Freitag, 3. Oktober 2025

Neun Fahrer, ein Pokal – DTM-Finale in Hockenheim

  • Historischer Neunkampf entscheidet über den neuen Champion
  • Tickets ab 49 Euro, ProSieben überträgt Samstag und Sonntag ab 13 Uhr live

Die Titelkandidaten der DTM 2025: Marco Wittmann, Jack Aitken, Thomas Preining, Ayhancan Güven, Jordan Pepper, Lucas Auer, Maro Engel, René Rast und Jules Gounon (l-r)
Foto: ADAC-Motorspo
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Dieses Finale verspricht einen fulminanten Titel-Thriller: Gleich neun Fahrer kämpfen am Wochenende (3. bis 5. Oktober) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg um die DTM-Krone. Vor dem großen Showdown trafen Tabellenführer Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) und seine Verfolger Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), BMW-Pilot René Rast (Bregenz/Schubert Motorsport), Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing), Porsche-Fahrer Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), Marco Wittmann (Fürth) im BMW von Schubert Motorsport, Porsche-Fahrer Thomas Preining (A/Manthey EMA), Jack Aitken (GB) vom Ferrari-Team Emil Frey Racing sowie Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter) am Donnerstag in Hockenheim aufeinander – bei einem Fotoshooting mit der Meistertrophäe.

Die Entscheidung über den neuen Champion fällt in den zwei Rennen am Samstag und Sonntag. ProSieben zeigt das Finale live und überträgt an beiden Tagen jeweils ab 13 Uhr. Tickets für die DTM in Hockenheim gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.



Mittwoch, 1. Oktober 2025

Hockenheim-Finale: Spannende Titelkämpfe im ADAC GT Masters

  • Duell zwischen Owega/Wiebelhaus und Fourie/Zimmermann um die Fahrer-Krone
  • Zweikampf im Pro-AM Cup und der Teamwertung spitzt sich zu
  • Konzert-Highlight: „DTM Powerstage presented by Pirelli“ mit Kamrad und H-Blockx

Foto: Jens Hawrda

Spannung beim Finale des ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Vom 3. bis 5. Oktober finden die letzten beiden Saisonrennen auf der badischen Traditionsstrecke im Rahmen der DTM statt. In zwei Sprintrennen von jeweils 60 Minuten Dauer werden im Rennsport-Klassiker Ford gegen BMW die neuen Meister des ADAC GT Masters 2025 gefunden. Auch die Entscheidungen im Pro-AM Cup, der „Road-to-DTM“, der Team-Wertung und dem Silver-Cup stehen noch aus. Das Sonntagsrennen wird ab 15 Uhr live auf Sport1 im TV ausgestrahlt. Beide Läufe werden zudem am Samstag um 15:05 Uhr und am Sonntag um 15:15 Uhr live auf sport1.de,Joyn, ServusTV ON und youtube.com/adacmotorsports übertragen und abends re-live auf Sky Sport Mix gezeigt. Unter dtm.com sind Karten fürs Finale ab 49 Euro erhältlich. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos.

Duell um die Krone des ADAC GT Masters

Zum 13. Mal in der Geschichte des ADAC GT Masters findet das Finale in Hockenheim statt und die Fans können sich auf ein packendes Duell gefasst machen. In der Fahrerwertung liegen Salman Owega (20/Köln) und Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 mit 180 Punkten an der Spitze. Ihre Kontrahenten, Leyton Fourie (20/RSA) und Tim Zimmermann (29/Langenargen) von FK Performance Motorsport, folgen in ihrem BMW M4 GT3 Evo mit 140 Zählern. Für Verfolger Zimmermann ist bei seinem Heimspiel trotz zahlreicher Gäste klar, worauf der Fokus liegt: „Ich muss versuchen, mich etwas abzugrenzen, schließlich kämpfen wir um die Meisterschaft. Ich mache mir keinen Druck, sondern fahre einfach und schaue, wo wir am Ende rauskommen. Vorbei ist es erst, wenn es vorbei ist.“ Diesen Ansatz verfolgt auch Teamkollege Fourie. Er bezeichnet Hockenheim als zweite Heimstrecke, weil er dort mehr Runden gefahren ist als auf fast allen anderen Kursen. „Als Meisterschaftszweiter ins Finalwochenende zu starten, ist auf jeden Fall Motivation für mich. Finn und Salman sind Erste und haben etwas zu verlieren. Unsere Aufgabe ist es, sie unter Druck zu setzen“, schildert der ADAC GT Masters-Rookie, der voller Optimismus in Richtung der 4,574 km langen Strecke blickt. „Meine Qualifyings sind dort für gewöhnlich sehr gut. Ich habe die Runden immer sehr genossen, vor allem Sektor drei. BMW war in Hockenheim immer gut, obwohl es natürlich viele Variablen gibt. Aber aus fahrerischer Sicht fühle ich mich sehr stark.“

