Donnerstag, 6. Juni 2024

Ein Doppelsieg und vier Pokale für das Team Champion-Alpha-Van Zon-BMW

Volle Punkteausbeute Für Ilya Mikhalchik in Oscherleben
Foto: Jens Hawrda


Das Team Champion-Alpha-Van Zon-BMW war am vergangenen Wochenende wieder auf Tour. In der Motorsport Arena Oschersleben traf man sich mit der Superbike-Konkurrenz der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM zur zweiten Runde der Saison 2024. Die Erfolgsmannschaft um Teamchef Werner Daemen trat mit dem dreifachen Champion Ilya Mikhalchik aus der Ukraine, dem Österreicher Philipp Steinmayr, dem Deutschen Max Schmidt und dem Ungarn Bálint Kovács an. Jan Mohr war dieses Mal nur als Maskottchen dabei. Der Österreicher hatte sich bei Testfahrten im Vorfeld eine Verletzung am Schulterblatt zugezogen und musste in Oschersleben bei der Punktejagd aussetzen.

Ilya Mikhalchik hatte sich schon gut eine Woche vor dem IDM-Event bei einem Test auf der Strecke von Oschersleben warmgefahren und konnte entsprechend gut vorbereitet in das IDM-Wochenende starten. Am Freitag konnte er in den Freien Trainings und dem Pre-Practice für die Superpole mit den schnellsten Zeiten im 28 Mann starken Feld auftrumpfen. Am Samstag wurden auch das dritten Freie Training und die Superpole eine Beute des ukrainischen Titeljägers. «Ich bin happy», versicherte Mikhalchik, nachdem er den Vorjahres-Rekord pulverisiert hatte und sich mit 1.24,307 min die Pole-Position gesicherte hatte. «In dieser Runde habe ich im letzten Sektor sogar noch einen Fehler gemacht. Endlich fühle ich mich besser, ich war die ganze letzte Woche krank.» Sein Verhältnis zur Rennstrecke hat Mikhalchik, der im Vorjahr mit zwei Stürzen in zwei Rennen wohl seinen persönlichen IDM-Tiefpunkt erlebte, inzwischen geklärt. «Ich bin klar im Kopf», versicherte der Polesetter. «Ich mag die Strecke und die Strecke mag mich. Im Vorjahr habe ich viel gelernt und nutze diese Erfahrungen für die Zukunft.»

Im Rennen 1 fuhr der BMW-Pilot weiter auf der Erfolgswelle. Guter Start, Führung und am Ende ein Start-Ziel-Sieg mit sechs Sekunden Vorsprung vor einem seiner schärfsten Rivalen beim Kampf um die Meisterkrone, Florian Alt. Und das alles bei leichtem Nieselregen. «Das Rennen war nicht leicht und nicht schwer», so das Urteil des Siegers. «Irgendwas zwischendrin. Am Anfang schwankte ich zwischen Pushen und Warten. Ich habe mich dann ganz auf mich konzentriert. Der Reifen ging am Ende ein wenig ein, aber mein Vorsprung hat gepasst. Danke an mein Team, die mich mit ihren guten Vibes wieder nach vorne gebracht haben.» Weil es so schön war, schnappte sich Mikhalchik auch im zweiten Rennen den dicksten Pokal. Doch dieses Mal hatte er es ein wenig spannender gestaltet als noch am Vormittag. Lange war er in der Vier-Mann starken Spitzengruppe unterwegs, bevor er den ersten Platz übernahm und bis zur schwarz-weiß karierten Flagge uneinholbar vorne lag. «Toll», beschreibt der Ukrainer sein Gefühl, nachdem er von seiner aus Kiew angereisten Mutter und seiner Frau im Ziel in Empfang genommen worden war. «Oschersleben ist nicht meine Lieblingsstrecke, aber ich habe versucht, sie zu mögen. Klar hatten wir auf das Ergebnis gehofft. Und es war perfekt. Pole-Position, Rundenrekord und der Doppelsieg.» Damit ist Mikhalchik auch wieder erfolgreich zurück im Kampf um die Meisterschaft.


Bálint Kovács hatte beim gemeinsamen Test mit seinen Kollegen im Vorfeld des IDM-Wochenendes schon ordentlich rangeklotzt und strahlte am Freitagabend übers ganze Gesicht. «Ein Super-Tag», freute er sich. «Ich war die ganze Zeit vorne mit dabei, mit der drittbesten Zeit im Superpole Pre-Practice, und ich habe mich direkt für die Superpole 2 qualifiziert. Ich hatte ehrlich gesagt noch nie so einen guten Freitag in der IDM. Es hat einen großen Unterschied gemacht, die Strecke und das Motorrad vorher zu testen.» Am Samstag schlug sich der Ungar ebenfalls wacker und durfte sich nach der Superpole über den vierten Startplatz freuen.

