Montag, 28. April 2025

Perfekte Strategie: Erster DTM-Sieg für Ayhancan Güven

  • Porsche-Pilot gewinnt nach optimalen Boxenstopps in Oschersleben
  • Jules Gounon steht im Mercedes-AMG GT3 zum ersten Mal auf dem Podium
  • 47.000 Besucher erleben DTM-Auftakt in der Magdeburger Börde

Ayhacan Güven, Porsche #90 holt Sieg im Sonntagsrennen in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Schnell auf der Strecke, perfekt in der Box: Ayhancan Güven (TR) hat nach einer taktisch sowie fahrerisch starken Leistung seinen ersten Sieg eingefahren. Damit gewann erstmals ein Fahrer aus der Türkei ein DTM-Rennen. Der Porsche-Pilot vom Team Manthey EMA war beim Sonntagslauf in Oschersleben als Vierter gestartet. Dank eines optimal getimten ersten Reifenwechsels übernahm Güven die Führung und überquerte mit einem Vorsprung von 2,6 Sekunden als Erster die Ziellinie. „Seit meinem ersten DTM-Rennen war dieser Moment mein großes Ziel. Das vergangene Jahr verlief für mich eher enttäuschend, umso schöner fühlt es sich an, mit einem Sieg in die neue Saison zu starten. Mein Vater stand direkt neben dem Podium und war mein erster Gratulant. Er hat als mein Mentor großen Anteil an diesem Erfolg“, freute sich der schnelle Türke. Jules Gounon (F) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter beendete das zweite DTM-Rennen der Saison auf Platz zwei. Thomas Preining (A) wurde im zweiten Neunelfer von Manthey EMA Dritter. Insgesamt 47.000 Besucher erlebten bei strahlendem Sonnenschein einen spektakulären DTM-Auftakt in der Magdeburger Börde.

Keyfacts, Oschersleben, Saisonrennen 2 von 16

Streckenlänge: 3.667 Meter

Wetter: 17 Grad, sonnig

Pole-Position: Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3, #48), 1:21,072 Minuten

Sieger: Ayhancan Güven, (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R, #90)

Schnellste Rennrunde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Winward Racing, Mercedes-AMG GT3, #24), 1:22,996 Minuten

Beim Start zum zweiten DTM-Rennen konnte Pole-Setter Gounon seinen Spitzenplatz vor Jordan Pepper (ZA) vom TGI Team Lamborghini by GRT behaupten. Güven machte als Dritter eine Position gut. Der erste Pflicht-Boxenstopp wirbelte die Positionen allerdings durcheinander. Während ihre Konkurrenten früh die Pirelli-Slicks wechselten, fuhren Güven und der auf Platz 15 gestartete BMW-Pilot René Rast (Bregenz) von Schubert Motorsport erst zwei Runden später in die Box. Diese Strategie wurde belohnt, Güven und Rast übernahmen bei ihrer Rückkehr auf die Strecke Platz eins und zwei. Dahinter folgte das bis dahin führende Duo Gounon und Pepper, Preining lag als Fünfter in Lauerstellung.

Dank des neuen Rennformats müssen die DTM-Stars ab dieser Saison in jedem Sonntagsrennen einen zweiten Pflicht-Boxenstopp einlegen. Güven absolvierte auch diesen fehlerfrei und blieb an der Spitze, Gounon schob sich auf Position zwei vor. Porsche-Werksfahrer Preining verbesserte sich mit starken Überholmanövern auf Rang drei, dahinter folgten Pepper und Rast. In dieser Reihenfolge wurden die Top-Fünf nach 40 Runden abgewunken.

Marco Wittmann (Fürth) konnte sieben Plätze gut machen und reihte sich hinter seinem Teamkollegen Rast auf Rang sechs ein. Luca Engstler (Kempen) beendete den Sonntagslauf im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 auf Platz sieben. Das beste Resultat seiner noch jungen DTM-Laufbahn erzielte Ben Dörr (Butzbach) im McLaren 720S GT3 Evo von Dörr Motorsport als Achter. Der aktuelle Champion Mirko Bortolotti (I) von Abt Sportsline belegte Position neun. Samstagssieger Luca Auer (A) kam im Mercedes-AMG GT3 nicht über Rang zehn hinaus.

