Dienstag, 8. Juli 2025

IDM Oschersleben: Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW mit Tiefschlag und Höhenflug

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es am vergangenen Wochenende weiter im Takt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM. Treffpunkt war bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Motorsport Arena Oschersleben. Mit dem vierten Event des Jahres war die erste Halbzeit der Saison 2025 geschafft. Wieder mittendrin im Kampf um den Titel in der IDM Superbike das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW mit dem belgischen Teamchef Werner Daemen. Sein Fahrer-Quartett war komplett am Start mit Hannes Soomer (Estland), Leandro Mercado (Argentinien), Bálint Kovács (Ungarn) und Milan Merckelbagh (Niederlande). Ein Wiedersehen gab es auch mit den BMW-Kollegen aus der Pro Superstock 1000 mit Ricardo Brink (Niederlande), Julius Ilmberger (Deutschland) und Ouri Bikkems (Belgien).

Hannes Soomer, BMW M 1000 RR verlor die Meisterschaftsführung durch seinen Sturz in Lauf 1
Foto: Jens Hawrda

Hannes Soomer hatte beim letzten IDM-Treffen in Most seine Führung in der Gesamtwertung ausgebaut. Doch der Este wusste, dass ihm die Konkurrenz, allen voran Florian Alt und Lukas Tulovic, dicht auf den Fersen ist. Nach dem Training stand der Este mit seiner BMW auf dem fünften Startplatz. Beim Start ins erste Rennen hielt er sich noch ein wenig bedeckt, drehte aber nach den ersten Runden ordentlich auf und zeigte ein paar spektakuläre Überholmanöver. Bis kurz nach der Halbzeit hatte er sich auf den dritten Rang vorgearbeitet und machte Jagd auf Alt. Auch da setzte er ein gekonntes Überholmanöver. Doch dann geriet er beim Weg in die nächste Kurve mit dem Vorderrad aufs Gras und flog ab. Seine Hand blieb beim dem Abflug unter dem Lenker klemmen. Er stand zwar rasch wieder auf, ein Besuch im Oschersleben-Medical-Center war trotzdem angesagt.

Von dort kamen dann schlechte Nachrichten für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW und Hannes Soomer. Teamchef Werner Daemen musste das vorzeitige Ende von Soomers Oschersleben-Wochenende verkünden: «Es sieht leider nicht gut aus. Er hat sich an der Hand verletzt und muss an den Fingern operiert werden. Ein Motorrad ist schnell repariert, aber ein Körper braucht da ein wenig länger. Aber ich weiß, dass Hannes ein starker Kerl ist und hoffe, dass er beim IDM-Lauf in Assen wieder dabei ist. Für die Meisterschaft ist das aus unserer Sicht natürlich richtig schlecht.» Nach der doppelten Null ging es für Soomer zurück auf den dritten Platz in der Tabelle. 

Leandro Mercado in Oschersleben zwei mal auf dem Podest
Foto: Jens Hawrda

Leandro Mercado musste nach der Most-Reise erst einmal seinen fiebrigen Infekt auskurieren und war gut erholt in die Motorsport Arena gereist. «Ich habe mit Oschersleben nach meinem Crash vom ersten Besuch noch eine Rechnung offen», stellte der Argentinier vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW klar. «Das ist das Ziel. Wir hatten schon beim Auftakt eine gute Basis und darauf bauen wir jetzt auf. Natürlich wird es etwas härter, da jetzt schon jeder mal dort gefahren ist. Wir müssen uns eben auf die Details konzentrieren. Auf jeden Fall fühle ich mich körperlich wieder viel besser als noch in Most.»

