Dienstag, 14. Oktober 2025

Top-Ten-Ergebnisse für GRT Grasser Racing beim DTM-Finale in Hockenheim

  • Vier Top-10-Platzierungen beim vorletzten DTM-Rennwochenende in Spielberg
  • Jordan Pepper geht als härtester Verfolger in der Fahrerwertung ins Saisonfinale
  • Gottfried Grasser, GRT-Teamchef: „Wir sind jetzt in einer aussichtsreichen Ausgangslage für das Finale.“

Luca Engstler, Lamborghini #19
Foto: Jens Hawrda

Beim DTM-Finale auf dem Hockenheimring blieb das TGI Team Lamborghini by GRT supported by Automobili Lamborghini Squadra Corse hinter den eigenen Erwartungen zurück. Während Luca Engstler die Saison dank starker Aufholjagden mit zwei Top-Ten-Ergebnissen abschloss, konnte Titelkandidat Jordan Pepper in zwei turbulenten Rennen keine Meisterschaftspunkte sammeln. 

Das DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg versprach bereits im Vorfeld spannende Rennen und eine knappe Meisterschaftsentscheidung. Jordan Pepper war mit nur sieben Punkten Rückstand auf den Führenden als einer der Titelfavoriten nach Hockenheim gereist. Teamkollege Luca Engstler wollte die Saison 2025 mit guten Ergebnissen abschließen. Im ersten Qualifying belegte Jordan Pepper im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #63 den 13. Startplatz. Im Vergleich zu einigen seiner Meisterschaftskonkurrenten sicherte sich der Südafrikaner damit eine gute Ausgangsposition für das Rennen am Samstag. Das Rennen wurde aufgrund schlechter Wetterbedingungen verspätet hinter dem Safety Car gestartet. Jordan Pepper musste das Rennen nach dem Restart bereits in der ersten Runde aufgrund einer Berührung mit einem Konkurrenten aufgeben. 

Jordan Pepper, Lamborghini #63
Foto: Jens Hawrda

Durch diesen Ausfall fiel Pepper in der Meisterschaftswertung vom zweiten auf den sechsten Platz zurück, hatte aber noch theoretische Titelchancen. Teamkollege Luca Engstler ging von Platz 18 ins Rennen. Dank einer cleveren Boxenstoppstrategie und starken Runden machte der junge Allgäuer bei schwierigen Bedingungen Platz um Platz gut und überquerte die Ziellinie auf Gesamtrang neun. Das letzte Saisonrennen am Sonntag fand bei trockenen Bedingungen statt. Von Platz acht gestartet, war Jordan Pepper erneut bester Lamborghini-Pilot und wollte mit einem guten Rennen seine Meisterschaftschancen wahren. Pepper fuhr in der ersten Runde bis auf den vierten Platz nach vorn, bevor das Safety Car das Rennen erstmals neutralisierte. Nach dem ersten Boxenstoppfenster lag die #63 auf Platz sechs und kämpfte mit anderen Meisterschaftsanwärtern um die Spitzenplätze. Nach dem zweiten Pflichtboxenstopp hatte sich Pepper auf Platz fünf vorgearbeitet, den er bis ins Ziel verteidigte. 

Aufgrund eines Vergehens unter gelber Flagge wurde die Startnummer 63 jedoch nachträglich vom Rennen disqualifiziert. Somit beendete Jordan Pepper die DTM-Saison 2025 trotz starker Leistungen am Finalwochenende auf dem siebten Platz. Auch der Lamborghini Huracán GT3 Evo2 mit der Startnummer 19 und Luca Engstler am Steuer zeigte im zweiten Rennen des Wochenendes eine starke Leistung. Von Startplatz 19 aus wiederholte Engstler seine Aufholjagd vom Vortag und belegte den achten Gesamtrang. Damit erreichte Luca Engstler mit Platz zwölf in der Meisterschaftswertung sein bislang bestes Abschlussergebnis. Auch in der Teamwertung sicherte sich Grasser Racing mit Platz fünf ein starkes Ergebnis. Bereits an diesem Wochenende steht für Team und Fahrer das Saisonfinale der GT World Challenge Europe powered by AWS Endurance Cup auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya an.

