Dienstag, 10. Juni 2025

Erfolgreiches DTM-Wochenende für Manthey

Sieg, Podium und wertvolle Punkteresultate in den Dünen von Zandvoort

  • Ayhancan Güven feiert im Samstagsrennen in den Niederlanden seinen zweiten Saisonsieg, während Morris Schuring sein erstes Top-Fünf-Ergebnis in der DTM einfährt
  • Im Sonntagsrennen gelingt Thomas Preining mit Rang drei der Sprung aufs Podium, als Schuring und Güven das dreifache Punkteergebnis komplettieren
  • Nach sechs von sechzehn Sprintrennen wird Manthey als führende Mannschaft in der DTM-Teamwertung zum nächsten Rennwochenende an den Norisring reisen

Ayhancan Güven feiert in Zandvoort seinen zweiten Saisonsieg
Foto. Jens Hawrda

Beim Gastspiel der DTM in den niederländischen Dünen sammelt Manthey insgesamt 57 Teammeisterschaftspunkte. Ayhancan Güven (Türkei) geht als Sieger aus dem turbulenten Samstagsrennen hervor und feiert damit seinen zweiten Saisonsieg. Am Sonntag platziert er seinen Porsche auf Rang zwölf. Thomas Preining (Österreich), der seinen Neunelfer im ersten Rennen aufgrund eines Reifenschadens vorzeitig abstellen musste, kämpft sich am Sonntag von Startplatz fünf auf Rang drei und sichert sich damit seinen zweiten Podiumsplatz der laufenden Saison. Morris Schuring (Niederlande) feiert bei seinem Heimrennen sowohl sein erstes Top-Fünf-Ergebnis als auch ein doppeltes Punkteresultat, nachdem er im zweiten Rennen als Elfter die Ziellinie überquert.

Das erste, aufgrund von Reifenentscheidungen und zahlreihen Vorfällen auf der Strecke, ereignisreiche Rennen in Zandvoort starteten die drei Manthey-Piloten von den Positionen fünf (Güven), sieben (Schuring) und acht (Preining). Güven gelang es unmittelbar nach dem Start auf die Podestränge vorzurücken. Bis zur Öffnung des Boxenstoppfensters behauptete der Türke Rang drei und brachte als einer der ersten Piloten die Startnummer 90 zum Reifenwechsel an die Box. Nachdem zunächst der Polesetter Jordan Pepper und später Abt-Pilot Nicki Thiim nach ihren Stopps vor ihm lagen, konnte Güven beide überholen — zunächst Pepper bei noch 29 verbleibenden Rennminuten, später Thiim bei noch siebzehn Minuten auf der Uhr. Er sicherte sich damit die Führung, die er bis zum Rennende verteidigte und somit seinen zweiten Saisonsieg feiern konnte. 

Thomas Preining , Porsche 911 GT3 #91
Foto: Jens Hawrda

Für Preining verlief das Rennen enttäuschend. Der Österreicher zeigte zu Beginn eine starke Pace und machte mehrere Positionen gut. Nach knapp zwanzig Rennminuten lag er bereits auf Rang vier. Kurz nach seinem Pflichtboxenstopp musste er das Rennen jedoch vorzeitig beenden, nachdem er in Folge einer Berührung mit der Startnummer 63 (Pepper) einen Reifenschaden erlitt. Schuring lieferte sich in der ersten Rennhälfte intensive Positionskämpfe und war zwischenzeitlich in Duelle mit drei Konkurrenten verwickelt. Er steuerte auf Rang sieben liegend die Box für seinen Reifenwechsel an. Trotz einer unverschuldeten Situation mit mehreren Fahrzeugen in der Boxengasse, durch die er Zeit verlor und eines Drehers von Vermeulen am Ausgang der Pitlane, dem er ausweichen musste, kehrte er nach dem Boxenstoppfenster auf der starken vierten Position ins Rennen zurück. Als das Feld nach einer Safety-Car-Phase in die letzten fünf verbleibenden Minuten ging, büßte er zwei Plätze ein und überquerte die Ziellinie als Sechster. Nach einer nachträglich ausgesprochenen Zeitstrafe gegen die Startnummer 19 (Engstler) wurde Schuring auf Rang fünf gewertet — sein bestes Ergebnis als Rookie in der Sprintserie.