Nach der Superpole 2 war Mercado auf Platz 7 gelandet. So richtig toll fand er es da nicht und er machte sich in beiden Rennen sofort daran, seine Gegner einen nach dem anderen zu kassieren. «Es ist immer gut, auf dem Podium zu stehen», erklärte er, nachdem er sich im ersten Rennen den Pokal für Platz 3 abgeholt hatte. «Wobei ich für mich eigentlich mit einer besseren Pace gerechnet hätte. Wir hatten das ganze Wochenende damit zu tun, den Hinterreifen über die Distanz zu bringen. Daher startete ich konservativ ins erste Rennen, um den Reifen zu schonen. Doch es war am Anfang ein wenig zu viel bei dem Überholen der anderen Jungs. Als ich an den GERT56-Jungs vorbei war, versuche ich zu pushen. Aber ich war am Limit und versuchte, die Lage bis zum Ende zu managen. Am Ende kam Lorenzo Zanetti noch näher. Ich habe meinen Platz gerettet und bin happy, auf dem Podest zu stehen. Für Hannes Soomer tut es mir sehr leid, ich hoffe, er ist bald wieder zurück.»

Im zweiten Rennen ging es für Mercado nach einem klugen Schachzug gegen Florian Alt auf dem Podium noch eine Stufe höher. «Es ist wirklich sehr gut gelaufen, ich bin happy», bestätigte er nach Rang 2. «Ich habe nach genau dieser Performance gesucht. Vor allem nach dem Auftaktrennen hier, bei dem ich in Führung liegend gestürzt war. Aber alle Überholmanöver sind mir heute genau da gelungen, wo ich damals gestürzt bin. Das ist natürlich jetzt gut. Lukas Tulovic ist aktuell einfach sehr stark. Danke an mein Team und natürlich an meine Familie, die von zuhause aus zuschaut. Aber ich will mehr. Ich will gewinnen.»

Bàlint Kovàcs, BMW M 1000 RR #27
Foto: Jens Hawrda

Bálint Kovács kam mit großer Vorfreude beim Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW in Oschersleben an. «Das ist eine meiner Lieblingsstrecken», offenbarte er auch gleich. Kein Wunder, denn im Vorjahr schaffte er beim IDM-Meeting gleich zwei Mal den Sprung aufs Podest. Doch dieses Mal war die Aufgabe des Ungarn ungleich schwieriger. Denn schon beim Auftakt 2025 war die IDM-Konkurrenz in Oschersleben fleißig. Allerdings ohne Kovács. Der musste im Mai wegen des Bruchs seines Schlüsselbeins noch pausieren. Bis es ins erste Rennen ging, verlief der Ausflug für den Ungar auch ein wenig holprig. Die Laune ließ er sich aber nicht verderben. «Das erste Training habe ich wegen eines technischen Problems verpasst», sagte er. «FP2 lief dann gut.» Erstmals musste er im Kampf um die besten Startplätze den Umweg über die Superpole 1 nehmen. Mit Startplatz 9 für die beiden Sonntagsrennen war Kovács dann einverstanden: «Am Ende fehlten nur sechs Zehntel bis zu Rang 2, es geht eng her in der IDM Superbike.»

Genug hatte der Ungar damit aber noch lange nicht. In der Verfolgergruppe des ersten Rennens bekam er es mit seinem Landsmann Soma Görbe und dem Deutschen Leon Orgis zu tun. Doch er legte sich seine Gegner zurecht und ließ sie nach gekonnten Überholmanövern hinter sich. Mit Platz 6 und dem Blickkontakt zu den Podestplätzen war Kovács gut in den Rennsonntag gestartet. Noch näher dran, quasi schon mit einem Finger am Treppchen lief es in Rennen 2, das für den Ungar mit einem vierten Platz endete. «Ehrlich gesagt war es ein Up- und Down-Wochenende», meinte er nach getaner Arbeit. «Ich musste mich in den Trainings von hinten vorarbeiten. Samstag lief es besser und ich merkte, dass ich den Speed hatte. Im ersten Rennen war zwar der Start schlecht, aber mir war klar, dass ich die Pace hatte, sogar ums Podest zu kämpfen. In Rennen 2 lief der Start besser und ich konnte dann die Jungs vor mir einfangen. Nur drei Sekunden vom Podium entfernt. Nach meiner Verletzung geht es wieder aufwärts, obwohl meine Schulter noch nicht bei 100 Prozent ist.»