Stimmen nach dem Rennen

Jules Gounon: „Ich wollte unbedingt gewinnen, aber anders als im Qualifying hat mir im Rennen einfach die Pace gefehlt. Daran werden wir für die nächsten Rennen gemeinsam arbeiten. Insgesamt war das Wochenende mit Platz zwei und fünf richtig gut.“

Thomas Preining: „Nach einem schwierigen Qualifying ist ein Doppel-Podium ein super Ergebnis für uns. Ich hatte viele harte Duelle auf der Strecke. An meinem Auto ist sicherlich nicht mehr jedes Teil dran, aber für so eine Art von Racing steht die DTM.“

Ergebnis, 2. Meisterschaftslauf, Oschersleben

1. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA)

2. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +2,695 Sekunden

3. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +3,370 Sekunden

4. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), +4,314 Sekunden

5. René Rast (D/Schubert Motorsport), +5,526 Sekunden


DTM – Stars and Stories vom Auftakt in Oschersleben

  • Olympiasieger und Weltmeister Hirscher als Botschafter für Wings for Life
  • Fußball-Torschützenkönig Ailton im Adrenalin-Rausch
  • Bodybuilder-Legende Rühl drückt McLaren-Team die Daumen
  • Ski-Ikone engagiert sich für „Wings for Live World Run“

Marco Wittmann (links) freute sich über den neuen Song von DJ Tomekk
Foto: ADAC-Motorsport

Marcel Hirscher erlebte den DTM-Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben live vor Ort. Der mehrfache Ski-Olympiasieger sowie Weltmeister hat Benzin im Blut und in seiner Heimat Österreich bereits selbst an Autorennen teilgenommen. In Oschersleben warb die Ski-Ikone als Botschafter für die Stiftung Wings for Life. Der neue Charity-Partner der DTM engagiert sich für die Heilung von Querschnittslähmungen. Am Highlight-Event, dem „Wings for Live World Run“, hat Hirscher schon mehrfach teilgenommen. „Ich war schon oft bei der DTM und genieße diese besondere Atmosphäre. Diese Nahbarkeit ist einfach einzigartig“, sagte Hirscher. Zu den Besuchern in Oschersleben zählte auch Anita Gerhardter (CEO der Wings for Life Stiftung), die den Gästen in der DTM VIP Hospitality am Samstagabend die Vision ihrer Stiftung präsentierte. Beim „Wings for Life World Run“ am 4. Mai ist auch ein „Team DTM“ am Start, bei dem alle DTM-Fans gemeinsam mit den Stars der DTM antreten können (Anmeldung unter wingsforlifeworldrun.com).

„The German Beast“ in der Börde

Eine echte Bodybuilder-Legende zählte zu den Besuchern der DTM in Oschersleben: Markus Rühl nahm die PS-starken Rennautos unter die Lupe, fachsimpelte mit den Fahrern und verfolgte das Sonntagsrennen als Gast von Dörr Motorsport aus der Box des McLaren-Teams. „Zu den Jungs von Dörr Motorsport habe ich einen freundschaftlichen Kontakt. Als gelernter Kfz-Mechaniker interessiere ich mich natürlich für die Fahrzeuge. Ich selbst habe noch Trommelbremsen beim Golf 1 repariert, aber was hier an Technik geboten wird, ist natürlich was völlig anderes. Ich bin bereits über die Nordschleife mit einem Taxi gefahren, würde das aber zu gern bei der DTM machen. Am liebsten mit Ben Dörr am Steuer“, sagte Rühl.

Ailton erlebt Speed im DTM-Innovationstaxi

Der Ex-Bundesliga-Profi Ailton war in seiner aktiven Zeit für seinen Turbo-Antritt bekannt. In Oschersleben bekam der ehemalige Torschützenkönig und Fußballer des Jahres die geballte Kraft des DTM-Innovationstaxis von Schaeffler zu spüren. Die Fahrt über den Bördekurs beeindruckte den Liebhaber schneller Autos: „Das war unglaublich! Diese Geschwindigkeit, diese harten Bremsaktionen – Adrenalin pur. Wie Markus Winkelhock gefahren ist, war klasse. Er ist eben ein Vollprofi. Ich bin ein Motorsport-Fan, diese Atmosphäre bei der DTM ist einmalig.“ Maximilian Arnold ließ es dagegen ruhiger angehen. Der 30-jährige Kapitän des VfL Wolfsburg besuchte am Sonntag seinen Freund Luca Engstler in Oschersleben und genoss die spezielle Atmosphäre im DTM-Paddock und der Box vom TGI Team Lamborghini by GRT. Nach dem Rennen überreichte er den Pokal an den Drittplatzierten.

