Samstag, 12. Juni 2021

Start-Ziel-Sieg für Cupra-Pilot Eric Scalvini auf dem Red Bull Ring

  • Erster Sieg für Lokalmatadore von Wimmer und den Cupra Leon Competición
  • René Kircher wird bester Junior, Günter Benninger schnellster Starter der Trophy-Wertung

Cupra-Pilot Scalvini fährt für Wimmer Werk Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Eric Scalvini (26, Wimmer Werk Motorsport) siegte souverän im ersten Rennen der ADAC TCR Germany auf dem Red Bull Ring in Österreich. Der 26-jährige Italiener setzte sich im Cupra Leon Competición TCR bei guten äußeren Bedingungen von der Pole Position mit über zwei Sekunden Vorsprung gegen Hyundai-Pilot Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) durch und feierte seinen Premierensieg in der Serie. Die Brüder Dominik und Marcel Fugel vom Team Honda ADAC Sachsen erreichten die Plätze drei und vier.

„Es war ein unglaubliches, ein fantastisches, einfach ein perfektes Rennen. Ich bin sehr glücklich und freue mich für das gesamte Team, bei dem ich mich ganz besonders bedanken möchte. Wir sind alle sehr zufrieden mit dem Auto, mit dem ich konstant ein hohes Renntempo halten kann. Das war heute für mich der Schlüssel zum Erfolg“, so Eric Scalvini im Anschluss der Siegerehrung.

Scalvini vom Start weg an der Spitze – Luca Engstler zufrieden mit Rang zwei

Nach einem guten Start von der Pole-Position konnte der Italiener im Verlauf des Rennens seinen Vorsprung stetig ausbauen. Der Neuzugang im Team Wimmer Werk Motorsport präsentierte sich in der Steiermark bislang in absoluter Topform. Bereits im ersten freien Training manövrierte der 26-Jährige seinen Cupra Leon Competición TCR am schnellsten über die Strecke, Samstagmorgen folgte im Qualifying die Pole-Position und in seinem dritten Rennen in der Serie nun der verdiente erste Triumph im Rennen. Der Italiener sorgte damit auch für den ersten Sieg der im vergangenen eingeführten zweiten Generation des TCR-Cupra in der ADAC TCR Germany.

WTCR-Fahrer Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) hatte in diesem Rennen keine Chance an Scalvini vorbeizuziehen und landete am Ende auf Rang zwei. Der Sieger der beiden ersten Rennen der Saison in der Motorsportarena Oschersleben bleibt dennoch Führender in der Gesamtwertung. "Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, das uns wieder wichtige Punkte für die Meisterschaft bringt. Eric ist ein super Rennen gefahren, Platz zwei ist gut für uns" sagte Engstler.

Fugel-Brüder auf den Plätzen drei und vier – Kircher schnellster Junior-Fahrer

Dominik Fugel (24, Chemnitz) startete von Rang fünf, machte während des Rennens zwei Plätze gut und fuhr in seinem Honda Civic TCR vor seinem jüngeren Bruder Marcel (20) als Dritter über die Ziellinie. „Der dritte Platz ist das bestmögliche Ergebnis für uns, Scalvini und Engstler waren einfach zu stark heute. Klar sind wir hier zum Gewinnen, aber gegen die beiden hatten wir heute einfach keine Chance“, so Dominik Fugel.

Der Däne Martin Andersen vom Hyundai Team Engstler erreichte Rang fünf, gefolgt von Neueinstieger Robin Jahr (ROJA Motorsport by ASL Lichtblau). Junior-Fahrer René Kircher (20, Volkswagen Team OETTINGER) erreichte in seinem VW Golf GTI TCR einen starken siebten Rang, was ihm zum schnellsten Fahrer in der Honda Junior Challenge macht. Die Plätze acht bis zehn gingen an die beiden Hyundai Jonas Karklys (31, Litauen, NordPass) und Patrik Sing (29, Ellwangen, RaceSing) sowie Junior Philipp Regensperger (22, Eggenfelden, Lubner Motorsport) im Opel Astra TCR.

Bester Rennsieger in der Trophy-Wertung für ambitionierte Gentlemen-Fahrer wurde der Österreicher Günter Benninger (60, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra Leon Competición. Der Routinier kam als Zwölfter ins Ziel.