Die Gejagten versuchen indes, sich nicht verrückt machen zu lassen. Für Owega wäre es nach 2023 bereits die zweite Meisterschaft im ADAC GT Masters, Wiebelhaus würde sich zum ersten Mal zum Champion krönen – bei seinem Heimrennen nur rund 100 km von seinem Wohnort Obertshausen entfernt. „Für mich ist das kein Druck. Wir sind vorne, müssen nur darauf reagieren, was die anderen machen. Sie müssen mehr Risiken eingehen, um noch an uns vorbeizuziehen. Daher bin ich entspannt und Salman ist das sowieso“, lacht Wiebelhaus und fügt hinzu: „Ich liebe die Atmosphäre am Hockenheimring und bin immer wieder beeindruckt, wie viele Fans kommen, um uns zu unterstützen.“

Die Meisterschaftskämpfe im Überblick

In der Teamwertung heißt das Duell ebenfalls Haupt Racing Team gegen FK Performance Motorsport. HRT liegt mit dem Ford Mustang GT3 mit 299 Punkten aktuell an der Spitze gefolgt vom BMW-Team aus Bremen mit 237 Zählern. Jeweils die beiden bestplatzierten Autos der Teams zahlen auf das Punktekonto ein.

Im Pro-AM Cup, für Paarungen aus aufstrebenden Nachwuchspiloten und ambitionierten Amateuren, gibt es in Hockenheim einen Zweikampf zwischen dem amtierenden Meister Fach Auto Tech und dem Herausforderer Liqui Moly Team Engstler by GRT. Alexander Schwarzer (36/DEU) und Alexander Fach (23/CHE) sind im Porsche 911 GT3 R mit sechs Klassensiegen vorne. 32 Zähler dahinter folgen Jonas Karklys (36/LIT) und Emil Gjerdrum (18/NOR) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 mit vier Erfolgen. „Ich gehe die Rennen an wie immer und denke nicht an den Titel, bin körperlich und mental aber besser vorbereitet“, erklärt Titelverteidiger Schwarzer. „Wir wollen alles geben, mit dem Team nochmal eine starke Leistung abrufen und beide Rennen beenden, um Sonntagnachmittag genießen zu können.“

Der Sieger der „Road-to-DTM“ kann sich über eine Förderung in Form des Nenngeldes für die kommende DTM-Saison freuen. Hier liegt Wiebelhaus mit 210 Punkten vor Owega mit 201 Zählern. 38 Punkte dahinter ist Fourie Dritter. Mit 52 respektive 54 Punkten Rückstand haben Porsche-Pilot Simon Birch (18/DNK/Razoon – more than racing) und Sandro Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo auf den Plätzen vier und fünf noch rechnerisch die Chance, sich die Förderung zu sichern. Für Rennergebnisse erhalten die Fahrerduos gemeinsam Punkte, für Qualifying-Ergebnisse bis zu zehn Zähler auf das einzelne Konto. Auch Strafpunkte für Vergehen werden abgezogen.

Die Meisterschaft im Silver-Cup ist ein Spiegelbild der Gesamtwertung. Hier liegen Owega/Wiebelhaus vor Fourie/Zimmermann und werden den Titel vermutlich untereinander ausmachen. Dritte mit 52 Zählern Rückstand und Außenseiterchancen sind Birch/Leo Pichler (23/AT/Razoon – more than racing).

Party am Samstagabend mit Kamrad und den H-Blockx

Unabhängig vom Meisterjubel, können sich alle DTM-Ticketinhaber über ein kostenloses Musik-Spektakel am Samstagabend (4. Oktober) freuen. Hinter der Südtribüne (Bereich Block A) treten ab 19 Uhr bei der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ Shooting-Star Kamrad und die Kultband H-Blockx auf.


Rookies gegen Routiniers: Wer wird ADAC GT4 Germany Champion?