In den ersten Minuten des Sonntagsrennens konnten Preining und Güven je einen Platz gutmachen und sich auf die Ränge vier (#91) und sechs (#90) vorarbeiten. Schuring, der von Startplatz dreizehn ins Rennen gegangen war, verlor zunächst eine Position, kämpfte sich jedoch im Rennverlauf auf Rang zwölf vor. Kurz vor dem zweiten Boxenstoppfenster wurde der Niederländer von Arjun Maini überholt und steuerte das Auto auf Platz dreizehn liegend an die Box. Nach dem zweiten Pflichtboxenstopp fand er sich bei seinem Heimrennen zwei Plätze weiter vorne auf Rang elf auf der Strecke wieder. Durch eine Strafe gegen einen Konkurrenten rückte er zwischenzeitlich auf Rang zehn vor und überquerte nach einem späten Überholmanöver von Maini auf Platz elf die Ziellinie. Auch Güven beendete das Rennen in den Punkterängen. Nach seinem ersten Reifenwechsel lag er zunächst auf Rang neun, wurde jedoch nach dem zweiten Boxenstopp von der Startnummer 69 (Vermeulen) von der Strecke gedrängt. Nach einer Strafe gegen Vermeulen schloss er das Rennen schließlich auf Platz zwölf ab. Derweil feierte Preining sein zweites Podiumsresultat der aktuellen Saison: Nach einem schnellen ersten Boxenstopp und klugen strategischen Entscheidungen arbeitete er sich im Verlauf des ersten Boxenstoppfensters auf Rang drei vor und behauptete diese Position bis ins Ziel.

Morris Schuring, Porsche 911 GT3 # 92
Foto: Jens Hawrda

„Das Wochenende verlief sehr unterschiedlich für uns. Platz fünf für Morris und der Sieg für Ayhancan und der dritte Rang für ihn in der Meisterschaft– das ist natürlich gigantisch. Auf der anderen Seite tat es mit sehr leid für Thomas, der am Samstag den zweiten Ausfall in Folge nach 35 Rennen in den Punkten hatte. Das war hart, aber jedes DTM-Rennen birgt eine gewisse Chance für einen Ausfall und die Serie, die er zuvor hingelegt hat, war auch einfach stark. Zur Karriere eines Rennfahrers gehört dazu, dass man trotz Niederlagen am nächsten Tag alles gibt. Mit Platz drei hat er gezeigt, dass mit ihm immer zu rechnen ist. Morris hat zwei starke Ergebnisse eingefahren und für mich klar gezeigt, dass es genau richtig ist, dass er mit uns in der DTM fährt. Mich freut extrem, dass wir als Team die Meisterschaft anführen. Jetzt warten zwei anspruchsvolle Wochen mit Le Mans und den 24h Nürburgring auf uns, bevor es am Norisring weitergeht.“, erklärt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH. „Wir blicken sehr positiv auf die Rennen in Zandvoort. Das wir in der Teamwertung die Führung übernommen haben und mit Ayhancan in der Fahrerwertung näher an die Spitze gerückt sind, ist natürlich klasse. Morris hat eine wirkliche Leistungssteigerung gezeigt, ist am Samstag in schwierigen Bedingungen ein mega Rennen gefahren und hat sein Talent bewiesen. Insgesamt war es neben den Schattenseiten, dass Thomas ausgefallen ist und wir uns Ayhancans Ergebnis im zweiten Rennen besser erhofft haben, ein super Auftakt für unseren Drei-Wochen-Marathon, der uns im Juni erwartet, ergänzt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Renneinsätze bei der Manthey Racing GmbH.

