Sonntag, 25. Mai 2025

Danny Soufi / Pavel Lefterov gewinnen auf dem Lausitzring

  • Podiums-Premiere für Maxim Dirickx und Sven Barth
  • Zino-Ferret Fahlke erreicht bei seinem Debüt in der Serie Rang drei
  • Thomas Ambiel in der Trophy-Wertung ganz vorne

Soufi/Lefterov gewinnen am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Im fünften Saisonrennen des Prototype Cup Germany siegten Danny Soufi (21/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport). Das Duo bejubelte auf Dekra Lausitzring bereits seinen zweiten Saisontriumph und ist damit das erste Fahrer-Duo, das mehr als einen Erfolg auf seinem Konto hat. „Mein Plan war, den Start zu gewinnen und dann eine möglichst große Lücke herauszufahren. Das ist mir gelungen und Pavel hat in seinem Stint ebenfalls einen guten Job gemacht“, fasste Soufi seinen Teil des Rennens zusammen. Lefterov fügte hinzu: „Ich hatte ein relativ ruhiges Rennen, wenn man mal davon absieht, dass ich nach dem Boxenstopp fast mit Alexzander Kristiansson kollidiert wäre. Danach konnte ich unsere Führung sogar vergrößern und ins Ziel bringen.“ Platz zwei ging an Sven Barth (44/Eberbach) und Maxim Dirickx (21/BEL, beide Aust Motorsport), die ihre Premiere auf einem Prototype Cup Germany-Podium feierten. Der junge Belgier hielt dem Druck von Zino-Ferret Fahlke (18/Hergiswil, Konrad Motorsport) stand, der bei seinem Debüt in der deutschen LMP3-Serie letztendlich Dritter wurde.

In der ersten Hälfte des Rennens konnten die Teilnehmer ihre Positionen schnell finden. Soufi setzte sich vom ersten Startplatz an die Spitze, gefolgt von Valentino Catalano (19/Westheim, Gebhardt Intralogistics Motorsport) und Mattias Bjerre Jakobsen (18/DEN, BWT Mücke Motorsport). Der Abstand der Top 3 untereinander wuchs von Runde zu Runde an, während Barth als Vierter Fahlke und Maksymilian Angelard (17/POL, BWT Mücke Motorsport) formatfüllend in seinem Rückspiegel hatte. Nachdem alle Boxenstopps absolviert waren und das Feld sich wieder sortiert hatte, wurde Lefterov als Erster notiert; hinter ihm umrundeten Mikkel C. Johansen (37/DEN, Gebhardt Intralogistics Motorsport) und Dirickx den Lausitzring. Der Schützling des Le-Mans-Siegers Marco Werner schob sich vorbei an Jakobsen, der nach Problemen mit dem Anlasser beim Boxenhalt ausschied und konnte wenig später auch Johansen passieren.

In der Folge entwickelte sich ein spannender Dreikampf zwischen Dirickx, Fahlke und Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst, BWT Mücke Motorsport), nachdem auch die beiden letztgenannten Johansen überholen konnten. Im letzten Umlauf griff Pluschkell seinen Vordermann Fahlke an, sie berührten sich und der Konrad-Pilot drehte sich. Pluschkell wurde zwar als Dritter abgewinkt, bekam wegen der Kollision aber direkt nach der Zieldurchfahrt eine 10-Sekunden-Strafe, die ihn auf Rang vier hinter Fahlke zurückwarf. Vor dem Debütanten kreuzte Dirickx die Ziellinie – nie war der Belgier, der gleichzeitig bester Junior war, im Prototype Cup Germany besser klassiert. Und auch für seinen Teamkollegen Barth war es das erste Podium in der vom ADAC und der Creventic organisierten Rennserie.

Das Duo Pluschkell / Angelard musste sich mit Position vier zufriedengeben, Catalano und Johansen sahen die Zielflagge als Fünfter. Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing) wurde auf Rang sechs gewertet und war damit bester Trophy-Pilot. Sein Trophy-Rivale Michael Herich (47/Brühl, Gebhardt Intralogistics Motorsport) beendete den Lauf zusammen mit Alexzander Kristiansson (25/SWE, Gebhardt Intralogistics Motorsport) nach Getriebeproblemen als Siebter.