  • Enrico Förderer und Jay Mo Härtling kommen als Tabellenführer nach Hockenheim
  • Gabriele Piana und Berkay Besler gewannen bereits einen Titel im ADAC Motorsport
  • In allen Wertungen steht die Titelentscheidung noch aus

Titelaspiranten: (v.li.) Berkay Besler, Gabriele Piana, Jay Mo Härtling und Enrico Förderer
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany steht vor einem spannenden Titel-Showdown beim Saisonfinale vom 3. bis 5. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Dieser steht unter dem Motto: Rookies gegen Routiniers. Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm) gaben 2025 ihr Debüt in der ADAC GT4 Germany und führen die Tabelle seit dem Saisonauftakt an. Härteste Verfolger sind die erfahrenen BMW M4 GT4-Piloten Gabriele Piana (39/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport). Tickets für Hockenheim gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Die Action der ADAC GT4 Germany wird auf adac.de/motorsport, ServusTV ON, Joyn, sport1.de und youtube.com/adacmotorsports im Livestream übertragen. Rennstart am Samstag ist 17:20 Uhr und am Sonntag 16:45 Uhr. Der Sender Sky Sport Mix zeigt die Rennen zudem mehrfach re-live im Fernsehen.

Förderer/Härtling konnten im Mercedes-AMG GT4 bislang vier Laufsiege erzielen und führen die Tabelle mit 161 Punkten an. Von der Theorie her könnten sie bereits im Samstagsrennen den Titel vorzeitig klarstellen. „Ich freue mich riesig auf Hockenheim – und das nicht nur, weil wir mit einem großen Vorsprung anreisen. Natürlich kann noch viel passieren, doch unsere Chancen stehen gut und das Team hat über die Saison immer herausragend gearbeitet. Der Titel ist das Ziel“, ist Förderer hoch motiviert. „Insbesondere im engen letzten Sektor von Hockenheim sollte unser Auto stark sein.“

Größte Herausforderer sind Piana/Besler, die beide bereits einen Titel auf der ADAC Plattform gewonnen haben. Mit einem Rückstand von 20 Punkten sind für sie in beiden Läufen Platzierungen im Vorderfeld Pflicht. „Wir werden in Hockenheim alles geben, um noch den Titel einfahren zu können“, so Besler. „Wir schauen zunächst noch nicht auf die Punkte und versuchen einfach, beide Rennen zu gewinnen. Dann sehen wir, ob das ausreicht. Mir gefällt Hockenheim wirklich sehr gut, vor allem die Haarnadel nach der langen Geraden ist klasse.“

Bei noch 50 zu vergebenen Punkten haben auch noch zwei Porsche 718 Cayman GT4-Duo Titelchancen. Hendrik Still (38/Kempenich) und Philipp Gogollok (19/Bad Homburg, beide AVIA W&S Motorsport) liegen 34 Punkte zurück. Ihren Markenkollegen Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (23/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport) fehlen 36 Zähler auf die Spitze. Das verspricht einen aufregenden Titelkampf bis zum Schluss.

Auch in allen anderen Wertungen ist die Titelvergabe noch offen. In der Junior-Wertung haben Förderer/Härtling 38 Zähler Vorsprung vor Rennhofer/Heyerdahl. Gogollok liegt 42 Punkte zurück. In der Rookie-Wertung reist Cedric Fuchs (19/Holzappel, SR Motorsport by Schnitzelalm) mit einem großen Vorsprung nach Hockenheim und könnte bereits am Samstag den Titel klarmachen. In der Team-Wertung steht ein Dreikampf zwischen AVIA W&S Motorsport, FK Performance Motorsport und SR Motorsport by Schnitzelalm bevor.

Zum bekannten Feld der ADAC GT4 Germany gesellt sich noch ein Gaststarter in Hockenheim dazu. FK Performance Motorsport setzt einen vierten BMW für die beiden Niederländer Gianni van de Craats (20) und Valentijn Greven (18) ein. Van de Craats war bereits 2024 in der ADAC GT4 Germany unterwegs, Landsmann Greven gibt hingegen sein Serien-Debüt.