Mit 145 Zählern führt Manthey die DTM-Teamwertung nach den Rennen in Zandvoort mit sechs Punkten Vorsprung vor Winward Racing an. Ayhancan Güven rückt mit nun 73 Punkten auf den dritten Platz der Fahrerwertung vor, während Thomas Preining auf der neunten Position (57 Zähler) rangiert. Morris Schuring arbeitet sich von dem achtzehnten Meisterschaftsrang auf Platz 14 vor (21 Punkte). Die nächsten beiden Rennläufe der Serie finden vom 4. bis zum 6. Juli auf dem Norisring, dem einzigen Stadtkurs der Saison, statt. Vorher warten mit den 24-Stunden von Le Mans und den 24h Nürburgring zwei intensive, aufeinanderfolgende Wochenenden auf das Meuspather Team.

Fahrerstimmen zum DTM-Rennwochenende in Zandvoort

Ayhancan Güven, Porsche 911 GT3 R #90: „Zandvoort war ein ziemlich gutes Wochenende für uns. Der zweite Sieg in dieser Saison. Wir waren das ganze Wochenende über stark, haben viele Punkte geholt, einige Positionen in der Meisterschaft gutgemacht und sind näher an die Spitze herangekommen. Alles in allem ein sehr positives Wochenende. Das Sonntagsrennen war mit dem Erfolgsballast ein wenig schwierig, so dass wir das Ergebnis nicht wirklich maximieren konnten. Es gab hartes Racing auf der Strecke und einige Berührungen, so dass ich froh war, das Auto in einem Stück zurück in die Garage zu bringen und einige solide Punkte zu holen. Jetzt freue ich mich auf die 24 Stunden am Nürburgring.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Am Sonntag hatte ich ein gutes Rennen. Es war sehr wichtig ein gutes Resultat einzufahren, denn leider hatten wir, unverschuldet, viel Pech in den letzten beiden Läufen, wo wir unter anderem auch ein Podium verloren haben. Von daher bin ich super happy für das ganze Team und meine Crew, dass wir wieder gepunktet haben. Wir haben noch viel aufzuholen in der Meisterschaft, aber es war ein erster Schritt in eine gute Richtung. Jetzt kommt der Norisring, wo ich schon zwei Mal gewonnen habe und meinen ersten DTM-Sieg eingefahren habe. Ein gutes Pflaster, um noch einen Sieg zu holen und ich bin voll motiviert!“

Morris Schuring, Porsche 911 GT3 R #92: „Es war ein schwieriges Rennen am Sonntag. Wir sind von P13 gestartet, ich habe am Start eine Position verloren und dann war ich in einer Art Zug gefangen. Es gelang mir, ein Auto zu überholen, und nach den Boxenstopps machten wir eine weitere Position gut. Ich habe weiter gekämpft und war den größten Teil des letzten Stints auf P10 unterwegs. In der letzten Runde habe ich den Platz aber leider verloren und das Rennen auf P11 beendet. Am Ende wäre ich natürlich gerne in den Top-10 gelandet. Immerhin haben wir Punkte gesammelt und hätte man mir das Ergebnis vor ein paar Tagen gesagt, wäre ich sicher glücklich damit gewesen. Der fünfte Platz gestern war natürlich klasse. Wir machen große Schritte in die richtige Richtung und können auch weiterhin noch einige verbessern. Ein großer Dank geht an das Team und ich wünsche Ihnen nun alles Gute und drücke die Daumen für Le Mans und werde das ganze aus der Ferne beobachten.“

Quelle: Manthey-racing.com

Montag, 9. Juni 2025

DTM Zandvoort: Mercedes-AMG mit zwei Top-Fünf-Platzierungen

  • Alle vier Mercedes-AMG Fahrer sammeln wichtige Meisterschaftspunkte im Sonntagslauf
  • Lucas Auer und Mercedes-AMG verteidigen Führung in Fahrer- und Herstellerwertung
  • Thomas Jäger: „Wir haben unser Potenzial dieses Wochenende nicht voll ausgeschöpft.”