Milan Merckelbagh ist nach wie vor auf der Jagd nach seinem ersten Top-Fünf-Resultat.  Nach dem Most-Ausflug war die Truppe um den Niederländer im Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW wieder komplett. «Mein Mechaniker und Data-Mann ist in Oschersleben wieder dabei», erklärte der Niederländer. «Als ich in Most war, war er bei Testfahrten in Japan. In Oschersleben will ich vom Start weg schneller dabei sein. Vor allem in der Superpole-Session, da bin ich bisher immer ein wenig gestrauchelt.» Es klappte auf Anhieb mit dem Sprung unter die Top-12 und damit in die Superpole 2. Dort lief es im letzten Training nicht ganz nach Merckelbaghs Plänen und er landete auf Startplatz 15.

Am Freitag war er noch happy. «Angefangen hat es für mich zwar mit Fahrwerks-Problemen, als wir das im Griff hatten, konnte ich meine persönliche Bestzeit fahren. Am Samstag habe ich das dritte Training wegen eines technischen Problems verpasst und musste dann meine schnelle Runde in der Superpole 2 fahren. Das hat dann leider nicht so geklappt.»

In den Rennen landete er erst auf dem 12. Platz, im zweiten Lauf wurde es mit Rang 9 erneut ein Top-Ten-Ergebnis für den Niederländer. Ein hartes Wochenende mit einem guten Ende. «So sieht es aus», meinte Merckelbagh, für den im August das Heimrennen in Assen ansteht. «Es war ein Wochenende mit einigen Schwierigkeiten. Aber im zweiten Rennen lief es ziemlich gut. Bloß traurig, dass ich eine noch bessere Platzierung am Ende verpasst habe.»

Spannend wie immer ging es im IDM-Rahmenprogramm bei der Pro Supersock 1000-Klasse zu. Mittendrin die drei Piloten des Teams Masteroil-alpha-Van Zon-BMW. Nach den beiden Qualifyings durfte sich Ricardo Brink über seine erste Pole-Position des Jahres freuen. Die Freude war nach den beiden Rennen noch um ein ganzes Stück größer. Er konnte den Doppelsieg klarmachen. «Ein perfektes Wochenende», schwärmte er. «In jeder Session haben wir uns verbessert, ich war echt schnell. Mein Start ins erste Rennen war super und gerade am Anfang konnte ich gute Rundenzeiten fahren. Den Gap habe ich bis ins Ziel halten. Für Lauf 2 hatten wir das Bike noch verbessert, aber ich hatte einen schlechten Start. Moritz Jenkner an der Spitze war megaschnell, aber ich habe ihn eingeholt. Danach kam ich noch eine Sekunde weg. Das Team hat einen tollen Job gemacht. Ich bin happy.»

Julius Ilmberger holte sich in den Rennen die Plätze 4 und 9. «Rennen 1 war gut», erklärte er. «Ich hatte einen sehr guten Start und eine gute Pace, damit bin ich zufrieden. Im zweiten Rennen war der Start auch gut, ich konnte mich auf P5 einsortieren und eine gute Pace fahren. Sogar schneller als im Quali. Ende Start/Ziel habe ich mich aber leider verschaltet und musste durch den Kies. Ich konnte das Motorrad aber retten und mich auf Platz 7 wieder einsortieren. Der Fehler war leider sehr schlecht, aber ich habe dann das Beste daraus gemacht.»

Ouri Bikkems hatte sich erst über den neunten Startplatz gefreut, bekam die dicke Rechnung aber nach seinem Crash in Rennen 1. «Ich bin nach dem Sturz in die entgegengesetzte Richtung in die Boxengasse eingebogen», beichtete er. «Dafür bekam ich dann eine Strafe und habe das mit Rennen 2 dann gelassen.» Beim Sturz selbst blieb er unverletzt, gab aber zu, dass er noch am Sonntag heftig genervt war.