IDM 2025: Ein Finale mit Spannung bis zur letzten Zielflagge

Die Meister sind gekürt, die Pokale übergeben, der Champagner verspritzt – doch der Weg dahin war purer Nervenkitzel. Das Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) am vergangenen Wochenende in Hockenheim bot Motorsport auf höchstem Niveau und einen enormen Spannungsbogen. Fahrer, Teams und knapp 25.000 Fans erlebten Nervenkitzel pur, packende Duelle bis zur Ziellinie und Emotionen, die das Saisonfinale unvergesslich machen.

Lucas Tulovic ist IDM Superbike Champion 2025
Bild: Jens Hawrda

IDM Superbike: Tulovic, Alt und Soomer oder Ducati, Honda und BMW

Nach einem turbulenten ersten Lauf in der IDM Superbike und seinem achten Rennsieg stand Lukas Tulovic als neuer Meister fest. Das Triple M Racing Team Frankfurt hatte immer betont, den 25-Jährigen genau deshalb ins Team geholt zu haben. Mission erfüllt. Bis dahin musste die Ducati-Mannschaft eine Achterbahnfahrt der Gefühle überstehen. Zu Beginn des Rennens war das Motorrad von Teamfahrer Lorenzo Zanetti bei einem schweren Sturz in der ersten Runde in Flammen aufgegangen. Das Rennen musste abgebrochen und neu gestartet werden. Tulovic wie auch Zanetti werden auch im kommenden Jahr für Triple M Racing Ducati Frankfurt antreten. Der Baden-Württemberger unterzeichnete den Vertrag unmittelbar nach dem Titelgewinn.

Als einziger Fahrer hatte Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) die ganze Saison über mit Tulovic mithalten können. Der Vizemeister schnappte sich auf der Honda CBR 1000 RR-R den letzten Saisonsieg des Jahres. Das hätte auch schief gehen könnte. Alt ging in der letzten Runde auf der Gegengeraden der Sprit aus und kurz vor der Zielflagge fing die Honda an zu stottern. Für Spannung sorgte Hannes Soomer aus Estland, als er kurzzeitig die Strecke verließ. Das änderte letztlich nichts an der Tatsache, dass der BMW-Fahrer die Saison als Gesamt-Dritter abschloss.

IDM Supersport: Andreas Kofler gelingt die Titelverteidigung

Andreas Kofler verteidigte den Titel in der IDM Supersport. Der dritte Platz im Sonntagsrennen war ausreichend. Der Österreicher vom familieneigenen Team Yamalube Motorsport Kofler hatte wie immer einen Top-Start, doch aus der ersten Runde kam Dirk Geiger (MCA Racing) in Führung liegend zurück. Der Honda-Fahrer verabschiedete sich würdig mit dem sechsten Saisonsieg als Vizemeister. Kein anderer Supersport-Fahrer siegte in diesem Jahr so oft wie der 23-jährige Mannheimer. Daniel Blin (AF Racing Team) aus Polen verdrängte den Belgier Luca de Vleeschauwer nach dem letzten Rennen vom dritten Platz in der Gesamtwertung. Nach einem Protest von Blin gegen die unerlaubte Umlenkung an de Vleeschauwers (Track and Trades Wixx Racing) Ducati wurde der Markenkollege aus Belgien disqualifiziert.

IDM Sportbike: Fünf Punkte machen Iglesias zum Sieger

Ein Drama spielte sich in der IDM Sportbike ab. Der Spanier Iñigo Iglesias (Wematik Racing by RT Motorsports) ist der erste Meister in der neuen Klasse, die 2025 die kleinere IDM Supersport 300-Kategorie abgelöst hatte. Die Entscheidung war eine emotionale Herausforderung für Fahrer und Team. Nach dem Sieg im ersten Rennen stürzte der 23-jährige mit seiner Triumph Daytona 660 im Warm-up vor dem zweiten Lauf. Die medizinische Kontrolle führte ihn bis in die Uniklinik Ludwigshafen. Der Titelkampf war völlig nebensächlich geworden. Bis die Aussage kam, dass Iglesias keine schweren Verletzungen habe und er sogar das Rennen fahren könne. Der 23-Jährige kehrte also im Eilverfahren auf die Strecke zurück, holte 16 Punkte und ist Meister.

Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team) erhielt die vollen 25 Punkte. Mehr ging nicht, aber das reichte nicht, um die Entscheidung zu drehen. Der 21-Jährige aus Dänemark hatte am Ende fünf Punkte weniger als Iglesias geholt und geht als Vizemeister in die Geschichte ein. Weil Rick Kooistra (Pearle Gebben Racing Team) die Saison als Gesamt-Dritter abschloss, belegt die britische Traditionsmarke Triumph die ersten drei Tabellenplätze komplett.

