Dienstag, 1. Juli 2025

Halbzeit der IDM-Saison: Rennsport-Action und Familien-Spaß in der Motorsport Arena Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Vom 4. bis 6. Juli kehrt die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) zurück nach Oschersleben. In der Motorsport Arena erwartet Besucher ein spannendes Rennwochenende mit insgesamt 14 packenden Rennen. Die Halbzeit der Saison verspricht Hochspannung – allen voran in der IDM Superbike. Ein abwechslungsreiches Programm und Familienfreundlichkeit machen das Event zum Highlight des Sommers.

Am Wochenende vom 4. bis 6. Juli gastiert die IDM – Internationalen Deutsche Motorradmeisterschaft zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Motorsport Arena Oschersleben. Erst im Mai hatte die Serie mit ihrem abwechslungsreichen Programm die Fans des Motorrad-Rennsportes mit vielen packenden Rennen begeistert. Nach einem Lauf in Schleiz und um tschechischen Most ist die IDM nun zurück in der Magdeburger Börde.

Es ist genau Halbzeit im Kalender der IDM und so geht der aus Estland stammende Hannes Soomer als derzeit Führender der Saison in die zwei Rennen der Königklasse – der IDM Superbike, hier in der Motorsport Arena Oschersleben.

Von verschiedenen Hersteller Cups bis hin zur Klasse der Jüngsten mit dem ADAC Junior Cup ist hier mit insgesamt 14 Rennen an einem Wochenende allerhand geboten. Der IDM Fan-Walk und viele Gelegenheiten bei kostenlosen Fahrerlagerzugang auf Autogrammjagd zu gehen, machen die Serie zu nahbar.

Karten gibt es ab 55 Euro für das Wochenende und Kinder bis einschließlich 14 Jahren haben kostenfreien Zugang zur Veranstaltung. So steht einem Familienausflug bei besten Wetteraussichten nichts mehr im Wege! 


Montag, 30. Juni 2025

Highlight Norisring: DTM-Stars jagen durch die Straßen Nürnbergs

  • Deutschlands einziger Stadtkurs wird zur Bühne für den vierten Saisonstopp
  • Marco Wittmann geht nach DTM-Jubiläum mit Rückenwind ins Heimspiel
  • Packendes Programm mit Motorrad-Weltmeister Pol Espargaró

Foto: Jens Hawrda

Die DTM kommt nach Nürnberg und verwandelt die fränkische Stadt am kommenden Wochenende (4. bis 6. Juli) in eine spektakuläre Rennsport-Metropole. Am Norisring geht es für die Fahrer über die Straßen am Dutzendteich und vorbei an der berühmten Steintribüne. Die beiden Rennen auf dem einzigen Stadtkurs Deutschlands entscheiden darüber, wer die erste Saisonhälfte als Spitzenreiter abschließt. Vor dem vierten Saisonstopp führt Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) die Gesamtwertung an. Aber mit BMW-Pilot René Rast (Bregenz/Schubert Motorsport) lauert ein echter Norisring-Experte hinter dem Österreicher. Die Fans dürfen sich zudem auf ein Zweirad-Highlight freuen: Eine Woche vor dem Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland am Sachsenring heizt Ex-Weltmeister Pol Espargaró die Zuschauer mit Show-Runden auf einer MotoGP-KTM ein. ProSieben zeigt beide DTM-Rennen live im TV und berichtet Samstag sowie Sonntag live ab 13 Uhr vom Norisring. Im Stream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei Joyn und ServusTV ON zu sehen.

Keyfacts, Norisring, Nürnberg, Saisonrennen 7 und 8 von 16

Streckenlänge: 2.126 Meter

Layout: vier Kurven (eine Rechts-, drei Linkskurven), gegen den Uhrzeigersinn befahren

Sieger 2024, Rennen 1: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3)

Sieger 2024, Rennen 2: Nicki Thiim (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2)