Für einen Großteil des Teams Masteroil-alpha-Van Zon-BMW ist nach der Reise zur Motorsport Arena Oschersleben erst einmal eine Verschnaufpause angesagt. Das nächste IDM-Event steht er vom 15. bis zum 17. August 2025 im Kalender. Für Teamchef Werner Daemen geht es schon am ersten August-Wochenende wieder los, wenn er mit seiner BMW-Mannschaft zur Langstrecken-Weltmeisterschaft nach Japan reist.


Doppelsieger Lukas Tulovic dominiert den IDM-Reifenpoker von Oschersleben

Lucas Tulovic, Ducati Panigale V4R dominierte beide Superbikeläufe
Foto: Jens Hawrda

Die IDM begeisterte vom 4. bis 6. Juli erneut in Oschersleben mit 14 spannenden Rennen und vollem Fahrerlager. Ducati-Pilot Lukas Tulovic glänzte mit Doppelsieg, Rundenrekord und Pole-Position in der Superbike-Klasse. Der Fanwalk am Sonntag brachte die Zuschauer hautnah an ihre Stars. Jüngste Siegerin wurde die 14-jährige Smilla Göttlich im ADAC Junior Cup.

Vom 4. bis 6. Juli kehrte die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) zum zweiten Mal in dieser Saison in die Motorsport Arena Oschersleben zurück. Bereits im Mai sorgte die Serie mit spannenden Rennen und abwechslungsreichem Programm für Begeisterung bei den Fans.

Das größte Feld des Wochenendes gab es mit 31 Startern beim Twin Cup zu sehen. Insgesamt sorgten 14 Rennen für tolle Renn-Action und der Fanwalk am Sonntag brachte die Fans nochmals dicht an ihre Idole heran. Insgesamt waren an diesem Wochenende 148 aktive Motorradfahrer auf der Rennstrecke in der Magdeburger Börde zu sehen.

Auf eine beeindruckende Bilanz blickt der Ducati-Pilot Lukas Tulovic an diesem Wochenende zurück. Indem er sich bei beiden Rennen die Pole-Position sicherte, einen IDM Rundenrekord und den Doppelsieg in der IDM Superbike einfuhr, hat er hier ganz neue Maßstäbe gesetzt. Wie er den Organisatoren auf den sozialen Medien verrät: „Ich liebe die Strecke in Oschersleben einfach – ich bin schon 1000 Runden bei Motorrad-Trainings hier gefahren.“, so Tulovic. Das und das gelungene Setup vom ersten Lauf im Mai machten mit der richtigen Wahl der Reifen dieses Wochenende für ihn zu einem perfekten Lauf der Saison mit wichtigen Punkten für die Gesamtmeisterschaft.

Die jüngste Siegerin des Wochenendes ist die 14-jährige Smilla Göttlich aus Sachsen, welche im ADAC Junior Cup an den Start geht und das zweite Rennen souverän für sich entscheiden konnte. Ihr älterer Bruder Lennard fuhr auf den zweiten Platz des Podiums.

Weiter geht es in der Motorsport Arena am 2. und 3. August auf vier Rädern mit dem ADAC Racing Weekend.

GT4 Germany: SR Motorsport by Schnitzelalm nicht zu schlagen auf dem Norisring

  • Enrico Förderer/Jay Mo Härtling mit viertem Saisonsieg
  • Gabriele Piana/Berkay Besler sichern sich erneut Platz zwei
  • Sieg in der Rookie-Wertung für Cedric Fuchs

Das Podium der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring
Foto: ADAC-Motorsport

„Vier gewinnt“ lautet das Motto für die Mercedes-AMG GT4-Piloten Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel). Vier Rennen hat das Duo von SR Motorsport by Schnitzelalm bislang in der ADAC GT4 Germany bestritten - und alle vier konnten mit einem Sieg beendet werden. Damit führen sie die Fahrerwertung der ADAC GT4 Germany souverän an. Im Sonntagsrennen auf dem Norisring gewann das Duo mit über 5,5 Sekunden Vorsprung auf Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4. Das Podium komplettierten erstmals in ihrer ADAC GT4 Germany-Karriere Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (21/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4. Somit lagen zum zweiten Mal in Folge Fahrzeuge von drei unterschiedlichen Marken auf den ersten drei Plätzen.

