Dienstag, 11. Juni 2019

Audi-Pilot René Rast neuer DTM-Spitzenreiter

  • Pole-Position und Platz zwei im Samstagsrennen in Misano, Loïc Duval Dritter
  • Umstrittener Safety-Car-Einsatz verhindert möglichen Audi-Doppelsieg
  • MotoGP-Star Andrea Dovizioso begeistert bei seinem DTM-Debüt
Renè Rast übernimmt am Samstag die Meisterschaftsführung
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Mit einer Pole-Position und einem zweiten Platz im Samstagsrennen hat Audi-Pilot René Rast in Misano (Italien) die Gesamtführung in der DTM übernommen. Loïc Duval gelang mit Platz drei sein erstes Podium der Saison. MotoGP-Star Andrea Dovizioso beeindruckte bei seinem DTM-Debüt mit Platz zwölf und spektakulären Zweikämpfen.

Rast holte in Misano die erste Pole-Position für den neuen Audi RS 5 DTM, obwohl der Pilot des Audi Sport Team Rosberg im Qualifying nur einmal auf die Strecke ging und sich so einen Reifensatz sparte. Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport, Loïc Duval vom Audi Sport Team Phoenix und Robin Frijns vom Audi Sport Team Abt Sportsline komplettierten mit den Startplätzen zwei, drei und vier den starken Audi-Auftritt.

Einen möglichen Doppelsieg der Vier Ringe im Samstagsrennen verhinderte dann jedoch eine umstrittene Safety-Car-Phase. Als Joel Eriksson seinen BMW nach zwei Runden am Streckenrand abstellte, setzte die Rennleitung das Führungsfahrzeug ein. Davon profitierte vor allem Erikssons Markenkollege Marco Wittmann, der vom letzten Startplatz ins Rennen gegangen war und seinen Pflichtboxenstopp bereits nach der ersten Runde absolvierte. Das Safety-Car verschaffte Wittmann damit einen uneinholbaren Vorsprung.

„Ein zweiter Platz ist eigentlich positiv und die Punkte sind gut für die Meisterschaft“, sagte René Rast, der mit konstant schnellen Rundenzeiten noch bis auf 8,238 Sekunden an Wittmann heranfuhr und die Führung in der Fahrerwertung übernahm. „Nicht glücklich bin ich, dass das Rennen durch das Safety-Car entschieden wurde. Aber das ist so in der DTM und wir müssen damit umgehen können. Mal hat man Glück, mal nicht. Generell bin ich sehr zufrieden mit meinem Auto und meiner Leistung.“

„Für mich war es ein guter Start hier in Misano“, sagte Loïc Duval nach seinem dritten Platz. „Ich denke, das Podium ist verdient, wenn man unsere Leistungen an diesem Wochenende sieht: Wir waren im Freien Training, im Qualifying und im Rennen konstant schnell.“

Mit Duval haben alle sechs Audi-Werksfahrer nach nur fünf Rennen der neuen Turbo-Ära bereits ein Podiumsergebnis erzielt. Audi hat bisher elf von 15 möglichen Podiums geholt und seine Führung in der Herstellerwertung vor BMW am Samstag in Misano weiter ausgebaut. In die Punkteränge fuhren auch Nico Müller (Platz fünf), Mike Rockenfeller (Platz sechs) und Jonathan Aberdein (Platz acht).

Robin Frijns schied nach einer starken Leistung im Qualifying auf Platz vier liegend durch einen defekten Sensor an seinem Audi RS 5 DTM aus. Pietro Fittipaldi verpasste als Elfter nur knapp einen weiteren DTM-Punkt.

Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso gelang ein eindrucksvoller Einstand in der DTM. Der Lokalmatador kämpfte sich vom 15. Startplatz auf Rang zwölf nach vorn und zeigte dabei wenig Respekt vor dem DTM-Establishment. Selbst der spätere Sieger Marco Wittmann benötigte mehrere Runden, um an Dovizioso vorbeizukommen. Mit Duellen im MotoGP-Stil und einem doppelten Überholmanöver in der letzten Runde begeisterte der Motorrad-Pilot die Zuschauer und auch Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

„Was Andrea hier zeigt, ist wirklich eindrucksvoll“, sagte Gass. „Es macht Spaß, ihm zuzusehen und ich bin schon sehr gespannt, was morgen bei ihm noch möglich ist. Insgesamt war es ein starkes Rennen für uns. Aber natürlich ist es etwas enttäuschend, nicht zu gewinnen, wenn man im Qualifying die ersten vier Startplätze holt und auch im Rennen schnell ist. Ich tue mich etwas schwer mit den vielen Safety-Cars, die die Rennergebnisse beeinflussen. Trotzdem Respekt vor Marco Wittmann, der das ganze Rennen mit einem Reifensatz durchgefahren ist.“