Norisring-Experten jagen Spitzenreiter Auer

Auer ist auf den Straßen Nürnbergs der Gejagte. Der 30-jährige Tabellenführer holte in dieser Saison bereits zwei Siege, überzeugt zudem mit Cleverness: In allen bisherigen sechs Rennen fuhr Auer unter die Top-Zehn und sammelte bereits 91 Punkte. Rast folgt als Gesamtzweiter mit 16 Zählern Rückstand, kommt aber formstark nach Franken. Der dreimalige Champion gewann zuletzt in Zandvoort – seine dritte Podiumsplatzierung in den vergangenen vier Rennen. Der Norisring zählt zu den Lieblingsstrecken von Rast. Auf dem Stadtkurs verbuchte der BMW-Pilot bereits zwei Siege. Auch sein Teamkollege Marco Wittmann ist mit der Strecke bestens vertraut. Der Fürther feierte in Zandvoort ein DTM-Jubiläum, fuhr in seinem 200. Rennen auf den zweiten Platz und geht mit Rückenwind in sein Heimspiel. „Neben den beiden Titelgewinnen zählt der Sieg am Norisring in der Saison 2018 zu meinen absoluten Karriere-Highlights. Ich freue mich auf mein zwölftes DTM-Wochenende in Nürnberg“, sagt Wittmann, der als Tabellensechster nur fünf Punkte hinter Rast liegt.

Im aktuellen Starterfeld gibt es neben Rast und Wittmann noch zwei weitere Norisring-Sieger: Lamborghini-Pilot Nicki Thiim (DK/Abt Sportsline) gewann auf der Traditionsstrecke im vergangenen Jahr erstmals in seiner Karriere ein DTM-Rennen. Thomas Preining (Manthey EMA) jubelte bereits zweimal in Nürnberg und schrieb dabei Geschichte. „Ich fahre super gerne am Norisring. Mit ihren harten Bremszonen liegt mir die Strecke. Dazu fühle ich mich in meinem Auto aktuell sehr wohl“, sagt Preining. Selbstbewusst reist auch ein Lamborghini-Trio an den Norisring: Mirko Bortolotti (I/Abt Sportsline), Luca Engstler (Kempten) und Jordan Pepper (ZA/beide TGI Team Lamborghini by GRT) gewannen vergangenes Wochenende zusammen mit dem Grasser Racing Team das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.

Kultkurs mit einmaliger Kulisse

Der Norisring ist mit einer Länge von 2,162 Kilometern die kürzeste Strecke im DTM-Kalender – doch der vierte Tourstopp der Saison hat es in sich. Mit rund 250 km/h geht es für die Fahrer über die Start-Ziel-Gerade, an einigen Passagen trennen die PS-starken Fahrzeuge nur wenige Zentimeter von Mauern und Leitplanken. Thiim beschreibt das Highspeed-Abenteuer Norisring: „Auf dem Papier sieht die Strecke mit nur vier Kurven ganz einfach aus. Als Stadtkurs hat der Norisring allerdings ziemlich viele Bodenwellen. Dazu gibt es keine Auslaufzonen oder Kiesbetten, jeder Fehler wird hart bestraft. Ich liebe diese Millimeterarbeit entlang der Mauern, das ist ein echter Adrenalin-Kick.“

Vier Rahmenserien und eine MotoGP-Show

Das DTM-Wochenende in Nürnberg begeistert mit einem hochkarätigen Programm. Für Rennaction mit kernigem V8-Sound sorgt der Prototype Cup Germany. Die Stars von morgen präsentieren sich in der ADAC GT4 Germany. Erstmals nach sechs Jahren kehrt zudem der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland auf den Norisring zurück. Vollelektrische Renn-Power verspricht zudem der NXT Gen Cup. Darüber hinaus erleben die Zuschauer beste Zweirad-Action: Ex-Moto2-Weltmeister Pol Espargaró dreht vor den beiden DTM-Rennen Show-Runden auf einer MotoGP-Maschine von Red Bull-KTM – die perfekte Einstimmung auf den Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland, der eine Woche später (11. bis 13. Juli) auf dem Sachsenring steigt. Karten für die DTM auf dem Norisring gibt es ab 74 Euro online unter dtm.com. Alle Tickets enthalten eine kostenfreie Anreise im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg.


DTM Norisring: Alle Infos für Besucher

Der Norisring als einziger Stadtkurs im Rennkalender ist das Saisonhighlight der DTM. Hier sind alle wichtigen Infos für Besucher in der Übersicht.