Härtling begann das Rennen von der Pole-Position aus und konnte die Spitze gegen BMW-Pilot Piana gekonnt verteidigen. In der ersten Rennhälfte fuhr zudem Kristensen im Porsche bis auf die dritte Position vor. Das Führungstrio wechselte erst gegen Schluss des obligatorischen Boxenstopp-Fensters die jeweiligen Fahrer. Förderer, der von Härtling übernommen hatte, fuhr in der zweiten Rennhälfte dann zum souveränen Sieg, was für beide auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Pianas Partner Besler behielt die zweite Position.

Um Platz drei wurde es hingegen nochmals richtig spannend. Mercedes-AMG-Pilot Cedric Fuchs (19/Holzappel, Motorsport by Schnitzelalm) machte mächtig Druck auf Robinson, der zuvor von Kristensen übernommen hatte. Mit sehenswerten Überholmanövern wurden mehrmals die Plätze getauscht. Am Ende spielte Robinson aber seine Erfahrung aus und setzte sich durch. Fuchs und Teamkollege Joel Mesch (20/Erkelenz) beendeten das Rennen final auf Platz fünf, da Porsche-Fahrer Denny Berndt (20/Berlin), der gemeinsam mit Max Rosam (20/Taunusstein, beide Razoon - more than Racing) antrat, auf den letzten Metern aus dem Zweikampf vor ihm noch Profit schlug und die vierte Position eroberte. Fuchs konnte sich dennoch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen.

Sechste wurden Maximilian Tarillion (20/Wien) und Victor Nielsen (18/DNK, beide Razoon - xAutomotive Racing) vor Philip Wiskirchen (20/Euskirchen) und Tim Reiter (26/Ostfildern, beide ME Motorsport) sowie Niels Tröger (22/Dresden) und Andreas Jochimsen (27/DNK, beide FK Performance Motorsport). Auf Rang neun kamen Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport, alle BMW) ins Ziel. Die Top Zehn komplettierten Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (22/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport) im Porsche.

Stimmen nach dem Rennen

Enrico Förderer – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Der vierte Sieg im vierten Rennen ist unglaublich. Es ist einfach nur grandios, was das gesamte Team leistet. Mein Stint lief recht ruhig. Ich habe das Auto auf Platz eins übernommen und es auf der ersten Position ins Ziel gebracht. Es gab keine Schwierigkeiten – also alles super!“

Jay Mo Härtling – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Es hat einfach alles gepasst. Wir sind mehr als stolz, den vierten Sieg im vierten Rennen eingefahren zu haben. Am Start musste ich meine Position etwas verteidigen. Es galt, über die ganze Zeit zu einhundert Prozent konzentriert zu bleiben – was extrem wichtig war. Enrico hat das Rennen dann sauber nach Hause gefahren.“

Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Ich hatte einen guten Start und konnte direkt von der dritten auf die zweite Position nach vorne fahren. Der Führende war heute aber außer Reichweite für uns, das ist frustrierend. Mal schauen, wie es am nächsten Wochenende auf dem Nürburgring läuft. Wir geben auf jeden Fall alles.“

Berkay Besler – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Ich freue mich natürlich über das Podium und hoffe, dass wir beim nächsten Rennwochenende ganz oben stehen können. Wir pushen auf der Strecke so gut wir können. Ich danke dem Team, Gabriele und auch BMW für die Unterstützung. Ich freue mich schon auf den Nürburgring.“