Sensationeller Erfolg in Misano: Marco Wittmann gewinnt das fünfte Rennen der DTM-Saison vom letzten Startplatz

Sensationeller Sieg von Marco Wittmann in Misano am Samstag
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann (GER) erzielte mit einer fantastischen Leistung und taktischen Meisterklasse seinen zweiten Saisonsieg beim Rennen am Samstag in Misano (ITA). Ein technisches Problem mit dem Schaeffler BMW M4 DTM verhinderte, dass Wittmann im Qualifying eine Zeitrunde fuhr, und startete vom 18. Startplatz aus ins Rennen.

Der DTM-Champion von 2014 und 2016 war am Ende der ersten Rennrunde zu seinem Reifenwechsel in die Box gekommen. Dies erwies sich als kluger taktischer Schachzug, der sich nach einer Safety-Car-Phase wirklich auszahlt. Nachdem alle anderen Fahrer ihren obligatorischen Reifenwechsel absolviert hatten, führte Wittmann das Rennen ab der Runde 17 an.

Insgesamt fuhren fünf BMW M4 DTMs in die Top Ten. Bruno Spengler (CAN) wurde Vierter in der BMW Bank M4 DTM. Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) belegte in den Punkten ebenfalls den siebten Platz. Der DTM-Neuling Sheldon van der Linde (RSA) belegte nach seinem Start als bestplatzierter BMW-Pilot nach dem Qualifying wie beim Sonntagsrennen in Zolder (BEL) den neunten Platz. Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) beendete das erste Rennen in Misano als Zehnter. Joel Erikssons (SWE) Rennen endete nach nur zwei Runden nach einem technischen Problem mit dem CATL BMW M4 DTM vorzeitig. 

Montag, 10. Juni 2019

Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer holt auf dem Red Bull Ring dritten Saisonsieg

  • Callaway-Duo gewinnt souverän Sonntagsrennen in Österreich
  • Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG
  • Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei

Sonntagssieg für das Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer
Foto: Jens Hawrda
Corvette und Red Bull Ring – dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der „Liga der Supersportwagen“ ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). „Ein toller Erfolg”, freute sich Sieger Pommer. „Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden.“ 

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle

Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die „gelbe Mamba” auf Platz zwei ins Ziel.

Nachdem sein Teamkollege David Jahn bis zum Boxenstopp auf Rang zwei gelegen hatte, fiel Partner Sven Barth nach dem Pflichthalt auf die dritte Position zurück. Anschließend wurde er von Audi-Fahrer Patric Niederhauser angegriffen, der schließlich in Runde 34 an der Corvette vorbeiging und damit für sich und Startfahrer Kelvin van der Linde den dritten Podestplatz sicherte. Niederhauser und van der Linde gehen damit als Tabellenführer in die zweimonatige Sommerpause des ADAC GT Masters.
Da Barth wegen Missachtens der Track-Limits in der Schlussphase eine Durchfahrtsstrafe absolvieren musste und auf Rang acht zurückfiel, ging der vierte Platz an die Samstagssieger Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) im BMW M6 GT3. Sylvest gewann damit zum zweiten Mal am Wochenende die Pirelli-Junior-Wertung. Fünfte wurden Christian Engelhart (32/Starnberg) und Mirko Bortolotti (29/I) im bestplatzierten Lamborghini Huracán GT3 Evo der Heimmannschaft Orange1 by GRT Grasser.

Wie bereits am Vortag fuhren Max Hofer (20/A) und Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) auf Platz sechs. Hofer war damit der bestplatzierte Österreicher am Sonntag. Rolf Ineichen (41/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) beendeten in ihrem Lamborghini das Rennen als Siebte. Ineichen holte beim Heimspiel seines Rennstalls den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung. Hinter den wegen der Durchfahrtstrafe auf Platz acht zurückgefallenen Jahn und Barth wurden Daniel Keilwitz (29/Villingen) und Maxime Martin (33/B, beide Propeak Performance) im Aston Martin Vantage GT3 Neunte. Die Top 10 komplettierten mit ihrem Audi Jeffrey Schmidt (25/CH) und Christopher Haase (31/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport).

Stimmen der Sieger:

Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R): „Der Start war etwas turbulent. Nach der Safety-Car-Phase konnte ich mich etwas absetzen. Natürlich spielte uns in die Karten, dass die Corvette hier stark ist. Aber es war nicht so einfach, wie es vielleicht aussah. Wir mussten extrem pushen, um vorn zu bleiben. Wir können zufrieden sein. Wir haben bisher immer das Maximum herausgeholt. Jetzt kommen nach der Pause die Strecken, die uns nicht so gut liegen. Daher müssen wir uns gut auf sie vorbereiten.” 