BMW-Duo Schrey/Piana schafft das Tripple

  • Dritter Sieg in Folge für Michael Schrey und Gabriele Piana
  • Théo Nouet mit erstem Sieg in der Junior-Wertung

Dritter Sieg im  dritten Rennen für Schrey (r.) und Piana
Foto: ADAC-Motorsport

Weiterhin weiße Weste für Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) in der ADAC GT4 Germany. Das BMW M4 GT4-Duo gewann nach dem Doppelsieg in Oschersleben auch das Samstagsrennen auf dem Red Bull Ring und feierte somit im dritten Saisonrennen 2021 bereits den dritten Laufsieg. Rang zwei ging an Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (18/FRA, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG GT4 vor Nicolaj Møller Madsen (28/DNK) und Dennis Fetzer (20/Buseck, beide Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4. „Wir sind mit drei Siegen perfekt in die Saison gestartet. Das war in der Form natürlich nicht zu erwarten. Diesen Triumph werden wir heute Abend natürlich richtig genießen“, jubelte Piana mit dem Pokal in den Händen.

Das Samstagsrennen hatte Fred Martin-Dye (32, Dörr Motorsport) im McLaren 570S von der Pole-Position aus begonnen. Der Brite gewann den Start und brachte gleich einige Meter zwischen sich und den Rest des Feldes. Doch schon in der ersten Runde musste das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen werden, als ein Unfall eines Porsche eine Reparatur der Leitplanken notwendig machte. Nach dem Re-Start behielt Martin-Dye die Führung. Zusammen mit dem zweitplatzierten Piana setzte er sich im weiteren Rennverlauf immer mehr von der Konkurrenz ab. Engster Verfolger war Marschalkowski im Mercedes-AMG.

„Ich habe den McLaren nicht wirklich angegriffen. Ich hatte einfach keine Möglichkeit, ein sicheres Manöver zu setzen. Der McLaren war einfach zu schnell. Somit habe ich das Auto und die Reifen für meinen Teamkollegen Michael geschont“, beschrieb Piana die erste Rennhälfte aus seiner Perspektive.

Der führende Martin-Dye blieb bis zum Ende des Boxenstopp-Fensters auf der Strecke, um den McLaren an Teamkollege Christer Jöns (33/Ingelheim) zu übergeben. Nach dem Fahrerwechsel verlor Jöns nach einem Kupplungsdefekt die Spitze, die Pianas Teamkollege Michael Schrey dankend übernahm und den BMW anschließend nach zwei Safety-Car-Phasen in der zweiten Rennhälfte auf Rang eins ins Ziel fuhr. Nicolaj Møller Madsen eroberte in der zweiten Rennhälfte im Porsche den dritten Platz von Mercedes-AMG-Fahrer Robin Falkenbach (19/Niederkassel, Leipert Motorsport), schaffte es aber nicht mehr dem zweitplatzierten und Junior-Wertungs-Sieger Théo Nouet heranzufahren, der den Zakspeed-Mercedes-AMG zuvor von Marschalkowski übernommen hatte, gefährlich zu werden.

„Mein Rennen war natürlich sehr stark von den Safety-Car-Phasen geprägt. Ich musste mir immer wieder überlegen, wo ich beim Re-Start den Speed anziehe und wie ich mich verteidigen würde. Ich konnte mich jeweils gut absetzen, wurde dann aber wieder eingebremst. Am Ende ist es aber egal, ob man mit einem kleinen oder großen Vorsprung gewinnt. Der Sieg zählt“, strahlte Schrey.

Hinter dem viertplatzierten Robin Falkenbach, der zusammen mit Marc de Fulgencio (21/ESP) fuhr, kamen Marcel Lenerz (23/Ludwigsau)/Michael von Zabiensky (20/Oschersleben, beide Schubert Motorsport) im BMW M4 GT4 auf Platz fünf vor Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin Vantage GT4. Rang sieben ging an das Porsche-Duo Moritz Wiskirchen (18/Euskirchen) und Phil Hill (19/Mülheim an der Ruhr, beide Team Allied-Racing). Robert Haub (31/USA) und Gabriela Jílková (26/CZE, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG, John Paul Southern (19/USA) und Jan Philipp Springob (20/Köln, beide T3 Motorsport) in einem Audi R8 LMS GT4 sowie Max Kronberg (34/Berlin) und Marvin Dienst (24/Lampertheim, beide W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche komplettierten die Top zehn. Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an Tano Neumann (46/BUL) und Joachim Bölting (54/Gelsenkirchen) im Porsche von Overdrive Racing.