Lachlan Robinson – Dritter für AVIA W&S Motorsport

„Ich hatte in den letzten Runden einen tollen Zweikampf und es war sehr schwierig, die Position zu halten. Wir haben uns immer wieder überholt, doch ich konnte mich letztendlich durchsetzen. Ich bin sehr glücklich über das Podium. Oscar hat zu Rennbeginn eine klasse Vorarbeit geleistet.“

Oskar Lind Kristensen – Dritter für AVIA W&S Motorsport

„Ich bin einfach nur unbeschreiblich glücklich über mein erstes Podium in der ADAC GT4 Germany. Wir hatten ein großartiges Rennen und wussten schon vorher, dass wir schnell unterwegs sein würden. Ich konnte bis auf die dritte Position vorfahren und Lachlan hat das Podium nach Hause gefahren.“


DTM – Stars and Stories vom Norisring

  • Miroslav Klose genießt Heimspiel in Nürnberg
  • Zweirad-Action mit MotoGP-Star Pol Espargaró
  • Paralympic-Goldjunge Taliso Engel mit DTM-Premiere
  • Geballte Fußball-Power mit Klose, Köpke und Magath

Weltmeister Andy Köpke schickt die DTM-Fahrer ins Sonntagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport / dtm.com

Am Sonntag war ein hochkarätiges Fußballer-Trio zu Gast am Norisring. Miroslav Klose, Trainer des 1. FC Nürnberg und Weltmeister von 2014, genoss sein Heimspiel. „Die Formel 1 habe ich schon live erlebt, dieses Wochenende bin ich zum ersten Mal bei der DTM und das nur wenige Meter von unserem Stadion entfernt. Ich wollte immer schon mal so hautnah an den DTM-Autos sein“, sagte Klose, der als Gast von Abt Sportsline und Schaeffler vor Ort war. Torhüter-Ass Andy Köpke, der 1990 mit dem Nationalteam den WM-Titel holte, schaute sich im Fahrerlager um, bestaunte die DTM-Fahrzeuge und zeigte sich begeistert: „Ich war schon öfter bei der DTM, das Wochenende in Nürnberg ist für mich immer ein Highlight.“ Auch der dreimalige deutsche Meister Felix Magath, Marius Wolf von Bundesligist FC Augsburg und Wolfsburg-Spieler Maximilian Arnold waren bei der DTM am Start.

Pol Espargaro sorgte für beste Zweirad-Action in Nürnberg
Foto: ADAC-Motorsport / dtm.com

Weltmeister Pol Espargaró schickt DTM-Feld auf die Strecke

Pol Espargaró bot auf dem Stadtkurs in Nürnberg eine atemberaubende Show auf zwei Rädern und brachte das Publikum zum Staunen. Mit seiner Red Bull-KTM MotoGP-Maschine jagte der Katalane über die Start-Ziel-Gerade und beschleunigte auf sagenhafte 320 km/h – begleitet von spektakulären Drifts und viel Reifenqualm. Damit gab Espargaró einen heißen Vorgeschmack auf den Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland, der kommendes Wochenende auf dem Sachsenring steigt. „Die Mauern hier sind sehr nah, daran ist man als Motorradfahrer nicht gewöhnt. Der Norisring ist wie der Sachsenring eine echte Traditionsstrecke mit unglaublichem Publikum“, schwärmte der Moto2-Weltmeister. Nach seinem Showrun ließ er es sich nicht nehmen, das DTM-Feld mit dem Schild „Drivers start your Engines“ in den Samstagslauf zu schicken. Am Sonntag überreichte Pol Espargaró zudem dem zweitplatzierten DTM-Piloten den Pokal.

