Montag, 23. Mai 2022

Tim Heinemann gewinnt den Saisonauftakt der DTM Trophy auf dem Lausitzring

  • Champion von 2020 holt dritten Serien-Erfolg für Toyota
  • Rookie Thiago Vivacqua fährt auf Anhieb auf das Podium
  • Extreme Ausgeglichenheit: Alle sechs Marken auf den ersten sieben Plätzen

Von der Pole zum Sieg: Timm Heinemann
Foto: Jens Hawrda

Pole-Position, schnellste Rennrunde und Sieg: Tim Heinemann stellt im ersten Rennen der DTM Trophy 2022 sein Können eindrucksvoll unter Beweis. Der Deutsche, der in diesem Jahr für das Team Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring Racing in der Talentschmiede auf der DTM-Plattform fährt, ließ der Konkurrenz im Auftaktrennen auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero keine Chance.

Der brasilianische Audi-Pilot Thiago Vivacqua (Heide-Motorsport), in diesem Jahr ein Neuling auf der professionellen DTM-Plattform, wurde nach insgesamt 19 Runden mit einem Rückstand von 3,053 Sekunden als Zweiter abgewunken. Das Podium komplettiert Vivacquas US-amerikanischer Markenkollege J.P. Southern (T3 Motorsport) auf Position drei.

Der Sieg von Heinemann, Champion der ersten Saison der Talentschmiede DTM Trophy 2020, war nur ein Mal in Gefahr: Am Start setzte sich Vivacqua neben die rot-weiße Toyota Supra, eingangs der anspruchsvollen Steilkurve Turn 1 hatte er die Nase sogar leicht vorn. Doch Heinemann war auf der besseren Linie und setzte sich schließlich durch. Danach baute sich der Toyota-Pilot ein kleines Polster von bis zwei Sekunden auf, das er souverän verwaltete. Vivacqua fuhr zwischenzeitlich die schnellste Rennrunde, doch diese konnte Heinemann umgehend kontern.

Southern erzielte einen ungefährdeten dritten Rang, während dahinter spektakulär um die Positionen gekämpft wurde. Aston-Martin-Fahrer Nick Hancke (GER, Speed Monkeys) behielt dabei letztlich die Oberhand. Er krönte seine sehenswerte Aufholjagd, die ihn schließlich von Startplatz 13 bis auf Rang vier nach vorne brachte. Mercedes-AMG-Fahrer Rodrigo Dias Almeida (BWT Mücke Motorsport) aus Mosambik sah die Zielflagge auf Position fünf liegend.

Verlierer der Verfolgergruppe war Porsche-Pilot Ricky Capo (KÜS Team Bernhard). Der Australier hatte anfangs die vierte Position inne, fiel aber nach einigen intensiven Kämpfen noch bis auf Rang sieben zurück. Vor ihm fuhr noch der beste BMW-Pilot, Theo Oeverhaus (Walkenhorst Motorsport) aus Deutschland, über den Zielstrich. Somit waren im Ziel alle sechs Marken auf den ersten sieben Plätzen vertreten, was die extreme Ausgeglichenheit in der mit seriennahen GT-Sportwagen ausgetragenen DTM Trophy unterstreicht.

Almeidas französischer Teamkollege Edouard Cauhaupé kam als Achter ins Ziel, gefolgt von Southerns Stallgefährten Matias Salonen aus Finnland. Der Spanier Marc de Fulgencio (FK Performance Motorsport) holte mit seinem BMW als Zehnter den letzten Punkt.

In der DTM Trophy ist auch in diesem Jahr wieder eine Dame am Start: Die Deutsche Sophie Hofmann (Audi, Heide-Motorsport) hatte im Ziel 39,568 Sekunden Rückstand auf Heinemann, was bei ihrem Heimrennen für Position 15 reichte.


Sonntag, 22. Mai 2022

Sheldon van der Linde holt nach Sieg am Samstag die Pole für`s Sonntagsrennen

Nach Sieg am Samstag, Pole am Sonntag, ist Sheldon van def Linde heute zu schlagen?
Foto: Jens Hawrda

"Was für ein Wochenende", sagte der überglückliche Südafrikaner Sheldon van der Linde über den Funk zu seinem Team Schubert Motorsport. Nachdem er am Samstag auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero für den ersten DTM-Sieg des neuen BMW M4 gesorgt hatte, ließ er tags darauf auch die erste Pole-Position der Saison für BMW folgen.