Foto: Jens Hawrda
ADAC Mitglieder Lounge

In der ADAC Mitglieder in der Fan Zone haben alle ADAC-Mitglieder freien Zugang und können dort kostenlos Kaffee von Partner Eni genießen, das WLAN nutzen oder bei einem Gewinnspiel am Glücksrad teilnehmen.


Anreise und Parken am Norisring

Mit Ihrem Norisring-Ticket können Sie kostenlos mit dem ÖPNV zum Rennen fahren. 2025 ist die Eintrittskarte zum Norisring für die kostenlose An- und Abfahrt an den Gültigkeitstagen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im VGN-Verkehrsverbund gültig.

Der Sonderbahnsteig Nürnberg-Frankenstadion wird am Sonntag, mit Sonderfahrten bedient. Außerdem hält die S3 Nürnberg Neumarkt an diesem Tag auch an der Haltestelle Frankenstadion.

Aus dem Stadtgebiet Nürnberg erreicht man das Renngelände auch mit der Straßenbahnlinie 6 (Ausstieg Dutzendteich und Doku-Zentrum) sowie den Buslinien 44 und 45 (Hauptbahnhof – Zerzabelshof Ost, Ausstieg Hans-Kalb-Straße) und 65 (Röthenbach – Mögeldorf, Ausstieg Dutzendteich und Doku-Zentrum).

In unmittelbarer Nähe des Renngeländes befinden sich ausgeschilderte gebührenpflichtige Parkplätze, die durch einen Parkplatzservice im Auftrag der Stadt Nürnberg bewirtschaftet werden.

Die schnellsten Wege zu den Parkflächen werden über das Verkehrsleitsystem angezeigt:

  • Parkplatz Große Straße, Zufahrt über Münchener Straße oder Karl-Schönleben-Straße
  • Parkplatz Beuthener Straße, Zufahrt über Gleiwitzer Straße oder Karl-Schönleben-Straße
  • Parkflächen der Messe, auch das Parkhaus
  • Zusätzliche Parkflächen befinden sich auf dem Parkplatz der Meistersingerhalle

Zwischen den Parkflächen auf der Großen Straße und der Rennstrecke verkehren kostenlose Shuttle-Busse.


DEKRA Fan Tower

Mit einzigartigem Blick auf die letzte Kurve des Norisrings steht in der Dutzendteichkehre der DEKRA Fan Tower für alle Besucher bereit. Fans können die Action auf der Strecke von dem rund neun Meter hohen Turm aus einer ganz neuen Perspektive verfolgen.


DTM App

Die neue DTM-App ist der perfekter Event-Begleiter. Mit der App verpassen Fans vor Ort keine Session, Autogrammstunde und man kann sich dank der integrierten Übersichtskarte problemlos an der Strecke orientieren. Die App ist für iOS und Android hier im App-Store verfügbar.


eSports Area und Beat the Pro

Die Möglichkeit, ihr Fahrkönnen auszutesten haben Besucher an den Simulatoren von RaceRoom. Die Simulatoren stehen kostenfrei in der Fan Zone zur Verfügung. Highlight am Stand von RaceRoom ist „Beat the Pro“ am Samstagabend um 17:30. Hier treten Fans gegen echte DTM Fahrer an. Diesmal am Start: Vorjahreschampion Mirko Bortolotti!


Vierol Fanbox

Kommt vorbei in die Vierol Fanbox in Box 17. Hier kann man nicht nur den Fahrzeugteilzulieferer kennenlernen, sondern auch die Rennen live am Kommandostand wie die Teammanager verfolgen, bei der Pit Stop Challenge tolle Preise gewinnen und einen kleinen Blick in die Teambox nebenan erhaschen.


Fan Zone

Der Treffpunkt für die Fans: Die DTM Fan Zone. Chillen und die DTM auf einem Big Screen genießen, Spaß auf der Hüpfburg, Kinderschminken und Tattoos für Kids, die BWT Water Station, die DTM Reaction Wall, das neuste DTM Merch oder Meet the Drivers: der Besuch in der Fan Zone lohnt sich immer. Ganz neu mit dabei ist der ADAC Move it! Fahrradparcours, auf dem Zuschauer ihr Können auf zwei Rädern testen können.