Diesen Platz in der zweiten Reihe nutze Kovács im ersten Rennen dann perfekt. Auch wenn sein Teamkollege Ilya Mikhalchik und Florian Alt an der Spitze ihr eigenes Ding machten, setzte sich Kovács in der Verfolgergruppe gekonnt durch, obwohl es anfangs zu kleineren und größeren Rangeleien mit der Konkurrenz kam. Am Ende fackelte der BMW-Pilot nicht lange und ließ den Rest der Verfolgergruppe hinter sich, fuhr das Rennen fehlerlos zu Ende und jubelte im Ziel mit Rang 3 über sein erstes IDM-Podium. «Der Wahnsinn», so seine Zusammenfassung. «Ich kriege das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Durch den Test bin ich gut ins Wochenende gestartet. Von Platz 4 ins Rennen zu gehen, macht die Sache natürlich leichter. Am Ende war das Reifen-Management der Schlüssel, das habe ich gut hinbekommen.» Und der Ungar hatte Geschmack an der Podiumsfeier gefunden. «Nach Platz 3 im ersten Rennen bin ich jetzt ruhiger», meinte er noch in der Startaufstellung für Rennen 2. «Alles, was jetzt noch kommt ist ein Geschenk.» Das Geschenk in Form eines weiteren Pokals macht sich der BMW-Pilot dann selbst. Er reihte sich nach dem Start in die Spitzengruppe ein, behauptete sich gekonnt gegen die Angreifer und landete im Ziel erneut auf Rang 3. «Einfach verrückt», so der feierfreudige Ungar. «Von Anfang an der Spitze mitfahren und mit Ilya und Florian Alt fighten ist schon nochmal was anderes. Der gute Startplatz hat es dieses Wochenende ausgemacht. Ich bin happy.»


Philipp Steinmayr hatte sich wie auch seine Teamkollegen beim zweitägige Oschersleben-Test intensiv auf das IDM-Wochenende vorbereiten können. «Es war echt gut, mal zum Fahren zu kommen», urteilt der Österreicher. «Vor allem in Anbetracht der durchwachsenen Wettervorhersage für das IDM-Wochenende muss man immer damit rechnen, dass die eine oder andere Session verloren geht. Die gröberen Baustellen sind bei mir selbst. Fahrerisch gibt es hier und da noch was zu holen und an dem werde ich arbeiten.»

Zuversichtlich war der Österreicher in das IDM-Wochenende gestartet und wider den Vorhersagen spielte sogar das Wetter mit. Der Freitag ging gut los uns auch der Samstag verlief für Steinmayr halbwegs zufriedenstellend. «Endlich hatten wir mal einen Schritt nach vorne gemacht», berichtet Steinmayr. «Im Zeittraining wollte ich mit den gebrauchten Reifen nicht zu viel riskieren.» Als er dann mit den neuen Reifen ausrückte, verlief das Training nicht ganz fehlerfrei und wurde mit einer roten Flagge früher beendet als geplant. Für Steinmayr blieb Startplatz 15. Mit den Plätzen 14 und 17 in den Rennen war er dann auch nicht happy. «Am Sonntagmorgen spielte das Wetter nicht ganz mit», beschreibt er, «und mir war klar, dass es von dem Startplatz aus schwierig werden würde. Der erste Start war noch gut, aber ich hatte sehr zu kämpfen, da ich Null Grip hatte, von Anfang an. Ich konnte meine Linie nicht fahren und kam nirgends vorbei. So blieb ich dahinten hängen.» Mehr Grip kam durch die Änderungen fürs zweite Rennen, doch dadurch entstanden neue Probleme. Abhaken und nach vorne schauen, das ist nach dem durchwachsenen Wochenende die beste Lösung für den BMW-Piloten.


Max Schmidt hatte sich nach dem Oschersleben-Test in der Vorwoche der IDM-Runde noch ein paar kleinere Arbeiten vorgenommen. «Das Motorrad steht ganz gut da», versicherte er vor den ersten Kilometern im IDM-Training, «am Grip gibt’s noch ein bisschen was zu tun.» Über den kleinen Umweg über die Superpole 2 schaffte der Student gekonnt den Sprung in die Superpole 1, wo es am Samstag um die besten Startplätze ging. Der BMW-Pilot konnte im Abschlusstraining nochmals nachlegen und eroberte sich die elfte Startposition für die beiden Rennen am Sonntag.