IDM: „Wir liegen richtig mit dem Konzept“

„Das Finale der IDM war wie ein Pulverfass“, sagt Serienmanager Normann Broy, „im Vorfeld stand kein einziger Meister fest und die Spannung war bis zuletzt hoch bis zum Anschlag. Wir haben den Zuschauern geboten, was sie erwartet haben. Internationale Spitzenklasse auf dem Hockenheimring und trotzdem eine Meisterschaft zum Anfassen. Die vollen Tribünen und die vielen Gäste beim Pit-Walk haben gezeigt, dass wir mit unserem Konzept richtig liegen.“

Im Rahmen der Internationalen Deutschen Meisterschaft gewann die 14-jährige Smilla Göttlich in Hockenheim mit zwei Siegen den ADAC Junior Cup.

Im Pro Superstock 1000 Cup stand der Niederländer Ricardo Brink seit drei Wochen als Gewinner fest. Er gewann alle Rennen in der Klasse und machte auch in Hockenheim keine Ausnahme.

Der Titel im Twin-Cup ging zum ersten Mal an Rennsport-Urgestein Michael Götz.

Traditionell gab die Motor Presse Stuttgart als Promoter und Ausrichter der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft zum Saisonfinale 2025 die Veranstaltungstermine für das nächste Jahr bekannt. Der Kalender umfasst sieben Stationen in drei Ländern – darunter drei international bekannte MotoGP-Strecken.

Termine 2026

08.05.-10.05.2026 Sachsenring (DE)

29.05.-31.05.2026 Brünn (CZ)

26.06.-28.06.2026 Most (CZ)

31.07.-02.08.2026 Oschersleben (DE)

14.08.-16.08.2026 Assen (NL)

04.09.-06.09.2026 Nürburgring (DE)

25.09.-27.09.2026 Hockenheim (DE)


IDM Hockenheim: Finale 2025 für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW mit allen Facetten

Im Mai hatte die Saison der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) 2025 begonnen, da ist sie am vergangenen Wochenende auf dem Hockenheimring auch schon wieder zu Ende gegangen. Für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW unter der Leitung des Belgiers Werner Daemen waren in der IDM Superbike Leandro ‚Tati‘ Mercado (Argentinien), Hannes Soomer (Estland), Bálint Kovács (Ungarn) und Milan Merckelbagh (Niederlande) am Start. Am Ende des Wochenendes konnte man sich gemeinsam mit BMW über den Sieg in der Hersteller-Wertung freuen. In der Pro STK 1000 waren wieder Ricardo Brink (NL/BMW), Julius Ilmberger (D/BMW) und Ouri Bikkems (B/BMW) dabei.

Leandro Mercado kam hochmotiviert zum Hockenheimring, um die Saison stilvoll zu beenden. Auf einem kurzen Abstecher zu seiner Wahlheimat Italien hatte er sogar seine Familie abgeholt, um das Finale gemeinsam mit ihnen und dem Team zu feiern. Im Training machte sich der Argentinier das Leben selber schwer. Ein Ausrutscher forderte seiner Mannschaft alles ab, um ihm am Ende der Trainings-Session wieder auf die Bahn schicken zu können. Zwei Runden waren für Mercado dann noch drin. In der Startaufstellung fand man ihn auf Platz 8 wieder.

In den beiden Rennen ging es für den Mann vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW auf die Plätze 7 und 5. Lauf 1 war durch gleich zwei rote Flaggen geprägt und auch in Lauf 2 erfüllte sich Mercados Wunsch nach einem Podestplatz nicht. «Ich war am Limit», stellte er anschließend fest. «Ich hatte viel Spinning und musste am Ende beim Bremsen etwas reduzieren. Ich wollte an Jan-Ole Jähnig noch vorbei, aber das ging nicht. Am Hockenheimring gibt es nur wenige Überholmöglichkeiten, wenn man mit einem ähnlichen Speed wie der Gegner unterwegs ist.»

«Ich bin schon enttäuscht», gab er zu. «Aber ich konnte nicht mehr tun.» Auf seine Zukunft angesprochen, versicherte Mercado, sehr gerne im Team bleiben zu wollen. Erste Gespräche hat er mit Werner Daemen schon geführt, weitere werden bald folgen.

