Donnerstag, 11. Juli 2024

Schnitzelalm mit Gaststart auf dem Nürburgring

Schnitzelalm Racing startet am Nürburgring als Gaststarter in der ADAC GT-Masters
Foto: Jens Hawrda

Beim dritten Saisonstopp des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring dürfen sich die Zuschauer im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix auf ein wachsendes Starterfeld freuen. Das Team Schnitzelalm Racing setzt bei seinem Gaststart auf dem Eifel-Kurs zwei Mercedes-AMG GT3 in der Silver-Cup-Wertung ein.

Im Fahrzeug mit der Startnummer elf nehmen Julian Hanses und Marcel Marchewicz Platz. Das Lenkrad im Schwester-Auto teilen sich Jay Mo Härtling und Moritz Wiskirchen. Während Marchewicz und Wiskirchen bereits im Vorjahr für das Team im ADAC GT Masters unterwegs waren, feiern Hanses und Härtling ihre Premiere in der traditionsreichen Meisterschaft. „Julian und Jay Mo bringen beide sehr viel Talent mit. Sie haben in den letzten Jahren ihr Potenzial gezeigt und sich den Einsatz absolut verdient. Ich glaube, dass es für ihre weitere Entwicklung ein toller nächster Schritt ist“, sagt Teamchef Thomas Angerer.

In der Saison 2023 erlebte das Team sein ADAC GT Masters-Debüt auf dem Nürburgring. Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg waren sie erneut am Start. Insgesamt verbuchte die Mannschaft aus Bad Hindelang im Oberallgäu drei Top-5-Platzierungen.


250 Rennen ADAC GT Masters: Premiere für neues Format beim Jubiläum am Nürburgring

Foto: Jens Hawrda

ADAC GT Masters startet am Sonntag in den 250. Meisterschaftslauf Neues Sprint- und Endurance-Format bringt noch mehr Spannung Supersportwagen treffen in der Eifel auf PS-Giganten beim ADAC Truck-Grand-Prix Meilenstein für das ADAC GT Masters: Am Wochenende (12. bis 14. Juli) startet die Serie im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring in ihr 250. Rennen. 
 
Dabei steht beim Jubiläumsrennen in der Eifel eine Premiere an: Das ADAC GT Masters debütiert am Wochenende mit einem neuen Format aus einem Endurance-Rennen am Samstag und einem Sprintrennen am Sonntag. Mit dem neuen Rennformat geht auch der Kampf um die Tabellenspitze zwischen den Führenden Tom Kalender (Hamm/Sieg) und Titelverteidiger Elias Seppänen (FIN/ beide Landgraf Motorsport) im Mercedes-AMG GT3 und den engsten Verfolgern Leon Köhler (Erlenbach am Main) /Maxime Oosten (NL, beide FK Performance) im BMW M4 GT3 in die nächste Runde. Sport1 überträgt die beiden Rennen am Samstag ab 14:45 Uhr und am Sonntag ab 15 Uhr. Am Ort, wo 2007 alles begann, feiert das ADAC GT Masters nun auch Jubiläum: Am Nürburgring. 
 
Damals im Rahmen des 24-Stunden-Rennens überquerten Christopher Haase und der Italiener Gianni Morbidelli in einem Lamborghini Gallardo GT3 als erster ADAC GT Masters Sieger die Ziellinie. Mittlerweile befindet sich die Serie in ihrer 18. Saison und ist damit die weltweit am längsten währende GT3-Rennserie. Am Jubiläumswochenende startet die Meisterschaft mit einem neuen Format: Mit dem Samstagslauf begeben sich die Piloten erstmals in ein Endurance-Rennen über 80 Minuten Renndauer. Hier ist vor allem Teamwork und eine gute Taktik gefragt, denn im Vergleich zum bewährten Format sind hierbei zwei Boxenstopps vorgeschrieben, einer davon ist mit einem Reifenwechsel verbunden. 
 
