion der ADAC GT4 Germany 2025. Zum ersten Mal überhaupt fahren die Titelträger der GT4-Serie des ADAC einen Mercedes-AMG. Das Duo führte die Fahrerwertung seit dem ersten Saisonrennen an und gab die Spitze danach nie mehr ab. Aber damit nicht genug: Bereits am Samstag stellten die Nachwuchspiloten vorzeitig den Titel in der Juniorwertung klar. „Gratulation an Jay Mo und Enrico. Ich habe regelrecht Pipi in den Augen, wenn ich an ihre Leistung und die des gesamten Teams denke“, lobt Teamchef Thomas Angerer. „Jay Mo ist mittlerweile schon fünf Jahre bei uns und wichtiger Bestandteil unserer Young Driver Akademie. Auf ihn ist auch technisch immer Verlass. Enrico ist nun das dritte Jahr bei uns. Auf seine Performance bin ich genauso stolz. Beide haben sehr hart gearbeitet, einen unglaublichen Siegeswillen und wollen immer dazulernen. Das zeichnet sie aus. Ich habe richtig Freunde an diesen beiden jungen Rennfahrern.“

Förderer/Härtling drückten der Saison 2025 von Anfang an den Stempel auf. Nachdem Förderer bereits beim Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben mit der Bestzeit glänzte, konnte das Duo beim Saisonauftakt an gleicher Stelle direkt einen Doppelsieg einfahren – und das bei ihrem Debüt in der ADAC GT4 Germany. Erfolgreich ging es auf dem Norisring weiter. Auch auf dem prestigeträchtigen Straßenkurs im Herzen Nürnbergs gewannen Förderer/Härtling beide Rennen. „Unsere Saison begann gleich mit einem Hoch. Mit vier Siegen in vier Rennen und der maximalen Punkteausbeute loszulegen, war einfach unbeschreiblich. Wir konnten sofort aufzeigen, was wir drauf haben“, blickt Förderer zurück. Beim Heimspiel von SR Motorsport by Schnitzelalm auf dem Nürburgring folgte mit einem fünften und einem dritten Platz die nächste Podiumsplatzierung. „Besonders stolz bin ich auf meine Pole-Position auf dem Nürburgring, mit der wir alle nicht gerechnet hatten. Denn Porsche und BMW waren dort eigentlich überlegen“, so Härtling. „Umso mehr hat es mich gefreut, auf meiner Heimstrecke vom ersten Startplatz losfahren zu können.“

Nicht nach Plan lief es auf dem Sachsenring. Nach einem Ausfall im Samstagrennen und einem siebten Platz am Sonntag gab es dort die geringste Punkteausbeute der Saison. Ein achter und ein dritter Platz auf dem Red Bull Ring in Österreich festigten die Tabellenführung. Somit reisten sie mit einem Vorsprung von 21 Punkten zum Saisonfinale auf dem Hockenheimring. Mit den Plätzen vier und zwei machten sie im badischen Motodrom schließlich alles klar.

„Natürlich ist das der größte Triumph unserer Karriere. Die ADAC GT4 Germany ist eine richtig starke Rennserie und hat im deutschen Nachwuchsmotorsport einen hohen Stellenwert“, erklären beide unisono. „Der Schlüssel zum Triumph war zweifelsohne die harte Arbeit des gesamten Teams und der Zusammenhalt untereinander.“

Enrico Förderer begann im Alter von sechs Jahren mit dem Motorsport. Im Kart war er weltweit unterwegs und fuhr auch im Team von Ralf Schumacher. Insgesamt holte er im Kartsport sieben Titel. 2022 wechselte Förderer ins Automobil und startet seitdem für Schnitzelalm im GT4-Sport. 2025 schloss er sein Fachabitur ab. Seit über einem Jahr ist er selbstständig im Bereich Autoaufbereitung und arbeitet auch in den Unternehmen seiner Eltern. „Enrico und ich treffen uns regelmäßig zum Sport und zum Simulator fahren. Ich schätze vor allem seinen Ehrgeiz und Biss. Er will immer das Beste aus sich herausholen“, beschreibt Härtling seinen Teamkollegen.

Bei Härtling ging es mit neun Jahren mit dem Leihkart los. Auf dieser Basis bestritt er viele Rennen. Vor rund fünf Jahren lernte er Schnitzelalm-Teamchef Angerer kennen und arbeitet seitdem für das Team als Mechaniker und Folierer. Als er 18 Jahre alt wurde, fuhr er sein erstes Rennen für den Rennstall. Inzwischen ist er für Schnitzelalm im Dauereinsatz – und das nicht nur im GT4, sondern auch im GT3 oder im GT2. Härtling absolvierte mehrfach erfolgreich das 24h Rennen auf dem Nürburgring. „Jay Mo hat bereits große Erfahrung im Motorsport gesammelt. Egal auf welcher Strecke oder in welchem Auto findet er sehr schnell seinen Rhythmus uns ist sofort auf Pace. Auch privat verstehen wir uns super.“

Wie es in der Saison 2026 mit den beiden Champions weitergeht, steht aktuell noch nicht fest. „Vom Prinzip her würde man natürlich immer gerne einen Titel verteidigen wollen. Grundsätzlich kann ich aber noch überhaupt nichts zu 2026 sagen. Ich schiele auch immer in Richtung GT3-Sport. Ich finde es klasse, dass der ADAC Nachwuchspiloten über das Programm Road to DTM unterstützt“, erklärt Härtling. Auch bei Förderer sind die Pläne für die kommende Saison aktuell noch nicht fix: „Es gibt einige Gedankengänge, zu denen ich mich noch nicht äußern kann. Die ADAC GT4 Germany ist auf jeden Fall eine super Serie. Mein Ziel ist aber auch der GT3. Mit dem Programm Road to DTM gibt es ein spannendes Konzept, denn man wird unterstützt, in die nächsthöhere Serie zu kommen.“