Markus Pommer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R): „Marvin hat toll vorgearbeitet. Ich hatte danach das Glück, dass sich hinter mir Patrick Niederhauser und Sven Barth bekämpften und ich einen guten Vorsprung hatte. Ich war danach immer mit dem Team in Kontakt und wusste so, wie groß mein Polster nach hinten ist. Ich habe noch mal gepusht, aber eigentlich lief dann alles nach Plan.”

Vorerst kein Sieger bei der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring

  • Disqualifikation des McLaren von YouTube-Star Felix von der Laden und Alain Valente
  • Berufungsgericht des DMSB entscheidet über das Endergebnis
Über Ihren Sieg wird noch entschieden: v.d. Laden/Valente
Foto: ADAC-Motorsport

Felix von der Laden (24/Köln) und Alain Valente (22/CHE, beide Team GT) dominierten das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring. Das McLaren-Duo überquerte als erstes die Ziellinie. Nach dem Rennen wurde der 570S GT4 bei der technischen Nachkontrolle des DMSB disqualifiziert, da die Feuerlöschanlage des Fahrzeugs nicht wie vom Reglement vorgeschrieben aktiviert war. Das Team GT hat gegen die Disqualifikation fristgerecht eine Berufung angekündigt. Somit gibt es bis zur Verhandlung vor dem Berufungsgericht des DMSB keinen Sieger im zweiten Lauf der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring. Die nachfolgenden Fahrzeuge rücken nicht auf. Das Ergebnis des Rennens ist vorläufig. 

YouTube-Star von der Laden hatte vom Start weg dem Rennen am Red Bull Ring den Stempel aufgedrückt. Von der Pole-Position aus gestartet, ließ er nichts anbrennen und behielt gekonnt die Rennführung. „Ich konnte ganz einfach vorne wegziehen. Ab der zweiten Kurve habe ich eigentlich nie mehr nach hinten geschaut. Bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters hatte der McLaren-Pilot einen Vorsprung von über fünf Sekunden angehäuft. „Ich war von mir selbst überrascht, dass ich das Tempo an der Spitze so gut kontrollieren konnte“, erklärte der McLaren-Pilot.

Nach den Boxenstopps hatte dann jedoch zunächst Michael Fischer (23/AUT, Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 die Führung inne. Doch mit schnellen Rundenzeiten holte von der Ladens Teamkollege Valente auf. Der Schweizer überholte den BMW und sah mit einem Vorsprung von 3,780 Sekunden als Erster die schwarzweiß karierte Flagge. 

Fischer und seine Teamkollegin Claudia Hürtgen (47/Aachen) beendeten das Rennen auf Rang zwei vor Fred Martin-Dye (30/GBR) und Thomas Krebs (26/DNK, beide Dörr Motorsport) in einem weiteren McLaren 570S GT4. Der Brite Martin-Dye hatte in einem starken Schlusssprint noch den BMW von Marius Zug (16/Pfaffenhofen, RN Vision STS Racing Team) überflügelt, sodass der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot gemeinsam mit Teamkollege Gabriele Piana (32/ITA) vierter wurde. Zug konnte dennoch jubeln, da er die Junior-Wertung der ADAC GT4 Germany für sich entschied. Rang fünf ging an den Porsche Cayman GT4 von Jan Kasperlik (40/Huglfing) und Lars Kern (31/Weissach, beide Team Allied-Racing), der für Kasperlik den Sieg in der Trophy-Wertung bedeutete.

Platz sechs holte sich das BMW-Duo Stephan Grotstollen (50/Langenhagen) und Georg Braun (48/Pfullingen, beide MRS Besagroup Racing Team) vor den beiden Audi von Mike Beckhusen (19/Berlin) und Markus Lungstrass (36/Köln) sowie Nico Rindlisbacher (23/ CHE) und Patricija Stalidzane (17/München, alle racing one). Neunte wurden Florian Thoma (23/CHE) und Jérémie Lesoudier (23/FRA, beide Propeak Performance) im Aston Martin. Luca Trefz (17/Wüstenrot) und Morgan Haber (25/AUS, beide Leipert Motorsport) komplettierten im Mercedes-AMG GT4 die Top Zehn.

Nächster Sonntagssieg: Buri ist Tabellenführer der ADAC TCR Germany

  • Drittes Rennwochenende, dritter Sonntagstriumph für den Finnen
  • Harald Proczyk nach Platz eins am Samstag am Sonntag Zweiter
  • René Kircher als Dritter bester Junior - WTCR-Champion Tarquini wird 14.