Stimmen zum letzten Rennwochende

Jordan Pepper:
„Leider war es nicht das Wochenende, das wir uns erhofft hatten. Nach dem Training musste das Team das Auto nach einem Zwischenfall bergen und hat großartige Arbeit geleistet. Insgesamt war es ein schwieriges Wochenende mit wechselhaften Bedingungen. Aufgrund des Zwischenfalls im ersten Rennen habe ich leider Punkte verpasst. Wir haben am Sonntag noch einmal alles versucht, haben es aber leider nicht in die Meisterschaft geschafft.

Trotzdem bin ich sehr stolz und dankbar für die Leistungen des Teams in dieser Saison. Wir können mit dem Erreichten sehr zufrieden sein. Vielen Dank an alle unsere Partner und das gesamte Team für diese großartige Saison.“

Luca Engstler: 
„Es war ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Im Qualifying hatte ich leider etwas Mühe, die perfekte Runde hinzubekommen. In den Rennen hat das Team aber einen tollen Job gemacht und eine gute Strategie entwickelt, die mich nach vorn gebracht hat. Das hat gezeigt, dass wir uns in Sachen Performance-Stopps und Rennpace gut weiterentwickelt haben. Andererseits wollen wir natürlich um die Podiumsplätze kämpfen. Ich persönlich habe in dieser Saison viel gelernt und denke, dass wir in dieser Serie in Zukunft gemeinsam noch viel erreichen können. Ich bin sehr stolz auf das, was wir in dieser Saison erreicht haben.“

Gottfried Grasser, GRT-Teamchef:
„Ich bin sehr stolz auf unsere Fahrer und das gesamte Team für das, was sie die Saison über geleistet haben. Aufgrund der Umstände war es für uns sehr schwierig, aus eigener Kraft an die Spitze zu kommen. Jordans Unfall im ersten Rennen war unglücklich, aber natürlich versucht hier jeder, sein Bestes zu geben. Trotzdem ist er eine unglaublich gute Saison gefahren. Luca hat zwei starke Rennen gezeigt und das Beste herausgeholt. Insgesamt können wir sehr zufrieden sein. Das Team hat sich über die Saison stark verbessert. Ehrlich gesagt hätte ich nicht erwartet, dass wir bis zum letzten Rennen noch um die Meisterschaft kämpfen würden. Darauf können wir stolz sein. Ein wenig Wehmut macht mich aber auch: Es war unser letztes Rennen mit dem Lamborghini Huracán in der DTM und im ADAC-Umfeld, wo wir zehn Jahre lang mit diesem Auto angetreten sind. Ein großes Dankeschön geht auch an alle Partner und Freunde des Teams, die uns das ganze Jahr über unterstützt haben.“

Quelle: grasser-racing.com


Montag, 13. Oktober 2025

Emil Frey Racing beim DTM-Showdown in Hockenheim

Ben Greens Premieren-Pole und Jack Aitkens Kampf um den Titel

Ben Green, Ferrari #10
Foto: Jens Hawrda

Das DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring bot für Emil Frey Racing die volle Bandbreite an Emotionen: Ben Green krönte seine Rookie-Saison mit der ersten Pole Position seiner Karriere, während Jack Aitken im packenden Titelkampf mit acht Anwärtern um die Meisterschaft kämpfte. Doch was als vielversprechendes Wochenende begann, endete am Sonntag mit herben Rückschlägen: Ben Green schied nach einem unverschuldeten Unfall vorzeitig aus, und Jack Aitken verlor durch eine Strafe wertvolle Punkte im Meisterschaftskampf. Thierry Vermeulen komplettierte das schwierige Wochenende mit Platz 12 trotz Fahrzeugschaden.

Ben Green feiert Premieren Pole Position in der DTM 

Während alle Augen auf den die Piloten im Meisterschaftskampf lagen, sorgte Ben Green für einen Lichtblick. Der Rookie holte erstmals in seiner DTM-Karriere die Pole Position und unterstrich damit seine konstante Entwicklung über die Saison. Mit Teamkollege und Meisterschaftskandidat Jack Aitken auf Startplatz 2 stellte Emil Frey Racing die gesamte erste Startreihe – eine Leistung, die dem Team nach Norisring und Nürburgring bereits zum dritten Mal in dieser Saison gelang.