Beim ersten Rennen am Vormittag machte den Fahrer noch leichter Nieselregen das Leben schwer. Der war zwar zum Nachmittag verschwunden, aber dafür blies der Wind um so kräftiger. Wirklich ergiebig wurde Schmidts Punkteausbeute in Oschersleben nicht. Im ersten Rennen biss er sich noch tapfer durch und ergatterte für Platz 13 drei Meisterschaftspunkte. Dicker kam es in Lauf 2. Da kam Schmidt nämlich gar nicht erst im Ziel an. Er war gestürzt und damit das Rennen für ihn vorzeitig beendet. «Es ist suboptimal gelaufen», so der Bericht eines nicht ganz leichten Oschersleben-Wochenendes. «Prinzipiell war es nicht so schlecht. Aber meine Starts waren leider nicht so gut. Dann hing ich in hinten in einer Gruppe fest. Im ersten Rennen konnte ich mich nach vorne kämpfen, die Lücke weiter nach vorne entsprechend groß. Eigentlich wäre deutlich mehr möglich gewesen. Im zweiten Rennen war der Start etwas besser, aber auch nicht das Gelbe vom Ei. Dann hing ich hinter zwei Yamaha fest. Meine Pace war besser, ich kam gut hinterher, aber eben nicht vorbei. Dann setzt ich mich direkt hinter Thomas Gradinger, um vor der nächsten Kurve anzugreifen. Doch da verzögerte er beim Anbremsen länger als von mir erwartet. Ich habe sein Heck touchiert und bin oben drüber geflogen.» Unterkriegen lässt sich Schmidt nicht. «Weitermachen», seine Devise.

Weitermachen ist auch die Devise des Teamchefs und einem Teil seiner Mannschaft, für die es von Oschersleben direkt weitergeht zum Langstrecken-WM-Lauf in Belgien. Die IDM ist vom 21. – 23.Juni wieder dran, dann mit Wochenende Nummer 3 im tschechischen Most.


Schwieriges Wochenende mit Lichtblicken für das GERT56 Team in der Motorsport Arena Oschersleben

In der Motorsport Arena Oschersleben, dem motorsportlichen Wohnzimmer von GERT56, fand am Wochenende die zweite Saisonstation der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) 2024 statt. Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig konnten mit ihren BMW M 1000 RR Maschinen satt punkten. Für Patrick Hobelsberger avancierte das Wochenende zum Desaster. 

Ein Wochenende zum Vergessen für Patrick Hobelsberger #52
Foto: Jens Hawrda

Als sich über der Motorsportarena Oschersleben dunkle Wolken vor dem IDM-Wochenende zusammenzogen, musste man mit dem Schlimmsten rechnen. Wettertechnisch blieb das Chaos aus, doch bei der GERT56 Truppe aus dem sächsischen Pirna schlug gleich mehrfach der Blitz ein. 

Patrick „PAX“ Hobelsberger war als Meisterschaftsführender und mit guten Testzeiten im Gepäck voller Optimismus in die Börde gereist. Nach Platz sechs in Rennen 1 und einer Disqualifikation im Nachmittagsrennen reiste er aber auch mit nahezu leeren Händen wieder ab. Nicht nur die Meisterschaftsführung war dahin, auch der Abstand von 20 Punkten zu Vorjahressieger Alt ist schon mal eine Herausforderung.

Bereits im FP1 schlug es kurz ein, als der Bayer Hobelsberger von der Strecke abkam und ihm eine durchgeweichte Stelle zum Verhängnis wurde. Die Schäden waren überschaubar, doch in FP2 traten an seiner BMW M 1000 RR erste technische Probleme auf. Seine Crew rund um den technischen Leiter Ronny Schlieder wechselten daraufhin alle Teile wo Benzin und Strom durchfließen: Einspritzung, Benzinpumpe und Kabelbaum. Danke an dieser Stelle an das Team RR SOCIA Racing für die uneigennützige Hilfe bei den Teilen. Als es dann zum Superpole Pre-Practice ging, stimmte die Performance mit Platz vier wieder. Doch Hobelsberger verwandelte das Sportgerät kurz vor Ende der Sitzung in einen veritablen Schrotthaufen. Eingangs der ehemaligen Shell-Esses hatte er den Vorderreifen ein wenig überpusht und das Vorderrad war ihm weg gerutscht. Das Superbike aus München wurde in Richtung Erdumlaufbahn geschickte. Das verschaffte den Mechanikern von GERT56 keine schlaflosen Nächte, aber einen späten Feierabend.  Mit Platz fünf für Toni Finsterbusch und Platz sieben für Jan-Ole Jähnig schloss man diesen anstrengenden Tag versöhnlich ab und hatte alle drei Piloten direkt in der Superpole 2. Erstes Ziel erfüllt!

Was darauf folgte war die 15-minütige Superpole am Samstag. Während sich ein bestens aufgelegter Routinier Finsterbusch grandios in die erste Startreihe katapultierte, konnte man sich auch über den Altenburger Jähnig freuen, der mit viel Einsatz sein bisher bestes Trainingsergebnis mit Rang fünf herausfuhr. 