Lucas Auer, Mercedes #22
Foto: Jens Hawrda

Mercedes-AMG hat beim DTM-Rennwochenende auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden – der ersten Auslandsstation der Saison 2025 – trotz herausfordernder Bedingungen wertvolle Meisterschaftszähler erzielt. Das Sonntagsrennen beendeten alle vier Mercedes-AMG Fahrer in den Punkterängen. Das beste Ergebnis im zweiten Wertungslauf fuhr Maro Engel (GER) als Fünfter ein. Gestartet war der 39-Jährige vom Mercedes-AMG Team Winward Racing von der zwölften Position. Jules Gounon (FRA) ging von Rang vier ins Rennen. Tom Kalender (GER) und Lucas Auer (AUT) erreichten im Qualifying, das wegen eines veränderten Zeitplans am Freitagabend stattfand, die Startplätze neun und elf.

Bereits in der Anfangsphase stellte Maro Engel seine Routine unter Beweis und konnte sich bis Runde fünf auf die siebte Positon verbessern. Nach dem ersten von zwei obligatorischen Boxenstopps befand sich der Mercedes-AMG Fahrer auf dem fünften Platz, den er souverän ins Ziel brachte. Der Meisterschaftsführende Lucas Auer folgte seinem Markenkollegen bei dessen Aufholjagd und reihte sich nach dem zweiten Stopp als Siebter wieder ein. Jules Gounon fiel wegen einer Penalty Lap, die er für eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse beim ersten Boxenstopp erhielt, mehrere Plätze zurück und wurde Achter. Tom Kalender beendete den Lauf auf Rang 15 und sammelte damit seinen zweiten DTM-Meisterschaftspunkt.

Samstag: Platz vier für Lucas Auer im Reifenpoker von Zanvoort

Im Zeitfahren am Samstagvormittag konnten sich Maro Engel (P2), Lucas Auer (P6), Jules Gounon (P9) und Tom Kalender (P10) allesamt für einen Top-10-Startplatz qualifizieren. Die wechselhaften Wetterverhältnisse am Nachmittag stellten die Fahrer trotz der vielversprechenden Ausgangslage vor Herausforderungen. Bei abtrocknender Strecke entwickelte sich ein intensiver Reifenpoker, in dem den Mercedes-AMG Teams das nötige Glück fehlte. Lucas Auer belohnte sich für ein fehlerfreies Rennen mit Platz vier, Maro Engel wurde Neunter, Jules Gounon kam als 14. ins Ziel und Tom Kalender erreichte die 17. Position.

Stimmen zum Rennwochenende in Zandvoort

Jules Gounon, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER #48

„Es war ein schwieriges Rennen heute für uns. Mein Fehler beim Boxenstopp hat mir einen sicheren fünften Platz gekostet. Insgesamt haben wir uns das gesamte Wochenende mit den Reifen schwergetan. Dadurch haben wir in der Meisterschaft einige Punkte eingebüßt. Aber die Saison ist noch lange und wir werden weiterhin alles geben.“

Maro Engel, Mercedes-AMG Team Winward Racing #24

„Das Sonntagsrennen war gut. Von Platz zwölf bis auf Platz fünf nach vorne zu kommen, ist eine super Leistung. Die Boxenstopps waren wieder top, danke dafür an mein Team. Am Samstag lief es natürlich unglücklich für mich, das kann man aber nicht mehr ändern. Also müssen wir jetzt den Mund abputzen und weitermachen, damit es beim nächsten Wochenende am Norisring wieder besser läuft.“

Lucas Auer, Mercedes-AMG Team Landgraf #22

„Generell bin ich mit beiden Rennen sehr zufrieden. Am Samstag haben wir bei den Mischverhältnissen einen wirklich guten Job gemacht. Heute wäre vielleicht Platz fünf dringewesen. Wir haben es sowohl mit einem Under- als auch einem Overcut versucht. Leider konnte ich beide Strategien nicht nutzen. Mein 1000. DTM-Punkt ist ein schöner Nebeneffekt dieses Wochenendes. Ich freue mich schon auf den Norisring.“

Tom Kalender, Mercedes-AMG Team Landgraf #84

„Insgesamt ein positives Wochenende für mich, nachdem ich mir in Oschersleben und am Lausitzring noch schwergetan habe. Beide Qualifyings hier waren sehr gut. Im ersten Rennen hatte ich in Runde eins einen Reifenschaden, der mich eine bessere Platzierung gekostet hat. Heute hatte ich auf dem alten Reifen beim Start etwas Probleme. Nach dem Boxenstopp habe ich dann meinen Rhythmus gefunden.“