Action ist auch beim 250. Rennen am Sonntag garantiert. Im Sprint über 40 Minuten müssen die Piloten die Schlagzahl noch einmal erhöhen, schließlich bleibt ihnen weniger Zeit für Positionskämpfe. Im Kampf um die Meisterschaft liegen die zweifachen Saisonsieger Seppänen/Kalender in ihrem Mercedes-AMG GT3 derzeit mit 84 Punkten an der Spitze. In Lauerstellung, mit gerade einmal sieben Zählern Rückstand, folgt der BMW M4 GT3 der ebenfalls zweifachen Sieger Oosten/Köhler. „Mit dem Sieg im Sonntagsrennen von Zandvoort haben wir uns eine gute Ausgangslage verschafft. Auf dem Nürburgring wollen wir wieder angreifen und versuchen, die Führung zu übernehmen“, sagt Köhler. Auch die drittplatzierten Jannes Fittje (Langenargen) und Finn Wiebelhaus (Obertshausen/beide Haupt Racing Team) in einem weiteren Mercedes-AMG GT3 bleiben mit 57 Meisterschaftspunkten in Schlagdistanz. Beim Jubiläumswochenende in der Eifel ergänzen Gaststarter das aus sieben Marken bestehende Feld: Mit den beiden Mercedes-AMG GT3 von Schnitzelalm Racing und einem Lamborghini Huracán GT3 Evo vom Team HP Racing International gesellen sich drei weitere Fahrzeuge zum Teilnehmerfeld. Für die Mercedes-AMG-Mannschaft aus Bad Hindelang gehen Julian Hanses und Marcel Marchewicz sowie Jay Mo Härtling und Moritz Wiskirchen an den Start. Im italienischen Stier nehmen Coach McKansy und Gerhard Tweraser Plat

Mittwoch, 10. Juli 2024

BMW mit guter Bilanz am Norisring

René Rast glänzt mit Sieg am Samstag und sensationeller Aufholjagd am Sonntag

Renè Rast, BMW #33
Foto: Jens Hawrda

Das vierte DTM-Rennevent der Saison auf dem Norisring (GER) war das Wochenende von René Rast (GER). Im Samstagsrennen spielte er im Regenpoker von Nürnberg (GER) seine ganze Erfahrung aus, traf die richtige Reifenwahl und feierte im #33 BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport seinen ersten Saisonsieg. Ebenso stark war seine Vorstellung am Sonntag. Von Startplatz 19 und mit 20 Kilogramm Erfolgsballast stürmte er noch bis auf Position fünf nach vorn und sammelte wertvolle Punkte im DTM-Titelrennen. Zur Halbzeit der Saison liegt Rast mit 93 Punkten auf Platz drei der Fahrerwertung, Schubert Motorsport führt die Teamwertung mit 186 Zählern an. Sheldon van der Linde (RSA) und Marco Wittmann (GER) punkten.

Vor vollen Rängen auf dem Stadtkurs am Dutzendteich fuhr Rast im ersten Rennen von Startplatz sieben zum Sieg, weil er bei einsetzendem Regen nicht wie fast alle anderen Fahrer zum Reifenwechsel an die Box kam, sondern den kurzen Schauer mit Slicks überstand. Dank des eingesparten Boxenstopps war er auf dem Weg zu seinem 27. DTM-Sieg nicht mehr einzuholen. Nach zwei dritten Plätzen 2022 und zwei zweiten Plätzen 2023 war es das fünfte Podium in Folge für Rast auf dem Norisring. Diese Serie riss zwar mit Platz fünf am Sonntag, doch seine Aufholjagd um 14 Positionen war eine derart starke Schadensbegrenzung, dass sie sich wie ein weiteres Podium anfühlte. Nach acht von 16 Saisonrennen hat Rast mit seinen 93 Punkten in der Gesamtwertung lediglich elf Zähler Rückstand auf die Spitze. Der Puffer von Schubert Motorsport auf Platz zwei in der Teamwertung beträgt 16 Punkte.

Für Rasts Teamkollegen Sheldon van der Linde (RSA) und Marco Wittmann (GER) lief das Wochenende nicht optimal. Van der Linde zeigte im #31 BMW M4 GT3 starke Pace und startete das Samstagsrennen aus der ersten Reihe. Jedoch fiel er mit dem Sieg vor Augen im Regenpoker noch auf Position sieben zurück. Am Sonntag wurde der DTM-Champion von 2022 nach einer Strafe auf Platz 14 gewertet. Wittmann wurde bei seinem Heimspiel in Nürnberg von den Fans gefeiert, konnte bei den Ergebnissen jedoch nicht an seinen großartigen Sieg in Zandvoort (NED) vor wenigen Wochen anknüpfen. Er belegte im #11 BMW M4 GT3 die Plätze zwölf und elf.

