Mittwoch, 13. August 2025

DTM – Stars and Stories vom Nürburgring

  • Ehemaliger Fußball-Nationalspieler Helmes bei Abt Sportsline
  • Schäfer-Betz und Razgatlıoğlu: zwei Weltmeister am Nürburgring
  • Zuschauer feiern Truck-Action auf der Start-Ziel-Geraden

Toprak Razgatlıoğlu (links) schaute bei seinen Landsmann Ayhancan Güven vorbei
Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Fußball-Stars besuchen die DTM

Bei Abt Sportsline ging es am Sonntag rund: Ex-Nationalspieler Patrick Helmes sowie die beiden Profis von RB Leipzig Benjamin Henrichs und Tidiam Gomes waren beim Traditionsteam zu Gast. Das Trio inspizierte die beiden Lamborghini Huracán GT3 Evo2, plauderte mit Mirko Bortolotti und Nicki Thiim und erlebte vor vollen Tribünen die besondere Atmosphäre in der DTM-Startaufstellung. „Bisher war ich nur bei der Formel 1 in Monaco. Es ist wirklich faszinierend, wie nahbar die DTM ist. Wenn ich mir vorstelle, dass kurz vor einem Fußballspiel so viele Fans noch in der Kabine wären und mit mir Selfies machen wollen, würde ich verrückt werden“, sagte Henrichs mit einem Lächeln. Und Helmes ergänzte: „Ein perfekter Ausflug für die Familie. Die Kinder bekommen viel zu sehen und auch für Erwachsende ist es spannend, vor allem die ganzen Abläufe in der Boxengasse.“

Turn-Weltmeisterin von DTM überwältigt

Pauline Schäfer-Betz besuchte am Nürburgring zum ersten Mal die DTM und war beeindruckt. „Es ist überwältigend, wie viele Leute hier sind und für den Motorsport brennen“, schwärmte die Turnerin, die 2017 den WM-Titel auf dem Schwebebalken gewann. Bei den Anforderungen an die Piloten sah sie Parallelen zu ihrem Sport. „Eine hohe Konzentrationsfähigkeit ist auch bei uns entscheidend. Wir müssen genauso wie die Fahrer in kürzester Zeit reagieren und die richtigen Entscheidungen treffen. Zudem wirken auch im Turnen beim Absprung und der Landung enorme Kräfte auf den Körper ein.“ Am Mittag hatte die 28-Jährige ihren offiziellen Einsatz am Nürburgring: Sie schickte das DTM-Starterfeld mit dem Schild „Drivers start your engines“ ins Samstagsrennen.

Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlıoğlu bei Kumpel Güven

Zwei türkische Motorsport-Stars am Nürburgring: Der zweimalige Superbike-Weltmeister und künftige MotoGP-Pilot Toprak Razgatlıoğlu besuchte am Rennwochenende seinen Freund und Landsmann Ayhancan Güven. Für das Motorrad-Ass war es die DTM-Premiere. „Ayhancan und ich kennen uns schon seit über zehn Jahren. Er hat mich schon öfter an Rennstrecken besucht, dieses Wochenende bin ich endlich zum ersten Mal bei der DTM“, sagte der 28-Jährige.

Mallorca-Feeling mit Motorsport-Fan Peter Wackel

Im Fahrerlager herrschte am Samstagabend Mallorca-Feeling. Ballermann-Star Peter Wackel heizte ab 18 Uhr dem Publikum vor dem Schaeffler Brand Home mit Partysongs wie „Inselfieber“ oder „Joana“ ein. Nicht nur die Fans – auch der Sänger war begeistert vom Rahmen der Veranstaltung. „Die DTM steht für Fan-Nähe. Deshalb habe ich alle Absperrungen abbauen lassen und es genossen, wie früher inmitten der Leute zu singen. Wenn es nach mir ginge, würde ich den Auftritt bei der DTM gern wiederholen, denn ich liebe den Motorsport“, erklärte Wackel. „Es war beeindruckend, das Rennen und den Kampf um jeden Platz von der Tribüne aus mitzuverfolgen. Ich werde auch am Red Bull Ring wieder dabei sein, dann allerdings privat als Fan.“

HRT zeigt neuen Ford Mustang GTD

Beim DTM-Stopp in der Eifel präsentierten HRT und Ford in der HRT Race Base den neuen Mustang GTD. Mark Rushbrook (Global Director Ford Performance) stellte ausgewählten Gästen und Medienvertretern am Samstagabend das Fahrzeug mit 5,2-Liter-V8-Motor und über 800 PS vor. In der DTM ist Ford in dieser Saison erstmals seit 30 Jahren wieder am Start – die Mannschaft von HRT Ford Performance setzt zwei neue Mustang GT3 ein.

