Montag, 9. Juni 2025

BMW-Doppelsieg: Rast triumphiert vor Wittmann

  • Der dreimalige Champion holt in Zandvoort 29. DTM-Sieg
  • Wittmann mit starkem Jubiläum in seinem 200. DTM-Rennen
  • Erster DTM-Auslandsstopp lockt 32.000 Besucher an den Dünenkurs

René Rast und Marco Wittmann holen zwei Pokale für Schubert Motorsport
Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Perfektes Rennen für René Rast (Bregenz) und sein Team Schubert Motorsport beim DTM-Stopp in Zandvoort. Der 38-Jährige zeigte am Sonntag im BMW M4 GT3 Evo eine fahrerisch abgeklärte Vorstellung und feierte vor seinem Teamkollegen Marco Wittmann (Fürth) einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. „Das war ein intensives Rennen, vor allem am Schluss konnte Marco Wittmann noch einmal Druck aufbauen. Am Ende hat es für den Sieg gereicht, auch dank zwei starker Boxenstopps“, erklärte der Sonntagssieger. Hinter dem BMW-Doppelpack fuhr Thomas Preining (A/Manthey EMA) im Porsche 911 GT3 R als Dritter zum zweiten Mal in dieser Saison auf das Treppchen.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Zandvoort, Saisonrennen 6 von 16

Streckenlänge: 4.259 Meter

Wetter: bedeckt, 13 Grad

Pole-Position: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #33), 1:32,750 Minuten

Sieger: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #33)

Schnellste Rennrunde: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14), 1:33,782 Minuten

Schon kurz nach dem Start sahen die Zuschauer am Sonntagnachmittag auf dem niederländischen Dünenkurs eine Doppelführung der beiden BMW. Pole-Setter Rast behauptete seine Spitzenposition, der als Dritter gestartete Wittmann machte direkt einen Platz gut und verwies Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing) im Ferrari 296 GT3 auf Rang drei. Preining folgte als Vierter. Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing) konnte sich vom zwölften auf den fünften Platz verbessern.

Nach dem ersten Boxenstopp schob sich Preining auf Position drei vor: Der Österreicher hatte eine Runde vor Aitken neue Pirelli-Slicks aufziehen lassen und konnte den Briten kurze Zeit später mit angewärmten Pneus überholen. Auch beim zweiten Reifenwechsel zeigten die Top-Fünf keine Schwäche und hielten ihre Positionen. Wittmann versuchte danach in seinem 200. DTM-Rennen alles, kam aber nicht näher als drei Zehntelsekunden an Spitzenreiter Rast heran. Der dreimalige Champion überquerte nach 35 Runden als Erster vor Wittmann die Ziellinie, markierte seinen 29. DTM-Sieg und schiebt sich damit nach sechs Rennen auf Tabellenplatz zwei vor. Preining verteidigte die dritte Position vor dem immer schneller werdenden Aitken, Engel komplettierte nach einer starken Leistung die Top-Fünf.

Bester Lamborghini-Pilot war Luca Engstler (Kempten/TGI Team Lamborghini by GRT) auf Rang sechs. Mercedes-AMG-Werksfahrer Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) baute als Siebter die Tabellenführung um drei Punkte aus, sein Markenkollege Jules Gounon (F) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter beendete das sechste DTM-Meisterschaftsrennen auf Rang acht. Mirko Bortolotti (I/Abt Sportsline) konnte sechs Positionen gut machen und wurde im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 Neunter. Eine ähnliche Aufholjagd gelang Arjun Maini (HRT Ford Performance) aus Indien, der sich im Ford Mustang GT3 vom 16. auf den zehnten Platz verbesserte.

Weitere Stimmen zum Rennen

Marco Wittmann: „Ein super Ergebnis für BMW und unser Team! In der Schlussphase konnte ich die Lücke zu René Rast schließen. Leider war ich aber nicht dicht genug, um ihn ernsthaft zu attackieren. Im Duell mit meinem Teamkollegen wollte ich allerdings auch kein überhartes Manöver riskieren.“

Thomas Preining: „Wir hatten uns vorgenommen, in der Meisterschaft Boden gut zu machen. Der dritte Platz war dafür ein wichtiger Schritt. Entscheidend waren die gute Teamstrategie und meine starke Runde nach dem ersten Boxenstopp, als ich Jack Aitken überholen konnte. Danach musste ich mich viel verteidigen, das war ein hart erkämpftes Podium.“