ADAC GT4 Germany: Dreifachsieg für den BMW M4 GT4

In der ADAC GT4 Germany feierten die BMW M Motorsport Teams am Samstag einen Dreifachsieg. Gabriele Piana (ITA) und Michael Schrey (GER) fuhren im #2 BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport ihren vierten Saisonsieg ein und bauten damit ihre Führung in der Gesamtwertung aus. Ihre Teamkollegen Tim Reiter und Leon Wassertheurer (beide GER) wurden Dritte. Dazwischen schoben sich Leyton Fourie (RSA) und Max Rosam (GER) im #46 BMW M4 GT4 von FK Performance Motorsport auf Rang zwei. Im Sonntagsrennen taten sich die BMW M Motorsport Teams deutlich schwerer. Piana und Schrey belegten als bestplatzierte Crew den achten Platz. In der Teamwertung liegt Hofor Racing by Bonk Motorsport an der Spitze.

Stimmen nach den Rennen

René Rast (#33 RoboMarkets BMW M4 GT3): „Ein gigantisches Wochenende! Dass ich mit einem Sieg, einem fünften Platz und Rang drei in der Fahrerwertung mit lediglich elf Punkten Rückstand aus Nürnberg abreise, hätte ich nicht für möglich gehalten. Am Samstag habe ich mit meiner Entscheidung, nicht auf Regenreifen zu wechseln, goldrichtig gelegen. Das Rennen am Sonntag aus der letzten Startreihe hätte nicht besser laufen können. Ich hatte eine super erste Runde und habe auch ein wenig von Strafen für andere profitiert. Aber trotzdem: In der DTM so viele Plätze in einem Rennen gutzumachen, das ist unglaublich.“

Sheldon van der Linde (#31 Shell BMW M4 GT3): „Das war ein Wochenende des ‚Hätte, Wäre, Wenn‘. Am Samstag ist uns der Sieg aufgrund der schwierigen Bedingungen durch die Finger geglitten. Dieser hätte mir in der Meisterschaft natürlich extrem gut getan, aber es sollte nicht sein. Am Sonntag war im Qualifying nicht mehr drin, und im Rennen ging es am Ende hart zur Sache. Aber so ist das manchmal. Weiter geht’s im August am Nürburgring.“

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3): „Die Atmosphäre bei meinem Heimspiel war einmal mehr großartig. Es macht mich stolz, so eine Fanbase hinter mir zu haben. Umso frustrierender ist es, dass ich die Zuschauer leider nicht auch mit guten Ergebnissen auf der Strecke begeistern konnte. Für das Team war es insgesamt ein super Wochenende, aber ich habe mir für mich persönlich mehr erhofft. Wir müssen jetzt analysieren, warum ich hier die Pace meiner Teamkollegen nicht mitgehen konnte, und das Problem mit Blick auf die zweite Saisonhälfte in den Griff bekommen.“


DTM am Norisring: Mercedes-AMG Performance-Fahrer Maro Engel fährt bei seinem 100. DTM-Rennen aufs Podium

  •  Fünftes Saisonpodium für den Mercedes-AMG GT3 am vierten Rennwochenende
  •  Mercedes-AMG sammelt wertvolle Punkte für die Herstellerwertung
  •  Maro Engel: „Wir hatten am Sonntag ein super Rennen“

Maro Engel, Mercedes #130
Foto: Jens Hawrda

Mercedes-AMG Customer Racing fuhr beim DTM-Highlight auf dem Norisring erneut aufs Podest. Für die Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach war es das fünfte Podium am vierten Rennwochenende der laufenden Saison. Bei seinem 100. DTM-Start erreichte Maro Engel (GER) am Sonntag für das Mercedes-AMG Team WINWARD den zweiten Platz. Bei wechselhaftem Wetter am Rennwochenende stellten die Mercedes-AMG Fahrer sieben von acht möglichen Punkteresultaten sicher. In der Herstellerwertung belegt Mercedes-AMG zur Saisonhalbzeit den zweiten Platz.