Weitere Stimmen zum Rennen

Sven Barth (Zweiter): „Mit Rang sechs im Qualifying für dieses Rennen war ich nicht glücklich, denn der Luftdruck der Reifen stellte sich als nicht optimal heraus. Aber das war meine Entscheidung, nicht die vom Team. Am Start zu diesem Lauf konnte ich gleich auf Position vier vorfahren und die dann halten. Über unseren zweiten Platz, das beste Resultat zusammen mit Maxim, freue ich mich sehr.“

Maxim Dirickx (Zweiter): „Sven hat im ersten Stint einen super Job gemacht, bevor ich das Auto übernommen habe. Ich konnte erst Alexzander Kristiansson überholen, als er eine Penalty Lap absolvierte und dann auch noch an Mikkel C. Johansen vorbeiziehen. Hinter mir fuhr Zino-Ferret Fahlke und ich wusste, ich darf mir keinen Fehler erlauben, was mir auch gelungen ist. Nach der Zieldurchfahrt wurde es emotional, das erste Podium ist etwas Tolles. Danke an das Team und an meinen Coach und Mentor Marco Werner.“

Zino-Ferret Fahlke (Dritter): „Mein Beginn war mittelmäßig, aber ich konnte in einem engen Manöver an Maksymilian Angelard vorbeiziehen. Dann hing ich lange hinter Sven Barth fest und im zweiten Stint hinter seinem Teamkollegen Maxim Dirickx. Und von hinten kam Mattis Pluschkell, der wirklich schnell war. In der letzten Runde hat er mich umgedreht, aber dank der Strafe gegen ihn bin ich trotzdem Dritter geworden.“

Jack Aitken Schnellster im zweiten Qualifying am Dekra Lausitzring

Ferrari-Pilot Jack Aitken hat sich im zweiten Zeittraining auf dem Dekra Lausitzring die Pole-Position gesichert. Der Brite umrundete den 3,478 Kilometer langen Kurs am Sonntagmorgen in 1:19,837 Minuten und war damit 0,067 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Marco Wittmann im BMW M4 GT3 Evo. Damit geht Aitken am Mittag zum fünften Mal von Startplatz eins in einen DTM-Lauf.

Jack Aitken im Ferrari sichert sich die Pole für Rennen 2 am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

„Das war eine nahezu perfekte Runde! Wir haben über Nacht ein paar kleine Änderungen am Fahrzeug vorgenommen, das Auto war unfassbar gut zu fahren. Dazu ist es mir gelungen, die Reifen zum richtigen Zeitpunkt ins optimale Temperaturfenster zu bringen“, erklärte Aitken, der sich über die drei Punkte für die Pole-Position freute.

Der zweimalige DTM-Champion Wittmann bestätigte seine gute Form an diesem Wochenende und belegte hinter Aitken Rang zwei. Porsche-Werksfahrer Thomas Preining beendete das 20-minütige Zeittraining auf Position drei. Neben ihm in der zweiten Startreihe steht Samstagssieger und Tabellenführer Lucas Auer, der im Mercedes-AMG GT3 Vierter wurde. Ben Dörr zeigte erneut eine starke Vorstellung und steuerte seinen McLaren 720S GT3 Evo auf den fünften Platz.

Das zweite Qualifying auf dem Lausitzring wurde am Sonntagmorgen bei Temperaturen von 14 Grad Celsius erst kurz vor Ende entschieden. Auer unterbot als Erster die 1:20.000-Minuten-Marke, nur wenige Augenblicke später übernahm Wittmann die Führung. Dreieinhalb Minuten vor Ende des Qualifyings gelang Aitken die Top-Zeit. Preining konnte sich noch auf Rang drei vorschieben, Dörr gelang mit einer starken Runde in letzter Sekunde der Sprung unter die Top-Fünf. Alle 24 Fahrer lagen innerhalb von einer Sekunde.

Ergebnis Qualifying, 4. Saisonlauf, Dekra Lausitzring (Top-Five)

1. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), 1:19,837 Minuten

2. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +0,067 Sekunden

3. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +0,104 Sekunden

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0,131 Sekunden

5. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +0,141 Sekunden

Quelle: dtm.com


Samstag, 24. Mai 2025

Erster Startplatz für Riccardo Leone Cirelli

Riccardo Leone Cirelli, BWT Mücke Motorsport
Foto: Jens Hawrda


Im zweiten Qualifying des Prototype Cup Germany auf dem Dekra Lausitzring war niemand schneller als Riccardo Leone Cirelli (17/ITA, BWT Mücke Motorsport). Mit einer Rundenzeit von 1:19,001 Minuten verwies der Italiener aus dem Team BWT Mücke Motorsport seinen Teamkollegen Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst, BWT Mücke Motorsport) auf Rang zwei, womit beide Mücke-Fahrzeuge die erste Startreihe für Lauf zwei des Wochenendes erreichten. Zino-Ferret Fahlke (18/Hergiswil, Konrad Motorsport) eroberte den dritten Platz.