Ergebnis, 6. Meisterschaftslauf, Circuit Zandvoort (Top-Five)

1. René Rast (D/Schubert Motorsport)

2. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +6,155 Sekunden

3. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +6,160 Sekunden

4. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), +6,487 Sekunden

5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +24,922 Sekunden


Zimmermann/Fourie führen BMW-Doppelsieg in Zandvoort an

  • Zimmermann/Fourie und Coseteng/Hanses liefern Herzschlagfinale
  • Debüt-Sieg für BMW M4 GT3 Evo und erster Doppelerfolg für FK Performance Motorsport
  • Engstler-Piloten Karklys/Gjerdrum feiern Pro-AM-Klassensieg

Die Sieger des Sonntagsrennens in Zandvoort: Leyton Fourie und Tim Zimmermann
Foto: ADAC-Motorsport

Spannung bis zur Ziellinie beim Doppelsieg von FK Performance Motorsport im zweiten Rennen des ADAC GT Masters auf dem Circuit Zandvoort. Im rundenlangen Duell um den Sieg setzten sich Tim Zimmermann (28/Langenargen)/Leyton Fourie (19/RSA) mit 0,285 Sekunden Vorsprung vor ihren Teamkollegen Eduardo Coseteng (21/PHL)/Julian Hanses (27/Hilden) durch. Es war der fünfte Sieg und der erste Doppelerfolg des BMW-Teams im ADAC GT Masters. „Es gibt keine Worte, um meine Gefühle zu beschreiben. Es steckt so viel Arbeit dahinter. So viele Jahre wollte ich in einem GT3-Auto fahren. Ich bin so glücklich, dass wir jetzt gewonnen haben – und mit einem so tollen Team ist es umso schöner“, strahlte Rookie Fourie, der seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters und gleichzeitig in der „Road-to-DTM“-Wertung feierte. „Die Erinnerung an meinen Stint ist wie ausgelöscht, aber Tim am Ende kämpfen zu sehen, da hat mir wirklich das Herz bis zum Hals geschlagen.“ Für Teamkollege Zimmermann war es der dritte Erfolg in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC: „Wir hatten einen schwierigen Start in die Saison und ich bin erleichtert, dass wir nun eine gute Pace haben und entsprechende Ergebnisse erzielen können. Wenn wir jetzt noch im Qualifying etwas zulegen, bin ich absolut zufrieden.“ Das Podium komplettierten Jonas Karklys (35/LIT)/ Emil Gjerdrum (18/NOR/Liqui Moly Team Engstler by GRT) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2. Das Duo gewann zum zweiten Mal am Wochenende die Pro-AM-Kategorie. Insgesamt 32.000 Besucher am Wochenende sahen die Rennen des ADAC GT Masters in den Niederlanden.

Bei trockenen Bedingungen und 13 Grad verteidigte Finn Zulauf (20/Königsstein/Paul Motorsport) zunächst seine Pole-Position. Fourie, der von Rang fünf gestartet war, arbeitete sich indes stetig nach vorne. Nach einem rundenlangen Duell fuhr der BMW-Pilot schließlich in Kurve eins außenherum am Lamborghini von Zulauf vorbei und übernahm die Führung. Teamkollege Coseteng hatte von Startplatz neun aus direkt drei Positionen gutgemacht und sich bis Runde sechs hinter Fourie gekämpft. Nach dem Fahrerwechsel auf Zimmermann und Hanses entwickelte sich ein intensives Duell um den Sieg, das erst auf der Ziellinie zugunsten von Zimmermann/Fourie entschieden wurde. „Der Kampf war wirklich hart, aber immer fair. Ich habe keine richtige Lücke gefunden und unter Teamkollegen möchte man nicht Tür an Tür fahren“, erklärte Hanses. „Ich war sehr glücklich über Eduardos Stint und meinen. Wir hatten die Pace zum Siegen, nur das Überholmanöver hat gefehlt. Vielen Dank für das tolle Auto an mein Team.“ Karklys/Gjerdrum auf Rang drei profitierten von einem reglementbedingt kürzeren Boxenstopp, der sie von Rang acht aufs Podium brachte. „Es ist schön, als erster Norweger im ADAC GT Masters auf dem Podium zu stehen. Am Samstag schon die zweitschnellste Zeit im Qualifying und am Sonntag als Dritter auf dem Podium. Ich bin wirklich glücklich über unsere Fortschritte“, strahlte Gjerdrum.

Die Samstagssieger Zulauf und Simon Connor Primm (20/Großschirma) wurden am Ende Vierte vor dem Haupt Racing Team-Duo Max Reis (18/Ramstein)/Niklas Kalus (19/Duisburg) im Ford Mustang GT3. Alexander Schwarzer (36/DEU)/Alexander Fach (23/CHE/beide Fach Auto Tech) waren von Rang zwei ins Rennen gestartet, nach kurzer Zeit aber von einigen Konkurrenten überholt worden. Auch ihre Standzeit an der Box war entsprechend dem Reglement kürzer und so kamen sie nach dem Fahrerwechsel als Führende zurück auf die Strecke, fielen im weiteren Rennverlauf jedoch auf Rang sechs zurück. Jannes Fittje (25/Langenhain)/Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) wurden im Mercedes-AMG GT3 Siebte. Die Scherer Sport PHX-Piloten Nico Hantke (21/Hürth)/Denis Bulatov (26) fielen in ihrem Audi R8 LMS GT3 Evo 2 nach Startplatz drei bis auf die achte Position zurück. Dahinter komplettierten Dennis Fetzer (24/Gießen)/Jonathan Cecotto (25/VEN/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang und die Porsche-Piloten Leo Pichler (23/AT)/Simon Birch (18/DNK/beide Razoon – more than racing) die Top-10.

Das nächste Rennen des ADAC GT Masters findet vom 11. bis 13. Juli auf dem Nürburgring im Rahmen des Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix statt. Die Fans erwarten dort zwei 80-minütige Rennen im Endurance-Format.


Sonntag, 8. Juni 2025

Samstagssieger Zulauf sichert sich Pole in Zandvoort

Finn Zulauf, Lamborghini #33 holt die Pole fürs Rennen am Sonntag in Zandvoort
Foto: Jens Hawrda

Finn Zulauf (20/Königsstein/Paul Motorsport) hat sich die Pole-Position für das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Circuit Zandvoort gesichert. Der Lamborghini-Pilot setzte sich bei nasser Strecke mit seiner Zeit von 1:41.724 Minuten an die Spitze des Feldes. Für den ADAC GT4 Germany-Champion des Vorjahres ist es die zweite Pole in seinem zweiten Qualifying. Der Rookie und sein Teamkollege Simon Connor Primm (20/Großschirma) hatten bereits das Samstagsrennen gewonnen und sich nun für den zweiten Lauf in Zandvoort die beste Ausgangslage gesichert.

„Wir hatten früher mit Regen gerechnet, deshalb haben wir uns für die Regenreifen entschieden und ich hatte mit meiner Runde Glück, genau den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Eventuell wären Slicks sogar schneller gewesen, aber das Risiko war uns zu hoch“, erklärte Zulauf. „Wir sind optimistisch für das Rennen, obwohl wir mit dem Erfolgsballast vom Sieg gestern fahren müssen. Das wird sich über die Distanz im Reifenverschleiß bemerkbar machen. Unser Ziel ist der Sieg, aber nach dem schwierigen Wochenende auf dem Lausitzring haben Punkte für die Meisterschaft Priorität.“

Mit 0,126 Sekunden Rückstand sprang Alexander Fach (23/CHE/Fach Auto Tech) auf den zweiten Platz im Qualifying. Der Schweizer hatte sich rund sieben Minuten vor Ablauf der Zeit mit seinem Porsche 911 GT3 R an die Spitze gesetzt und immer wieder mit Bestzeiten geglänzt, bis er von Zulauf verdrängt wurde. Die Top-3 komplettierte Nico Hantke (21/Hürth/Scherer Sport PHX) im Audi R8 LMS GT3 Evo2. 

Bei zunächst leicht feuchter Strecke und zwölf Grad Lufttemperatur, standen die Teams vor der Entscheidung, welche Reifenwahl die bessere sein würde. Diese Frage erübrigte sich, als es im Verlauf der Session immer stärker zu regnen begann. Zunächst setzte sich Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/Haupt Racing Team) mit seinem Ford Mustang GT3 an die Spitze, musste sich letztlich jedoch mit Startplatz vier begnügen. Auch der Vortages-Zweite Leyton Fourie (19/RSA/FK Performance Motorsport) sah zwischenzeitlich wie einer der Pole-Kandidaten aus. Das Rennen beginnt er nun von Startplatz fünf.


DTM – Stars and Stories vom Circuit Zandvoort

  • Marco Wittmann feiert mit seinem 200. DTM-Rennen Jubiläum
  • Jules Gounon tauscht Overall mit DTM-Ikone Manuel Reuter
  • Lokalmatadore genießen Heimspiel in den Niederlanden
  • Beeindruckendes Jubiläum: Wittmann bestreitet 200. DTM-Rennen

Marco Wittmann freute sich mit Schubert Motorsport und Schaeffler über sein 200. DTM-Rennen
Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Vor zwölf Jahren bestritt Marco Wittmann sein erstes DTM-Rennen, 2014 feierte der heutige BMW-Werksfahrer in Hockenheim seinen ersten Sieg. Mittlerweile hat Wittmann seine Bilanz auf zwei Meisterschaften und 19 Erfolge ausgebaut. In Zandvoort gelang dem Fürther ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere: Wittmann absolvierte am Sonntag in Zandvoort sein 200. DTM-Rennen. „Ich freue mich einfach, über eine so lange Zeit in der DTM dabei zu sein. Seit meinem Debüt 2013 habe ich kein einziges Rennen verpasst und alle für BMW bestritten. Das macht mich stolz. Zu meinen persönlichen Highlights zählt neben den beiden Titeln 2014 und 2016 auch der Sieg bei meinem Heimspiel am Norisring in der Saison 2018“, sagte Wittmann.

Fan-Begeisterung: Lokalmatador Thierry Vermeulen genießt Heimspiel

Die Niederländer Thierry Vermeulen und Morris Schuring erlebten auf dem Dünenkurs an der Nordsee ein stimmungsvolles Heimspiel. Vor allem die Box von Emil Frey Racing wurde beim Pitwalk von den Fans belagert, Ferrari-Pilot Vermeulen genoss die Atmosphäre. „Ich finde es großartig, dass sich so viele Fans in den Niederlanden für die DTM begeistern – vor allem hier in Zandvoort. Das Wetter hat vielleicht nicht so ganz mitgespielt, dafür gab es zwei spannende Rennen zu sehen. Es ist einfach immer wieder schön, vor heimischer Kulisse zu fahren“, sagte Vermeulen, der gebürtig aus Venlo kommt.

ADAC MX Masters-Champion Max Nagel besucht Dörr Motorsport

Motocrossfahrer Max Nagel war am Samstag zu Gast bei Dörr Motorsport. Der fünfmalige Champion des ADAC MX Masters geht seit Anfang des Jahres für Dörr Motorsport Triumph Racing powered by Krettek auf Titeljagd und schnupperte in Zandvoort bei seinem neuen Rennstall DTM-Luft. Der Zweirad-Spezialist sah sich zusammen mit Ben Dörr im Fahrerlager um und nahm in der Box den McLaren 720S GT3 Evo unter die Lupe. Den Samstagslauf auf dem Formel-1-Kurs ließ sich der 37-Jährige nicht entgehen und drückte Ben Dörr die Daumen.

Sammlung erweitert: Jules Gounon tauscht Overall mit Manuel Reuter

Manuel Reuter ist ein DTM-Urgestein, wurde Meister in der DTM/ITC Serie und gewann unter anderem zweimal die 24-Stunden von Le Mans. Grund genug für Mercedes-AMG-Fahrer Jules Gounon, seiner umfangreichen Overall-Sammlung ein weiteres Stück hinzuzufügen. In Zandvoort tauschten der Franzose und Reuter ihre Arbeitskleidung. „Ich sammle schon seit einigen Jahren Rennanzüge von Fahrern, mittlerweile habe ich zu Hause etwa 40 bis 50 Overalls. Darunter sind auch eine Vielzahl von DTM-Legenden wie René Rast, Marco Wittmann, Maro Engel, Mike Rockenfeller, Bernd Schneider und jetzt auch Manuel Reuter. Ich tausche meist gegen einen meiner Anzüge – so wächst meine Kollektion zu Hause immer weiter“, freute sich Gounon.

Meilenstein: Rast mit neuem Pole-Rekord

Bereits am Freitag schrieb René Rast DTM-Geschichte. Der dreimalige Champion holte sich im Qualifying für das Sonntagsrennen seine 26 Pole-Position und ist damit alleiniger Rekordhalter in der DTM. Bisher lag Rast mit DTM-Legende Bernd Schneider gleichauf. „Eine phänomenale Leistung von René Rast. Ich habe ihm direkt gratuliert. Er hat sicher auch das Potenzial, meinen Titelrekord zu knacken. Ich hoffe aber, dass das noch ein bisschen dauert“, sagte Schneider, der am Samstag die Fahrer mit dem Schild „Drivers start your engines“ in das erste Rennen auf dem Circuit Zandvoort schickte.

Virtueller Schlagabtausch: Morris Schuring stellt sich seinen Fans

Nach dem Samstagsrennen wurde es für Morris Schuring noch einmal ernst: Der Amsterdamer stellte sich in den Simulatoren von RaceRoom in der DTM Fan Zone im Rahmen der Challenge „Beat the Pro“ den niederländischen Fans. In seinem virtuellen Porsche 911 GT3 R trat der Youngster in einem Rennen auf dem Circuit Zandvoort gegen acht Mitstreiter an. „Das hat richtig Spaß gemacht! Es war beeindruckend zu sehen, wie schnell die Jungs gefahren sind. Ich finde es super, dass die DTM solche Aktionen mit den Fans macht. Vor einigen Jahren war ich auch so ein kleiner Junge, der an die Strecke kam, um die DTM zu verfolgen“, sagte Schuring, der bereits in seiner Jugend sehr aktiv im Sim-Racing war.

Slick-Befehl: Tomczyk beschert Thiim Platz zwei

Nicki Thiim war im Samstagsrennen einer von drei Fahrern, die auf nasser Fahrbahn mit Slicks gestartet sind. Das Risiko wurde belohnt, der Däne belegte Platz zwei und sorgte damit für das erste Podium in der neuen Lamborghini-Ära von Abt Sportsline. Die Entscheidung traf allerdings nicht Thiim selbst, sondern Abt Motorsportdirektor Martin Tomczyk: „Ich stand auf dem Grid, da kam Martin Tomczyk und meinte kurz vor dem Start zu mir: Du hast keine Wahl und fährst auf Slicks. Wenn der Chef das sagt, mache ich das natürlich“, erzählte Thiim mit einem Schmunzeln. „Das war eine super Entscheidung von ihm. Das Podium macht mich unglaublich stolz.“

Ehrung für zwei Niederländer im Rahmen der DTM

Nicky Catsburg und Larry ten Voorde sind beim DTM-Wochenende in das Nationale Motorsport Monument am Circuit Zandvoort aufgenommen worden. Gijs van Lennep beglückwünschte die beiden Niederländer vor Ort – der ehemalige Formel-1-Fahrer und zweimalige Le-Mans-Sieger ist Mitglied des Komitees, das darüber entscheidet, welche Piloten auf dem Nationale Motorsport Monument verewigt werden. Catsburg wurde unter anderem für Siege bei 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring geehrt, ten Voorde für mehrere Titel in den Porsche-Markenpokalen – vergangenes Jahr holte der 28-Jährige im Rahmen der DTM zum vierten Mal den Titel im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland. „Ein Junge aus Twente zwischen all den Legenden – dafür bin ich unendlich dankbar“, freute sich ten Voorde. Catsburg ergänzte: „Es ist unglaublich, meinen Namen nun neben so vielen Idolen zu sehen.“


Samstag, 7. Juni 2025

Lamborghini-Duo Primm/Zulauf holt knappen Sieg in Zandvoort

  • Simon Connor Primm und Finn Zulauf siegen beim Samstagsrennen des ADAC GT Masters
  • Paul Motorsport holt innerhalb zwei Stunden erstes DTM-Podest und ersten ADAC GT Masters-Sieg
  • Lamborghini-Duo Jonas Karklys/Emil Gjerdrum feiern Pro-AM-Klassensieg

Simon Connor Primm und Finn Zulauf gewannen in ihr erstes ADAC GT Masters Rennen
Foto: ADAC-Motorsport

Millimeterentscheidung beim ersten Lauf des ADAC GT Masters in Zandvoort. Finn Zulauf (20/Königsstein) und Simon Connor Primm (20/Großschirma) haben das Samstagsrennen hauchdünn gewonnen und damit für den ersten Sieg von Paul Motorsport im ADAC GT Masters gesorgt. Der Lamborghini Huracán GT3 Evo2 überquerte die Linie mit 0,340 Sekunden Vorsprung vor Tim Zimmermann (28/Langenargen)/Leyton Fourie (19/RSA/beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo. Ihre Markenkollegen von Schubert Motorsport, die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem (beide 20/Polch), komplettierten das Podium. „Nachdem wir am Lausitzring den sicher geglaubten Sieg verloren haben, war das der beste Weg, um zurückzuschlagen. Das Team hat diesen Sieg wirklich verdient“, freute sich Zulauf. „Zum Schluss des Rennens wurde es nochmal spannender, als mir lieb war“. Teamkollege Primm ergänzte: „Zu Rennbeginn habe ich versucht, das Auto gut und sicher um den Kurs zu fahren und der Vorsprung wurde immer größer. Das Ende war nervenaufreibend, aber Finn hat das top gemacht.“ Primm und Zulauf sorgten für einen perfekten Tag von Paul Motorsport: Nachdem Maximilian Paul zwei Stunden zuvor in der DTM das erste Podium für den Familienrennstall aus Dresden holte, folgte nun der erste Triumph im ADAC GT Masters.

Das Rennen auf dem 4,259 km langen Dünenkurs fand unter trockenen Bedingungen bei rund 22 Grad statt. Am Start verteidigte Polesetter Jannes Fittje (25/Langenhain/SR Motorsport by Schnitzelalm) seine Führung, bis ihn ein technisches Problem an seinem Mercedes-AMG GT3 stoppte und ans Ende des Feldes zurückwarf. Primm übernahm die Führung, gab sie nicht mehr ab und holte gemeinsam mit Zulauf den Debütsieg im ADAC GT Masters. Im hinteren Feld begann eine Aufholjagd der BMW. Sandro Holzem und Zimmermann arbeiteten sich von den Startplätzen neun und elf mit zahlreichen Überholmanövern nach vorne. Nach dem Fahrerwechsel entwickelte sich zwischen Juliano Holzem und Fourie ein Duell um Rang zwei, was der FK Performance Motorsport-Pilot letztlich für sich entschied. Als kurz vor Ende der Mercedes-AMG gesteuert von Fittjes Teamkollege Wiskirchen (22/Euskirchen) endgültig stehenblieb, kam das Safety Car auf die Strecke. In den finalen Runden nach dem Re-Start entwickelte sich ein harter Kampf um die Führung zwischen dem späteren Sieger Zulauf im Lamborghini mit Fourie im BMW. Gleichzeitig musste Sandro Holzem den letzten Podiumsplatz vehement gegen Markenkollege Eduardo Coseteng (21/PHL) verteidigen, der letztlich mit seinem Teamkollegen Julian Hanses (27/Hilden/beide FK Performance Motorsport) auf Rang vier landete.

„Wir wussten, dass wir nach dem Safety Car eine Chance haben würden und ich habe es versucht“, erklärte der zweitplatzierte Fourie. „Wir kamen sehr nah ran, aber am Ende war mir das Risiko zu groß und ich habe lieber Rang zwei abgesichert. Dieses Podium hat sich angekündigt. Wir mussten nur ein paar Kleinigkeiten aussortieren, aber sobald das gepasst hat, war die Pace da.“

Für die Holzem-Zwillinge war es das erste gemeinsame Podium im ADAC GT Masters. Sandro Holzem, der in der Vergangenheit bereits einmal in die Top-3 gefahren war, hatte den Start übernommen und den BMW M4 GT3 Evo auf Rang zwei an seinen Bruder Juliano übergeben. Dieser schilderte: „Wir mussten uns zu Beginn nach vorne kämpfen, darunter haben die Reifen etwas gelitten. Deshalb wurde es am Ende nochmal richtig eng und ich habe alles versucht, um irgendwie das Podium zu retten. Besser hätte es nicht laufen können."

Hinter den drei BMW folgten die drei Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams. Salman Owega (20/Köln)/Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen) überquerten vor Max Reis (18/Ramstein)/Niklas Kalus (19/Duisburg) und Dennis Fetzer (24/Gießen)/Jonathan Cecotto (25/VEN) die Ziellinie. Leo Pichler (23/AT)/Simon Birch (18/DNK/beide Razoon – more than racing) wurden im Porsche 911 GT3 R Achte. Auf den neunten Rang fuhren Jonas Karklys (35/LIT)/Emil Gjerdrum (18/NOR/beide Liqui Moly Team Engstler by GRT), die in ihrem Lamborghini zum ersten Mal den Pro-AM-Klassensieg einfuhren. Die Top-10 wurden von Nico Hantke (21/Hürth)/Denis Bulatov (26/Scherer Sport PHX) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 komplettiert.