Samstag, 17. August 2024

Kelvin van der Linde fährt im Regen von der Pole zum Sieg

  • Audi-Pilot triumphiert beim Samstagslauf der DTM auf dem Nürburgring
  • Mirko Bortolotti wird Zweiter und liegt einen Punkt hinter dem Südafrikaner
  • Regenrennen auf dem Eifelkurs begeistert Fans mit vielen Positionskämpfen

Kelvin van der Linde triumphiert im Regen und über nimmt die Meisterschaftsführung
Foto: dtm.com

Das war eine Regen-Gala von Kelvin van der Linde (ZA). Der Audi-Pilot von Abt Sportsline fuhr am Samstag auf dem Nürburgring beim neunten DTM-Saisonlauf in einer anderen Liga als der Rest des Feldes. Mit einem Vorsprung von über 15 Sekunden überquerte der Südafrikaner als Erster die Ziellinie und eroberte mit seinem zweiten Saisonsieg wieder die Tabellenspitze. „Den Rennsieg zu holen und damit die Gesamtführung zu übernehmen, ist einfach großartig. Mal hat es mehr geregnet, mal weniger. Bei diesen wechselnden Bedingungen immer die richtigen Bremspunkte zu treffen, war eine große Herausforderung. Ich habe mich im Auto aber trotz des Regens von der ersten Runde an super wohl gefühlt“, sagte der 28-jährige van der Linde. Rang zwei belegte der bis dahin Gesamtführende Mirko Bortolotti (I) im Lamborghini von SSR Performance, der in der Meisterschaft mit nur einem Punkt Rückstand Zweiter ist. Maro Engel (Monaco) vom Mercedes-AMG Team Winward sicherte sich den dritten Podiumsplatz.

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 9 von 16

Streckenlänge: 3.629 Meter

Wetter: 19 Grad, Regen

Pole-Position: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3), 1:25,350 Minuten

Sieger: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3)

Schnellste Rennrunde: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3), 1:38,011 Minuten

Das neunte DTM-Rennen der Saison wurde bei Regen hinter dem Safety-Car gestartet. Pole-Setter Kelvin van der Linde setzte sich im Audi R8 LMS GT3 Evo2 sofort vom Feld ab und vergrößerte seinen Vorsprung kontinuierlich. Dahinter konnte Lamborghini-Werksfahrer Bortolotti seinen zweiten Platz gegen den stark aufkommenden Engel im Mercedes-AMG GT3 verteidigen. Es folgte dessen Markenkollege Lucas Auer (A) auf Rang vier vor Nicki Thiim (DK) von SSR Performane.

Nach den Pflicht-Boxenstopps, bei denen alle Fahrer wegen des andauernden Niederschlags erneut Pirelli-Regenreifen aufziehen ließen, hielten die ersten vier Fahrzeuge ihre Positionen. An der Spitze fuhr van der Linde souverän vorneweg, drehte kurz vor Schluss noch die schnellste Runde und wurde nach 37 Runden vor Bortolotti, Engel und Auer als Erster abgewunken. Auf Position fünf beendete Jack Aitken (GB) im Ferrari 296 GT3 vom Team Emil Frey Racing das Regenrennen auf dem Eifelkurs.

Im Feld dahinter begeisterten die DTM-Piloten Zuschauer und Fans mit harten Rad-an-Rad-Duellen sowie vielen Positionskämpfen. Marco Wittmann (Fürth) von Schubert Motorsport zeigte einmal mehr großen Kampfgeist und machte im BMW M4 GT3 als Sechster fünf Plätze gegenüber dem Start gut. Gleiches galt für Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A) von Manthey EMA. Der Titelverteidiger verbesserte sich beim Heimspiel seines Teams gleich um acht Positionen, überzeugte vor allem in der zweiten Rennhälfte mit spektakulären Überholmanövern und belegte Rang sieben. Pech hatte Thiim, der nach einem Kontakt mit Ayhancan Güven (TR) viel Boden verlor und als Achter über die Ziellinie fuhr. Ricardo Feller (CH) kam im zweiten Audi von Abt Sportsline nach einem starken Start über Platz neun nicht hinaus, Arjun Maini (IND) vom Mercedes-AMG Team HRT komplettierte die Top-Ten.

Stimmen zum Rennen

Mirko Bortolotti: „Schwieriges Rennen, super Resultat. So kann man den Samstag aus meiner Sicht zusammenfassen. Kelvin van der Linde war auf einem ganz anderen Niveau unterwegs, die Pace konnte ich nicht mitgehen. Vor dem Start hätte ich bei diesen schwierigen Wetterbedingungen den zweiten Platz sofort genommen, daher bin ich sehr zufrieden.“

Maro Engel: „Es fühlt sich immer super an, in der DTM auf dem Podium zu stehen. Ich habe alles versucht, um Druck auf Mirko Bortolotti auszuüben. Am Sonntag können wir hoffentlich noch einen Schritt nach vorne machen. An den Zeiten von Kelvin van der Linde sieht man, dass wir noch Potenzial haben.“

Ergebnis, 9. Meisterschaftslauf, Nürburgring

1. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline)

2. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +15,232 Sekunden

3. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward), +16,377 Sekunden

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +28,491 Sekunden

5. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), +30,474 Sekunden

Kelvin van der Linde holt Pole für's Samstagsrennen am Nürburgring

Kelvin van der Linde macht Druck auf Tabellenführer Bortolotti

Kelvin van der Linde, Audi #3
Foto: Jens Hawrda


Kelvin van der Linde (ZA) greift nach der DTM-Führung. Der Tabellenzweite vom Team Abt Sportsline fuhr am Samstagmorgen beim ersten Qualifying auf dem Nürburgring mit 1:25,350 Minuten die schnellste Runde und geht von der Pole-Position in das neunte DTM-Rennen der Saison. Zusätzliche Brisanz: Neben ihm steht Spitzenreiter Mirko Bortolotti (I) von SSR Performance in der ersten Startreihe.

„Vor meiner letzten Runde habe ich gesehen, dass ich auf der zweiten Position bin. Daher wusste ich, dass ich für die Pole nochmal volles Risiko gehen muss. Ich wollte das Maximum rausholen, das ist mir gelungen. Es ist schön zu sehen, wie viele Fans hier schon morgens zum Qualifying am Start sind. Das hat mir eine Extraportion Motivation gegeben“, erzählte der Audi-Pilot, der sich mit seiner zweiten DTM-Pole des Jahres wichtige drei Punkte im Titelkampf sichert. Nur 0,021 Sekunden langsamer als der Südafrikaner war Bortolotti im Lamborghini Huracán GT3 Evo2. Als Dritter beendete Lucas Auer (A) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter das erste Zeittraining auf dem Eifelkurs. Sein Markenkollege Maro Engel (Monaco), Trainingsschnellster am Freitag, sicherte sich Position vier. Thierry Vermeulen (NL) vom Team Emil Frey Racing wurde im Ferrari 296 GT3 Fünfter.

Das erste Qualifying beim fünften DTM-Stopp auf dem Nürburgring war von Taktik geprägt. Erst im letzten Viertel des 20-minütigen Zeittrainings begann die Jagd auf die schnellste Runde. Dann ging es jedoch Schlag auf Schlag und es entwickelte sich ein Zweikampf zwischen den beiden führenden DTM-Piloten. Kelvin van der Linde knackte zunächst als erster DTM-Fahrer an diesem Wochenende die 1:26,000-Minuten-Marke und übernahm die Führung. Kurze Zeit später setzte sich Bortolotti mit 1:25,371 Minuten an die Spitze, doch kurz vor Schluss des Qualifyings gelang van der Linde in seinem siebten und letzten Umlauf die Pole-Zeit. Erneut zeigte sich das hohe Niveau in der DTM: Die ersten zehn Fahrzeuge lagen innerhalb von 0,4 Sekunden.

Ergebnis Qualifying, 9. Saisonlauf, Nürburgring

1. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline), 1:25,350 Minuten

2. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +0,021 Sekunden

3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0,055 Sekunden

4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward), +0,147 Sekunden

5. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +0,234 Sekunden


Quelle: dtm.com

Mercedes-AMG startet stark in die zweite Saisonhälfte der DTM

  • Maro Engel Tagesschnellster beim Auftakt des fünften DTM-Stopps am Nürburgring
  • Drei Mercedes-AMG beenden Freies Training am Freitag unter den Top-Fünf
  • Hohe Leistungsdichte – die ersten zehn Fahrzeuge liegen innerhalb von 0,304 Sekunden

Maro Engel, Mercedes #130
Foto: Jens Hawrda

Maro Engel (Monaco) ist angriffslustig in die zweite Saisonhälfte der DTM gestartet. Der Mercedes-AMG-Pilot fuhr am Freitagnachmittag im zweiten Freien Training auf dem Nürburgring mit 1:26,059 Minuten die schnellste Runde und eröffnete damit den fünften Stopp der Rennserie als Tagesbester. „Der Nürburgring ist meine zweite Heimat. Ich liebe die Nordschleife, fahre aber auch sehr gern auf der Grand-Prix-Strecke. Das Auto lief im zweiten Freien Training richtig gut und wir sind happy mit der Balance des Fahrzeugs. Es war ein erfolgreicher erster Arbeitstag in der Eifel“, erklärte der Routinier vom Mercedes-AMG Team Winward. Nur 0,015 Sekunden langsamer war sein Markenkollege Luca Stolz (Brachbach) vom Mercedes-AMG Team HRT, der drittschnellste Umlauf gelang Ayhancan Güven (TR) im Porsche 911 GT3 R. Bester Ferrari-Pilot war Jack Aitken (GB) von Emil Frey Racing auf Rang vier, Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) steuerte ein drittes Fahrzeug mit dem Stern auf Platz fünf.

Das zweite Freie Training am Freitagnachmittag auf dem Traditionskurs in der Eifel war wesentlich schneller als die erste Session. Schon nach zehn Minuten unterbot der Tabellenzweite Kelvin van der Linde (ZA) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline die Bestzeit vom Vormittag. Doch auch diese wurde im weiteren Verlauf von acht Fahrern getoppt. Zunächst setzte sich Güven an die Spitze, kurze Zeit später löst ihn Stolz ab. Gut drei Minuten vor Schluss gelang Engel in seiner 19. Runde die Tages-Bestmarke.

Eine insgesamt starke Leistung zeigte Porsche-Pilot Güven als Gesamtdritter sowie Bester des ersten Freien Trainings. „Es ist ein super Gefühl, mit einer Top-Zeit ins Wochenende zu starten. Die Saison läuft bisher nicht wie geplant, aber das Trainingsergebnis zeigt, dass es in die richtige Richtung geht. Bei unserem Heimspiel wollen wir den Fans eine tolle Show bieten“, versprach Güven, dessen Team Manthey EMA direkt neben dem 3,629 Kilometer langen Eifelkurs zu Hause ist.

Mittwoch, 14. August 2024

IDM: Entscheidung in der „Cathedral of Speed“

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit. Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) biegt auf den legendären TT Circuit Assen ein. Es ist der weltweit einzige Kurs, der in erster Linie für Motorradrennen konzipiert wurde.

Die nach Zandvoort zweitälteste und längste Rennstrecke in den Niederlanden ist seit 1949 jedes Jahr Austragungsort der Motorrad-Weltmeisterschaft. Und sie ist verdammt schnell. Die IDM-Superbikes werden in der vielzitierten „Cathedral of Speed“ vom 16. bis 18.08.2024 Höchstgeschwindigkeiten von über 300 km/h erreichen. Zwei Rennen in der höchsten deutschen Straßenrennsportklasse stehen bei der fünften von sieben Saisonveranstaltungen auf dem Programm. Das Highlight wird getragen von jeweils zwei weiteren Läufen in den Klassen IDM Supersport und IDM Supersport 300. Ein weiteres Glanzlicht setzen die Rennen zur FIM Sidecar World Championship. Auf 4,54 Kilometern Rennstrecke mit zwölf Rechts - und sechs Linkskurven wird Motorradsport der Extraklasse geboten. Diverse Cup-Klassen runden das Programm ab, das Power und Abwechslung von morgens bis abends verspricht.

In der IDM Superbike liefern sich Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) und Florian Alt (DEU/Honda) an der Spitze momentan einen Schlagabtausch. Vor einem Jahr hatte der Deutsche die jahrelange BMW-Dominanz gebrochen und den Titel in der höchsten Klasse für Honda geholt. Er will ihn verteidigen, das ist klar, doch momentan liegt er mit acht Punkten im Rückstand auf den Ukrainer. Erfahrungsgemäß läuft die BMW auf der Strecke in Assen schnell wie eine Granate und Mikhalchik hat vor einem Jahr beide Rennen gewonnen. Doch der 28-jährige Alt hat Hoffnung, das Blatt diesmal wenden und kontern zu können: „BMW war auf der Strecke schon immer stark, aber es gibt auch immer eine Chance, sie zu besiegen. Auch bei uns, also bei Honda, wurde im Hintergrund viel gearbeitet. Wir sind im Vergleich zum Vorjahr schneller und besser geworden. Ob es uns damit gelingt, am Sonntag die Meisterschaftsführung zurückzuholen, werden wir sehen.“

Während sich Mikhalchik und Alt von den Verfolgern abgesetzt haben, hängen Toni Finsterbusch mit 93 Punkten, Patrick Hobelsberger (92) und Jan-Ole Jähnig (89) dahinter wie Kletten. Das Brisante an der Konstellation ist: alle Drei sind BMW-Kollegen im sächsischen Team GERT56 und sollten sich im Kampf nicht gegenseitig ins Abseits befördern. Alle in der Meisterschaft vertretenen Marken haben mindestens einen Top-Ten-Fahrer positioniert. Ducati hat den italienischen Favoriten Lorenzo Zanetti im Köcher. Leandro Mercado aus Argentinien hält die Kawasaki-Fahne hoch und Thomas Gradinger aus Österreich ist der schnellste Yamaha-Fahrer.

In der IDM Supersport hat Andreas Kofler den Turbo eingelegt. Drei Siege und drei weitere Podiumsplätze haben den 19-jährigen Yamaha-Fahrer aus Österreich Flügel verliehen. Seine Mission: am Jahresende den Titel holen. Im Windschatten mit über 30 Punkten Rückstand bewegen sich Ducati-Fahrer Daniel Blin (POL) und Luca de Vleeschauwer (BEL) auf Triumph. Trotz seines Vorsprungs darf sich Kofler nicht in Sicherheit wiegen. De Vleeschauwer hat auch bereits zwei Rennen gewonnen und Blin kann ebenfalls Podiumserfolge vorweisen. Ein kleiner Fehler und alles ändert sich im dichtbesiedelten Haifischbecken in der IDM Supersport. Auf dem Schleizer Dreieck beispielsweise ging Kofler im ersten Rennen punktelos aus, weil er nach dem Rennabbruch nach mehreren Stürzen auf einer Ölspur nicht innerhalb der 5-Minuten-Frist samt Motorrad in der Boxengasse war. So schnell kann es gehen.

In der kleinen Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 ist das Feld klein, aber oho. Hier hat der Däne Oliver Svendsen die Nase überlegen vorn. Seine Teamkollegen Jeffrey Buis (NLD) und Ruben Bijman (NLD) von Freudenberg KTM-PALIGO-Racing folgen mit Respektabstand. Das erfolgreiche Team aus Sachsen beschäftigt insgesamt fünf Fahrer, aber langweilig wird das nicht. Die Entscheidung zwischen Sieg und Niederlage fällt zwischen ihnen oft erst in der letzten Kurve und es handelt sich dabei um Tausendstelsekunden. Und vielleicht gelingt es ja Lokalmatador Dylan Czarkowski in Assen ein zweites Mal in diesem Jahr, die KTM-Meute wie schon auf dem Sachsenring mit seiner Yamaha zu besiegen? Im Rennsport ist nichts ausgeschlossen.

Nach fast zwei Monaten Sommerpause ist in Assen die FIM Sidecar World Championship wieder am Start. Der TT Circuit ist die Heimstrecke von Bennie Streuer. Der Weltmeister von 2015 erlebte bisher eine durchwachsene Saison und reist mit seinem deutschen Beifahrer Kevin Kölsch als WM-Sechster an. Der Name Streuer ist in den Niederlanden ein großer Begriff. Bennies Vater Egbert Streuer holte den WM-Titel drei Mal. Wie schlägt sich Bennie zu Hause? Die WM-Führung liegt in den Händen des  schweizerisch-deutschen Gespanns Markus Schlosser/Luca Schmidt. Dahinter rangiert mit sieben Punkten Abstand die britisch-französische Paarung Harry Payne/Kevin Rousseau. Es folgen die britischen Brüder Sam und Tom Christie vor den Titelverteidigern Todd Ellis/Emmanuelle Clément (GBR/FRA). Der Kampf zwischen den Yamaha-angetriebenen Gespannen mit LCR- und ARS-Chassis geht für dieses Jahr in die letzte Runde im Rahmen der IDM. Die weiteren Rennen finden im Rahmen des Sidecar-Festivals im Oktober in Oschersleben statt. Das Finale im portugiesischen Estoril wird im November ausgetragen.

Viel Action erwartet die Fans bei der IDM-Runde in Assen. Es gibt kaum Zeit zum Luft holen, denn zwei Cup-Klassen beinhaltet das Programm noch obendrauf. Und nicht vergessen: Am Sonntag, dem 18. August 2024, findet um 10:00 Uhr der begehrte Pitwalk statt, bei dem von den Fahrern persönliche Autogramme geschrieben werden und Zeit für ein Selfie mit ihnen ist. Die IDM ist und bleibt trotz des extrem hohen sportlichen Levels eine Serie zum Anfassen. Die Eintrittspreise für das Motorrad-Event in Assen sind attraktiv: 5,00 Euro für den Trainings-Freitag, 25,00 Euro für den Samstag und 35,00 Euro für den Sonntag. Der Fahrerlager-Zutritt ist darin schon enthalten.

Titelkampf in der ADAC GT4 Germany spitzt sich auf dem Nürburgring zu

  • Erste Vorentscheidungen im Titelrennen können in der Eifel fallen
  • Internationales Flair mit Piloten aus Kanada, Neuseeland und Jamaika

Foto: Jens Hawrda

Die ADAC GT4 Germany meldet sich aus der Sommerpause zurück. Am kommenden Wochenende (16. bis 18. August) geht die Serie auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte. Neben Aston Martin, BMW, Mercedes-AMG und Porsche tritt in der Eifel erstmals in dieser Saison auch ein Toyota an. Gefahren wird auf der bei den Piloten stets beliebten flüssigen Sprintstrecke mit Kurzanbindung. Bei noch drei ausstehenden Events werden auf dem Nürburgring erste Weichen in Richtung Titelentscheidung gestellt. All das verspricht Hochspannung pur. Die Rennen der ADAC GT4 Germany werden am Samstag und Sonntag jeweils ab 15:10 Uhr live im Free-TV bei SPORT1 übertragen. Wer sich die Action vor Ort anschauen möchte, kann sich online auf dtm.com noch mit Eintrittskarten versorgen.

Als Tabellenführer reisen Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) an den Ring. Das BMW M4 GT4-Duo hat 2024 vier von sechs Saisonläufen für sich entschieden und zählt auch beim Gastspiel in der Eifel zu den ganz großen Favoriten. Gutes Omen: Auf dem Nürburgring konnten sie 2021 den Titel in der ADAC GT4 Germany einfahren. Dichteste Verfolger in der Tabelle sind die Porsche 718 Cayman GT4-Fahrer Finn Zulauf (20/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (20/CZE, beide AVIA W&S Motorsport). Deren Teamkollegen Max Kronberg (37/Singapur) und Hendrik Still (37/Kempenich) liegen auf Rang drei.

„Der Nürburgring ist meine Heimat, dort bin ich groß geworden. In der ADAC GT4 Germany habe ich auf dem Ring bereits etliche Rennen gefahren – aber auch im ADAC GT Masters oder auf der Nordschleife. Zusammen mit Max läuft es dieses Jahr richtig gut. Obwohl wir eine Pro-Am-Paarung bilden, standen wir bislang an jedem Rennwochenende auf dem Podium. Nun bin ich natürlich heiß darauf, auf dem Nürburgring daran anzuknüpfen“, ist Still hoch motiviert. „Doch das wird nicht einfach, denn das Feld in der ADAC GT4 Germany ist richtig stark. Im ultimativen Titelkampf sehe ich uns derzeit nicht. Das Ziel ist es, die Saison in den Top Drei zu beenden.“

Mit bislang zwei Podiumsergebnissen und somit ordentlich Rückenwind fahren auch Leyton Fourie (18/ZAF) und Max Rosam (19/Taunusstein, beide FK Performance Motorsport) in die Eifel. Die BMW-Piloten befinden sich auf Tabellenrang fünf. „Neben Hockenheim ist der Nürburgring mein Heimrennen. Dort war ich schon früher oft mit meinen Eltern als Zuschauer gewesen und habe gute Erinnerungen. Sportlich sind wir derzeit ganz gut platziert und wollen am Wochenende weiter angreifen“, blickt Rosam voraus. „Schön wäre auf jeden Fall der erste Saisonsieg. Das Ziel in diesem Jahr ist der Titel in der Junior-Wertung. Dafür wollen wir auf dem Nürburgring den nächsten Schritt machen. Das Streckenlayout mit den vielen Wechselkurven sollte dem BMW entgegenkommen.“

Noch nicht komplett nach Plan lief die Saison 2024 für Alex Connor (20/GBR) und Jan Philipp Springob (23/Olpe, beide CV Performance Group). Die Mercedes-AMG GT4-Piloten gingen mit Titelambitionen ins Jahr, liegen zur Saisonhalbzeit aber auf Rang acht. „Wenn wir in der Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden wollen, müssen wir jetzt auf dem Nürburgring abliefern und mindestens zweimal auf das Podium fahren“, so Springob, der 2023 beim Gastspiel in der Eifel siegte. „Der Nürburgring ist meine Heimstrecke, insofern werden auch viele Gäste vor Ort sein. Somit hoffe ich auf ein gutes Ergebnis. Der Kurs ist recht flüssig mit viele Kurven, das kommt unserem Mercedes-AMG zugute. Wir werden alles geben.“

Insgesamt sind 25 Fahrzeuge für das Rennwochenende auf dem Nürburgring eingeschrieben. Wie 2023 absolviert KCMG aus Hongkong einen Gaststart und setzt einen Toyota GR Supra GT4 Evo für Tom Bewley (16/NZL) und William Exton (20/NZL) ein. Wieder zurück in der ADAC GT4 Germany sind die beiden Jamaikaner Senna Summerbell (22) und Thomas Gore (19), die erstmals im Porsche von AVIA W&S Motorsport antreten. Außerdem setzt Razoon - more than Racing aus Österreich auf noch mehr Markenvielfalt und bringt einen BMW für Damon Surzyshyn (47/CAN) und Jan Matyas (20/CZE). Somit ist internationales Flair in der Eifel garantiert.