Am Sonntag folgt ab 16.00 Uhr der zweite Lauf der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring. Dieser wird live auf TVNOW.de und auf adac.de/motorsport im Stream übertragen. „Natürlich ist dann der vierte Sieg das große Ziel. Wir müssen jedoch abwarten, wie das Qualifying läuft. Wir sind auf jeden Fall hoch motiviert, um mit voller Punktzahl vom Red Bull Ring abreisen zu können“, blickte Laufsieger Michael Schrey auf den Sonntag voraus.


Freitag, 11. Juni 2021

Porsche mit erster Bestzeit auf dem Red Bull Ring

  •  Werksfahrer Mathieu Jaminet Schnellster im ersten Training
  • Lamborghini auf den Rängen zwei und drei
  • Thomas Preining im Porsche bester Österreicher

 Mathieu Jaminet fuhr Bestzeit
Foto: ADAC-Motorsport

Porsche und Lamborghini bestimmten das erste Freie Training der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Red Bull Ring. Porsche-Fahrer Mathieu Jaminet (26/F), der aktuell mit SSR-Performance-Teamkollege und Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) Tabellenführer ist, fuhr die schnellste Runde der Session. Knapp dahinter: zwei Lamborghini Huracán GT3 Evo der Lokalmatadoren GRT Grasser Racing Team. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag live ab 13 Uhr von TV-Partner NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

1.29,451 Minuten hieß am Ende der 60-minütigen Sitzung die Bestmarke von Jaminet. Der Franzose erzielte diese Runde bereits in der ersten Viertelstunde des Trainings. „So weit sieht es gut aus“, so der Meister von 2018. „Natürlich ist es besser vorn als hinten zu liegen. Aber wir wissen natürlich nicht, ob die anderen Teams alles gezeigt haben. Das Auto funktioniert gut, ich bin eine gute Runde gefahren. Der Strecke bietet schon viel Grip. Es macht sehr viel Spaß hier zu fahren.“

Engster Verfolger des Franzosen war Lamborghini-Werkspilot Mirko Bortolotti (31/I). Er teilt sich den schnellsten Huracán des GRT Grasser Racing Team mit Albert Costa Balboa (31/E). Der Italiener, der in Wien lebt, kam bis auf 78 Tausendstelsekunden an die Bestzeit heran. Auf Platz drei folgten die Teamkollegen Rolf Ineichen (42/CH) und Franck Perera (37/F), die auf 1.29,699 Minuten kamen.

Bester Österreicher im ersten Training wurde als Vierter Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (22/A), der sich im 911 GT3 R mit Titelverteidiger Christian Engelhart (34/Starnberg) abwechselt. „Platz vier ist o.k.“, sagt der gebürtige Linzer. „Wir probieren noch etwas am Set-up. Auf dieser Strecke muss man immer die Balance finden zwischen möglichst hohem Topspeed bei gleichzeitig guter Performance im Mittelsektor in den schnellen Kurven. Daran arbeiten wir jetzt. Wir kommen dem Ganzen immer näher. Ich bin ein wenig überrascht, dass Porsche so gut dabei ist, weil das normalerweise nicht unsere Strecke ist. So bin ich sehr optimistisch für das Rennen. Es ist alles offen. Wir können ein gutes Wochenende haben.“

Die Top fünf im ersten Training komplettierte der Audi R8 LMS des Team WRT von Neuling Dennis Lind (28/DK) und Dries Vanthoor (22/B).

Fahreranpassung beim Team WRT

Das Team WRT tritt an diesem Wochenende mit einem geänderten Fahrerkader an. Der Däne Dennis Lind (28) vertritt beim zweiten Saisonlauf der Deutschen GT-Meisterschaft Stammpilot Charles Weerts (20/B), der Prüfungen an der Universität absolviert. „Das ist eine großartige Gelegenheit für mich“, so Lind, der damit Teamkollege Audi-Sport-Fahrer Dries Vanthoor (22/B) ist. „Ich war überrascht, den Anruf vom Team zu erhalten und ich danke ihnen für das Vertrauen. Ich war noch nie auf dem Red Bull Ring, aber ich bin sicher, dass das kein großes Problem sein wird, da ich viel im Simulator gearbeitet habe und wir viel Streckenzeit haben.“

David Jahn erneut bei Joos

Routinier David Jahn (30/Leipzig) startet auch auf dem Red Bull Ring für das Team Joos Sportwagentechnik. Der fünfmalige Rennsieger war in Oschersleben kurzfristig als Teamkollege von Marco Holzer (32/Bobingen) eingesprungen und hatte im ersten Qualifying den zweiten Startplatz erobert.