FIA-Besuch bei der DTM

Zu den Gästen der DTM in Oschersleben zählten auch eine hochrangige Abordnung der FIA sowie drei Präsidiumsmitglieder des ADAC. Die Delegation aus Alberto Villareal (General Manager FIA) und Willem Groenewald (FIA Secretary General for Automobile Mobility) erlebte die ersten beiden Meisterschaftsläufe der DTM 2025 live vor Ort und zeigte sich von der Veranstaltung in Oschersleben begeistert. Darüber hinaus verfolgte auch ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser mit seinen Präsidiumskollegen Dr. Hilmar Siebert (ADAC Vizepräsident) und Karlheinz Jungbeck (ADAC Tourismuspräsident) die DTM in der Magdeburger Börde.

Volles Programm für DJ Tomekk

DJ Tomekk war auf Einladung von Abt Sportsline sowie Schaeffler Gast in Oschersleben und hatte vor Ort viel zu tun: Am Samstagmittag schickte er das DTM-Feld mit dem Schild „Drivers start your engines“ in den ersten Saisonlauf. Abends präsentierte DJ Tomekk live bei Schaeffler mit „Fiona – Maschinen aus Stahl“ den brandneuen Titelsong zur „Green Machine“ von seinem Idol Marco Wittmann. Der BMW-Pilot war beeindruckt. „Ich kenne sonst keinen DTM-Fahrer, der einen eigenen Song hat. Das ist eine super coole Geschichte. Beim Live-Auftritt am Samstagabend hat DJ Tomekk die Zuschauer direkt begeistert.“

Bahnrad-Ass Kluge staunt über „Schub ohne Ende

Der mehrfache Welt- und Europameister im Bahnradfahren Roger Kluge war aus Eisenhüttenstadt angereist, um den DTM-Auftakt hautnah mitzuerleben. Der 39-Jährige nutzte die Chance, die DTM-Fahrzeuge aus nächster Nähe zu begutachten. Ein besonderes Erlebnis war für den 39-Jährigen die Fahrt mit dem DTM-Innovationstaxi. „Ich bin hier mit dem Rad über die Strecke gefahren, aber mit einem Rennauto ist das ein Geschwindigkeitsrausch. Die Fahrwiese ist ruppig, es wird extrem spät gebremst und man hat Schub ohne Ende. Wären die Geraden länger, würde man vermutlich abheben“, sagte Kluge über seine Fahrt im 640 PS starken Audi R8 LMS GT2.

Gilles Magnus begeistert vom Fan-Support

Der Saisonstart in Oschersleben war für Fahrer und Fans ein Fest. Zehntausende Besucher pilgerten durch das Fahrerlager, verfolgten von den vollbesetzten Tribünen aus die Rennaction und belagerten die DTM-Fahrer bei den Autogrammstunden. Neuling Gilles Magnus, der einen Aston Martin Vantage GT3 von Comtoyou Racing pilotiert, war begeistert: „Es ist einmalig, dass bei einer so hochklassigen Motorsportveranstaltung wie der DTM die Zuschauer den Fahrern und Autos so nah kommen. Diese Begeisterung der Fans und ihre Unterstützung so direkt mitzuerleben, ist einfach großartig. Da gibt uns Fahrern einen richtigen Push für die Rennen.“

Präsentation bei der DTM – BMW zeigt neues Rennfahrzeug

Premiere in Oschersleben: Die Besucher konnten am Wochenende den neuen BMW M2 Racing aus nächster Nähe bewundern. Kurz vor dem Verkaufsstart wurde das Einsteigermodell für die Kundenteams von BMW M Motorsport öffentlich präsentiert. Ab 2026 geht der BMW M2 Racing rund um den Globus an den Start und wird bei verschiedenen nationalen und internationalen Sprintserien sowie bei Langstrecken-Events zum Einsatz kommen.