Die beiden Qualifyings wurden aufgrund der kurzen Streckenlänge des nur 2,162 Kilometer langen Norisrings in jeweils zwei Gruppen ausgetragen. Auf Basis der Trainingszeiten am Freitag fand die Einteilung statt. Die Fahrer auf den ungeraden Plätzen starteten in Gruppe A, die Fahrer auf den geraden Positionen in Gruppe B. Im Qualifying am Samstag startete zunächst Gruppe A, gefolgt von Gruppe B. Am Sonntag starteten die Gruppen in umgekehrter Reihenfolge.

Sonntagsrennen: Maro Engel wird mit Pace und der richtigen Strategie Zweiter
Den Grundstein für seinen Erfolg legte Maro Engel im Qualifying (Gruppe A) am Sonntagmorgen. Der AMG Markenbotschafter verpasste die Pole Position in der schnelleren Gruppe um nur 0,055 Sekunden, was für ihn Startplatz drei für das Rennen bedeutete. Damit hatte er im Feld der insgesamt 20 DTM-Fahrer die beste Ausgangslage unter den vier gemeldeten Mercedes-AMG GT3. Luca Stolz, Arjun Maini und Lucas Auer (AUT) gingen geschlossen von den Startpositionen sechs bis acht ins Rennen.

Mit nur 18 Grad Celsius Lufttemperatur und 22 Grad Asphalttemperatur waren die Rennbedingungen gegenüber dem Samstag deutlich kühler. Anders als im ersten Lauf blieb es diesmal jedoch trocken. Nach einem kontrollierten ersten Stint sorgte eine Safety-Car-Phase durch Carbon-Teile auf der Strecke zehn Minuten vor Schluss für einen Showdown. Engel hatte in der Boxenstopp-Phase mit einem erfolgreichen Undercut den Sprung von der dritten auf die zweite Position geschafft. Beim Restart waren noch fünf Minuten zu fahren. Engel behauptete den zweiten Platz in der Schlussphase souverän und sah die Zielflagge nach 69 Runden nur 0,777 Sekunden hinter dem Sieger. Mit Platz vier verpasste Arjun Maini das Podium nur knapp. Der Inder profitierte ebenfalls vom Undercut. Er kam auf der neunten Position liegend an die Box und griff durch die richtige Strategie ins Rennen um das Podium ein. Auf den Plätzen sieben und zwölf erreichten Luca Stolz und Lucas Auer zwei weitere Punkteresultate für Mercedes-AMG.

Samstagsrennen: Mercedes-AMG Teams fehlte bei Wetterlotterie das Glück zur richtigen Reifenwahl

Im Samstagsrennen waren die Kundensportteams trotz drei Punkteresultaten hinter der hohen Erwartungshaltung zurückgeblieben. Zum Ende des Boxenstoppfensters machte ein Regenschauer den ersten Lauf zur Lotterie. Die Mercedes-AMG Fahrer entschieden sich früh für den Wechsel auf Regenreifen. Diese Strategie ging diesmal jedoch nicht auf. Der Regen hielt nicht an, sodass Slicks in der Schlussphase letztendlich die bessere Reifenwahl waren. Auf Regenreifen im Nachteil, fuhren Engel, Stolz und Maini mit den Plätzen acht, elf und 15 noch in die Punkteränge. Für Auer hielt das Rennen erneut nicht das erhoffte Glück parat. Der Österreicher zog sich am Start bei einem unverschuldeten Kontakt einen Reifenschaden hinten rechts zu. Er musste sein Fahrzeug daraufhin vorzeitig abstellen.

Stimmen zum Rennwochenende

Maro Engel, Mercedes-AMG Team WINWARD #130
„Wir hatten am Sonntag ein super Rennen. Vielen Dank an das gesamte Team, das mir das ganze Wochenende über ein schnelles Auto gegeben hat. Es war schön, das heute so umzusetzen, nachdem wir das Potenzial am Samstag schon angedeutet hatten. Ich habe alles gegeben und Druck nach vorne gemacht, aber Nicki hatte die Spitze unter Kontrolle. Mit dem Podium sind wir sehr happy. Wir hatten in Zandvoort ein schwieriges Wochenende, haben das Ganze aber als Team sorgfältig analysiert und die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Es fühlt sich gut an, zurück zu sein.”