Hannes Soomer war schon länger nicht mehr in seiner Heimat Estland unterwegs gewesen und reiste direkt vom Finale der Langstrecken-WM in Frankreich mit einem weiteren Pokal im Gepäck an den Hockenheimring. Dort wurde er nicht nur wie gewohnt von seinem Vater unterstützt, sondern auf den vollbesetzten Tribünen hatten sich auch wieder seine treuen Fans aus Estland mit allerlei Fahnen mächtig ins Zeug gelegt.

Nach der Superpole 2 hatte Soomer seinem Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW mit der drittschnellsten Zeit einen Platz in der ersten Reihe präsentiert. Im ersten Lauf, geprägt durch zwei Abbrüche, wurden alles taktischen Pläne zunichte gemacht. Nach dem zweiten und letzten Abbruch wurde Soomer als Vierter gewertet, das Rennen wurde nicht mehr aufgenommen und die Piloten erhielten die halbe Punktzahl.

Im zweiten Rennen produzierte der Este Bilder, die den Puls seiner Mannschaft merklich in die Höhe trieben. Erst sah man den Mann vom Team Masteroil-alpha-van Zon-BMW in der Spitzengruppe, nachdem er sich herzhaft nach vorne gekämpft hatte. Anschließend sah man ihn mit seiner BMW auf Abwegen, doch nach dem ungeplanten Rettungs-Manöver ging es zurück auf die Strecke. Wenig später sah man auf den Live-Bildern zwei gelbschwarze Motorräder im Dreck. «Ich wollte an meinem Teamkollegen Merckelbagh vorbei», beschrieb Soomer anschließend die Szene, «und dachte, er hätte mich gesehen, hatte er aber nicht. Ein unschönes Ende einer ansonsten guten Saison.» Gewertet wurde Soomer noch auf Platz 13.

Bálint Kovács, mit 24 Jahren der jüngste Pilot in Werner Daemens IDM-Quartett, erntete am Ende des Wochenendes das dickste Lob von Teamchef. Nicht nur beim Langstrecken-WM-Finale hatte der Ungar abgeliefert, sondern auch auf dem Hockenheimring, eh und je ein gutes Pflaster für den BMW-Piloten, zeigte er sich einer bestechenden Form.

In allen Trainings vorne haute er in der alles entscheidenden Superpole 2 die Bestzeit raus und sicherte sich damit die erste Pole-Position in seiner IDM-Laufbahn. «Ich hatte schon einen guten Speed», wusste der Ungar. «Aber man muss ehrlich sein, Training und Rennen sind zwei unterschiedliche Dinge. Ein Sieg im Rennen wäre schon nochmal eine andere Nummer.» Ein Sieg blieb Kovács am Rennsonntag noch verwehrt. Doch er bewies erneut seinen ausgeprägten Kampfgeist. Nach dem fünften Platz in einem mehr als chaotischen ersten Rennen, das mit einem Abbruch und der halben Punktzahl endete, ließ er in Lauf 2 nichts mehr anbrennen und holte sich den Pokal für den dritten Platz.

«Das erste Rennen dauerte leider nur fünf Runden», so der Pole-Mann, «sodass niemand wirklich zeigen konnte, was er über eine gesamte Renndistanz leisten kann. Die Antwort kam dafür im zweiten Lauf. Ich war nur sechs Zehntel vom Sieg entfernt und nur sechs Hundertstel vom zweiten Platz. Ich habe 18 Runden lang gekämpft und das bei eihem irren Tempo. Was für ein Abschluss dieses Jahres. Ich bin sehr glücklich und dankbar gegenüber allen, die dazu beigetragen haben. Zu Beginn des Jahres habe ich das erste Rennen noch mit einem gebrochenen Schlüsselbein zu Hause verfolgt, jetzt war ich in beiden Rennen als Teil der Spitzengruppe dabei und bin von der Pole-Position gestartet. Und das Alles nach dem EWC-Podestplatz.»