Bei Hobelsberger nahm Drama Teil 2 seinen Lauf. Aufgrund des Sturzes fehlte ein neuer Reifen und so fuhr er die Session mit einem gebrauchten Pneu und 26-iger Rundenzeiten an, wechselte zur Halbzeit und wollte dann wieder auf die Strecke. Seine Maschine sprang nicht sofort an und als er dann endlich auf seiner schnellsten fliegenden Runde war, schaltete der Rennleiter für ein entfernt im Kiesbett liegendes Motorrad und einen unverletzten Fahrer rot und brach die Session ab. Ergebnis war ein 14. Startplatz für beide Rennen und Unverständnis für die diese Entscheidung bei Fahrer und Team. In Rennen 1 am Sonntagvormittag kämpfte sich Pax bis auf Rang sechs vor. Getoppt wurde das aber durch eine grandiose Leistung von Jähnig, der sich mit Platz vier nicht nur in den Top-10 etablierte, sondern sauber in Richtung Podium arbeitet. Der zehnte Platz von Finsterbusch läuft ganz klar unter „Shit Happens“. Erst hat es den SCX Reifen aufgefressen und dann der Rest den Toni. Fazit: Schadensbegrenzung Pax okay, Toni so naja und JO sehr geil!

Dann der zweite Lauf. Hobelsberger landete nach Frühstart am Anfang auf Platz fünf, doch für das Start-Vergehen gab es eine Double Long Lap Penalty. Hobelsberger fuhr die erste Strafe ab und hielt Platz fünf, bei der zweiten Strafe kam er noch als Siebter zurück auf die reguläre Linie. Doch ein Mitbewerber war in diesem Sektor gestürzt und unter gelb ist die Absolvierung der Long Lap Penalty gesperrt. Dieser Passus war aufgrund der Seltenheit weder Team noch Fahrer bekannt. Und so nahm das Unheil seinen Lauf. Mit der nochmaligen Aufforderung zu einer weiteren LLP konnte Hobelsberger nichts anfangen. Damit wurde ihm eine Durchfahrtstrafe und schließlich die schwarze Flagge und damit null Punkte aufgebrummt. Ein völlig frustrierter Hobelsberger reist nun mit 19 Punkten Rückstand nach Most, hat aber beim Einsteigen ins Wohnmobil zu einer Aufholjagd in Most eingeladen.

Finsterbusch zeigte in Rennen zwei mit dem richtigen Reifen sein Potential, war lange in Kontakt mit der Spitze und bestätigte sein Vorjahresergebnis mit einem hervorragenden vierten Rang. Jan-Ole Jähnig war aber der herausragende GERT56-Pilot an diesem Wochenende. Im Vorjahr noch ohne Punkte aus Oschersleben abgereist, fuhr er 2024 in Rennen zwei mit Rang sechs eine weitere Top-Platzierung ein. Finsterbusch mit seiner Erfahrenheit und Konstanz und Jähnig mit seiner Unbekümmertheit sind nicht nur außerordentliche Rennfahrer, sondern auch starke Charaktere und Teamplayer, standen sie doch in diesen schwierige Stunden ihrem Teamkollegen Hobelsberger zur Seite!

Nach vier von 14 Rennen liegt Hobelsberger in der Meisterschaft auf Rang vier und hat 51 Punkte auf dem Konto, 19 weniger als Leader Alt. Teamkollege Finsterbusch ist mit nur einem Zähler weniger als Hobelsberger Fünfter. Jähnig ist Siebter und hat 36 Zähler auf dem Konto. 

Stimmen zum Rennwochenende

Patrick Hobelsberger:

„Ich habe fast keine Worte dafür, was am Sonntag passiert ist, das zweite Rennen war einfach nur ein Drama. Am Start habe ich einen Fehler gemacht und bin klar mit einem Frühstart losgefahren. Ich habe auf das Board gewartet, damit ich die Double-Long-Lap-Penalty antreten kann und bin dann auch zwei Mal da durch gefahren. Doch das Board blieb draußen und ich wusste nicht warum. Eine meiner LLPs habe ich wohl unter einer gelben Flagge in Turn 1 gemacht. Anstatt mir zu zeigen, dass ich noch mal eine LLP fahren muss, blieb das Board von Anfang an unverändert und hängen. Woher sollte ich wissen, dass ich dort noch mal durch soll? Soll ich mir bei 280 das Reglement durchlesen und schauen, warum das so ist? Sie haben mir dann eine Ride-Through-Penalty gegeben und mich schließlich disqualifiziert, weil ich weiter gefahren bin. Sie haben den Meisterschaftsführenden wegen einer nicht korrekten Long-Lap-Penalty aus dem Rennen genommen. Und das in der letzten Runde des Rennens, ohne mir die Möglichkeit zu geben, das Rennen zu Ende zu fahren und mich erklären zu können. Dann hätte man mich auch nachträglich noch bestrafen können, wie Florian Alt am Sachsenring mit drei Positionen zurück oder so. Warum gab es keine Zeitstrafe? Mir wurde das Rennen ganz am Schluss aus den Händen gerissen und ich konnte nichts dafür und muss nun null Punkte akzeptieren. Mir fehlen die Worte. Einen jungen Racer, der sein ganzes Leben, seine ganze Energie und Motivation in diesen Sport steckt, um weiter nach vorn zu kommen, macht mich einfach sprachlos. Warum soll ich nächste Woche wieder 110 Prozent in alles investieren? Warum soll ich weiter so hart trainieren und ständige Entbehrungen hinnehmen? Wenn dann Rennen so entschieden werden, ohne die Chance sich zu rechtfertigen und man einfach disqualifiziert wird. Nach zwei richtig heftigen Stürzen, habe ich mich das ganze Wochenende durch die Schmerzen gekämpft. Ich habe nie aufgegeben und dann steht da so ein Resultat auf dem Zettel, welches weder das Team, noch ich verdient haben und was auch nicht den ganzen Erfolgswillen von uns allen gerecht wird. Ich weiß, wo ich hingehöre und wir kommen zurück!“