Zweifachsieg, DTM-Rekord und Meilenstein in Zandvoort

Renè Rast #33 vor Marco Wittmann #11
Foto: Jens Hawrda

Was für ein Wochenende für den BMW M4 GT3 EVO in Zandvoort (NED)! René Rast und Marco Wittmann (beide GER) haben beim dritten Saisonevent der DTM im Sonntagsrennen einen Zweifachsieg gefeiert. Rast hatte durch seine Poleposition für dieses Rennen einen neuen DTM-Rekord aufgestellt. Mit 26 Poles in seiner Karriere hat er Bernd Schneider (GER) überholt und ist alleiniger Rekordhalter. Einen besonderen Meilenstein erreichte auch Wittmann. Er fuhr am Sonntag sein 200. DTM-Rennen – eine Marke, die vor ihm erst sieben Fahrer in der Geschichte der Rennserie erreicht haben. Der zweite Platz auf dem Podium war eine würdige Belohnung. Im ADAC GT Masters errang der BMW M4 GT3 EVO einen Zweifachsieg und insgesamt vier Podestplätze.

Schubert Motorsport startete mit den Plätzen eins und drei im Qualifying für das Sonntagsrennen, das aufgrund des parallel stattfindenden Le-Mans-Tests bereits am Freitag ausgetragen wurde, hervorragend ins Wochenende. Am Samstag hatten beide Fahrer auf nasser Fahrbahn im zweiten Zeittraining Probleme, zeigten im Rennen bei wechselhaftem Wetter jedoch starke Aufholjagden. Das Comeback von Rast endete jedoch nach einem Verbremser auf feuchter Strecke mit einem Ausfall. Wittmann machte dagegen 14 Plätze gut und konnte sich über den sechsten Platz freuen.

Am Sonntag blieb es trocken, und sowohl Rast als auch Wittmann erwischten einen großartigen Start. Wittmann reihte sich als Zweiter direkt hinter Rast ein und konnte im letzten Renndrittel sogar Druck machen. Letztlich blieb die Reihenfolge jedoch bestehen und beide Fahrer jubelten gemeinsam über den Zweifachsieg. Rast klagte nach dem Rennen über Kopfschmerzen und Schwindel und wurde im Anschluss an die Siegerehrung aus Sicherheitsgründen zunächst im Medical Center und dann in der Klinik in Haarlem (NED) untersucht. Diese Untersuchung hat ihm mit Blick auf seine Weiterreise nach Le Mans (FRA) grünes Licht gegeben. Er hatte sich noch vor dem Rennstart den Kopf angestoßen. In der Fahrerwertung verbesserte sich Rast mit 75 Punkten auf den zweiten Platz, 16 Zähler hinter Spitzenreiter Lucas Auer (AUT, Mercedes). Wittmann liegt mit 70 Punkten auf Rang sechs. In der Teamwertung liegt Schubert Motorsport mit 139 Zählern auf Platz drei.

Wittmann erreicht Meilenstein von 200 DTM-Rennen

Im Sonntagsrennen in Zandvoort knackte Wittmann als erst achter Fahrer in der DTM-Historie die Marke von 200 Rennen. Besonders bemerkenswert: Alle 200 Rennen hat er für BMW M Motorsport absolviert. 2012 kam Wittmann im Alter von 22 Jahren als Test- und Ersatzfahrer in die DTM, ab 2013 war er durchgehend Stammfahrer. 19 seiner 200 Rennen hat er gewonnen, 47-mal stand er auf dem Podium, 16-mal startete er von der Poleposition. 2014 und 2016 krönte sich Wittmann jeweils am Steuer des BMW M4 DTM zum Champion. Seinen ersten Sieg feierte er beim Saisonauftakt 2014 in Hockenheim (GER), seinen bislang letzten vor genau einem Jahr im Sonntagsrennen in Zandvoort.