Arjun Maini, Mercedes-AMG Team HRT #36
„Das Wochenende war ein Auf und Ab. Wir hatten zwei solide Qualifyings, in denen wir aber nicht unser volles Potenzial ausgeschöpft haben. Im Samstagsrennen sah es gut aus, bis der Regen kam. Da haben wir bei der Reifenwahl leider die falsche Entscheidung getroffen, was auch auf meine Kappe ging. Am Sonntag hatte ich einen schlechten Start und ich dachte, dass für mich nicht mehr viel möglich ist. Aber wir hatten in freier Fahrt eine sehr gute Pace und mein Team hat einen super Pitstop und eine fantastische Strategie parat gehabt. Mit Platz vier können wir mehr als zufrieden sein.”

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team HRT #4
„Am Samstag haben wir mit den Regenreifen einfach die falsche Wahl getroffen und hatten bei diesen chaotischen Bedingungen keine Chance. Das Rennen hat Spaß gemacht, denn ich hatte schöne Duelle. Aber Platz elf war für mich zu wenig. Im Qualifying am Sonntag ging es besser und wir sind auch gut ins Rennen gestartet. Das Podium war in Reichweite und wir haben uns für einen sehr frühen Boxenstopp entschieden. Auf meiner Outlap habe ich wegen einer Kollision von zwei Fahrern vor mir wertvolle Zeit verloren, wodurch unsere Taktik nicht aufging. Im zweiten Stint hat zudem auch etwas die Pace gefehlt. Das müssen wir uns anschauen. Ich hoffe, dass wir in der zweiten Saisonhälfte wieder auf Podiumskurs sind.”

Lucas Auer, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER #22
„Uns hat an beiden Tagen das gewisse Etwas gefehlt. In den Qualifyings haben wir nicht alles herausgeholt, weil wir in der entscheidenden letzten Runde nicht alles zusammenbekommen haben. Die Ausgangspositionen waren trotzdem in Ordnung. Dafür hat mir in den Rennen dann einfach die Pace gefehlt. Wobei das Rennen am Samstag für mich leider schnell vorbei war. Ich hatte das gesamte Wochenende meine Schwierigkeiten auf der Bremse. Ich hatte arge Probleme beim Anbremsen. Das müssen wir uns genau anschauen, denn heute war der Abstand auf die Spitze einfach zu groß.“

Dienstag, 9. Juli 2024

DTM-Premiere vor 110.000 Besuchern: Thiim folgt seinem Vater und schreibt mit Norisring-Sieg Geschichte

  •     Lamborghini-Pilot gewinnt 33 Jahre nach Vater Kurt Thiim DTM-Lauf am Norisring
  •     Mirko Bortolotti steht nach erster Saisonhälfte an der Tabellenspitze
  •     110.000 Besucher beim 40-jährigen Jubiläum der Rennserieam Norisring

33 Jahre nach Vater Kurt Thiim gewann Sohn Nicki am Norisring
Foto: dtm.com


Das gab es in der DTM noch nie: Nicki Thiim von SSR Performance gewann am Sonntag auf dem Norisring sein erstes DTM-Rennen. Der Lamborghini-Pilot und sein Vater Kurt Thiim sind damit das erste Vater-Sohn-Gespann in der 40-jährigen DTM-Geschichte, das in den Siegerlisten der Rennserie steht. Zwei seiner 20 Erfolge verbuchte Kurt Thiim auf dem Stadtkurs in Nürnberg. „Als kleiner Junge habe ich hier die DTM-Rennen meines Vaters verfolgt, ein Sieg am Norisring stand immer schon ganz oben auf meiner Bucket-List. Den Erfolg meines Vaters zu wiederholen, fühlt sich besonders nach der bisher schwierigen Saison unglaublich an. Die Momente nach der Zieldurchfahrt waren sehr emotional für mich“, schilderte ein sichtlich gerührter Thiim nach seinem souveränen Start-und-Ziel-Sieg. Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (Monaco) zeigte in seinem 100. DTM-Rennen eine starke Leistung und beschenkte sich zum Jubiläum mit Platz zwei. Thiims Teamkollege Mirko Bortolotti (I) wurde Dritter und geht damit als neuer Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte. 110.000 Besucher erlebten ein aufregendes 40-jähriges DTM-Jubiläumswochenende auf dem einzigen Stadtkurs in Deutschland mit viel Action auf sowie neben der Strecke.