Stimmungsvoller Auftakt am Dutzendteich

Für die DTM ging es am Freitagabend ins stilvolle Bootshaus am Dutzendteich. Bei lauen Sommertemperaturen wurde das Rennwochenende im fränkischen Monaco mit Geschäftspartnern, Medienvertretern und Freunden eingeläutet. Auch die DTM-Fahrer genossen bei kühlen Getränken und in lockerer Atmosphäre die Gespräche. „An solch einem Abend kommen Menschen zusammen, lernen sich kennen und tauschen sich aus. Das macht die DTM so familiär und besonders“, sagte Lamborghini-Pilot Nicki Thiim über den Branchentreff MotorSport Lounge.

Heimspiel für „Poldi“ am Norisring

Leopold Prinz von Bayern ließ sich auch in diesem Jahr das Spektakel am Norisring nicht entgehen – für den rennsportbegeisterten Royal ein absolutes Muss! Nach über 60 Jahren im Cockpit zeigte sich der ehemalige DTM-Pilot topfit und voller Fahrfreude. Vor dem Start des DTM-Samstagsrennens sorgte er für Gänsehaut-Momente: Im ikonischen BMW 3.0 CSL demonstrierte er den Fans, dass klassische Ingenieurskunst und zukunftsweisender Kraftstofftechnologie perfekt zusammenpassen: Der historische Rennwagen wird von 100-prozentigem E-Fuel angetrieben. „Poldi“ von Bayern genoss seinen Auftritt auf dem Stadtkurs von Nürnberg. „Der Norisring ist für mich immer ein Highlight und mein Heimrennen. Ich liebe die einmalige Atmosphäre im fränkischen Monaco“, schwärmte der Starnberger.

DTM-Premiere für Olympiasieger Taliso Engel

Der deutsche Para-Schwimmer Taliso Engel wohnt in Nürnberg, war am Wochenende aber zum ersten Mal zu Gast bei der DTM. „In den letzten Jahren habe ich immer nur die Motoren gehört, aber jetzt bin ich live dabei – das ist eine mega coole Erfahrung“, strahlte der 23-Jährige, der mit seiner angeborenen Sehbehinderung schon zweimal Paralympisches Gold im Brustschwimmen geholt hat. Doch die wahre Action begann für Engel, als er sich ins DTM-Innovationstaxi von Schaeffler setzte und mehrere Runden auf dem Stadtkurs drehte. „Ich war sehr aufgeregt. Zum Glück ist man durch die Gurte fest eingespannt, denn bei den Kurvengeschwindigkeiten und brutalen Bremsmanövern würde man wahrscheinlich im Auto hin- und herfliegen“, lachte Engel. Das Fazit des Schaeffler-Gasts: „Es ist atemberaubend, das alles mitzuerleben, ich komme gerne wieder.


Dritter Sieg am Norisring – Preining schlägt Ferrari-Duo

  • Porsche-Pilot glänzt auf der Strecke, seine Mechaniker in der Box
  • Aitken und Vermeulen im Ferrari auf den Plätzen zwei und drei
  • 112.000 Besucher beim vierten DTM-Stopp in Nürnberg

Thomas Preining (links) gewann auf dem Norisring vor Jack Aitken (rechts)
Foto: ADAC-Motorsport / dtm.com

Aggressiv und taktisch klug: Thomas Preining (A/Manthey EMA) hat am Sonntag nach einer starken Leistung seinen insgesamt dritten DTM-Sieg auf dem Norisring eingefahren. Der Porsche-Werksfahrer machte von Beginn an Druck und belohnte sich nach spektakulären Überholmanövern mit dem ersten Saisonerfolg. Nach Platz zwei im Samstagsrennen rückte der Champion von 2023 in der Gesamtwertung auf Rang zwei vor. „Wir wollen um den Titel kämpfen, das ist seit dem ersten Rennen unser klares Ziel. Mit dem Sieg haben wir uns nach einem holprigen Saisonstart eindrucksvoll zurückgemeldet und gezeigt, dass wir aus dem richtigen Holz geschnitzt sind. Jack Aitken hat mir nichts geschenkt, unser Duell war beste Unterhaltung für die vielen Fans“, erklärte Preining. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing) überquerte in seinem Ferrari 296 GT3 mit einem Rückstand von knapp 1,6 Sekunden als Zweiter die Ziellinie. Teamkollege Thierry Vermeulen (NL) wurde in einem turbulenten Rennen Dritter und erhielt seinen Pokal vom achtfachen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier.