Milan Merckelbagh ist seit diesem Jahr neu im Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW. Der Niederländer hatte sich auch für das letzte Rennen der Saison wieder viel vorgenommen. Happy war er bereits am Freitag. Denn nach einer flotten Runde im Superbike Pre Practice war Merckelbagh gleich der wichtige Sprung in die Superpole 2 und damit unter die besten 12 der  Meisterschaft gelungen. Am Samstag kämpfte er dann mit den Top-Piloten um die besten Startplätze. Mit Startplatz 14 war der 24-jährige Niederländer, der mit einer satten Portion Ehrgeiz ausgestattet ist, nur mäßig zufrieden. «Es ist alles so knapp», meinte er beim Blick auf die Ergebnislisten. «Mein Ziel ist nach wie vor ein Platz in den Top Ten. Und auch wenn der Abstand in dem engen Feld nicht groß ist, ist es wahnsinnig schwer, diese Lücke zu schließen.»

Wirklich in Party-Stimmung war er am Sonntag nicht. Im ersten Rennen war er mächtig in Fahrt und auf dem besten Weg, ein einstelliges Ergebnis einzufahren, als der Rennabbruch alle Pläne zunichtemachte. «Das Rennen war jetzt leider zu kurz», so seine nüchterne Analyse. «Ich war gut dabei und es hätte mit Platz 9 oder sogar 8 klappen können. Aber so ist es eben.»

Im zweiten Rennen bekam Merckelbagh am Ende des Rennens unerwarteten Besuch von seinem Teamkollegen Hannes Soomer. Der Este hatte sich verbremst und war hinter dem  Niederländer wieder aufgetaucht. Das Überholmanöver ging schief und beide landete im Dreck. Auf Platz 14 rettete sich Merckelbagh ins Ziel. «Ich habe ihn nicht gesehen», erklärte er, «das Rennen hätte definitiv besser enden können.»

Werner Daemen hätte sich für das letzte Wochenende sicherlich ein besseres Ergebnis vorstellen können. «Bálint, eigentlich unser dritter Mann im Team, hat es am Sonntag sehr gut gemacht», lobte der Belgier. «Hannes und Leandro können sicherlich mehr.» Auch seine Mannschaft hatte am Hockenheimring wieder Höchstleistungen abliefern müssen, doch wie immer lief alles wie ein gut geöltes Uhrwerk. «Wir wollen weitermachen», so Daemens abschließender Ausblick auf das kommende Jahr. Die nächsten Wochen werden hinter den Kulissen daher mit viel Arbeit weitergehen.

Ricardo Brink machte in der Pro Superstock 1000 da weiter, wo er das gesamte Jahr unterwegs gewesen war. Vorne. Nach dem vorzeitigen Titelgewinn am Nürburgring ließ sich der Niederländer nicht lumpen und bot auch beim Finale auf dem Hockenheimring eine fulminante Show mit zwei weiteren Siegen. Rennen 1 mit einem satten Vorsprung von elf Sekunden. «Klar bin ich happy», bestätigte er dann auch. «Ich bin vor allem Werner Daemen sehr dankbar, dass ich in seinem Team fahren durfte und so mein Potenzial aufzeigen konnte. Zehn Siege in zehn Rennen ist ein Traum. Jetzt schau ich auf das Jahr 2026 und hoffe, dann wieder in der IDM Superbike fahren zu können.»

Julius Ilmberger hatte im ersten Lauf einen möglichen Podestplatz, es wäre sein erster geworden, im Visier, als das Pech erbarmungslos zuschlug. «Ein Stein hat meinen Kühler zerschlagen und wenig später bin ich auf meinem eigenen Wasser ausgerutscht und gestürzt.» Am Sonntag erntete er noch einen siebten Platz. «Der Start war sehr gut, aber ich hatte nach dem Wechsel der Gabelbrücke kein so tolles Gefühl mehr für das Vorderrad», so Ilmberger. «Es war einfach anders und ich war vorsichtiger. Ich brauchte ein paar Runden mich zu adaptieren. Dann kam leider der Rennabbruch. Aber es geht in Ordnung. Schade, es hätte an dem Wochenende mehr drin sein können, aber im Gesamten bin ich sehr zufrieden.»

Ouri Bikkems schnappte sich beim Finale die Plätze 15 und 16. «Ich bin froh, dass die IDM-Saison gut zu Ende gegangen ist», fasst er sein Wochenende zusammen. «Ich war beim zweiten Rennen gut dabei. Es war mein erstes Mal hier in Hockenheim. In Rennen 1 war ich auch gut dabei, bin dann aber ins Schleudern gekommen und habe viele Plätze verloren. Ich möchte mich bei Werner Daemen und dem gesamten Team für alles bedanken. Ich bin ihnen wirklich sehr dankbar.»