Kartrennen eröffnet DTM-Wochenende am Nürburgring

Auf der Ring-Kartbahn ging es am Freitagabend zur Sache. DTM-Fahrer und Medienvertreter lieferten sich 30 Runden lang einen harten Kampf um den ersten Sieg des Rennwochenendes am Nürburgring. Montego Maassen aus dem ADAC Formel 4 Junior Team konnte sich knapp durchsetzen. Ben Dörr, der am Sonntag die erste McLaren-Pole in der DTM-Geschichte holte, belegte Rang zwei. „Ich habe beim Start zu viel Zeit verloren. Danach hatte ich kaum eine Chance, zu überholen, weil es auf der Kartbahn sehr eng ist“, sagte Dörr. Schnellster Medienvertreter war Sönke Brederlow von der News-Plattform Motorsport-Total.

Radprofi Nils Politt löst Versprechen ein

Der Radprofi und Helfer des Tour de France-Siegers Tadej Pogacar war am Nürburgring wieder zu Gast bei der DTM. Damit machte der mehrfache Deutsche Meister sein Versprechen aus der vergangenen Saison wahr, als der Gast von Schaeffler nach einer Taxifahrt im über 600 PS starken Audi R8 LMS GT2 sagte: „Es war ein einzigartiges Erlebnis und ich werde sicher wiederkommen.“ Dieses Jahr hielt Politt kurz vor Rennstart am Sonntag das Schild „Drivers start your engines“ hoch. „Motorsport ist ein kleines Hobby von mir geworden. Daher wollte ich dieses Jahr unbedingt wieder zur DTM an den Nürburgring kommen“, sagte Politt.

Zugmaschinen begeistern mit Power und Präzision

Fan-Spektakel auf der Start-und-Zielgeraden am Nürburgring: Beim Kampf um den Titel „DTM Trucker of the Year“ zeigten die Zugmaschinen der Teams am Samstagabend Power und Präzision. Nach maximaler Beschleunigung galt es, am Ende der Haupttribüne punktgenau zu bremsen. Beim Wettbewerb „DTM-Trucks Go and Stop“ musste nach der rasenden Fahrt der erste vor der Ziellinie platzierte Kegel umgestoßen werden, die beiden dahinter mussten jedoch stehen bleiben. Zahlreiche Zuschauer feuerten die Fahrer in ihren Maschinen an und sahen einen knappen Erfolg von Emil Frey Racing mit Ondrej Mahovsky am Steuer. Erster Gratulant war Jack Aitken, der beim DTM-Rennen am Samstag mit Teamkollege Ben Green einen Doppelsieg gefeiert hatte.

Kelvin van der Linde mit Premiere bei ProSieben

Kelvin van der Linde hat bei der DTM das Lenkrad gegen ein Mikrophon eingetauscht. Der Vizemeister von 2024 war am Nürburgring zum ersten Mal als TV-Experte für ProSieben im Einsatz und kommentierte zusammen mit Moderator Eddie Mielke die Arbeit seiner ehemaligen DTM-Kollegen. „Ich habe zwei Wochen frei, aber anstatt in den Urlaub zu fahren, bin ich an einer Rennstrecke“, sagte der Südafrikaner lachend. „Die DTM ist meine Leidenschaft und es ist interessant, sie einmal von der anderen Seite zu erleben. Man muss sich als Kommentator gut informieren, viele Gedanken machen und ganz genau überlegen, was man sagt und fragt. Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die so etwas jedes Wochenende machen.“