Antti Buri siegt wieder am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
"Sonntagsfahrer" Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) hat erneut zugeschlagen: Der Finne, der bereits in Oschersleben und Most die Sonntagsrennen der ADAC TCR Germany gewonnen hat, hat auch auf dem Red Bull Ring triumphiert und die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Im Audi RS3 LMS setzte sich Buri vor Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) im Hyundai i30 N TCR und dem von der Pole Position gestarteten Junior René Kircher (18, Hünfeld, racing one) im Audi durch. WTCR-Champion Gabriele Tarquini (57, Italien, Hyundai Team Engstler), an diesem Wochenende Gaststarter, musste nach einem frühen Kontakt an die Box und kam mit deutlichem Rückstand als 14. ins Ziel. 

"Es war natürlich ein tolles Rennen für uns! Samstag lief bereits gut, und am Sonntag jetzt haben wir nochmal einen draufgesetzt", sagte Buri, der seinen insgesamt achten Sieg in der ADAC TCR Germany feierte: "Das Auto hat sich super angefühlt, wir hatten keine Probleme, ich konnte das Rennen voll und ganz genießen. Die Strecke liegt Audi, und auch ich mag sie einfach gerne. Wir waren schon mit Cupra hier sehr schnell und mit Audi läuft es top." 

Hinter dem Spitzentrio folgten Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Honda Civic TCR und der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Hyundai-Fahrer Max Hesse (17, Wernau, Hyundai Team Engstler). Lukas Niedertscheider (24, Österreich, HP Racing International), Théo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler), Mike Halder (23, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen), Junior Julien Apothéloz (18, Schweiz, TOPCAR Sport) im Cupra TCR und VW-Pilot Mitchell Cheah (21, Malaysia, VW Team Oettinger) belegten die Plätze sechs bis zehn. 

Beim Start zog Michelle Halder an Rene Kircher vorbei, und auch Antti Buri und Dominik Fugel (22, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) überholten den 18-Jährigen. Bevor sich das Feld richtig sortiert hatte, musste bereits das Safety Car auf die Strecke: Fugel konnte nach einem Kontakt nicht mehr weiterfahren, sein Honda musste geborgen werden. Nach zehn Minuten kam das Safety Car in die Box - und Michelle Halder erwischte keinen idealen Restart. Buri nutzte die Gelegenheit, um in der Rechtskurve nach Start-und-Ziel vorbeizuziehen. Mitchell Cheah folgte dem Finnen, und es entwickelte sich vorne ein ähnlich spannender Zweikampf wie bereits im Samstagsrennen. 

Mit etwas Abstand folgte Proczyk, der ebenfalls an Halder vorbeigekommen war. Die Rennleitung belegte Cheah anschließend mit einer Durchfahrtsstrafe, weil der VW-Pilot einen Frühstart hingelegt hatte. Buri konnte somit vorne das Tempo kontrollieren, auch seine beiden Verfolger Proczyk und Kircher behaupteten ihre Positionen ohne große Mühe. Im hinteren Teil des Feldes lieferten sich die Piloten enge Duelle, Michelle Halder gelang es aber letztlich, ihren vierten Platz erfolgreich zu verteidigen und damit ihr bislang bestes Saisonergebnis einzufahren. 

Für die ADAC TCR Germany steht nun eine zwei Monate lange Sommerpause an. Am Wochenende vom 7. bis 9. August geht es in Zandvoort weiter, auf dem Kurs in den Dünen der niederländischen Nordseeküste stehen dann die Saisonrennen sieben und acht auf dem Programm. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV. Online sind die Läufe im Livestream auf SPORT1.de und adac.de/motorsport sowie auf dem Facebook-Kanal der ADAC TCR Germany und unter youtube.com/adac zu sehen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Harald Proczyk (Zweiter, HP Racing International): "Es war insgesamt ein sehr erfolgreiches Wochenende für uns, obwohl die Strecke den Stärken des Hyundai nicht so sehr entgegenkommt. Anders aber als an den Wochenenden in Oschersleben und in Most hatten wir diesmal auch das nötige Rennglück. Ein Sieg und ein zweiter Platz - das hört sich super an." 

René Kircher (Dritter und bester Junior, racing one): "Es ist perfekt, weil wir in Most und auch hier im Training ein paar Probleme mit dem Motor hatten. Wir haben jetzt endlich gefunden, woran es lag. Jetzt ist es umso schöner, auf dem Podium zu stehen. Es ist ein Hammergefühl, wirklich unbeschreiblich."