Fan-Spektakel Track Safari

Timo Glock hat in seiner Karriere viel erlebt. Die Track Safari am Freitagnachmittag in Oschersleben war für den Routinier allerdings neu. Zum ersten Mal traf der ehemalige Formel-1-Pilot auf der Rennstrecke auf Busse mit Fans. „Die Track Safari ist eine mega coole Sache und für die Fans sicher ein einmaliges Erlebnis. Ich habe das zuvor noch nie erlebt und daher zuächst etwas mehr Abstand beim Überholen gehalten, in Oschersleben ist es an vielen Stellen sehr eng.“

Ehrentafel für Mirko Bortolotti und Olaf Manthey

Besondere Auszeichnung für Mirko Bortolotti und Olaf Manthey: Am Freitagmittag wurden der aktuelle DTM-Champion sowie der ehemalige Rennfahrer und Manthey-Firmengründer jeweils mit einer goldenen Tafel auf dem „Motorsport Walk of Fame“ vor dem Eingangsbereich des Hotel Motorsport Arena Oschersleben geehrt. Zusätzlich erhielten beide von Hoteldirektor Johannes Koch einen lebenslangen Zugang zum VIP-Bereich in der Motorsport Arena. „Das ist eine große Ehre für mich. Ich bin hier 2009 das erste Mal gefahren und gleich auf dem Podium gelandet. Ich mag die Strecke und komme umso lieber wieder hier her“, sagte Bortolotti. Olaf Manthey: „Hier sind viele große Namen verewigt. Deshalb ist diese Tafel eine besondere Ehre und Würdigung.“


Sonntag, 27. April 2025

Härtling mit Pole-Position am Sonntag

Jay Mo Härtling holt Pole für SSR Motorsport by Schnitzelalm
Foto: Jens Hawrda

Der Pilot von SR Motorsport by Schnitzelalm gewann die Qualifikation für das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Beide Aston Martin knapp geschlagen.

In der Qualifikation zu Lauf zwei der ADAC GT4 Germany ging es richtig knapp zu – und der Spannungsbogen baute sich bis hin zum Ende der Session auf. Nach einem engen Schlagabtausch setzte sich final Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel) im Mercedes-AMG GT4 von SR Motorsport by Schnitzelalm mit einer Zeit von 1:29,236 Minuten durch. Nach dem Sieg im Samstagsrennen bei seinem Serien-Debüt ist dies nun direkt seine erste Pole-Position in der ADAC GT4 Germany.

„Es ist natürlich ein unfassbar schönes Gefühl und auch eine mega Performance vom Team. Das Auto war super vorbereitet“, strahlte Härtling, der sich das Cockpit mit Enrico Förderer (18/Leuterod) teilt. „In meiner schnellsten Runde hatte ich etwas Verkehr, somit wäre es vielleicht noch ein wenig schneller gegangen.“

Lediglich 0,011 Sekunden Rückstand hatte Marek Böckmann (28/Lautersheim) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Der Prosport Racing-Pilot, der sich das Fahrzeug mit Anton Paul Abée (27/Hamburg) teilt, wird das Rennen somit ebenfalls aus der ersten Startreihe aus aufnehmen. Rang drei ging an den zweiten Prosport-Aston Martin von Hugo Sasse (21/Aschersleben) und Roman Fellner-Feldegg (22/Landsberg am Lech). Fellner-Feldegg, der die Qualifikation bestritt, lag nur knappe 0,018 Sekunden hinter Härtling.

Platz vier holte mit einem Rückstand von 0,121 Sekunden der Porsche 718 Cayman GT4 von Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (21/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). Deren Markenkollegen Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (22/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport) komplettierten die Top Fünf.

Quelle: ADAC-Motorsport


Jules Gounon sichert sich Pople für zweites DTM Rennen in Oschersleben

Jules Gounon holt Pole für Rennen 2 in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Mercedes-AMG gibt beim DTM-Auftakt in Oschersleben weiter den Ton an. Im zweiten Qualifying am Sonntagvormittag fuhr Jules Gounon vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter mit 1:21,072 Minuten die Top-Runde und steht zum ersten in seiner DTM-Karriere auf der Pole-Position. Bereits am Samstag war sein Markenkollege Lucas Auer Schnellster im Qualifying und im Rennen.