Cirelli war der dominierende Mann des zweiten Qualifyings, sein Abstand auf den Zweitplatzierten betrug am Ende 0,572 Sekunden. „Es war eine gute Runde, in der ich alles gegeben habe. Im Umlauf davor bin ich leicht ins Kiesbett geraten, deshalb wollte ich noch einmal richtig Gas geben und schauen, was möglich ist. Das ist nach Hockenheim meine zweite Pole-Position in Folge und ich glaube, so schnell wie heute ist noch kein LMP3 auf dem Lausitzring gefahren. Die Pole heute könnte auch von Vorteil sein, falls es im Rennen am Sonntag regnen sollte – wir hätten dann gute Voraussetzungen, uns an die Spitze zu setzen und die beste Sicht zu haben.“ 

Hinter Cirelli reihte sich Pluschkell ein und er war mit seiner Platzierung nicht unzufrieden. „Ich bin mit Rang zwei happy. Ehrlich gesagt war meine schnellste Runde nicht wirklich gut, sondern eher chaotisch. Ich habe meine besten Sektoren nicht in eine Runde bekommen und am Ende stand mir auch noch ein Konkurrent im Weg. Wäre es optimal gelaufen, dann hätte ich vielleicht zwei oder drei Zehntelsekunden schneller sein können, die Zeit von Riccardo hätte ich aber nicht schaffen können. Ich ziehe den Hut vor ihm und seiner Leistung und freue mich, dass ich von ihm lernen kann.“

Fahlke gehörte ebenfalls zur Gruppe der zufriedenen Rennfahrer, auch wenn sein Qualifying ähnlich verlief wie das von Pluschkell. „Ein oder zwei Sektoren waren gut, aber selten alle in einer Runde. Und gegen Ende bin ich auch auf einen langsamen Kontrahenten aufgelaufen. Grundsätzlich bin ich aber zufrieden und auch mein Auto hat sich besser angefühlt als im ersten Qualifying. Gestern hatte ich noch viel Untersteuern, heute war das Fahrverhalten eher neutral.“

Maxim Dirickx (21/BEL, Aust Motorsport) stellte seine gute Form mit Position vier unter Beweis, gefolgt von Pavel Lefterov (27/BUL, Konrad Motorsport), Alexzander Kristiansson (25/SWE), Mikkel C. Johansen (37/DEN, beide Gebhardt Intralogistics Motorsport) und Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing).

Quelle: ADAC-Motorsport


Rookies Pichler/Birch gewinnen den Saisonauftakt am Dekra Lausitzring

  • Simon Birch und Leo Pichler feiern Sieg im Debütrennen der Neueinsteiger Razoon
  • Ford Mustang GT3 fährt beim Debüt im ADAC GT Masters doppelt auf das Podium
  • Schwarzer/Fach holen Sieg in der Pro-Am-Klasse

Die Sieger: Leo Pichler und Simon Birch von Razoon – more than racing
Foto: ADAC-Motorsport

Leo Pichler (23/AT) und Simon Birch (18/DNK) sind die ersten Sieger der ADAC GT Masters Saison 2025. Eine Rookie-Triumpf hoch drei, denn sowohl die beiden Piloten als auch ihr Razoon - more than racing Team mit dem Porsche 911 GT3 R sind Neueinsteiger in die GT3-Nachwuchsliga des ADAC. „Es ist einfach fantastisch. Alle wollen gewinnen und uns ist es direkt gelungen. Wir hatten eine super Strategie und haben hart gekämpft“, freute sich Birch, der sich gemeinsam mit Pichler auch den Sieg im Silver-Cup sicherte. Auf den Plätzen zwei und drei sortierten sich mit zwei Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams Salman Owega (19/Köln) und Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen) sowie Max Reis (18/Ramstein) und Niklas Kalus (19/Duisburg) ein.