Mit seiner Zeit von 1:30,998 Minuten war Sheldon van der Linde der einzige Fahrer, der im Zeittraining unter 1:31 blieb. Es war die dritte Pole-Position seiner Karriere. Auch im Vorjahr stand er auf dem Lausitzring schon auf Startplatz eins. Neben ihm steht der dreimalige DTM-Champion René Rast (GER) im Team ABT Audi erstmals seit seiner Rückkehr in die Serie in der ersten Startreihe, er qualifizierte sich als Zweiter vor Maro Engel (GER, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing) und Mirko Bortolotti (ITA, GRT, Lamborghini).

Mit noch vier Minuten und vier Sekunden auf der Uhr wurde das Zeittraining unterbrochen, nachdem der Red Bull AF Corse Ferrari von Felipe Fraga Feuer gefangen hatte. Der Brasilianer stellte das Auto neben der Strecke ab, stieg unverletzt aus und half den Sportwarten der Streckensicherung beim Löschen des Feuers.

Nachdem das Zeittraining wieder aufgenommen wurde, wechselten sich viele Fahrer an der Spitze ab, von denen Sheldon van der Linde letztendlich also der Schnellste war. "Wahnsinn, das ist keineswegs selbstverständlich", war er sich des Stellenwerts seiner Leistung bewusst.

Quelle: dtm.com

Neueinsteiger Niklas Krütten nicht zu stoppen

Nach Premieren-Sieg holt der BMW-Pilot seine erste Pole-Position

Niklas Krütten und Ben Green feierten am Sonntag auf dem Red Bull Ring
vor vollen Rängen den zweiten Sieg im neuen BMW M4 GT3
Foto: ADAC-Motorsport

Der erste Sieg im ADAC GT Masters am Samstag auf dem Red Bull Ring hat Niklas Krütten (19/Trier) Flügel verliehen. Der Youngster von Schubert Motorsport fuhr beim Qualifying am Sonntag mit dem BMW M4 GT3 #10 wie entfesselt und machte mit einer Zeit von 1:28,346 Minuten seinen ersten Pirelli Pole Position Award in der Deutschen GT-Meisterschaft klar. Zusätzlich sicherte der Trierer sich und seinem Fahrerkollegen Ben Green (24/GB) drei wichtige Zusatzpunkte.

„Das Qualifying lief unglaublich gut. Es ist toll für unser Team, dass wir auf den ersten beiden Startplätzen stehen. Ben und ich werden versuchen, den zweiten Sieg in Folge einzufahren. Das wäre großartig“, so der Pole-Setter nach seinem Erfolg.

Nur acht Tausendstelsekunden langsamer als die jungen Wilden waren deren Team- und Markenkollegen. Die Werksfahrer Jesse Krohn (31/FIN) und Nicky Catsburg (34/NL) sorgten damit für eine Doppel-Pole von BMW. Dritter des Zeittrainings wurde Christian Engelhart (35/Starnberg) vom Team Joos Sportwagentechnik, der mit Ayhancan Güven (24/TR) im 911 GT3 R #91 beim Samstagslauf Platz zwei belegt hatte. Dries Vanthoor (24/B) beendete das Qualifying im Audi R8 LMS GT3 Evo II #29 von Montaplast by Land-Motorsport mit einer Bestzeit von 1:28,439 Minuten und sicherte sich und Jusuf Owega (20/Köln) Startplatz vier. Knapp dahinter beendete Sven Müller (30/Bingen) im Porsche 911 GT3 R #22 das Zeittraining und nimmt das Rennen für Allied-Racing mit seinem Fahrerkollegen Joel Sturm (20/Brühl) von Rang fünf aus in Angriff.

Die Fahrer waren am Sonntagvormittag bei strahlendem Sonnschein in das zweite Qualifying auf dem Red Bull Ring gegangen. Wegen der kühlen Witterung von 13 Grad dauerte es mehrere Runden, ehe der Rennreifen von Pirelli die optimale Arbeitstemperatur erreicht hatte. Danach purzelten die Bestzeiten, die Zeitabstände waren minimal. Die Leistungsdichte war so hoch, dass am Ende des Zeittrainings das gesamte Feld innerhalb von einer Sekunde lag.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 21. Mai 2022

Sheldon van der Linde siegt am Lausitzring

  • Schubert-BMW-Pilot triumphiert bei der DTM Lausitzring Turn 1 powered by Autohero
  • Mercedes-AMG-Fahrer Stolz und Auer komplettieren das Podium
  • DTM-Stars donnern mit fast 250 km/h durch die Steilkurve – zweites Rennen am Sonntag