Toni Finsterbusch:

Mit meinem Qualifying und Platz drei war ich sehr zufrieden, denn ich habe die Runde allein und ohne mich ziehen zu lassen gefahren. Klar, ich habe natürlich auch etwas vom Pech von Pax profitiert. Im ersten Rennen ist mir leider nach acht Runden komplett der Hinterreifen eingegangen, da wissen wir auch nicht warum. Freitag/Samstag sind wir 18 Runden darauf gefahren und da sah er gut aus. Ich bin dann von Platz drei ab Rennmitte wie ein Stein auf Platz zehn durchgereicht worden. Rennen zwei war deutlich besser, ich habe mich vor dem Start allerdings dazu entschieden doch auf den SC0 Reifen zu gehen, einfach aus Sicherheit. Am Anfang konnte ich gut vorn mithalten und war auch paar Mal in Führung. Auf den letzten Runden hatte ich dann mit meinem Arm zu kämpfen, als Ilya vorbei kam. Ich hatte auch ein paar Warnsignale und da habe ich lieber die Punkte für Platz vier mitgenommen. An sich bin ich mit dem Wochenende zufrieden, wenn auch sicherlich mehr drin gewesen wäre. 

Jan-Ole Jähnig:

Das Wochenende verlief alles in allem viel besser als erwartet. Ich war da relativ skeptisch ran gegangen, weil es letztes Jahr eigentlich unter aller Sau lief. Dieses Jahr sind wir einen Tag testen gewesen vorher und sind dann auch gut ins Wochenende gekommen. Das Wetter war ja dann aber viel besser, als vorher gesagt. Mit P5 im Qualifying war ich mega-happy. Aber dann natürlich auch sehr aufgeregt, so aus Reihe zwei. Im ersten Rennen habe ich einen Super-Start erwischt und ich konnte mich als Dritter einsortieren und vorn eine Weile mit fahren. Dann ist ein bisschen eine Lücke aufgegangen und ich habe noch ein paar kleine Fehler gemacht und hatte hart zu kämpfen. Das hat aber echt Spaß gemacht. Das war echt ein gutes Rennen, auch wenn wir das Podium nicht erreicht haben. Im zweiten Rennen habe ich keinen guten Start erwischt und bin auch nicht in meinen Rhythmus gekommen. Am Ende war es dann trotzdem Platz sechs und wir haben ordentlich Punkte mitgenommen. Schauen wir jetzt mal, was in Most geht. 

Karsten Wolf: 

Wer jetzt glaubt, ich beginne mit den Vorgängen von Rennen zwei der irrt gewaltig. Es ist schon schlimm genug, wenn die Ereignisse einen entfesselt fahrenden Jan-Ole Jähnig, der gemeinsam mit seiner Abteilung eine Entwicklung nimmt, die ihn, das Team und die Fans Gleichmaßen erfreut. Der Kontakt zur Spitze in der IDM ist da und nun gilt es sich in dieser Spitze zu etablieren, sie zu studieren und sie dann mit seinen von Talent gesegneten Fähigkeiten zu schlagen. 

Wie wichtig ein Toni Finsterbusch für das Team ist, können vielleicht Außenstehende gar nicht einschätzen. Wie er mit seinen Top Platzierungen seine individuelle Stärke zeigt, aber auch ohne Helm seine jungen Team-Mates stabilisiert, ist faszinierend. Meinungsstark und gefühlvoll zugleich ist er mit allen Mannschaftsteilen im Austausch, ist ansprechbar für Fans, Partner und Sponsoren und nachdem er sicher schon viel in seinem Leben gewonnen hat, ist seine neue Leichtigkeit für alle ein Gewinn. Als es bei der Anreise regnete, kamen viele andere schimpfend entgegen, worauf ich erwiderte: „Geil, es ist Finsterbusch Wetter!“. Ich lege mich fest. Er wird in diesem Jahr noch Rennen gewinnen.