„Meine erste DTM-Pole – das ist ein ganz besonderer Moment für mich. Im Samstagslauf hat mir der nötige Speed gefehlt, daher hat das Team bis in die Nacht am Auto gearbeitet. Der großartige Einsatz hat sich voll ausgezahlt. Im Rennen müssen erstmals zwei Pflichtboxenstopps absolviert werden, wir werden unser Bestes geben“, versprach Gounon. Mit Platz zwei bewies Jordan Pepper erneut, dass ihm und seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 der Bördekurs sehr gut liegt. Thierry Vermeulen vom Team Emil Frey Racing belegte im Ferrari 296 GT3 Position drei. Neben ihm geht Porsche-Pilot Ayhancan Güven als Vierter von der zweiten Startreihe aus in den Sonntagslauf. Ricardo Feller von Land Motorsport steuerte den einzigen Audi im Feld auf Platz fünf.

Trotz strahlendem Sonnenschein waren die Temperaturen am Sonntagmorgen zu Beginn des Qualifyings mit zehn Grad Celsius kühl. Es dauerte daher mehr als zehn Minuten, ehe die Top-Runden mit den wärmer werdenden Pirelli-Slicks gefahren wurden. Gounon war bei der spannenden Zeitenjagd immer vorn mit dabei, knackte als erster Pilot die Marke von 1:22,000 Minuten und setzte in seiner fünften Runde die Bestmarke. Während Pepper nur wenig später Rang zwei klar machte, gelang Vermeulen erst eineinhalb Minuten vor Ende des Qualifyings der Sprung auf Rang drei. Erneut erlebten die Zuschauer eine die hohe Leistungsdichte im Feld: Die ersten 20 Fahrer lagen innerhalb von einer Sekunde.

Ergebnis Qualifying, 2. Saisonlauf, Oschersleben (Top-Five)

1. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), 1:21,072 Minuten

2. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), +0,075 Sekunden

3. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +0,163 Sekunden

4. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +0,171 Sekunden

5. Ricardo Feller (CH/Land-Motorsport), +0,250 Sekunden

Quelle: dtm.com



Samstag, 26. April 2025

Triumph für Mercedes-AMG bei Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany

  • Enrico Förderer/Jay Mo Härtling gewinnen bei ihrem Seriendebüt in Oschersleben
  • Mit Mercedes-AMG, Porsche und Aston Martin drei Marken auf dem Podium
  • Rookie-Sieg für Roman Fellner-Feldegg

Sieg für Förderer/Härtling im ADAC GT4 Germany Rennen am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Perfekter Einstand für Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm): Das Mercedes-AMG GT4-Duo gewann den Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Für beide Piloten war es das erste Rennen überhaupt in der Sportwagen-Serie des ADAC. Rang zwei ging nach einem sehenswerten Zweikampf an Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (22/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4 vor Lokalmatador Hugo Sasse (21/Aschersleben) und Roman Fellner-Feldegg (22/Landsberg am Lech, beide Prosport Racing) im Aston Martin Vantage AMR GT4.

Sasse hatte das Rennen zunächst von der Pole-Position aus begonnen. Nach dem gewonnenen Start behielt der Champion von 2022 und 2023 auch die Führung inne. Lediglich Förderer konnte mit Sasses Aston Martin mithalten und verwickelte diesen im ersten Rennabschnitt in diverse Duelle. Doch Sasse ließ sich die Führung nicht streitig machen und übergab das britische Fahrzeug an der Spitze liegend an seinen neuen Teamkollegen Fellner-Feldegg, der in Oschersleben sein erstes GT4-Rennen überhaupt absolvierte.

Wenige Kurven, nachdem Fellner-Feldegg am Steuer saß, rutschte er jedoch leicht ins Kiesbett. So konnte Jay Mo Härtling, der den SR Motorsport by Schnitzelalm-Mercedes-AMG zuvor von Förderer übernommen hatte, ungehindert die Spitze einnehmen. Diese gab er bis zum Ende des Rennens nicht mehr her. Der Laufsieg bedeutete gleichzeitig auch den Triumph in der Junior-Wertung für Förderer/Härtling.