Freute sich über seinen dritten DTM-Sieg auf dem Norisring: Thomas Preining
Foto: ADAC-Motorsport / dtm.com

Keyfacts, Norisring, Nürnberg, Saisonrennen 8 von 16

Streckenlänge: 2.126 Meter

Wetter: Bewölkt, 28 Grad

Pole-Position: Thierry Vermeulen (Ferrari 296 GT3, Emil Frey Racing #69), 48,666 Sekunden

Sieger: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91)

Schnellste Rennrunde: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91), 49,141 Sekunden

Preining konnte im achten Meisterschaftslauf am Sonntagmittag auf dem Norisring bereits beim Start drei Plätze gut machen und reihte sich hinter Pole-Setter Vermeulen und Aitken auf Position drei ein. Noch in Runde eins musste das Rennen wegen einer Kollision mehrerer Fahrzeuge am Ende des Feldes unterbrochen werden. Der Re-Start erfolgte rund eine halbe Stunde später, hinter dem Top-Trio folgten Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance) im Ford Mustang GT3 und Ben Green (GB) im dritten Ferrari von Emil Frey Racing auf den Plätzen vier und fünf.

Nach dem ersten Pflichtboxenstopp fiel Vermeulen, der früher als seine beiden Konkurrenten an der Spitze die Pirelli-Slicks gewechselt hatte, auf Rang drei zurück. Danach lieferte sich das Führungs-Duo Aitken und Preining ein spektakuläres Duell. Der Brite konnte jedoch zunächst alle Attacken abwehren. Der zweite Reifenwechsel brachte die Entscheidung: Preining wurde von seinem Team schnell abgefertigt, konnte kurz darauf den knapp vor ihm liegenden Aitken auf der Strecke überholen und wurde nach 64 Runden als Sieger abgewunken. Hinter Aitken und Vermeulen belegte Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing) nach einer taktisch cleveren Vorstellung Platz vier vor Maini. Der Inder sorgte damit für das beste DTM-Ergebnis des neuen Ford Mustang GT3.

Green erzielte als Sechster sein bestes Saisonergebnis, dahinter platzierte René Rast (Bregenz/Schubert Motorsport) seinen BMW M4 GT3 Evo auf Rang sieben. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) machte im Mercedes-AMG GT3 nach einer starken Aufholjagd sechs Plätze gut und behauptete mit Position acht seine Führung in der Fahrerwertung vor seinem Landsmann Preining. Samstagssieger Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT) kam im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 nicht über Rang neun hinaus und ist damit nach der ersten Saisonhälfte im Gesamtklassement Dritter. Platz zehn sicherte sich Jules Gounon (F) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter.

Weitere Stimmen zum Rennen

Jack Aitken: „Der Kampf um die Führung gegen Thomas Preining war richtig heiß. Ich hatte einen guten Speed, aber Thomas war immer ziemlich dicht dran. Nach dem zweiten Boxenstopp konnte ich ihn auf den kalten Reifen leider nicht hinter mir halten. Ich hätte gerne gewonnen, aber der zweite Platz ist trotzdem ein super Ergebnis.“

Thierry Vermeulen: „Die DTM-Rennen auf dem Norisring sind immer etwas Besonderes. Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Trotzdem bin ich nicht so richtig glücklich mit dem dritten Platz. Als Pole-Setter war das Ziel natürlich ein Sieg.“

Ergebnis, 8. Meisterschaftslauf, Norisring (Top-Five)

1. Thomas Preining (A/Manthey EMA)

2. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), +1,592 Sekunden

3. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +5,209 Sekunden

4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +9,851 Sekunden

5. Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance), +11,906 Sekunden