Jack Aitken, Ferrari #14
Foto: Jens Hawrda
Regen-Chaos am Samstag

Das Rennen selbst entwickelte sich bei starkem Regen zur Herausforderung. Ben Green verlor bereits in der ersten Runde nach einem Verbremser die Führung an Teamkollege Jack Aitken und musste auch Thomas Preining im Porsche passieren lassen. Jack Aitken hingegen verlor nach seinem Reifenwechsel den Anschluss an die Spitze und musste mehrere Konkurrenten ziehen lassen. Thierry Vermeulen kämpfte sich nach einer aberkannten Zeit im Qualifying vom Ende des Feldes nach vorne, doch ein Reifenplatzer aufgrund von aufgesammelten Teilen auf der Strecke setzte ihn zurück auf Platz 19. 

Acht Fahrer im Titelkampf am Sonntag

Das Sonntagsrennen wurde zum entscheidenden Finale mit acht Titelanwärtern. Jack Aitken startete von Position 4, Teamkollege Ben Green von Platz 3 ins Rennen.

Doch schon in der Anfangsphase kam es zur Katastrophe: Bei der Anfahrt in die Haarnadelkurve verpackten sich mehrere Fahrzeuge, wobei Ben Green mitten im Geschehen war. Ein von hinten heranfahrendes Fahrzeug, drückte ihn in ein vor ihm fahrendes Auto hinein. Ben Green konnte nichts mehr ausrichten und musste sein Fahrzeug an der Box vorzeitig abstellen. Das darauffolgende Safety Car spielte Jack Aitken zunächst in die Karten, der sich auf Position 3 vorkämpfte. Nach dem ersten Boxenstopp fiel der Brite jedoch auf Platz 5 zurück. Mit schnellen Sektorzeiten arbeitete sich Jack Aitken wieder auf Platz 4 vor und überholte Maro Engel im Mercedes mit der Startnummer 24. Als der Aston Martin mit Schaden am Auto ausfiel, rückte Jack Aitken auf Platz 3 vor.

Zehn Minuten vor Rennende zeigte der Brite ein Überholmanöver gegen den auf kalten Reifen fahrenden Jordan Pepper im Lamborghini (#63) und eroberte Platz 4 zurück.

Doch dann folgte der Schock: Jack Aitken wurde wegen Überholens unter gelber Flagge untersucht und erhielt eine Strafe von drei Strafrunden. Die Zeitstrafe wurde jedoch nicht innerhalb der vorgeschriebenen Runden abgesessen – und die Nummer 14 wurde schliesslich vom Rennergebnis ausgeschlossen. 

Thierry Vermeulen, Ferrari #69
Foto: Jens Hawrda

Thierry Vermeulen, der am Sonntag auf Platz 10 im Qualifying fuhr, hatte am Start zwei Positionen gut gemacht – wurde jedoch im Gerangel in der Haarnadelkurve ebenfalls von einem Fahrzeug getroffen. Trotz eines Schadens am Ferrari hinten rechts beendete er das Rennen in Position 12 und holte noch vier Punkte.

Stimmen der Fahrer

Jack Aitken (Grossbritannien)

„Wenn man sich das ganze Wochenende anschaut, dann hat man gesehen, dass wir sowohl im Trockenen als auch im Nassen sehr stark waren – wir hatten nur Probleme bei den Mischverhältnissen, wie sie am Samstag herrschten, und verloren dadurch Plätze. Persönlich fand ich die Strafe am Sonntag nicht gerechtfertigt. Ich möchte mich beim gesamten Team bedanken, wir hatten eine enorm starke Saison und konnten konstant vorne mitfahren, und dass in einer solch prestigeträchtigen Meisterschaft wie der DTM.“

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Das Team hat das ganze Wochenende eine gute Leistung erbracht. Leider wurde meine Zeit im ersten Qualifying am Samstag aberkannt, somit startete ich von hinten und nach einem Reifenplatzer kam ich nicht mehr nach vorne. Am Sonntag hatten wir erneut Pech, als ich von einem anderen Fahrzeug hinten getroffen wurde. Alles in allem war es ein enttäuschendes Wochenende zum Saisonabschluss, auch wenn ich noch vier Punkte mitnehmen konnte.“