Österreicher wollen beim ADAC GT Masters-Heimspiel auf dem Red Bull Ring glänzen

  •  Starke Lokalmatadore in Deutscher GT-Meisterschaft
  •  Österreicher mit 20 Rennsiegen im ADAC GT Masters
  •  Extra-Motivation durch Zuschauer beim Heimspiel

Die beiden Österreicher Norbert Siedler und Simon Reicher im Audi R8 von Yaco Racing
Foto: Jens Hawrda

Rennsieger, Werkspiloten und vielversprechende Nachwuchstalente: Die österreichischen Fahrer sind in der Deutschen GT-Meisterschaft nicht nur quantitativ gut vertreten, am kommenden Wochenende (11.–13. Juni) zählt das Oktett beim Heimspiel auf dem Red Bull Ring zu den Topfavoriten – und will die zehnjährige Siegesflaute der Lokalmatadore auf dem Alpenkurs beenden. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag live ab 13 Uhr von TV-Partner NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Mit insgesamt acht Piloten ist Österreich die am zweitstärksten vertretene Nation im Fahrerfeld des ADAC GT Masters. In der Historie der Rennserie haben die Piloten aus Austria einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Insgesamt haben sie bereits 20 Rennsiege eingefahren. Auch auf dem Red Bull Ring waren sie schon erfolgreich: zuletzt allerdings 2011 bei der ADAC GT Masters-Premiere, als sich in den beiden Rennen gleich drei heimische Fahrer in die Siegerlisten eintrugen. Am kommenden Wochenende gibt es für die Österreicher eine Extraportion Motivation: Unter Berücksichtigung eines behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes werden sie von bis zu 3.000 Fans pro Tag von den Tribünen angefeuert.

Österreichisches Porsche-Trio

Zu den Favoriten zählt am Wochenende Porsche-Werkspilot Thomas Preining. Der 22-Jährige, der 2019 in seinem Debütjahr einen Sieg feierte, kehrt in dieser Saison in das ADAC GT Masters zurück und teilt sich einen Porsche 911 GT3 R des Küs Team Bernhard mit Titelverteidiger Christian Engelhart. „Ich bin richtig motiviert für das Heimspiel“, sagt Preining. „Das Heimrennen ist immer etwas Besonderes. Ich werde es richtig genießen, vor allem weil ja jetzt auch einige Fans an der Strecke erlaubt sind. Ich freue mich sehr und glaube, es kann richtig was gehen. Denn wir haben uns super vorbereitet und werden volle Attacke geben.“

Der in der Gesamtwertung bestplatzierte Österreicher ist nach dem ersten Rennwochenende Mick Wishofer. Zusammen mit Maximilian Hackländer gelang dem Wiener in Oschersleben im 911 GT3 R von MRS GT-Racing am Sonntag mit Rang drei ein Podestplatz. Der 21-Jährige reist auch als Führender der Pirelli-Junior-Wertung zu seinem Heimspiel. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Punkte für die Pirelli-Junior-Wertung zu sammeln“, so Wishofer. „Das Auto ist für unser Team neu, daher müssen wir mal schauen, was in der Gesamtwertung möglich ist. Das Heimspiel gibt immer einen zusätzlichen Motivationsschub. Ich hoffe, dass wir erneut eine gute Performance zeigen können.“

Die kürzeste Anreise zum Red Bull Ring hat Klaus Bachler, der dritte Fahrer des Porsche-Trios. Mit 76 Starts ist er der aktuell erfahrenste Österreicher im Feld. Der zweifache Rennsieger aus dem nur 30 Kilometer vom Red Bull Ring entfernten Unzmarkt wechselte im Winter zu Precote Herberth Motorsport. Seine Teamkollegin ist dort Porsche-Werksfahrerin Simona De Silvestro. Die Schweizerin startete unlängst bei den legendären 500 Meilen von Indianapolis, dem schnellsten Autorennen der Welt. „Es ist toll, dass wieder einige Fans vor Ort sein dürfen. Einige Freunde und Familienmitglieder haben schon Tickets gekauft“, sagt Bachler. „Ich denke, dass der Red Bull Ring uns ganz gut liegen wird. Wir haben in Oschersleben gut analysiert. Es gab einige Dinge, die gut gelaufen sind und ein paar, die noch nicht optimal waren. Daran werden wir arbeiten. Wenn wir dies umsetzen, könnte es sehr gut laufen. Das ist unser Ziel.“