Der Auftakt in das 80-minütige Endurance-Rennen hatte einiges an Dramatik zu bieten. Es kam zu mehreren Berührungen, davon betroffen auch die späteren Sieger, die hart getroffen wurden. „In dem Moment hätte es auch schon vorbei sein können. Wir hatten nur eine kleine Beschädigung am Auto und konnten das Rennen zum Glück fortsetzen. Insgesamt war der erste Stint sehr hektisch mit vielen Zweikämpfen und es freut mich umso mehr, dass wir als Sieger ganz oben stehen“, erklärte Pichler.

Auch der Zweitplatzierte Wiebelhaus kam nicht unversehrt durch die Startrunde. Nach einem Kontakt mit Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen), dessen Mercedes-AMG im Kies landete, erhielt der Ford-Fahrer eine Strafe. Vom letzten Platz aus arbeiteten sich er und Owega – trotz einer weiteren Strafe - wieder bis auf die dritte Position nach vorne. „Salman hat einen super Mittelstint absolviert und uns wieder nach vorne gebracht, nachdem ich am Start einige Positionen verloren hatte“, sagte Wiebelhaus. „Wir haben erst beim zweiten Stopp neue Reifen aufgezogen und die Pace war super.“ Durch diese Strategie gelang es Wiebelhaus noch kurz vor Fallen der Zielflagge an seinem Konkurrenten Reis vorbeizugehen. Dieser und Teamkollege Kalus waren nach ihrer starken Aufholjagd von Startplatz zwölf dennoch glücklich. „Ich freue mich riesig“, jubelte Kalus über Rang drei in seinem Debütrennen im ADAC GT Masters. „Es war von Anfang bis Ende ein tolles Rennen. Max hat sich aus allem herausgehalten und ich konnte mit neuen Reifen im zweiten Stint einige Positionen gutmachen. Ich hätte niemals erwartet, dass wir so weit nach vorne kommen würden.“

Das Rennen dominierte über weite Teile Polesetter Finn Zulauf (20/Königsstein). Von der Pole übernahm er im Lamborghini von Paul Motorsport die Führung und baute den Vorsprung deutlich aus. Durch den langen Stopp mit Reifenwechsel zu Beginn und einem reglementbedingt kürzeren Halt des Pro-Am-Duos Alexander Schwarzer (36/DEU)/Alexander Fach (22/CHE/beide Fach Auto Tech) im Porsche 911 GT3 R mussten Zulauf und Teamkollege Primm zwischenzeitlich kurz die Spitze abgeben. In Runde 34 setzte sich Primm wieder gegen Schwarzer durch, holte sich die Führung zurück und baute sie konstant aus. Nach dem finalen Stopp lag der Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Paul Motorsport souverän vorne, dann stoppte ein Reifenschaden Zulauf fünf Minuten vor Rennende und vereitelte einen sicher geglaubten Sieg.

Schwarzer/Fach sicherten sich den Pro-Am-Klassensieg und Rang vier im Gesamtklassement. Dahinter lieferten sich Nico Hantke (21/Hürth/Scherer Sport PHX) im Audi R8 LMS Evo2 und Leyton Fourie (19/RSA/FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo ein rundenlanges Duell um Rang fünf, das schließlich an den Scherer Sport PHX Piloten und Teamkollegen Denis Bulatov (26) ging. Hinter dem BMW von Fourie/Tim Zimmermann (28/Langenargen) sortierten sich Jonas Karklys (35/LIT) und Emil Gjerdrum (18/NOR/beide Liqui Moly Team Engstler by GRT) im Lamborghini Huracán ein. Jannes Fittje (25/Langenhain) und Wiskirchen (beide SR Motorsport by Schnitzelalm) landeten nach dem unverschuldeten Dreher in der Anfangsphase auf Platz acht. Die Top-10 wurden von den beiden BMW von Eduardo Coseteng (21/PHL)/Julian Hanses (27/Hilden/beide FK Performance Motorsport) sowie den Zwillingen Sandro Holzem (20/Polch)/ Juliano Holzem (20/Polch/beide Schubert Motorsport) komplettiert.