Sieger am Samstag am Lausitzring: Kelvin van der Linde
Foto: Jens Hawrda

Erst hellwach, dann voll fokussiert, am Ende souverän: Sheldon van der Linde hat das DTM-Rennen am DEKRA Lausitzring Turn 1 powered by Autohero gewonnen. Für den Südafrikaner vom Team Schubert Motorsport war es der zweite Sieg in der DTM – und der erste für den neuen BMW M4 im Jubiläumsjahr des bayerischen Herstellers, der 2022 50 Jahre BMW M feiert. Zweiter wurde Luca Stolz (GER) im HRT Mercedes-AMG vor Lucas Auer (AUT) im WINWARD Mercedes-AMG und dem Inder Arjun Maini im zweiten HRT Mercedes-AMG. Fünfter wurde Maro Engel (GER, GruppeM Mercedes-AMG).

Der Österreicher Auer übernimmt damit die Gesamtführung mit 44 Punkten von Mirko Bortolotti (ITA/GRT Lamborghini), der einen Punkt weniger auf dem Konto hat. Mit 38 Zählern folgt Sheldon van der Linde auf Rang drei, der sich am Samstag auch den Autohero Fastest Lap Award und damit einen Zusatzpunkt sicherte.

Der Schlüssel zum Sieg war für van der Linde, dessen älterer Bruder Kelvin (ABT Audi) als einer von neun Piloten das Rennen nicht beendete, ein absoluter Raketenstart. Im Beschleunigungsduell hin zu Turn 1 zog der BMW-Fahrer am von der Pole-Position gestarteten Auer vorbei und verteidigte Platz eins bis zum Schluss souverän. „Gegen Sheldon war für mich nichts zu machen. Unser Pitstop war leider auch nicht perfekt“, resümierte Auer. Van der Linde war dagegen überglücklich: „Das vergangene Jahr war für mich sehr hart, ich bin oft nicht mal ins Ziel gekommen. Jetzt zwei Jahre nach meinem ersten DTM-Sieg wieder zu gewinnen, ist natürlich überragend.“

Viel Renn-Action mit packenden Duellen erlebten die zahlreichen Zuschauer an der Strecke vor allem hinter den Führenden, wo das vollgepackte Feld immer wieder Rad an Rad gegeneinander kämpfte. Vor allem die Steilkurve Turn 1, durch die die DTM-Stars mit knapp 250 km/h donnern, bot immer wieder spektakuläre Bilder. Der Gesamtführende nach dem Auftakt-Wochenende in Portimão, Mirko Bortolotti, holte als Sechster am Ende wertvolle Punkte. Hinter ihm landete Laurens Vanthoor (BEL) im bestplatzierten Porsche (SSR Performance) vor René Rast (GER) im besten ABT Sportsline Audi R8 und AlphaTauri AF Corse Ferrari-Pilot Nick Cassidy (NZL). Vorjahresmeister Maximilian Götz (GER/WINWARD Mercedes-AMG) holte als Zehnter noch einen Punkt.

Der Zweitplatzierte Luca Stolz freut sich schon auf das nächste Rennen am Sonntag am Lausitzring Turn 1 powered by Autohero: „Es gab noch zwei AMG-Piloten, die im Qualifying schneller waren als ich, das würde ich am Sonntag gerne ändern.“ Gut für die Fans: Auch 28 andere Piloten wollen sich im Vergleich zu Samstag noch mal steigern – Action bleibt also in der DTM auch am Sonntag (Start um 13:00 Uhr, ab 13:00 Uhr live auf ProSieben) garantiert.

Serien-Neueinsteiger Krütten/Green feiern auf dem Red Bull Ring ersten Sieg im ADAC GT Masters

  • Erster Erfolg für den neuen BMW M4 GT3 vom Team Schubert Motorsport
  • Christian Engelhart und Ayhancan Güven werden im Porsche 911 GT3 R Zweiter
  • Das Fahrer-Duo Raffaele Marciello/Jonathan Aberdein neuer Tabellenführer

Erster Sieg im ADAC GT-Masters für den BMW M4 GT3
Foto: ASAC-Motorsport

Paukenschlag beim zweiten Tourstopp des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring: Die Serien-Neueinsteiger Niklas Krütten (19/Trier) und Ben Green (24/GB) gewannen nach einer fehlerfreien Leistung sensationell den Samstagslauf. Damit feierten die Youngster in ihrem dritten Rennen den ersten Erfolg bei der Deutschen GT-Meisterschaft, der gleichzeitig auch der erste Triumph für den neuen BMW M4 GT3 und der 12. Sieg vom Team Schubert Motorsport im ADAC GT Masters war. Rang zwei belegte die Kombination Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 91 vom Team Joos Sportwagentechnik. Den dritten Podestplatz sicherte sich das Fahrer-Duo Jonathan Aberdein (24/ZA) und Raffaele Marciello (27/I) mit dem Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf. „Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht fassen. Ich habe versucht, möglichst fehlerfrei zu bleiben und konnte schließlich den Sieg trotz abbauender Reifen nach Hause fahren“, sagte Krütten nach seinem Premierensieg.

Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Saisonrennen 3 von 14

Streckenlänge: 4.318 Meter

Wetter: 22,8 Grad, bewölkt

Pole-Position: Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf, Mercedes-AMG GT3 Evo), 1:28,378 Min.

Sieger: Krütten/Green (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3)

Schnellste Rennrunde: Ben Green (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3), 1:28,958 Minuten

Schon beim Start zeigte BMW-Pilot Ben Green, dass auf dem Alpenkurs mit ihm zu rechnen ist. Von Platz drei aus ins Rennen gegangen, überholte er in Runde zwei zunächst den vor ihm liegenden Porsche 911 GT3 R #91 von Ayhancan Güven. Im achten Umlauf ging der Brite auch an Pole-Setter Raffaele Marciello vorbei und baute seine Führung kontinuierlich aus. Nach einem späten Boxenstopp übernahm Niklas Krütten das Steuer des BMW M4 GT3 #10 und büßte wegen einer defekten Tür, die sich nicht vollständig schießen ließ, Zeit ein. Das Problem löste sich glücklicherweise nach einigen Runden, als die Tür in einer Kurve zufiel. Christian Engelhart, der nach dem Fahrerwechsel im Porsche 911 GT3 #91 die zweite Position übernommen hatte, machte im weiteren Verlauf Druck und kam bis auf eine halbe Sekunde an den Spitzenreiter heran. Niklas Krütten behielt jedoch die Nerven und jubelte nach 41 Runden über den ersten Sieg in der Deutschen GT-Meisterschaft. Gleichzeitig gewann er zusammen mit seinem Fahrer-Kollegen Ben Green die Pirelli Junior Wertung. Jonathan Aberdein und Raffaele Marciello reichte der dritte Rang, um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen.

Joel Sturm (20/Brühl) und Sven Müller (30/Bingen) zeigten mit dem Porsche 911 GT3 R #22 vom Team Allied-Racing eine starke Aufholjagd und kämpften sich von Rang neun auf Platz vier vor. Fünfter wurde der zweite BMW M4 GT3 #20 vom Team Schubert Motorsport mit der Besatzung Jesse Krohn (31/FIN) und Nicky Catsburg (34/NL). Bester Lamborghini Huracán GT3 Evo war das Fahrzeug mit der Startnummer 63, das Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (31/E) von Emil Frey Racing auf Rang sechs steuerten. Der bisherige Tabellenführer Jusuf Owega (20/Köln) wurde zusammen mit Dries Vanthoor (24/B) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #29 vom Team Montaplast by Land-Motorsport Siebter und fiel im Gesamtklassement auf Rang zwei zurück. Knapp dahinter belegte der Lamborghini Huracán GT3 Evo #71 von T3 Motorsport mit Maximilian Paul (22/Dresden) und Marco Mapelli (34/I) Platz acht. Patric Niederhauser (30/CH) und Luca Engstler (22/Wiggensbach) von Rutronik Racing fuhren mit dem Audi R8 LMS GT3 Evo II #15 auf Platz neun. Ihre Team- und Markenkollegen Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein) wurden als Zehnte wegen eines Regelverstoßes nachträglich disqualifiziert. Dadurch rückte der Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 mit Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F) vom Team Emil Frey Racing auf Rang zehn vor.

Stimmen der Sieger:

Niklas Krütten: „Das erste Podium und dann gleich ein Sieg, es ist unfassbar, was hier passiert ist. Mich hat ein wenig die Panik ergriffen, als sich die Tür nicht richtig schließen ließ. Glücklicherweise ging sie dann irgendwie zu. Der Porsche kam am Ende ziemlich stark auf, doch ich konnte unseren ersten Sieg und den ersten Erfolg für den neuen BMW M4 GT3 im ADAC GT Masters nach Hause fahren.“

Ben Green: „Wir haben viel gearbeitet, das Auto lief fantastisch. Niklas hat in der zweiten Rennhälfte die Nerven bewahrt und den starken Porsche hinter sich gehalten. Ich bin glücklich über unseren ersten Sieg.“