Um Platz zwei entwickelte sich in der Schlussphase noch ein sehenswertes Duell zwischen Fellner-Feldegg und Porsche-Pilot Emil Heyerdahl. Beide Fahrzeuge fuhren über mehrere Kurven Seite an Seite um die Strecke – und letztendlich setze sich der Norweger durch. Für Fellner-Feldegg gab es trotzdem ordentlich Grund zur Freude. Neben Platz drei in der Gesamtwertung gewann er auch die neue Rookie-Wertung.

Vierte wurden Denny Berndt (20/Berlin) und Max Rosam (20/Taunusstein, beide Razoon - more than Racing) in einem weiteren Porsche vor ihren Markenkollegen Hendrik Still (37/Kempenich) und Philipp Gogollok (19/Bad Homburg, beide AVIA W&S Motorsport). Rang sechs ging an Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 Evo. Sie hatten das Rennen von der elften Position aus begonnen und somit die meisten Plätze im Vorderfeld gut gemacht. Platz sieben sicherten sich die Markenkollegen Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport). Die Porsche von Alon Gabbay (21/ISR) und Thomas Gore (20/JAM) sowie von Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (21/AUS, alle AVIA W&S Motorsport) beendeten das Rennen auf den Plätzen acht und neun. Die Top Zehn komplettierte der BMW von Maximilian Tarillion (20/Wien) und Victor Nielsen (18/DNK, beide Razoon - xAutomotive Racing).

Stimmen nach dem Rennen

Enrico Förderer – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Ich bin natürlich sehr happy, gleich bei meinem ersten Rennwochenende in der ADAC GT4 Germany so ein Ergebnis abzuliefern. Wir hatten uns im Winter sehr intensiv vorbereitet und jede freie Minute trainiert. Mein Kampf mit Hugo Sasse war spannend. Ich denke, ich hätte ihn sogar überholen können. Doch mir war es wichtig, die Reifen für Jay Mo zu schonen.“

Jay Mo Härtling – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Es war ein super Start für uns in die Saison 2025 der ADAC GT4 Germany. Enrico hat zum Rennbeginn einen klasse Job erledigt. Meine Mission war es dann, Druck auf den Aston Martin vor mir auszuüben. Ich konnte aber recht schnell an ihm vorbeifahren, da er von der Strecke abgekommen war. Tatsächlich hätte ich mir einen schöneren Fight gewünscht. Sicherlich werden wir im Team heute ein wenig feiern.“

Emil Heyerdahl – Platz zwei für Wimmer Werk Motorsport

„Es ist das erste Mal überhaupt, dass ich in der GT4-Klasse auf dem Podium stehe. Somit bin ich natürlich sehr zufrieden. Mein Teamkollege Raphael hatte schon gut vorgelegt – und so konnten wir unsere Pace kontrollieren. Der Sieger war heute ein wenig außer Reichweite, doch unser Rennen war insgesamt super. Ich freue mich schon auf Sonntag. Mal schauen, was wir dann erreichen können.“

Raphael Rennhofer – Platz zwei für Wimmer Werk Motorsport

„Es war ein super Saisonstart für uns. Platz zwei war sicherlich das Maximum für uns heute. In meinem Stint ist nicht wirklich viel passiert. Ich fand es spannend, auch mit Hugo Sasse auf dem Podium zu stehen, denn letztes Jahr hatten wir uns beim Finale der ADAC GT4 Germany noch ein Auto geteilt.“

Hugo Sasse – Platz drei für Prosport Racing

„Mein Start war nicht perfekt, doch ich konnte die Führung in meinen Rennabschnitt behaupten. Das war das Ziel. Roman hat dann einen super Job gemacht und fast noch die zweite Position gehalten. Er hatte ein klasse Rennpace, somit gehen wir zuversichtlich in den Sonntag.“

Roman Fellner-Feldegg – Platz drei für Prosport Racing

„Es ist ein unbeschreiblicher Tag, denn ich stand zuvor im Motorsport noch nie auf dem Podium. Hugo hat natürlich sehr viel gestemmt. Für mich war es zunächst etwas knifflig, das Auto in Führung zu übernehmen und direkt abliefern zu müssen. Doch je länger das Rennen dauerte, umso besser wurde meine Pace.“