Porsche mit zwei Weltpremieren bei der DTM

Porsche präsentierte am Freitag im Fahrerlager mit dem 911 GT3 R (Generation 992) und dem 911 Cup (Generation 992.2) zwei neue Fahrzeuge für die Saison 2026 – und die DTM-Fans waren live dabei. Die optimierte Version des 911 GT3 R kann kommendes Jahr in der DTM eingesetzt werden, der neue 911 Cup in den Porsche-Markenpokalen wie dem Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland oder dem Porsche Carrera Cup Benelux. Sebastian Golz, Projektleiter Porsche 911 GT3 R: „Die DTM ist eine wichtige Rennserie und hat für uns einen großen Wert. Die Präsentation unserer mit vielen Neuerungen ausgestatteten Fahrzeuge passt daher perfekt zu dieser Plattform. Zudem ist der Nürburgring eine Traditionsstrecke, die in der ganzen Welt bekannt ist. Insgesamt ergibt das für die Premiere unserer Fahrzeuge ein extrem gutes Bild.“

Nostalgie am Nürburgring

Beim Auftakt in die zweite DTM-Saisonhälfte erlebten die Fans einen Streifzug durch die Geschichte der erfolgreichen Rennserie. Bei Demorunden wurden täglich Kultautos wie der BMW E30 M3, der Mercedes 190E Evo II, der Opel Calibra V6 4x4 oder der Audi TT-R präsentiert. Am Steuer saßen ehemalige DTM-Ikonen wie Harald Grohs oder Volker Strycek. Herbert Wittmann, Vater des zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann, und dessen Bruder Nico ließen es sich nicht nehmen, den Nürburgring im BMW M3 von 1989 zu umrunden.

Sonntag, 10. August 2025

BMW-Duo Besler/Piana gewinnt Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Besler/Piana holen Sieg im Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Premierensieg für FK Performance Motorsport in der ADAC GT4 Germany. Marek Böckmann und Anton Paul Abée mit bestem Saisonresultat auf Platz zwei. Enrico Förderer und Jay Mo Härtling sind Halbzeitchampion.

Erster Saisonsieg für BMW in der ADAC GT4 Germany: Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR) gewinnen nach einer souveränen Fahrt das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Es ist zudem der erste Triumph überhaupt für ihren Rennstall FK Performance Motorsport im GT4-Championat des ADAC. Marek Böckmann (28/Lautersheim) und Anton Paul Abée (28/Hamburg, beide Prosport Racing) fahren im Aston Martin Vantage AMR GT4 zu Platz zwei. Das Podium komplettieren Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm). Die Mercedes-AMG GT4-Piloten sicheren sich somit den inoffiziellen Titel des Halbzeit-Meisters und reisen als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende Ende August auf dem Sachsenring.

Marek Böckmann hatte das Rennen zunächst von der Pole-Position aus begonnen und auch den Start für sich entschieden. Doch direkt in der zweiten Runde rutschte er auf einer feuchten Stelle aus und büßte mit einem Quersteher einige Positionen ein. Somit erbte BMW-Pilot Piana die Führung vor Porsche 718 Cayman GT4-Pilot Max Rosam (20/Taunusstein, Razoon - more than Racing). Piana setzte sich im weiteren Rennverlauf an der Spitze ab und fuhr einen Vorsprung von rund zehn Sekunden heraus. Dahinter boten Rosam, dessen Markenkollege Emil Heyerdahl (23/NOR, Wimmer Werk Motorsport), Förderer und Böckmann über viele Runden einen spannenden Vierkampf um Platz zwei.

Mit einem perfekt getimten Boxenstopp übernahm schließlich Böckmanns Teamkollege Abée die zweite Position und machte sich auf die Verfolgung von Pianas Teamkollege Besler. Der Türke konnten den Vorsprung jedoch verwalten und fuhr zum Sieg. Rund 20 Minuten vor Schluss eroberte Härtling, der für Förderer ins Auto stieg, mit einem gekonnten Überholmanöver Rang drei von Rosams Partner Denny Berndt (20/Berlin). Für Härtling/Förderer bedeutete das auch den Sieg in der Junior-Wertung. Berndt beendete das Rennen letzten Endes auf Platz sechs. Vierte wurden Emil Heyerdahl und Raphael Rennhofer (18/AUT). Die Top Fünf komplettierten Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW.