Comeback von Max Hofer

Zwei österreichische Piloten hat das heimische GRT Grasser Racing Team in seinen Reihen – allerdings auf zwei Fahrzeuge verteilt. Im Lamborghini Huracán GT3 Evo mit der Startnummer 82 fährt neben dem Deutschen Tim Zimmermann an diesem Wochenende der zweimalige ADAC GT Masters-Rennsieger Max Hofer (22). „Ich freue mich riesig, wieder im ADAC GT Masters an den Start zu gehen“, so der Pilot aus Perchtoldsdorf. „Es ist wirklich toll, auf dem Red Bull Ring für ein österreichisches Team an den Start zu gehen. Wir haben ein sehr gutes Paket und ich möchte beweisen, was ich kann.“ Im Schwesterauto mit der Startnummer 16 tritt Clemens Schmid auf dem österreichischen Formel-1-Kurs an. Der Jochen-Rindt-Fan aus Gries am Brenner wechselt sich in dem italienischen GT3-Sportwagen mit Mike David Ortmann ab. Das GRT Grasser Racing Team hat seinen Teamsitz unweit der Rennstrecke in Knittelfeld. „Die Vorfreude ist groß. Wir haben ein sehr schnelles Auto, was man schon in Oschersleben gesehen hat. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.“

Yaco Racing gleich mit zwei Österreichern

Auf ein rein österreichisches Fahrerduo setzt in dieser Saison Yaco Racing. Den Audi R8 LMS pilotieren Routinier Norbert Siedler (38) und Youngster Simon Reicher (21). Siedler hat beste Erinnerungen an den Red Bull Ring: Der Fahrer aus Wildschönau siegte 2011 bei der Premiere des ADAC GT Masters auf dem Kurs und ist damit im aktuellen Starterfeld der einzige „Local Hero“, dem dies bereits gelungen ist. Sein Teamkollege Simon Reicher ist der jüngste Österreicher im Feld. Der Student aus Kirchberg bei Mattighofen bestreitet nach einigen Gaststarts 2021 seine erste komplette Saison in der Deutschen GT-Meisterschaft. Für das Heimspiel seiner Piloten hat Yaco Racing den Audi noch einmal komplett zerlegt, bei Audi vermessen lassen und wieder neu aufgebaut. „Prinzipiell gibt es keinen Unterschied, ob wir am Red Bull Ring, in Oschersleben oder am Nürburgring fahren“, sagt Reicher. „Wir als Team und Fahrer haben die Verpflichtung, eine perfekte Performance abzuliefern. Der Red Bull Ring ist für uns aber ein kleines bisschen anders. Da kommt eine emotionale Komponente hinzu. Du bist zu Hause, in deinem eigenen Land, auf deiner Heimstrecke. Umso mehr möchtest du natürlich dein Bestes zeigen.“

Der achte Österreicher im Feld ist Constantin Schöll. Für ihn ist es das zweite Jahr in der Meisterschaft. Der aus Wien stammende 22-Jährige startet in diesem Jahr erstmals mit einem Mercedes-AMG GT3 Evo des Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, sein Partner ist der Deutsche Hendrik Still. „Beim Heimspiel erwartet man sich immer mehr“, sagt Schöll. „Ich kenne die Strecke ganz gut und wir waren vor Kurzem dort auch noch einmal testen. Wir sind gut vorbereitet und ich bin startklar. Ich bin gespannt, wie das Wetter wird. Es könnte regnen, was für uns wohl ein Vorteil sein könnte.“

Heimspiel für die Österreicher: ADAC TCR Germany in Spielberg

  • Nico Gruber will die Führung in der Honda Junior Challenge auf dem Red Bull Ring ausbauen
  • Kann Tabellenführer Luca Engstler an sein starkes Auftaktwochenende anknüpfen?
  • Drei Gäste ergänzen das Starterfeld

Tabellenführer Luca Engstler
Foto: Jens Hawrda

Heimspiel für die Österreicher: Die ADAC TCR Germany macht an ihrem zweiten Rennwochenende in diesem Jahr in der Steiermark Halt. Auf dem Red Bull Ring geht es am Wochenende vom 11. bis 13. Juni zur Sache – für die österreichischen Starter der ADAC TCR Germany steht also schon früh ein Highlight auf dem Programm. Und das sogar vor Fans: Unter Berücksichtung eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen maximal 3000 Zuschauer pro Tag die Rennen live auf der Tribüne erleben. Aus Österreich stammen sechs Fahrer sowie die Teams Wimmer Werk Motorsport und Mair Racing Osttirol. Die Rennen der ADAC TCR Germany gibt es live, kostenlos und exklusiv auf TVNOW sowie auf adac.de/motorsport. Um die Rennen auf TVNOW.de zu sehen, ist keine Anmeldung oder Registrierung erforderlich.