Ben Green (Grossbritannien)

„Wir hatten in beiden Rennen eine sehr gute Ausgangsposition und konnten die Rennen nicht in den Positionen beenden, wie wir es erwarteten. Sonntag war besonders frustrierend, weil gefühlt alle zu schnell in die Spitzkehre fuhren und mich ein schnelles Auto von hinten einfach traf. Danach war der Schaden zu gross, um weiterzufahren. Ein enttäuschendes Ende zu einer Saison die ab der Hälfte sehr gut für uns lief.“

Quelle: emilfreyracing.com


Schubert Motorsport: DTM & ADAC GT Masters Saisonfinale am Hockenheimnring

  • Podium für Wittmann 
  • Starke Saison für die Holzem-Zwillinge 
  • René Rast verabschiedet sich aus der DTM

Renè Rast, BMW #33
Foto: Jens Hawrda

Das Saisonfinale 2025 auf dem Hockenheimring endete für Schubert Motorsport mit Emotionen, Spannung und starken Ergebnissen in beiden Meisterschaften. Während Marco Wittmann in der DTM mit einer eindrucksvollen Aufholjagd auf das Podium fuhr, verabschiedete sich René Rast nach einer unverschuldeten Kollision in der ersten Runde aus der DTM. Im ADAC GT Masters überzeugten die Holzem-Zwillinge mit einer konstant starken Leistung und einem fünften Platz in der Fahrerwertung.

Samstag: Punkte für Rast, Pech für Wittmann

Im Samstagsrennen sammelte Rast mit Platz sieben noch einmal wertvolle Punkte und hielt den Titelkampf offen. Wittmann hingegen fiel nach einem Reifenschaden weit zurück und blieb ohne Zähler.

Sonntag: Starker Start – tragisches Ende

Rast startete von Platz fünf und verbesserte sich bereits in den ersten Kurven auf Rang zwei – die Chancen auf den vierten DTM-Titel standen hervorragend. Doch in der Spitzkehre wurde der #33 BMW M4 GT3 EVO nach außen gedrängt und in eine Kettenreaktion verwickelt. Der Schaden war so groß, dass er das Rennen aufgeben musste.

Marco Wittmann, BMW #11
Foto: Jens Hawrda

Wittmann zeigte im letzten Rennen der Saison eine herausragende Leistung: Vom 17. Startplatz kämpfte er sich bis auf Rang zwei nach vorn und sorgte in den Schlussrunden für Hochspannung, als er kurzzeitig sogar die Führung übernahm. Nach einem harten, aber fairen Duell mit Ayhancan Güven (Porsche) sah Wittmann als Zweiter die Zielflagge und schloss die Saison mit einem starken Podium ab.

Saisonfazit DTM

Schubert Motorsport beendet die DTM-Saison 2025 auf Platz zwei in der Teamwertung. Mit insgesamt drei Siegen und sechs weiteren Podestplätzen war das Team aus Oschersleben erneut eines der erfolgreichsten im Feld.

In der Fahrerwertung belegte René Rast mit 160 Punkten Rang sechs, Marco Wittmann wurde mit 162 Punkten Fünfter.

Für René Rast ging damit eine prägende Ära zu Ende: Nach 138 DTM-Rennen, 31 Siegen, 26 Poles und drei Meistertiteln verabschiedet sich der 38-Jährige vorerst aus der DTM, um sich neuen Aufgaben bei BMW M Motorsport zu widmen.

ADAC GT Masters: Starke Leistung der Holzem-Zwillinge

Auch im ADAC GT Masters zeigte Schubert Motorsport mit den Holzem-Brüdern zum Saisonabschluss eine beeindruckende Performance.

Der #56 BMW M4 GT3 EVO von Juliano und Sandro Holzem war an beiden Tagen konstant im Spitzenfeld.Damit bewiesen die Zwillinge erneut ihre Stärke und schlossen eine starke Saison mit einem weiteren Top-5-Ergebnis ab.

