Donnerstag, 20. November 2025

Land-Motorsport in Zukunft ohne Audi

Ricardo Feller, Audi R( LMS GT3 #29
Foto: Jens Hawrda

Zehn Jahre lang drehte sich bei Land-Motorsport alles um die vier Ringe – und das mehr als erfolgreich. Mit der Marke aus Ingolstadt und dem Audi R8 LMS GT3 gelang es, national wie auch international für Aufsehen zu sorgen. Jedes Rennen, jeder Sieg und jeder, der daran beteiligt war, haben diese Geschichte mitgeschrieben.

Die letzten zehn Jahre waren geprägt von Erfolgen und Nervenkitzel an unzähligen Rennwochenenden. Ein Rennen bleibt dabei besonders in Erinnerung: 2017 sicherte sich das Team den Sieg bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Mit der Fahrerbesatzung bestehend aus Connor De Phillippi, Christopher Mies, Markus Winkelhock und Kelvin van der Linde brachte die Mannschaft den Audi R8 LMS GT3 in einer der wohl spektakulärsten Schlussphasen der Renngeschichte ins Ziel. Ein Triumph, der bis heute im Gedächtnis bleibt und nach wie vor für Gänsehaut sorgt.

Doch der Sieg am Nürburgring war längst nicht der einzige Meilenstein. Auch im ADAC GT Masters wurde Geschichte geschrieben und das gleich mehrmals. Bereits im Debütjahr 2016 gelang der Durchbruch mit Audi. Der erste Titelgewinn in Fahrer-, Team- und Junior-Wertung sorgte für Furore und bewies vor allem eines: Land und Audi – das passt perfekt zusammen! 2021 schaffte es die Mannschaft, diese herausragende Leistung zu wiederholen. In der Historie der Rennserie zählt der Rennstall von Wolfgang und Christian Land damit zu den erfolgreichsten.

Auch über den Atlantik hinweg blieben die Erfolge nicht aus. In der IMSA WeatherTech Sportscar Championship trat Land-Motorsport auf den klassischen Rennstrecken der USA an und war von Beginn an konkurrenzfähig. Den Beweis lieferte das Team prompt mit dem Sieg beim Petit Le Mans 2017. Darüber hinaus überzeugte das Team aus Niederdreisbach bei weiteren namhaften Rennen wie den 24 Stunden von Daytona, den 6 Stunden von Watkins Glen und den 12 Stunden von Sebring.

2025 folgte das Kapitel DTM – unverhofft, aber umso emotionaler. Mit dem Audi R8 LMS GT3 evo II und Ricardo Feller am Steuer stellte sich das Team der starken Konkurrenz, meisterte Höhen und Tiefen und sammelte wertvolle Erfahrung. Während die Bekanntheit auf der reichweitenstarken Plattform deutlich zunahm und die Fanbase wuchs, ebneten Podestplätze und der Sieg den Weg ins Spitzenfeld einer der härtesten GT-Serien.

Hinter all diesen Erfolgen und besonderen Momenten standen Menschen, die diese erst möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen von Audi, die über all die Jahre im Hintergrund sowie an der Strecke alles getragen und unterstützt haben, sowie den Partnern, die Land-Motorsport begleitet haben. Viele davon zählen heute zu den engen Freunden des Teams, darunter Fahrer wie Christopher Mies, Ricardo Feller, Connor De Phillippi sowie Kelvin und Sheldon van der Linde. So wie jedes Kapitel einmal endet, schließt sich nun auch dieses. Land-Motorsport bedankt sich bei Audi für die großartige gemeinsame Zeit und die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Jordan Pepper wird BMW M Werksfahrer

Jordan Pepper ist ab der Saison 2026 BMW-Werksfahrer
Foto: BMW-Motorsport

Die BMW M Motorsport Familie erhält für die Saison 2026 Verstärkung: Jordan Pepper (RSA) wird BMW M Werksfahrer und absolviert im kommenden Jahr Renneinsätze im BMW M4 GT3 EVO. Der 29-Jährige ist der dritte südafrikanische Fahrer im Aufgebot nach Sheldon und Kelvin van der Linde. Details zu seinem Rennprogramm werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Pepper blickt auf zahlreiche Erfolge im GT-Sport zurück. 2025 triumphierte er bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BEL) und kämpfte in seiner ersten kompletten Saison in der DTM bis zum letzten Rennen um den Titel. Im GT World Challenge Europe Sprint Cup wurde er direkt hinter dem Team WRT Duo Kelvin van der Linde und Charles Weerts (BEL) Zweiter in der Fahrerwertung. Das gleiche Ergebnis erzielte er 2024 im Endurance Cup. Weitere große Erfolge feierte Pepper 2024 als GTD-PRO-Sieger beim IMSA-Finale Petit Le Mans, 2020 als Sieger beim Bathurst 12 Hour und 2021 als Champion in der GT World Challenge America. 2014 gewann er die Gesamtwertung im Volkswagen Scirocco R Cup Germany.