ADAC GT Masters: Gala-Wochenende für FK Performance Motorsport

Im ADAC GT Masters lief es für die BMW M Motorsport Teams sogar noch besser als in der DTM. FK Performance Motorsport feierte mit seinen beiden BMW M4 GT3 EVO am Sonntag ebenfalls einen Zweifachsieg. Tim Zimmermann (GER) und Leyton Fourie (RSA) triumphierten vor ihren Teamkollegen Julian Hanses (GER) und Eduardo Coseteng (PHI). Am Samstag standen Zimmermann und Fourie bereits als Zweite auf dem Podium, während Hanses und Coseteng Vierte wurden. Auf Platz drei im Samstagsrennen landeten Sandro und Juliano Holzem (beide GER) im BMW M4 GT3 EVO von Schubert Motorsport.

Stimmen zum Rennwochenende in Zandvoort

René Rast (#33 RoboMarkets BMW M4 GT3 EVO, R1: Ausfall, R2: 1. Platz): „Das Team hat einen großartigen Job gemacht und diesen Sieg verdient. Für mich war es kein einfaches Rennen. Nachdem ich mir vor dem Start den Kopf angestoßen hatte, habe ich im Laufe des Rennens Schmerzen gehabt. Ich freue mich, dass ich mich nach dem Ausfall am Samstag dank des Sieges in der Fahrerwertung weiter nach vorn schieben konnte. Ich bin nun Zweiter und habe noch alle Chancen, meine ‚Mission 4‘ zu erfüllen.“

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO, R1: 6. Platz, R2: 2. Platz): „Was für ein Teamergebnis! Mit den Plätzen eins und zwei können wir sehr glücklich sein. René hatte im Rennen zu Beginn eine sehr starke Pace, aber im letzten Stint hat sich das Blatt gewendet und ich konnte die Lücke schließen. Leider hat es nicht mehr ganz zu einem Angriff gereicht, aber mit der Aufholjagd gestern und dem Podium heute bin ich sehr zufrieden. Mein 200. DTM-Rennen auf dem Treppchen feiern zu können, ist etwas ganz Besonderes.“


BMW-Doppelsieg: Rast triumphiert vor Wittmann

  • Der dreimalige Champion holt in Zandvoort 29. DTM-Sieg
  • Wittmann mit starkem Jubiläum in seinem 200. DTM-Rennen
  • Erster DTM-Auslandsstopp lockt 32.000 Besucher an den Dünenkurs

René Rast und Marco Wittmann holen zwei Pokale für Schubert Motorsport
Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Perfektes Rennen für René Rast (Bregenz) und sein Team Schubert Motorsport beim DTM-Stopp in Zandvoort. Der 38-Jährige zeigte am Sonntag im BMW M4 GT3 Evo eine fahrerisch abgeklärte Vorstellung und feierte vor seinem Teamkollegen Marco Wittmann (Fürth) einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. „Das war ein intensives Rennen, vor allem am Schluss konnte Marco Wittmann noch einmal Druck aufbauen. Am Ende hat es für den Sieg gereicht, auch dank zwei starker Boxenstopps“, erklärte der Sonntagssieger. Hinter dem BMW-Doppelpack fuhr Thomas Preining (A/Manthey EMA) im Porsche 911 GT3 R als Dritter zum zweiten Mal in dieser Saison auf das Treppchen.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Zandvoort, Saisonrennen 6 von 16

Streckenlänge: 4.259 Meter

Wetter: bedeckt, 13 Grad

Pole-Position: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #33), 1:32,750 Minuten

Sieger: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #33)

Schnellste Rennrunde: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14), 1:33,782 Minuten

Schon kurz nach dem Start sahen die Zuschauer am Sonntagnachmittag auf dem niederländischen Dünenkurs eine Doppelführung der beiden BMW. Pole-Setter Rast behauptete seine Spitzenposition, der als Dritter gestartete Wittmann machte direkt einen Platz gut und verwies Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing) im Ferrari 296 GT3 auf Rang drei. Preining folgte als Vierter. Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing) konnte sich vom zwölften auf den fünften Platz verbessern.