Stimmen zum Saisonfinale

Torsten Schubert (Teamchef):

„Es ist unglaublich schade, dass das Rennen für René so früh vorbei war. Er war schon auf Platz zwei und hätte heute um den Sieg mitfahren können. Marco hat mit seinem Podium ein starkes Zeichen gesetzt und gezeigt, was in unserem Paket steckt. Wir hatten eine gute Saison mit mehreren Siegen, Podien und konstant starken Boxenstopps. Auch unsere GT-Masters-Crew um die Holzem-Zwillinge hat ein sehr solides Finale gezeigt – auf diese Leistungen können wir stolz sein.“

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO, R1: 18. Platz, R2: 2. Platz):

„Von 17 auf zwei zu fahren, war eine gute Ansage zum Saisonabschluss, denke ich. Über die letzte Runde kann man sicher streiten. Ich war schon an Ayhancan Güven vorbei, und sein Konter in der Sachs-Kurve war aus meiner Sicht grenzwertig. Aber nichtsdestotrotz war das ein schöner Saisonabschluss für mich. Natürlich tut es mir sehr leid für René, dass er so früh aus dem Rennen gerissen wurde. Ich denke, wir hatten heute ein gutes Paket. Insgesamt war das eine verrückte Saison mit einem Titelkampf, den es in der Form in der DTM selten gab. Wir haben bei einigen Events zu viele Federn gelassen, was uns am Ende aus dem Kampf um den Titel geworfen hat. Dennoch können wir letztlich zufrieden sein. Auf dieser Saison kann man aufbauen.“

René Rast (#33 RoboMarkets BMW M4 GT3 EVO, R1: 7. Platz, R2: Ausfall):

„Mir fehlen nach diesem bitteren Ende der Saison die Worte. Mein Start ins Sonntagsrennen war super, ich lag schon auf Platz zwei, die Pace unseres Autos war großartig. Ich denke, der Sieg wäre absolut möglich gewesen. Dann in der ersten Runde auf diese Weise aus dem Titelrennen gerissen zu werden, ist unglaublich bitter. Das ist nicht der Abschluss, den ich mir für meine DTM-Karriere erträumt hatte. Aber ich habe mich bereits vor einiger Zeit entschlossen, meine DTM-Laufbahn zumindest vorläufig zu beenden. Ich werde 2026 nicht in der DTM antreten. Dieser Schritt ist mir nicht leichtgefallen, weil diese Rennserie für mich ein zweites Zuhause ist. Ich möchte mich herzlich bei allen Teams bedanken, mit denen ich gefahren bin, bei den Mechanikern, die in der Garage alles gegeben haben, und bei den Ingenieuren, die nie aufgehört haben, nach Perfektion zu streben. Ohne eure harte Arbeit und Leidenschaft wären meine Erfolge nicht möglich gewesen. Ich bin auch zutiefst dankbar für die Erinnerungen, die Siege, die Herausforderungen und vor allem für die Fans, die mich auf jedem Schritt meines Weges unterstützt haben. Auch wenn ich im nächsten Jahr nicht in der DTM-Startaufstellung stehen werde, freue ich mich auf die kommenden Möglichkeiten – und wer weiß, was die Zukunft bringen wird?“

Quelle: schubert-motorsport.com

Manthey feiert dreifachen Meisterschaftssieg in der DTM-Saison 2025 und entscheidet den Team-, Fahrer- sowie den „Rookie of the Year“-Titel für sich

  • Manthey gewinnt die Team-, Fahrer- und „Rookie of the Year“-Titel der DTM-Saison 2025
  • Ein Doppelpodium und Sieg am Samstag krönen Manthey vorzeitig zum DTM Team Champion 2025
  • Ayhancan Güven triumphiert im Sonntagsrennen, fährt seinen fünften Sieg der Saison ein und sichert sich die DTM Fahrermeisterschaft 2025
  • Morris Schuring erreicht am Samstagsrennen seinen ersten Podestplatz der Saison und wird mit dem Titel „Rookie of the Year“ ausgezeichnet