„Ich freue mich extrem auf den Red Bull Ring. Im vergangenen Jahr musste ich das Rennen auslassen, weil ich bei der WTCR im Einsatz war. Jetzt kann ich es kaum erwarten, ich kenne die Strecke vom Formelsport, sie ist auf jeden Fall eine meiner Lieblingsstrecken“, sagt Nico Gruber, der für das Hyundai Team Engstler seine zweite Saison in der ADAC TCR Germany absolviert und aktuell in der Honda Junior Challenge vorne liegt: „Wir haben in Oschersleben unsere Pace gezeigt, mein Ziel ist es, wieder in der Honda Junior Challenge zu gewinnen und meinen Vorsprung auszubauen – und natürlich auch wichtige Punkte für mein Team zu holen.“

Auch für Wimmer Werk Motorsport ist das Heimrennen ganz besonders. 2020 war das Team bereits als Gast auf dem Red Bull Ring dabei, nun absolvieren die Österreicher die gesamte Saison in der ADAC TCR Germany und schicken gleich vier Autos ins Rennen. Die beiden Cupra León Competición TCR-Fahrer Günter Benninger und Christian Voithofer sowie Audi RS3 LMS-Pilot Peter Gross (alle Österreich) starten in der neuen Trophy-Wertung. Eric Scalvini (26, Italien) hat im Cupra beim Saisonauftakt in Oschersleben bereits bewiesen, dass er mit der Spitze mithalten kann.

„Ich sehe den zwei Rennen mit einem sehr guten Gefühl entgegen“, sagt Teamchef Felix Wimmer von Wimmer Werk Motorsport. Topfahrer Scalvini soll in der Steiermark an die guten Leistungen anknüpfen. „Eric hat sich großartig bei uns akklimatisiert. Dafür, dass er die Strecke in Oschersleben und auch unser Auto praktisch nicht gekannt hat, war er sogar sensationell unterwegs.“, so Wimmer: „Wenn alles passt, kann Eric in der Topklasse sicher ganz vorne mitfahren.“ Die drei Trophy-Piloten „kennen den Red Bull Ring gut, somit können wir auch hier sicherlich gute Ergebnisse erzielen.“

An der Spitze thront aktuell Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler), dem ein fast perfektes Auftaktwochenende in Oschersleben gelungen ist. Dort feierte er zwei Siege und holte die Startplätze eins und zwei – entsprechend führt der WTCR-Fahrer die Meisterschaft mit 68 Zählern an. Maximal sind an einem Wochenende 70 Punkte möglich. Platz zwei belegt Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der Honda Civic TCR-Fahrer hat 46 Punkte auf dem Konto. Nico Gruber (43 Punkte) folgt dicht dahinter.

Am Red Bull Ring begrüßt die ADAC TCR Germany zudem drei Gäste. Sandro Soubek (27, Österreich, Mair Racing Osttirol) war bereits 2020 dabei und zeigte mit seinem Audi RS3 LMS eine starke Leistung. Lubner Motorsport setzt an diesem Wochenende drei Opel Astra TCR ein: Neben Stammfahrer Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit) sind auch Andreas Höfler (43, Österreich) und Mario Klammer (36, Österreich) am Start.

Die Brüder Dominik (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) und Marcel Fugel (19, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) waren am vergangenen Wochenende noch beim ADAC Total 24-Rennen am Start, nun wollen sie in der ADAC TCR Germany nachlegen. Beim Auftakt waren die beiden aufs Podium gefahren, in der Teamwertung belegen sie den zweiten Rang hinter dem Hyundai Team Engstler.

„Der Red Bull Ring ist keine klassische Honda-Strecke, das hat die Vergangenheit gezeigt. Dazu kommt, dass Hyundai auf den Geraden sehr stark ist“, sagte Marcel Fugel vor dem zweiten Rennwochenende der Saison: „Das wird sich eine Herausforderung. Wir müssen schauen, dass wir es auf die Distanz hinbekommen.“