Siebte wurden Alon Gabbay (21/ISR) und Thomas Gore (20/JAM, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche vor dem BMW-Duo Joseph Ellerine (21/ZAF) und Benjamin Sylvestersson (18/FIN, beide FK Performance Motorsport) sowie Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (21/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Laurenz Rühl (19/Friedrichsdorf) und Maximilian Tarillion (20/Wien, beide Razoon - xAutomotive Racing) beendeten das Rennen auf Rang zehn. BMW-Fahrer Rühl gewann somit die Rookie-Wertung.

Stimmen zum Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport: „Endlich unser erster Saisonsieg. Ich hatte zunächst etwas Glück, da Marek vor mir auf einer Flüssigkeit ausgerutscht ist. Somit konnte ich recht leicht vorbeifahren und die Führung übernehmen. Danach bin ich vorne einfach weggefahren. Ich freue mich natürlich sehr über das Resultat.“

Berkay Besler – Sieger für FK Performance Motorsport: „Gabriele hatte zunächst eine klasse Vorarbeit geleistet. Ich musste die Führung dann einfach nur verwalten und habe ein paar tolle Runden um den schönen Nürburgring gedreht. Es galt natürlich immer, auf die Reifen zu achten. Das Team hat uns ein klasse Auto hingestellt und wir konnten das Resultat maximieren.“

Marek Böckmann – Platz zwei für Prosport Racing: „Ich bin super happy über das Ergebnis. Ich denke, es war das Maximum, was wir heute erreichen konnten. Denn der BMW war heute einfach zu stark. Ich habe den Start für mich entschieden, bin dann aber auf einer Ölspur ausgerutscht. Ich konnte das Auto aber abfangen und mich im Anschluss wieder etwas vorarbeiten. Anton hat dann alles perfekt gemanagt.“

Anton Paul Abée – Platz zwei für Prosport Racing: „Platz zwei ist ein super Ergebnis. Marek hat zunächst einen Top Job gemacht, leider aber etwas Pech gehabt. Als ich dann im Auto saß, musste ich Platz zwei nur noch verwalten. Ich bin mega glücklich. Danke an alle.“


Pole-Position für Aston Martin im Sonntagrennen

Marek Böckmann holt Pole für Aston Martin
Foto: Jens Hawrda

Marek Böckmann war in der Qualifikation zu Lauf zwei der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring nicht zu schlagen. Ausgeglichenes Feld mit Fahrzeugen von vier Marken auf den ersten vier Plätzen.

Startplatz eins für Prosport Racing im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Beim Heimspiel des Rennstalls aus dem nahegelegenen Wiesemscheid konnte Marek Böckmann (28/Lautersheim) im Aston Martin Vantage AMR GT4 in der Qualifikation überzeugen – und mit 1:32,338 Minuten die Pole-Position herausfahren. „Als ich die Zeit auf dem Display sah, dachte ich zunächst nicht, dass es für vorne reichen würde. Denn am Samstag wurde insgesamt um einiges schneller gefahren“, erklärte Böckmann, der zusammen mit Anton Paul Abée (28/Hamburg) startet. „Somit war ich tatsächlich etwas überrascht, als mir mein Ingenieur mitteilte, dass wir auf Pole stehen würden. Umso mehr freue ich mich jetzt.“

Mit einem Rückstand von 0,450 Sekunden ging Platz zwei an den Porsche 718 Cayman GT4 von Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (23/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport), den Heyerdahl in der Qualifikation pilotierte. Direkt dahinter folgte der BMW M4 GT4 von Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport), denen 0,613 Sekunden auf die Spitze fehlten. Rang vier sicherten sich mit einem Rückstand von 0,639 Sekunden die aktuellen Tabellenführer Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT4. Somit schafften es Fahrzeuge von vier unterschiedlichen Herstellern auf die ersten vier Positionen der Qualifikation.