Nach dem ersten Boxenstopp schob sich Preining auf Position drei vor: Der Österreicher hatte eine Runde vor Aitken neue Pirelli-Slicks aufziehen lassen und konnte den Briten kurze Zeit später mit angewärmten Pneus überholen. Auch beim zweiten Reifenwechsel zeigten die Top-Fünf keine Schwäche und hielten ihre Positionen. Wittmann versuchte danach in seinem 200. DTM-Rennen alles, kam aber nicht näher als drei Zehntelsekunden an Spitzenreiter Rast heran. Der dreimalige Champion überquerte nach 35 Runden als Erster vor Wittmann die Ziellinie, markierte seinen 29. DTM-Sieg und schiebt sich damit nach sechs Rennen auf Tabellenplatz zwei vor. Preining verteidigte die dritte Position vor dem immer schneller werdenden Aitken, Engel komplettierte nach einer starken Leistung die Top-Fünf.

Bester Lamborghini-Pilot war Luca Engstler (Kempten/TGI Team Lamborghini by GRT) auf Rang sechs. Mercedes-AMG-Werksfahrer Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) baute als Siebter die Tabellenführung um drei Punkte aus, sein Markenkollege Jules Gounon (F) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter beendete das sechste DTM-Meisterschaftsrennen auf Rang acht. Mirko Bortolotti (I/Abt Sportsline) konnte sechs Positionen gut machen und wurde im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 Neunter. Eine ähnliche Aufholjagd gelang Arjun Maini (HRT Ford Performance) aus Indien, der sich im Ford Mustang GT3 vom 16. auf den zehnten Platz verbesserte.

Weitere Stimmen zum Rennen

Marco Wittmann: „Ein super Ergebnis für BMW und unser Team! In der Schlussphase konnte ich die Lücke zu René Rast schließen. Leider war ich aber nicht dicht genug, um ihn ernsthaft zu attackieren. Im Duell mit meinem Teamkollegen wollte ich allerdings auch kein überhartes Manöver riskieren.“

Thomas Preining: „Wir hatten uns vorgenommen, in der Meisterschaft Boden gut zu machen. Der dritte Platz war dafür ein wichtiger Schritt. Entscheidend waren die gute Teamstrategie und meine starke Runde nach dem ersten Boxenstopp, als ich Jack Aitken überholen konnte. Danach musste ich mich viel verteidigen, das war ein hart erkämpftes Podium.“

Ergebnis, 6. Meisterschaftslauf, Circuit Zandvoort (Top-Five)

1. René Rast (D/Schubert Motorsport)

2. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +6,155 Sekunden

3. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +6,160 Sekunden

4. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), +6,487 Sekunden

5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +24,922 Sekunden


Zimmermann/Fourie führen BMW-Doppelsieg in Zandvoort an

  • Zimmermann/Fourie und Coseteng/Hanses liefern Herzschlagfinale
  • Debüt-Sieg für BMW M4 GT3 Evo und erster Doppelerfolg für FK Performance Motorsport
  • Engstler-Piloten Karklys/Gjerdrum feiern Pro-AM-Klassensieg

Die Sieger des Sonntagsrennens in Zandvoort: Leyton Fourie und Tim Zimmermann
Foto: ADAC-Motorsport

Spannung bis zur Ziellinie beim Doppelsieg von FK Performance Motorsport im zweiten Rennen des ADAC GT Masters auf dem Circuit Zandvoort. Im rundenlangen Duell um den Sieg setzten sich Tim Zimmermann (28/Langenargen)/Leyton Fourie (19/RSA) mit 0,285 Sekunden Vorsprung vor ihren Teamkollegen Eduardo Coseteng (21/PHL)/Julian Hanses (27/Hilden) durch. Es war der fünfte Sieg und der erste Doppelerfolg des BMW-Teams im ADAC GT Masters. „Es gibt keine Worte, um meine Gefühle zu beschreiben. Es steckt so viel Arbeit dahinter. So viele Jahre wollte ich in einem GT3-Auto fahren. Ich bin so glücklich, dass wir jetzt gewonnen haben – und mit einem so tollen Team ist es umso schöner“, strahlte Rookie Fourie, der seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters und gleichzeitig in der „Road-to-DTM“-Wertung feierte. „Die Erinnerung an meinen Stint ist wie ausgelöscht, aber Tim am Ende kämpfen zu sehen, da hat mir wirklich das Herz bis zum Hals geschlagen.“ Für Teamkollege Zimmermann war es der dritte Erfolg in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC: „Wir hatten einen schwierigen Start in die Saison und ich bin erleichtert, dass wir nun eine gute Pace haben und entsprechende Ergebnisse erzielen können. Wenn wir jetzt noch im Qualifying etwas zulegen, bin ich absolut zufrieden.“ Das Podium komplettierten Jonas Karklys (35/LIT)/ Emil Gjerdrum (18/NOR/Liqui Moly Team Engstler by GRT) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2. Das Duo gewann zum zweiten Mal am Wochenende die Pro-AM-Kategorie. Insgesamt 32.000 Besucher am Wochenende sahen die Rennen des ADAC GT Masters in den Niederlanden.