Im Bericht steht ja nun, was passiert ist und ich soll das jetzt bewerten. Was soll ich sagen? Etwas politisch Korrektes, damit uns in Zukunft keine Nachteile entstehen? Das nimmt mir mein Team nicht ab und widerspricht meinen Werten. Vielleicht das, was die Fans und die sozialen Medien in ihre Aufgeregtheit hören wollen? Dem würden vielen Fakten und Informationen fehlen, die wir ja als Betroffene vor Ort haben und es würden einigen Personen und ihren Bemühungen nicht gerecht werden. Die Frage ist doch: Wird das Reglement mit seinen Auslegungen und die Möglichkeiten die, die Rennleitung hat, dem gerecht, was die Fahrer und Team zu leisten imstande sind?

Frühstart unser Fehler! Bestrafung DLLP völlig in Ordnung. Beide sofort angetreten innerhalb von fünf Runden, davon die letzte unter gelb in diesem Sektor – unser Fehler - Punkt! Eine LLP unter gelb zieht eine weiter LLP innerhalb von 3 Runden nach sich. Doch jetzt kommts. Klar wird das Schild DLLP weiter rausgehalten, doch wie soll der Fahrer erkennen, dass er einen Fehler gemacht hat und nochmal durch die Kurve muss und wie soll ihm das Team das in dieser kurzen Zeit mitteilen. Die darauf folgende Durchfahrtsstrafe mit anschließender schwarzer Flagge bewerten das Nichtnochmalige Antreten der LLP als Absicht. Was für ein Schwachsinn, denn seine zwei gefahrenen LLP haben ihm gerade zwei Plätze gekostet und auch eine dritte hätte ihn im Spiel um eine Top Platzierung gehalten. Man unterstellt ihm also diese Absicht, nachdem er schon zweimal durchgeballert ist, nimmt ihn aus dem Rennen, alle Punkte und greift aktiv in den Meisterkampf ein. Jeder der mich kennt, weiß, dass wir nach Siegen richtig feiern können, bei Niederlagen auf der Strecke uns aber stets fair und anständig zur Sache und zu unseren Mitbewerbern positionieren. Klar gibt es ein Reglement und darin finden sich Regularien, zu denen wir uns vollumfänglich bekennen. Es ist aber, wie mit allen Gesetzeswerken: sie sind weder vollumfänglich und einige Formulieren lassen Deutungsspielraum. Für diesen Bereich sagt das Reglement: „…oder eine Ersatzstrafe durch den Race Director…“.

Meines Wissens gab es in 2023 in beidem Premiumklassen SSP/SBK weder eine LLP, noch eine DLLP und schon gar keine LLP unter gelb. Selbst der Rennleiter spricht von einem seltenen Ereignis. Hier den Deutungsspielraum zu nutzen, eine Ersatzstrafe zu verhängen (+LLP-Zeit dazu nach Rennende), um dann alle Teilnehmer im nächsten Briefing darauf aufmerksam zu machen wäre Ansatz eins. Ansatz zwei wäre, technische Möglichkeiten zu schaffen, um Fahrern und Teams einen fehlerhafte LLP geeignet und sicher zu kommunizieren. Dafür würde man sicher schnelle gemeinsame Wege finden. 

Basis für unseres Engagements mit GERT56 war immer auf Plattformen zu fahren, wo Gleichbehandlung aller Wettbewerber oberstes Gebot ist. Dieses Gefühl haben wir aktuell aufgrund verschiedener Vorkommnisse bei der IDM und ihrem permanenten Race Director nicht. Sollte dies am Ende der Saison immer noch so sein, gilt es daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.


Mittwoch, 5. Juni 2024

Motorradsport der Extraklasse und eine junge Fahrerin die mit Glanzleistungen für Begeisterung sorgte

Smilla Göttlich in der Konzentrationsphase vor dem Start
Foto: Markus Toppmöller

Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft begeisterte am Wochenende vom 31. Mai bis 2. Juni Fans des Zweirad-Motorsportes mit sieben verschiedenen Klassen und 14 Rennen.

Im Fokus der Zuschauer war dabei auch Smilla Göttlich aus Sachsen. Bereits am Samstag im ersten Rennen des KTM Junior Cups gelang ihr die Sensation – gerade einmal 13 Jahre alt, das erste Rennen ihrer Saison und direkt auf den ersten Platz vorgefahren. Auch das Rennen am Sonntag konnte sie auf einem tollen dritten Platz ins Ziel bringen.

Am Freitag und Samstag absolvierte die Königklasse mit der IDM Superbike bereits ihre Trainings und Qualifyings. Zum Rennsonntag kamen zahlreiche Besucher in die Arena, um die zwei Rennen über die jeweilige Distanz von 18 Runden zu erleben. Die 27 Fahrer gingen am Vormittag für das erste Rennen auf die Strecke.