Die Top Fünf komplettierten Philip Wiskirchen (21/Euskirchen) und Tim Reiter (26/Ostfildern, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW. Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany wird um 15:15 Uhr gestartet und sowohl auf Sky Sport Mix als auch auf Sport1 live im Fernsehen übertragen. „Auf eine Runde ist unser Auto schnell, doch wir arbeiten aktuell noch etwas daran, gut über die Distanz zu kommen. Insofern gilt es für mich, nach dem Start zunächst vorne zu bleiben“, blickt Böckmann voraus. „Mein Ziel ist es, das Auto auf Platz eins liegend an meinen Teamkollegen zu übergeben.“

Quelle: adac-motorsport.de

Rast feiert nach Galavorstellung seinen 30. DTM-Sieg

  • BMW-Pilot siegt deutlich vor seinem Teamkollegen Wittmann
  • Auer holt sich mit Platz drei die Tabellenführung zurück
  • 78.000 Besucher erleben spannendes Rennwochenende in der Eifel

Renè Rast holt seinen 30. DTM-Sieg
Foto: Jens Hawrda

Perfektes Rennen und ein rundes Jubiläum: René Rast (Bregenz/Schubert Motorsport) feierte am Sonntag auf dem Nürburgring nach einer abgeklärten Vorstellung den 30. Sieg in seiner DTM-Karriere. Nach 38 Runden wurde der dreimalige Champion mit einem Vorsprung von knapp acht Sekunden als Erster abgewunken. „So ein dominantes Rennen habe ich nicht erwartet. Ich konnte aber schon in der Einführungsrunde spüren, dass sich das Fahrzeug sehr gut anfühlt. Den 30. Sieg meiner Karriere in der DTM geholt zu haben, bedeutet mir unglaublich viel. Als ich 2017 meine DTM-Karriere begonnen habe, war so eine Zahl für mich unvorstellbar“, sagte Rast, der auf dem Eifelkurs zum vierten Mal erfolgreich war. Sein Teamkollege Marco Wittmann (Fürth) machte im BMW M4 GT3 Evo den Doppelsieg von Schubert Motorsport perfekt. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) übernahm mit Platz drei wieder die Tabellenführung vor Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), der nach einem unverschuldeten Kontakt mit einem Konkurrenten als 16. nicht in die Punkte fuhr. Insgesamt 78.000 Besucher erlebten ein traumhaftes Motorsportwochenende mit packenden Rennen und drei Tagen Sonnenschein.

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 10 von 16

  • Streckenlänge: 3.629 Meter
  • Wetter: 20 Grad
  • Pole-Position: Ben Dörr (Dörr Motorsport, McLaren 720S GT3 Evo #25), 1:25,620 Minuten
  • Sieger: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #33)
  • Schnellste Rennrunde: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #33), 1:26,309 Minuten

Rast zeigte am Sonntagmittag schon kurz nach dem Start, dass er sich im zehnten DTM-Saisonlauf einiges vorgenommen hat. Der 38-Jährige machte drei Plätze gut und reihte sich hinter Pole-Setter Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) im McLaren 720S GT3 Evo und Auer auf Position drei ein. Nach zwei weiteren Überholmanövern übernahm der BMW-Pilot in Runde sechs die Spitze und setzte sich im weiteren Verlauf vom Feld ab.

Den ersten Pflicht-Boxenstopp absolvierte Rast als letzter Fahrer und blieb vor Auer in Führung. Teamkollege Wittmann schob sich nach einem frühen Reifenwechsel auf Platz drei vor. Gilles Magnus (B/Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 und Ford-Mustang-Pilot Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance) folgten auf den Rängen vier und fünf. Auch beim zweiten Boxenstopp wurde Rast von seinem Team Schubert Motorsport zügig abgefertigt und fuhr mit einer komfortablen Führung zurück auf die 3,629 Kilometer lange Strecke. Wittmann konnte kurz danach Auer überholen, der wie am Samstag viel Zeit beim Reifenwechsel verlor. Hinter dem BMW-Doppelpack und Auer beendete der taktisch klug fahrende Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing) den Sonntagslauf am Nürburgring auf Platz vier. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA) komplettierte im Porsche 911 GT3 R beim Heimspiel seines Teams nach einem unauffälligen Rennen die Top-Fünf.