Bei trockenen Bedingungen und 13 Grad verteidigte Finn Zulauf (20/Königsstein/Paul Motorsport) zunächst seine Pole-Position. Fourie, der von Rang fünf gestartet war, arbeitete sich indes stetig nach vorne. Nach einem rundenlangen Duell fuhr der BMW-Pilot schließlich in Kurve eins außenherum am Lamborghini von Zulauf vorbei und übernahm die Führung. Teamkollege Coseteng hatte von Startplatz neun aus direkt drei Positionen gutgemacht und sich bis Runde sechs hinter Fourie gekämpft. Nach dem Fahrerwechsel auf Zimmermann und Hanses entwickelte sich ein intensives Duell um den Sieg, das erst auf der Ziellinie zugunsten von Zimmermann/Fourie entschieden wurde. „Der Kampf war wirklich hart, aber immer fair. Ich habe keine richtige Lücke gefunden und unter Teamkollegen möchte man nicht Tür an Tür fahren“, erklärte Hanses. „Ich war sehr glücklich über Eduardos Stint und meinen. Wir hatten die Pace zum Siegen, nur das Überholmanöver hat gefehlt. Vielen Dank für das tolle Auto an mein Team.“ Karklys/Gjerdrum auf Rang drei profitierten von einem reglementbedingt kürzeren Boxenstopp, der sie von Rang acht aufs Podium brachte. „Es ist schön, als erster Norweger im ADAC GT Masters auf dem Podium zu stehen. Am Samstag schon die zweitschnellste Zeit im Qualifying und am Sonntag als Dritter auf dem Podium. Ich bin wirklich glücklich über unsere Fortschritte“, strahlte Gjerdrum.

Die Samstagssieger Zulauf und Simon Connor Primm (20/Großschirma) wurden am Ende Vierte vor dem Haupt Racing Team-Duo Max Reis (18/Ramstein)/Niklas Kalus (19/Duisburg) im Ford Mustang GT3. Alexander Schwarzer (36/DEU)/Alexander Fach (23/CHE/beide Fach Auto Tech) waren von Rang zwei ins Rennen gestartet, nach kurzer Zeit aber von einigen Konkurrenten überholt worden. Auch ihre Standzeit an der Box war entsprechend dem Reglement kürzer und so kamen sie nach dem Fahrerwechsel als Führende zurück auf die Strecke, fielen im weiteren Rennverlauf jedoch auf Rang sechs zurück. Jannes Fittje (25/Langenhain)/Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) wurden im Mercedes-AMG GT3 Siebte. Die Scherer Sport PHX-Piloten Nico Hantke (21/Hürth)/Denis Bulatov (26) fielen in ihrem Audi R8 LMS GT3 Evo 2 nach Startplatz drei bis auf die achte Position zurück. Dahinter komplettierten Dennis Fetzer (24/Gießen)/Jonathan Cecotto (25/VEN/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang und die Porsche-Piloten Leo Pichler (23/AT)/Simon Birch (18/DNK/beide Razoon – more than racing) die Top-10.

Das nächste Rennen des ADAC GT Masters findet vom 11. bis 13. Juli auf dem Nürburgring im Rahmen des Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix statt. Die Fans erwarten dort zwei 80-minütige Rennen im Endurance-Format.