Ayhancan Güven holt den Meistertitel
Bild: Jens Hawrda

Manthey gewinnt mit den Fahrern Ayhancan Güven (Türkei), Thomas Preining (Österreich) und Morris Schuring (Niederlande) die Team- und Fahrermeisterschaft sowie den „Rookie of the Year“-Titel der DTM Saison 2025. Bereits im Samstagsrennen konnte das Meuspather Team mit einem Sieg von Thomas Preining und einem dritten Platz durch Morris Schuring mit einem Doppelpodium die Teamwertung vorzeitig für sich entscheiden. Durch einen fünften Rang am Samstag und einen furiosen Sieg im Sonntagsrennen konnte schließlich Ayhancan Güven den wohl spannendsten DTM-Fahrertitelkampf der letzten Jahre für sich entscheiden. Nachdem neun Piloten mit Titelambitionen in das letzte Rennwochenende der Saison gestartet waren und die Meisterschaft bis zur letzten Sekunde offen war, sichert sich der Türke mit vier Punkten Vorsprung (192 Punkte) vor Lucas Auer nicht nur seinen ersten DTM-Titel, sondern auch den ersten Meisterschaftsgewinn in der Sprintserie für einen türkischen Fahrer.

Thomas Preining, Porsche #91
Foto: Jens Hawrda

Thomas Preining beendet derweil die DTM Saison 2025 auf dem vierten Meisterschaftsrang (182 Punkte). Er konnte zwei Siege sowie drei weitere Podiumsresultate einfahren. Sein Teamkollege Morris Schuring sicherte sich im Samstagrennen auf dem Hockenheimring mit dem dritten Platz das erste DTM-Podium in seiner Debüt-Saison. Nach dem vierzehnten Platz im Samstagrennen wird er zudem mit dem DTM „Rookie of the Year“-Titel ausgezeichnet und setzt sich damit gegen fünf weitere Neulinge in der Sprintserie durch. In der Fahrermeisterschaft belegt der 20-jährige Niederländer die 16. Position (58 Punkte).

Nach dem Gewinn der Team- und Fahrermeisterschaft 2023, in der Debüt-Saison mit Porsche, ist es für Manthey der zweite Triumph in der Sprintserie innerhalb von drei Jahren. 

Morris Schuring, Porsche #92
Foto: Jens Hawrda

Stimmen zum DTM-Rennwochenende auf dem Hockenheimring

Ayhancan Güven, Porsche 911 GT3 R #90: „Dieser Tag wird mir für immer in Erinnerung bleiben und ist einer, wenn nicht der schönste Tag in meinem bisherigen Leben. Auf einen solchen Erfolg habe ich hingearbeitet, seit ich als Fünfjähriger mit dem Motorsport angefangen habe. Jetzt mit 27 Jahren diesen Titel gewonnen zu haben, hat nicht nur für mich große Bedeutung, sondern auch für meine Familie, meine Fans und mein Heimatland. Für mich stand vor dem Rennen fest, dass ich nur mit einem Sieg eine realistische Chance auf den Titel habe. Das war mein Ziel. Ich habe mir während des Rennens sämtliche Rechenspiele verboten und mich nicht dafür interessiert, was die anderen machen. Das war auch mit meiner Crew so abgesprochen. Wir haben uns auf das fokussiert, was wir können. Ich bin so stolz und möchte ein großes Danke an das ganze Team ausrichten. Teil dieser Mannschaft zu sein bedeutet mir so viel und dass wir unsere zweite Saison zusammen mit diesem Sieg krönen, ist unfassbar.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Vierter in der Meisterschaft, das ist natürlich bitter. Andererseits ist es deutlich besser, als es während der Saison zeitweise aussah. Wir hatten drei Ausfälle, für die wir eigentlich nichts konnten, und haben am Sachsenring in zwei Rennen viele Punkte liegen lassen. Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich ein starkes Zeichen, dass wir überhaupt bis zum Schluss im Titelkampf waren. Es hat am Ende wirklich nicht viel gefehlt. Umso härter ist es natürlich, wenn man sich über die Saison immer wieder zurückkämpft, konstant vorne mitfährt und dann im letzten Rennen den Titel doch verliert. Das tut weh. Aber es gibt auch viele positive Dinge, die wir aus dieser Saison mitnehmen können. Glückwunsch an Ayhancan zur Fahrermeisterschaft und an das Team zur Team- und Rookie-Meisterschaft. Alles abgeräumt, das ist schon richtig stark. Und für den Gewinn meiner zweiten Fahrermeisterschaft werde ich weiterhin alles geben.“