Kostenlose Wasserspender

Auf dem gesamten Gelände sind BWT-Wasserspender verteilt, an denen kostenlos frisch aufbereitetes Wasser abgefüllt werden kann. Darüber hinaus ist es erlaubt, pro Person Getränke in bis zu 1,5 Liter großen PET-Flaschen, Tetra Paks oder anderen Plastikflaschen mit auf das Gelände zu bringen. Glasflaschen sind nicht gestattet.


Meet The Drivers

Am Samstag und Sonntag haben Besucher die Möglichkeit, die schnellsten Fahrer der Serien bei einer „Meet the Drivers“-Autogrammstunde in der Fan Zone zu treffen.

Samstag

11..00 bis 11.30 Uhr: DTM

12.50 bis 13.10 Uhr: Prototype Cup Germany

15.00 bis 15.20 Uhr: Porsche Carrera Cup Deutschland

Sonntag

11.30 bis 11.50 Uhr: NXT Gen Cup

12.45 bis 13.05 Uhr: ADAC GT4 Germany


Pitwalk

Am Samstag sowie am Sonntag ist die Boxengasse für Zuschauer für einen Pitwalk geöffnet. Fans können dann die Boxengasse betreten und die Rennteams aus nächster Nähe beobachten. Der Pitwalk ist für alle Besucher kostenlos.

Samstag: 16.35 Uhr bis 17.20 Uhr

Sonntag: 11.55 Uhr bis 12.35 Uhr


Sustainability Village

Im Fan Areal erwartet die Besucher in diesem Jahr eine spannende Premiere: das neue Sustainability Village. Hier dreht sich alles um die Zukunft des Motorsports. Die Besucher erwartet eine spannende Formula Student Ausstellung, der ADAC Opel eRally Cup mit elektrisierendem Rallyesport sowie der Sustainability Hub mit vielfältigen Infos und Exponaten: vom FSC-zertifizierten Pirelli-Reifen über den innovativen DTM Pro Climate Kraftstoff bis hin zur plastikfreien Wasserversorgung durch BWT. Außerdem dabei: die ADAC Stiftung Sport, Road to DTM, Discover Motorsport vom DMSB und vieles mehr – ein Muss für alle, die Motorsport nachhaltig erleben wollen.


Rahmenprogramm

Volles Programm: Neben der DTM startet auf dem Norisring auch die ADAC GT4 Germany, der Prototype Cup Germany der innovative NXT Gen Cup und der Porsche Carrera Cup Deutschland.


Red Bull Moto GP Showrun

In wenigen Tagen ist es endlich so weit: Die MotoGP gastiert vom 11. bis 13. Juli wieder auf dem Sachsenring! Bereits eine Woche zuvor zeigt KTM-Werksfahrer und Ex-MotoGP-Pilot Pol Espargaró am Norisring sein Können und dreht für Red Bull ein paar schnelle Runden auf einer originalen MotoGP-KTM. Die Vorführungen finden am Samstag um 10:40 Uhr und um 14:55 Uhr statt, am Sonntag jeweils um 10:05 Uhr und 14:55 Uhr.


Tickets

Tickets für die DTM gibt es ab 74 Euro online im Vorverkauf bis Donnerstagabend, 3. Juli, 23:59 Uhr im offiziellen DTM Ticketshop. ADAC-Mitglieder sparen dort nochmal 10%. Ab Freitag sind die Tickets zum Normalpreis weiterhin online sowie an der Tageskasse am Norisring. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre erhalten kostenlosen Eintritt in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen.

Quelle: dtm.com

IDM Superbike: Shez Morais hat noch eine Rechnung offen

Die Superbike-Yamaha von Sheridan Morais bleibt vorerst verwaist. Seit dem Saisonauftakt in Oschersleben ist der Südafrikaner nicht mehr in der in der Startaufstellung aufgetaucht, obwohl er bei jeder Veranstaltung vor Ort war. Die Prioritäten haben sich verlagert.

