Sonntag, 21. August 2016

Wittmann holt Bestzeit im Freien Training am Sonntag

Auf trockener Strecke lieferte das Feld prompt die bisher schnellste Session des Wochenendes und blieb deutlich unter den Zeiten des sonnigen Freitags, als Marco Wittmann mit 1:30.607 Minuten die Bestmarke aufstellte. Lediglich Martin Tomczyk (1:30.931 Minuten) schaffte diese Zeit am Sonntagmorgen nicht. Markenkollege Wittmann hingegen kürte sich zum zweiten Mal in Russland zum Trainingsbesten. Er umrundete in seinem BMW M4 DTM die 3,931 Kilometer lange Strecke in 1:29.470 Minuten.


Ab 9:50 Uhr (10:50 Uhr Ortszeit) wird sich im Qualifying zeigen, ob sich die Tendenz des Trainings bestätigt. BMW scheint im Trockenen deutlich besser zurechtzukommen und hat einen weiteren Trumpf auf seiner Seite. Durch die Performance-Gewichtsregelung sind sie mit 1.110 Kilogramm deutlich leichter als die Audi (1.122,5 Kilogramm) und die Mercedes-AMG (1.132,5 Kilogramm).

Ergebnis 3.Freies Training (Top-Ten):

Quelle: dtm.com



Antti Buri gewinnt spektakuläres erstes Rennen der ADAC TCR Germany in Zandvoort

  • Der Seat-Pilot fährt von Platz fünf an die Spitze
  • Entscheidung im Kampf um die Meisterschaft vertagt
  • Niko Kankkunen im Seat bester Junior
Foto: ADAC-Motorsport
Antti Buri (27, Finnland, LMS Racing) hat das erste Rennen der ADAC TCR Germany im niederländischen Zandvoort gewonnen. Der Seat-Pilot, der auf Platz fünf gestartet war, setzte sich in einem spannenden Rennen erst in der letzten Runde an die Spitze des Feldes. "Wir waren zuversichtlich vor dem Rennen, aber dass es so gut klappt, hätten wir vielleicht gar nicht gedacht", sagte Buri nach seinem Sieg. Zweiter wurde Pole-Setter Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) im Honda Civic TCR. Drei Zehntelsekunden hinter dem Führenden der Gesamtwertung kam Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing) im Seat León TCR ins Ziel. Vor dem zweiten Rennen am Sonntag (09.30 Uhr, live bei SPORT1+ und im Livestream unter www.adac.de/tcr-germany und www.sport1.de) hat Files 56,5 Punkte Vorsprung vor Proczyk, die Entscheidung um den Titel kann somit bereits im Rennen am Sonntag fallen. Files war mit dem ersten Rennen in Zandvoort zufrieden: "Der zweite Platz ist auch gut - besonders, weil ich vor Hari gelandet bin. Der Vorsprung in der Gesamtwertung ist groß, aber im Motorsport kann alles passieren.“

Unmittelbar hinter dem Spitzen-Trio überquerten Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR, Steve Kirsch (37, Chemnitz, Team Honda ADAC) und Seat-Pilot Mike Halder (20, Meßkirch, Liqui Moly Team Engstler) die Ziellinie. Proczyk und Halder trennten nur eine Sekunde.

Gastfahrer Finlay Crocker (46, Großbritannien, VFR Racing) wurde im Seat Siebter, Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) schaffte es nach einer starken Aufholjagd auf Platz acht. Aufgrund eines Verstoßes gegen die technischen Regularien im Qualifying wurde der VW-Pilot in der Startaufstellung nach hinten versetzt. Die Top Ten komplettierten Ronny Jost (28, Schweiz, TOPCAR Sport) und Pascal Eberle (25, Schweiz, Steibel Motorsport). Bester Junior wurde Niko Kankkunen (17, Finnland, LMS Racing) als Elfter.
Foto: ADAC-Motorsport
Neustart nach Kollision am Start

 Bis das erste Rennen auf dem anspruchsvollen Kurs an der Nordseeküste beginnen konnte, mussten die Fans sich allerdings gedulden. Nachdem Niklas Mackschin (21, Barsinghausen, Liqui Moly Team Engstler) beim Start stehengeblieben war, kollidierte Lokalmatador Bas Schouten (21, Niederlande, ST Motorsport) mit dessen VW Golf. Es folgte ein Rennabbruch, um den Seat von Schouten zu bergen, ehe das Rennen über eine Restdauer von zehn Minuten neu gestartet wurde. In den finalen Rennminuten entwickelt sich ein packender Kampf um die Spitze, der erst in der Finalrunde entschieden wurde, als Buri den bis dahin führenden Files überholte und sich Proczyk noch auf Rang drei nach vorn kämpfte. Aufgrund des zwischenzeitlichen Abbruches wurden weniger als 75% der geplanten Renndistanz absolviert, daher wurden für den elften Saisonlauf nur halbe Punkte vergeben.