Jordan Pepper: 

„Es ist sehr aufregend, mit BMW M Motorsport ein neues Kapitel meiner Karriere zu beginnen. In Südafrika ist BMW eine sehr prestigeträchtige Marke, mit der ich aufgewachsen bin und die ich immer beobachtet habe. Mein Weg in den professionellen Rennsport in Europa hat mich jedoch über andere Hersteller geführt. Nun habe ich die Möglichkeit, für BMW M Motorsport zu fahren, worauf ich mich extrem freue. Ich habe über Jahre gesehen, wie stark sie als Konkurrenten sind, nun bin ich gespannt darauf, zum ersten Mal selbst den BMW M4 GT3 EVO zu fahren. Ich weiß, dass eine Umstellung auf ein neues Auto immer eine Herausforderung ist und dass ich mich über den Winter an das Fahrzeug werde gewöhnen müssen. Aber ich mag generell diese Art von Autos, denn ich habe viel Zeit meiner Karriere in ähnlichen Fahrzeugen verbracht. Ich kann es kaum erwarten, mit all den großartigen Fahrern zusammen zu arbeiten, die BMW M Motorsport hat – darunter natürlich auch Sheldon und Kelvin van der Linde. Wir kennen uns von klein auf und sind gute Freunde. Wir haben immer davon geträumt, einmal gemeinsam Rennen zu gewinnen. Nun sind wir beim gleichen Hersteller und bekommen hoffentlich irgendwann die Chance dazu.“


Dienstag, 18. November 2025

DTM Norisring: Tickets für das Highlight in Nürnberg ab sofort erhältlich

  • DTM-Saisonhighlight am ersten Juli-Wochenende 2026
  • Tickets ab 74 Euro, Kinder und Jugendliche unter 16 mit freiem Eintritt
  • Neue Kategorie mit günstigerem Zugang auf beliebte Tribünen

Foto: Jens Hawrda

Die DTM kehrt vom 3. bis 5. Juli 2026 auf den legendären Norisring zurück – das absolute Highlight im DTM-Kalender und jedes Jahr ein Publikumsmagnet. Ab sofort sind Tickets online unter dtm.com verfügbar. Eintrittskarten gibt es bereits ab 74 Euro, Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren genießen in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt inklusive Zugang zur Steintribüne. Neu in diesem Jahr: Eine zusätzliche Ticketkategorie ermöglicht einen besonders preisgünstigen Zugang zu festen Sitzplätzen. ADAC-Mitglieder profitieren bei allen DTM-Veranstaltungen von 10 % Rabatt.

Der Norisring ist einzigartig: Die enge Strecke zwischen Leitplanken und Mauern, das idyllische Panorama am Dutzendteich und die legendäre Steintribüne machen Deutschlands einzigen Stadtkurs zum Kult. Zugang zur Steintribüne mit bester Sicht auf die Start-Ziel-Gerade und die Boxengasse gibt es bereits ab 74 Euro. Dank der neuen Ticketkategorie gibt es nun günstigere reservierte Sitzplätze auf der Thomas-Sommer-Tribüne, der Speck-Pumpen-Tribüne sowie der Boxengassentribüne.

Alle Eintrittskarten enthalten kostenlosen Zugang zum Fahrerlager mit Autogrammstunden und Pitwalk sowie die kostenlose Nutzung des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN), sodass Besucher bequem und nachhaltig mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen können.


Sonntag, 16. November 2025

IDM Sportbike: Der „kleine“ Siebdrath legt los

Mika Siebdrath und Carsten Freudenberg legen viel Hoffnung in das
Nachwuchsprojekt auf Triumph
 Foto: Team Freudenberg

Marvin Siebdrath ist in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) eine Hausnummer. Sein Bruder Mika will es jetzt werden. Er steigt 2026 beim Team Freudenberg PALIGO Racing in die IDM Sportbike ein.