Ein Punkt in Oschersleben statt mindestens ein Platz in den Top Ten – das Ergebnis vom Saisonauftakt hat an Lars Sänger, dem Teamchef von Motorradtke GYTR by Penz13, schwer genagt. „Wir war sehr irritiert von dem, was da passiert ist. Ganz hinten zu stehen war nicht der Plan. Was uns fehlt, ist ein richtiger Test. Der ist bitter nötig, sonst brauchen wir gar nicht erst wieder anfangen. Wir müssen sicherstellen, dass Shez vorne mitfahren kann.“

Bis zum kommenden Wochenende, wenn in Oschersleben vom 4. bis 6. Juli 2025 die nächste IDM-Veranstaltung stattfindet, wird nichts draus. Allein schon deshalb, weil alle Konzentration momentan auf dem Abschneiden von Justin Hänse in der neuen Sportbike-Klasse liegt. In den bisherigen sechs Rennen stand der Team-Junior Justin Hänse bereits drei Mal auf dem Siegerpodest. „Es wäre ihm und unserem zweiten Fahrer Cedric Holme Nielsen unfair gegenüber, wenn das noch nicht fertige Superbike-Projekt die Kapazitäten auffressen würde, die wir für die Sportbike-Klasse brauchen. Dort werden sie jetzt dringender benötigt. Justin ist bester Yamaha-Fahrer und wir sind begeistert von den Ergebnissen“, erklärt Sänger.

Nur die letzte Veranstaltung im tschechischen Most brachte den 22-jährigen Yamaha-Fahrer aus dem Konzept. Im ersten Rennen stürzte er und sein Motorrad rollte führerlos weiter, bis es in die Airfence krachte. Es war aber noch fahrbereit. Das reichte, um es mit Hilfe eines Streckpostens aufzurichten, um das Rennen zu Ende zu fahren, wenn auch ohne Chancen, noch Großartiges zu reißen. Im zweiten Lauf versemmelte Hänse den Start.

Sheridan Morais ist als Fußgänger im Fahrerlager unterwegs und betätigt sich als gern gesehener Riding Coach für die Markenkollegen Lennox Lehmann in der IDM Supersport und Twan Smits in der IDM Superbike. „Aber er fährt noch“, liefert Sänger ein klares Versprechen ab, „Shez wird auf der YZF-R1 da sein. Wir haben noch eine Rechnung offen.“


Donnerstag, 26. Juni 2025

GERT56 mit Podestplatzierung und vielen Punkten aber auch Pech in Most

Toni Finsterbusch, BMW M 100 RR #56
Foto: Jens Hawrda

Toni Finsterbusch hat bei der dritten Saisonstation der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft in der IDM Superbike-Klasse ein weiteres Podest gefeiert. Im zweiten Lauf am Sonntag fightete er spektakulär mit Honda-Werkspilot Florian Alt und verpasste das Podest nur knapp. Teamkollege Jan-Ole Jähnig hatte mit Pech zu kämpfen, verlor aber nie seinen Kampfgeist und brachte ebenfalls gut Punkte in die Tabelle.

Jähnig und Finsterbusch holten im Qualifying die Startplätze vier und fünf und standen damit nebeneinander in der zweiten Startreihe. Wie geschlossen die Teamleistung einmal wieder war zeigt, dass Finsterbusch nur 0,019 Sekunden auf Jähnig verlor. Beide fuhren Rundenzeiten im Bereich von 1:32 Minuten.

Im ersten Rennen landete Finsterbusch auf dem vierten Rang und verpasste das Podest nur um drei Sekunden. Im zweiten Lauf dann zeigte er einen spektakulären Kampf ganz vorn an der Spitze mit Altmeister Florian Alt, der ihm nur um eine reichliche halbe Sekunde den Sieg verwehrte. Alt gewann vor Finsterbusch und Hannes Soomer.

Jan-Ole Jähnig, BMW M 1000 RR #14
Foto: Jens Hawrda

Nach ein paar Schwierigkeiten am Start konnte Jähnig den ersten Lauf auf dem siebten Rang beenden. Den Ritterschlag aber erzielte er in Umflauf zwei, nachdem er gelich in der ersten Kurve in einen Sturz verwickelt war. An der seiner BMW brachen Fußraste rechts und der Bremshebel ab und dennoch holte er auf dem 14. Platz noch zwei Punkte und bewegte sich damit mit einer Rennbestzeit von 1:34 Minuten im Bereich der Spitze.