Sieger des ersten und zweiten Rennens wurde der Ukrainer Ilya Mikhalchik auf seiner BMW 1000RR, gefolgt von Florian Alt (DEU) und Baline Kovacs (HUN).

Am Sonntagvormittag standen Dustin Schneider (17 Jahre) und Richard Irmscher (15 Jahre) aus dem Northern Talent Cup noch als Interviewpartner für die VIP Gäste der Motorsport Arena bereit. Anschließend ging es zur Mittagszeit in ihr zweites Rennen des Wochenendes. Bereits am Samstag konnte Richard Irmscher den zweiten Platz herausfahren. „In Oschersleben werden Duelle auf den Gerade im Windschatten entschieden“, berichtet der 15-Jährige, welcher in diesem Cup mit seinen Konkurrenten auf einheitlichen Hondas unterwegs ist.

Im zweiten Rennen des Wochenendes konnte der junge Pilot mit der Verteidigung von sehr engen Duellen in der letzten Runde einen Sieg einfahren.


Vleeschauwer holt Doppelsieg

Luca de Vleeschauwer #45
Foto: Jens Hawrda

Nur 0,104 Sekunden trennten Luca de Vleeschauwer (MotoLife, Triumph) und seinen Verfolger Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) im Ziel. In der IDM Supersport überschlugen sich in der Motorsport Arena in Oschersleben im zweiten Lauf des Tages die Ereignisse.

Andy Kofler, die Meisterschaft anführt, ging nach dem Start wie vom Gummiband abgeschnippst in Führung, während Lennox Lehmann (Yamalube Motorsport Kofler) fast stehenblieb. An der Spitze bildete sich ein Trio mit Kofler, Vizemeister Twan Smits (Team Apreco, Yamaha) und de Vleeschauwer, dem Sieger des ersten Laufes. Zur Verfolger-Gruppe mit Dirk Geiger (MCA Racing, Honda), Stepan Zuda (AF Racing, Ducati), Kyle Smith (Weber Kawasaki), Daniel Blin (AF Racing Team, Ducati) sowie Lennox Lehmann (Yamalube Kofler) und Marvin Siebdrath (Yamaha by M32), die beide den Start vermasselt hatten, tat sich eine Lücke auf.

In der siebten Runde stürzte Smits aus dem Geschehen. Schlimmer hätte es für den Niederländer nicht kommen können. Der Saisonauftakt auf dem Sachsenring war schon mäßig abgelaufen und jetzt kamen auch noch zwei Nuller hinzu. Der Vizemeister, für den es dieses Jahr um den Titelgewinn geht, hat nicht die besten Karten für die Umsetzung seines Vorhabens. In der Gesamtwertung ist er nach dem Oschersleben-Wochenende Zehnter.

Kofler führte nach dem Ausscheiden des Niederländers vor dem Belgier de Vleeschauwer. Lehmann und Siebdrath überrumpelten inzwischen schon Dirk Geiger, dessen Teamkollege Julius Caesar Rörig die Strecke verließ und das Motorrad abstellte. Die Honda qualmte wie verrückt und es sah nach einem Motorschaden aus.

De Vleeschauwer wagte in der zehnten Runde die erste Attacke auf Kofler, die der Österreicher später kontern konnte. Lehmann und Siebdrath übten im nachfolgenden Paket Druck aus, das sich auf drei Fahrer verkleinert hatte. Blin war nicht mehr dabei. Siebdrath krabbelte Smith fast in den Auspuff rein. Lehmann fuhr im Endspurt eine halbe Sekunde schneller, was mit dem dritten Podestplatz belohnt wurde.

De Vleeschauwer erkämpfte sich rau, aber herzlich den zweiten Tagessieg und war leicht irritiert, was um ihn herum geschah. Mit zwei Siegen hatte der 21-jährige Triumph-Fahrer nicht gerechnet. Wer Andreas Kofler kennt, weiß, wie schwer es ihm fiel, nach der geleisteten Führungsarbeit nur Zweiter zu sein, „aber wir hatten heute das erste Doppelpodium für das Team Yamalube Motorsport Kofler.“ Teamkollege Lehmann hatte richtig Spaß gehabt: „Mir hat im ersten Rennen ein bisschen das Tempo gefehlt, aber jetzt war alles bestens. Mein Start war wieder völlig daneben. Ich hatte aber auch ein bisschen Glück, auch das Twan gestürzt ist. Aber das muss man mitnehmen.“ Der Dresdner ist ein Rookie in der Supersport-Klasse und schon bei der zweiten Veranstaltung stand er zwei Mal auf dem Podium und er ist bereits Dritter in der Gesamtwertung. An der Spitze ist es brisant: Kofler hat nur zwei Zähler Vorsprung vor de Vleeschauwer.