Die technischen Daten von Mika Siebdrath: geboren am 27. März 2009 in Zwickau geboren, 165 Zentimeter groß, 55 Kilogramm auf der Waage, leidenschaftlicher Schnitzel-Esser, Marc Márquez-Fan, Hunde- und Moskitoliebhaber. Traum: „Am liebsten möchte ich WM-Fahrer in der MotoGP oder Superbike werden.“

Mit dem 16-jährigen Sachsen steht der erste Fahrer im Freudenberg-Team für die kommende Saison fest – auf einer Triumph Daytona 660. Nach erfolgreichen Jahren in der Supersport 300-Weltmeisterschaft hat sich das Team neu aufgestellt mit dem Fokus auf die Nachwuchsförderung. Das bereits 2025 erfolgreiche Sportbike-Projekt wird konsequent weiterentwickelt.

„Ich bin absolut happy und freue mich, mit Mika einen jungen sächsischen Nachwuchsfahrer präsentieren zu können. Mika kommt aus einer echten Rennsportfamilie – das passt perfekt in unsere Planung für 2026. Mit ihm haben wir den ersten wichtigen Baustein für unser Engagement in der IDM gelegt. Mika bringt wertvolle Erfahrungen aus seiner Zeit in Spanien mit, wo er lange gefahren ist“, baut Teamchef Carsten Freudenberg auf die Kenntnisse des Neuzugangs und spricht auch das nächste heiße Eisen im Feuer an. „Wir arbeiten derzeit intensiv an der weiteren Fahrerpaarung, damit Mika starke Unterstützung in den eigenen Reihen erhält. Gespräche führe ich unter anderem mit der Familie Rammerstorfer, mit der wir bereits 2025 sehr erfolgreich in der neuen IDM-Klasse gestartet sind.“

Nach vier Jahren in spanischen Nachwuchsklassen wird in Mikas Umfeld wieder vorwiegend deutsch gesprochen und er hat den gleichen Terminkalender wie sein 22-jähriger Bruder Marvin, der 2026 für das Team MCA Racing auf einer Honda in der IDM Supersport antreten wird. Er hat seinen ersten Meistertitel seit 2022 in der Tasche. Nach mehreren Führungswechseln zwischen ihm und dem Österreicher Leo Rammerstorfer ging er mit sieben Punkten Rückstand ins große Hockenheim-Finale und kehrte mit vier Punkten Vorsprung als Meister in der IDM Supersport 300 heim.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


Freitag, 14. November 2025

DTM: Nächster Pilot verlässt wahrscheinlich die DTM

 Jack Aitken verabschiedet sich vermutlich aus der DTM

Sehen wir Jack Aitken näcstes Jahr noch in der DTM
Foto: Jens Hawrda

Jack Aitken ist ein gefragter Allrounder, er fuhr Formel 1, Sportwagen, GT-Rennwagen und ist in das LMDh-Projekt von Cadillac eingebunden. In der Saison 2025 fuhr er in der DTM lange um die Meisterschaft, wurde aber am Ende wegen einer Diaqualifikation im letzten Saisonlauf in Hockenheim nur achter in der Meisterschaft.

Im Jahr 2026 wird Jack Aitken neben der IMSA Meisterschaft auch die komplette FIA WEC für Cadillac besteiten, er wird im Hertz JOTA Team Jenson Button ersetzen.

Mit diesem verstärkten Engagement für Cadillac wird wohl kein Platz mehr für die DTM sein. Es gibt zwar zwischen den Meisterschaften keine terminlichen Überschneidungen, aber für Jack Aitken hat das Cadillac Programm oberste Priorität. Das größte Problem stellen die 5 DTM-Testtage dar, die 2026 zentral vom ADAC organisiert werden, private Testtage der Teams sind nicht mehr möglich.

"Cadillac ist das Programm, für das ich mich zuerst verpflichtet habe. Es hat für mich Priorität, was das Niveau der Meisterschaft und des Autos angeht, das wir fahren. Allerdings kommt es darauf an, ob ich mehr fahren und mehr Rennen fahren kann, denn ich glaube, dass mich das zu einem besseren Fahrer macht. Cadillac hat mich bei Projekten wie der DTM sehr freundlich und großzügig unterstützt. Wenn es meiner Leistung in den einzelnen Meisterschaften nicht schadet und ich beides auf hohem Niveau machen kann, dann mache ich das gerne. Es geht immer darum, ein gutes Gleichgewicht zu finden. Ich möchte nicht zu viel machen und dann irgendwo Kompromisse eingehen müssen», so Aitken bereits vor einigen Wochen. Und auch Lorenz Frey-Hilti ergänzt: «Wir wollen einen Fahrer, der den Fokus auf die DTM legt."

Damit werden wir Jack Aitken wohl im Jahr 2026 nicht in der DTM sehen, das Schweizer Rennteam Emil Frey ist schon auf der Suche nach einem Nachfolger.