Auer feiert am Dekra Lausitzring zweiten DTM-Saisonerfolg

  • Mercedes-AMG-Pilot holt seinen bereits vierten Lausitzring-Sieg
  • Markenkollege Maro Engel sichert sich den zweiten Platz
  • BMW-Piloten Rast und Wittmann fahren unter die Top-Fünf

Den Samstagslauf am Lausitzring entschied Lucas Auer für sich
Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Lucas Auer (A) ist in der DTM der Mann der Stunde. Der Mercedes-AMG-Pilot feierte am Samstag auf dem Dekra Lausitzring einen souveränen Sieg und stand damit bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ganz oben auf dem Treppchen. „Ich konnte mich beim Start direkt etwas absetzen, das war gerade mit Blick auf die enge erste Kurve wichtig. Nach dem Reifenwechsel war ich mir ehrlich gesagt etwas unsicher, ob ich noch an Maro Engel vorbeikomme. Aber ich habe gekämpft und es hat geklappt. Mit dem Lausitzring und mir passt es einfach. Hier habe ich 2016 meinen ersten DTM-Sieg geholt, ich fahre unglaublich gern auf dieser Strecke“, erklärte der 30-Jährige. Markenkollege Maro Engel (Monaco) vom Mercedes-AMG Team Winward Racing wurde mit einem Rückstand von 1,3 Sekunden Zweiter. René Rast von Schubert Motorsport belegte als bester BMW-Pilot Platz drei.

Keyfacts, Dekra Lausitzring, Rennen 3 von 16

Streckenlänge: 3,478 Kilometer

Wetter: 13 Grad, bewölkt

Pole-Position: Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf, Mercedes-AMG GT3 #22), 1:19,827 Minuten

Sieger: Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf, Mercedes-AMG GT3 #22)

Schnellste Rennrunde: Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3 #48), 1:20,968 Minuten

Pole-Setter Auer behauptete am Samstagmittag nach dem Start des dritten DTM-Saisonrennens seine Führung souverän und fuhr im weiteren Verlauf einen Vorsprung von über zwei Sekunden vor der Konkurrenz heraus. Verfolger Engel belegte Rang zwei vor Rast, der kurz nach dem Start zwei Positionen gut machen konnte. In Runde 22 holte sich Auer als erster der Spitzenfahrer neue Pirelli-Slicks. Engel absolvierte seinen Boxenstopp zwei Umläufe später und fuhr vor dem Österreicher wieder auf die Strecke.

Maro Engel lieferte einen heißen Kampf um die Spitze mit Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda

Der Wahl-Monegasse konnte seine Position auf kalten Reifen allerdings nicht gegen Auer verteidigen, der sich auf angewärmten Slicks vorbeischob und wieder die Führung übernahm. Nach 42 Runden sicherte sich Auer seinen insgesamt elften DTM-Sieg vor Engel und Rast. Jules Gounon im Mercedes-AMG GT3 und Marco Wittmann (Fürth) im BMW M4 GT3 Evo lieferten sich in der zweiten Rennhälfte ein hartes Duell um den vierten Rang – am Ende behielt der Franzose die Oberhand.

Renè Rast (BMW) Dritter am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Thomas Preining (A) beendete den dritten Meisterschaftslauf im Porsche 911 GT3 R auf Platz sechs. Ferrari-Pilot Jack Aitken (GB) von Emil Frey Racing belegte Rang sieben, Ayhancan Güven (TR) steuerte den zweiten Neunelfer von Manthey EMA auf Position acht. Zum zweiten Mal hintereinander sicherte sich Ben Dörr (Butzbach) im McLaren 720S GT3 Evo als Neunter einen Platz unter den Top-Ten. DTM-Neuling Ben Green (GB) wurde im Ferrari 296 GT3 Zehnter.

Weitere Stimmen zum Rennen

Maro Engel: „Ein großartiges Ergebnis für Mercedes-AMG! Ich habe alles probiert, um die Führung nach dem Boxenstopp auf den kalten Reifen gegen Lucas Auer zu verteidigen. Genau diese Duelle machen die DTM so spannend. Leider hat es nicht für den Sieg gereicht, Lucas hat es auf wärmeren Reifen clever gemacht.“

René Rast: „Direkt in der ersten Runde konnte ich zwei Plätze gut machen. Danach musste ich mich mit viel Einsatz gegen Ricardo Feller verteidigen. Mit dem dritten Platz bin ich super zufrieden. Ich komme immer gern an den Lausitzring, hier bin ich vor acht Jahren zum ersten Mal in meiner Karriere aufs DTM-Podium gefahren.“

Ergebnis, 3. Meisterschaftslauf, Dekra Lausitzring (Top-Five)

1. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf)

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +1,344 Sekunden

3. René Rast (D/Schubert Motorsport), +5,083 Sekunden

4. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +6,778 Sekunden

5. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +7,347 Sekunden