IDM SSP, Rennen 2 (Top-Five)

1. Luca DE VLEESCHAUWER (BE/Triumph)

2. Andreas KOFLER (A/Yamaha)

3. Lennox LEHMANN (D/Yamaha)

4. Kyle SMITH (GB/kawasaki)

5. Marvin SIEBDRATH (D/Yamaha)


Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Ilya Mikhalchik siegt auch im zweiten Rennen in Oschersleben

Ilya Mikhalchik mit maximaler Punkteausbeute in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda


Ilya Mikhalchik (Champion Alpha Van Zon BMW) war auch der Sieger des zweiten Laufes in der IDM Superbike in Oschersleben. Mit 1,429 Sekunden Vorsprung vor Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) war die Entscheidung diesmal deutlich knapper. Der deutsche Honda-Treiber fährt trotz des Doppelsiegs der Konkurrenz als neuer Meisterschafts-Führender nach Hause. Patrick Hobelsberger musste den Spitzenplatz verlassen und sorgte ungewollt für reichlich Aufsehen.

Aus der ersten Rennrunde kamen Florian Alt, Toni Finsterbusch, Ilya Mikhalchik, Bálint Kovács und zur großen Begeisterung des GERT56-Teams Patrick Hobelsberger der Reihe nach zurück. Hobelsberger hatte einen Mega-Start vorgelegt und war von Position 14 bis auf den fünften Platz durchs Feld gewirbelt. Die Freude hielt nicht lange an. Die Rennleitung untersuchte, ob es sich um einen Frühstart gehandelt hatte. Dem war auch so. Hobelsberger wurde mit einer doppelten Long Lap bestraft, was seine Aussichten, sich noch weiter nach vorn zu bewegen, sehr einschränkte.

An der Spitze hakelten sich Alt und Finsterbusch. Der Sachse war auf Krawall gebürstet und überholte den Titelverteidiger an Stellen, wo normalerweise überhaupt keiner überholt. In der zehnten Runde war das Kapitel abgeschlossen und Alt in Führung. Nun kam Mikhalchik ins Spiel. Zuerst kassierte er Finsterbusch, bevor er sich an Alts Auspuff ansaugte und ab der zwölften Runde das Feld anführte.

Mikhalchik saß dabei wie schon gestern im Qualifying absolut lässig auf dem Bike. Alt ließ den Ukrainer nicht ziehen, kam aber auch nicht mehr in Schlagdistanz. Hinter ihm hatte sich wie schon im ersten Lauf Bálint Kovács festgesetzt, der schon eine kleine Lücke zum überholten Finsterbusch aufgetan hatte. Der Ungar kam auch Alt immer näher, der eine 1:25er-Runde vorlegte, um von Kovács wieder wegzukommen. Die drei Ersten behielten ihre Stellung bis ins Ziel: Mikhalchik vor Alt und Kovacs. Der Sieg des 27-jährigen Ukrainers aus Kiew war blitzsauber gewesen, „obwohl Oschersleben absolut nicht mein Kurs ist“, wie er schilderte. „Aber ich habe an diesem Wochenende auch den Rundenrekord geknackt, wenn auch nur im Training.“ Alt war nicht ganz so glücklich, konnte aber eine Steigerung zum ersten Rennen verzeichnen und die Übernahme der Tabellenführung mit zwei Zählern mehr als Mikhalchik. Kovács lachte dagegen im Kreis: „Das war total verrückt und ganz anders als sonst beim Kampf um einen fünften Platz. Mit Mikhalchik und Alt zu fighten, war eine andere Nummer.“

Lorenzo Zanetti holte auf der Ducati in Oschersleben zwei siebte Plätze. Er nimmt den dritten Platz in der Gesamtwertung ein. Hobelsberger ist von der Spitze bis auf den vierten Rang abgerutscht. Der Bayer musste noch eine herbe Schlappe einstecken. Er hatte seine doppelte Long Lap absolviert, doch bei der zweiten war in der Kurve bei Posten 2 die gelbe Flagge geschwenkt worden und auch die LED´s auf den Anzeigetafeln blinkten. Weil die Long Lap unter diesem Umständen als nicht beendet angesehen wird, wurde ihm die Strafe nochmals angezeigt. Im Glauben, alles schon erledigt zu haben, machte Hobelsberger keine Anstalten, noch einmal die vergrößerte Runde zu fahren. Rennleiter Ottmar Bange verhängte die nun vorgesehene Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse. Ohne Erfolg. „Das hat zur Disqualifikation geführt und die schwarze Flagge wurde für Hobelsberger geschwenkt.“ Null Punkte.

IDM Superbike, 2. Lauf (Top-Five)

1. Ilya MIKHALCHIK (UKR/BMW)

2. Florian ALT (D/Honda)

3. Bálint KOVÁCS (HU/BMW)

4. Toni FINSTERBUSCH (D/BMW)

5. Leandro MERCADO (ARG/Kawasaki)

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek