Freitag, 1. August 2025

IDM Supersport: Prüfungsstress hält die Kofler Yamaha im Ruhemodus

Andreas Kofler, Yamaha #19
Foto: Jens Hawrda

Anfang August ist Andreas Kofler als Meisterschaftsführender in der Supersport-Klasse in die IDM-Sommerpause gegangen. Seitdem ist er keinen Meter mehr auf seiner Yamaha gefahren. Der 20-jährige Titelverteidiger vom familieneigenen Team Yamalube Motorsport Kofler hebt die Hände, denn wie es aussieht, wird das bis zum Beginn der zweiten Saisonhälfte Mitte August wohl auch so bleiben.

„Vielleicht schaffe ich es auf mein Motocross-Motorrad“, hofft der Österreicher. „Wenn es die Zeit zulässt. Mit der Supersport-Yamaha ist überhaupt nichts geplant.“ Kofler muss für die Abschnittsprüfung bei der Polizei lernen. Nach seiner Ausbildung zum Motorradmechaniker hat er einen beruflichen Neustart gewagt. Am 12. August wird in der Theorie abgerechnet, bevor am 1. September das Praktikum anfängt. Kofler büffelt gefühlt 24 Stunden am Tag – und das an sieben Tagen in der Woche.

Kofler strotzt vor Ehrgeiz und Selbstsicherheit

Am 15. August, wenn die IDM-Sommerpause beendet ist, sollte der Kopf wieder frei für den Rennsport sein. Kofler wird mit drei Punkten Vorsprung auf Honda-Fahrer Dirk Geiger ins niederländische Assen reisen. Der Deutsche hatte zuletzt den ersten Lauf in Oschersleben nach einer sensationellen Aufholjagd vom letzten Platz gewonnen. Hat Kofler der Kraftakt Angst gemacht? „Angst ist vielleicht nicht das richtige Wort“, meint der Yamaha-Fahrer, „es zeigt eher, wie stark die Konkurrenz ist. Ich finde es cool, was wir zwei da vorne machen. Was Dirk in Oschersleben gezeigt hat, das war einfach unglaublich.“

Kofler glaubt, seinen Vorsprung in der Tabelle bis zum Saisonende halten zu können. Die Disqualifikation von Geiger in Oschersleben aufgrund technischer Beanstandungen, worauf er 25 Punkte gestrichen bekam, hat den Österreicher wieder an die Spitze gebracht, wo er auch zum Saisonbeginn war. „Ich hätte das zwar lieber aus eigenen Kräften geschafft“, meint er, „aber ich bin jetzt auch nicht unglücklich darüber wie es gelaufen ist.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


Donnerstag, 31. Juli 2025

Preining vorm Grello-Heimspiel: „Habe mit dem Nürburgring eine Rechnung offen“

  •  Porsche-Pilot möchte in der Eifel seine Topform bestätigen
  • „In der DTM kann ich meine Leidenschaft als Rennfahrer ausleben“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 #91
Foto: Jens Hawrda

Mit dem Nürburgring geht es vom 8. bis 10. August in die zweite Saisonhälfte der DTM – und ein Fahrzeug steht dabei besonders im Fokus. Der „Grello“ des Porsche-Werksfahrers Thomas Preining ist in der Eifel ein echter Publikumsliebling und genießt Kultstatus. Das Ziel beim Heimspiel seines Teams Manthey EMA, das in Meuspath direkt neben der Nordschleife zu Hause ist, hat Preining fest im Blick: Angreifen und die DTM-Tabellenspitze erobern. „Meine Vorfreude auf das Wochenende ist riesig! Das komplette Team ist extrem motiviert. Dazu ist es einfach überragend, den ‚Grello‘ auf dem Nürburgring zu fahren und den wahnsinnigen Support der Fans zu spüren“, sagt der Österreicher.

Als Tabellenführer geht Preinings Landsmann Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) in den fünften Saisonstopp. Das Momentum spricht aber klar für Preining: Starke 61 Punkte holte der gebürtige Linzer in den vergangenen drei Rennen, sprang von Tabellenplatz neun bis auf Rang zwei und hat mit nur sieben Zählern Rückstand auf Auer die Spitze klar vor Augen. „In der DTM geht es immer unfassbar eng zu. Ich denke, dass sich im Kampf um den Titel eine Führungsgruppe an der Spitze etablieren wird“, blickt Preining voraus und formuliert auch seine Rolle: „Ich bin überzeugt, dass wir bis zum Schluss zu dieser Gruppe gehören werden, um beim Finale um die Meisterschaft zu fahren.“

Zuletzt begeisterte der 27-Jährige in seinem Porsche 911 GT3 R mit starken Überholmanövern und feierte am Norisring seinen ersten Saisonsieg. „In der DTM“, betont Preining, „kann ich als Rennfahrer meine Leidenschaft auf der Strecke ausleben. Das ist die Art von Racing, die mir am meisten Spaß macht. Natürlich kommt es immer darauf an, was der Rennleiter zulässt. Aber ich denke, innerhalb eines geregelten Rahmens haben wir Fahrer ziemlich viele Freiheiten und es darf Tür an Tür schon ein bisschen Kontakt geben. Genau dafür steht die DTM.“

Auffällig in der Saisonbilanz von Preining: Drei seiner vier Podiumsplätze holte er in den Sonntagsrennen, in denen seit dieser Saison zwei Pflicht-Boxenstopps absolviert werden müssen. „Das neue Rennformat kommt uns natürlich etwas entgegen“, verrät Preining und erklärt: „Ich denke, je mehr Einfluss die Team-Performance wie die Strategie oder die Boxenstopps auf das Resultat nehmen kann, desto besser ist es für uns. Unser gutes Gesamtpaket ist eine große Stärke.“

Sieben DTM-Rennsiege konnte Preining in seiner Karriere bislang verbuchen – in der Eifel soll ein weiteres Top-Ergebnis folgen. „Es ist kein Geheimnis, dass wir mit dem Nürburgring noch eine Rechnung offen haben“, sagt Preining und spielt damit auf das diesjährige ADAC Ravenol 24h Nürburgring an. Die „Grello“-Crew fuhr zwar als Erster durchs Ziel, bekam aber eine Zeitstrafe von 1:40 Minuten aufgerechnet und wurde somit im legendären Langstreckenrennen auf Rang zwei gewertet. Preining blickt voller Motivation auf den DTM-Stopp: „Ich mag die Eifel und natürlich möchte ich am Ende ganz oben auf dem Podium stehen.“


Motorsportvielfalt pur beim ADAC Racing Weekend in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Am 2. und 3. August bringt das ADAC Racing Weekend spannenden Motorsport in die Motorsport Arena Oschersleben. Geboten werden 13 Rennen mit modernen Porsche-Boliden, historischen Formel- und Tourenwagen sowie Kultfahrzeugen wie Trabis und Ladas. Ein Wochenende voller Vielfalt für Motorsportfans, welches durch den Porsche Sports Cup komplettiert wird.

Das ADAC Breitensport Wochenende mit dem ADAC Racing Weekend kehrt vom 2. bis 3. August zurück in die Motorsport Arena Oschersleben. Es ist eine Plattform für Motorsportprofis im Porsche Sports Cup und Hobby-Motorsportler im NATC Sprint oder dem ADAC Historic Cup Ost. Legendäre Rennfahrzeuge aus vergangenen Motorsportepochen gibt es zudem bei der Special Tourenwagen Trophy (STT) zu sehen.

Den Besuchern wird damit abwechslungsreicher Motorsport geboten – vom historischen Formelwagen bis hin zum modernen Porsche. Der Porsche Sport Cup besteht dabei aus drei Markenpokalen: Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und dem Porsche Endurance Challenge Deutschland. Hier kommen Fans der Marke voll auf ihre Kosten!

Beim ADAC Historic Cup Ost werden Rennen im Bereich der Formel-Fahrzeuge und getrennt davon der Tourenwagen ausgefahren. Trabbi, Lada und Co. werden hier im Renntempo um die Strecke bewegt. Das hat Kultcharakter und macht auch als Besucher mit dem Blick von unseren Zuschauertribünen richtig Spaß!

An diesem ersten August-Wochenende werden insgesamt 13 Rennen ausgefahren.

Im Infield der Anlage gibt es als Rahmenprogramm eine Fahrzeugausstellung zu sehen und auch der Zugang zum Fahrerlager für das ein oder andere Benzingespräch ist inklusive.

Next Stop: DTM Nürburgring

Foto: Jens Hawrda

Nach der Sommerpause geht es in die Eifel – der Nürburgring läutet vom 8. bis 10. August die zweite Saisonhälfte der DTM ein. Auf dem Traditionskurs geht die Jagd nach Tabellenführer Lucas Auer in die nächste Runde. Und die könnte kaum spannender sein: Gerade einmal acht Punkte trennen die Top-Fünf der Tabelle.

Mit Manthey EMA (Meuspath) und dem HRT Ford Performance (Drees) treten beim fünften Saisonstopp zwei Teams in ihrem Wohnzimmer an. Während Manthey EMA mit dem beliebten „Grello“ sowie zwei weiteren Porsche 911 GT3 R antritt, bringt die HRT-Mannschaft zwei neue Ford Mustang GT3 an den Start. Auch im Fahrerfeld findet sich mit Tom Kalender ein echter Lokalmatador: Der 17-jährige Westerwälder aus Hamm/Sieg steuert einen Mercedes-AMG GT3 Evo für das ebenfalls in Rheinland-Pfalz beheimatete Mercedes-AMG Team Landgraf.

Die Fans am Nürburgring dürfen sich neben der DTM auf weitere Serien freuen: Die ADAC GT4 Germany geht genauso an den Start wie der Prototype Cup Germany. Rasante Markenpokal-Action bringt der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland in die Eifel. Vollelektrische Renn-Power verspricht zudem der NXT Gen Cup.

Tickets für die DTM auf dem Nürburgring gibt es ab 49 Euro. Auch für die attraktiven Plätze in den Top-Kategorien sind noch Restkarten erhältlich. Ein ultimatives DTM-Erlebnis verspricht die Track Safari, wenn Fans in Busse einsteigen und in einer separaten Session am Freitag ihre Runden über den Nürburgring drehen – während die DTM-Boliden mit rasanten Geschwindigkeiten vorbeirauschen. Wer eine Reise hinter die Kulissen erleben möchte, ist bei der Fan Tour powered by Pirelli genau richtig.

Quelle: dtm.de


Streifzug durch die DTM-Geschichte am Nürburgring

  • Showrunden mit legendäre DTM-Rennern aus 40 Jahren
  • Ex-Champions und DTM-Helden wie Strycek, Mücke und Grohs am Steuer

Foto Jens Hawrda

Kraftvoller Sound, ikonische Silhouetten und der unverwechselbare Geruch von Motorsportgeschichte: Beim DTM-Wochenende vom 8. bis 10. August auf dem Nürburgring erleben die Besucher legendäre DTM-Fahrzeuge bei Demorunden auf der Rennstrecke. Vom BMW M3 und Mercedes-Benz 190E 2.5-16V Evo II über den Opel Calibra V6 bis hin zum Opel Astra V8 Coupé dürfen sich die Fans auf Highlights aus der abwechslungsreichen DTM-Historie freuen.

Foto: Jens Hawrda

Die Vielfalt der eingesetzten Boliden reicht von Gruppe-A-Klassikern über die Ära der Klasse 1 bis hin zu späteren Class-1-Fahrzeugen. Mit dabei sind unter anderem ein Abt Audi TT-R aus dem Jahr 2000, der damals vom Briten James Thompson pilotiert wurde. Dazu gesellen sich mehrere BMW M3 E30 – darunter auch ein Exemplar von Dieter Quester – sowie der Ford Mustang des damaligen Fan-Lieblings Gerd Ruch, ein Mercedes-Benz 190E Evo II von Roland Asch und zwei Opel Astra V8 Coupés, einst gefahren von Peter Dumbreck und Joachim Winkelhock.

Foto: Jens Hawrda

Bewegt werden die Fahrzeuge von echten DTM-Legenden: Harald Grohs greift ins Lenkrad von einem seiner ehemaligen BMW M3, auch Stefan Mücke (Mercedes-Benz C-Klasse) sowie der erste DTM-Champion Volker Strycek nehmen an den Demonstrationsfahrten teil. Letzterer steuert einen legendären Opel Calibra V6 4x4 aus der Saison 1994. Mit einem Ford Sierra Cosworth von 1987 nimmt Ex-ADAC GT Masters-Champion Sebastian Asch an den Demorunden teil.

Foto: Jens Hawrda

Die Showrunden finden über das gesamte Wochenende hinweg zu mehreren Zeitpunkten statt und sorgen für Gänsehaut-Momente auf dem Eifelkurs. Für die Fans bietet sich eine einmalige Gelegenheit, legendäre Fahrzeuge und prägende Persönlichkeiten der Serie noch einmal live zu erleben – mit Originalsound, typischer Lackierung und jeder Menge Emotion.