Debütant Larsson am Sonntag auf der Pole

Im zweiten Lauf am Sonntag steht Simon Larsson (19, Schweden, Target Competition), der in Zandvoort sein Debüt in der ADAC TCR Germany gibt, auf der Pole Position. Neben dem Seat-Piloten steht Schouten in der ersten Reihe. Im zweiten Rennen starten die zehn schnellsten Fahrer des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge. Antti Buri geht demnach als Zehnter ins zwölfte Saisonrennen.

Tabellenführer Files und Lokalmatador Schoutenin Zandvoort auf der Pole

  • Honda-Pilot Josh Files sucht die Entscheidung in der Meisterschaft
  • Drei Honda Civic auf den ersten drei Plätzen
  • Lokalmatador Schouten im zweiten Rennen von Platz eins
Josh Files holt Pole für Samstagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) hat im Kampf um die Meisterschaft in der ADAC TCR Germany-Premierensaison vorgelegt. Der Brite startet im ersten Rennen im niederländischen Zandvoort von der Pole Position, nachdem er im Honda Civic TCR mit einer Zeit von 1:49.126 Minuten Schnellster im Qualifying war. "Ich bin super zufrieden mit der Pole und will natürlich den nächsten Sieg holen", sagte Files: "Dieses Wochenende ist enorm wichtig, aber mit dem Meistertitel will ich mich momentan gar nicht beschäftigen. Ich freue mich auf spannende Rennen." SPORT1 überträgt beide Rennen der ADAC TCR Germany am Samstag (16.55 Uhr) und Sonntag (09.30 Uhr) live, online sind die Rennen im Livestream unter www.sport1.de und www.adac.de/tcr-germany zu sehen.

Von Platz zwei startet als bester Junior Dominik Fugel (19, Chemnitz, Team Honda ADAC, 1:49.219) vor seinem Teamkollegen Steve Kirsch (37, Chemnitz, 1:49.442). Die zweite Startreihe komplettiert Mike Halder (20, Meßkirch, Liqui Moly Team Engstler) im Seat León TCR.

Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One), im ersten Freien Training am Morgen noch Schnellster, fuhr im VW Golf GTI TCR die fünftbeste Zeit, als Sechster geht Antti Buri (27, Finnland, LMS Racing) im Seat León ins Rennen. Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) und Niklas Mackschin (21, Barsinghausen, Liqui Moly Team Engstler) starten beide im VW Golf aus der vierten Reihe. Platz neun und zehn belegen die Seat-Piloten Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing) und Lokalmatador Bas Schouten (21, Niederlande, ST Motorsport). Vor den beiden Rennen in Zandvoort liegt Proczyk 55 Punkte hinter Files in der Gesamtwertung auf Platz zwei.

Im zweiten Lauf am Sonntag (live ab 09.15 Uhr bei SPORT1) steht Schouten auf der Pole Position. "Ich kenne hier jede Ecke, ich bin jeden Meter der Strecke abgegangen", sagte Schouten: "Ich möchte hier unbedingt gewinnen, ich weiß, wo ich überholen kann - und ich bin ein Racer." Die zehn schnellsten Fahrer des Qualifyings starten im zweiten Rennen in umgekehrter Reihenfolge. Titelaspirant Files geht somit als Zehnter ins Rennen.

Samstag, 20. August 2016

DTM: Stimmen der BMW-Piloten zum Rennen 1 in Moskau

Maxime Martin (BMW Team RBM, 6. Platz):
"Das war ein hartes Rennen unter schwierigen Bedingungen. Es gab viele Stellen auf der Strecke, wo Wasser stand. Ich bin glücklich mit dem sechsten Platz, da es bedeutet, dass ich einige wertvolle Punkte hohlen konnte. Wir waren uns vor dem Rennen bewust, dass wir nicht die Stärksten im Regen sein würde. Trotzdem ist es gut, ein paar Punkte zu holen. "

Timo Glock (BMW Team RMG, Platz 11):
"Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das ich gehofft hatte. Das Ziel war, in die Punkte zu fahren. Allerdings hatte ich einfach zu wenig Grip am Anfang und bin nur herumgerutscht, dadurch konnten mehrere Konkorrenten an mir vorbei fahren.Wir hatten heute einfach kein gutes Renntempo."
Augusto Farfus
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (BMW Team Mtek, 14. Platz): "Die Bedingungen auf der Strecke waren schwierig für alle Fahrer. Wir haben nicht erwartet, dass es so stark regnen würde, und sind somit mit dem dem Set-up des Autos hohes Risiko gegangen. Das zahlte sich nicht aus. Allerdings sollten wir ein gutes Tempo im Trockenen haben. Deshalb hoffe ich wirklich, dass es morgen nicht wieder regnet. "

Bruno Spengler (BMW Team Mtek, 15. Platz):
"Wir entschieden uns für ein Set-up, das am Anfang, wo noch viel Wasser auf der Strecke war, nicht optimal war. Bei abtrocknender Strecke sollte sich das aber auszahlen. Allerdings verlor ich zu viel Zeit in der ersten Phase des Rennens um dann noch in die Punkte fahren zu können. Morgen ist ein neuer Tag, und wir werden wieder hart pushen. "

Marco Wittmann (BMW Team RMG, Platz 19): "Es war nicht viel, was ich tun konnte von meinem Startplatz. Das Spray war so stark, dass ich die ersten zehn Runden kaum etwas sah. Ich hatte keine Gelegenheit zu attackieren, da das Tempo einfach nicht da war. Alles in allem war das ein enttäuschendes Rennen. "

António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer, Platz 20): "Das war sehr hart heute. Unser Reifendruck war eigentlich am Anfang in Ordnung. Sie verschlechtert dann ein wenig hinter dem Safety Car, was bedeutete, dass wir Grip verloren. Im Verlauf des Rennen verbesserte sich das auch nicht."
Martin Tomczyk
Foto: Jens Hawrda
Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer, Platz 21): "Ich denke, wir hatten heute alle zu kämpfen. Nur Maxime Martin schaffte es für BMW in die Top Ten. Das ist definitiv nicht das, was wir im Sinn hatte. Wir können nur hoffen, dass es morgen trocken bleibt, sonst wird es wieder sehr schwierig sein. "

Tom Blomqvist (BMW Team RBM, 22. Platz): "Leider startete ich am Ende des Feldes - und das war es auch mehr oder weniger, wo ich blieb. Das Auto war tatsächlich besser als das Ergebnis zeigt, aber ich konnte einfach keine Fortschritte im Rennen zu machen. Es war sehr schwierig da draußen. Zum Glück haben wir eine zweite Chance, morgen."

Estre/Jahn feiern dritten ADAC GT Masters-Saisonsieg in Zandvoort

  • Dritter Samstags-Rennsieg in Folge für Porsche-Piloten Kevin Estre und David Jahn
  • Polesetter Mies/De Phillippi machen mit Platz zwei das Titelrennen ultraspannend
  • Ragginger/Renauer auf Rang drei bescheren Porsche zweiten Podiumsplatz
die Sieger vom Samstag David Jahn(l.) u. Kevin Estre
Foto: ADAC-Motorsport
Aller guten Dinge sind drei: David Jahn (25, Speyer) und Kévin Estre (27, F/beide KÜS TEAM75 Bernhard) gewinnen in Zandvoort/Niederlande das dritte Samstagsrennen im ADAC GT Masters in Folge. Im Ziel hatte das Duo im Porsche einen knappen Vorsprung von 1,245 Sekunden vor dem Audi R8 von Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport). David Jahn, der nun seinen Rückstand in der Meisterschaft auf 18 Punkte verkürzt hat, freut sich: „Eine hammermäßige Bilanz – wir haben nun drei von sechs Samstagsrennen gewonnen. Ich kann es gar nicht glauben.“ Das Podium komplettierte das Porsche-Duo Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (28, A/beide Precote Herberth Motorsport).

Entscheidung in der Phase der Boxenstopps


Schlüssel zum dritten Saisonsieg für Kévin Estre und David Jahn war eine perfekte Boxenstrategie. Jahn übergab den Porsche auf Rang vier liegend gleich zum Beginn des Boxenstoppfensters zur Rennmitte an Teamkollege Estre. Durch eine Reihe von schnellen Rundenzeiten schaffte es der Porsche-Werksfahrer aus Frankreich nach dem Ende der Pflichtboxenstopp-Phase vor dem in der ersten Rennhälfte führenden und von der Pole Position gestarteten Audi von De Phillippi/Mies zu liegen. Mies machte bis zum Rennende Druck auf den führenden Porsche, musste sich aber schließlich geschlagen geben. Mit Rang zwei setzten sich Mies/De Phillippi allerdings in der Junior-Wertung für Fahrer unter 25 Jahre durch. Mit einem Rückstand von 11,447 Sekunden wurden Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (28, A/beide Precote Herberth Motorsport) Dritte.

Der Titelkampf im ADAC GT Masters entwickelte sich durch das Ergebnis des ersten von zwei Rennen in den Niederlanden zu einem Thriller. Bei noch drei ausstehenden Rennen liegen De Phillippi/Mies punktgleich an der Tabellenspitze mit Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (27, Villingen/beide Callaway Competition), die das Rennen in ihrer Corvette auf Rang acht beendeten. Durch seinen dritten Saisonsieg hat sich auch Jahn in den Kreis der Titelaspiranten gefahren. Der Pilot aus dem Team von Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhard und seinem Vater Rüdiger liegt mit 18 Punkten Rückstand auf Tabellenrang drei.
Foto: ADAC-Motorsport
Platz vier und damit ihr bestes Saisonergebnis holten der letztjährige ADAC Formel 4-Champion Marvin Dienst (19, Lampertheim) und Christopher Zanella (26, CH/beide bigFM Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche 911 vor Frédéric Vervisch (30, B)/Christopher Haase (28, Kulmbach/beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8. Beide profitierten von Motorproblemen des bis kurz vor Schluss auf Rang vier platzierten Bentley Continental von Fabian Hamprecht (21, Hagen)/Christer Jöns (29, Ingelheim/beide Bentley Team ABT).
 Bestplatzierter Lamborghini wurde das Duo Norbert Siedler (33, A)/Jaap van Lagen (39, NL/beide HB Racing WDS Bau) auf Rang sieben. Die Top-Ten komplettierten auf Rang neun Jesse Krohn (25, FIN)/Louis Delétraz (19, CH/beide Schubert Motorsport) im BMW M6 vor Jordan Pepper (20, ZA)/Daniel Abt (23, Kempten/beide Bentley Team ABT) im zweiten Bentley.

Einen herben Dämpfer im Titelkampf gab es für die im Qualifying zweitplatzierten Titelverteidiger Sebastian Asch (30, Ammerbuch)/Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG-Team Zakspeed) im Mercedes-AMG GT. Nachdem Asch in der ersten Rennhälfte auf Podiumskurs lag, sorgten technische Probleme in der zweiten Rennhälfte für das vorzeitige Aus. Grund zur Freude dagegen für Remo Lips (33, CH ), der zusammen mit Sven Barth (35, Weinheim/beide RWT Racing) in der Corvette Z06.R auf Rang 13 Sieger der Trophy-Wertung wurde. Mit seinem ersten Klassensieg in der laufenden Saison übernahm Lips die Trophy-Tabellenführung.

Stimmen der Sieger


David Jahn
(KÜS TEAM75 Bernhard, Porsche 911):
„Unglaublich – in bin total stolz, in diesem Team zu sein. Ich kann gar nicht glauben, wie schnell es jetzt in der Fahrerwertung weiter nach oben ging. Noch in Spielberg war ich auf dem 16. Tabellenrang, nun habe ich zumindest Anschluss gefunden. Am Nürburgring sind wir am Sonntag Dritte geworden – schon nicht so schlecht. Jetzt bleiben wir mit Vollgas dran und geben morgen alles, was wir können.“

Kévin Estre (KÜS TEAM75 Bernhard, Porsche 911):
„Es war ein richtig cooles Rennen. David ist gut gestartet und nicht volles Risiko gegangen. Die Strategie des Teams, nach der Safety-Car-Phase reinzukommen, war sehr gut. Ich habe dann versucht, in den ersten zwei, drei Runden zu pushen, um den Audi und den anderen Porsche hinter mir zu lassen. Dann habe ich versucht, das Rennen zu kontrollieren. Das war nicht so einfach, denn diese Strecke ist hart zu den Hinterreifen – ich musste mit viel Übersteuern kämpfen und war mir nicht sicher, ob die Reifen halten würden. Nun müssen wir morgen ein gutes Qualifying hinlegen. Und dann ist ne Menge drin.“