Morris Schuring, Porsche 911 GT3 R #92: „Insgesamt war es ein fantastisches Wochenende, an dem Manthey beide Rennen gewinnen und ich mein erstes Podium erreichen konnte. Das bedeutet, dass ich und meine Teamkollegen alle in diesem Jahr auf dem Podium standen, worauf ich wirklich stolz bin und was auch mein Ziel zu Beginn der Saison war. Es fühlt sich fantastisch an, dieses Ziel erreicht zu haben. Das zweite Rennen verlief etwas weniger ideal: Ich wurde in der ersten Runde ziemlich hart getroffen, aber die Jungs haben großartige Arbeit geleistet, um das Auto wieder flott zu machen, und am Ende konnten wir die Rookie-Meisterschaft gewinnen. Tatsächlich haben wir so ziemlich jeden Titel gewonnen, den es gibt: Teammeisterschaft, Fahrermeisterschaft und Rookie-Meisterschaft. Ich bin unglaublich stolz auf alle, besonders auf Ayhancan und Thommy für die Saison, die sie hingelegt haben. Ein großes Dankeschön auch an Nicolas und Martin Raeder und Patrick Arkenau. Es war eine fantastische Saison, und ich denke, wir haben sie wirklich mit einem Höhepunkt beendet.“

Quelle: manthey-racing.com

Freitag, 10. Oktober 2025

ADAC Racing Weekend: Acht Rennwochenenden in 2026

ADAC Racing Weekend geht kommendes Jahr in seine sechste Saison. Zweimal Österreich und einmal Belgien als Auslandsauftritte. Porsche Sports Cup auch im kommenden Jahr Teil der Serie.

Foto. Jens Hawrda

Der Kalender des ADAC Racing Weekend 2026 steht fest: Die Serie umfasst im kommenden Jahr acht Rennwochenenden mit fünf Terminen in Deutschland und drei im angrenzenden Ausland. Der Saisonstart für das ADAC Racing Weekend wird Anfang Mai (1. bis 3. Mai) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg stattfinden, sein Finale feiert die Serie vom 16. bis 18. Oktober auf dem Nürburgring. Alle Rennwochenenden werden auch im kommenden Jahr wieder auf dem ADAC Motorsports YouTube-Kanal live ausgestrahlt. 

Nach dem Auftakt für die nunmehr sechste Saison der Plattform für Semiprofi- und Amateur-Rennsport folgt das Gastspiel in der Motorsport Arena Oschersleben (29. bis 31. Mai). Vom 26. bis 28. Juni ist der Nürburgring Ort des Geschehens – hier werden sowohl beim ersten Stopp in der Eifel als auch beim Finale die lange Streckenvariante gefahren. Danach hat das ADAC Racing Weekend vom 10. bis 12. Juli den Red Bull Ring in Österreich als Ziel und absolviert hier den ersten Auslandsauftritt, der gleichzeitig auch die erste Saisonhälfte abschließt. Ende August (28. bis 30.) stehen dann die Rennen im belgischen Spa-Francorchamps auf der Agenda, während der Salzburgring vom 4. bis 6. September zur zweiten Tour nach Österreich einlädt. Vom 2. bis 4. Oktober wird der Saisonendspurt mit dem zweiten Auftritt in Hockenheim eingeläutet.

Auch in 2026 werden die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3, die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, die Porsche Endurance Challenge Deutschland, die Spezial Tourenwagen Trophy (STT) sowie der ADAC Tourenwagen Junior Cup den Stamm der teilnehmenden Rennserien bilden. Welche Rennserien bei den einzelnen ADAC Racing Weekends an den Start gehen, wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

Termine ADAC Racing Weekend 2026

01. – 03. Mai Hockenheimring Baden-Württemberg

29. – 31. Mai Motorsport Arena Oschersleben

26. – 28. Juni Nürburgring

10. – 12. Juli Red Bull Ring (A)

28. – 30. August Spa-Francorchamps (B)

04. – 06. September Salzburgring (A)

02. – 04. Oktober Hockenheimring Baden-Württemberg

16. – 18. Oktober Nürburgring