Keyfacts, Norisring, Saisonrennen 8 von 16

  •     Streckenlänge: 2.162 Meter
  •     Wetter: 19 Grad, bewölkt
  •     Pole-Position: Nicki Thiim (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #94),
  •     Sieger: Nicki Thiim (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #94)
  •     Schnellste Rennrunde: Nicki Thiim (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 )


Pole-Setter Thiim bestätigte beim Start zum achten DTM-Lauf seine gute Form und baute die Führung in der erste Rennhälfte kontinuierlich vor seinem Teamkollegen Bortolotti aus. Auf Rang drei folgte Engel, dahinter belegten der bis dato noch Gesamtführende Kelvin van der Linde (ZA) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline und Mercedes-AMG-Pilot Luca Stolz (Brachbach) die Ränge vier und fünf.

Als das Boxenstopp-Fenster nach 20 Minuten geöffnet wurde, schlug der Stratege Engel zu. Der Routinier wechselte als einer der ersten Piloten seine Pirelli-Reifen und konnte danach den vor ihm platzierten Bortolotti, der eine Runde später in die Box gefahren war, mit den bereits angewärmten Pneus überholen. Spitzenreiter Thiim absolvierte einen perfekten Boxenstopp und ging als Führender vor Engel sowie Bortolotti wieder auf die Strecke. Rund zehn Minuten vor Schluss kam das Safety-Car zum Einsatz, weil ein Karbonteil von der Fahrbahn geborgen werden musste. Nach dem Re-Start hielten die Top-Drei ihre Positionen – Thiim überquerte nach 69 Runden als Sieger die Ziellinie. Hinter dem Spitzen-Trio belegte Arjun Maini (IND) im Mercedes-AMG vom Mercedes-AMG Team HRT nach einer fehlerlosen Vorstellung Rang vier. Als Fünfter bewies Samstagssieger René Rast (Bregenz) im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport einmal mehr seine Entschlossenheit und machte gegenüber dem Start 14 Plätze gut.

Der aktuelle Champion Thomas Preining (A) ging als Zwölfter ins Rennen und konnte sich im Porsche 911 GT3 R vom Team Manthey EMA nach starken Überholmanövern in den letzten Runden noch auf Rang sechs verbessern. Stolz beendete den Sonntagslauf auf dem Nürnberger Stadtkurs als Siebter. Ayhancan Güven (TR) wurde im zweiten Porsche von Manthey EMA auf Platz acht gewertet, gefolgt von Kelvin van der Linde. Der als Vierter gestartete Südafrikaner fiel nach einer Berührung mit Ferrari-Pilot Jack Aitken (GB) vom Team Emil Frey Racing weit zurück und belegte die neunte Position vor Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Mann-Filter). Damit gab van der Linde die Tabellenführung an Bortolotti ab und beendete die erste Hälfte der DTM 2024 auf Rang zwei. Dritter im Gesamtklassement ist Rast.

Stimmen nach dem Rennen

Maro Engel: „Die Saison war bisher ein Auf und Ab. Umso schöner, dass wir ein gutes Rennen zeigen konnten und ich bei meinem Jubiläum aufs Podium gefahren bin. Wer die DTM mit all den Fans am Norisring erlebt, weiß, für was die Serie steht. Dazu war es ein absolutes Highlight, gemeinsam mit meiner Tochter oben auf dem Podest zu stehen.“

Mirko Bortolotti: „Ich genieße es jedes Mal, mit der DTM am Norisring zu fahren. Die Stimmung auf den Tribünen war mega. Für die gesamte Mannschaft ist es ein super Ergebnis. Die erste Saisonhälfte lief für uns nicht perfekt, trotzdem freue ich mich über die Tabellenführung. Darauf können wir aufbauen, um in der zweiten Hälfte noch stärker zu sein.“

Ergebnis, 8. Meisterschaftslauf, Norisring (Top-Five)

1. Nicki Thiim (DK/SSR Performance)
2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward), +0,777 Sekunden
3. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +1,880 Sekunden
4. Arjun Maini (IND/Mercedes-AMG Team HRT), +3,098 Sekunden
5. René Rast (D/Schubert Motorsport), +4,023 Sekunden