Hinsichtlich der PIRELLI Einheitsreifen gab es in Most eine Besonderheit: Aufgrund der gemachten Erfahrungen aus dem Vorjahr und der World Superbike mit den aggressiven Grip Verhältnissen in Most, hat man sich entschieden die Range der Mischungen einzuschränken. Am Hinterrad stand den Teams nur die SC1 Standardmischung oder der WSBK – Spezifikationsreifen D0922 zur Verfügung, den GERT56 durchgängig genutzt haben.

Die erzielten Rundenzeiten und die Performance auch über die Distanz haben gezeigt, dass die der richtige Weg war und auch hinsichtlich Support und Beratung hat Pirelli hier wirklich einen guten Job gemacht.

Nach sechs von 14 Saisonrennen liegen Finsterbusch und Jähnig auf den Tabellenrängen vier und fünf. Finsterbusch hat 85 Zähler gesammelt und liegt damit 27 Punkte hinter dem Gesamtführenden Hannes Soomer. Jähnig hat 60 Punkte angehäuft und liegt damit 25 Zähler hinter seinem Teamkollegen. 

Stimmen zum Rennwochenende in Most

Toni Finsterbusch:

Ich bin zufrieden, wie es gelaufen ist. Wir konnten am Freitag ein gutes Setup erarbeiten und hatten auch mit gebrauchten Reifen eine gute Pace. Im Qualifying ist mir mit Startplatz fünf auch eine solide Runde geglückt. Im ersten Rennen hatte ich keinen guten Start und musste mich erst wieder nach vorn kämpfen. Da war aber die Lücke zu den ersten Dreien schon aufgegangen, das konnte ich dann nicht mehr bieten. Das Rennen war allgemein langsamer, als ich gedacht hatte, aber ich hatte ja selber Schwierigkeiten, die Pace an den Tag zu legen. Im zweiten Rennen bin ich ganz gut weg gekommen. Als Tulo [Lukas Tulovic] die Kette verloren hat, war ich dann kurz in Führung, habe aber auch selber noch einen Fehler eingebaut. Ich hatte für die letzte Runde noch einen Schlachtplan, aber der ist leider nicht aufgegangen. Mit Platz vier und zwei habe ich aber super gepunktet und bin da auch zufrieden. Ich war im zweiten Rennen in Schlagdistanz und das gibt Rückenwind! Die Jungs aus dem Team haben einen Super-Job gemacht und ich hoffe, dass wir darauf aufbauen können und dass es in eine ähnliche Richtung weiter geht.

Jan-Ole Jähnig:

Das Wochenende ist relativ gut los gegangen und ich war von Anfang an vorne dabei. Wir hatten auf jeden Fall den Speed. Dadurch, dass es die Temperaturen relativ unterschiedlich von Freitag/Samstag zu Sonntag waren, wussten wir halt nicht so richtig, wie wir stehen. Wir hatten schon Freitag mitbekommen, dass es am Vorderrad nicht ganz so gepasst hat, wie es hätte sein sollen. Aber es war trotzdem ok. Qualifying war auch relativ gut mit Platz vier – zweite Startreihe ist immer eine gute Ausgangsposition.

Im ersten Rennen musste ich beim Start ein paar Positionen einbüßen und mehr oder weniger einfach mein Rennen gefahren – und hatte auch keine Probleme mit dem Vorderrad, auch wenn es mir nicht ganz die Stabilität vermittelt hat, die ich gebraucht hätte. Aber das ist vielleicht auch etwas meinem Fahrstil geschuldet, dass das nicht so 100-prozentig zusammen gepasst hat. Das zweite Rennen war natürlich ärgerlich da schon in der ersten Kurve zu liegen, in jemand anderen reinzufahren und da sind auch noch andere mit rein gefahren. Ich konnte zum Glück das Motorrad aufheben und weiter fahren und mir noch zwei Punkte sichern. Ich glaube das ist wichtig gewesen, man weiß ja noch nicht, für was das noch gut ist. Ich sage mal: Es war nicht ganz das Wochenende, wie wir uns das vorgestellt haben, aber sonst Tip-Top.

Quelle: gert56.de