Maini belohnte sich im Ford Mustang GT3 für eine erneut starke Leistung mit Rang sechs. Der Belgier Magnus feierte auf Position sieben den ersten Top-Ten-Platz für sich und sein Team. Pole-Setter Dörr konnte das Tempo an der Spitze nicht mitgehen, fuhr als Achter aber wieder in die Punkteränge. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT) steuerte seinen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 auf Platz neun und ist damit im Gesamtklassement Dritter. Thomas Preining (A) kam im zweiten Neunelfer von Manthey EMA nicht über Rang zehn hinaus.

Weitere Stimmen zum Rennen

Marco Wittmann: „Nach Platz fünf am Samstag ist das Podium für uns der perfekte Abschluss eines starken Wochenendes. Im ersten Stint war der nötige Speed leider nicht da, daher haben wir uns für einen frühen ersten Boxenstopp entschieden. Die Strategie hat sich ausgezahlt, denn dadurch konnte ich viele Positionen gut machen.“

Lucas Auer: „Die beiden BMW waren auf einem anderen Level unterwegs. Vielleicht wäre der zweite Platz drin gewesen, leider lief unser zweiter Boxenstopp nicht optimal. Insgesamt war es ein actionreiches Wochenende. Man merkt, dass die zweite Saisonhälfte begonnen hat und der Umgang auf der Strecke etwas rauer wird.“

Ergebnis, 10. Meisterschaftslauf, Nürburgring (Top-Five)

1. René Rast (D/Schubert Motorsport)

2. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +7,795 Sekunden

3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +12,846 Sekunden

4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +13,790 Sekunden

5. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +15,321 Sekunden


Ben Dörr schreibt mit erster Pole für McLaren DTM-Geschichte

Ben Dörr, #25 holt erste DTM-Pole für McLaren
Foto: Jens Hawrda

Jubel bei McLaren und Dörr Motorsport: Ben Dörr fuhr am Sonntagmorgen beim zweiten Qualifying auf dem Nürburgring mit 1:25,620 Minuten die schnellste Runde. Damit holte der 20-Jährige die erste Pole-Position für McLaren in der DTM und steht zum ersten Mal auf Startplatz eins. „Mir fehlen die Worte! Als ich per Funk von der Pole-Position erfahren habe, war ich überglücklich. Es ist einfach schön anzusehen, was wir als Team für Fortschritte machen. Mein Vater hat heute Geburtstag. Der erste Startplatz ist das perfekte Geschenk für ihn“, freute sich Dörr.

Mit einer Zehntelsekunde Rückstand belegte Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) Platz zwei und hat damit gute Chancen, die am Samstag abgegebene Tabellenführung wieder zurückzuerobern. Gilles Magnus (Comtoyou Racing) zeigte im Aston Martin Vantage GT3 ebenfalls eine starke Vorstellung und wurde Dritter. Platz vier ging an Lamborghini-Pilot Jordan Pepper. Der Südafrikaner vom TGI Team Lamborghini by GRT wird für das Rennen allerdings um fünf Startplätze zurückversetzt, da er am Samstag seine dritte Verwarnung kassiert hatte. Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter) beendete das Zeittraining auf Position fünf.

Strahlender Sonnenschein empfing die 24 Fahrer am Sonntagmorgen beim zweiten Zeittraining auf dem Eifelkurs. Bei kühlen 14 Grad Celsius dauerte es lange, ehe die Pirelli-Slicks die optimale Betriebstemperatur erreichten und schnelle Runden möglich waren. Magnus knackte zweieinhalb Minuten vor Schluss als erster Fahrer die 1:26,000-Minuten-Marke. Kurze Zeit später gelang Dörr eine neue Bestzeit. Dann wurde es dramatisch: Auer setzte sich in der letzten Runde an die Spitze, doch nur acht Sekunden später konterte Dörr und sicherte sich die erste Pole-Position seiner DTM-Karriere. Spitzenreiter Jack Aitken enttäuschte mit Rang 16 und wird es schwer haben, seine acht-Punkte-Führung in der Meisterschaft gegen Verfolger Auer zu verteidigen.

Ergebnis Qualifying, 10. Saisonlauf, Nürburgring (Top-Five)

1. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), 1:25,620 Minuten

2. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0,100 Sekunden

3. Gilles Magnus (B/Comtoyou Racing), +0,131 Sekunden

4. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), +0,192 Sekunden

5. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0,244 Sekunden

Quelle: dtm.com